Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Ein intimer, intensiver Text!
Wache halten von Joyce Carol Oates
Die große amerikanische Schriftstellerin Joyce Carol Oates hat hier ein offenbar sehr persönliches Buch geschrieben. Wenige Jahre nachdem ihr Ehemann gestorben ist, zeigt sie hier ein Paar (Michaela und Gerard), dass zum Arbeiten und Unterrichten in ein Institut nach New Mexico gegangen sind. Hier wird der Mann krank, unheilbar.
Für Michaela ist es hart zuzusehen, wie ihr Mann sich in der Klinik dem Tode nähert.
Nur kurz gibt es eine Passagen an der Uni, mit einer Studentin, die Hilfe von Michaela braucht. Dann geht es wieder nur um die Krankheit und nahenden Tod. Das ist teilweise im Detail beschrieben auch für den Leser nicht ganz einfach zu ertragen.
Der zweite Teil des Buches hat eine andere Tonlage und zeigt dann die Trauer nach Gerads Tod. Es gibt auch noch weitere Passagen mit einem Studenten. Für mich sehr gelungene Szenen.
Die Autorin geht weit, die Emotionen zu zeigen. Es ist ein Buch nicht ohne Bitterkeit und doch wird eine Tiefe der Trauer dargestellt, wie man es selten gelesen hat.
Rezensionen von Claudia R.:
humorvoller Regionalkrimi
Prost, auf den Doktor von Friedrich Kalpenstein
Klappentext / Inhalt:
Der neue Provinzkrimi von Bestseller- und #1-Kindle-Humor-Autor Friedrich Kalpenstein
»Vertrauen Sie mir, ich bin Arzt!«
Diesen Satz hatte Sebastian Burgegger bestimmt oft gesagt, bevor er in seinem Gästezimmer im KRAUSE tot aufgefunden wird. Es gibt keinen Zweifel, dass er ermordet wurde.
Grund seines Aufenthalts in Brunngries war ein Motorradtreffen, zu dem er mit seinem Club auf seinem Zweirad angereist kam. Nun verlässt er den wunderschönen Ort im Chiemgau auf vier Rädern im Kofferraum eines Leichenwagens.
Hauptkommissar Tischler nimmt die Ermittlungen auf. Doch je tiefer er in den Fall eintaucht, desto mehr wird klar, dass der Arzt alles andere als vertrauenswürdig war.
Warum musste Burgegger sterben? Hatte er es sich mit ein paar Kumpels seines Motorradclubs verscherzt oder ist sein Mörder vielleicht unter seinen Patienten zu finden?
Cover:
Am Empfangstresen ist ein Dackel erkennbar und der Arztkittel hängt am Garderobenständer daneben. Die Thematik wird hier also bereits aufgegriffen und auch optisch interessant umgesetzt. Ein Wiedererkennungseffekt zu den anderen Covern der Reihe ist hier auf jeden Fall ersichtlich und gut umgesetzt.
Meinung:
Es handelt sich hierbei bereits um den 11. Band der Reihe und auf das Wiedersehen in Brunngries und mit Kommissar Tischler hatte ich mich schon sehr gefreut. Die Fälle in sich sind geschlossen und könnten daher auch unabhängig gelesen werden. Wenn man aber einmal in der Reihe drin ist, gewinnt man die Charaktere aber schnell lieb und möchte unbedingt mehr erfahren und auch um die privaten Hintergründe und Geschehnisse besser greifen zu können, sind Vorkenntnisse und Lesen in Reihenfolge schon von Vorteil.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell kommt man in Geschehnisse und Charaktere hinein. Die Ermittlungen sind nachvollziehbar, aber auch spannend angelegt. Die Charaktere sind gut durchdacht und haben ihren eigenen Charme und auch so einige Ecken und Kanten, was es aber auch interessant macht.
Die einzelnen Abschnitte haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind sehr gut herausgearbeitet und dadurch auch sehr gut ersichtlich. Die Überschriften machen neugierig, verraten aber selbst nicht zu viel.
Die Krimi ist spannend umgesetzt, überzeugt zugleich aber auch durch Charme und seinen ganzen eigenen Humor. Ich mag diese Art von Krimi und auch die Charaktere konnten überzeugen. Die Ermittler machen auch dieses mal wieder ihre Sache sehr gut und die Spannung bleibt bis zum Schluss aufrecht.
Fazit:
Humorvoller Regionalkrimi mit eigenem Flair und skurrilen Charakteren.
Rezensionen von Claudia R.:
Roadtrip
Napoli am Ostseestrand von Leo Hansen
Klappentext / Inhalt:
Jessie und Diego, Musikerin und Koch, kehren ihrem alten Großstadtleben jeweils den
Rücken. Jessie hat ein hochsensibles Gehör, Diego nimmt Gerüche übermäßig wahr.
Beide sind auf der Suche nach einem Ort, an dem sie trotz ihrer Überempfindlichkeiten
zufrieden leben können.
Zufällig treffen sie sich auf einem Campingplatz an der Ostsee.
Sie beschließen, die Reise gemeinsam mit Jessies Campingbus fortzusetzen. Den Bus
hat sie von ihrem Stiefvater Gunnar Schmitz geschenkt bekommen. Was sie aber nicht
weiß: Im Bus sind Diamanten aus einem Raub versteckt, hinter denen skrupellose
Gangster her sind. Steckt hinter all dem die italienische Mafia?
Damit wird aus der Reise von Jessie und Diego eine abenteuerliche Flucht
entlang der schleswig-holsteinischen Ostseeküste, bei der sie immer wieder in
gefährliche Situationen und skurrile Verwicklungen geraten. Als Schmitz erfährt, dass
Jessie und Diego in Gefahr sind, eilt er ihnen mit Silvio, einem neapolitanischen
Pizzabäcker, zu Hilfe, denn er ahnt, dass im Hintergrund ein alter Bekannter die Fäden
zieht.
Cover:
Nach einem tollen Roadtrip sieht dieses Cover aus. Mit dem Kleinbus entlang am Strand, einfach mal genial umgesetzt und macht direkt Urlaubsfeeling. Optisch und farblich ist es auch klasse gemacht.
Meinung:
Spannender Roadtrip im VW-Bulli mit Krimielementen macht Lust auf mehr. Cool umgesetzt und ein tolles Cosy Crime Abenteuer, dass gut unterhält.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich locker, leicht und flüssig lesen. Schnell kommt man in Situationen und Charaktere hinein. Die einzelnen Abschnitte haben eine gute und angenehme Länge. Die Kapitel sind teils recht kurz und bringen so Tempo und Spannung hinein. Zugleich wird es in mehrere Teile untergliedert und diese wiederum in verschiedene Kapitel. Optisch sind die Kapitelanfänge und besonders auch die Anfänge der Teile sehr schön herausgearbeitet und gut ersichtlich. Die Kapitelüberschriften sind passend gewählt und verraten dabei nicht zu viel.
Gliederung und Gestaltung sind gut gelungen.
Abenteuerliche Reise an so manchen touristischen Orten, so dass ganz nebenbei Urlaubsfeeling aufkommt gepaart mit Krimi Spannung und toller Unterhaltung.
Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam umgesetzt. Man kann dem Geschehen gut folgen, aber auch so einige Wendungen sind überraschend und gut durchdacht. Mir hat es gut gefallen und konnte mich gut unterhalten.
Fazit:
Spannender Roadtrip im VW-Bulli mit Krimielementen macht Lust auf mehr.
Rezensionen von liesmal:
Wissenswertes in Bild und Wort
MARCO POLO Reiseführer Thailand von Martina Miethig; Wilfried Hahn
Die Reiseführer von Marco Polo waren für mich immer wichtig und gut, wenn ich ein Land kennenlernen wollte, das auf meiner Urlaubsländer-Wunschliste stand. Inzwischen macht es mir großen Spaß, einfach viel Interessantes über fremde Länder zu erfahren, auch wenn ich diese nicht selbst bereisen möchte.
Im vergangenen Jahr haben Freunde von ihrem Thailand-Urlaub berichtet und mich mit ihrer Begeisterung angesteckt. Für mich ein guter Grund, den Reiseführer von Thailand zu lesen, mir dabei die Bucketlist näher anzuschauen und durch die Top-Highlights von Marco Polo viele Besonderheiten des Landes zu entdecken. Es macht mir großen Spaß, durch das kleine, handliche, aber mit Bildern und Informationen prall gefüllte Buch zu stöbern.
Ein besonderes Highlight ist für mich dabei die beigefügte Faltkarte, mit deren Hilfe ich alles Gelesene unterbringen kann und dadurch eine gute Orientierung bekomme.
Rezensionen von cosmea:
Auf der Suche nach der eigenen Identität
Sputnik von Christian Berkel
Mit “Sputnik“ legt Christian Berkel seinen dritten Roman vor. Wie zuvor “Der Apfelbaum“ und “Ada“ ist auch der neue Roman autofiktional, d.h. dem Leser muss bewusst sein, dass es sich trotz allem um Fiktion handelt, dass sich die Dinge in der Realität nicht 1:1 so abgespielt haben. Das fängt schon damit an, dass der Autor keine Schwester namens Ada hat.
Die Geschichte beginnt vor seiner Geburt im Mutterleib und endet, als Berkel etwa 21 Jahre alt ist. Ein Ich-Erzähler namens Sputnik übernimmt Berkels Rolle als Erzähler. Berkel wurde 1957 kurz nach dem Start des ersten Satelliten in der Erdumlaufbahn geboren, von daher der Name Sputnik. Wir lesen, wie schwierig das Verhältnis zu seinen Eltern war, die beide schwer traumatisiert den zweiten Weltkrieg überlebt hatten. Die aus einer jüdischen Familie stammende Mutter Sala war zeitweise im Lager Gurs in den Pyrenäen eingesperrt, der Vater Otto verbrachte Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft. Wir lesen über Sputniks Schulzeit in Berlin, danach über die Jahre in Frankreich, bevor er auf der Suche nach einem Engagement an einem Theater nach Deutschland zurückkehrt, nachdem seine Bewerbungen in Frankreich, zum Beispiel an der Comédie Francaise, trotz seiner hervorragenden Französischkenntnisse erfolglos waren. In Deutschland wurde er dann von einer Reihe von Theatern in verschiedenen Städten engagiert. Schon früh interessiert er sich für Kunst und Literatur und entscheidet sich bereits als sehr junger Mann für den Beruf des Schauspielers. Er hat enge französische Freunde, und lernt immer wieder Mädchen kennen, zu denen er sich hingezogen fühlt. Einige dieser Beziehungen werden ausführlicher beschrieben. Interessant sind auch die Ausführungen über den Schauspielunterricht und die Beschreibung von Theaterproben. So erleben wir das Theater als eigene, ganz besondere Welt.
Berkels neuer Roman über seine Kindheit und Jugend liest sich nicht schlecht, ist aber insgesamt etwas handlungsarm mit einigen Längen. Für mich ist immer noch „Der Apfelbaum“ sein bestes Buch.
Rezensionen von Danislesestube:
Spannende Kurzgeschichten Sammlung, die ein paar Stunden unterhält
Vergessene Geschichten von Michael Hirtzy
Diesmal habe ich wieder eine Kurzgeschichtensammlung, die ich bei einer Buchmesse entdeckt habe, für euch. Diese ist nicht an ein bestimmtes Genre gebunden, ihr bekommt hier also eine bunte Mischung serviert. Was alle gemeinsam haben, ist der leicht düstere Anstrich. Mal geht es um Tod und Verderben, mal um Sagen und Geschichten, dann wiederum um das Ende der Menschheit, oder was die neue Technik aus uns macht und was passieren könnte, wenn diese außer Kontrolle gerät.
Es sollte für fast jeden von euch, der mit Fantasy, Horror, Grusel und Science-Fiction-Romanen etwas anfangen kann, etwas dabei sein.
Optisch macht das Buch etwas her und deutet schon mal an, was man erwarten kann. Auf den knapp über 200 Seiten warten rund 12 Kurzgeschichten, inklusive der Geschichte dazu, darauf, gelesen zu werden. Dabei haben wir „Der Eintreiber, „Wart ihr alle brav?“, „Die kalte Welle“ und „Gallu“ am besten gefallen. Hinweise auf triggernde Inhalte und zu den tollen Illustrationen finden sich ebenfalls im Buch wieder.
Insgesamt betrachtet hat mir diese kleine Sammlung an Kurzgeschichten sehr gut gefallen und konnte mich für eine Handvoll Stunden gut unterhalten. Gebt diesem Buch gerne eine Chance. Jetzt bin ich neugierig, was der Autor sonst noch so im Sortiment hat.
Rezensionen von Bibibabby:
Genial schräg
Neon und Bor von Marc-Uwe Kling; Jan Cronauer
"Neon und Bor" ist ein gelungenes Buch des bekannten Autors Marc-Uwe Kling. Ich habe das Buch mit meinem sechsjährigen Kind gelesen und uns hat das Buch sehr gut gefallen.
Die Figuren sind originell: die neunjährige Neon, die gerne Sachen erfindet (bzw. "siefindet", da Neon ein Mädchen ist) und der kleine Bruder Bor, der "im mittleren Frühstadium der postnatalen körperlichen Entwicklung" (also eins) und mindestens hochbegabt ist.
Der Vater ist Hausmann und -meister und die Mutter, eine Forscherin, die am Ende des ersten Kapitels mit einer Weltraumkapsel nach Hause kommt.
Das Buch enthält sechs "Kapitel", die nur leicht miteinander verbunden sind und eigentlich selbstständig gelesen werden können. Die Geschichten sind lustig und schräg. In jeder erfinden die Kinder etwas, um ihre Probleme zu lösen, mit unterschiedlichen Ergebnissen.
Der Schreibstil ist unterhaltsam, aber etwas anspruchsvoll für jüngere Leser. Es wird auch viel mit Wörtern gespielt, was meinem Kind Spaß gemacht hat.
Fazit: Perfekt für junge Kinder, die Erfindungen und komplizierte Wörter besonders mögen.
Rezensionen von Nele33:
berührend
Beeren pflücken von Amanda Peters
"Beerenpflücken" ist das Debüt der kanadischen Autorin Amanda Peters. Selber ist sie indigener Abstammung und beschreibt in ihrem eindringlichen Roman, wie eine falsche Entscheidung das Leben von Menschen für immer verändern und belasten kann.
Ruthies Familie, die zum Stamm der Mi'kmaq gehört, kommt jedes Jahr zum Beerenpflücken nach Maine.
So auch im schicksalshaftem 1962, in dem die kleine Ruthie als die Familie Beeren pflückt, spurlos verschwindet. Da sie zu den Indigenen gehört, befasst sich die Polizei nicht wirklich mit dem Verschwinden von Ruthie. Einzig Joe, ihr Bruder, gibt die Hoffnung nicht auf, Ruthie eines Tages wiederzufinden.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, da ist einmal Joe, der nie verwunden hat, dass er seine Schwester nicht retten konnte und auf der anderen Seite die Geschichte von Norma. Einer Frau, die immer wieder von Träumen heimgesucht wird, die auf ein anderes Leben schließen lassen.
Mich hat das Buch sehr bewegt, der Schreibstil ist flüssig, dabei aber auch sehr emotional. Die Gefühle, insbesondere von Joe sind sehr detailliert, ebenso wie die Umgebung, beschrieben. Diese Geschichte zeigt sehr gut, die Zerrissenheit, die in einem Familiengefüge entsteht, wenn etwas Tiefgreifendes die Strukturen nachhaltig verändert.
Gerne gebe ich für "Beeren pflücken" eine Leseempfehlung.
Rezensionen von nil_liest:
Spannende Fakten, tolle Illustrationen
Wozu eigentlich Mathe? von DK Verlag - Kids
Mein Sohn schreibt demnächst eine Mathearbeit – Thema: Primzahlen. ???????? Beim gemeinsamen Üben sind wir auf dieses Buch gestoßen – und plötzlich war Mathe nicht mehr nur „Pflicht“, sondern richtig spannend! ????
„Wozu eigentlich Mathe?“ hat uns beide überrascht: Es ist bunt, anschaulich und zeigt auf tolle Weise, wie Mathe im Alltag steckt – oft ohne dass wir es merken.
Ob beim Schätzen von Kugeln in einem Glas, beim Planen von Reisen ✈️, beim Einkaufen ???? oder sogar in der Geschichte – dieses Buch verbindet Wissen mit Alltag, Neugier mit Spaß.
Besonders gelungen finde ich die vielen kleinen Aha-Momente ????: Wie hat man früher ohne die Null gerechnet? Warum sollte man bei einer Spielshow die Tür wechseln? Wie konnte man mit wenigen Daten ganze Bevölkerungen zählen? Mein Sohn war begeistert – und ich gleich mit.
Die Gestaltung ist ein echter Hingucker ????: Farbenfrohe Illustrationen, Retro-Stil, übersichtliche Kapitel – und immer wieder „Du bist dran“-Seiten, auf denen man das Gelesene direkt anwenden kann. Super für neugierige Kinder ab 9 Jahren – und ehrlich gesagt auch für Erwachsene, die Mathe früher eher gemieden haben ????
Fazit: Dieses Buch macht Mathe greifbar, verständlich und – ja! – richtig unterhaltsam. Ein toller Begleiter zum Schulstoff und eine echte Schatzkiste für alle, die Mathe nicht nur lernen, sondern erleben wollen. ????????????
Rezensionen von Andreas:
Ein wilder Ritt durch unterschiedliche Zeiten
Lila Eule von Cordt Schnibben
Lila Eule ist definitiv eine außergewöhnliche Produktion. Dies liegt alleine schon an den Kapitelillustrationen, die dem ganzen einen sehr modernen Auftritt verpassen. Auf der anderen Seite ist der Roman von Cordt Schnibben ein ganz schöner Klopper mit 528 Seiten. Man bekommt für sein Geld richtig etwas geboten.
Warum ist das Werk aber so umfangreich? Das Buch verwebt drei Erzählstränge miteinander. Es geht zwar immer um die gleich Hauptfigur, aber auf drei unterschiedlichen zeitlichen Ebenen.
Damit öffnet der Autor die Tore gleich zu drei unterschiedlichen Lebenswelten sehr weit. Einerseits nimmt er den Leser mit ins Deutschland der 60er und 70er Jahre. Andererseits gibt er dem Leser einen Einblick in die DDR in einem ähnlichen zeitlichen Fenster. Zusätzlich versucht er die unterschiedlichen Perspektiven in einem Erzählstrang zusammenzuführen, der in Ostberlin kurz nach dem Mauerfall spielt. Alle drei Perspektiven sind irrsinnig interessant. Auf der anderen Seite fehlt dem Buch damit die letzte Geradlinigkeit und man fragt sich, ob es die Stoßrichtung war, ein Monumentalwerk anstatt einer netten Trilogie zu schaffen.
Abschließend mag ich feststellen, dass ich etwas erschrocken bin über die Buchlänge. Die Lektüre hat dann aber deutlich mehr Spaß gemacht als gedacht. Der Roman ist originell und detailreich. Ich mag ihn gerne für den Sommer empfehlen, gerade wenn man den Mut hat über die ein oder andere Länge wegzublättern.











