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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Vinty:

Vivian

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich von Antonia Wesseling

‚Loverboy‘- der Titel lässt bereits ahnen in welchem Richtung dieses Buch sich entwickelt. An Spannung nimmt dies dem Werk aber keinesfalls etwas. Ganz im Gegenteil: man fiebert mit und bleibt in ständiger Erwartung auf das erlösende Ergebnis.

‚Loverboy‘ ist mehr Thriller, wie Romance und verbindet doch diese recht unterschiedlichen Genres erstaunlich gut.

Beides, das Verschwinden von Vivi, als auch die Suche nach ihr, die ihre Mitbewohnerin Lola mit Vivis Bruder zusammenbringt, werden sehr glaubhaft geschildert. Und dies hat mich ungemein fasziniert, aber in gewisser Weise und obwohl ich natürlich von solchen Machenschaften bereits gehört hatte, auch ganz schön erschreckt. Es wie hier, nochmals vor Augen geführt zu bekommen ist doch nochmal etwas ganz anderes. Es macht einem die Gefahr umso bewusster.
Und dann, gegen Ende, steigert sich die Spannung sogar noch einmal erneut und findet zu einem Schluss, mit dem ich so nicht gerechnet hatte. Einfach großartig! Und ich muss gestehen, es hätte nicht besser sein können.

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Rezensionen von Bibibabby:

Das innere Leuchten pflegen

Der Wunderkernputzer von Véronique Hübner

Die Grundidee dieses Buches finde ich einfach zauberhaft: Der Wunderkernputzer ist ein kleines Männchen, das zurückgezogen im Grünen lebt. Am Anfang des Buches bekommt er eine Liste mit drei Namen: Drei Kinder, deren Wunderkern er putzen muss. Die Wunderkerne werden nämlich dreckig, wenn sie Kinder traurig sind, weil sie etwas nicht gut können.

Der Wunderkernputzer hilft ihnen, ihr inneres Leuchten zurückzubringen, indem er die Stärke der Kinder findet. 

Das Buch ist ein Mutmachbuch, das Kinder dabei hilft, auf ihre eigenen Fähigkeiten zu Vertrauen und ihnen zeigt, dass in ihnen etwas Besonderes steckt. Da es um ein Kinderbilderbuch handelt und die Botschaft für Kinder simple gehalten wird, bleibt die Geschichte leider eher oberflächlich: Nach ein kleines Gespräch finden die Kinder ihr inneres Leuchten rasch wieder.

Die Illustrationen im Buch sind wirklich wunderschön: Sanfte Farben, liebevolle Details und eine warme Bildsprache, die perfekt zur zarten Geschichte passt.

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Rezensionen von Lilli33:

Wahrlich schwierige Fälle

Wisting und die Untiefen der Vergangenheit von Jørn Lier Horst

Wahrlich schwierige Fälle

Inhalt:
Infolge einer Dürre gibt der Farris in der Nähe von Larvik nach und nach seine Geheimnisse preis: die Leiche eines jungen Mannes und einiges Eigentum eines Mädchens. Beide wurden seit vielen Jahren vermisst. William Wisting nimmt sich beider Fälle an und klärt nebenbei sogar noch einen dritten auf.

Meine Meinung:
Dies ist Band 3 dieser Reihe und Band „ich weiß nicht wie viel“ mit dem Polizisten William Wisting überhaupt. Alles kein Problem, das Buch kann ohne Vorkenntnisse gelesen und genossen werden.

Ich liebe die unaufgeregte Erzählweise des Autors. Dadurch wirkt das Geschehen unheimlich authentisch. Die Atmosphäre in dem heißen, regenlosen Sommer und die düsteren Gedanken zu den Verbrechen sind fast mit Händen greifbar. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren, was in meinem Fall vielleicht auch daran liegt, dass ich bereits einige Wisting-Verfilmungen im Fernsehen gesehen habe.

Es werden falsche Spuren gelegt, und immer wieder macht die Handlung eine Wende. Bei den Verdächtigungen sollte man sich nicht zu sicher sein. Denn am Ende kommt einiges anders.

Fazit:
Ein fast gemächlicher Kriminalroman, der dennoch stark zu fesseln vermag. Wer es nicht actionreich und reißerisch braucht, sondern lieber auf akribische Ermittlungen und logische Schlussfolgerungen setzt, kommt hier auf seine Kosten.

Die Reihe „Wistings schwierigste Fälle“:
1. Wisting und die Tote am Wegesrand
2. Wisting und der ungewollte Verrat
3. Wisting und die Untiefen der Vergangenheit

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Rezensionen von Tara:

Spannend & amüsant

Marchfield Square von Nicola Whyte

„Marchfield Square“ ist das Krimidebüt der Autorin Nicola Whyte.
Die Handlung spielt in London, in dem vornehmen Wohnkomplex Marchfield Square. Die Vermieterin Celeste ist stets um die Sicherheit ihrer Mieter besorgt und beobachtet diese von ihrer Wohnung aus durch ein Fernglas. In einer ihrer Wohnungen hat sie eine Leiche gesichtet und hofft, dass diese bald gefunden wird.

Bei dem Toten handelt es sich um Richard Glead, einem äußerst unsympathischen Zeitgenossen. Nachdem die Leiche entdeckt wird und die Polizei mit ihren Ermittlungen beginnt, geht es Celeste nicht schnell genug. Deswegen beauftragt sie zwei ihrer Mieter - Audrey und Lewis - mit weiteren Nachforschungen. Audrey ist Putzfrau und steckt voller Energie und Leben. Lewis ist Autor und ein sehr zurückhaltender Mensch.
Da es sich bei Marchfield Square um einen recht großen Wohnkomplex handelt, werden direkt auf den ersten Seiten eine ganze Menge Charaktere eingeführt. Noch vor Beginn der Handlung gibt es hilfreicher Weise eine Illustration des Gebäudes, in der eingezeichnet ist, wer wo wohnt. Dadurch konnte ich die Personen gut zuordnen und es viel mir leicht die Übersicht zu behalten.
Die Handlung wird in kurzen Kapiteln im stetigen Wechsel zwischen Audrey, Lewis und Celesete geschildert. Dadurch liest sich das Buch abwechslungsreich. Der Schreibstil ist lebendig, amüsant und macht einfach Spaß. Besonders die Dialoge zwischen Audrey und Lewis sind super, da musste ich immer wieder schmunzeln.
Die beiden sind sehr unterschiedlich, während Audrey sehr temperamentvoll und offen ist, fehlt es Lewis an Erfahrung im Umgang mit Menschen. Er ist einfach ein wenig unbeholfen, aber durchaus liebenswert.
Mir hat es großen Spaß gemacht den beiden bei ihren Ermittlungen zu folgen. Ihr Vorgehen ist durchdacht und sie erfahren eine Menge über Celestes Mieter, was ich so niemals hätte vorhersehen können. Schnell gibt es zahlreiche Verdächtige und die unterschiedlichsten Spuren. Das Ende war überraschend aber stimmig und passend.
Mich hat dieser humorvolle und spannende Cosy Crime mit britischem Charme bestens unterhalten, ich habe gerne mitgerätselt und ein weitere Fall mit den Protagonisten würde mich freuen.

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Rezensionen von buch4ever:

Eine geniale Mischung mit großartiger Botschaft

Ghosted von Rosie Mullender

Inhalt
Stell dir vor : Du bist endlich über deinen Ex hinweg und bereit für Mr. Right; hast einen guten Job, bei dem du die Karriereleiter erklimmen willst; glaubst dein Leben im Griff zu haben; bist selbstbewusst wie nie zuvor und arbeitest auch sonst hart an dir. Darf ich vorstellen : Das ist Emily.

Oder besser gesagt Emily 2.0
Doch dann geschieht das Unglaubliche : Emily gibt eine kleine Party für ihre Freunde zu Hause und erfährt, dass ihr Ex, der sie damals so plötzlich geghostet hat, gar nicht verschwunden ist – er ist gestorben! Und als wäre das nicht schon bizarr genug, taucht Andy, also ihr Ex, als echter Geist in ihrer Wohnung auf und braucht ihre Hilfe, um das Rätsel seines eigenen Todes aufzuklären.
Werden die beiden das Rätsel lösen können? Und wird Emily erkennen, dass die "alte" Emily, die sie so schnell hinter sich lassen wollte, vielleicht doch die Richtige war?

Meine Meinung
Rosie Mullender liefert mit "Ghosted" eine frische und originelle RomCom ab, die sich von den bisherigen Romanzen abhebt.
Der Schreibstil ist flüssig, spannend und humorvoll. Die Charaktere sind allesamt nicht perfekt und genau deshalb authentisch gezeichnet - egal, ob man sie sympathisch oder unsympathisch findet. Das Setting empfand ich als atmosphärisch; die ersten wenigen Seiten waren etwas holprig, doch dann fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Das Cover ist mit seinen sommerlichen, frischen Farben sehr passend zur Story gestaltet und gefällt mir gut.

Fazit
Wer "Ghost - Nachricht von Sam" mag, wird dieses Buch lieben. Nur mit dem Unterschied, dass "Ghosted" lustiger ist. Und dennoch will Rosie Mullender mit diesem Buch unterschwellig eine besondere Botschaft vermitteln und schafft das excellent. Entstanden ist eine Sommerlektüre, gespickt mit aberwitzigen Abenteuern voller Charme, Witz und unerwarteter Wendungen, mit Leichtigkeit und auch einer Portion Tiefgang sowie Ernsthaftigkeit.
Ideal für alle, die eine Liebesgeschichte suchen, die aus dem Rahmen fällt. Lachen, fühlen, miträtseln - ob Komödie, Drama, Romantik, Krimi – "Ghosted" hat alles!
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von Tara:

Spannend & amüsant

Marchfield Square von Nicola Whyte

„Marchfield Square“ ist das Krimidebüt der Autorin Nicola Whyte.

Die Handlung spielt in London, in dem vornehmen Wohnkomplex Marchfield Square. Die Vermieterin Celeste ist stets um die Sicherheit ihrer Mieter besorgt und beobachtet diese von ihrer Wohnung aus durch ein Fernglas. In einer ihrer Wohnungen hat sie eine Leiche gesichtet und hofft, dass diese bald gefunden wird.

Bei dem Toten handelt es sich um Richard Glead, einem äußerst unsympathischen Zeitgenossen. Nachdem die Leiche entdeckt wird und die Polizei mit ihren Ermittlungen beginnt, geht es Celeste nicht schnell genug. Deswegen beauftragt sie zwei ihrer Mieter - Audrey und Lewis - mit weiteren Nachforschungen. Audrey ist Putzfrau und steckt voller Energie und Leben. Lewis ist Autor und ein sehr zurückhaltender Mensch.

Da es sich bei Marchfield Square um einen recht großen Wohnkomplex handelt, werden direkt auf den ersten Seiten eine ganze Menge Charaktere eingeführt. Noch vor Beginn der Handlung gibt es hilfreicher Weise eine Illustration des Gebäudes, in der eingezeichnet ist, wer wo wohnt. Dadurch konnte ich die Personen gut zuordnen und es viel mir leicht die Übersicht zu behalten.

Die Handlung wird in kurzen Kapiteln im stetigen Wechsel zwischen Audrey, Lewis und Celesete geschildert. Dadurch liest sich das Buch abwechslungsreich. Der Schreibstil ist lebendig, amüsant und macht einfach Spaß. Besonders die Dialoge zwischen Audrey und Lewis sind super, da musste ich immer wieder schmunzeln.
Die beiden sind sehr unterschiedlich, während Audrey sehr temperamentvoll und offen ist, fehlt es Lewis an Erfahrung im Umgang mit Menschen. Er ist einfach ein wenig unbeholfen, aber durchaus liebenswert.
Mir hat es großen Spaß gemacht den beiden bei ihren Ermittlungen zu folgen. Ihr Vorgehen ist durchdacht und sie erfahren eine Menge über Celestes Mieter, was ich so niemals hätte vorhersehen können. Schnell gibt es zahlreiche Verdächtige und die unterschiedlichsten Spuren. Das Ende war überraschend aber stimmig und passend.

Mich hat dieser humorvolle und spannende Cosy Crime mit britischem Charme bestens unterhalten, ich habe gerne mitgerätselt und ein weitere Fall mit den Protagonisten würde mich freuen.

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Rezensionen von Miro:

Wechselwirkungen

Halbinsel von Kristine Bilkau

Annett erhält einen Anruf aus dem Krankenhaus. Ihre Tochter erlitt einen Schwächeanfall und wurde nach einer Ohnmacht eingeliefert. Um sich zu erholen, zieht sie bei ihrer Mutter an der Nordsee ein. Doch was als Rekonvaleszenz beginnt, wird zu einem kompletten Umbruch. Linn kündigt ihre Wohnung in Berlin, übernimmt einen Teilzeitjob beim Bäcker im Ort und verkriecht sich viel in ihrem Zimmer.

Annett erzählt uns diese Geschichte und sie macht sich natürlich Sorgen um ihre Tochter. Sie sieht sich allerdings auch mit ihrer eigenen Enttäuschung konfrontiert, denn Linn erfüllt ihre Erwartungen nicht. Es war nicht einfach für Annett als Alleinerzieherin, denn Linns Vater ist verstorben, als diese Fünf war. Das Studium der Tochter zu finanzieren, hat ein großes Loch ins Budget gerissen und nun will die Tochter ihren Weg nicht weitergehen.

Ein bisschen kann ich Annett ja verstehen. Doch Annett schafft es, ihre Erwartungen immer wieder in Frage zu stellen. Sie hört die Stimme ihres Mannes, der ihr zu Geduld und Nachsicht rät und kann sich somit selbst in Zaum halten. Dieser kleine Kniff hat mir gut gefallen. Und so nähern sich Mutter und Tochter als Erwachsene langsam an und beginnen jeweils Verständnis für die andere Aufzubringen. Annett lässt sich in die Welt ihrer Tochter einführen, die als für die Umwelt kämpft und dabei auszubrennen droht und Linn beginnt zu verstehen, wie schwer es für Annett war, nachdem sie ihre Liebe verloren hatte.

In leisen Tönen lesen wir hier einen Generationskonflikt, der eher wunschwellig ausgefochten wird und dabei den Horizont beider Frauen erweitert. Das Buch hat keinen Spannungsbogen, es passiert nichts bahnbrechendes und noch ist es eine schöne Geschichte, die aufzeigt, wie gut es sein könnte, wenn man mal versucht das Leben aus der Perspektive des jeweils Anderen zu sehen.

Mich konnte Kristine Bilkau mit dieser Geschichte berühren.

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Rezensionen von Immenhof:

Passender Stil

Holmes & Moriarty von Gareth Rubin


Ich habe bereits diverse Geschichten über Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle gelesen. Entsprechend gespannt, aber auch skeptisch, war ich, wie sich das Buch in die Serie eingliedert. Vom gewählten Handlungsdatum liegt es nämlich mitten in den verschiedenen Romanen. Bereits zu Beginn hat man am Schreibstil sehr viele Anpassungen an die Originalwerke bemerkt.

So erzählt Watson, wie auch in den Originalteilen, immer wieder von vorherigen Fällen. Zusätzlich gespannt war ich auch, wie die Zusammenarbeit zwischen Holmes und Moriarty aussehen soll und ich muss sagen, dass es im Buch genial gelöst wurde, um den Endkampf zwischen beiden weiterhin passend darzustellen. Die Handlung passt sich auch hier gelungen an.
Ich muss sagen, dass ich vom Buch extrem positiv überrascht wurde. Zusätzlich dazu war der Fall spannend zu lesen.

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Rezensionen von Anndlich:

Von Catdog bis Tim, purer Lesespaß!

Neon und Bor von Marc-Uwe Kling; Jan Cronauer

Neon ist neun Jahre und superschlau, ihr kleiner Bruder ist mit einem Jahr auch mindestens hochbegabt und wenn die beiden ein Problem haben, dann lösen sie es zusammen. Wer möchte schon sein Zimmer aufräumen? Oder 364 Tage im Jahr nicht Geburtstag haben? Und eine Huntze wäre doch das perfekte Haustier, wenn man sich mal wieder nicht für einen Hund oder eine Katze entscheiden kann.

Doch nicht alle ihrer Erfindungen lösen ihr Problem, manche werden zu einem noch viel Größerem. Zum Glück folgt daraufhin einfach die nächste Erfindung.

Neon & Bor von Marc-Uwe Kling und Jan Cronauer ist ein ein super lustiges Buch für Kinder ab sechs Jahren, das in sechs ganz besondere Tage eingeteilt ist und deren Kapitel sich unabhängig voneinander lesen lassen. Für Kinder ab sechs Jahren wird noch nicht alles in dem Buch verständlich sein oder eine Vorstellung erwecken, weil Neon und Bor wirklich superintelligent sind und dennoch hat das Buch auch bei Sechsjährigen durchaus das Potenzial Spaß zu machen. Die beiden Autoren haben tolle Wortwitze (besonders geliebt und in den eigenen Sprachgebrauch aufgenommen wurde Krimskrams-Canyon) und super lustige ‚Kurzgeschichten‘ erschaffen, die zum Lachen einladen, aber auch etwas mitgeben können z.B. den Zauber des Geburtstags.

Besonders empfehlenswert ist das Hörbuch, das von Marc-Uwe Kling überragend eingesprochen wurde und auch mir beim Zuhören pure Freude bereitet hat. Ein Spaß für Klein und Groß!

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Rezensionen von Petra Sch.:

norwegischer Polit-Thriller

Echokammer von Ingar Johnsrud

3,5 Sterne

Während des Wahlkampfs zum norwegischen Parlament erschüttert eine Terrorwarnung die Polizei: eine Gruppe rechtssradikaler Extremisten hat eine große Menge Rizin im Besitz. Doch was haben die Terroristen damit vor?

Man verfolgt die Geschichte einerseits aus Sicht von Jens Meidell, der als Kriminalpolitischer Berater die stellvertretende Vorsitzende der Arbeiterpartei, Christina Nielsen, im Wahlkampf unterstützt, und aus den Sichtweisen von Liselott Benjamin und Martin Tong, die bei der Terrorabwehr der Polizei arbeiten und mögliche Anschläge zu verhindern versuchen.

Jens ist ein typischer Politiker; seine Mutter war bereits Vorsitzende der Arbeiterpartei und er ist mit Leib und Seele dabei, denn er will das Land in eine gute Zukunft führen. Doch ein Geheimnis in seiner Vergangenheit wird ihm fast zum Verhängnis. Man hat soo mit ihm mitgefiebert!
Liselott schließt man sofort in sein Herz, sie ist taff und vif und hat eine schnelle Auffassungsgabe.
Martin Tong hingegen ist der typisch abgestürzte Bulle, der säuft. Ein Klischee, doch auch Martin mag man mit der Zeit, denn er entwickelt sich und will Norwegen vor einem schrecklichen Chaos bewahren.

Aktuelle und wichtige Themen werden in dem Buch angesprochen, denn nicht nur in Norwegen sind Extremisten und Terroristen am Werk.
Ebenso war es spannend zu verfolgen, mit welchen manipulativen und abgründigen (und teilweise fragwürdigen) Machenschaften so ein Wahlkampf betrieben wird.
Auch wenn es für meinen Geschmack etwas zu viel Politik war (ich hätte gehofft, dass die Jagd nach den Terroristen im Vordergrund steht), war es spannend zu verfolgen, denn die kurzen Kapitel, der "Countdown" (beginnend 35 Tage vor der Parlamentswahl) und die wechselnden Sichtweisen peitschen einen durchs Geschehen.


Fazit:
Ein rasanter und komplexer Polit-Thriller, der aus verschiedenen Blickwinkeln die Themen Wahlkampf und Terrorabwehr beleuchtet.

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