Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ReiShimura:
Geballte Ladung Van Gogh Wissen
Mein magisches Museum und Vincent van Gogh von Anne Funck
Zu Vincent van Goghs Bild „Die Sternennacht“ haben wir in unsere Familie eine ganz besonders Beziehung und der kleine Leser hat sogar Sternennacht Socken. Als ich dann gesehen habe, dass die Kunsthistorikerin Anne Funck ein interaktives Kinderbuch zu Vincent van Gogh veröffentlicht hat, war für mich sofort klar, dass wir dieses Buch unbedingt haben müssen.
Oder um es mit den Worten des kleinen Lesers zu sagen: Wir brauchen dieses Buch!
Das empfohlene Lesealter des Buches ist vom Verlag mit 6 Jahren angegeben. Meiner Meinung nach ist die Altersangabe ein klein wenig ambitioniert. Ich persönlich hätte das Lesealter eher bei 8 oder 10 Jahren gesehen. Denn das Buch liefert wirklich eine geballte Ladung an Wissen und Informationen. Die Seiten sind sehr vollgestopft und sogar ich als Erwachsene habe mich an manchen Stellen überfordert gefühlt.
Dies ist definitiv kein Buch, dass man auf einen Rutsch durchlesen oder durcharbeiten kann. Man sollte sich wirklich die Zeit nehmen und in Ruhe immer wieder einen Teil lesen und danach auch die Aufgaben ausfüllen. Wie bereits anfangs erwähnt, ist dies ein interaktives Buch. Es gibt also immer wieder kleine Aufgaben oder Aufforderungen an die Kinder sich aktiv am Buch zu beteiligen und zu verewigen. Ich persönlich mag es allerdings überhaupt nicht, wenn in einem Buch „herumgekritzelt“ wird. Ich befürworte aber prinzipiell die Idee der Autorin, dass die Kinder nicht nur passiv etwas über Vincent van Gogh, Malerei und Farben lernen sollen. Ich denke, dass wir die Seiten kopieren werden, auf denen der kleine Leser etwas zeichnen möchte. Dabei sehe ich auch den Vorteil, dass wenn das Buch über einen längeren Zeitraum interessant sein sollte, was ich sehr hoffe, die Aufgaben immer wieder neu gemacht werden können und man dann eventuell auch einen Fortschritt in den Zeichenkünsten sieht.
Begeistert hat mich die Fülle an Informationen über das Leben und Wirken von Vincent van Gogh. Dies geht weit über das hinaus was ich mir von dem Buch erwartet habe und auch ich konnte noch einiges dazulernen.
Das Buch entspricht nicht ganz dem, was ich mir erwartet habe. An manchen Stellen wurde ich positiv überrascht und an anderen Stellen ein wenig enttäuscht. Die Enttäuschung betrifft vor allem das chaotische und gedrängte Layout. Ich denke, dass es mir besser gefallen hätte, wenn sowohl den Bildern als auch dem Text ein wenig mehr Raum gegeben worden wäre.
Rezensionen von MarcoL:
Der Sommer einer Vierzehnjährigen 1943 – sehr lesenswert und eindrücklich!
Tage im August von Dacia Maraini
Bereits 1962 erschien dieser aufwühlende Klassiker aus der Feder der 1936 geborenen italienischen Autorin Dacia Maraini, der jetzt neu aufgelegt wurde. Sie gilt als Pionierin der feministischen Literatur. Der vorliegende Roman ist wegweisend, teilweise befremdlich im Inhalt – und heute aktueller denn je.
Die Ich-Erzählerin Anna, vierzehn Jahre, und ihr um einige Jahre jüngerer Bruder Giovanni, werden zu Sommerbeginn von ihrem Vater aus dem Nonneninternat in Rom mit dem Motorrad abgeholt. Er bringt sie zu zu seiner neuen Partnerin Nina. Im Haus in Nähe des Strandes wohnen im Obergeschoss sein Arbeitgeber mit dessen Frau und dem achtzehnjährigen Sohn Armando.
Die beiden fühlen sich zunächst unwohl, auch Nina findet sich erst schwer in ihre neue Rolle als Stiefmutter ein, auch wenn es sich nur um eine kurze Zeit im Sommer handelt. Denn kaum beginnt die Schule, werden sie von ihrem Vater wieder im Internat abgeliefert. Er hat seine „Schuldigkeit“ getan. Die Beziehung der Kinder zum Vater ist kühl und distanziert. Auch fragt er sie immer, ob sie ihn lieb haben und sucht damit Bestätigung für sein hilfloses Tun.
Aber die beiden leben sich ein. Giovanni findet im Dorf „Freunde“, mit denen er am Strand meistens abhängt. Das Miteinander der Kinder ist aber sehr rau, beinahe toxisch. Und Anna versucht sich in ihrer aufkeimenden Pubertät zurecht zu finden. Sie beobachtet die Welt, lässt sich treiben. Die Sicht auf „Liebe“ und Sexualität ist befremdlich und verstörend. Die Suche nach ihrer Freiheit pendelt zwischen dem masturbierenden Armando und lüsteren, alten geilen Männern, die glauben, mit Geld alles kaufen zu können.
Es ist das Jahr 1943. Es herrscht der Krieg, Rom wird bombardiert und die Kampfflieger der Alliierten sind oft über dem Meer zu hören.
Kurzum: Anna und Giovanni sind in diesen Wochen am Meer auf sich alleine gestellt. Es kümmert sich niemand so richtig um sie, auch wenn Anna Nina im Haushalt zur Hand geht, bleibt ihre Freizeit ein Loch voller Fragen um das Leben.
Der Krieg hängt wie eine dunkle Wolke über den Ferien. Die Eltern tun ihn mit einer Handbewegung ab, also könnten sie diese Wolke beiseite schieben, um die Sonne wieder durchzulassen. Es wird getrunken, geraucht und Karten gespielt, als wäre alles eitle Wonne. Erst als Armando den Stellungsbefehl bekommt, zerplatzt die Seifenblase einer schöngeredeten Welt.
Es ist kein leichter Roman, oder mal schnell eine Sommerlektüre. Ganz im Gegenteil. Die Tage im August könnten leicht und unbeschwerlich, voller Sonnenschein sein. Aber Regen und Winter holen ein nicht vorhandenes Idyll ein. Die Autorin drückt der Gesellschaft ihren Stempel auf, kritisiert mit feiner Feder zwischen den Zeilen das italienische Kleinbürgertum. Es ist nicht zwingend ein Coming-of-Age Roman, sondern eine sehr gezielte Kritik am Kleingeist und am Faschismus.
Ein Buch, das Eindruck hinterlässt, und auch manchmal die Nackenmuskeln ob des Kopfschüttelns während der Lektüre strapaziert. Keine leichte Kost – aber, oder eigentlich gerade deswegen, sehr lesenswert. Ganz große Leseempfehlung .
Auch das Vorwort der Autorin zu dieser neuen Ausgabe möchte ich als sehr lesenswert hervorheben.
Rezensionen von Anndlich:
Das Leben ruft nach dir!
Inseltage mit Rosa von Mareike Krügel
Nach einem heftigen Sturm sitzen die elfjährige Linnea ‚Lila‘ und ihre Großmutter Erdmute ‚Mu‘ auf einer finnischen Schäreninsel fest. Beide betrauern den Verlust, Lila hat ihre beste Freundin Rosa verloren und Mu verliert ihre Frau von Tag zu Tag ein Stückchen mehr. Zusammen spielen, dichten und trösten sie sich, bis die beiden von der Insel gerettet werden.
Inseltage mit Rosa von Mareike Krügel ist ein unfassbar einfühlsamer Roman über den Verlust eines geliebten Menschens und über die Trauer, die das in einem auslöst. Die Geschichte wird aus Lilas Perspektive geschrieben und beginnt mit einem Kapitel, das die Freundschaft zwischen Lila und Rosa beschreibt.
Ich kann gar nicht sagen, was mich an diesem Buch am meisten beeindruckt hat? Die schöne Darstellung zwischen der Beziehung von Großmutter zur Enkelin? Einer älteren Dame, die sich nicht zu schade ist, um sich für ein schlechtes Verhalten gegenüber ihrer Enkelin zu entschuldigen. Eine Szene in der für mich ganz viele wichtige Botschaften drin stecken! Oder die Beschreibung von Lilas Trauer, die sich zurückzieht und am liebsten im Leben mit Rosa bleiben möchte? Die erdachten Szenen zwischen Rosa und Lila waren wunderschön und der Satz „Das Leben ruft nach dir“ hat sich ganz fest eingeprägt. Wunderschön, wie Rosa zu einer Person wurde, die Lila wieder zurück ins Leben lässt und ihr bei ihrer Trauer hilft. Oder auch die Differenzierung von Trauer, die am Ende zur Erkenntnis führt, dass sie doch immer gleich ist, egal ob man jung oder alt ist. Ein Verlust ist schmerzhaft.
Besonders stark fand ich auch die Erzählungen über Lilas Verhalten im Bezug auf ihre Trauer und wie verständlich dies umschrieben wurde. Bestimmt ist Lila für viele Kinder, die ein ähnliches Schicksal erleiden müssen, ein Mädchen mit dem sie sich identifizieren können und das ihnen hilft, mit ihrer eigenen Trauer umzugehen lernen.
Inseltage mit Rosa ist eine berührende Geschichte über eine besondere Freundschaft, Verlust und den Mut und das Vertrauen in die eigene innere Stärke um am Ende ins Leben zurückzukehren, denn „das Leben ruft nach [uns]“ und es möchte gelebt werden!
Die schwarz-weiß Zeichnungen von Anna Schilling haben die Atmosphäre perfekt widergespiegelt und sind eine schöne Untermalung der Geschichte.
Rezensionen von brauneye29:
Sehr berührend
Inseltage mit Rosa von Mareike Krügel
Zum Inhalt:
Rosa und Linnea waren unzertrennlich, einfach beste Freundinnen. Doch eines Tages ist Rosa verstorben und Linnea weiß überhaupt nicht, wie sie mit dem Schmerz umgehen soll. Doch dann ist ein Wochenende bei der Oma auf einer Schäreninsel und in einem Wäldchen trifft Lila auf die doch verstorbene Rosa, die für sie völlig real erscheint.
Durch einen Sturm sitzen Oma und Lila dann länger auf der Insel fest.
Meine Meinung:
Meine Herren, ist das Buch. Es geht mit dem traurigen Ereignis eines Todes um, dass einen natürlich auch schon in jungen Jahren ereilen kann. Hier wird Rosa quasi wieder lebendig und Lila hat die Chance, Rosa loszulassen, in dem sie durch ihre fast reale Kommunikation, aber auch durch den einfühlsamen Einfluss der Oma wie malen, spielen, dichten und auch Trost. Sie harren im Sturm aus und irgendwann kommt Hilfe und auch die Zeit loszulassen. Ich bin jetzt ein erwachsener Leser und fand das Buch sehr berührend. So richtig vorstellen, wie die eigentlich Zielgruppe das Buch finden könnte, kann ich mir nicht. Aber ich denke, gemeinsam mit einem Elternteil oder einer anderen Vertrauensperson, die gegebenenfalls den jugendlichen Leser auffangen kann, ist es ein sehr schönes Buch, um auch mit Verlusten umzugehen.
Fazit:
Sehr berührend
Rezensionen von brauneye29:
Interessant
Letzte Ferien am Gardasee von Timothy Holme
Zum Inhalt:
Als am Ufer des Gardasees die Leiche einer jungen Frau angespült wird, geht der Carabiniere von einem Unfall aus, denn immer wieder unterschätzen die Touristen die Gefahr der Stürme am See. Commissario Peroni glaubt nicht an einen Unfall, hat er die Tote erst kürzlich kennengelernt und weiß wie gut sie segeln konnte.
Außerdem wusste er, dass die Tote irgendeiner Recherche nachging. Worum ging es dabei wohl und hatte das womöglich mit ihrem Tod zu tun?
Meine Meinung:
Hier wir geschickt die Vergangenheit mit der Gegenwart verwoben und eine Geschichte entwickelt, die einen immer wieder rätseln lässt, was wohl mit der Touristin passiert ist. Es gibt vermeintliche Zeugen, die aber in Wirklichkeit nur Märchen erzählen. Absicht oder sich wichtig machen? All das muss Peroni herausfinden. Das Buch hat eine gewisse Grundspannung, springt, zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Zwischendurch habe ich gewissen Längen verspürt, aber insgesamt mich schon gut unterhalten gefühlt.
Fazit:
Interessant
Rezensionen von peedee:
Intensiv und beeindruckend
Die Melodie der Gnade von Bruce Hindmarsh; Craig Borlase
Intensiv und beeindruckend
Die meisten Menschen haben das Lied „Amazing Grace“ schon irgendwann mal gehört. Einige von ihnen wissen vielleicht nicht, dass dieses von John Newton geschrieben wurde. Die vorliegende Romanbiografie über John Newton führt zurück ins frühe 18. Jahrhundert nach England, wo er als junger Mann zur Marine verschleppt wird und auf einem Sklavenschiff unter brutalsten Bedingungen Dienst tut.
Er will nur eins: überleben. Später wird er selbst zu einem Kapitän, der den Auftrag hat, Sklaven einzukaufen. Als er einen gefährlichen Sturm überlebt, ist er sich plötzlich bewusst, dass dies nur durch die Gnade Gottes habe geschehen können. Sein Leben verändert sich für immer…
Erster Eindruck: Das Cover mit dem Segelschiff gefällt mir für diese historisch-christliche Romanbiografie sehr gut.
John durchlebt schlimme Zeiten auf See, wo er unter verschiedenen Kapitänen dient. Ich war überrascht, dass John – sobald er sich beruflich verbessert hatte – sich überheblich und dumm verhielt (er meinte selber, dass er dumm gewesen sei). Er machte sich über diejenigen lustig, die unter ihm standen, obwohl er selbst kurz vorher noch ein „Diener der Sklaven“ war. Und dann wendete sich das Blatt erneut und John fiel – wieder – tief. Dieses Auf und Ab schien aber über lange Zeit keinen wirklichen Einfluss auf sein Verhalten und Denken zu haben.
Das Buch lief wie ein Kinofilm vor meinem inneren Auge ab, was mir insbesondere beim Seefahrt-Teil sehr brutale und blutige Bilder bescherte. Als John später Pastor wurde, wurde die Geschichte ruhiger. Die Freundschaft zu William Cowper, dem Dichter, der zeitlebens unter Melancholie bzw. über viele Jahre unter schwersten Depressionen litt, hat mich sehr beeindruckt. William und John haben viel zusammen geschrieben. Die Entstehung des weltbekannten Liedes „Amazing Grace“ wurde erst etwa nach 2/3 des Buches thematisiert. Doch wahrscheinlich war der lange Vorlauf, in dem die vielen Jahre Seefahrt und Sklavenhandel abgehandelt wurden, nötig, um die darauf folgende Veränderung bei John besser verstehen zu können. Interessant waren auch die Passagen, als John sich später gegen den Sklavenhandel aussprach. Was mich zudem sehr berührt hat, war die Liebe von John zu seiner Frau. Einiges hätte er wohl nicht so gut ohne sie durchgestanden!
Das Buch kam mir deutlich länger als 304 Seiten vor, aber das lag vielleicht an der Dichte, der Intensität der Erzählungen. Mehr noch als die reine Lesezeit des Buches haben wohl meine diversen Internetrecherchen zu etlichen Situationen oder erwähnten Namen zu Buche geschlagen. Von mir gibt eine klare Leseempfehlung – 5 Sterne.
Rezensionen von FogandBooks:
The Darlington - Henry & Kate von Laura Kneidl
Schon nach wenigen Seiten war ich wieder komplett drin. Der Schreibstil der Autorin hat einfach etwas Magisches. Er ist emotional, bildhaft und gleichzeitig so klar, dass man sich sofort in der Geschichte verliert. Ich hatte hohe Erwartungen, weil Someone New mein letztes Buch von ihr war, und ich kann ganz ehrlich sagen, sie wurden mehr als erfüllt.
Kate ist eine Figur, die mich sofort berührt hat. Ihre Geschichte fühlt sich nahbar und authentisch an. Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen. Die Autorin greift schwierige Themen auf und schafft es, sie sensibel, ehrlich und ohne Kitsch zu erzählen. Genau das macht das Buch so stark. Es wird nichts beschönigt, aber auch nicht unnötig dramatisiert. Man spürt einfach, dass hinter jeder Szene Herzblut steckt.
Henry ist charmant, warmherzig und manchmal fast zu perfekt, aber ich mochte seine ruhige Art. Zwischen ihm und Kate stimmt die Chemie von Anfang an. Trotzdem nimmt sich die Geschichte Zeit. Es geht nicht um schnelle Gefühle, sondern um Entwicklung, Vertrauen und Nähe, die wachsen darf. Das hat mir richtig gut gefallen, weil es der Geschichte Tiefe gibt und den Charakteren Raum lässt.
Was das Buch für mich besonders gemacht hat, sind die Nebenfiguren. Logan bringt so viel Witz und Leichtigkeit in die Geschichte. Ich habe bei seinen Kommentaren und Chatverläufen mehr als einmal laut gelacht. Und Ethan? Der wirkt auf den ersten Blick wie der klassische Bad Boy, aber ich bin überzeugt, da steckt noch viel mehr dahinter. Die Dynamik zwischen den Brüdern hat etwas ganz Eigenes und verspricht für die nächsten Bände einiges.
Auch thematisch überzeugt das Buch. Es geht um Herkunft, gesellschaftliche Unterschiede, Erwartungen von außen, Loyalität, Familie, aber auch um Selbstwert, Wut und Hoffnung. Die Geschichte hat so viele Facetten. Ich habe gelacht, mitgefiebert, mitgelitten und vor allem mitgefühlt. Am Ende war ich komplett durch, aber auf die beste Art.
Was mir besonders gut gefallen hat, war dieses besondere Gefühl, das die Geschichte vermittelt. Eine Mischung aus Reibung, Nähe, Drama, Romantik, einem Hauch Glamour und ganz viel Herz. Ich wollte am liebsten direkt weiterlesen und freue mich riesig auf Band zwei. Die Andeutungen am Ende machen mehr als neugierig, und ganz ehrlich: Ich brauche mehr von Ethan und Grace.
Ein Buch, das ich verschlungen habe. Voller Emotionen, Tiefe und so vielen Momenten, die im Kopf bleiben. Eine Geschichte, die sich nicht nur liest, sondern sich anfühlt.
5 von 5 Sterne. Ganz große Empfehlung für alle, die ehrliche New-Adult-Romane mit Herz, Drama und Charakterentwicklung lieben.
Rezensionen von Katyleh:
Eine enttäuschende Lektüre
Ja, nein, vielleicht von Doris Knecht
Ich habe mich auf "Ja, nein, vielleicht" von Doris Knecht gefreut, aber leider hat mich das Buch nicht abgeholt. Der Schreibstil ist flüssig und ich fand ihn eigentlich ganz gut. Allerdings hat die Geschichte für mich keinen Sinn ergeben. Eine 50-jährige Frau, die von ihrem schmerzenden Zahn erzählt und plötzlich mit ihrer Endlichkeit konfrontiert wird, aber die Liebesgeschichte mit Friedrich, die im Klappentext angekündigt wird, kommt für mich nicht wirklich zum Tragen.
Ich fand es auch verwirrend, dass der Hund in der Story auftaucht, ohne dass ich seine Rolle wirklich verstanden habe. Die Handlung ist insgesamt sehr dünn und alles fühlt sich sehr unpersönlich an. Ich habe mich nicht mit der Protagonistin identifizieren können und die Geschichte hat mich nicht emotional berührt.
Vielleicht ist das Buch einfach nicht mein Ding, aber ich hatte erwartet, dass die Themen wie Liebe, Endlichkeit und Selbstfindung tiefer behandelt werden. So blieb das Buch für mich eher oberflächlich. Schade, denn ich denke, dass Doris Knecht eine gute Autorin ist, aber dieses Buch hat mich leider nicht überzeugt.
Rezensionen von inya:
anspruchsvoll
Die Probe von Katie Kitamura
Das Cover des Buches und auch der klappentext hatten mich direkt angesprochen. Denn sie waren nicht direkt greifbar, sondern eher verworren und rätselhaft. Und genauso ist dieses Buch auch geblieben. Denn man erfährt zwar die gedankengänge der Protagonistin des Buches, jedoch kann man auch als Leser diesen nicht immer unmittelbar folgen bzw weiß nicht unbedingt was Realität und was versponnen ist.
So schafft es die Autoren mit keiner großen Handlung eine Spannung zu schaffen die man als Leser nicht unmittelbar greifen kann. Der schreibstil der Autorin ist sehr anspruchsvoll und man muss sich schon sehr konzentrieren als Leser um einen folgen zu können. Trotzdem fand ich dieses Buch lesenswert und wollte es auf jeden Fall zu Ende lesen. Denn obwohl es keine große Handlung bzw große Geschichte in diesem Buch gibt, ist es dennoch spannend und in einer gewissen Art und Weise tiefgründig.
Rezensionen von inya:
super Einsatz
Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 3 - Wer ist hier im Einsatz? von Inka Friese
Mein Sohn interessiert sich nur für Feuerwehr, Autos, Bagger, Polizei. So ist mir dieses Buch direkt ins Auge gestochen, da es genau seine lieblingsthemen beinhaltet Punkt denn für andere Bücher mit anderen Themen interessiert er sich leider überhaupt nicht Punkt und immer nur wissensbücher finde ich auch als Mama langweilig, deshalb habe ich nach etwas mit Geschichten in diesem themenbereich gesucht.
Da ist dieses Buch einfach nur perfekt, denn es beinhaltet 15 kleine in sich geschlossene Geschichten die sich rund um das Thema des feuerwehreinsatzes und anderer tollen spannender Geschichten dreht. Wir haben die Geschichten voller Freude gelesen und uns die wunderschönen Bilder in dem Buch gemeinsam angeschaut. Es ist dem kleinen Zuhörer nicht langweilig geworden und wir konnten sehr viel in dem Buch entdecken und auch lernen.











