Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Pusteblümchen:
Auf der Suche nach Zugehörigkeit
Wohin du auch gehst von Christina Fonthes
Mira und Bijoux haben ihren Ursprung im Kongo.
In den 1980er Jahren verliebt sich Mira gegen den Willen ihrer Eltern und zieht nach Europa. Im Jahr 2004 folgt ihr ihre Nichte Bijoux, die ihre Tante als verschlossene und strenggläubige Frau kennenlernt. Bijoux verliebt sich in eine Frau, versucht dies vor Mira zu verbergen, aber nicht nur sie hat Geheimnisse auch ihre Tante hat viel alleine und mit sich ausgemacht.
Der Roman ist bewegend, mitreißend und lebendig zugleich. Ich war total gefesselt von dem kraftvollen, regelrecht lautem Schreibstil der Autorin. Sie nimmt kein Blatt vor dem Mund. Beschreibt komplexe Lebenswege, schreckt ihre Leser auf und macht auf Missstände aufmerksam.
Es sind zwei Leben, unterschiedliche Lebenswege, die aber dennoch miteinander verbunden sind.
Christina Fonthes Erzählstimme hat etwas Einzigartiges. Sie ist schwungvoll und fesselnd, so dass sie dafür gesorgt hat, dass ich trotz der schweren Thematik das Buch nicht aus der Hand legen wollte.
Rezensionen von brauneye29:
Interessantes Thema
Im Leben nebenan von Anne Sauer
Zum Inhalt:
Statt am Morgen in ihrer kleinen Altbauwohnung neben ihrem Freund aufzuwachen, wacht Antonia in einer hellen, großzügig geschnittenen Wohnung auf. Beim Blick aus dem Fenster stellt sie fest, dass sie wieder im Dorf ihrer Kindheit ist. Noch erstaunlicher ist, dass sie ein Kind hat. Ist das ihres? Und dann ist da auch noch ein Mann, offenbar ihre erste große Liebe, den sie nicht wirklich vergessen konnte.
Meine Meinung:
Im Grunde ist das Buch eine Was-Wäre-Wenn-Geschichte, die aber gut gemacht ist. In dem einen Leben lebt die Protagonistin ein Leben, indem der Kinderwunsch nicht erfüllt wird und zur starken Belastung der Beziehung wird. In dem anderen Leben ist im Grunde alles schön. Ein Kind, ein Partner, eine schöne Wohnung und lebt ein normales, glückliches Leben. Sehr intensiv wird auch das Thema des unerfüllten Kinderwunsches betrachtet, was mir gut gefallen hat. Ich hatte die Hörbuchversion, die mir gut gefallen hat.
Fazit:
Interessantes Thema
Rezensionen von Claudia H.:
Wer ist schon normal?
Happiness Forever von Adelaide Faith
Worum es geht:
Sylvie macht nach dem Ende einer toxischen Beziehung eine Therapie. Dabei verliebt Sylvie in die Therapeutin. Sie kann nur noch an die Therapeutin denken. Ihre Welt dreht sich nur noch um die Zeit, die sie mit der Therapeutin verbringen kann. Sylvie scheint richtig besessen zu sein. Dann lernt sie Chloe kennen, einen Menschen, der Sylvie zu verstehen scheint.
Mein Fazit:
Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, das Buch ist flüssig zu lesen, wobei man teilweise auch mal zwischen den Zeilen lesen muss. Adelaide Faith erzählt mit einer Leichtigkeit, aber auch Genauigkeit von einer Person, die psychische Probleme hat und daher dringend eine Therapie benötigt. Dabei wird Sylvie als eine sehr liebenswerte und warmherzige Person beschrieben, die man sofort in sein Herz schließen muss. Ich fand es sehr interessant Sylvies Gedanken kennenzulernen. Ich denke, jeder kennt einen Menschen, der Probleme mit sich und der Welt hat. Es gab hier in der Story für mich ein paar Aha-Erlebnisse und ich denke, dass ich ein paar Leute jetzt besser verstehen kann. In der Story wird nun nicht nur von den Therapiestunden berichtet, sondern auch von der Zeit, außerhalb der Therapie, in der man Sylvie richtig gut kennen und verstehen lernt. Sylvies Art zu denken und wie sie mit ihrer Besessenheit umgeht, wie sie versucht sich davon zu lösen, war sehr interessant.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die sich für die Entwicklung von Menschen interessieren und ich vergebe gerne 4 Sterne.
Rezensionen von begine:
Norwegische Kriegsschicksale
Wir sehen uns wieder am Meer von Trude Teige
Wir sehen uns wieder am Meer, ist der dritte Band der Großmutter – Reine der norwegischen Schriftstellerin Trude Teige.
Die Reihe hat damit einen würdigen Abschluss.
Dieses Mal ist Theklas Freundin Birgit die Protagonistin.
Interessant ist, das die Erlebnisse und Schicksale, tatsächlich Frauen geschahen.
Durch die beiden vorherigen Bücher wusste ich schon von den Kriegsjahren in Norwegen und das es viele norwegische Nazis gab.
Hier erfährt man noch, das es viele ukrainische Frauen und Mädchen gab, die von den Deutschen verschleppt worden waren und dann unter elenden Bedingungen Zwangsarbeit verrichten mussten.
Das wird so genau geschildert, da leidet man mit. Dann, nach dem Krieg, ging das Elend ja noch weiter.
Die Autorin hat mich wieder total überzeugt, da warte ich doch auf das nächste Buch.
Es ist ein lesenswertes Buch.
Rezensionen von Meli:
Eine Krankheit zwischen Tod und Glück - außergewöhnlich und spannend!
All Better Now von Neal Shusterman
Ein neues Coronavirus ist da: Crown Royale und es hat sehr ungewöhnliche Folgen: Wenn man die Krankheit übersteht, verändert man sich für immer und hat keine negativen Gefühle mehr. Plötzlich fühlt man sich viel glücklicher, entspannter und friedlicher. Aber ein paar glückliche Menschen machen die Welt nicht besser - für manche sind sie eine Gefahr.
Róns Vater ist einer der reichsten Menschen der Welt, aber auch mit all dem Geld der Welt kann er Rón kein Glück kaufen. Doch dieser neue Virus erscheint Rón ziemlich verlockend. Mariel sieht zwar die Vorteile, aber auch die Gefahren und zusammen sind sie ein Team, das sich in diesen schwierigen Zeiten gut ergänzt. Die ehrgeizige Morgan ist mit der Mission betraut, Crown Royale aufzuhalten und dafür ist ihr jedes Mittel recht. Ihren kaltblütigen Geschäftssinn und Zielstrebigkeit fand ich jedes Mal aufregend zu lesen.
So hat man insgesamt drei sehr unterschiedliche Protagonisten, die mit ihren Ansichten und Erfahrungen verschiedene Aspekte des Virus beleuchten, außerdem gibt es zwischendurch auch ein paar Kapitel aus ganz anderen Perspektiven, sodass man noch tiefer in diese neue Welt mit all den Konsequenzen eintaucht.
Und die fand ich wirklich faszinierend! Die Auswirkung der Krankheit sind ja sehr außergewöhnlich, denn wenn man nicht zu den 4% gehört, die sterben, ist man danach plötzlich viel glücklicher und gelassener. Aber ist man dann noch die gleiche Person, wenn man auf einmal ganz andere Werte und Ziele hat? Wird das Leben besser oder hat es keinen Sinn mehr? Und letztendlich ist es eine Krankheit mit vielen Todesopfern, also kann man ja auch verstehen, wenn manche unbedingt einen Impfstoff finden und die Verbreitung stoppen möchten.
Es gibt Drama und Action, komplexe Charaktere mit großen Zielen, innere Konflikte und sehr interessante Denkanstöße. Am Ende gibt es natürlich einen spannenden Cliffhanger und die Fortsetzung soll im Herbst 2027 erscheinen - ich kann es kaum erwarten, weiterzulesen!
Rezensionen von spozal89:
super süße Geschichte
Der magische Kater Schnurrifluff (Bd. 1) von Nina Müller
Von Nina Müller kennen wir bereits alle Bände von den Büchern "Kuschelflosse", weshalb wir sehr auf den Kater Schnurrifluff gespannt waren.
Die Illustrationen sind wirklich super süß und auch die Geschichte ist wieder ganz zauberhaft geschrieben, sowie wir das von der Autorin gewohnt sind.
Die Geschichte vom Kater ist um einiges dicker als die von Kuschelflosse und das ist auch der einzige Punkt, den ich vielleicht bemängeln würde. Denn das Abenteuer war hier und da doch ein wenig in die Länge gezogen. Ein, zwei Kapitel weniger hätten der Geschichte auch keinen Abbruch getan, vorallem weil die Zielgruppe ab fünf Jahren noch nicht so viel Leseausdauer hat. Aber da ist ja jedes Kind anders, weshalb ich das mal nicht als Kritik sehe. Ich finde es eignet sich sowohl als Vorlesebuch, als auch zum selber lesen für später mal, da die Schrift schon größer ist und auch die Sprache sehr einfach ist.
Snelli und Papperlapapp, die Schnurrifluff in Woderpfefferwächst begleiten sind tolle Wegbegleiter und ich liebe einfach die Fantasie der Autorin.
Sollte es noch mehr Bücher über den magischen Kater geben, werden wir sicher wieder zugreifen.
Rezensionen von Cxicken:
leichte Unterhaltung
Red Flags von Sophie Jo
Der Liebesroman „Red Flags“ von Sophie Jo behandelt das Leben zweier Jugendlicher, die sich scheinbar nie auf etwas Festes einlassen konnten und immer vorher aus der Situation geflüchtet sind. Durch die jeweils beste Freundin wird eine Wette konzipiert: Beide müssen sich auf eine Beziehung wirklich einlassen.
Wie dies ausgeht, kann gut in diesem Roman gelesen werden.
Doch zunächst zum Äußerlichen: das Cover ist echt ganz süß gestaltet. Der Titel ist gut mit in das Bild eingearbeitet. Jedoch sehen die Protagonist:innen Cam und Poppy sehr plump eingebaut aus. Für mich wirkt es, als ob auf die Schnelle 2D-Modelle erstellt wurden, die dann auf das Titelbild draufgeklatscht wurden. Es fehlt in gewisser Weise die Tiefe. Ein Detail, was mir jedoch ganz gut gefällt, ist die Gestaltung der Innenseite des Buchdeckels: hier werden die Details, die Poppys Traummann erfüllen muss, noch einmal schriftlich festgehalten. Innerhalb des Romans sind außerdem kleine Flaggen bei Zeitsprüngen eingebaut. Dies gefällt mir auch gut, da es eine Referenz zu den „Red Flags“ ist.
Nun muss ich auf die Themen eingehen. Neben sehr vielen sehr leichten Themen werden auch teilweise härtere Aspekte des Lebens beleuchtet. Hierzu zählen sehr schwierige Familiensituationen, Krankheiten, toxische Beziehungen oder auch Ängste vielschichtiger Art.
Zum Schreibstil kann ich nichts Interessantes sagen, da er mir nicht wirklich als herausstechend aufgefallen ist. Der Roman ließ sich aber sehr schnell und flüssig lesen.
Die Charaktere sind teilweise nicht sehr authentisch. Oft haben die Personen nur wenige Charakterzüge, weswegen sie oberflächlich wirken. Durch diese Typenbildung kann man die Personen jedoch leicht mit real existierenden Personen vergleichen.
Jetzt zum Fazit: das Buch ließ sich sehr leicht herunter lesen, hat jedoch keinen wirklich bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Wer sich also eine leichte Lektüre für nebenbei beschaffen will und im besten Fall auch noch jugendlich ist, um die Themen wirklich nachvollziehen zu können: Das ist dein Roman!
Rezensionen von Emma:
Sehnsucht nach dem Leben
Die Geschichte des Klangs von Ben Shattuck
Das Cover des Buches ist sehr einfach gehalten und ich hätte es im Buchladen wahrscheinlich übersehen. Da ich bereits von der Verfilmung gehört hatte, kam mir aber der Name gleich bekannt vor und letztendlich durfte ich mich glücklicherweise doch freuen, das Buch zu lesen.
Das Buch ist in zwei gleichlange Kurzgeschichten aufgeteilt, die leicht miteinander verbunden sind, wobei nur die erstere verfilmt wurde.
Die erste Geschichte ist sehr berührend. Man fühlt für die Protagonisten, auch wenn man gar nicht so viele Details über sie weiß, denn die wenigen Worte, die sie und die Handlungen beschreiben, sind mit viel Überlegung und Bedacht gewählt worden. Der Schreibstil ist daher sehr präzise, aber angenehm zu lesen, die Bilder fangen mit jedem weiteren Wort an mehr zu blühen.
Die zweite Geschichte war für mich auch sehr emotional. Nach dem, was sich die Protagonistin sehnt, ist jedoch gegenteilig zum ersten Teil des Buches, Sehnsucht nach dem Neuen und Alleinsein, anstatt nach dem Vertrauten und Liebe. Dieser Teil des Buches stellt das Leben der Protagonistin in einer Weise dar, so wie es sicher viele Frauen erlebten bzw. erleben. Der Leser kann sich daher gut in sie hineinversetzen. Auch mit den Fragen über das Leben, die sie sich stellt, sind die meisten bestimmt bereits vertraut, was zum Denken anregt. Die Handlung wirkt stets authentisch und ungekünstelt, was bei ihrem Thema sonst öfter in eine eher belehrende Richtung geht, wofür ich dankbar bin.
Abschließend lässt sich sagen, dass in diesen zwei Kurzgeschichten mit wenigen Worten, das die Sehnsucht von Menschen nach den prägenden Momenten des Lebens auf eine authentische und spürbare Art erzählt werden, die den Leser sogleich berührt und zum Denken bringt. Daher 5/5 Sterne.
Rezensionen von ReiShimura:
Ein bedrückender Blick in die menschliche Psyche
Kankos Reise von Rin Usami
Bücher von japanischen Autoren und Autorinnen stehen immer öfter auf meiner Leseliste. Das Land, die Leute, die Sprache und die Kultur Japans haben mich vor Jahren in ihren Bann gezogen und mich bis dato nicht mehr losgelassen.
Obwohl die Bücher von den verschiedensten Personen geschrieben wurden und auch vielfältige Themen behandelt haben, gab es doch irgendwie eine Gemeinsamkeit.
Die Bücher haben mich nachdenklich gestimmt, aber mich auch in eine positive Stimmung versetzt. Dieses Buch bildet hier die Ausnahme. Denn die Geschichte von Kanko ist sicher viel und man kann auch viel daraus mitnehmen, aber eine positive Grundstimmung sicher nicht.
Bis zu einem gewissen Grad war mir das bereits vor dem Lesen bewusst. Denn der Klappentext verrät schon einige der bedrückenden Themen, die in dieser Geschichte behandelt werden: Depression, Alkoholismus, Gewalt, Überforderung. Wie sehr die Autorin Rin Usami aber in die Abgründe der menschlichen Psyche eintaucht war mir im Vorfeld nicht bewusst.
Bewundernswert finde ich wie nüchtern die Autorin dabei vor geht. Es wird nichts beschönigt oder verborgen. Es gibt nicht die in vielen japanischen Werken verkommende blumige und poetische Sprache. Einfach, klar und mit wenigen Worten schafft es Rin Usami ein Familienbild zu erzeugen, dass nicht dysfunktionaler sein könnte.
Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der 17-jährigen Kanko. Und ich denke auch, dass ist es was mir besonders zu schaffen gemacht hat. Also nicht die Tatsache, dass die Geschichte von einer Jugendlichen erzählt wird. Aber wie es wird, wie normal der Umgang der einzelnen Familienmitglieder für Kanko ist. Ihre Normalität besteht aus emotionaler Kälte, Gewalt und Gehorsam.
Mit knapp 180 Seiten fällt das Buch ungewöhnlich dünn aus. Wobei mir dies beim Lesen nicht wirklich bewusst war. Die Autorin schafft es auf diesen verhältnismäßig wenigen Seiten so viel unterzubringen, dass ich das Gefühl hatte, einen 500 Seiten Roman zu lesen.
Meiner Meinung nach hat Rin Usami hier wirklich etwas großartiges erschaffen. Dennoch bin ich bezüglich einer Leseempfehlung sehr vorsichtig. Denn, obwohl ich das Buch auf jeden Fall als lesenswert empfinde, denke ich, dass man emotional gefestigt sein sollte um es Lesen zu können.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Sehr guter, spannender und berührender Roman
Der Sommer am Ende der Welt von Eva Völler
Hanna zusammen mit ihrer Tochter nach Borkum. Dort will sie recherchieren und einen Artikel schreiben über die Erlebnisse von Verschickungskindern in den 60er Jahren, unter anderem war auch ihre Mutter dort in einem Heim untergebracht, welches jetzt ein Luxushotel ist.
Mir hat dieser Roman richtig gut gefallen.
Laut Inhaltsbeschreibung gibt es ein Generationen umspannendes Schicksal, eine unerwartete Liebe und ein schreckliches Geheimnis. Und genau das hat dieses Buch auch gehabt. Ein wirklich richtig guter vielschichtiger Roman. Es war von Anfang an spannend und ist es auch bis zum Schluss geblieben. Es gab das Schicksal der Verschickungskinder, was wirklich berührt. Dann viele alte Geheimnisse, z.B. was geschah damals mit der Erzieherin Luise, die als einzige nett zu den Kindern war. Auf der anderen Seite das Persönliche um Hanna, vor allem ihre Gefühle zu Ole, in dessen Familie es auch alte Geheimnisse gibt. All diese Dinge hat Eva Völler richtig gut im Roman erzählt und miteinander verbunden. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, es liest sich sehr flüssig, für mich gab es auch keine langwierigen Passagen im Text. Ich bin immer neugierig geblieben wie es wohl ausgehen wird.
Auch das Cover finde ich sehr schön gestaltet.
Fazit: Ein sehr empfehlenswerter vielschichtiger Roman.











