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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von div:

bewegender Roman

Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly

bewegender Roman

Im Winter 1900 wird an einem schottischen Strand bei Skerry ein bewusstloses Kind angespült. Der Fischer Joseph bringt den Jungen ins Dorf, wo alle überrascht sind: Der Junge sieht dem verstorbenen Sohn der Lehrerin Dorothy auffallend ähnlich. Dorothy entscheidet sich, den Jungen vorübergehend aufzunehmen.

Alte Probleme kommen wieder hoch, Herzen öffnen sich, und das Dorf verändert sich.

Die Handlung schaltet zwischen damaligen Ereignissen und der Gegenwart. So lernt man Dorothy als junge Lehrerin kennen und erfährt, wie sie Joseph kennenlernte und ihr Kind Moses verlor. Die zwei Zeitebenen machen das Buch beim Lesen sehr spannend, das hat mir gut gefallen.

„Das Geschenk des Meeres“ ist ein bewegender historischer Roman über Liebe, Verlust und die Macht menschlicher Verbindungen.
Ein ruhiger und fühlsamer Roman, der lange nachklingt.

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Rezensionen von peedee:

Veränderungen in Sicht

Ein neuer Sommer am Inselweg von Julie Peters

Friekes Buchladen, Band 4: Was bedeutet der Sommer auf Spiekeroog für die Insulaner? Viel Arbeit! Davon hat Sonja, die alleinerziehende Dreifach-Mama und Vermieterin von Ferienwohnungen, effektiv mehr als genug. Der Brot-Job macht ihr jedoch schon lange keine Freude mehr. Soll sie diesen nun bis zur Rente weitermachen? Ihre Freundin Frieke bringt vom Festland ihren früheren Journalisten-Kollegen Carl mit – er wurde suspendiert und sucht Abstand.

Da er bei Sonja im Gästezimmer wohnt, kommen sie sich näher. Bei Frieke und Emma stehen Veränderungen bevor…

Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit Ferienfeeling – gefällt mir!

Dies ist Band 4 der Reihe, aber er lässt sich auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen.

Die Hauptprotagonistin ist dieses Mal Sonja. Sie hat viel um die Ohren und so gut wie nie Zeit für sich selbst. Der Job mit den Ferienwohnungen hat sie vor fünf Jahren von ihrem Vater übernommen, als sie sich hat scheiden lassen. Ihr Vater kann das Geschäft aber noch nicht so richtig loslassen und schaut sehr oft „zufällig“ vorbei. Friekes Kollege Carl wohnt vorübergehend bei Sonja im Gästezimmer, da alle Ferienwohnungen belegt sind. Sie findet ihn gleich sympathisch und ist zudem sehr angetan, dass er ungefragt im Haushalt mithilft – das hätte ihr Ex-Mann niemals gemacht. Sie freut sich über Carls Anwesenheit und über ihre Gespräche. Wäre es vielleicht möglich, dass aus ihnen beiden ein Paar würde? Aber weswegen wurde er überhaupt supendiert?
Frieke und Söhnchen Ole werden für knapp drei Monate auf Bengt verzichten müssen, da er für einen Forschungsauftrag wegfährt. Und ausgerechnet jetzt fühlt sie sich nicht so gut. Wie soll sie nur alles ohne ihn managen? Auch bei Emma läuft nicht alles wie gewünscht: Sie hätte gerne noch ein Kind, aber es scheint einfach nicht zu klappen. Jeden Monat die gleiche Enttäuschung…

Ein Sommer, der es in sich hat: viel emotionales Chaos und Zeit des Aufbruchs. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Am besten gefallen hat mir die Freundschaft von Frieke, Emma und Sonja – eine solche Freundschaft ist jedem zu wünschen. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Rezensionen von Tara:

Vielfältig & faszinierend

KUNTH Bildband Wilde Erde von KUNTH Verlag

„Wilde Erde: Entdeckungsreisen zu den unberührten Schätzen unserer Welt“ ist ein eindrucksvoller Bildband aus dem KUNTH Verlag.

Wer sich für die Schönheit unserer Natur interessiert und gerne in fremde Länder abtaucht ohne das heimische Sofa zu verlassen, der liegt mit diesem Bildband genau richtig.

Das Buch ist nach Kontinenten gegliedert und innerhalb dieser nach Länder. Direkt zu Beginn gibt es eine große Übersichtskarte, um sich grob zu orientieren welche Flecken unserer Erde hier näher betrachtet werden.

Im Anschluß folgen zahlreiche beeindruckende Bilder von den unterschiedlichsten Ecken unseres Planeten. Kurze informative Texte erläutern interessante Informationen zu den Fotos. Zudem befindet sich auf jeder Seite eine kleine Weltkugel, die dafür sorgt, dass man auf einen Blick erkennen kann, wo man sich gerade befindet.

Die Informationen sind kurz und prägnant. Es werden Naturschutzgebiete, exotische Tiere und Pflanzen vorgestellt.
Jede Seite für sich bringt faszinierende Facetten unsere Planeten zum Vorschein und ich habe zahlreiche neue und interessante Informationen erhalten.

Es geht aber nicht nur um die Schönheit unserer Natur, sondern auch um ihre Bedeutung. Sie ist unsere Lebensgrundlage, die wir schützen und achten müssen.

Geballtes Wissen und faszinierende Bilder vermitteln einen atmosphärischen und beeindruckenden Blick auf unsere Erde.
Wer sich gerne in fremde Länder träumt, die Vielfalt unserer Natur genießen möchte oder Inspirationen für seine nächste Reise benötigt, ist mit diesem Buch gut beraten.

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Rezensionen von BarbaraM:

Loslassen lernen

Sunbirds von Penelope Slocombe

Sunbirds von Penelope Slocombe (Ullstein Verlag, 416 Seiten) ist ein stilles, eindringliches Buch – eines, das nicht laut werden muss, um tief zu wirken. Die Geschichte einer Familie, deren Sohn Torran nach Indien geht und nicht zurückkehrt, entfaltet sich mit großer Ruhe und Einfühlsamkeit. Es ist kein dramatischer Thriller, kein aufgeregtes Suchen mit finalem Höhepunkt – vielmehr begleitet man die Eltern, vor allem Anne, durch Jahre der Ungewissheit, durch Hoffnung und Zweifel, durch leise Erkenntnisse.

Immer wieder tauchen Hinweise auf, Spuren, die scheinbar zu Torran führen. Doch mit jeder neuen Etappe wird spürbarer, dass diese Suche vielleicht gar nicht zu ihm, sondern zu etwas Tieferem führt. Denn im Mittelpunkt steht nicht nur das Verschwinden des Sohnes – sondern Annes Weg zu sich selbst.
Ihre Entwicklung ist wunderbar beschrieben: behutsam, glaubwürdig, und voller innerer Bewegung. Aus der verzweifelten Mutter, die nicht loslassen kann, wird eine Frau, die lernt, das Unerklärliche nicht als Scheitern zu sehen. Anne macht schließlich Frieden mit der Möglichkeit, dass ihr Sohn nicht gefunden werden will – und wählt den Mut, ihren eigenen Weg weiterzugehen.
Penelope Slocombe gelingt mit Sunbirds ein stilles Meisterwerk – poetisch, bewegend, und voller menschlicher Wahrheit. Ein Buch, das nachhallt.

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Rezensionen von Julchentim:

Ein Geschenk für alle, die mit den drei ??? groß geworden sind

Die Auferstehung von Andreas Eschbach

Als jemand, der seit den frühen 90ern mit über 130 Originalkassetten, Live-Erlebnissen und unzähligen gemeinsamen Hörspielabenden mit der Familie tief in die Welt der drei ??? eingetaucht ist, war ich gleichermaßen neugierig wie vorsichtig gespannt auf dieses Buch. Was soll ich sagen: Die Auferstehung hat mich auf ganzer Linie abgeholt!

Natürlich darf man bei einem Drei-???-Fall keinen Hochglanz-Thriller erwarten, und genau das macht den Charme aus.

Andreas Eschbach hat es geschafft, den Geist der alten Geschichten einzufangen und in eine reifere, vielschichtigere Erzählweise zu überführen. Die Struktur, die Atmosphäre, sogar der Aufbau der Ermittlungen fühlte sich für mich verblüffend vertraut an. Es war, als würde man alten Freunden begegnen, gezeichnet vom Leben, aber immer noch mit demselben Funken in den Augen.

Ich fand es berührend, zu erfahren, was aus Justus, Peter und Bob geworden ist. Nicht alles lief bei ihnen geradeaus, das hat wehgetan, aber auch total Sinn ergeben. Und doch: Das Gefühl von Hoffnung und Zusammenhalt zieht sich durch das ganze Buch. Es ist keine einfache Rückkehr nach Rocky Beach, sondern eine, die Spuren hinterlässt, im besten Sinne.

Der Fall selbst ist spannend, vielleicht nicht revolutionär, aber genau richtig dosiert und wunderbar erzählt. Mir hat besonders gefallen, wie die drei zunächst getrennt agieren, sich aber nach und nach wieder annähern. Es fühlt sich ehrlich an, nicht konstruiert. Die melancholische Stimmung, gepaart mit kleinen Lichtblicken und einem klugen Blick auf das Leben, das hat mich richtig bewegt. Beim finalen Zuklappen des Buches hatte ich sogar ein Tränchen im Auge,

Für mich war Die Auferstehung weit mehr als nur ein Krimi: Es war ein Nachhausekommen. Ein durch und durch lohnendes, emotionales und nostalgisch eingefärbtes Leseerlebnis, das mich noch lange begleiten wird.

Fünf Sterne +, und eine klare Empfehlung an alle, die Rocky Beach nie ganz verlassen haben.

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Rezensionen von nanu?!:

Die Sonne auf dem Teller

Kaliméra von Alina Sawallisch; Susanne Sawallisch

Man könnte fast behaupten, das Schicksal habe die Familie Sawallisch in die Hafenstadt Kymi geschickt.
Es war nämlich eine Unwetterwarnung, die die Familie dazu zwang, von der geplanten Reiseroute abzuweichen.
Es kommt, wie es kommen musste: Sie verlieben sich prompt in den Ort, aus einer Übernachtung wurden ganz viele und sie beschlossen dann, für immer dort zu bleiben.

Das Haus mit dem Garten voller Obstbäume half natürlich bei der Entscheidung, für immer zu bleiben.
Und wenn man dann so durch das Kochbuch blättert, welches auch irgendwie ein bisschen was von einem Reiseführer hat, versteht man auch gleich, was die Familie dort so toll findet. Von jeder Seite leuchtet einem die Sonne entgegen. Nicht nur die Familienrezepte werden in den buntesten Farben präsentiert, sondern auch das Land und seine Leute. Da überkommt einem sofort das Fernweh.

Gekocht wird dann aber trotzdem irgendwann. Aufgeteilt sind die Kapitel praktischerweise nach den Früchten, die im Garten der Familie wachsen. Die bilden auch meist die Basis der jeweiligen Gerichte.
- So gibt es zum Beispiel im ZITRONENkapitel besonders erfrischende Gerichte. Hier kann ich die Halloumispieße mit der Zitronenmarinade empfehlen. Sehr gut fand ich auch die Hähnchenschenkel mit gegrillter Zitrone.
- Die ORANGEN werden von der Familie nach der Ernte nicht nur für Drinks und Desserts verwendet, sondern auch für eine Reihe erstaunlich deftiger Hauptgerichte.
Wie wäre es mit Süßkartoffeln mit Linsen-Orangen-Salat oder mit gegrillter Meerbrasse (Dorade) mit Orangen?
- Auf die hauseigenen GRANATÄPFEL könnte man glatt neidisch werden. Die kommen hier bei allerlei Salaten und Ofengemüse als besondere Farbtupfer zum Einsatz.
- WEINTRAUBEN haben die Sawallischs auch im Garten und wenn sie nach dem pflücken nicht sowieso direkt weggesnackt werden, landen sie im Weintraubensalat mit Fetakäse und Tomaten oder werden zum gebackenen Käse serviert. Ganz toll schmecken sie auch als Einlage in der Sahnesauce zum Schweinefilet.
- Dann gibt es noch das Kapitel mit den FEIGEN. Da gefällt mir vor allem das Feigenchutney, welches zum Käse gereicht wird. Und die überbackenen Feigen mit Ziegenkäse und Honig machen echt was her.
- Und zum Ende gibt es mein Lieblingskapitel mit den OLIVEN, mit dem Rezept für die leckerste Oliventapenade die ich je essen durfte. Und ans Herz legen möchte ich noch unbedingt den gebackenen Honig-Feta auf Kritharaki. Das Buch lohnt sich für mich schon alleine wegen dieses unheimlich leckeren Gerichts.

Insgesamt gibt es 50 Rezepte zu entdecken, von Drinks über Vor- und Hauptspeisen, bis hin zu Desserts und Dips.
Über die einzelnen vorgestellten Früchte gibt es nochmal extra wissenswerte Facts zum Nachlesen.
Zu jedem Gericht gibt es ein eigenes, schön in Szene gesetztes Foto, das sofort die Lust aufs Ausprobieren weckt.
Die Anleitungen sind leicht verständlich, keine Fragen bleiben offen.
Die Rezepte sind einfach nachzumachen, das Buch ist also auch für Anfänger geeignet.
Ganz selten gibt es griechische Zutaten, es wird aber immer eine Alternative genannt, sollte man diese nicht bekommen.
Das Buch gefällt mir wirklich gut, man merkt sofort mit wieviel Liebe es gestaltet wurde.
Einige Gerichte daraus, werde ich in mein Repertoire aufnehmen, denn sie schmecken wie Urlaub und den kann man ja öfter mal gebrauchen.

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Rezensionen von Harakiri:

Der Kreis schließt sich

Wir sehen uns wieder am Meer von Trude Teige

Der Kreis schließt sich, die Trilogie ist zu Ende. Obwohl die Autorin eigentlich gar keine Trilogie aus ihrem ersten Buch machen wollte. Doch es gibt halt viel zu erzählen über die harte Zeit.
Annelise, Tekla und Birgit sind beste Freundinnen. Nichts kann sie trennen – außer der 2. Weltkrieg. Während Annelise als Krankenschwester an die Front geht, bewirbt sich Birgit an einem Krankenhaus in Nordnorwegen.

Dort bewegt sie das Schicksal von Nadia und gerät durch eine Widerstandsbewegung in Gefahr. Kann sie jemals wieder glücklich werden?
Ein harter Stoff, vor allem die Verhältnisse der verschleppten Ukrainerinnen, die in der Fischfabrik schuften müssen. Aber auch Birgit hat es nicht einfach. Wobei ihre Geschichte mir fast etwas zu nüchtern erzählt wurde. Mit Nadia konnte ich mehr anfangen.
Sehr eindringlich, manchmal aber etwas kurz, schreibt Trude Teige über eine Zeit, die man sich im heutigen Dasein nicht mehr vorstellen kann. Und genau deshalb lese ich die Romane sehr gerne: sie rütteln auf, regen zum Nachdenken an, machen aber auch Hoffnung.
Fazit: Wir sehen uns wieder am Meer ist ein kurzweiliger, sehr aufrüttelnder Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.

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Rezensionen von carola1475:

Vlats Geschichte geht spannend weiter

Seelenschwur von Andrea Revers

Der zweite Band ist auch ohne Kenntnis des ersten Buchs gut verständlich, er beginnt mit einem kurzen Rückblick auf die Ereignisse, die den Läufer Vlat seine Vertraute Hanna finden ließen und stellt die anderen Seelen vor, die Vlat in sich beherbergt, bis er ihre offenen Wünsche erfüllt hat. Besonders Franka, ehemalige Soldatin, Polizistin und Security-Fachfrau ist mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten eine Bereicherung für Vlat.

Er macht sich wegen des Rodin Museums auf den Weg nach Paris, wo er sich in den Katakomben am wohlsten fühlt, und dann geht es zu einer Eifeler Kunstgießerei, wo wir die aufwändige Herstellung einer Bronzestatue durch Jean miterleben.

Durch den Verrat von Lus, Hannas Freundin, wird Vlat im Auftrag eines Pharmaunternehmens gejagt und auch gefunden, man will Experimente an ihm vornehmen und ihn erforschen. Durch häufige Perspektiv- und Ortswechsel gewinnt die Geschichte an Tempo und Vlats faszinierende Eigenschaften werden nun, den ersten Band 'Das Erwachen' ergänzend, auf wissenschaftlicher Ebene beleuchtet.

Andrea Revers schreibt klar, lebendig und packend, auch mit feinem Humor, sie schafft interessante Charaktere, die zur Komplexität der Geschichte beitragen, wiederholt lässt mich Vlats Sicht auf die Menschen innehalten und über unser Verständnis der Welt und unsere Konventionen nachdenken. Die Bedrohung für Vlat wird immer größer und die Frage, ob Hanna es schaffen wird, ihn rechtzeitig aus der Forschungseinrichtung zu befreien, sorgt für Spannung bis zum Schluss.

Immer wieder spielt die Handlung in der Eifel, wo die Autorin lebt. Mit ihrer spannenden geologischen Geschichte und der schönen, abwechslungsreichen Landschaft mit all dem Wald ist die Eifel wie geschaffen für uralte geheimnisvolle Wesen wie Vlat. Die Seelenschwur-Dilogie ist gelungene Urban Fantasy mit ungewöhnlichem Thema und Setting und ich würde mich über mehr Bände um den Läufer freuen.

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Rezensionen von carola1475:

Originell, spannend und überzeugend

Seelenschwur von Andrea Revers

Wie ein Vampir ernährt sich Vlat, der letzte Läufer, von Blut, und im ersten Weltkrieg, als es keine Tiere mehr im Eifeler Hürtgenwald gibt, trinkt er das Blut der sterbender Soldaten Josef, Waldi und Schang. Doch anders als ein Vampir muss ein Läufer die übernommene Seelenschuld seiner Opfer irgendwann tilgen.

Bis dahin bleiben die Seelen Teil von ihm, erst wenn die Schuld beglichen ist, sind sie frei.
Zwischen Läufer und einigen wenigen Menschen ist mentale Kommunikation möglich, Josef ist einer dieser 'Vertrauten', die ihre Besonderheit vererbt bekommen. Etwa 80 Jahre später erkennt Josef in Hanna die nächste 'Vertraute' seiner Familie, sie soll Vlat helfen, sich in der heutigen, ihm fremden Welt zurecht zu finden.

Wie Hanna bin ich fasziniert von Vlats Fähigkeiten, die im Laufe der Geschichte zu Tage treten. Und auch von der Belastung, die es für den Läufer bedeutet, mit den Gedanken, Erinnerungen und dem Wissen seiner Opfer konfrontiert zu werden, wird glaubwürdig erzählt.
Die drei Soldaten werden in eigenen Kapiteln vorgestellt, in denen auch ihre noch offenen Wünsche und Hoffnungen beschrieben werden, die Vlat zu erfüllen hat. Der psychisch labile Schang könnte Vlat gefährlich werden. Seine Sehnsucht gilt einer verloren gegangenen Frauen-Skulptur. Vlat, Hanna und deren Freundin Lus machen sich auf die spannende Suche nach dieser offensichtlich von Rodin geschaffenen Figur.

Die Autorin hat auch die bis heute rätselhaften Funde von Herxheim sehr gelungen und einleuchtend in eigenen Kapiteln in die Geschichte um die Läufer eingeflochten. Andrea Revers schreibt lebendig, klar und packend, die menschlichen Charaktere sind glaubwürdig und authentisch und vor allem Vlats Andersartigkeit ist einfallsreich und überzeugend beschrieben, er ist ein faszinierender, außergewöhnlicher und komplex ausgearbeiteter Protagonist, der uns mit seiner Sicht auf die Menschen durchaus den Spiegel vorhält. Mir hat diese Urban Fantasy Geschichte sehr gut gefallen und ich freue mich auf den zweiten Band.

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Rezensionen von ReiShimura:

Hörgenuss für den Gaumen

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe Die Cornwall-Reihe von Katharina Herzog

Von der Autorin Katharina Herzog habe ich schon sehr viel positives gehört, also natürlich nicht von ihr als Person, aber von ihren Büchern. Daher habe ich mich sehr auf das Hörbuch gefreut.
Gelesen wird das Hörbuch von Elena Wilms, gleich wie die Autorin, ist auch sie für mich eine Unbekannte.

Jedenfalls wäre mir nicht bewusst, dass ich bereits ein Hörbuch gehört habe, dass von ihr gelesen wurde. Allerdings hoffe ich sehr, dass ich bald wieder eines in die Hand bekommen werde. Denn ihre Stimme hat mir außerordentlich gut gefallen. Ihre Stimmfarbe und ihre Art die Dinge zu betonen haben mir zugesagt und es hat wirklich Spaß gemacht ihr zu zuhören.
Besonders angesprochen hat mich bei diesem Buch einerseits das Setting, ich mag Cornwall als Handlungsort für Bücher sehr gerne. Andererseits war es aber auch das kulinarische Grundthema. Bei ersterem bin ich voll auf meine Kosten gekommen, da die Beschreibungen von Katharina Herzog detailliert und ansprechend waren. Zweiteres kam mir ein wenig zu kurz. Zwar ist Essen und Kochen immer wieder mal Thema, ich dachte aber, dass es einen größeren Stellenwert in dem Buch haben würde.
Der Hauptfokus der Geschichte liegt auf der Liebesgeschichte, nicht verwunderlich, handelt es sich ja um einen Liebesroman. In sehr vielen Fällen bestechen Bücher dieses Genres nicht gerade mit Tiefgang und auch dieses Exemplar ist keine Ausnahme. Positiv aufgefallen ist mir hierbei aber die Charakterentwicklung. Sophie empfand ich zu Beginn des Buches als äußerst unsympathisch. Dies hat sich aber still und leise während des Fortschreitens der Handlung geändert. Schade fand ich hingegen, dass gerade die Beziehung zu ihrer Tochter nicht mehr thematisiert wurde. Hier wäre noch einiges an Potential und vor allem auch Tiefe drinnen gewesen.
Wobei dies nicht die einzige Stelle war, an der es sich die Autorin bzw. es die Autorin den Charakteren leicht macht. Natürlich gibt es die obligatorischen Schwierigkeiten und das unausweichliche Missverständnis der Liebenden, aber im Großen und Ganzen lassen sich alle Probleme recht schnell und einfach lösen. Für meinen Geschmack ein wenig zu einfach, aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden.
Das kleine Küstendörfchen Port Haven hat mir als Handlungsort sehr gut gefallen und auch das urige Smugglers Inn mit seinen teilweise sehr skurrilen Angestellten und Gästen hat es mir angetan. Daher freut es mich ganz besonders, dass es 2026 eine Chance gibt wieder dorthin zu reisen. Denn dann erscheint der zweite Teil der "Taste of Cornwall" Reihe.
Obwohl das Buch kleinere Schwächen und Mängel aufweist und die Handlung stellenweise ein wenig dünn ist, kann ich trotzdem eine Empfehlung aussprechen. Vor allem für all jene, die so wie ich, neben dem Hörbuch hören gerne ihre Hände beschäftigen. Die Geschichte war eine wunderbare Ergänzung zum Aufräumen, Putzen und Handarbeiten und hat mir die teilweise ungeliebten und lästigen Aufgaben versüßt.

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