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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Shilo:

Zwischen Fluch und Liebe

Das Schicksal der Seherin von Gabriele Breuer

Die Handlung führt nach Schottland, in eine Epoche voller Aberglaube, Stolz und alter Flüche. Schon früh entsteht eine dichte, geheimnisvolle Stimmung, in der sich Tragik und Hoffnung berühren. Der Roman verbindet historische Elemente mit einem Hauch von Mystik und erzählt von Liebe, Schuld und der Sehnsucht, das eigene Schicksal zu überwinden.

Im Mittelpunkt steht Sean, dessen Leben von einem alten Fluch überschattet wird. Als er sich in Iseabail verliebt, scheint ein neues Glück greifbar, doch das Schicksal stellt beide auf eine harte Probe. Die Autorin verknüpft diese dramatische Geschichte mit lebendigen Bildern des mittelalterlichen Schottlands und einer greifbaren Emotionalität, die die Figuren lebendig wirken lässt.
Besonders eindrucksvoll gelingt die Darstellung der inneren Zerrissenheit Seans, der zwischen Liebe und Verhängnis gefangen ist. Iseabail wirkt stark und klar in ihrem Glauben an ihn, ohne an Natürlichkeit zu verlieren. Ihre Beziehung macht die Handlung lebendig und verleiht ihr zugleich Wärme und Spannung.
Die Geschichte wird dabei durch die Erzählweise von Gabriele Breuer zusätzlich getragen. Sie schildert alles mit viel Gespür für die Stimmung der Zeit. Die Sprache ist bildhaft, leicht zugänglich, und die Übergänge zwischen den Zeiten wirken meist fließend. Nur vereinzelt geraten die Zeitsprünge etwas abrupt, was den Lesefluss kurz unterbricht. Dennoch bleibt der Roman stimmig und durchgängig spannend.
Die Mischung aus Historie, Gefühl und einer Prise Übernatürlichem ist überzeugend gelungen. Besonders das Ende hallt nach, weil es den Gedanken an Bestimmung und Liebe über die Zeit hinaus spürbar macht. Insgesamt ist dies ein berührender historischer Roman mit einer geheimnisvollen Note, der Vergangenheit und Gegenwart eindrucksvoll verbindet und die Macht von Liebe und Schicksal spürbar werden lässt. Eine Geschichte, die sich wunderbar zum Eintauchen in vergangene Zeiten eignet. Ideal für Leser, die gefühlvolle, atmosphärische Romane mit historischem Hintergrund mögen. 4 Sterne.

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Rezensionen von Bibibabby:

Unterhaltsam für groß und klein

Gregs Tagebuch 20 - Bock auf Party? von Jeff Kinney

Ich glaube, das letzte Mal, dass ich ein Gregs Tagebuch gelesen habe, war ich selbst noch ein Kind. Ich muss sagen, jetzt dass ich eigene Kinder habe, habe ich einen ganz neuen Blickwinkel.
Ich finde es richtig beeindruckend, wie viele Themen aufgefriffen werden, und vor allem, solche, die sowohl Kinder als auch Erwachsene ansprechen.

Mein Kind ist sieben und hat viel gelacht.
Für ein Comic-Roman enthält das Buch überraschend viele Lehren für den Lebensalltag, auch wenn sich Greg darüber beschwert. Zum Beispiel: Dass es schön ist, Dankeskarten zu schicken, dass Trampolineparks ziemlich gefährlich sein können, oder das Hypes schnell vorbeigehen.
Es gibt so viele Situationen, die Kindern vertraut vorkommen, und es ist macht Spaß zu sehen, was sich Greg alles überlegt. Besonders lustig finde ich, wie er seine komischen Gedanken bis zu ihren logischen Schlussfolgerungen verfolgt. Zum Beispiel, wenn man Superkräfte hätte, würde man ständig nach Gefallen gebeten werden, und genau deshalb tragen Superhelden Masken.
Fazit: ein unterhaltsames Buch mit überraschender Tiefe

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Rezensionen von Claudia H.:

Coming home for christmas, wenn da nicht nur die ganzen Pannen wären

Gestrandet im Weihnachtsglück von Clare Lydon

Worum es geht:
Morgan Scott lebt seit einiger Zeit in Schottland und möchte nun die Weihnachtstage bei ihrer Familie in Devon in England verbringen. Doch der Flug muss abgesagt werden. Zufällig trifft sie Ali, die kleine Schwester ihrer besten Freundin aus der Schulzeit auf dem Flughafen. Nun stehen beide vor demselben Problem.

Kurzerhand tun sich Morgan und Ali zusammen und versuchen irgendwie zu ihren Familien zu kommen. Keine der Beiden hätte gedacht, dass ihnen so viele Steine in den Weg gelegt werden. Und dann hat Ali noch ein Problem. Morgan ist ihr Crush aus ihrer Jugendzeit und Ali muss feststellen, dass noch gar nicht alle Gefühle für Morgan verschwunden sind.

Mein Fazit:
Mit diesem Buch habe ich meine persönliche Weihnachtslesezeit eingeläutet und es hat mich gut in Stimmung gebracht. Das Buch habe ich in einem Rutsch gelesen, wobei es auch eine gute Übersetzung ist. Morgan und Ali sind beide sehr sympathisch. Dabei ist die Story nicht nur spannend, sondern stellenweise auch echt witzig. Die Pannen, die die Beiden erleben, sind nicht zu überspitzt, wie es ja sonst bei Roadtripromanen der Fall ist. Es ist eine sehr schöne weihnachtliche Lovestory ohne kitschig zu sein, jedoch mit genügend Romantik und ein paar netten spicy Szenen.

Ich spreche sehr gerne eine Leseempfehlung aus und gebe volle 5 Sterne für die rundum gelungene Weihnachtsstory.

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Rezensionen von brauneye29:

Nicht schlecht

Belladonnas von Liann Zhang

Zum Inhalt:
Julie und Chloe sind Zwillinge, wachsen aber nach dem Tod der Eltern getrennt voneinander auf, Chloe im Luxus, Julie eher in bescheidenen Verhältnissen. Als Julie einen sonderbarer Anruf von Chloe bekommt und danach nicht mehr erreichbar ist, fährt sie zu ihr und findet sie tot auf. Julie erkennt, dass sie das Leben von Chloe übernehmen könnte.

Meine Meinung:
Irgendwie hatte ich eine andere Erwartungshaltung an das Buch, hatte eher mit einer Art Thriller gerechnet, was dieses Buch aber so gar nicht ist. Dennoch war es interessant, denn es zeigt relativ schonungslos wie es in der Welt der Influencer zugeht mit allen Höhen und Tiefen. Der "Club der Belladonnas" hatte was Gruseliges. Gerade was den Urlaub angeht, lief es mir mehr als einmal kalt den Rücken runter. Sympathisch waren die Protagonisten durch die Bank alle nicht, besonders schrecklich fand ich ja die Tante von Julie. Das Ende fand ich etwas seltsam, aber insgesamt fand ich das Buch nicht schlecht.
Fazit:
Nicht schlecht

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Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:

Klappentext spoilert die Handlung

Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt? von Rüdiger Bertram

„Robin the Hood“ punktet mit einer originellen Grundidee und einem lockeren, mit comicartigen Elementen aufgelockertem Erzählstil, der das Lesen angenehm leicht macht.
Auch die warmherzige Beziehung zwischen Robin und seiner Oma gehört zu den stärksten Momenten des Buches. Leider nutzt das Abenteuer sein Potenzial nur teilweise aus.

Der Klappentext verrät bereits einen Großteil der Handlung, sodass echte Überraschungen ausbleiben. Die Mission selbst wirkt trotz aller absurden Elemente erstaunlich spannungsarm, und der Humor zündet nicht immer – zumindest nicht für Leser*innen, die etwas mehr Raffinesse oder weniger Slapstick erwarten.
Die finale „Flucht“ bleibt auf dem gleichen Niveau wie der Weg dorthin: unterhaltsam, aber weder besonders spektakulär noch emotional packend. Insgesamt ein sympathisches, aber eher blasses Kinder-Actionabenteuer, das vor allem jüngere Leser*innen anspricht, während ältere schnell spüren könnten, dass mehr drin gewesen wäre.
Der zweite Pluspunkt: das Hardcoverbuch kostet nur 13 Euro, was derzeit ein sehr guter Preis für ein hochwertig verarbeitetes Produkt ist.

Fazit: Das Lesen des Klappentextes hätte gereicht.

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Rezensionen von brauneye29:

Hat mir gefallen

Was vor uns liegt von Alba de Céspedes

Zum Inhalt:
Acht junge Frauen leben und studieren im Jahr 1934 am Grimaldi-Konvikt in Rom, sehnen sich nach Selbstbestimmung und Freiheit, was aber unter den strengen Augen der Nonnen nicht einfach ist. Auch wenn sie einander nah sind, haben sie auch alle ein Geheimnis, dass sie nicht teilen.
Meine Meinung:
Man kann sich schon vorstellen, warum das Werk zum ursprünglichen Veröffentlichungstermin unter den damaligen Bedingungen verboten wurde, denn es dürfte für die Zeit schon ein Werk gewesen sein, dass nicht den Vorstellungen entsprach.

Ich habe erst später gesehen, dass es schon so früh sein Debüt hatte und hätte das während der Lektüre nicht erwartet, denn der Schreibstil wirkt frisch und eher neuzeitlich. Inhaltlich hat mir das Buch gefallen, die Protagonistinnen haben alle eine eigene Geschichte, mit der sie klar kommen müssen und wir erleben sie beim Erwachsenwerden, wobei sie mit den Umständen zu kämpfen haben, was aber im Grunde jede Generation hat.
Fazit:
Hat mir gefallen

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Vom Weg in die Selbstermächtigung

The Witch's Heart - Das Verhängnis von Genevieve Gornichec

Von Genevieve Gornichec habe ich vor diesem Buch schon “Sisters in Blood” gelesen, von dem ich absolut begeistert war und zu dem ich auch eine Rezension verfasst habe. Nun also dieses Buch, an das ich mit entsprechend hohen Erwartungen herangegangen bin, was man natürlich nicht sollte, da jedes Buch für sich stehen sollte.

Außerdem ist „The witch’s heart“ das Debüt der Autorin und „Sisters in Blood“ ihr zweites Buch. Das versuche ich, bei meiner Bewertung zu berücksichtigen.

Auch in diesem Buch geht es um alte nordische Mythologie: diesmal um die Riesin und Hexe Angrboda, die gemeinsam mit dem Trickster-Gott Loki drei Kinder in die Welt setzt, aus denen die Totengöttin Hel, der Fenriswolf und die Midgardschlange werden. Das ist eine uralte mythologische Geschichte, die sozusagen den Rahmen für dieses Buch setzt, das hier auf feministische Weise neu interpretiert wird.

Ich habe das Buch als Beschreibung eines langen Weges in die weibliche Selbstermächtigung gelesen. Angrboda war schon früher eine sehr mächtige Hexe, doch wir lernen sie zu einem Zeitpunkt kennen, zu dem sie psychisch und auch körperlich sehr geschwächt ist. Nachdem sie sich geweigert hatte, mit Hilfe der mystischen Technik des „Seid“ in die tiefsten Dunkelheiten zu reisen, um dort für den Göttervater Odin Wissen über die Zukunft zu erlangen, wurde sie fürchterlich bestraft: drei Mal wurde ihr das Herz herausgerissen und sie wurde verbrannt. Tot ist sie nicht so ganz, aber sie hat kaum mehr Erinnerungen an ihre Vergangenheit und Identität und lebt zurückgezogen ganz alleine in einer Höhle im Wald. Da besucht sie der Außenseitergott und Trickster Loki und bringt ihr ihr Herz zurück und die beiden starten erst eine Affäre, dann eine Art On-Off-Beziehung und schließlich eine halbherzige Ehe, während ihre drei gemeinsamen Kinder entstehen: ein halbtotes Mädchen und zwei Söhne: ein Wolf und eine Schlange. Soweit zum Inhalt, ohne spoilern zu wollen.

Die mythologische Geschichte ist durchaus interessant. Schwierig fand ich beim Lesen das sehr wechselnde Tempo: im ersten Drittel des Buches passiert gefühlt kaum etwas Interessantes und in die Handlung plätschert nur so dahin. Dann spitzt es sich in der Mitte zu und es kommt zu dramatischen Ereignissen, die sehr schnell geschildert werden und wonach die Handlung zum langsamen Tempo zurückkehrt bis zum prophezeiten Ende zur Zeit der Götterdämmerung, samt überraschender Wendung. Gewünscht hätte ich mir also einerseits eine Straffung einiger Teile und andererseits, dass andere Teile ausführlicher erzählt worden wären.

Mythologisch gibt die Geschichte einiges an interessanten Themen her: es geht um Vorurteile, Magie, Hexenverfolgung, Ausgrenzung, Mutterliebe, Verrat, Frauenfreundschaft und Queerness (ein Thema, das der Autorin ein besonderes Anliegen zu sein scheint) und die Veränderlichkeit oder Unabwendbarkeit des Schicksals. Das stärkste Thema für mich in diesem Buch war, wie schon erwähnt, das der weiblichen Selbstermächtigung: zu sehen, wie die gedemütigte, geschwächte und verletzte Angrboda schrittweise wieder mehr in ihre Kraft kommt, sich für ihre Kinder einsetzt und eine mutige und selbstlose Entscheidung trifft.

Dazu ein Zitat aus dem Buch:

“Ich bin Angrboda Eisenhexe”, dachte sie. Die Alte. Mutter Hexe, die jene Wölfe gebar, die Sonne und Mond jagen. Ehemalige Gattin von Loki und Mutter sowohl der Gebieterin der Toten als auch der beiden Kreaturen des Chaos, die vom Schicksal dazu bestimmt sind, Verderben über eben die Wesen zu bringen, die unser Leben ruiniert haben. Ich kann das aus eigener Kraft schaffen.“ (S. 303)

Insgesamt ist es ein durchaus interessantes Buch, das mir eine mir bisher unbekannte nordische Mythologie nähergebracht hat und weitgehend unterhaltsam zum Lesen war. Gerade weil ich es als deutlich schwächer empfinde als das darauffolgende Buch der Autorin („Sisters in Blood“) zeigt es mir aber auch ihre Entwicklung und insgesamt ihr Talent, alte Mythologie auf unkoventionelle Art und Weise neu zu interpretieren.

Wer die Autorin noch nicht kennt, dem empfehle ich aber dennoch für den Einstieg eher „Sisters in Blood“, das über alle Stärken dieses Buches verfügt, in dem die erwähnten Schwächen aber nicht mehr vorkommen. Auf weitere Bücher dieser Autorin bin ich gespannt.

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Rezensionen von C. P.:

Sketch Mystery - ein Krimi mit in Bildern versteckten Hinweisen

HEN NA E - Seltsame Bilder von Uketsu

Dieser Roman ist in Episoden aufgeteilt, die auf eine zunächst nicht erkennbare Weise miteinander in Verbindung stehen. Zugleich bedient sich der Autor einem Genre, welches sich Sketch Mystery nennt. Die Idee hierhinter ist, dass Bilder und Skizzen verwendet werden, auf denen mit kriminalistischem Gespür nach und nach Hinweise gefunden werden, welche zur Lösung eines Falles beitragen.

Das Konzept ist mir bereits aus dem Manga-Bereich bekannt, hier kenne ich The Strange House von Uketsu (worauf der zweite Roman, Das seltsame Haus, basiert). In diesem Roman bekommt man unterschiedliche Fälle geboten, in denen Todesfälle aufgeklärt werden. Verschiedene Zeichnungen, Skizzen und Tabellen sind in den Text eingefügt, so dass man bildhaft vor Augen hat, worauf die Lösung jeweils aufbaut. Der Kniff hierbei ist, aufs Detail zu achten, wobei man verständlich erklärt bekommt, woran sich was erkennen lässt. Man wird also nicht mit irgendwelchen Zeichnungen allein gelassen. Der Stil ist dabei immer ein wenig distanziert statt stark ausgeschmückt, wie ich es bereits von anderen Romanen aus Fernost kenne. Das mag für einige vielleicht zunächst etwas ungewohnt wirken, hat dafür den Vorteil, dass wichtige Details nicht in einer Flut unwichtiger Ausschmückungen untergehen.
Die Fälle selbst sind ziemlich verzwickt, vor allem beim dritten Fall musste ich gedanklich die skrupellose Cleverness loben, die dahinter steckte. Zum Schluss schließt sich der Kreis, die Fälle ergeben ein großes Ganzes und das Kinderbild aus dem Prolog ergibt endlich einen Sinn.
Raffiniert konstruiert, bietet der Roman die Möglichkeit, mitzurätseln und über perfide Idee zu staunen. Es lohnt sich, sich darauf einzulassen.

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Rezensionen von C. P.:

Weitere Phoenix-Geheimnisse sorgen für Herzschmerz mit Happy End

Fantastische Weihnachten in Snow Falls: Glut & Asche von Helen Rose Sky

Willkommen zurück in Snow Falls. Es ist rund ein Jahr her seit dem Band Feder&Flamme und Ryze plant bereits seine Hochzeit. Dafür wünscht er die Phoenixe Aden und Enya an seiner Seite, die sein Ziehvater zusammen mit ihm wie Geschwister aufgezogen hat. Warum zwischen Aden und Enya seit einiger Zeit Funkstille herrscht, obwohl sie früher ein Herz und eine Seele waren, ist Ryze nicht ganz klar, daher seine Hoffnung, die beiden rappeln sich für seine Hochzeit endlich mal wieder zusammen.

Dass romantische Gefühle zwischen den beiden stehen und deswegen alles so kompliziert machen, kann ja niemand ahnen. Auch nicht, ob das wirklich so gefährlich wäre, wie ihr Vater ihnen weisgemacht hat. Vielleicht weiß jemand in Snow Falls Rat?
Dies ist mein zweites Phoenix-Buch in Snow Falls und ich finde, es baut gekonnt auf dem ersten auf. Meine Sorge, es könnte sich etwas schräg lesen, wenn Geschwister sich ineinander verlieben hat sich nicht bestätigt, da bei den beiden Phoenixen... ach, zuviel will ich gar nicht verraten. Zwischendurch habe ich mich regelrecht über diesen Vater-Phoenix geärgert, der seinen Schützlingen, also Ryze, Enya und Aden, in vielen Dingen wohl nicht die ganze Wahrheit erzählen wollte. Ich finde jedenfalls, die beiden sind eine willkommene Bereicherung für Snow Falls und bin schon gespannt, welche Geheimnisse in Folge-Phoenix-Band gelöst werden.
Das Buch ist nach dem Adventskalender-Konzept aufgebaut: Wer mag, kann sich die 24 Kapitel des Romans zur Adventszeit auf jeden Tag aufteilen, oder man lässt sich von der Handlung so sehr mitreißen, dass man das Buch in einem Rutsch durchliest. Zudem gibt es weitere Bücher rund um Snow Falls, bei denen jeweils andere Charaktere im Mittelpunkt stehen. Die Bücher lassen sich unabhängig voneinander lesen.

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Rezensionen von Kwinsu:

Das Buch: ein Land

Noatun von William Heinesen

Unwirtlich, lebensfeindlich und doch Heimat: das sind die Färöerinseln für ihre Einwohner und Einwohnerinnen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Da sie in der Stadt keine Zukunft sehen, beschließt eine kleine Gruppe Menschen, in den vormals als "Dødmansdal" bekannten, entlegenen Landstreifen, den die neuen Einwohner*innen hoffnungsvoll "Noatun" nennen, Schiffsplatz - Sitz des Meeresgottes in der Nordischen Mythologie, um ihm eine positivere Konnotation zu verleihen, zu ziehen.

Doch gleich zu Beginn gibt es ein Unglück und die Menschen sind sich unsicher, ob ihr neuer Wohnort ein Überleben möglich macht. Schließlich ist es die Gemeinschaft, die sie doch an eine sicherere Zukunft glauben lässt.

Der färingische Autor William Heinesen lebte von 1900 bis 1991, Noatun war sein zweiter Roman, der 1938 erschien. Doch der Stil ist zeitlos, auf gewaltige Art und Weise veranschaulicht er uns das harsche Leben auf den Inseln im Atlantik, die Landschaft scheint - wie bei vielen nordischen Werken - die zentrale Rolle zu spielen, sie prägt das Überleben und die Menschen, gibt ihnen einen eigenen, rohen Charakter, wobei die Gemeinschaft immer im Mittelpunkt steht. Und vielleicht ist das auch, was den Roman von der Gegenwartsliteratur abgrenzt, denn nicht das Individuum steht im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Überleben.

Die Geschichte Noatuns wird in Form eines Kollektivromans erzählt - ein literarische Gattung, die ich bislang noch nicht bewusst kannte. Dabei stehen nicht einzelne Charaktere im Mittelpunkt, sondern immer wieder wechseln sich die Personen ab, über die erzählt wird. Wir kommen ihnen dabei niemals nah, die Sprache und der Umgang miteinander ist roh, aber trotzdem lässt sich auch Herzlichkeit und Wärme für die Gemeinschaft, füreinander herauskennen, sehr stark sogar. Erstaunlich offen und mitfühlig zeigen sie sich gegenüber Menschen, egal welche mutmaßlichen Fehler sie mitbringen: ob die Ehefrau, die sich aus ihrem ehelichen Korsett löst, oder der Verbrecher, dessen wahren Kern die Dorfgemeinschaft sieht, die Frau, die einer Geisteskrankheit anheim fällt oder der ausgenutzte Nichtsnutz, der trotzdem viel beizusteuern hat. Dass das nicht jedem gefällt und die Gemeinschaft mit erheblichen Widerstand von Außen rechnen muss, ist fast schon klar. Da wundert das Urteil der anderen nicht: "Es ist ein allzu hartes und armes Leben, ein solches Leben kann die Menschen nur hart und sonderbar machen und abgestumpft, [...], nicht wahr, sie werden anders als andere Menschen... anders als die guten alten Färinger, die unser Land aufgebaut und unsere Kultur bewahrt haben..." (S. 271) Doch die Unterstellung geht zu weit, denn Glaube und Tradition sind auch Werte, die die Noatuner prägen, sehr sogar - und trotzdem sind sie offen für das Anderssein, eine Stärke, die die Gemeinschaft nicht nur solidarischer, sondern auch für die Leser*innen anziehend macht.

Mein Fazit: Noatun ist ein wunderschöner Roman aus den späten 1930er Jahren, der Einblick gibt in die harsche Lebenswelt der Färöer Inseln, der uns aber auch zeigt, wie wichtig Gemeinschaft und Offenheit sind, um ein Überleben in der Wildheit der unberechenbaren Natur zu garantieren. Sprachlich bewegt er sich im typischen nordischen Stil, der uns viel Atmosphäre und Rohheit bietet und ist ein absoluter Lesegenuss für alle, die das zu schätzen wissen.

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