Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ecinev:
Depressiv
Die Farbe des Schattens von Susanne Tägder
Auf dem Weg zum Supermarkt in einer Plattenbausiedlung verschwindet der 11 jährige Matti spurlos. Die großangelegte Suche der Polizei verläuft im Sande. Erst Tage später wird in einem leerstehnden Block die Leiche des Jungen gefunden. Der wohnungslose Hausmeister der sich in dem Gebäude einquatiert hat, gerät in Verdacht.
Doch Kriminalkommissar Groth spürt dass er es nicht ist. Die Polizei und die Bevölkerung ist besorgt, vor etlichen Jahren verschwandt ebenfalls ein Junge spurlos.
Das Buch spielt 1992 in einer ostdeutschen Stadt, die Bevölkerung nach der Wende frustriert, zum Teil arbeitslos und haben wenig Geld. Dazu ist es Januar. Alles in allem ein eher dunkler melancholischer Krimi. Dazu kommt, dass Kommissar Groth selbst mit den Schatten seiner Vergangenheit und seiner toten Tochter kämpft. Der Schreibstil ist ebenfalls ruhig und fast depressiv. Irgendwie habe ich sehr lange gebraucht das Buch zu lesen und richtige Spannung ist bei mir nicht aufgekommen. Das Ende hat mich etwas überrascht.
Dies ist das erste Buch von Susanne Tägders gelesen habe, aber ich möchte dem ersten Teil gerne noch eine Chance geben. Das Cover passt eher zu der depressiven Grundstimmung der Geschichte
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Hat nicht so ganz meinen Geschmack getroffen
Das Antiquariat am alten Friedhof von Kai Meyer
Ich mag die Reihe um das Graphische Viertel super gern, aber dieses Buch war für mich das bisher schwächste der Reihe. Ich fand die Geschichte über weite Strecken sehr vage gehalten, als käme sie einfach nicht so richtig auf den Punkt und als würde man eher Idee hinterherjagen als realen Personen.
Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt und dieses Mal habe ich mich da sehr schwer getan jedes Mal wieder umzuswitchen. Es geht viel um Misstrauen, Geheimnisse innerhalb eines Freundeskreises über den jeweiligen Verbleib und Werdegang.
Bücher selbst spielten hier gefühlt eher am Rand eine Rolle
Stattdessen geht es um Spionage, ein okkultes Werk ungewisser Bedeutung und eine Mordserie nach Kriegsende. Generell fühlte sich das für mich thematisch überladen an.
Was aber wieder hervorragend war, das war für mich der Schreibstil. Die Atmosphäre war wieder düster und geheimnisvoll, die Figuren interessant und ansprechend. Ich hab das Buch an sich also gern gelesen.
Rezensionen von Ecinev:
Lebenslüge
Die Verlorene von Miriam Georg
Der Beginn ist dramatisch, als Änne fiel, wusste sie, dass sie sterben würde. Mit weit über 80 Jahren steigt Änne auf einen Stuhl um an einen Karton zu gelangen bis sie vom Hocker fällt und mit dem Kopf auf dem Boden aufschlägt. Sie stirbt allerdings erst später im Krankenhaus ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben.
Die Tochter Ellen und ihre Enkelin Laura sind im Krankenhaus und erstaunt über die Aussage der Ärztin, Änne hatte nie Epilepsie obwohl sie nach eigenen Aussagen seit Jahren Tabletten nimmt. Neugierig begeben sich die beiden auf Spurensuche in dem alten Haus und finden Bilder einer längst vergangen Zeit von einem Gutshof in Schlesien.
Laura ist neugierig geworden und macht sich auf den Weg ins ehemalige Schlesien, heute Polen. Tatsächlich gelingt es ihr den ehemaligen Gutshof zu finden und die neue Eigentümerin die das Haus gepachtet hat, läßt sie dort übernachten. Sie findet Spuren der Vergangenheit und weitere Fotos von Zwillingen.
Abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit 1945 wird hier die Geschichte der Zwillinge Änne und Luise in der Nachkriegszeit erzählt. Das Buch gibt einen guten Überblick über Landschaft und Geschichte Schlesiens. Am Ende wird es etwas verwirrend und man muss diese gewaltige Lebenslüge erst einmal sacken lassen.
Der Schreibstil ist ruhig und lebendig. Die Personen werden gut eingeführt und man kann sich gut in die grausame Nachkriegszeit hineinversetzen. Das Cover ist etwas nichtssagend und auch vom Klappentext war ich zunächst nicht so angetan, habe es aber keinesfalls bereut das ganze Buch gelesen zu haben. Längen kommen auch bei über 500 Seiten in der Geschichte nicht auf.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Obsessiv
No Way Home von T.C. Boyle
T.C. Boyle schreibt Bücher, die unter die Haus gehen und dort gären, bis das ganze Elend und die Tragik hervorbricht.
Das beziehungskontrukt, dass hier im Zentrum steht und frei Menschen auf obsessive und destruktive Art verbinden ist fragil, toxisch und furchtbar fesselnd.
Als Leser fühlt man sich als Voyeur im Leben der drei zentralen Figuren aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird.
Die Geschichte entwickelt eine fast schon obszöne Sogwirkung, bekommt beinahe Telenovela-Charakter und schlittert unaufhörlich auf den Abgrund zu.
Bethany ist unbestritten die zentrale Figur, um die sich der Fokus der beiden Männer dreht. Für sie ist sie Lichtgestalt, gleichwohl fragt man sich als Leser unwillkürlich woran das eigentlich liegt. Denn Bethany ist wankelmütig, fast schon dreist und trotzdem unbeholfen.
Der Autor kann einfach erzählen, ich wollte unaufhörlich wissen wie es weitergeht; was als nächstes kommt. Die Geschichte entwickelt eine fast schon unangenehme Sogwirkung und bekommt einen voyeuristischen Charakter, der den Leser in seinen Bann schlägt. Ich hab selten bei einem Roman so mitgefiebert.
Das Ende lässt mich zwar ein bisschen unschlüssig zurück, passt aber eigentlich auch zur Geschichte. Ich fands super.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Wie gut war das bitte?
Heir of Illusion von Madeline Taylor
Dieses Buch hat echt mit meinen Gefühlen und Erwartungen gespielt, denn hier ist nichts wie es scheint. Das Magiekonzept hat mir richtig gut gefallen, auch wenn ich mir mehr Kontext zum Worldbuilding und den sieben Inseln erhofft hätte. Das Setting der Handlung ist relativ eng gefasst, nicht zuletzt weil Ivy immer mehr gefangene und Spielball, als Herrin ihres eigenen Lebens ist.
Nicht nur das Worldbuilding ist recht dünn, auch die Charaktere bleiben größtenteils eher blass und hüten auch zum Ende dieses ersten Bandes noch etliche Geheimnisse. Im Fokus steht ganz klar Ivy, die den Leser als Ich-Erzählerin in ihren Kopf lässt. Ihre Macht, ihre Stärke und unerschütterliche Art sind schon absolut imposant und es macht Spaß ihr durch die Handlung zu folgen. Vom männlichen Gegenpart hätte ich mir dagegen ein bisschen mehr Persönlichkeit erwartet als nur süße Gesten und Ritterlichkeit. Die Lovestory ist daher in meinen Augen ausbaufähig
Was ich aber grandios und durchweg fesselnd fand, das war die allgemeine Atmosphäre des Misstrauens und der Bedrängnis. Auch Ivys Freiheitsdrang kam großartig raus. Ich war einfach absolut gefangen in der Stimmung und dem Sog rund um das mystische Artefakt.
Ich hab während des Lesens immer wieder versucht die Handlung vorauszusagen, aber die unterschiedlichen Enthüllungen haben mich dann doch jedes Mal wieder völlig kalt erwischt. Nicht eine meiner Vermutungen hat sich bewahrheitet. Absolut mindblowing, also das Leseerlebnis war grandios.
Rezensionen von Claudia R.:
magisch, spannend
Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel von Skye McKenna
Klappentext / Inhalt:
Mächtige Hexen schützen England vor den fantastischen Wesen aus dem Land Faerie. Doch hüte dich davor, den Wald zwischen den Reichen zu betreten …
Cassandra Morgan hat es geahnt: Die Geschichten in ihren Büchern sind nicht nur Märchen. Was sie jedoch nicht wusste: Sie gehört einer Familie von Hexen an.
Mit dem Umzug nach Hartwood Hall, in das Haus ihrer Tante, beginnt für Cassandra ein Leben voller Magie. Sie findet jedoch schnell heraus, dass sie das einzige Verbot, das ihre Tante ausgesprochen hat, übertreten muss, wenn sie ihre verschollene Mutter wiederfinden will: Sie muss in den gefährlichen Wald an der Grenze zum Land Faerie …
Cover:
Das Cover zeigt ein Mädchen mit roten Haaren vor einem besonderen Buch. An ihrem Hals baumelt ein goldener Schlüssel und neben ihr sitzt ein Kater und beäugt sie misstrauisch. Das Ganze ist umrahmt von vielen kleinen magischen Kreaturen, sowie Kräutern, Pilzen, Waldbewohnern und vielem mehr. Optisch und farblich ist das Ganze sehr schön und ausdrucksstark umgesetzt. Die kleinen glitzernden goldenen Elemente runden es zusätzlich perfekt ab.
Meinung:
Ein fantastisches magisches und spannendes Kinderbuch, mit einer berührenden und mitreißenden Geschichte. Cassandra wächst in Fowell House auf, nachdem ihre Mutter seit nunmehr sieben Jahren verschwunden ist und für tot erklärt wird, wird sie aus diesem Heim entlassen zu ihrer Tante. Die Geschichten der sagenumwobenen Faerie sind wahr und ihre Tante ist die derzeitige Haghexe, dies ist für Cassandra eine Überraschung und sie muss so einiges Lernen, um sich in dieser ungewohnten Umgebung zurecht zu finden. Eines ist für sie jedoch klar, ihre Mutter ist nicht tot und sie muss sie finden. Schnell findet sie jedoch neue Freunde, die ihr bei den neuen Situationen helfen.
Was sie alles erleben und was sie erwartet,. erfahrt ihr in diesem spannenden Buch. Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht Spoilern und halte mich daher mit weiteren Angaben und Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die bildlichen Beschreibungen machen das Ganze sehr gut vorstellbar. Besonders in Cassandra findet man sich sehr gut hinein. Ihre Emotionen und Gedanken sind nah spürbar und auch in ihre Gefühle findet man sich sehr gut hinein und kann diese nach empfinden. Spannung und Faszination wird schnell aufgebaut.
Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme und gute Länge. Die Anfänge sind sehr gut erkennbar und die kleine Symbolik ist passend zum Buch gewählt. Die kurzen Überschriften sind gut gewählt und verraten dabei nicht zu viel. Gestaltung und Gliederung passt sehr gut zum Buch und auch das wundervolle Farbschnitt rundet es sehr schön ab.
Die Geschichte ist in sich rund und fesselnd umgesetzt. Schnell findet man in alles hinein und folgt dem Ganzen gebannt. Auch auf die weiteren Bücher bin ich schon sehr gespannt, denn auch wenn sich einiges klärt, so bleiben gerade in Hinsicht auf ihre Mutter noch so einiges offen, was neugierig macht und ich daher schon jetzt auf den weiteren Verlauf gespannt bin.
Fazit:
Ein fantastische magische und spannende Geschichte.
Rezensionen von Ecinev:
Bücherstadt Leipzig
Das Antiquariat am alten Friedhof von Kai Meyer
1930, 4 junge Männer treffen sich im Hinterzimmer eines Antiquariats. Alles Söhne reicher Eltern sind sie gelangweilt vom Leben und aus purer Lust stehlen sie Bücher. Bei einem Versuch aus dem Hotelzimmer eines Buchhändlers ein wertvolles Buch zu stehlen werden sie von der frühen Rückkehr überrascht und fliehen ohne Beute.
1945, Felix Jordan inzwischen in die USA geflüchtet und bei einer Büchererfassungsstelle wieder im Einsatz. Zunächst wird er nach Griechenland beordert wo sich auf einer entlegenen Insel ein Deutscher in der Bibliothek eines Klosters verschanzt hat. Felix kann vermitteln und ist begeistert selbst in der wertvollen Johannes Bibliothek zu stöbern. Doch er soll weiter nach Deutschland wo sich ein Mann als Hitler Vorleser ausgibt. In Leipzig trifft Felix wieder auf die völlig vom Krieg zerstörte Stadt und seine eigene Vergangenheit.
Wieder einmal gelingt es Kai Meyer eine Reise in die Vergangenheit des graphischen Viertels von Leipzig und die geheime Welt der Bücher. Kein Phantasie Buch und kein historischer Roman. Dieses Mal war mir die Beschreibung des Kriegsgeschehens etwas zu viel und einige Längen hatte der Roman.
Rezensionen von Gaby 2707:
Hier gibt es keine Tabus
Verruchte Wollust | Erotische Geschichten von Yvonne Bräuning
Ich lerne Tina kennen, die von Zufallsbekanntschaft Nick mehr möchte. Perrys Kuraufenthalt gestaltet sich mit Susi und Evi mehr als gesundheitsfördernd. Bäuerin Carmen schätzt nicht nur die Arbeit als Spargelstecher bei ihrem Saisonarbeiter Adrian. Und Sybille erlebt mit Mathias und Lars eine unvergessliche Brautentführung.
Nicht nur den hier agierenden völlig unterschiedlichen Menschen bringen die sechs in sich abgeschlossene erotische Geschichten großen Lustgenuss. Auch mich als Leserin regen sie an. Mein Kopfkino hat richtig viel zu tun mit den verschiedenen Praktiken, vor allem mit den Menschen, die alle ihren eigenen Hintergrund und ihre Geschichte mitbringen und die sich schnell auf veränderte Situationen einstellen – der Lust und der zu erwartenden Befriedigung wegen. Meine Erwartungen an diese Geschichten hat Autorin Yvonne Bräuning wieder voll erfüllt.
Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Yvonne Bräuning als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.
Rezensionen von Ecinev:
Ein Flügelschlag
Aufsteiger von Peter Huth
Felix Licht träumt seit Jahren vom Posten als Chefredakteurs eines bekannten Magazins. Jetzt ist es endlich so weit, der alte Chefredateur hat seinen Sessel geräumt, der Sekt schon kaltgestellt und dann das. Neuer Chefredakteur wird eine Frau, und nicht nur das, eine dunkle Frau mit scharfer Zunge die sich mit ihren Ansichten nicht nur Freunde gemacht hat.
Vor allem eine ehemalige Geliebte von Felix. Voller Wut zerstört Felix auch noch sein Eheleben und zieht vorübergehend in ein Hotel wo er ein guter Gast an der Hotelbar ist. Dort wird der windige Rechtsanwalt Cornelius Sentheim auf ihn aufmerksam und überzeugt ihn, den Inhaber des Magazins wegen Diskriminierung zu verklagen. Felix lässt sich darauf ein, sucht erneut Kontakt zu Zoe Rauch, der neuen Chefredakteurin und verliebt sich erneut in sie. Ein Gesellschaftsroman jenseits der glitzernden Metropolen mit aktuellen Themen rund um Trans-Gender, Klimapolitik und Chancengleichheit. Der Schreibstil ist gut, autentisch und lebensecht, die Personen werden gut eingeführt, die aktuellen Themen werden neutral dargestellt. Dies ist mein erstes Buch von Peter Huth und bin gespannt auf weitere Bücher von ihm. Ein interessanter zeitgemäßer Roman der mir gut gefallen hat. Vor allem der interessante Einstieg wie in einen Kriminalroman
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Interessante Lektüre
Bewegte Zeiten. 1945-2015 von Danielle Spera
In diesem Buch, das von Danielle Spera, der früheren ORF-Journalistin und ehemaligen Direktorin des Jüdischen Museums in Wien, im Amalthea-Verlag herausgegeben worden ist, kommen zahlreiche Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort. Darunter finden sich namhafte Autorinnen und Autoren, Künstlerinnen und Künstler sowie Politikerinnen und Politiker.
Sie alle lassen persönliche Eindrücke und/oder Erlebnisse der Jahrzehnte zwischen 1945 und 2025 Revue passieren, um die prägenden Phasen der österreichischen Nachkriegsgeschichte mit gebotenen Abstand neu zu betrachten.
Auffällig ist, dass vorrangig die Geschichte Niederösterreichs und damit zusammenhängend jene von Wien präsentiert wird. Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich hat für dieses Buch das Vorwort geschrieben. Ja natürlich ist die Besatzung von Niederösterreich durch sowjetische Truppen sowie die Demontage der meisten Maschinen und Fabriksausrüstungen als Reparationszahlung für die weitere Verarmung der ohnehin schon wenig begüterten Bevölkerung verantwortlich. Doch stehen auch die anderen Bundesländer ebenso unter Fremdverwaltung, Wien gleich vierfach. Da wäre doch ein Blick in die anderen Bundesländer opportun gewesen. Aber wer weiß, vielleicht ist das in einem anderen Buch ja ohnehin angedacht.
Allen damaligen Unkenrufen zum Trotz, ist es erstaunlich, wie sich der Osten von Österreich über die Jahrzehnte zum Positiven hin entwickelt hat, auch wenn es da und dort ein wenig im Gebälk geknirscht hat. Eine weitere Zäsur ist der Fall des Eisernen Vorhangs, der vor allem den Grenzgebieten durchaus Vorteile gebracht hat, auch wenn das nicht immer (auch von der Politik) so gesehen wird.
Hier darf ich Erwin Pröll, den früheren Landeshauptmann von Niederösterreich zitieren:
„Die Menschen sind klüger, als die Politiker annehmen.“
Der Beitritt zu Europäischen Union ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte (Nieder)Österreichs. Nicht jede Vorgabe aus Brüssel oder Straßburg ist per se abzulehnen. Manches, das als bürokratische EU-Monster verteufelt wird, ist durchaus hausgemacht.
Zum Abschluss kommen junge Menschen zu Wort, die zuversichtlich in die Zukunft schauen. Davon bräuchten wir mehr.
Meine Meinung:
Wer, sich so wie ich, ständig mit der Geschichte Österreichs beschäftigt wird durch dieses Buch nicht allzu viel Neues erfahren. Doch auch Altbekanntes aus dem Mund von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu lesen, kann durchaus interessant sein. Das Buch eignet sich sehr gut als Geschenk. Auch für jene Personen, die sich „nur“ einen schnellen Überblick über die letzten 80 Jahre verschaffen wollen. Vielleicht wird ja dadurch das Interesse geweckt, tiefer in die Geschichte einzusteigen.
Zahlreiche Fotos ergänzen die Texte und Interviews, die Herausgeberin Danielle Spera geführt hat.
Fazit:
Diesem Buch, das 80 Jahre der Geschichte (Nieder)Österreichs im oft sehr persönlichen Schnelldurchlauf darstellt, gebe ich 4 Sterne.










