Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anilam:
Skurril, brutal und schleimig
Feuchte Monster von Matthias Krause
Normalerweise mache ich um extremen Horror, schleimige Meereswürmer und blutige Rachefeldzüge einen großen Bogen. Das hier ist definitiv nicht mein übliches Genre und eigentlich hätte ich allein von der Beschreibung weglaufen müssen. Aber irgendwie war meine Neugier geweckt bei der Beschreibung des Buches und wollte plötzlich böse und wilde Abgründe entdecken.
Das Buch selbst ist eine völlig abgedrehte Mischung aus Monsterhorror, schwarzem Humor und absurd überzeichneter Gesellschaftssatire. Ich wusste beim Lesen oft nicht, ob ich lachen, würgen oder den Kopf schütteln soll – meistens tat ich alles gleichzeitig. Die Kreativität ist unbestreitbar, die Ideen herrlich verrückt, und die Figuren genauso schräg wie unvergesslich.
Ich habe mich durchgehend unterhalten gefühlt. Der Schreibstil ist absolut bildhaft, so dass man sich manche Dinge leider etwas zu gut vorstellen konnte. Die Charaktere sind alle auf ihre eigene Art und Weise richtig interessant und wild dargestellt.
Allein für diese kompromisslose Art, Geschichten zu erzählen und für die Leidenschaft des Autors dahinter gibt es von mir 5 Sterne. Fans von bizarren, blutigen und grotesken Stoffen bekommen hier ein echtes Fest serviert – und selbst Genre-Neulinge werden zumindest staunen.
Rezensionen von Jule:
Viele Geheimnisse und Klischees
Burnham Dynasty von Julie Marinello
Was passiert wenn die ganze Familie Geheimnisse voreinander hat? Wenn ein Mord geschieht und niemand weiß wie es weiter geht. Antworten darauf lassen sich zusammen mit Josh und Cathy in "Burnham Dynasty" von Julie Marinello finden. Denn auf dem Burnham Anwesen ist nicht alles so wie es scheint.
Es gibt einige Kluften zwischen den Familienmitgliedern und Cathy, die nicht zu überwinden sind.
Vom Aufbau her mutet das Buch wie ein typisches Jugendbuch an - einfacher Schreibstil und gut zu lesen und - leider - viele Klischees. Welche, darauf möchte ich nicht genauer eingehen, sonst würde ich Spoilern.
So wirklich viele tiefsehende Emotionen und Gefühle findet man hier ebenfalls nicht vor, auch wenn einzelne Szenen doch ein bisschen emotional sind. Nur leider ist es oftmals etwas oberflächlich gehalten. Der Unterhaltungsfaktor war aber dennoch vorhanden, was bedingt war durch die vielen Geheimnisse, die gelüftet wurden. Ab einem bestimmten Punkt hat es sich dann allerdings so angefühlt, as würde man extra neue Probleme oder Geheimnisse erfinden, denn diese hatten einfach keinen Mehrwert mehr für die Geschichte.
Ebenfalls gab es aus der Sicht von gefühlt jedem Protagonisten ein Kapitel, was mich zwischendurch mehr verwirrt hat als dazu beigetragen, dass ich die Geschichte genieße.
An dem Verhalten von Josh und Cathy hat man auch direkt gespürt, dass sie noch recht jung sind. Das hat also auf jeden Fall gematched, denn Cathy war zwischendurch sehr naiv und Josh halt eben Josh. Beide haben hohe Ambitionen, müssen aber besonders an sich selbst arbeiten, um diese zu erfüllen. Die Beziehung der zwei zueinander war auf jeden Fall interessant und es ist definitiv eine Entwicklung zu erkennen gewesen.
Alles in allem ist "Burnahm Dynasty" ein solides Buch, das mich zeitweise gut unterhalten, sich irgendwann durch neue unwichtige Dinge, etwas gezogen hat. Wer kein Problem mit Klischees und einer Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven hat, der wird hier definitiv fündig.
Rezensionen von Emmmbeee:
Ghostwriter und Diva
Sonnenaufgang Nr. 5,1 Audio-CD, 1 MP3 von Carsten Sebastian Henn
Groß war meine Freude, als meine Bibliothek das Buch Sonnenaufgang Nr. 5 angeschafft hat, denn bei Vorablesen gewonnen habe ich es leider nicht. Zwar ist es nicht der erste Roman, den ich von Carsten Henn gelesen habe, aber der Titel ist schon etwas ganz Besonderes. So wie das ganze Buch. Und ich habe es sehr genossen.
Erinnerungen sind etwas zutiefst Persönliches. Nicht selten gehen wir anderen damit gehörig auf den Wecker, denn Erinnerungen wollen wieder und wieder aus der Mottenkiste geholt werden, besonders die aus glücklichen Zeiten. Doch es gibt nicht nur angenehme, sondern häufig auch sehr schmerzhafte. Und gerade die verbinden uns nicht selten mit anderen Menschen. So ähnlich geht es auch dem Protagonisten Jonas, der lieber mit fremdem Erinnern umgeht als mit seinem eigenen, und auch die Gegenwart ist für ihn nicht gerade einfach. Er soll der exzentrischen Schauspielerin Stella beim Verfassen ihrer Memoiren helfen. Außerdem ist da noch ein Brief seiner Mutter an ihn, verfasst kurz vor ihrem Tod.
In diesem Roman gibt es viele Rückblenden, was bei einem Hörbuch ein wenig verwirrend sein kann. Denn beim Lesen wird viel eher deutlich, wenn Schilderungen nicht linear verlaufen.
Ich finde es charmant, wie die Schauspielerin in die Geschichte eingeführt wird, und auch das erste Aufeinandertreffen ließ mich schmunzeln. In der Folge tasten die beiden Menschen, der Fragende und die Gefragte, sich vorsichtig zu ihrem Gegenüber vor. Auch die meisten Nebenfiguren haben viel mit dem Erinnern zu tun. Doch philosophisch ist der Text von Beginn an.
Ich habe den Roman als Hörspiel genossen, einfühlsam und farbig erzählt von Oliver Siebeck.
Henn versteht es wie kein Zweiter, die Umwelt aus den Buchstaben erstehen zu lassen, sodass man glaubt, leise Möwenschreie zu hören und salzige Seeluft zu schnuppern. Mir gefällt, wie diverse Kleinigkeiten sichtbar werden, wie beim Lesen Atmosphäre entsteht und sich die Figuren verdeutlichen. Dabei ist es keineswegs irgendeine flache Handlung, sondern sie macht besinnlich und ist berührend. Gern empfehle ich den Roman weiter.
Rezensionen von brauneye29:
Gefällt mir sehr gut
Manchmal muss man sitzen, um den Hintern hochzukriegen von Jana Crämer
Zum Inhalt:
Jana Crämer nimmt uns mit auf eine sehr persönliche Reise und gibt damit auch eine Art Wegweiser, wie man Veränderungen erzielen kann.
Meine Meinung:
Ich folge der Autorin schon länger in den Sozialen Medien und bin immer wieder über ihre positive Art und Ausstrahlung verblüfft, denn bei all dem, was sie in ihrem Leben so zu tragen hat, würde manch ein Mensch eher zusammenbrechen, denn positive Impulse geben.
Aber vielleicht ist es genau das, sie hat viel erlebt und dadurch irgendwann Dinge erkannt, ihre sogenannten Jetzt-Momente. Dabei berichtet sie auch recht schonungslos über Erlebnisse, aber auch enorm positiv, wenn es eben doch geht. Gut gefallen hat mir auch der Gedanke, dass man auch mal Fehler machen kann und das nicht als Scheitern betrachten sollte, sondern eben als kleinen Rückschritt und dann geht es weiter. Niemand ist immer und jederzeit perfekt. Und was bedeutet perfekt schon? Gut haben mir auch ihre Erfahrungen zum Essen zum richtigen Essen zum richtigen Zeitpunkt gefallen. Rundum ein Buch, bei dem ich mich gut gefühlt habe und das Anstöße gibt. Danke Jana!
Fazit:
Gefällt mir sehr gut
Rezensionen von Gute_Laune:
Backen auf höchstem Niveau
Das große Backen - Das Siegerbuch 2025/2026 von
Fernsehen ist nicht so ganz meins und die Show auch nicht, aber das Buch dazu, das wollte ich diesmal einfach haben! Ich wollte in Ruhe darin blättern können, mich in die Rezepte vertiefen und sehen, ob ich nicht das eine oder andere Stück davon doch kosten und entsprechend nachmachen möchte. Die knallbunten und aufwendig gestalteten Motivtorten sind nicht so meins, aber man kann mit den Rezepten ja auch weniger kunstvolle Torten machen! Vor allem aber die vermeintlich einfacheren Kuchen, Torte und Gebäckstücke haben es mir angetan.
Allen voran der Schwarzwald Schwips! Klassisch-modern und wirklich genial neu interpretiert!
Das Buch startet mit den Lieblingsrezepten der Siegerin Jacqueline Schweizer. Danach kommt ein Portrait von ihr, bevor ihre Mitkandidaten und Kandidatinnen vorgestellt werden. Deren beste Rezepte sowie die Rezepte vom Finale schließen sich daran an. Den Abschluss bilden die Rezepte der Technischen Prüfungen, die Betty und Christian im Wechsel vorstellen, mit einer Unterbrechung von Markus Grigo.
Ganz klar, dass hier Backanfänger nicht weit kommen werden, aber als Anregung, sich stets zu steigern, dient das Buch auf alle Fälle. Fortgeschrittene und Profis wie die Teilnehmer werden hier viel Lesestoff finden. Jede einzelne Komponente der Backwerke wird gut und ausführlich beschrieben. Natürlich gibt es auch die entsprechenden Zutatenlisten dafür. Alle Backwerke und ihre dazugehörigen Bäcker/innen werden selbstverständlich auch auf einem Foto präsentiert.
Sich Zeit nehmen und eine dieser Leckereien nachzuarbeiten ist wohl für alle, die so gerne backen, die beste Me-Time überhaupt. Mit den guten Anweisungen und noch besserer Laune kann das auch prima gelingen. Für mich ist dieses Buch daher auch ohne die Show gesehen zu haben ein absolutes Highlight, dem ich die verdienten fünf Sterne gebe.
Rezensionen von BR:
Reihe ausgereizt
Hensslers Schnelle Nummer - morgens, mittags, abends von Steffen Henssler
Als drittes Buch der Reihe wollte Henssler wohl durch die Einteilung Morgens-Mittags-Abends einen neuen Aspekt einbringen. Für mich ist dies nicht gut gelungen. Besonders bei den Frühstücksideen kann ich bei vielen nichts von Schnelligkeit erkennen. Es gibt Gerichte die bis zu 50 Minuten Zubereitungszeit aufweisen.
Und dabei sind nicht einmal die Gerichte gemeint bei denen Brot angesetzt und gebacken wird.
Bei den Mittags-Gerichten gibt es recht viele One-Pot Rezepte rund um Nudeln, bei denen der Aspekt der Schnelligkeit recht leicht zu erfüllen ist. Erst die Abend-Gerichte haben mich persönlich mehr angesprochen und zum nachkochen animiert.
Ich hatte bereits ein Buch der Reihe Schnelle Nummer gelesen das mich deutlich mehr begeistert hat. Da gab es mehr Pfiffigkeit und Humor, mehr Henssler-Typisches und mehr Lust zum Nachkochen.
Rezensionen von Katja K.:
Wunderschöne und übersichtliche Hilfe zur Selbstreflexion, auch für Esoterik-Skeptiker
Rauhnächte - Reguliere dein Nervensystem und schaffe die Basis für persönliches Wachstum von Tanja Suppiger
Ich habe aus meinem Umfeld so viel über die Rauhnächte gehört, dass ich schon ganz neugierig war und darüber nachgedacht habe, mich damit eingehender zu befassen. Da kam dieses Buch gerade recht. Wie vom EMF-Verlag gewohnt, ist es wunderschön gestaltet und übersichtlich aufgebaut. Das Inhaltsverzeichnis, die Farben und die einzelnen Kategorien haben mich sehr angesprochen.
Es ist außerdem verständlich und angenehm rational geschrieben. Mit manchen Begriffen, die ich als esoterisch und vage empfinde (wie "Transformation", "deine Wahrheit ", "Manifestation"), kann ich persönlich nicht viel anfangen, finde sie aber nicht störend, da ich sie in einem Buch über die Rauhnächte erwartet habe. Es steht jedem frei, diese Begriffe für sich selbst neu zu benennen, gemäß der Ermutigung dieses Buches, den ganz eigenen Weg einzuschlagen. Die Autorin betont stets, dass sie Anregungen gibt, keine Anleitung nach Schema F. Ich selbst bin psychologische Psychotherapeutin und durch mein Studium sehr naturwissenschaftlich geprägt, halte es aber generell für wichtig, über den Tellerrand zu blicken und muss sagen dass mir der Ansatz der Autorin wirklich sehr gut gefällt. Zunächst einmal bin ich begeistert davon, welche Bedeutung dem autonomen Nervensystem beigemessen wird und wie umfangreich und verständlich die Polyvagaltheorie und ihre Implikationen für die Sperr- und Rauhnächte dargestellt werden. Daraus kann man schon für die tägliche Stressregulation einiges mitnehmen. Die Bedeutung und der Hintergrund der Sperr- und Rauhnächte werden ebenfalls ausführlich erklärt, wobei sich hier einige Wiederholungen finden lassen, die den Text ein wenig in die Länge ziehen. Aber Redundanz hilft ja bekanntlich beim Verinnerlichen. Einzig der (recht kurze) Abschnitt zur "Verkörperung" war mir etwas zu schwammig formuliert. Die einzelnen Kapitel zu den Sperr- und Rauhnächten (insgesamt 24 Tage!) gefallen mir enorm gut mit ihren Reflexionsfragen und konkreten körperbezogenen Übungen. Die Fragen haben mich direkt schon zum Nachdenken gebracht und ich finde vor allem die Übungen zu körperbezogenen Ressourcen sehr hilfreich. Überhaupt wird der Körper bei den Prozessen ins Zentrum gerückt, was sicherlich äußerst sinnvoll ist, um ein gutes Gespür für sich selbst und die eigenen Themen und Visionen zu entwickeln (Seite 16: "Die Qualität dieser Tage ist nicht dazu da, etwas zu tun, sondern etwas zu fühlen."). Bei den Sperrnächten geht es um die Integration der vergangenen Erfahrungen, bei den Rauhnächten um die Neuausrichtung auf das neue Jahr. 24 Tage (zwischen dem 8.12. und 6.01.) sind eine lange Zeitspanne, um sich mit dieser tiefgehenden Selbstreflexion zu beschäftigen, jedoch wäre es bestimmt nicht im Sinne der Autorin, sich deshalb unter Druck zu setzen. Ich jedenfalls werde mein eigenes Tempo wählen. Die Zeit "zwischen den Jahren" bietet sich natürlich an zur Bilanzierung des vergangenen Jahres und Neuausrichtung auf das kommende. Ich freue mich richtig darauf, diese Selbstreflexionsphase diesmal mit Hilfe dieses Buches zu bestreiten und denke, dass die Impulse das Potenzial haben, lange nachzuwirken; auch über die Rauhnächte hinaus. Mein Fazit: Ich kann dieses ausführliche Buch zur Selbstreflexion all jenen empfehlen, die sich gerne intensiv mit den eigenen Themen und Wünschen beschäftigen und offen für neue Impulse sind. Auch Personen, die mit esoterischen Begriffen wenig anfangen können (wie ich), werden hier meiner Meinung nach auf ihre Kosten kommen. Ich würde empfehlen, das Buch frühestmöglich zu beginnen, da der Grundlagenteil sehr umfangreich ist und die spätere Umsetzung sich über 24 Tage erstreckt.
Rezensionen von DoraLupin:
Toller Auftakt einer Reihe rund Meran
Die Welt in Meran - Walzerblut von Angela Marina Reinhardt
Ich lese immer wieder gerne historische Romane, die mich in eine andere Zeit führen und mit interessanten Charalteren unterhalten. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch, das zum einen ein historischer Roman rund um die schöne Stadt Meran ist, aber gleichzeitig liest sich die Geschichte in teilen so spannend wie ein Kriminalfall.
Ich wurde jedenfalls wahnsinnig gut von dem Roman unterhalten und würde mich auch über weitere Bände freuen!
Inhaltlich führt der Roman den Leser nach Meran im Fasching 1872: Zwischen Maskenbällen und Kurbetrieb kreuzen sich die Schicksalswege von Menschen, die mehr verbindet, als sie ahnen: Den Korsen Benedetti führt ein dunkles Geheimnis in die Passerstadt. Wird er den Mut haben, das Richtige zu tun? Die junge Helen wiederum soll in Meran eine gute Partie machen. Bald wecken gleich zwei Männer ihr Interesse, doch nur einem kann sie vertrauen. Der jüdische Arzt Hirsch erforscht das neue Gebiet der Seelenheilkunde. Aber beherzigt er selbst den Rat, den er anderen gibt? Zwei Tiroler Schwestern stemmen sich mit ihren Träumen gegen die Familientradition. Und dann ist da noch Rosa Martini: Die ladinische Waise schuftet in der Spinnerei, erlebt Ausbeutung und Elend. Als sich ihr eine einmalige Chance bietet, greift sie entschlossen zu.
In die Geschichte habe ich recht gut hineingefunden. Der Schreibstil ist genau mein Fall, es liest sich alles locker-leicht und auch schön bildlich und es hat sich dadurch ein sehr schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Somit hatte ich das Buch in nur wenigen Tagen regelrecht verschlungen. Besonders die Stadt Meran wird sehr anschaulich und lebendig beschrieben und man bekommt als Leser richtig Lust selbst einmal dorthin zu reisen. Aber auch das Leben der Menschen wird eindrücklich beschrieben und ungeschönt und manchmal musste ich schon ganz schön schlucken welches Leben manche Personen leben mussten. Anfangs hatte ich ein wenig Probleme, die ganzen Charaktere zuzuordnen, die eingeführt wurden. Hinterher habe ich dann gesehen, dass es am Ende des Buches ein Personenverzeichnis gibt welches sehr hilfreich ist. Und nachdem ich ganz in der Geschichte drinnen war, waren auch die verschiedenen Personen kein Problem mehr für mich.
Richtig ans Herz gewachsen ist mir Helene die es zu dieser Zeit als Frau nicht ganz so einfach hat und sich auf dem Heiratsmarkt umsehen muss. Sie ist eine starke Persönlichkeit und geht sehr empatisch mit ihren Mitmenschen um, das hat mir gefallen. Mit ihr konnte ich mich richtig gut identifizieren. Ebenfalls ein sympathischer Charakter ist Jean, der anfangs noch etwas geheimnisvoll wirkt, sich dann aber zum Ende hin immer mehr in mein Herz geschlichen hat!
Die Story ist die ganze Zeit über sehr unterhaltsam und ein Mix aus historischem Roman, der aber zum Ende hin auch immer mehr in Richtung Spannungsroman und Krimi geht. Ich habe am Ende richtig mitgefiebert und mitgebangt. Ich wurde von dem Auftakt auf jeden Fall sehr gut unterhalten und vergebe dafür gute 4,5 von 5 Sternen, ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil der Reihe.
Rezensionen von Carolin:
Tolle Fantasylektüre
Heir of Illusion von Madeline Taylor
Das Buch konnte mich von der ersten Seite an vollkommen abholen! Es hat mich überrascht, in den Bann gezogen, mitgerissen und begeistert. Ivy ist schlau und stark, gerissen und doch nachvollziehbar als Charakter, weil sie durchaus Schwächen besitzt, welche sich in ihren Entscheidungen im Verlauf des Buches zeigen.
Aber genau dies macht sie als Charakter greifbar und nachvollziehbar, sodass man sich auf sie und die Geschichte einlassen kann.
Die Welt ist interessant aufgebaut, das world building nachvollziehbar und gut in die Geschichte eingebunden. Zu Beginn braucht man etwas, bis man in der Geschichte drin ist, weil es durchaus viele Namen und Fraktionen kennenzulernen gibt, aber nach einiger Zeit war dies kein Problem mehr. Das Buch überzeugt mit hoher Spannung, Wendungen, die man nicht kommen sieht und einem flüssigen Schreibstil. Ich kann es sehr weiterempfehlen!
Rezensionen von Shilo:
Zwischen Fluch und Liebe
Das Schicksal der Seherin von Gabriele Breuer
Die Handlung führt nach Schottland, in eine Epoche voller Aberglaube, Stolz und alter Flüche. Schon früh entsteht eine dichte, geheimnisvolle Stimmung, in der sich Tragik und Hoffnung berühren. Der Roman verbindet historische Elemente mit einem Hauch von Mystik und erzählt von Liebe, Schuld und der Sehnsucht, das eigene Schicksal zu überwinden.
Im Mittelpunkt steht Sean, dessen Leben von einem alten Fluch überschattet wird. Als er sich in Iseabail verliebt, scheint ein neues Glück greifbar, doch das Schicksal stellt beide auf eine harte Probe. Die Autorin verknüpft diese dramatische Geschichte mit lebendigen Bildern des mittelalterlichen Schottlands und einer greifbaren Emotionalität, die die Figuren lebendig wirken lässt.
Besonders eindrucksvoll gelingt die Darstellung der inneren Zerrissenheit Seans, der zwischen Liebe und Verhängnis gefangen ist. Iseabail wirkt stark und klar in ihrem Glauben an ihn, ohne an Natürlichkeit zu verlieren. Ihre Beziehung macht die Handlung lebendig und verleiht ihr zugleich Wärme und Spannung.
Die Geschichte wird dabei durch die Erzählweise von Gabriele Breuer zusätzlich getragen. Sie schildert alles mit viel Gespür für die Stimmung der Zeit. Die Sprache ist bildhaft, leicht zugänglich, und die Übergänge zwischen den Zeiten wirken meist fließend. Nur vereinzelt geraten die Zeitsprünge etwas abrupt, was den Lesefluss kurz unterbricht. Dennoch bleibt der Roman stimmig und durchgängig spannend.
Die Mischung aus Historie, Gefühl und einer Prise Übernatürlichem ist überzeugend gelungen. Besonders das Ende hallt nach, weil es den Gedanken an Bestimmung und Liebe über die Zeit hinaus spürbar macht. Insgesamt ist dies ein berührender historischer Roman mit einer geheimnisvollen Note, der Vergangenheit und Gegenwart eindrucksvoll verbindet und die Macht von Liebe und Schicksal spürbar werden lässt. Eine Geschichte, die sich wunderbar zum Eintauchen in vergangene Zeiten eignet. Ideal für Leser, die gefühlvolle, atmosphärische Romane mit historischem Hintergrund mögen. 4 Sterne.











