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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LesenIstLeben:

Demokratie und gerechte Gesetze

Alexander von Ferdinand von Schirach

„Alexander“ von Ferdinand von Schirach ist ein sehr besonderes, wirklich gutes Buch zum Thema Demokratie.
Die Geschichte spielt in der Antike. Alexander lebt mit seiner Familie in der Stadt Kaliste, die durch einen Krieg mit dem Nachbarstaat erschüttert wurde und viele Menschen starben. Alexander verlor seinen Vater.

Nun sind die Bewohner auf der Suche nach einem Kaliste mit neuen, gerechten Gesetzen und wählen Alexander aus, diese zu finden und weitere Kriege zu verhindern. Auf seiner Reise und Suche nach gerechten Gesetzen begegnet Alexander verschiedenen Menschen, kann Fragen stellen, sucht und bekommt Antworten.
Durch die kurzweiligen Kapitel und die klare Sprache werden die großen Themen der Demokratie unvoreingenommen und mit viel Einfühlungsvermögen erklärt. Die sehr gut gewählten Zeichnungen ergänzen die Themen hervorragend und passen einfach super.
Das Buchcover als Hartcover mit der leuchtend gelben Farbgestaltung und der dazu passenden Zeichnung und Schrift ist sehr ansprechend gestaltet. Auch die Gestaltung der Innenseiten sowie die farblichen Akzente in dem Buch haben mir sehr gut gefallen.
„Alexander von Ferdinand von Schirach ist ein wunderbares Buch über Gerechtigkeit, Gesetze, Demokratie und Zusammenhalt. Dieses Buch ist zwar ein Kinderbuch, aber es gehört in jede Hand und in jedes Bücheregal. „Alexander“ ist eine absolute Leseempfehlung, nicht nur für Kinder ab 10 Jahre.

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Rezensionen von Ameland:

Eine Liebeserklärung an die Bretagne

KUNTH Bonjour Bretagne von Christa Pöppelmann

Der erste gemeinsame Urlaub mit meinem jetzigen Ehemann ging vor vielen Jahre in die Bretagne und wir möchten gerne in absehbarer Zeit erneut dorthin. Bei der Entscheidung wohin die Reise gehen wird, sollte uns dieses Buch aus dem Kunth-Verlag helfen. Dabei hat es aber komplett versagt.

Nacheinander wurde ich in die vier Départements der Bretagne an sorgfältig ausgewählte Orte geführt.

Hier lernte ich in kurzen Texten Land und Leute sowie typische kulinarische Köstlichkeiten kennen, erfuhr von den Bräuchen und der Geschichte, bekam Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten und vieles mehr. Ein Highlight sind die vielen farbenprächtigen Fotos, an denen ich mich nicht sattsehen konnte. Ich konnte mir fast jeden Ort aufgrund der Beschreibung und der dazugehörigen Fotos als Urlaubsziel vorstellen. Eigentlich kein Wunder, denn hier wurden Herzensorte beschrieben und davon gibt es anscheinend viele im Nord-Westen Frankreichs.

Dieser Bildband ist eine wunderbare Einstimmung auf einen Urlaub in der Bretagne. Bei der Entscheidung wohin es gehen soll, hat das Buch uns nicht geholfen, ganz im Gegenteil, die Auswahl fällt uns jetzt noch schwerer. Aber wir haben einen tollen Überblick über die Vielfalt und Schönheit dieses Landstrichs erhalten und vielleicht entdecken wir bei einem Besuch unseren ganz persönlichen Herzensort.

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Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Eine fantastische Fortsetzung

Crown of Flames and Ash von G.K. DeRosa

Hier ist meine Rezension zu Crown of Flames and Ash – und ja, ich bin völlig hin und weg!

Schon nach den ersten Seiten war ich wieder vollständig in dieser fantastischen und gefährlichen Welt gefangen.
Band 2 setzt nahtlos an den Cliffhanger des ersten Teils an – und gönnt einem wirklich keine Verschnaufpause.

Aelia hat mit Enttäuschungen, neuen Gefühlen und sehr gefährlichen Prüfungen an der Akademie zu kämpfen.
Am meisten hat mich überrascht, wie schnell die Geschichte an Tempo und Spannung gewinnt.
Aelia wächst mit jeder Herausforderung über sich hinaus. Sie wird stärker, entschlossener und gleichzeitig verletzlicher, denn sie hat viel zu verlieren.

Reign hat mich in diesem Band komplett für sich eingenommen. Seine Zerrissenheit, seine unerschütterliche Loyalität und seine stille Hoffnung, dass Aelia ihm irgendwann wieder vertraut … das hat mich emotional sehr bewegt.
Die Kapitel aus seiner Sicht machen ihn auf eine dunkle, geheimnisvolle Art, greifbar, verletzlich und wahnsinnig liebenswert.

Und dann betritt Ruhl die Bühne.
Reigns Bruder ist ein einziges großes Fragezeichen – faszinierend, gefährlich, undurchschaubar. Jede Szene mit ihm wirft neue Fragen auf, und ich bin sicher, dass er im nächsten Band noch eine viel größere Rolle spielen wird. Dieses Dreiecks-Geflecht aus Vertrauen, Verrat und Anziehung ist so geladen, dass man beim Lesen fast Funken spürt.
Die Akademie sorgt erneut für die richtige Atmosphäre: brutal, voller Intrigen, Machtspiele und Geheimnisse, die man erst nach und nach zusammensetzen kann.
Die Prüfungen sind spannend und treiben die Handlung immer weiter nach vorn. Dazu kommen Nebenfiguren wie Rue und Symon die die Story noch lebendiger machen. Besonders neugierig bin ich, welche Rolle die mysteriöse Liora wirklich spielt.

Emotionen gibt es ohne Ende.
Ich wollte Aelia manchmal schütteln und Reign in den Arm nehmen. Meine Nerven waren mehrfach kurz vorm Zerreißen.

Und dann dieser Cliffhanger am Ende. ????????????
Eiskalt. Unerwartet. Richtig gemein. Absolut brillant.
Wie soll ich es bitte bis April 2026 aushalten?

Fazit:
Band 2 ist intensiver, wilder, emotionaler und noch fesselnder als der Auftakt. Eine packende Mischung aus Romantasy, Intrigen, düsterer Magie und herzzerreißenden Momenten Für mich eine der spannendsten Fantasyreihen der letzten Jahre.
Ich brauche Band 3. Am besten gestern.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Poetisch, berührend, magisch, wunderschön - ein Jahreshighlight!

Die Riesinnen von Hannah Häffner

Ich lese jedes Jahr sehr viele Bücher. Doch gar nicht so oft berührt eines davon so tief mein Herz, wie das "Die Riesinnen" getan haben. Dieses Buch hat für mich einfach alles, was ich am Lesen liebe: eine unterhaltsame Geschichte mit tiefgründigen, sympathischen Figuren, eine poetische Sprache, philosophische Tiefe bei erzählerischer Leichtigkeit und so viel Weisheit und Liebe! Es ist ein ganz besonderes Buch, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird und aus dem ich mir unzählige Stellen herausgeschrieben habe.

Worum geht es? Um drei außergewöhnliche Frauen im fiktiven Dorf Wittenmoos im Schwarzwald, einem sehr konservativen Ort, in dem es erst einmal wenig Aufgeschlossenheit für Neues und Unkonventionelles gibt:

„In Wittenmoos ändern sich selten Dinge, darum geht es ja gerade. Das große Sichdrehen braucht eine Achse. Wer neu ist, suche sich seinen Platz, wer von hier stammt, bleibe auf seinem. Es hilft, in manchen Dingen, sofern man bereit ist, das Gewicht zu tragen. Ein Ort, an den man gehört, auch wenn man ihn sich nicht ausgesucht hat. Geh, und alles hinter dir zerfällt, bleib, und du musst bleiben, wer du bist, weil es sonst nicht funktioniert. Was ist Heimat, wenn nicht eine Zuflucht vor einer Angst, die du ohne sie nicht hättest?“ (S. 102)

Hier leben nun Liese, Cora und Eva: Großmutter, Mutter und Tochter - drei Generationen der Riessberger-Frauen, in der Zeit zwischen den 1960er-Jahren und heute. Es sind tatsächlich "riesige" Frauen, körperlich überragen sie alle anderen Frauen im Dorf deutlich, sind hager, blass, sommersprossig und rothaarig und damit schon äußerlich Ausnahmeerscheinungen, die nie Teil der Masse sein werden. Aber auch innerlich zeichnet die drei Frauen eine große Kraft aus: jeweils an die Zeitumstände angepasst, handelt es sich um mutige, selbstbestimmte und entschlossene Frauen, die auf ihre Weise jede für sich ihren Weg gehen.

Da ist Liese, deren Handlungsmöglichkeiten als Frau auf dem Dorf in den 1960er Jahren noch sehr begrenzt sind. Die eine lieblose Ehe mit dem Metzgerei-Erben Bernhard eingeht, von ihren Schwiegereltern verachtet wird und den Mann enttäuscht, als sie statt des gewünschten männlichen Erben "nur" eine Tochter zur Welt bringt: Cornelia, genannt Cora, lang, hager, blass und rothaarig wie die Mutter. Sie wird ihr einziges Kind bleiben, denn bald kommt Bernhard bei einem Unfall um, und so wird Liese die Tochter alleine großziehen und nebenbei gegen den Willen der Schwiegereltern für ihre Tochter die Metzgerei übernehmen, sich in einem fremden Betrieb und als Frau behaupten und gegen alle Widerstände damit erfolgreich sein.

Kraft gibt Liese der Wald, dem sie sich tief verbunden fühlt: „Man sieht es nicht, das Künstliche, der Wald hat sich seine Ungezähmtheit zurückgeholt. Wild und stur ist er, aber Liese findet ihn nicht bedrohlich. Ist er nicht. Nicht, wenn man ihn respektiert. Es ist, als hätte das dunkle Grün bei allen Schatten eine Wärme in sich. Man geht nicht verloren, im Wald, man wird bloß ein Teil von ihm.“ (S. 24)

Auch Cora hat es nicht leicht in Wittenmoos. Als Tochter einer Witwe und als großes, sommersprossiges, rothaariges Mädchen wird sie ausgeschlossen und gemobbt. Umso mehr bemüht sie sich, Stärke zu beweisen und die anderen zu beeindrucken: „Cora tut, was sie tut, nicht weil sie nicht anders kann, sondern weil sie kann. Wann immer sie denkt, dass sie sich nicht traut, traut sie sich einfach doch. Das hilft, irgendwie.“ (S. 137)

Cora träumt davon, das ungeliebte Dorf zu verlassen, auszubrechen, und die große Welt zu erkunden, und wird doch schließlich umständehalber dort hängenbleiben und ebenfalls als alleinerziehende Mutter ihre Tochter Eva dort aufziehen.

Eva nun hätte alle Möglichkeiten, das Dorf zu verlassen: doch, auch wenn auch sie groß, hager und rothaarig ist, ist sie im Gegensatz zu ihrer Mutter und Großmutter nun nicht mehr die Außenseiterin, sondern findet viele Freundinnen und Freunde, fühlt sich wohl in dem Dorf, liebt, wie ihre Großmutter, den Wald, und kann man den vielen Möglichkeiten, in die weite Welt zu reisen, die ihre Mutter so gerne vor ihr ausbreiten würde, wenig anfangen. Kurz unternimmt Eva als junge Erwachsene im Rahmen ihres Studiums und erster Beziehungen einen Ausflug in "die große weite Welt", studiert in einer größeren Stadt in Deutschland und führt eine Beziehung mit einem Mann aus sehr reichem Elternhaus, doch spürt dabei sehr deutlich, was nicht ihres ist, als sie ihren Partner in seinem Elternhaus besucht:

„Alles sieht so teuer aus, dass man nicht mehr atmen möchte, und Eva stellt sich vor, dass es irgendwo eine Tür gibt, eine versteckte, die in einen geheimen Teil des Hauses führt, mit Möbeln, auf denen man sitzen kann, und Dingen, die man anfassen darf.“ (S. 293)

Und so schließt sich der Kreis der Generationen: Eva liebt wie Liese den Wald, doch anders als diese fühlt sie sich auch in der Dorfgemeinschaft wohl und insgesamt in ihrem Heimatort zutiefst verwurzelt und angekommen. Sie erkennt, dass ihre Träume und Wünsche andere sind als die ihrer Mutter:

„Eva müsste das Gefühl haben, etwas zu verpassen, sie ist ja noch jung, aber das Gefühl kommt nicht. Es scheint alles richtig zu sein, wie es ist. Sie mag die Menschen, die sie umgeben, die unaufgeregt sind und freundlich, das macht der Wald mit ihnen. Sie mag, wenn sie selbst draußen ist, es fühlt sich jetzt anders an, alles eine Ahnung dessen, was sie erwartet, wo sie hingehört. Irgendwann wird sie ihren eigenen Wald haben, der unter ihren Händen und Augen wächst, jeden Tag zu etwas Neuem, er wird sich verändern, und sie wird ihn immer wiedererkennen und sich mit ihm verändern, denn das ist ihre Aufgabe.“ (S. 361)

So viele Themen werden in diesem Buch verhandelt: Ausgeschlossen-Werden und Dazugehören, sich selbst fremd oder verwurzelt fühlen, die eigene Wahl des Lebensweges und das, was das Schicksal uns bringt, Verbundenheit mit der Natur, Tochter-Mutter-Großmutter-Beziehungen, unkonventionelle Entscheidungen, der Mut zum Anpacken und vieles mehr.

Die Autorin zeigt ein feines Gespür für menschliche Charaktere und Verbindungen, für die Natur in all ihren Facetten genauso wie für Klassenunterschiede und das Gefühl des Nicht-Dazugehörens, aber auch das Glück, das damit verbunden ist, zu spüren, wo man sich zutiefst zu Hause und zugehörig fühlt.

Die vielen Zitate sollen zeigen, durch was für eine besondere, poetische und punktgenaue Sprache sich dieses Buch auszeichnet und dabei die Natur genauso wie die menschliche Psyche in all ihren Farben und Tiefen erlebbar und spürbar macht. Es ist ein zutiefst emotionales Buch auf hohem literarischem Niveau, das tief berührt. Damit gehört es für mich zu den allerbesten Büchern, die ich jemals gelesen habe, und ich kann es einer breiten Leserschaft absolut ans Herz legen! Hoffentlich werden wir von dieser talentierten Autorin noch viele weitere Werke genießen können.

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Rezensionen von e_kieh:

Umfangreich und lehrreich

Wieso? Weshalb? Warum? Band 60 - Alles über Wasser von Andrea Erne

Das neue Buch "Alles über Wasser" aus der Ravensburger Wieso-Weshalb-Warum-Reihe ist ein äußerst informatives Sachbuch für Kinder von vier bis sieben Jahren und ein überzeugendes Beispiel dafür, wie kindgerechte Wissensvermittlung funktionieren kann: spielerisch, informativ und absolut altersgerecht.

Bereits das Cover macht neugierig und lädt zum Entdecken ein. Der Fokus auf Wasser als lebenswichtige Ressource ist ein Thema, das Kinder nicht nur im Sachunterricht, sondern auch im Alltag immer wieder begegnet. Das Buch schafft es dabei, komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten, ohne dabei zu stark zu vereinfachen.
Es enthält viele wertvolle Informationen und gibt den Kindern ebenfalls leicht umsetzbare Tipps, wie sie selbst Wasser verantwortungsbewusst einsetzen und sparen können.
Wer denkt, dass sich über Wasser nicht viel schreiben lässt, der irrt sich gewaltig.
Es werden sehr viele Themenbereiche behandelt. Beispielsweise dass der eigene Körper größtenteils aus Wasser besteht und dass zur Herstellung einiger Produkte sehr viel Wasser benötigt wird. Mir gefällt auch die Visualisierung und Vergleiche der benötigten Mengen sehr gut.
Man kann auch als Erwachsener noch einigee dazulernen.
In diesem Sachbuch gibt es viele Klappen, die mehr Wissen vermitteln und dargestellte Szenen noch besser veranschaulichen.
Besonders lobenswert ist, wie das Buch Neugier weckt, ohne den Leser zu überfordern. Wissenslücken werden durch kurze, präzise Erklärungen aufgefüllt, und die Einbettung in Alltagssituationen erleichtert das Verstehen: Woher kommt das Wasser? Was passiert mit unserem Abwasser? Warum ist Wasser wichtig für Tiere und Pflanzen? – alles wird nachvollziehbar beantwortet.
Das Format des Buchs hat mich positiv überrascht. Es ist deutlich größer als die mir bisher bekannten Bände aus der Wieso Weshalb Warum Reihe von Ravensburger. Von dieser Reihe (insbesondere Wieso Weshalb Warum Junior) haben wir schon etliche Bände Zuhause, da meine Tochter diese Bücher und die darin enthaltenen Klappen liebt.
Ebenso bin ich überrascht, wie viele Informationen und kindgerecht aufbereitetes Wissen sich auf nur einer Seite befinden kann.
Fazit:
„Alles über Wasser“ ist ein durchdachtes, liebevoll gestaltetes Sachbuch, das neugierig macht und Wissen langfristig vermittelt. Ravensburger gelingt es erneut, anspruchsvolle Themen kindgerecht aufzubereiten. Für kleine Forscherinnen und Forscher, die die Welt verstehen wollen, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung!

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Rezensionen von e_kieh:

Umfangreich und lehrreich

Wieso? Weshalb? Warum? Band 60 - Alles über Wasser von Andrea Erne

Das neue Buch "Alles über Wasser" aus der Ravensburger Wieso-Weshalb-Warum-Reihe ist ein äußerst informatives Sachbuch für Kinder von vier bis sieben Jahren und ein überzeugendes Beispiel dafür, wie kindgerechte Wissensvermittlung funktionieren kann: spielerisch, informativ und absolut altersgerecht.

Bereits das Cover macht neugierig und lädt zum Entdecken ein. Der Fokus auf Wasser als lebenswichtige Ressource ist ein Thema, das Kinder nicht nur im Sachunterricht, sondern auch im Alltag immer wieder begegnet. Das Buch schafft es dabei, komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten, ohne dabei zu stark zu vereinfachen.
Es enthält viele wertvolle Informationen und gibt den Kindern ebenfalls leicht umsetzbare Tipps, wie sie selbst Wasser verantwortungsbewusst einsetzen und sparen können.
Wer denkt, dass sich über Wasser nicht viel schreiben lässt, der irrt sich gewaltig.
Es werden sehr viele Themenbereiche behandelt. Beispielsweise dass der eigene Körper größtenteils aus Wasser besteht und dass zur Herstellung einiger Produkte sehr viel Wasser benötigt wird. Mir gefällt auch die Visualisierung und Vergleiche der benötigten Mengen sehr gut.
Man kann auch als Erwachsener noch einigee dazulernen.
In diesem Sachbuch gibt es viele Klappen, die mehr Wissen vermitteln und dargestellte Szenen noch besser veranschaulichen.
Besonders lobenswert ist, wie das Buch Neugier weckt, ohne den Leser zu überfordern. Wissenslücken werden durch kurze, präzise Erklärungen aufgefüllt, und die Einbettung in Alltagssituationen erleichtert das Verstehen: Woher kommt das Wasser? Was passiert mit unserem Abwasser? Warum ist Wasser wichtig für Tiere und Pflanzen? – alles wird nachvollziehbar beantwortet.
Das Format des Buchs hat mich positiv überrascht. Es ist deutlich größer als die mir bisher bekannten Bände aus der Wieso Weshalb Warum Reihe von Ravensburger. Von dieser Reihe (insbesondere Wieso Weshalb Warum Junior) haben wir schon etliche Bände Zuhause, da meine Tochter diese Bücher und die darin enthaltenen Klappen liebt.
Ebenso bin ich überrascht, wie viele Informationen und kindgerecht aufbereitetes Wissen sich auf nur einer Seite befinden kann.
Fazit:
„Alles über Wasser“ ist ein durchdachtes, liebevoll gestaltetes Sachbuch, das neugierig macht und Wissen langfristig vermittelt. Ravensburger gelingt es erneut, anspruchsvolle Themen kindgerecht aufzubereiten. Für kleine Forscherinnen und Forscher, die die Welt verstehen wollen, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Kleopatra erzählt aus ihrem Leben ...

Kleopatra von Saara El-Arifi

Die junge Autorin Saara El-Arifi nähert der neben Nofretete wohl bekanntesten Herrscherin Ägyptens von einer ungewöhnlichen Seite an. Sie lässt Kleopatra VII. Thea Philopator, wie sie korrekt heißt, selbst erzählen. Dabei schweift sie aus ihrer Gegenwart in die Vergangenheit und die Zukunft ab.

Hier liegt Kleopatras Fokus auf der Tatsache, dass Geschichte von Männern gemacht und nur von Männern aufgeschrieben wird/wurde. Frauen haben weder etwas zu sagen, noch sind sie der Erwähnung wert, außer als Sündenbock für allerlei Unwägbarkeiten oder schlechtes Wetter.

Als Beispiel führt sie römische Schriftsteller wie Plutarch und Sueton sowie William Shakespeare an, der wie man weiß mehrere römische Dramen verfasst hat. Natürlich darf hier der Hinweis auf die Schauspielkunst von Liz Taylor und Richard Burton nicht fehlen.

Wir erfahren im lockeren Plauderton einiges aus ihrer Familie, die aus der makedonisch-griechischen Dynastie der Ptolemäer stammt. Dabei spart sie familieninterne Machtkämpfe, denen u.a. Schwester Berenike IV. zum Opfer fielen, nicht aus.

Ihre Liebesbeziehungen mit Gaius Iulius Caesar und Marcus Antonius nehmen recht viel Raum in der Erzählung ein. Sie schildert, quasi als Außenstehende, ihren Tod, der anders als üblicherweise dargestellt, ohne Schlange am nackten Busen auskommt.

Darüber müsst ihr bitte selbst lesen ....

Meine Meinung:

Als historisch Bewanderte bin ich zu Beginn ein wenig vorsichtig an diesen Roman herangegangen. Ich war neugierig, wie Saara El-Arifi das Leben der Kleopatra, das wir nur aus der Sicht der Männer kennen, darstellen wird. Ich bin angenehm überrascht worden. Nicht alles ist historisch eindeutig belegbar, aber der Roman bietet gute Unterhaltung.

Schmunzeln musste ich, wie sie versucht überlieferte Gerüchte, wie das tägliche Bad in Eselsmilch, als Blödsinn zu qualifizieren. Auch Kleopatras heimliche Ausflüge in die Bibliothek gefallen mir.

Worüber ich beim Lesen ein bisschen gestolpert bin, ist moderne gegenderte die Anrede „Pharaonin“. Soweit ich die ägyptischen Herrscher und Herrscherinnen verfolgt habe, war „Großes Haus“ die geschlechtsneutrale Anrede. Selbst Hatschesput (um 1490 bis um 1445 vor Christus) , die als erster weiblicher Pharao gilt, ist mit Knebelbart dargestellt.

Aber, die Ptolemäer waren ja kein autochthonen Ägypter.

Interessant ist auch zu lesen, dass in dieser Erzählung jeder Herrscher, jede Herrscherin eine von den Göttern gesandte Gabe bzw. ein göttliches Zeichen auf dem Körper haben soll. Da muss Kleopatra bei Caesarion, dem gemeinsamen Sohn mit Caesar, mittels Tätowierer ein wenig nachhelfen.

Der Schreibstil ist ziemlich modern, was aber bei dieser Art der Erzählung sein darf. Man spürt direkt den wachen Geist Kleopatras über sich schweben. Über manche Dinge amüsiert sie sich, manchmal kommen ihr Zweifel an ihren Handlungen und anderes hätte sie wohl (in der Rückschau) anders handhaben sollen. Fest steht, Macht macht einsam - Je weiter oben, desto mehr Speichellecker und Intriganten.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem ungewöhnlichen Porträt Kleopatras 4 Sterne.

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Rezensionen von Lilli33:

Unterhaltsam, spannend, aber kaum originell

To Cage a Wild Bird von Brooke Fast

Unterhaltsam, spannend, aber kaum originell

„To Cage a Wild Bird“ ist der Debütroman der jungen Autorin Brooke Fast. Dafür ist das Buch ganz gut gelungen. Allerdings besteht auch noch etwas Verbesserungspotenzial.

Am Schreibstil gibt es wenig auszusetzen. Die Story erscheint lebendig und dynamisch und lässt sich flüssig lesen.

Im Großen und Ganzen fand ich das Buch recht spannend und unterhaltsam. Es ist aber nichts für zartbesaitete Gemüter, da ziemlich abartige, gewaltlastige Szenen vorkommen. Dabei hat sich mir nicht wirklich erschlossen, wo diese Gewalt herkommt. Sie ist bei einer breiten Bevölkerungsschicht einfach so da aus Lust an Gewalt.

Die Handlung ist ziemlich geradlinig. Kaum stellen sich der Protagonistin Raven Hindernisse in den Weg, sind sie auch schon beiseite geräumt und sie kann ihren Weg weitergehen. Selbst wenn Raven an irgendwelchen Personen zweifelt, ist für die Lesenden doch klar, auf welcher Seite diese stehen. Große Überraschungen gibt es daher nicht, nur ein paar kleine.

Der Kern der Handlung erinnert stark an „Die Tribute von Panem“ und zum Teil auch an andere dystopische Reihen. Da mir die Tribute aber super gefallen haben, fand ich das hier nicht so schlimm. ;-)

„To Cage a Wild Bird“ ist der Auftakt der Divided Fates-Reihe. Das Ende empfinde ich trotz Cliffhanger als so abgeschlossen, dass man es einfach stehenlassen könnte, lässt mich aber auch gespannt auf Band 2 warten.

Da der positive Eindruck bei mir überwiegt, gebe ich wohlwollende 4 Sterne.

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Rezensionen von Petra Sch.:

David Hunters 7. Fall: eisige Kälte, abgeschiedene Düsternis und verborgene Knochen

Knochenkälte von Simon Beckett

Im lang erwarteten 7. Band der Reihe verirrt sich der forensische Anthropologe Dr. Robert Hunter im Wintersturm im Gebirge und landet in dem kleinen Kaff Edendale, das sehr abgeschnitten liegt.
Aus der Heimfahrt am nächsten Tag wird nichts, denn die Brücke, der einzige Weg aus dem Dorf hinaus, ist abgerissen.

Zu allem Überfluss ist auch noch der Strom weg. Und in dieser Düsternis stößt David Hunter im Wald bergan, wo er eigentlich nach Handyempfang gesucht hat, auf ein Skelett, das in den Wurzeln einer vom Sturm umgerissenen Fichte hängt.

Zu Beginn dauert es etwas, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt. Das ganze Drumherum, wie und warum Hunter in Edendale landet, hätte für meinen Geschmack etwas kürzer sein können.
Auch die vielen handelnden Personen sind erstmal unzählig; doch alle sind lebendig gezeichnet. Ein bisschen Klischee ist auch mit dabei: eine mürrische Familie, die Beddoes, dessen bösartiges Oberhaupt seine Familie und das Dorf fest im Griff hat; Hooley, ein Schlägertyp, das Anhängsel dieser Familie, und die Einwohner, die Hunter abweisend gegenübertreten.
Doch es gibt auch freundliche Menschen: Maud, die Chefin der Fichtenplantage, die erstmal ablehnend ist; und natürlich Jon Reese, dessen Frau Nisha und Baby Kiran, die David bei sich im "Hotel" aufgenommen haben.

Ich mag den Schreibstil von Simon Beckett sehr, er ist wirklich mitreißend. Und auch wenn dieser Hunter-Thriller ein anderer ist als gewohnt, fand ich auch hier den Spannungsbogen konstant aufrecht. Und durch sein Wissen und seine Erfahrung kann David Hunter auch ohne Leichenhalle und Technik ein Skelett zuordnen: Geschlecht, Alter, Abstammung; und wie lange es schon im Erdreich liegt.
Auch wenn mir das Geheimnis um das Skelett schnell klar war, hat sich die ganze Geschichte dann erst nach und nach komplett aufgedeckt.

Dieses Buch lebt aufgrund der fehlenden 'echten' Forensik-Arbeit von der lebendigen Beschreibung der Landschaft und der Atmosphäre. Man hat die schroffen Berge, die düstere Fichtenplantage und den Fluss genau vor Augen und fühlt die eisige Kälte, den Schnee; aber auch die Kraftanstrengungen und die Verletzungen mit. Schnee, Eis, Kälte, und die isolierte Abgeschiedenheit sowie der Fund der verborgenen Skelette (logisch, dass eines nicht genug ist ;) bringen Spannung.
Zu offensichtlich war mir allerdings der Täter; doch es gibt natürlich auch einige überraschende Wendungen.


Fazit:
Ein etwas anderer 7. Fall für David Hunter. Für mich sehr spannend. Doch ich finde, das Buch lebt von der anschaulichen Beschreibung der unwirtlichen Landschaft, der eisigen Atmosphäre und der gruseligen, stromlosen Abgeschiedenheit des Dorfes mit den grimmigen Einwohnern.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Überzeugt durch Atmosphäre

Die weiße Nacht von Anne Stern

s ist der Berliner Hunger- und Kältewinter 1946.
Die Stadt liegt in Trümmern und es fehlt an allem. Es ist eisig kalt und die Bücher, die der Bücherverbrennung durch die Nazis getrotzt haben, müssen nun verfeuert werden, damit man nicht erfriert.

Inmitten der Trümmer zieht die junge Fotografin Lou los, um nach Motiven Ausschau zu halten.

Dabei entdeckt sie eine Frauenleiche.

Neben Lou als eine der beiden Hauptfiguren gibt es noch Kriminalkommisasar König - ein zuerst etwas poltrig und verschlossen wirkender Typ, bis man ihn im Laufe des Buches näher kennenlernt.

Das Buch überzeugt gar nicht so sehr mit seinem Kriminalfall - das klassische Whodunit stand irgendwann für mich gar nicht mehr so sehr im Vordergrund. Vielmehr ist es die Schilderung des Hungerwinters, die so eindrücklich stattfindet, dass ich eine Ahnung davon bekommen habe, wie sich das Leben damals anfühlte. Sofern man sich das - übersatt vom Weihnachtsessen und in einer warmen Wohnung überhaupt anmaßen kann, das zu schreiben. Das Buch spielt auch um die Weihnachtszeit, so dass es als Winterlektüre sehr passend ist.

Der zweite Pluspukt ist neben der äußeren Beschreibung die der Inneren. Der Umgang mit dem im Krieg Erlebten, mit persönlicher Schuld und der Ignoranz der Überlebenden, die sehr oft einfach genauso wie vor dem Krieg weitergemacht haben.
Das lässt mich schon auch nachdenklich zurück - sehr gut, wenn das Unterhaltungsliteratur leistet!

Insgesamt erinnert mich das Buch etwas an die Fernsehserie Babylon Berlin.

Einen halben Stern Abzug gibt es, weil es noch eine Parallelhandlung gibt, die in aber nicht aufgelöst wird, das ist sicherlich dem Reihenauftakt geschuldet, ich mag das aber nicht.
4,5 Sterne und ich freue mich auf weitere Bände.

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