Kunden em pfehlungen
Rezensionen von buchina:
Anders als erwartet
Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict
Die Mischung aus einem Serientäter und klassischen Märchen klang für mich nach einem spannenden Thriller. Der erste Teil startet auch so. Die Perspektiven zwischen Opfer und Ermittlerin wechseln, was eine spannende Dynamik bringt. Bei den Charakteren blieb ich etwas unschlüssig, da sie sich meiner Meinung nach, nicht immer nachvollziehbar verhalten haben.
Dann kommt es zu einem plötzlichen Plot Twist und der Roman entwickelt sich völlig anders weiter. Eigentlich mag ich Überraschungen, aber diese passte nicht richtig. Während man sich dann etwas mit der Überraschung arrangiert hat, kommt die nächste Wendung und irgendwie passte es für mich nicht mehr. Die Thriller Handlung tritt in den Hintergrund und auch das Märchenmotiv, was mich eigentlich an dem Roman angesprochen hat, ist am Ende kaum noch wichtig.
Mein Problem mit dem Roman ist gewesen, dass es nicht der Roman war, der angekündigt war. Ich verstehe, dass die Entwicklung eine Überraschung sein sollte, das war es auch. Aber wenn ein Roman als Thriller mit Märchenmotiv verkauft wird, sollte es das auch sein. Und für mich war es das am Ende nicht, vor allem der zweite Teil, war eher absurd als ein Thriller. Gleichzeitig empfand ich die Protagonisten und auch die Nebencharakter als zu oberflächlich beschrieben. Sie gingen mir alle nicht sehr nah.
Ich könnte mir vorstellen, dass wenn aus der Romanidee zwei abgeschlossene eigene Romane geschrieben wären, hätte ich mit mehr Begeisterung gelesen.
Rezensionen von DoraLupin:
Actionreich
Im Schatten der Ruinen von Peter Klisa
Berlin im Jahr 1948: Captain Matthew Wallet wird in die amerikanische Besatzungszone strafversetzt. Gemeinsam mit seiner Einheit soll er die Bandenkriminalität in der durch den Krieg völlig zerstörten Stadt unter Kontrolle bekommen. Wallets schlimmste Erwartungen werden noch übertroffen. Er sieht sich mit den »Brandenburgern« konfrontiert, Angehörigen einer ehemaligen Wehrmachtseinheit, die ihr Unwesen in allen vier Sektoren treiben.
Ihre letzte Tat: In einem Schwarzmarktlager haben sie eine gegnerische Bande ausgeschaltet und ein wahres Blutbad angerichtet. Wallet ahnt, dass er schnell handeln muss. Er engagiert einen Spitzel, den zwölfjährigen Heiner, der in der Unterwelt bestens vernetzt ist. Kurze Zeit darauf verschwindet er jedoch und Wallet und Heiners Mutter Klara geraten bei der Suche nach ihm in einen gefährlichen Hinterhalt ...
Ich lese immer wieder gerne Krimis und Thriller, die in einem historischen Setting spielen und tauche gerne in die vergangene Zeit ein. Der Schreibstil ist von Anfang sehr einnehmend und fesselnd und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Besonders wie der Autor den Schwarzmarkt beschreibt war sehr eindrücklich und lebendig und als Leser ist man mitten im Geschehen gewesen. In der ersten Hälfte dominiert noch der historische Roman, dann wird es jedoch sehr spannend und actionreich, eine Actionszene jagd die nächste und man kommt als Leser kaum einmal dazu Atem zu holen. Mir war das persönlich teils etwas zu viel, aber dies ist immer Geschmackssache und ich kann mir vorstellen, dass viele Leser diese Action lieben werden! Durchgängig ist man als Leser im Geschehen dabei, was mir gut gefallen hat und auch die Charatere sind gut und authentisch gezeichnet. Am meisten habe ich mit dem jungen Heiner und seiner Mutter Klara mitgefiebert.
Ein sehr spannender historischer Thriller, der die damalige Zeit eindrücklich näher bringt, bei dem man einiges Neues lernen kann und der sehr actionreich ist. Gerne empfehle ich den Roman weiter, besonders an Leser die auch mal Action mögen.
Rezensionen von Anilam:
Zwischen Schönheit und Schuld
Das schönste aller Leben von Betty Boras
In Das schönste aller Leben schreibt Betty Boras von zwei Frauen aus unterschiedlichen Jahrhunderten, deren Leben durch das Banat und durch Erwartungen an Schönheit und Anpassung miteinander verbunden sind. Während eine nach der Flucht nach Deutschland mit Schuldgefühlen kämpft, wird die andere im 18.
Jahrhundert für ihre Schönheit zum Opfer gesellschaftlicher Machtstrukturen.
Mich hat schon der Anfang komplett gepackt. Diese ehrlichen und absolut schonungslosen Gedanken über Schönheit und gesellschaftlichen Druck – das ist intensiv und tut teilweise richtig weh beim Lesen. Der Schreibstil ist unglaublich klar. Keine unnötigen Ausschmückungen, sondern starke Bilder, die sofort eine Wirkung auf mich hatten.
Was mir besonders gefallen hat: Wie fein das Thema Schönheit, Schuld und der Blick der Gesellschaft verhandelt wird. Man wird total zum Nachdenken angeregt, für mich immer ein Zeichen, dass das Buch bei mir gut Wirkung zeigt.
Ein sehr eindrucksvoller Roman über Herkunft, Muttersein und die Frage, was ein „schönes Leben“ eigentlich bedeutet. Es ist überhaupt kein leichtes Buch zum Mal eben weg lesen, dafür aber um mal wieder richtig ins Nachdenken gebracht zu werden.
Rezensionen von Daggy:
Falsche Ausagen witzig widerlegt
Körperquatsch mit Soße von Johanna Klement
Das witzige Cover zeigt ein Kind, das Spagetti direkt aus dem Teller isst und dem sie dann aus den Ohren wieder herauskommen. Daneben sehen wir noch ein paar andere Bilder, die wir im Buch finden werden.
Die Spagetti finden wir dann auch beim Inhaltsverzeichnis und auch immer wieder auf den Seiten des Buches.
Zunächst erfahren wir um was es eigentlich geht. Es gibt da so Aussagen von Erwachsenen, die wohl dazu führen sollen, dass Kinder Dinge nicht tun, weil sie zu eigenartigen Folgen führen sollen. So platzt das Trommelfell bei lautem Gebrüll oder die Augen verderben beim Lesen im Dämmerlicht. All diese Dinge habe ich schon vor fast 70 Jahren gehört. Ich habe mich immer bemüht sie nicht selbst zu sagen. Aber wer weiß…?
„Nicht Schielen, das bleibt so!“ auch so ein Spruch, den ich oft gehört habe. In diesem Buch finden wir eine Schielanleitung, denn ich denke, es trainiert die Muskeln. Meine Augenärztin fordert mich bei der Untersuchung auch immer dazu auf. Kann uns das leckere und zu viele Essen aus den Ohren herauskommen? Hier wird erklärt, dass das technisch nicht möglich ist. Es gibt dazu eine Zeichnung des Kopfes.
Mir gefällt es sehr gut, dass hier die Aussagen ernst genommen werden und es Beweise für ihre Unwahrheit gibt. Dazu gibt es einen Text und viele zum Teil sehr humorvolle Bilder. Mit diesem Buch lernt man eine ganze Menge und hat dabei soviel Spaß, dass man es nicht merkt.
Rezensionen von div:
Neustart im Alter
Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Wencke Mühleisen
Neustart im Alter
Der Roman erzählt von Erika, einer Frau, etwas älter wie 60 Jahre. Erika und Jan sind seit Jahrzehnten verheiratet, ihre Ehe steckt im Alltagstrott. Während eines gemeinsamen Italienurlaubs gesteht er, dass er eine Affäre mit einer deutlich jüngeren Frau hat. Dieses Ereignis erschüttert ihr bisheriges Leben - sie fällt aus allen Wolken.
Sie überdenkt Beziehung, Alter, Begehren und Selbstwert.
"Was ist in meinem Alter noch üblich" - diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.
Der Einstieg in das Buch und die Thematik ist absolut gelungen. Jedoch verläuft sich das im Laufe des Buches etwas. Es wirkte immer mehr undurchdacht und verwirrend. Auch kam es zu zahlreichen Wiederholungen. Auch das Ende konnte mich nicht überzeugend. Auch sind mir die beiden Protagonisten irgendwie fremd geblieben.
Mich konnte das Buch nicht so packen, wie ich es mir erwartet hätte.
Rezensionen von Mara:
Wenn die Welt endet und du nicht weißt, wer du bist.
Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman
„Ich, die ich Männer nicht kannte“ von Jacqueline Harpman ist ein packender Roman über Gefangenschaft, Geheimnisse und fragwürdige Freiheit, der einen sofort in den Bann schlägt.
Neununddreißig Frauen sitzen jahrelang in einem unterirdischen Gefängnis, bewacht von Männern, ohne Erinnerung an ihre Vergangenheit oder die Welt draußen – bis die Wachen verschwinden und die Tür offen steht.
Die junge Erzählerin, die das Gefängnis als ihre einzige Welt kennt, tritt als Erste hinaus und entdeckt eine fremde, verwüstete Oberwelt, in der die Gruppe ums Überleben ringt.
Die flüssige Erzählung weckt Neugier – was führte zu dieser Isolation, und ist die erlangte Freiheit echt?
Das düstere Cover begeistert: Eine Gesichtshälfte im Schatten, die andere erhellt, der Kreis wie ein Lichtstrahl aus dem Wüstenverlies – pure Symbolik!
Das Buch wurde durch BookTok zu einem viralen Hit, da es als vergessener Klassiker (ursprünglich 1995 erschienen) neu entdeckt und mit modernen Themen wie Feminismus und Frauenrechten verknüpft wurde. BookTok-Videos heben die dystopische Erzählung von Isolation und weiblicher Solidarität hervor, die Parallelen zu „Der Report der Magd“ aufweist und durch Promis wie Dua Lipa beworben wurde.
Die Isolation der Frauen steht auch für die Suche nach Identität ohne soziale Spiegelung – was bleibt von Menschlichkeit, wenn Kultur, Beziehungen und Geschichte fehlen?
5 Sterne von mir, klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Daggy:
Die Suche nach dem Kompass geht spannend weiter
Die Schiffsgeister (Band 3) - Der magische Kompass von Bettina Göschl
Der dritte Band zeigt und neben den uns bekannten Geschwistern und Geistern auch eine niedliche kleine Meerjungfrau, die es schafft aus der Gefangenschaft des Oktopus zu entkommen.
Diesmal würfeln die Geister eine 7 und es ist wieder fraglich, welche Zeit dahintersteckt, denn das Buch, in dem alles erklärt wird, ist ja verloren gegangen.
Aber die Kinder sind clever und so sind es dann mindestens sieben Stunden, die den Gestern zur Verfügung stehen, bis sie wieder in ihre Flasche zurückmüssen. Und die Zeit nutzen die vier und den magischen Kompass ui finden. Natürlich gibt es erst einmal ein gemütliche und ausgiebiges Frühstück. Dann besuchen alle vier einen Restaurator, den wir auch schon kennengelernt haben. Der kann bestätigen, dass Opa den Kompass gehabt hat, aber wo hat er ihn wohl versteckt. Um dahinterzukommen, fährt die ganze Familie und die Gester nach Irland. Doch leider ist der böse Oktopus immer hinter ihnen her.
Auch diesmal gibt es viele kleine Streitereien zwischen den Gestern und den Geschwistern, die Geister schaffen es nicht immer sich ruhig zu verhalten und so gibt es viele lustige Situationen. Aber auch für Spannung ist reichlich gesorgt. So bibberte ich mit der kleinen Meerjungfrau und hoffte, dass sie sich befreien konnte. Der Besuch auf dem alten Schloss und die Begegnung mit dem Schlossgeist hat mir Spaß gemacht. Die vielen kleinen und einige farbige Illustrationen zeigen sehr schön den Ablauf der Geschichte. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und ob der Oktopus am Ende besiegt werden kann.
Rezensionen von ekiam:
Fantasie ohne Grenzen
Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung von Paddy Donnelly
In der Buchhandlung von Herrn Dachs findet jedes Tier das passende Buch: Giraffen, Krokodile, Tiger, Pandas und viele mehr. Nur der kleine Fuchs Rory sucht vergeblich nach einem ganz besonderen Titel: einem Buch über Quallen auf dem Mond. Tagelang versucht Herr Dachs, diesen außergewöhnlichen Wunsch zu erfüllen, doch das Buch ist nirgends aufzutreiben.
Schließlich schlägt er Rory vor, es einfach selbst zu schreiben.
Am nächsten Tag bleibt Rory der Buchhandlung fern, und Herr Dachs macht sich auf die Suche nach ihm. Er findet den kleinen Fuchs traurig und niedergeschlagen: Schreiben kann er nicht, nur malen. Kurzerhand hat Herr Dachs eine wunderbare Idee: Gemeinsam könnten sie das Buch erschaffen, Rory als Illustrator, er als Autor. Rorys Fantasie kennt keine Grenzen, und schon bald ist ihr gemeinsames Werk vollendet und liegt in Herrn Dachs’ Buchhandlung aus.
Besonders hervorzuheben sind in „Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung“ die Illustrationen. Die detailreichen, farbenfrohen Bilder laden zum Entdecken ein und die Tiere sind witzig und liebevoll gestaltet.
Der Text ist für ein Kinderbuch ab vier Jahren sehr knapp gehalten, aber altersgerecht formuliert. Auch die Botschaft ist kindnah und stärkend: Der eigenen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und mit Beharrlichkeit sowie Zusammenarbeit kann etwas ganz Besonderes entstehen.
Eine herzerwärmende Geschichte darüber, wie Bücher verbinden und darüber, dass sprudelnde Fantasie und Kreativität wertvolle Gaben sind.
Rezensionen von marcialoup:
Ein Roman mit Finger in den Wunden
Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Wencke Mühleisen
Ein Roman über verbrauchtes Vertrauen und eine schmerzhafte Analyse der Fehler im Leben, oder dem Fehlen an sich.
Die Protagonistin Erika erfährt am letzten Abend ihres Urlaubs, dass ihr Mann Jan seit längerer Zeit schon eine Affäre hat. Sie selbst liebt ihren Mann und hätte gern viel mehr körperlichen Kontakt mit ihm als er es zuließ in den vergangenen Jahren.
Sie selbst hatte auch einmal eine Affäre, zu Beginn ihrer Beziehung... Nur nicht so intensiv wie Jan...
Beide sind nun Mitte 60 und blicken zurück auf ihr langes gemeinsames und ihr eigenes Leben. Nähe, die sie immer hatten, ließ Berührungen selten zu. Warum?
Alltag?
Es tut weh, mitzuerleben, wie sehr das Geständnis ihres Mannes Erika umhaut, ein großer, aber leiser Knall in ihrem Inneren, womit sie nicht gerechnet hat, vor allem, da sie gern mit ihm intim gewesen wäre, immer wieder, doch nun hat sie die Erklärung seiner Ablehnung.
Wie geht man damit um?
Eine Paartherapie soll helfen, aufgewühlte, verzweifelte, zerbrochene und doch immer noch liebevolle Gefühle aufzuarbeiten. Wir nehmen teil an den Sitzungen und es integriert uns an der ein oder anderen Stelle mit Sympathien für Erika oder für Jan oder für keinen von beiden.
Tiefschürfende Verletzungen mit klaffenden Wunden wühlen sich ans Licht.
Was hätte man früher tun können, als noch nicht alles ins Uferlose abgerutscht ist?
Erika verliert sich gern in ausweglosen Zukunftsgeschichten die sie vor sich sieht, aber auch in bildhaft schmerzvollen Vergangenheits- und Möglichkeitsgeschichten die sie sich erspinnt.
Jan bleibt zurückhaltend, schiebt seine Schuld in verschiedene Richtungen, zeigt sich als hilfsbereit bis auch bei ihm Gefühle aufbrechen.
Das missbrauchte Vertrauen schwebt über einer gescheiterten Beziehung die anstrengend versucht, sich noch zu retten.
Über den Klappentext hätte man etwas anderes erwartet. Als Studie einer alternden langjährigen Beziehung mit verbrauchtem Vertrauen liest es sich stellenweise wiederholend.
Das Buch hätte nicht länger sein müssen mit knapp 200 Seiten.
Rezensionen von Daggy:
In der Tierkita ist richtig was los
Im Dschungel ist heut Tobetag! von Jasmin Schaudinn
Das Cover zeigt die vier Tiere, die in den Tierkindergarten (Tikita) gehen. Da ist tanzend das Elefantenmädchen Melody, die kleine Spinne Fee, der freche Tiger Ralle und das immer müde Faultier Fred zu sehen. Leider ist der Affe Flummi nicht zu sehen, wahrscheinlich ist er hoch in den Baum geklettert.
Als die fünf in der Tikita ankommen, finden sie ihren Erzieher die Boa Bolle mit einem dicken Schal um den Körper vor, er hat sich erkältet und kann leider nicht auf die Tierkinder aufpassen. So passen die Tiere aufeinander auf und machen sein sehr eigenwilliges Frühstück. Im Regen bauen sie sich eine Höhle mit Dusche und als ihre Eltern sie abholen, haben sie einen ereignisreichen Tag verlebt. Da das Trödelfieber bei Boll nicht zurückgegangen ist, haben die Eltern sich abgesprochen auf die Kinder aufzupassen. Am ersten Tag ist es der Spinnenpappa, der die Kinder beschäftigen muss. Sie stellen eine tolle Vorstellung auf die Beine, in der alle zeigen können, was sie gut beherrschen.
In zwölf Kapiteln, in denen viele lustige Sachen passieren, wird uns von der Tikita berichtet. Da haben die Eltern, die aufpassen einschließlich Opa Krokodil, der auch mal einen Tag mit den Kleinen verbringt, viel Fantasie aufgebracht, aber auch die Kleinen haben jeden Tag neue verrückte Einfälle, die sie ausleben. Witzig erzählt und mit ganz vielen fröhlich bunten Bildern eignet sich das Buch für Vorschulkinder zum Vorlesen.










