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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daggy:

Spannung, Suche, Faszination

Carp City von Aleksandra Mizielinska; Daniel Mizielinski

Buch, Sticker und Stadtführer werden in einem schönen Schuber geliefert, hier erfahren wir schon einiges über den Ablauf des Spieles. „Stopp!“ steht groß auf dem Stadtführer, er darf erst gelesen werden, wenn man die Anleitung im großen Buch gelesen hat. Schon das Cover diese Buches ist voller winziger wimmeliger Illustrationen.

Auf der Innenseite steht, was man alles benötigt und wie man spielt. Dann schlägt man eine Seite auf und sucht nach einer kleinen zunächst grünen Nummer. Diese gefundene Nummer schlägt man dann im Stadtführer nach. In den kurzen Texten steht dann eine Anweisung, wie es weitergeht. Manchmal gibt es etwas im Rucksack, der sich auf der letzten Seite des Stadtführers befindet abzuhaken, manchmal darf man einen Sticker kleben. Hin und wieder muss der Hinweis noch ein wenig auf seine Anwendung warten. Auf der ersten Doppelseite des großen Buches sehen wir einen Kanal und einen rieseigen Palast. Kleinformatig wird hier so viel gezeigt, dass man lange braucht, um sich einen Überblick zu verschaffen. Die kleine Stadtszene auf der nächsten Seite zeigt neben der Stadtmauer keine Häuser mit Gärten in denen allerlei Menschen und Tiere leben. Auf den letzten Seiten sehen wir, dass diese Seiten zusammengefügt eine Stadt abbilden.
Das polnische Illustratorenpaar hat hier ein echtes Meisterwerk erschaffen. Diese detaillierten Zeichnungen, die bis ins Kleinste mittelalterliche Szenen abbilden, sind einfach so schön anzuschauen und ich glaube ich werden immer wieder Neues entdecken können. Ich bin einfach fasziniert von dieser ungewöhnlichen Idee, aus einen Wimmelbuch ein Spiel im Stil eines Computerspiels zu machen. Lasst euch einladen in diese bunte Wimmelige Welt und folgt den Anweisungen des Stadtführers und erlebt spannende Abenteuer.

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Rezensionen von marcialoup:

Das Schweigen im Moos...

Moosland von Katrin Zipse

Es ist ein ruhiger Roman, der die Geschichte Elsa's beschreibt, die als eine von vielen Frauen nach dem zweiten Weltkrieg von Deutschland nach Island schifft, um dort auf einem Bauernhof zu arbeiten.
Natürlich sind Frauen auf der Insel begehrt, da Männer in der Überzahl auf heiratsfähige Kandidatinnen hoffen.

Doch Elsa führt so etwas gar nicht im Schilde...
Sie schweigt. Sie kann kein isländisch, auch englisch nicht so wie die Söhne des Bauern es hofften.
Das Schweigen Elsa's ist Merkmal des Romans, denn man kann ihn nicht gerade als dialogreich bezeichnen. Sehr wenige Worte fallen, und wenn, dann spricht die Familie natürlich isländisch untereinander. So lernt auch der Leser einige Worte isländisch. Elsa versucht klarzukommen. Naturverbunden liebt sie es, draußen zu sein. Auch hat die Autorin eine wortreiche Sprache, sodass man nicht stark auf Dialoge angewiesen ist, trotzdem hat man das Gefühl, dass sehr wenig gesprochen wird...
Dafür sind die Naturbeschreibungen fühlbar und intensiv. Das Leben zu der damaligen Zeit in einem hochnorddischen Land ist bildreich wiedergegeben.

Ich mochte das Buch stellenweise ganz gern. Elsa's Ankunft und Einleben in die Familie war nett zu lesen, aber im späteren Verlauf war ich dann irgendwie doch froh, bald die letzte Seite gelesen zu haben. Es hat mich also nicht vollends überzeugt...

Das Cover ist einfach gehalten, doch durch die verwischten Grüntöne und Pastellfarben passt es perfekt zum Titel MOOSLAND und vermittelt Weite und unberührte Natur.

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Rezensionen von kuhasi:

Fast in einem Rutsch durchgelesen

You and Me - Die zweite erste Liebe von Josie Lloyd; Emlyn Rees

Dieses Buch war mein bisheriges Jahreshighlight. AN NUR EINEM WOCHENENDE HABE ICH DAS Buch mit 395 klein bedruckten Seiten ausgelesen. Und ich fand es so nett und inspirierend.
Durch das Alter der Hauptprotagonisten, die sich in ihrer Lebensmitte befinden und die Thematik mit erwachsenen aber zu Hause wohnenden Kindern, konnte ich mich so extrem hinein versetzen.

Bin sonst eher nicht der Zeitreise Typ was Bücher anbelangt, aber diese Geschichte hat mich echt geflasht.
Jules und Adam sind seit über 25 Jahren verheiratet und stecken fest im Alltag, in der Beziehung und im Leben. Ihr gemeinsamer, beruflich sehr erfolgreicher, Jugendfreund Darius kommt aus dem Ausland zurück um wieder hier zu wohnen und bringt so einige Denkprozesse bei beiden in Gange. Er schmeißt eine große Einstandsparty und anschließend kommt es am Heimweg bei Jules und Adam zum großen Streit. Es eskaliert, was sich schon langsam über die Jahre angekündigt hat.
Was Adam nicht weiß, Darius hat Jules schon vor Jahren die Liebe zu ihr gestanden, aber auch Adam schwärmt heimlich für Kollegin Meredith.
Beide haben aber (zum Glück) keine Affäre begonnen, aber ist ihre Beziehung noch zu retten? Beide sind vom Leben enttäuscht und so ist auch die gemeinsame Liebe nach und nach abhanden gekommen.
In der Nacht des Streites verzeiht sich Adam in "seinen" Schuppen und entdeckt dort die alten Mixtapes wieder, mit denen sie sich vor Jahren immer kleine Glücksmomente geschenkt haben. Er legt eines davon in den Rekorder und kann plötzlich genau zu dem Zeitpunkt zurück reisen, als das Tape überreicht wurde.
Adam berichtet Jules von der Entdeckung und daraufhin testet auch sie die Zeitreise. Jeweils einzeln schnuppern sie in der Vergangenheit und verändern aus Leichtsinn ein paar Kleinigkeiten mit unendlichen Auswirkungen.
Können sie die Vergangenheit, aber auch die Zukunft wieder gerade biegen?
Wie schon geschrieben befinde ich mich derzeit in einer ähnlichen Situation und genau das hat den Roman für mich so besonders gemacht.
Denn trotz allem wie die Autoren schreiben: Das gemeinsame Leben ist nicht nur einfach GLÜCK. Das ist harte Arbeit, jeder einzelne Schritt auf dem Weg dorthin, und es wird harte Arbeit bleiben. Aber das ist es wert, das lohnt sich!!
Genau wie das Lesen dieses Buches.

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Rezensionen von Skanus:

Das Spiel des Lebens

You and Me - Die zweite erste Liebe von Josie Lloyd; Emlyn Rees

Eine Liebe in Vergangenheit und Zukunft. Der Versuch, das eigene Leben in der Vergangenheit so zu beeinflussen, dass die Zukunft genau das bereithält, was gewünscht ist. Ein Gambling der eher fragwürdigen Art.
Nun ist es immer wieder faszinierend zu lesen, wie sich Autoren Zeitreisen vorstellen. Die rein technische Seite am Übertritt in die Vergangenheit ist häufig von Chaos und Wirbeln begleitet.

Einem Moment der Verwirrung bei der Ankunft. Aber alles fügt sich in diesem Roman beinahe nahtlos an die Gegenwart, weil die Vergangenheit bekannt ist. Bestimmte Tage in der Vergangenheit werden herausgepickt mit einem Mixtape/CD als Reise-Vehikel mit vorgegebener Aufenthaltsdauer durch die Spiellänge des Tapes/der CD.
Auch hier müssen die etwas lahm konstruierten Protagonisten feststellen, dass sich das Leben nicht in die Karten gucken lässt. Und das eben nicht gezielt Teile der Vergangenheit geändert werden können, ohne andere vielleicht unerwünschte Konsequenzen zu schaffen. Sie verstricken sich in dem, was sie wollen, was sie haben und dem, was sein sollte.
Zeitreisen sind ein spannendes Element in der Literatur. Und wer wünscht sich nicht, Dinge in seinem Leben zu verändern, die ihn vor Kummer und bösen Erfahrungen bewahren? Ist es wirklich ein Vorteil, die Erfahrungen des Lebens ungeschehen zu machen? Was bleibt von einer Persönlichkeit übrig, die ihre Erfahrungen im Nachhinein beeinflusst? Folgt man der Autorin, wurden diese Erfahrungen gemacht, doch bleibt sie dem Leser schuldig zu erzählen, wie es sich auf die Persönlichkeit auswirkt, wenn gemachte Erfahrungen nur noch eine ferne Erinnerung sind, die durch Löschung in der Vergangenheit quasi weichgespült wurden? Um die Erfahrung an sich kommt der Protagonist nicht herum. Doch was sind Erinnerungen an Erfahrungen, die verändert wurden, wert? Wie fühlt es sich an, sich an eine Erfahrung zu erinnern, die in der neuen Zukunft nie stattfinden wird?
Erfahrungen und wie wir damit umgehen sind das, was uns ausmacht. Der Stempel des Lebens sozusagen. Doch wenn diese Erfahrungen zu etwas beliebig Austauschbarem verkommen, dann werden die Menschen zu einer Art "Gen-Tomate", die lange rosig und frisch bleibt, keine faulen Stellen bildet, rund und glatt.
Ist das erstrebenswert?
Ob das alles dazu taugt, die Turbulenzen einer jeden Ehe aufzufangen und sich als Paar neu zu definieren, weiß ich nicht. Ich finde es besser, Unstimmigkeiten sofort anzugehen und nicht erst einen Berg an "Ich-fress-das-alles-in-mich-hinein" anzuhäufen. Dann braucht man auch keinen Katalysator, sondern nur Verständnis, Geduld und Liebe.

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Rezensionen von begine:

Lebendig

Alt genug von Ildikó von Kürthy



Ildikó von Kürthy schreibt witzig und mit Selbstironie. Ich habe schon ein paar ihrer Bücher genossen.
In ihrem Buch Alt genug schildert sie ihr persönliches älterweden.
Rigoros zeichnet sie ihre Falten und andere Macken, die sich einstellen und mit denen man sich abfinden muss. Das ist gerade für uns ältere Leser gut zu lesen.

Man sieht, das es allen Frauen nach der Menopause ähnlich geht. Da fühlt man sich doch gleich besser.
Ich erkannte viel von mir wieder in dem Buch. Manchmal dachte ich auch, das ist doch nicht so schlimm, da muss man eben durch.

Es ist ja ganz gut, wenn man nicht mehr so aufbrezeln muss, Aber auch im Alter macht es Spaß, sich adrett zu kleiden. Das hebt das Selbstbewusstsein.

Das Buch ist lebendig, humorvoll und flüssig geschrieben.
Es hat mir ungemein gefallen das Buch zu lesen. Es ist hauptsächlich ein Buch für Frauen.

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Rezensionen von BR:

Spannungen

Alle glücklich von Kira Mohn

Beim Titel „Alle glücklich“ in Verbindung mit dem Klappentext wird dem Leser schnell klar dass alles andere als das zutrifft. Die Hauptlast für die Familie trägt wohl die Mutter Nina. Sowohl der Ehemann Alexander als auch der 19-jährige Ben und die 16-jährige Emilia nehmen sie nur in ihrer Organisationsrolle für den Haushalt wahr.

Erst als Nina aus dieser Rolle ausbricht bröckeln die Abläufe in der Familie und es gibt Unruhe im Alltag der anderen drei.

Besonders unsympathisch fand ich Alexander, der als Oberarzt überheblich und arrogant rüberkommt. Und das sowohl zu den Kolleginnen in der Klinik als auch gegenüber seiner Ehefrau. Dies zeigt ein Zitat aus dem Kapitel 20 »Was weißt denn du von einem Vollzeitjob? Was weißt du von der Verantwortung, die jeden Tag auf mir liegt? Ein paar Stunden als Sprechstundenhilfe in einer gemütlichen Praxis lassen sich wohl kaum mit einer 60-Stunden-Woche vergleichen!« Dabei hatte Nina genau wie er Medizin studiert aber wegen der ersten Schwangerschaft unterbrochen und die geplante Wiederaufnahme des Studiums scheiterte mit der Geburt ihrer Tochter.

Die Erzählweise jeweils aus der Sicht aller vier Familienmitgliedern hat die Charaktere gut dargestellt. Die Spannungen und das Unverständnis füreinander kam deutlich zum Vorschein und so begleiten wir alle in die recht schmerzhaften Veränderungen.

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Rezensionen von Annaja:

Angst, die bleibt

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Wencke Mühleisen



Das Cover dieses Romans wirkt fröhlich-bunt und einladend.
Die Autorin Wencke Mühleisen beschreibt in ihrem neuen Buch die Kluft in einer langjährigen Ehe. Erika und Jan sind 65 Jahre alt, sie haben beide ihre Bedürfnisse und Erwartungen schon lange dem anderen gegenüber nicht mehr geäußert.

Erika fühlt sich nicht mehr begehrt, sie vermisst körperliche Nähe, Sexualität mit dem Partner. Im Urlaub gesteht ihr Jan dann sein Verhältnis zu einer jüngeren Frau.
Erika ist zutiefst verletzt, sie geißelt sich selbst, ihre Fantasie gaukelt ihr alle möglichen Szenarien vor. Das Selbstwertgefühl ist völlig zerstört, die Perspektiven scheinen aussichtslos und trostlos. Eine Paartherapie, die beide einige Zeit in Anspruch nehmen, bietet offensichtlich auch keine Lösung. Sie fürchtet sich vor der Zukunft, vor einem Neubeginn. Was kann sie jetzt im Alter noch erwarten?
Die Situation ist sehr authentisch beschrieben, keineswegs selten, denn viele Menschen werden sich hier in einer ähnlichen Situation wiederfinden.
Ein klarer, offener Schreibstil mit klugen und warmherzigen Aussagen macht das Buch sympathisch.
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Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

Ein Krimi, der nachwirkt

Die Totenklägerin von Greta Jung

Dieser Krimi startet *leise* rund um die Hauptfigur Matilda, die Trauerrednerin ist und berüchtigt dafür, nichts zu beschönigen. Die düstere und spannungsgeladene Atmosphäre ist durchweg spürbar und lässt gut fühlen, wie der Krimi immer *lauter* wird. Als sich eines Tages die kleine 12jährige Jackie an Matilda wendet, weil sie den Tod von Oma Resi als nicht natürlich empfindet, machen sich die beiden zusammen auf, um herauszufinden, was es da mit dem Todesfall und den Menschen in dem abgelegenen Reuth auf sich hat.

Mir haben vor allem die Charaktere gefallen, die zu Beginn des Buches etwas undurchsichtig und vor allem nicht everybody´s Darling sind – Sowohl Matilda, als auch Jackie sind Figuren, die auf den zweiten Blick wirken und die sehr viel Tiefe besitzen, je weiter der Krimi voran schreitet. Das Buch hat bei mir auf jeden Fall noch lange Zeit nach dem Lesen nachgewirkt.
Der Fall ist spannend, die düstere Atmosphäre in dem abgelegenen Reuth und die Figuren, die offenbar alle ein Geheimnis haben, lassen einen das Buch sehr bildhaft lesen.
Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen und ich würde mir auf jeden Fall ein weiteres Buch wünschen – deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von DoraLupin:

In der Ferne Neuguineas

Unter fremden Himmeln von Tara Haigh

Neuguinea, 1885: Nach der ereignisreichen Reise sieht sich Familie Berger in Finschhafen einer fremden Kultur gegenüber. Sie müssen sich in der neuen Siedlung gegen die eiserne Hand der kolonialen Verwaltung behaupten, die zudem den Zorn der Einheimischen entfacht und somit die Existenz aller aufs Spiel setzt.

Hedwig, die den Freigeist Max liebt, ist von ihm schwanger, aber wagt es nicht, sich ihm zu offenbaren. Ihre geschäftstüchtige jüngere Schwester Anna versucht eigene Wege zu gehen, doch die Liebe zu einem Einheimischen bringt nicht nur ihre geschäftlichen Träume ins Wanken. Krankenschwester Clara verbindet ihre Medizin mit dem Heilwissen der Einheimischen. Auf der Missionsstation rettet sie Leben – bis sie begreift, dass ihre Ehe auf einer folgenschweren Lüge fußt. Das Leben in der Siedlung weckt Sehnsüchte und bringt lange gehütete Geheimnisse ans Licht. Wem können die drei Frauen wirklich vertrauen und wie viel sind sie bereit für das neue Leben in der Fremde aufzugeben?

Die Geschichte geht nahtlos dort weiter, wo der erste Band geendet hat. Der Schreibstil ist wieder genauso gut lesbar wie schom im ersten Buch und vorallem die Natur Neuguineas wird wieder sehr lebendig und eindrücklich beschrieben! Auch für die Charaktere beginnt nun ein ganz anderes Leben und sie müssen als Familie noch mehr zusammenwachsen. Ich habe mit allen sehr gerne mitgelitten und mitgefiebert, doch die Krankenstation von Clara fand ich mit am Spannensten! Aber auch die Missionsarbeit und natürlich die Arbeit auf den Plantagen mit den Arbeitern nehmen Raum in der Geschichte ein. Sehr gelungen finde ich, wie die Autorin das Leben der Siedler beschreibt aber auch immer wieder den Standpunkt der Einheimischen und wie mit ihnen umgegangen wurde. Ich habe in diesem Buch wieder einiges Lernen dürfen!

Die Handlung ist die meiste Zeit spannend und mitreißend, zähe Passagen kommen kaum vor. Auch das Handlen der Charaktere ist die meiste Zeit nachvollziehbar gewesen und am Ende gibt es noch einige überraschende Wendungen!

Ich kann das Buch an alle weiterempfehlen, die mehr über die historischen Ereignisse der Siedler und der Einheimischen von damals lernen wollen und das ganz locker und mit Spaß in Romanform.

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Rezensionen von Shilo:

Ein berührender historischer Roman

Das Flüstern seiner Gnade von Rahel Krönert

Erzählt wird die Geschichte von einer jungen Frau, die im Jahr 1811 ihr Elternhaus verlässt, um den Erwartungen der feinen Gesellschaft zu entkommen. Was nach Freiheit klingt, führt sie nach London, in eine Zeit voller Zweifel, innerer Fragen und der Suche nach dem eigenen Wert.
Es geht nicht nur um die Flucht vor einer arrangierten Ehe, sondern um den Wunsch nach einem Platz im Leben.

Die Begegnungen im Waisenhaus bringen Wärme in die Handlung. Zwischen Kindern, einfachen Aufgaben und Gesprächen entsteht ein leises Gefühl von Geborgenheit. Immer wieder bleibt die Frage, ob Liebe verdient werden muss oder ein Geschenk ist.
Rosalyn wirkt in ihrem Ringen sehr menschlich. Sie macht Fehler, hält an ihrem Stolz fest und zweifelt. Gerade diese Unsicherheit lässt sie nahbar werden. Ihre Entwicklung verläuft ruhig und ohne große Sprünge.
Der Glaube begleitet die Geschichte behutsam. Er steht nicht im Mittelpunkt, sondern bleibt Teil des Weges der Figur. Die Botschaft, dass Liebe und Gnade nicht durch Leistung erreicht werden müssen, zeigt sich im Verlauf des Romans.
Auch das historische England wird ohne viele Details beschrieben. Der gesellschaftliche Druck und die Erwartungen an eine junge Frau sind klar erkennbar und geben der Handlung Halt.
Am Ende bleibt ein warmes, ruhiges Gefühl von Frieden. Ein ruhiger Roman über Stolz, Angst und die Kraft einer Liebe, die nicht verdient werden muss. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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