Kunden em pfehlungen
Rezensionen von DoraLupin:
Gelungener Auftakt
Secrets of Black Manor (1). Die Gabe der Träumer von Marisa Hart
Am Rand der Kleinstadt, in der Luca lebt, steht das geheimnisvolle Black Manor: ein altes Herrenhaus, bewohnt von dem sonderbaren William Gray, der etwas zu verbergen scheint. Trotzdem zieht sich Luca oft allein mit seinem Zeichenbuch in den Wald zurück, der das Black Manor umgibt. Es ist sein Zufluchtsort, wenn ihm die Hänseleien seiner Mitschüler oder der Streit mit seiner Mutter und seinem Zwillingsbruder zu viel werden.
Als am Morgen seines 13. Geburtstags ein schwarzes Symbol auf Lucas Handgelenk erscheint und ein unbekanntes Tier in seinem Zimmer sitzt, erhält er plötzlich eine Nachricht von William Gray. Denn Luca und William verfügen über eine seltene Gabe: Die magischen Wesen, von denen sie nachts träumen, werden real! Und der Ort, von dem diese Wesen stammen, ist näher, als Luca ahnt. Doch das Reich der Träume beherbergt nicht nur Magie und Wunder, sondern auch albtraumhafte Gefahren. Nun ist es an Luca und Will, die Welt vor einem Feind zu beschützen, der sich zum Herrscher über Traum und Wirklichkeit aufschwingen will.
Der Schreibstil liest sich flüssig, locker und passt sehr gut zur Zielgruppe. Auch die Beschreibungen von Black Manor ist bildhaft und als Leser hat man alles gut vor Augen. Die Geschichte stellt einen Auftakt in eine neue Kinderbuchreihe da, die spannend und locker zu lesen ist. Gerade für die Altersgruppe gibt es Spannung und Abenteuer, ausserdem Freundschaft und Zusammenhalt zu entdecken. Meinem Sohn hat das Buch gut gefallen und er kann das erste Buch der Reihe weiterempfehlen, mit ein wenig Luft nach oben für den zweiten Teil.
Rezensionen von DoraLupin:
Tolle Idee, Umsetzung anders als erwartet
Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict
Eine junge Frau wird im Wald entführt. Zurück bleibt nur ein Rotkäppchen-Umhang und ein Korb. Kurz darauf wird eine Leiche gefunden – und ein blutverschmierter goldener Schuh. Detective Inspector Lyla Rondell setzt sich auf die Spur des Täters, der bald als der »Grimm-Ripper« Schlagzeilen macht.
Dabei ahnt sie nicht, wie tief sie selbst in die Geschichte verstrickt ist. Die britische Bestsellerautorin Alexandra Benedict ist zurück mit einem Thriller, in dem der böse Wolf auf jeder Seite lauert.
Die gefeierte Kriminalautorin Katie erwacht in einem abgeschlossenen Dachzimmer – entführt von einem maskierten Mann, der sich »der Wolf« nennt. Seine Forderung: Sie soll moderne Märchen schreiben, in denen Aschenputtel und Rotkäppchen sterben. Was Katie verfasst, setzt der Wolf in die Tat um. Weigert sie sich, wird sie selbst das Opfer seines tödlichen Spiels. Während Katie verzweifelt versucht, Hinweise für die Polizei in ihre Geschichten einzubauen, beginnt Detective Inspector Lyla Rondell mit den Ermittlungen. Auf diesen Fall hat sie seit fünfundzwanzig Jahren gewartet. Damals verschwand ihre beste Freundin spurlos, zurück blieb nur ein angebissener vergifteter Apfel. Die neuen Morde tragen dieselbe Handschrift: Eine junge Frau wird mit einem goldenen Schuh ermordet, ein Geschwisterpaar mit Lebkuchenkrümeln im Wald gefunden. Doch das ist nicht alles: Schon bald erkennt Lyla, dass sie selbst Teil eines viel größeren Plans ist.
Ich hatte mich bei diesem Buch sehr auf einen coolen Thriller mit Märchenelementen gefreut und der Klappentext hat sich richtig gut angehört! Der Schreibstil ist zwar gut und leicht zu lesen, aber es sind im Buch viele Perspektivwechsel dabei, dies macht die Geschichte nicht einfach zu lesen. Die Grundidee ist wirklich klasse, aber die Umsetzung konnte mich leider nicht so ganz überzeugen. Einmal weil es etwas zu verwirrend geschrieben ist, aber auch das Ende kann mich nicht so wirklich in den Bann ziehen.
Rezensionen von begine:
Krass
Kala von Colin Walsh
Kala ist der erste Roman von Colin Walsh. Er hat sich da eine faszinierende spannende Geschichte einfallen lassen.
Es beginnt 2003 in einer Kleinstadt in Irland. Drei Mädchen und drei Jungen sind fünfzehn Jahre alt und eine eingefleischte Klicke. Kala ist die Anführerin. Durch Intrigen wird Kalas Leben durcheinander gebracht und dann ist sie plötzlich weg.
Mush hatte einen Säureunfall erlitten und ist gezeichnet.
Fünfzehn Jahre später kommt Helen wieder in den Ort. Sie, Mush und Jo treffen sich wieder .
Dann werden Knochen gefunden und man erlebt eine grausame Intrigen geladenen Atmosphäre. Es gibt korrupte Polizisten. Freunde denken an Kala und fragen sich was passiert ist. Dann gibt es wieder verschwundene Mädchen. Helen und Mush machen sich auf die Suche nach ihnen. Das entwickelt sich zu einer Katastrophe. Da war ich ganz schön erschüttert.
Der Autor hat das besonders gut gestaltet. Ich war von dieser Geschichte enorm gefesselt.
Empfehlenswert.
Rezensionen von DoraLupin:
Spannender Thriller mit Romance (Hörbuch)
Firewatch von Colin Hadler
Ein Jahr zuvor: Aaron übernimmt bei einem Ferienjob die Firewatch in einem kalifornischen Nationalpark. Stationiert im Firetower nebenan: Der gleichaltrige Schriftsteller Kian, der eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Aaron ausübt – obwohl er spürt, dass Kian etwas verbirgt. Für ihn verlässt Aaron heimlich seinen Posten – und kehrt nie zurück.
Als die Ermittlungen eingestellt werden, fasst sein bester Freund Robin einen riskanten Plan: Er will Kian daten, um sein Vertrauen zu gewinnen und Aaron zu rächen.
Ich bin sehr leicht in dieses Hörbuch reingekommen, was an einem sehr lockeren Schreibstil gelegen hat, dem man auch in Hörbuchform gut folgen kann. Die Geschichte wird anfangs kurze Zeit aus der Sicht von Aaron erzählt, dann aber später von Robin. Man ist deshalb ganz nah an dem Charakter Robin dran, kann seine Gefühle und Gedanken sehr gut nachvollziehen und vorallem die Zerrissenheit wird immer wieder deutlich dass er Kian eigentlich hassen sollte, ihm aber gleichzeitig etwas vorspielen muss um an ihn ran zu kommen.
Die Geschichte ist einerseits ein spannender Thriller, der vorallem gegen Ende überraschende Wendungen bieten kann, aber andererseits auch eine süße Romance zwischen zwei jungen Männern. Ich hatte beim hören viel Spaß und kann die Geschichte definitiv weiterempfehlen.
Der Sprecher hat das Hörbuch sehr gut gelesen, die Geschichte ist richtig lebendig geworden und lässt einen so schnell auch nicht los, deshalb wollte ich immer wissen wie es weitergeht, bis zum Schluss. Von mir erhält die Geschichte 4,5 Sterne.
Rezensionen von Lilli33:
Leichte Literatur
Wir Freitagsmänner von Hans-Gerd Raeth
Leichte Literatur
Eigentlich lese ich solche Bücher eher selten. Diesmal habe ich nur zugegriffen, weil ich den Klappentext und auch die Hörprobe klasse fand. Der Sprecher Christoph Maria Herbst macht seine Sache wirklich gut, liest gut betont und verleiht den verschiedenen Figuren Charakter. Ich habe ihm sehr gerne gelauscht.
Das Hörbuch ist ungekürzt und hat eine Laufzeit von 6 h 34 min.
Trotz des ernsten Themas - die Wechseljahre des Henri Albers - ist der Roman dank seines leichten Schreibstils sehr locker zu genießen. Der Humor ist fast genau auf meiner Wellenlänge. Immer wieder musste ich schmunzeln oder gar laut lachen. Henri fand ich größtenteils sympathisch. Und auch seine Hündin Bobby ist herzallerliebst.
Henri ist geschieden, aber aktuell wieder auf der Suche nach einer Partnerin. Bei einem sehr kuriosen Date lernt er zufällig Emily kennen und ist quasi schockverliebt. Doch Emily hat ganz andere Interessen. Mit diversen Tricks versucht Henri, sie für sich zu gewinnen. Das war zunächst ganz lustig, am Ende war mir Henris Aufdringlichkeit aber definitiv zu viel. Darüber konnte ich dann nicht mehr lachen.
Interessant fand ich jedoch die Gedanken zu den Wechseljahren des Mannes. Als Frau habe ich mir da ehrlich gesagt noch keine großen Gedanken dazu gemacht. Hier konnte ich einiges dazulernen.
Rezensionen von yellowdog:
Gerechtigkeitsarbeit
Gerechtigkeit von Bernhard Schlink
Gerechtigkeit ist wichtig. Daher ist ein Essay darüber sehr zu begrüßen. Bernhard Schlink ist seit langen ein erfahrener und erfolgreicher Prosa-Autor, der weiß zu erzählen.
Daher war ich doch überrascht, wie trocken das Essay über manche Strecken ist. Es ist mehr ein Text eines Juristen, der Schlink ja auch ist.
Im Vorwort betont Schlink einen philosophischen Ansatz. Tatsächlich geht er auf Aristoteles zurück. Und dann vor allen auf den US-amerikanischen Philosophen John Krawalls und seiner Theory of Justice.
Gerechtigkeit hat mit Gleichheit und Gleichbehandlung zu tun.
Interessant ist Schlinks Aussage, das es keine Formel für Gerechtigkeit gibt, sehr wohl aber Strukturen für die Suche nach Gerechtigkeit.
Obwohl der Text relativ schwerbekömmlich ist, zweifle ich an Schlinks gut überlegten Ergebnissen (Wahlen, Demokratie, Rechtsstaat, soziale Gerechtigkeit) nicht.
Schließlich spricht Schlink auch noch über Generationsgerechtigkeit. Und am Schluss geht es um den Preis der Gerechtigkeit.
Es ist ein umfassendes, prägnantes Essay. Für mich ist es 3,5 von 5 Sterne wert.
Rezensionen von Kwinsu:
Nur die Gedanken sind frei
Der letzte Sommer der Tauben von Abbas Khider
Noah ist 14 und muss miterleben, wie sich seine Welt von Tag zu Tag verändert: das Land indem er lebt - vermutlich der Irak - wir von Islamisten in ein Kalifat umgebaut. Erst sind es nur Kleinigkeiten: mit seinem Vater, der ein Modegeschäft betreibt, muss er Plakate ummalen, sodass die Gesichter der darauf bedruckten Frauen nicht mehr sichtbar sind.
Die Repressionen werden immer gewaltiger, Frauen dürfen nicht mehr allein auf die Straße, sie müssen sich bedecken und werden bei vom Regime gefühlter Unsittlichkeit gesteinigt. Zigaretten werden verboten, Alkohol sowieso, bald sind auch Handys und Spiele nicht mehr erlaubt. Halt gibt Noah seine große Leidenschaft: seine Tauben. Bis auch diese eines Tages nicht mehr fliegen dürfen...
Abbas Khider schafft mit "Der letzte Sommer der Tauben" einen berührenden Roman um einen 14-jährigen Jungen, der ebenso gut ein real erlebtes Tagebuch sein könnte. Auf rund 200 Seiten gelingt es dem Autor diesen Widerspruch aus einer sich stark verändernden Realität durch Unterdrückung und der naiven Leichtigkeit eines Kindes an der Schwelle zum Erwachsenwerden zu zeichnen. Die Sprache ist klar, hat teilweise poetische Züge und strotzt vor Metaphern - besonders wenn es um Noahs geliebte Tauben geht. Sie stehen für viel mehr als seine Leidenschaft: für Zusammenhalt, Treue und die verlorene Freiheit.
Neben den gesellschaftlichen Veränderungen und den geliebten Tieren steht vor allem Noahs Familie im Mittelpunkt. Der Junge pflegt eine intensive Vertrautheit mit seinem Onkel Ali, der ihm die Liebe zu den Tauben erst beigebracht hat. Und der ein Rebell ist und die Veränderungen im Land nicht einfach so hinnehmen will. Er ist für Noah nicht nur ein Freund, sondern auch ein Vorbild. Auch die engste Familie wird portraitiert - Noahs Vater, der sich mit den Veränderungen schwer tut, seine Mutter, die nun nicht mehr im Modeladen mitarbeiten darf und seine Schwester Suad, die hochschwanger um ihren in Gefangenschaft geratenen Ehemann bangt. Die Familie hält fest zusammen, auch wenn ihr die unterdrückende Situation immer mehr zusetzt - sie wird immer prekärer, in finanzieller Hinsicht, aber vor allem ob der verloren (Bewegungs-)Freiheit. Und dann geraten auch noch Noahs beste Freunde in die Fänge der Islamisten. Trotz all der düsteren Geschehnisse schafft es der Junge zuversichtlich zu bleiben, seinen Humor und seine Leidenschaft nicht zu verlieren.
Es ist faszinierend, wie authentisch dem Autor die Figuren und die Schilderung ihrer Lage gelungen ist. Die sehr kurz gehaltenen Kapitel und die eingängliche Sprache, gepaart mit der fesselnden Geschichte lassen das Buch nur so davon fliegen, wie es die Tauben tun - sie und auch die Nachwirkungen des Buches kommen verlässlich zurück. Besonders schön ist, dass wir über diese Tiere und ihre Kulturgeschichte allerhand lernen, ohne, dass es je belehrend wirkt. Trotz der fühlbaren Anspannung durch die neu errichtete Diktatur, bleibt das Lesen leicht - was sicher der Tatsache, dass der Protagonist ein noch nicht erwachsener Junge voller Leidenschaft und Hoffnung ist, zu verdanken ist.
Mein Fazit: Der letzte Sommer der Tauben ist ein grandioser Roman über Unterdrückung, Gewalt, Leidenschaft, Tiere und Zusammenhalt in mitreißender Erzählsprache, den man unbedingt gelesen haben muss, um zu Verstehen, wie schnell es gehen kann, bis nur mehr die Gedanken frei sind. Für mich ist er ein Dekadenhighlight, das ich niemals aus meiner Gefühlswelt verbannen will.
Rezensionen von nessabo:
Eine unbequeme, hochpräzise Charakterstudie und ein absoluter Banger
Half His Age von Jennette McCurdy
Das war mein erstes Buch von Jennette McCurdy und es war ein absoluter Banger, ich kann es nicht anders sagen! Was für eine talentierte Autorin, die uns hier in ihrem literarischen Debüt eine schonungslos ehrliche und kluge Geschichte geschenkt hat.
Was vorab sicher wichtig ist zu wissen: McCurdys Sprache ist roh, provokant und teilweise vulgär, sie nimmt absolut kein Blatt vor den Mund.
Ich habe damit keine Probleme und fand die Sprache einfach genial eingesetzt. Die Autorin engt ihre Protagonistin nicht ein, verweigert sich jeglicher moralischen Bewertung. Authentischer und nahbarer hätte sie die 17-jährige Waldo gar nicht schreiben können, ich hing von Anfang bis Ende an ihren Lippen.
Und dabei war ich vor der Lektüre noch skeptisch. Würde es eine weitere sexuell aufgeladene Erzählung über eine ihren Lehrer verführende Minderjährige werden? Oder eine Geschichte über Machtmissbrauch, die diesen aber nicht adäquat einordnet? Wenn das eure Sorgen sind, kann ich sie euch nehmen. McCurdy zentriert ganz klar die Protagonistin und schafft es makellos, ihr ein Profil zu geben, das über das einer Verführerin weit hinaus geht.
Waldo versucht die ganze Zeit, sich in der Welt zu verorten. So anstrengend Coming-of-Age-Geschichten auch manchmal sein können, ist diese hier durch McCurdys Sprachgewalt mitreißend und auf nachvollziehbare Weise schmerzvoll. Waldo bezeichnet sich selbst als „White Trash“, also als Mitglied der weißen Unterschicht. Ihre Mutter rutscht von einer in die nächste Abhängigkeit, stets zu mindestens problematischen und manchmal auch gewaltvollen Männern. Ihren Schmerz darüber sowie ihre innere Einsamkeit versucht die Heranwachsende nun zu stillen - mal über Konsum, mal über Männer.
Ihr deutlich älterer Lehrer Mr. Korgy wird schnell zum Objekt ihrer Begierde. Doch auch das ist deutlich weniger platt als es sich im ersten Moment vielleicht anhört. McCurdy schreibt so schonungslos offen, dass ich nachfühlen konnte, welche Hoffnungen Waldo in diese Affäre gesetzt hat - auch wenn ich sie für falsch halte. Und im Endeffekt ist die Anziehung auch von ganz viel Abneigung geprägt, was die relativ expliziten Sexszenen ziemlich unangenehm macht.
Aber das zeichnet diesen tollen Roman eben auch aus. Er steckt voller Ambivalenzen, die unser Leben nun einmal prägen. Ich weiß nicht, ob ich schon einmal eine so präzise Charakterstudie einer 17-Jährigen gelesen habe. „Half His Age“ will nicht gefallen, es will provozieren und gleichzeitig politisch relevant sein - und das gelingt ihm auch. Dies ist keine Erzählung über Liebe, Sex oder Beziehungen, sondern auf so vielen Ebenen eine Emanzipationsgeschichte, die ihresgleichen sucht - mit einem Ende, das seine Schlagkraft im Subtilen entfaltet.
Rezensionen von Katja K.:
Emotionaler Kater garantiert
Memories So Golden Like Us von Gabriella Santos de Lima
Das ist mein erstes Buch von der Autorin, da ich den ersten Band aufgrund der Content Note ausgelassen habe. Es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein.
Was für ein emotionaler und fast poetischer Schreibstil! Manchmal war es mir fast ein bisschen viel und hat mich an Dawsons Creek erinnert, wo die ganz jungen Charaktere so weise, reif und reflektiert gesprochen haben, als würden sie aus einem klugen Buch zitieren.
Auch ähnelte sich der Ton, in dem Blairs und Connors Perspektive jeweils geschrieben war, durch diesen sehr eingängigen Schreibstil. Das fand ich etwas schade, weil ich die Unterschiede zwischen den Charakteren somit nur den Infos über sie entnehmen konnte, aber eben nicht ihrer eigenen Stimme im jeweiligen Kapitel.
Die Kritikpunkte sind jedoch klein angesichts meiner Begeisterung für dieses Buch. Ich habe wirklich mitgefühlt und mitgelitten. Besonders gut hat mir Blair gefallen und die Schilderung ihrer Trauerbewältigung, die ich sehr realistisch fand. Auch die Kombination mit ihrer Kunst hat dazu perfekt gepasst. Die feministischen Themen und das Bodyshaming sowie ihre Reaktion darauf haben mir ebenfalls ein sehr gutes Gespür für ihre Figur und ihr Erleben gegeben.
Connor blieb für mich dagegen blasser und passiver. Ich hätte gerne etwas mehr über seine Ecken und Kanten erfahren. Ich würde sogar sagen, es hätte gereicht, das Buch ausschließlich aus Blairs Perspektive zu erzählen.
Insgesamt passiert eigentlich von der Handlung her nicht besonders viel, jedoch ist die Innenansicht der Charaktere so intensiv, dass bei mir zumindest keine Langeweile aufkam und ich mittendrin war im Geschehen und in der Gefühlswelt. Auch ein paar Tränen sind geflossen und es gibt wunderbare Zitate zu Themen wie Trauer und Selbstliebe.
Fazit: Bei diesem emotionalen Buch über Trauerbewältigung und Liebe sollte man Taschentücher bereithalten. Es wird bei mir auf jeden Fall noch nachhallen und ich habe einige Zitate notiert.
Rezensionen von KersG:
Kampf um Leben und Tod
Empire of Whispers and Shadows von Ursa Jaumann
Mich hat das Cover sofort in seinen Bann gezogen. Mit den Kirschblüten und dem Tempel hat man das asiatische Feeling. Dazu noch die Farbkombination aus Lila und Schwaz. Geheimnisvoll und doch voller Hoffnung.
Das Buch hat mich sofort gepackt. Der Schreibstil der Autorin ist mitreißend und ich war sofort in der Geschichte drinnen.
Kampfszenen, so bildhaft beschrieben, als wäre man selbst mit dabei. Definitiv nichts für schwache Nerven.
Hier geht es um eins. Ums Überleben. Entweder das oder du bist tot.
Die Ausbildung zur Assassine des Gottkaisers ist alles andere als ein Kinderspiel. Hier geht es um alles oder nichts. Nur die Stärksten überleben. Doch dann muss Saya mit dem Mann zusammenarbeiten, der ihr alles genommen hat. Sie hasst ihn abgrundtief und für sie steht alles auf dem Spiel.
Ein wortgewandter Roman der mich von Anfang an gefesselt hat. Das Thema mit den Assassinen und Gottheiten fand ich sehr spannend.
Saya hat schon viel erlebt und all das hat sie zu der Person gemacht, die sie heute ist. Doch trotz allem trägt sie eine gewisse Sanftheit in sich. Sie ist mehr als eine kaltblütige Killerin.
Ein großartiger Auftakt und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!











