Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Einsames und schweres Leben einer Frau
Das gute Leben von Nadine Schneider
Nadine Schneider schreibt in ihrem Roman, Das gute Leben, den Abschied nach dem Tod der Großmutter.
Christine erbt von ihrer Großmutter deren Hau. Die Großmutter Anne kam aus Rumänien und hat ihre Tochter und dann auch noch ihre Enkelin großgezogen.
Sie arbeitet als Packerin bei Quelle. Das war richtig nostalgisch, denn der Quellversand war führend.
Nach Annes Tod begreift Christine erst , was sie Anne alles verdankt.
Anne hatte es ziemlich schwer, als alleinerziehende Mutter, alles unter einen Hut zu bekommen.
So lange die Urgroßmutter in Rumänien noch lebte fuhren sie jedes Jahr zu ihr. Das ist so richtig schön plastisch beschrieben.
Die Autorin hat diese Geschichte realistisch mit wunderbarem Klang dargestellt.
Ich war von dem Roman total gefangen genommen und kann da nur eine gute Leseempfehlung geben.
Rezensionen von Linelovesreading :
ganz nette Geschichte
Marie und die Woche ohne Donnerstag von Elke Michel
Das Buch verspricht eine spannende Geschichte rund um das Thema Zeitreisen. Meiner Meinung nach konnte das Buch dieses Versprechen aber nicht ganz einlösen.
Die Geschichte erzählt von Marie, die mit T-Shirts durch die Zeit reisen kann. Dabei geht aber einiges schief und sie erlebt immer wieder die gleiche Woche.
Diese Idee klang sehr gut, konnte mich aber nicht so ganz überzeugen. Es wird sehr lange berichtet, wie Marie immer wieder die gleichen Situationen erlebt, was irgendwann langweilig wurde, da stellenweise keine neue Handlung vorkam. Auch die Auflösung, um aus der Zeitschleife zu kommen, hat mir nicht so gut gefallen. Diese war sehr kurz und auch was danach noch passiert ist, hat mir nicht gefallen.
Marie als Charakter war auch eher flach, sogar für ein kurzes Kinderbuch. Man hat zwar einiges von ihr erfahren, aber so wirklich viel über ihre Gedanken und Gefühle wurde für mich nicht rübergebracht. Die anderen Charaktere sind eher Nebenfiguren und man lernt sie nicht wirklich kennen. Nur über Theo und Maries Papa erfährt man ein bisschen mehr. Maries Papa war mir von allen Charakteren am meisten sympathisch, weil er sich kritisch mit dem Thema Zeitreise auseinandersetzt und immer wieder für lustige Situationen sorgt.
Der Schreibstil ist sehr gut lesbar und auch immer wieder sehr humorvoll. Für Kinder ist das auf jeden Fall ansprechend.
Die Illustrationen haben mir sehr gut gefallen. Sie sind sehr realistisch und man bekommt einen guten Überblick über die Handlung, wenn man sich die Bilder anschaut.
Für mich ein ganz nettes Kinderbuch für zwischendurch, den zweiten Band werde ich aber nicht mehr lesen, da die Handlung für mich abgeschlossen ist und ich keine weiteren Abenteuer von Marie brauche.
Rezensionen von Daggy:
Lesen lernen mit vielen kleinen Geschichten
Die Lese-Rakete von Anne Rummenie
Das Cover zeigt die Rakete aus deren Fenstern einige Protagonisten herausschauen. Die Leser*innen werden als Astronauten und Astronautinnen angesprochen und aufgefordert das Lese-Universum zu erobern. Zu Unterstützung wurden die Worte in unterschiedlichen Farben gedruckt.
Dann wird abgehoben, die Geschichten bestehen lediglich aus wenigen kurze Sätzen und einem passenden bunten Bild.
Dann geht es höher, das können wir an der Rakete am Seitenrand ablesen, die immer höher steigt. Jetzt haben die Geschichten schon bis zu zehn Sätzen und es gibt wörtliche Rede und Nebensätze. Bei der Entdeckung fremder Welten tauchen schon schwierige, rot gedruckte Worte auf. Und Schwerlos bedeutet schon längere Texte, in denen mehr schwierige Wörter auftauchen.
Die Geschichten sind sehr unterschiedlich und decken die verschiedensten Themen ab. Sicher wird nicht jeden alles interessieren, aber da ist ja immer so bei einer Mischung. Ich denke aber, dass Erstlesen sich mit diesem Buch hervorragend steigern können und den Mut bekommen selbst zu lesen.
Rezensionen von Katharina Grassmugg:
Ein tolles Buch
Die Riesinnen von Hannah Häffner
Müsste ich die Grundstimmung in diesem Roman mit zwei Wörtern beschreiben würde ich wohl sagen es ist kämpferisch und zu gleich etwas melancholisch. Die Riesinnen erzählt die Geschichte einer Familie in der die Frauen zusammenhalten auch wenn der Rest der Welt sich gegen sie stellt. Drei Generationen von Frauen die versuchen ihren eigenen Weg zu gehen auch wenn die Welt sie immer wieder versucht in ihre Schranken zu weisen.
Egal wie hart sie dafür kämpfen müssen und gegen welche widrichkeiten auch immer. Hannah Häffner hat hier ein Buch geschrieben das einen fordert, eine Geschichte die von Wunden erzählt. Vom Leben als außenseiterinnen und der Suche nach sich selbst.
Dieses Buch hat mich berührt, mich gefordert und mich teilweise auch sehr wütend gemacht. Immer wieder prallen die verschiedenen Lebensentwürfe der Frauen aufeinander. Es ist mal harmonisch, mal reibt sich die eine an der anderen, dann kracht es wieder. So entsteht ein spannendes Panorama einer Familie mit sehr authentischen Charakteren die man genau so wohl in vielen Familien finden könnte. Für mich ein sehr interessantes Buch auf das man sich anfangs einlassen muss das einen aber für dieses sich einlassen auf jeden Fall mit einer spannenden Geschichte belohnt.
Rezensionen von Tara:
Nervenaufreibend & systemkritisch
Up in Smoke - Was tust du, wenn die Wahrheit nicht zählt? von Nick Brooks
„Up in Smoke“ ist ein spannender Young-Adult Thriller des Autors und Filmemachers Nick Brooks.
Es geht direkt spannend los, der Autor wirft seine Leser*innen mitten ins Geschehen.
Während einer Protestaktion rauben vier Jugendliche einen Laden aus. Einen Block von ihnen entfernt wird währenddessen bei dem Protestmarsch eine junge Frau erschossen.
Jason, der Drahtzieher des Raubs, gerät als Täter des Mordes unter Verdacht und wird von der Polizei festgenommen. Cooper, der bei der ganzen Sache von vornherein ein ungutes Gefühl hatte, glaubt nicht, dass Jason der Täter ist und sieht nur einen Weg: Er muss den wahren Täter finden. Gemeinsam mit Jasons kleiner Schwester Mo begibt er sich auf die Suche, bei der es für die beiden nicht ungefährlich bleibt.
Der Schreibstil von Nick Brooks ist lebendig und mitreißend. Er erzählt in kurzen Kapitel und wechselt die Perspektive zwischen Cooper und Mo(nique). Jedes der Kapitel trägt eine kurze, prägnante Überschrift, die neugierig macht.
Die Charaktere wirken authentisch und auch, dass sich zwischen Cooper und Mo Gefühle entwickeln wird passend mit der Handlung verwoben.
Der Thriller bietet allerdings nicht einfach nur ein fesselndes Leseerlebnis und gute Unterhaltung, sondern regt auch zum Nachdenken an. Er ist system- und gesellschaftskritisch, behandelt aktuelle Themen wie Rassismus, Polizeigewalt und Racial Profiling.
Durch zahlreiche Wendungen wurde ich immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt und habe durchgehend mitgerätselt. Das Ende hat mich überrascht. Ich denke, dass dieser Triller aufgrund seiner Aktualität und Spannung auch durchaus nicht ganz so leseaffine Jugendliche abholen kann.
Rezensionen von Marw76:
Distanziert geschrieben und mit Längen
Immergrün von Ruth Olshan
Ruth reist nach Litauen, um die Urnen ihrer Mutter und Großmutter in der lang verlorenen Heimat der Familie beizusetzen.
Sie erinnert sich in Rückblenden an ihre Kindheit nach der Emigration in den siebziger Jahren. Zunächst ging es für die Familie nach Israel und später nach Deutschland.
Sie haben mit Bürokratie aber auch mit persönlichen Problemen zu kämpfen.
Der Schreibstil des Buches liest sich einfach, aber sehr distanziert und wenig emotional, was ich so nicht erwartet hatte. Immer wieder gab es im Buch auch Längen und Stellen die sich zäh gelesen haben und ich musste mich manchmal zwingen weiterzulesen.
Es ist sicher nicht leicht seine Familiengeschichte als autobiografischen Roman aufzuschreiben, und vielleicht hat die Autorin deshalb die Distanz für das Schreiben gebraucht, aber leider ist mir dadurch die Geschichte und die Personen fremd geblieben.
Leider war das Buch nichts für mich, es gab ein paar Stellen im Buch die ich gerne gelesen habe, aber zum größsten Teil ist die Handlung entweder so dahingeplätschert, oder sie war sehr deprimierend zu lesen. Schwierig war für mich auch nachzuempfinden warum sie so lange in Deutschland geblieben sind, wenn sie sich wenig wohl gefühlt haben.
Leider nicht mein Buch, ich hatte es mir emotionaler erwartet und hatte mir auch eine andere Handlung gewünscht.
Rezensionen von gabiliest:
Gasperlmaier und die Kunst
Letzter Landler von Herbert Dutzler
In Bad Aussee gastiert das Staatsopernballett und Franz Gasperlmaier, Postenkommandant in Altaussee, muss hin. Das hat seine Frau Christine beschlossen, denn Gasperlmaier hat es nicht so mit der Hochkultur. Doch die Aufführung gefällt ihm, besonders die Schönheit einer Geigerin, Julia, hat es ihm angetan.
Doch am nächsten Morgen ist Julia tot, ermordet.
Nunmehr beginnen die Ermittlungen mit der tatkräftigen Hilfe von Gruppeninspektorin Emina Jovanovic und der Frau Dr. Kohlross, beide aus Liezen. Ein verzwickter Fall, nicht nur die Orchestermusiker, das Ballettensemble und Freunde des Opfers sind potentiell verdächtig, denn Julia hatte wechselnde amouröse Verhältnisse. Doch dann gibt es einen weiteren Toten, diesmal einen Balletttänzer. Waren da Drogen im Spiel? Neben einem Schlagersternchen, das den Toten gut gekannt hat, führen immer mehr Spuren zu den Orchestermitgliedern…
Privat hat Gasperlmaier auch gut zu tun, denn die Eltern von Richelle, seiner Kanadischen Schwiegertochter, sind zu Besuch. Da muss Opa Gasperlmaier schon einmal seine Enkel hüten. Das ist schwierig, aber glücklicherweise wird er schnell bei einem Einsatz gebraucht. Die Einladung nach Kanada, die Richelles Eltern aussprechen, möchte er am Liebsten gleich wieder vergessen, denn der Gasperlmaier will gar nicht von zu Hause weg.
Herbert Dutzler hat mit “Letzter Landler” wieder einen seiner berühmten und teilweise bereits verfilmten Lokalkrimis vorgelegt. Die lieb gewonnenen Figuren haben auch in diesem Band ihren Platz, so der Dr. Altmann, Gasperlmaiers Nachbar, der zur rechten Zeit einen Schnaps ausschenkt. Auch der ehemalige Postenkommandant Friedrich Kahlß hilft bei der Aufklärung des Falles. Natürlich kommen auch die Christine vor, die Gasperlmaier immer sagt, wo es lang geht und seine Tochter Katharina mit ihrer Ehefrau, beides neugierige Journalistinnen. Nicht zu vergessen, hat Herbert Dutzler etliche kleine Seitenhiebe eingebaut, so zum Beispiel auf die Schillingzeitung, die sofort wüste Vermutungen zu den Morden anstellt, natürlich immer mit Fragezeichen hinter den Behauptungen, denn schließlich gilt die Unschuldsvermutung. Diesmal ist auch ein junger Polizist, Kevin, mit von der Partie, der nicht nur in sozialen Netzwerken versinkt, sondern auch kein Benehmen und kein Talent für die Polizeiarbeit hat. Alle diese Figuren sind lebensnah beschrieben und wachsen den Lesenden schnell ans Herz, denn sie passen wunderbar in die Ausseer Landschaft.
Somit dürfen wir uns wieder über einen unterhaltsamen Kriminalroman mit viel Lokalkolorit freuen, der sich nahtlos in die Reihe der bisher erschienenen Bände einreiht. Das Buch ist flott und witzig geschrieben, es gibt viele richtige Indizien und falsche Spuren, bis die Aufklärung der Morde gelingt. Wer Gasperlmaier und seine Familie bisher noch nicht lieb gewonnen hat, wird sicher nach dem Lesen dieses Falles von den Protagonisten und der Szenerie überzeugt sein. Daher kann ich einen fiktiven Urlaub im Ausseer Land nur empfehlen, es warten eine spannende Geschichte und viele originelle Persönlichkeiten.
Rezensionen von begine:
Das Teufelsmoor
Spiegelland von Rebekka Frank
Rebekka Frank hat sich mit dem Roman, Spiegelland, wieder etwas besonderes einfallen lassen.
Diesmal führt sie uns ins Teufelsmoor.
Die Geschichte wird in der Zeitebenen erzählt. 1756 erfahren wir von der Armut der Gegend, vom Torf und von Moorleichen.
1999 lernen wir Catha und ihrer Tochter Kira kennen, die vor ihrem schlagenden Mann flieht.
2025 flieht der sechzehnjährige Elias zu seiner Gro0mutter Catha ins Moor.
Diese Zeiten wechseln sich immer wieder ab.
Catha hatte das Haus der Großmutter geerbt, die sie gar nicht kannte. Das Haus war mit vielen Bildern ausgestattet, die fast alle von der Großmutter stammten.
Da war da ein Wandteppich, der ein Rätsel barg.
Der Roman war außerordentlich spannend gestaltet.
Man erlebt allerdings körperliche Gewalt, die die Generationen begleitete. Die Schicksale dieser Personen fesselt ungemein.
Empfehlenswert.
Rezensionen von Daggy:
Mut durch Monster - witzig und schön illustriert
Ninas Monster. Falsch geliefert von Rüdiger Bertram
Nina ist ein Mädchen, dass, weil es sehr klein ist und weil seine Eltern nicht viel Geld haben in der Schule gemobbt wird. Da sie aber auch sehr ängstlich ist, so traut sie sich nicht an dem bellenden Nachbarshund vorbei, wünscht sie sich ein Monster. Sie stellt sich vor, dass so ein großes Wesen sie beschützen nd sie mit ihm Kuscheln könnte.
Leider hat sie keine Ahnung wie sie an sein solches Monster kommt. Da wird ihr ein Katalog direkt ins Gesicht geweht und dort werden einige Monster angeboten. Diese Angebote sind sehr witzig beschrieben und gezeichnet. Sofort entscheidet sich Nina für Walter, den blauen großen Zottel. Dass er wohl nicht gut in eine normale Wohnung passt, verdrängt sie zunächst. Aber die Monster kosten natürlich Geld, dass Nina nicht hat, deshalb fragt sie zunächst ihre Eltern, die aber glauben es handele sich um ein Stofftier. Die schrille Oma, die auf TikTok ihre Outfits postet, hat mehr Verständnis und auch eine Idee. Nina selbst versucht auf unterschiedlichste Art an Geld zu kommen und sie wird dabei immer mutiger.
Eine verrückte Geschichte die sich da Rüdiger Bertram wieder ausgedacht hat. Eine Firma, die Monster im Dschungel fängt und in viel zu engen Käfigen hält, um sie dann zu verkaufen. Und Nina, das zu Anfang ängstliche Mädchen, dass für die Monster immer mutiger wird.
Dazu die wirklich toll gestalteten Illustrationen von Mateo Dineen, dessen Bilder mich in „Monsta“ schon begeistert haben. Ich bin gespannt, was Nina mit den Monstern noch erleben wird.
Rezensionen von Gittl:
Lesenswerte Beziehungskrise
Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Mühleisen Wencke
In ihrem neuen Roman schreibt die Autorin Wencke Mühleisen sehr offen über die aus den Fugen geratene langjährige Ehe von Erika und Jan. Beide Mitte sechzig.
Die Leser/innen werden sofort in die Geschichte mitgenommen. Man fühlt mit Erika mit, es ist alles so nachvollziehbar. Auch findet sich sicher manche Frau genau in der Geschichte wieder.
Sie ist aus dem Leben gegriffen.
Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen in kurzen, aussagekräftigen Sätzen. Die Szenen sind sehr gut beschrieben und einfühlsam. Trotz der tragischen Thematik kommt Witz und Humor nicht zu kurz.
Eine sehr gute Übersetzung aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger.
Das wertige Buch hat eine gute Haptik und auch das Cover finde ich sehr gut gewählt und schön.
Eine Buchempfehlung vor allem für Frauen ab der Mitte des Lebens aber natürlich auch für alle Paare in längeren Beziehungen.











