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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Julie:

Prima Frühlingslektüre

Alt genug von Kürthy Ildikó von

"Alt genug" von Ildikó von Kürthy ist auf 265Seiten im Ullstein Verlag erschienen. 

Sie schreibt über ihre Freundinnen, Krankheiten, Freiheiten und die Mitte des Lebens. Sie deklariert alles, was sie mittlerweile nicht mehr machen oder erreichen muss und scheint mit sich selbst im Reinen und frei zu sein.

 

Köstlich und mit einem gewissen Charme nimmt sie uns mit auf die Geburtstagsfeier ihrer Freundin, welche auf der Reeperbahn reinfeiert.

Ich musste oft schmunzeln und mir hat die vergnüglich erzählte Geschichte, sowie die Erzählweise gut gefallen. Allerdings würde ich das Buch vermutlich nicht noch ein zweites Mal lesen. Dafür hat sie mich nicht tiefgreifend genug berührt. 

Das Cover finde ich klasse und passend. Für mich sieht es aus wie ein Kreis, der sich schließt. 

Ich vergebe von Herzen 3Sterne*** und bedanke mich dafür, dass ich vorab mitlesen durfte.

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Rezensionen von _Le4_:

Unausgereift

Starminster - Stadt in den Wolken Starminster von Megan Hopkins

Im Buch geht es um Astrid, die ihr Leben im Schuppen auf der Farm ihrer Mutter verbracht hat. Als sie einen Ausbruchsversuch startet, wird jemand aus Starminster, einer Stadt im Himmel, auf sie aufmerksam und rettet sie. In Starminster stellt sich heraus, dass Astrid eine Libra ist. Das bedeutet, dass sie in ihrer Pubertät Flügel bekommt.

Sie muss sich jetzt an ihr neues Leben über den Wolken gewöhnen. Außerdem gibt es einige mysteriöse Vermisstenfälle, die scheinbar etwas mit den Librae zu tun haben.

Das Buch klang sehr zauberhaft und das Setting ist wirklich schön beschrieben. Leider ist das Ganze eher unausgereift. Die Geschichte ist leider insgesamt eher durchschnittlich. Die negativen und positiven Aspekte sind tatsächlich recht ausgeglichen.
Mir hat gefallen, wie Astrid zwar ein ängstliches Kind war, sie aber letztendlich ihre Furcht überwindet. Sie hat nicht plötzlich keine Angst mehr, sondern entscheidet sich aktiv trotz ihrer Bedenken, was ich schön finde.
Das Setting war sehr hübsch, aber es wirkte nicht super gut durchdacht. Von der Art und Weise, wie es geschrieben war, haben Unterrichtsstunden zum Beispiel nur ungefähr fünf Minuten gedauert. Der Fakt, dass wir auch im ganzen Buch vollkommen ignorieren, dass Astrids Mutter sie in den Schuppen eingesperrt hat, hat mich auch verwirrt.
Die Geschichte war nicht unterirdisch, aber sie war auch nicht besonders herausragend.

Ich würde das Buch für Kinder und Erwachsene empfehlen, die das Thema hochspannend finden, den anderen würde ich eher andere Bücher empfehlen.

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Rezensionen von Lilli33:

Nicht wirklich meins

Das letzte Kind hat Fell von Tessa Hennig

Nicht wirklich meins

Das Rentnerehepaar Angelika und Hans will seinen Lebensabend an der portugiesischen Algarve verbringen. Das Häuschen ist gerade eingerichtet, als Tochter Sandra und Enkel Finn zu Besuch kommen. Und kurz vorher ist Angelika auch noch ein Hund zugelaufen, die smarte Fellina. Sie ist für so manche nette Szene verantwortlich, aber halt wirklich nur „nett“.

Ich hatte weit mehr Witz und Tiefgang erwartet. Aber die Story ist doch ziemlich einfach gestrickt und sehr vorhersehbar, fast schon langweilig, eine Ansammlung von Kitsch und Klischees.

Leider bin ich auch mit den meisten Figuren nicht warmgeworden. Ich empfand sie zum Teil als egoistisch, Finn sogar als asozial. Meine Lieblingsfiguren waren tatsächlich die Hündin und der Nachbarsohn Lino.

Der Schreibstil ist ungefähr so kompliziert wie in einem Kinderbuch, also genau das Richtige, wenn man mit den Gedanken ganz woanders ist, nur nicht bei dieser 08/15-Geschichte. Vielleicht also genau der richtige Roman für einen schönen Sommertag am Strand.

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Rezensionen von _Le4_:

Thriller in Dänemark

Ultramarin von Ann-Christin Kumm

Lou macht mit seinen Freunden Urlaub in Dänemark. Als seine Freundin Sophie absagt, ist er mit Raf und Nora alleine. Das führt zu einer komischen Dynamik, da er mit Raf eine langjährige, sexuelle Beziehung hat und Nora auf ihn steht. Als sie plötzlich verschwindet, wird die Stimmung immer gereizter und Lou muss sich fragen, wie gut er Raf in Wirklichkeit kennt.

Das Buch ist sehr atmosphärisch geschrieben. Der Schreibstil sorgt dafür, dass man sich stark in die Landschaft und die Freundesgruppe reinversetzen kann.
Die Dynamik zwischen Lou und Raf ist höchst fragwürdig. Lou hat eher Rafs Bedürfnisse im Blick als seine eigenen und nimmt jedes bisschen Liebe als Geschenk an, auch wenn es nur die kleinsten Krümmel sind. Raf hingegen hält Lou konstant auf Armlänge und lässt ihn aber auch nicht gehen. Seine Aktionen sind ganz klar toxisch und besorgniserregend. Über sie zu lesen war sehr spannend und hat dafür gesorgt, dass ich einen ganz schönen Stein im Magen hatte.
Als Nora verschwindet, mutet die Geschichte wie ein Thriller an. Ich habe mir viele Sorgen gemacht, die nicht vollkommen unbegründet waren.
Leider war die Geschichte insgesamt auch etwas wirr, weswegen mir auch nicht so ganz klar wurde, was das Ziel war oder ob es nur um die Stimmung des Buches ging.

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, da es sehr atmosphärisch war. Ich kann es also trotz der leicht wirren Story empfehlen.

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Rezensionen von Lilli33:

Ein Pageturner!

Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann

Ein Pageturner!

Inhalt:
Nach einem Ausflug ins Moor kommen die Zwillinge Nike und Jana nicht nach Hause. Es ist eiskalt und Nebel hängt über dem Moor. Der besorgte Vater bittet die Polizei um eine Suchaktion. Doch der zuständige Beamte wiegelt ab. Da ergreift Ruth Sichler die Initiative und stellt eine Suchmannschaft auf die Beine.

Sie kennt das Moor wie sonst niemand in Moorbach. Bald steht fest, dass es um ein Verbrechen geht. Malia Gold wird mit dem Fall betraut, ihrem ersten an der neuen Dienststelle. Dabei ist Moorbach kein unbekannter Ort für sie …

Meine Meinung:
Andreas Winkelmann in Hochform! Mit diesem Werk konnte er mich von der ersten bis zur letzten Seite packen, und das sind weit über 400 Seiten. Ich habe sie an einem einzigen Tag verschlungen, weil ich unbedingt wissen musste, wie die Sache ausgeht.

Die Vielzahl an Personen bereitete mir dabei überhaupt keine Probleme, da jede einzelne sehr gut ausgearbeitet ist und sich von den anderen abhebt. Ihre Beziehungen zueinander sind komplex und zunächst undurchsichtig, doch genau das macht auch den Reiz aus. Fast jeder hat irgendwo ein kleines oder größeres Geheimnis, und diese nach und nach aufzudecken, ist ein großes Vergnügen. Es kommt dadurch zu ständigen Wendungen in der Handlung, die die Ermittelnden und die Lesenden auf Trab halten. Die kurzen Kapitel und die häufigen Perspektivwechsel sorgen dabei für ein hohes Tempo. Verdächtige gibt es zuhauf, sodass man herrlich miträtseln kann. Am Ende wird man trotzdem überrascht. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand auf den wahren Täter kommt, und doch ist die Auflösung logisch und rund.

„Moorland. Die Zwillinge“ ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe aus dem Knaur-Verlag. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band, denn der erste konnte mich restlos überzeugen.

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Rezensionen von Ryria:

Aktuelles und wichtiges Thema spannend verpackt

Up in Smoke - Was tust du, wenn die Wahrheit nicht zählt? von Nick Brooks

Was für uns meistens weit entfernt ist, ist für viele Menschen z.B. in den USA leider trauriger Alltag: (Polizei-)Gewalt und ständiger Rassismus.
In diesem Buch begleiten wir einige Schwarze Jugendliche, die in eine schlimme Situation hineingeraten: Während Monique auf einer Black Lives Matter Demonstration friedlich ihre Meinung kundgibt, nutzt ihr großer Bruder Jason die Gelegenheit zum Plündern.

Eher unfreiwillig mit dabei ist auch Cooper, der heimlich für Monique schwärmt. Als Jason kurz darauf wegen Mord verhaftet wird, liegt es an Cooper und Mo, den wahren Täter zu finden.

Besonders beeindruckt hat mich an der Geschichte die Authentizität: Der Autor ist selbst Schwarz und hat die Gedanken und Ängste der Menschen eindrucksvoll beschrieben. Es ist eine Sache, von der Situation mit genügend Abstand in den Nachrichten zu hören, aber eine ganz andere, die Gedanken eines Schwarzen Jungen zu lesen, der Angst hat, dass ein Polizist ihn wegen einer falschen Bewegung einfach erschießt.
Ein gesellschaftlich relevantes Thema wird einem hier in unterhaltsamer Form nähergebracht, denn gleichzeitig ist es auch ein spannender Jugendthriller. Man kann toll miträtseln, wer denn jetzt der wahre Mörder ist, mit vielen falschen Fährten und Überraschungen.
Auch ein bisschen Romance ist vorhanden, jedoch im angemessenen Maße und passend zu einem Jugendbuch.

Der Schreibstil ist recht schnörkellos und angenehm zu lesen, die Sprache hat sich für mich auch recht authentisch jugendlich angehört.
Cooper und Monique erzählen abwechselnd aus ihren Perspektiven, beide waren mir überwiegend sympathisch, sie erschienen reflektiert für ihr Alter, aber gleichzeitig auch noch unüberlegt in ihren Entscheidungen manchmal.
Das Erzähltempo war ebenfalls schön hoch, nur das Ende ging mir leider doch etwas zu schnell bzw. hätte ich mir dort noch etwas mehr gewünscht.

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Rezensionen von Odina:

Gefährliche Ermittlungen

Heaven's Gate von Daniel Faßbender

Der Krimi "Heaven's Gate“ wurde von Daniel Faßbender verfasst und erschien am 25. Februar 2026 im Diogenes Verlag. Das Buch umfasst 304 Seiten und das Cover ist stimmig zum Setting gestaltet. In der Geschichte geht es um Caruso, einen ehemaligen deutschen Profisurfer, der auf der philippinischen Insel Surogao in Geldnöten steckt.

Als eine Spanierin ihn bittet, ihren vermissten Sohn zu suchen, nimmt er den Auftrag an. Schnell merkt er, dass hinter dem Verschwinden mehr steckt: Die paradiesische Insel ist ein gefährlicher Drogenumschlagplatz und Caruso gerät in einen Strudel aus Korruption und Gewalt. Der Schreibstil des Autors ist flüssig, ruhig und sehr bildhaft. Die lebendigen Beschreibungen der Insel und ihrer Atmosphäre lassen die Umgebung förmlich greifbar werden. Die Spannung bleibt dabei von Anfang bis Ende hoch, die Krimihandlung ist gekonnt und fesselnd aufgebaut. Die Charaktere sind klar nachvollziehbar gestaltet. Besonders Caruso wirkt als Hauptfigur authentisch und vielschichtig. Seine Vergangenheit als Surfer und sein jetziges Leben als Privatdetektiv fügen sich zu einer glaubwürdigen und sympathischen Persönlichkeit zusammen, deren Handlungen und Gedanken stets verständlich bleiben. Insgesamt ist das Buch ein gelungener, kurzweiliger Krimi, der nicht nur spannende Unterhaltung bietet, sondern auch zum Nachdenken anregt.

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Rezensionen von Sina:

Hilfreicher Wegbegleiter

Dein ADHS Buddy von Grace Koelma

Das Workbook „Dein ADHS Buddy“ von Grace Koelma verknüpft gekonnt wissenswerte Informationen rund um das Thema ADHS mit praktischen und professionellen Tipps, um den Alltag damit besser bewältigen zu können.

Im ersten Teil des Buches wird erklärt, was ADHS überhaupt ist, vor welchen Herausforderungen Betroffene stehen, wie sich eine Komorbidität mit Autismus äußert oder auch die spezifischen Stärken von ADHSler:innen.

Insbesondere die Teile zur emotionalen Regulation und dem Nervensystem haben mir sehr gut gefallen. Die Texte sind recht kurz und in einer klaren Sprache gehalten. Jedes der drei Kapitel im ersten Teil enthält zudem einen Erfahrungsbericht eines Betroffenen, was meiner Ansicht nach den Zugang zum Thema erleichtert und Selbstakzeptanz fördert.

Im zweiten Teil des Buches geht es dann mehr um das Praktische. Themen wie Zielsetzung, Produktivität und das bewusste Arbeiten mit Hyperfokus-/fixierung werden hier klar in den Fokus gestellt.

Insgesamt ist die Aufmachung des Buches aus meiner Sicht absolut gelungen. Die Mischung aus informativen Inhalten mit farbenfrohen Illustrationen und tollen Vorlagen zum Arbeiten laden zum Lesen und aktiv werden ein, während sie hervorragend auf ein neurodivergentes Nervensystem abgestimmt sind.

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Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

Dieses Buch hat mich zutiefst berührt

Midnight Caller von Christine Wayand

Romy ist der Hauptcharakter des Buchs von Christine Wayand und hier muss ich schon meine erste Begeisterung teilen : Wieviel Talent kann man bitte besitzen, Charakteren in Büchern Leben einzuhauchen ? Sie individuell und tiefgründig beschreiben und den Leser / die Leserin damit sofort zu catchen ? Die Autorin Christine Wayand hat dieses Talent definitiv und damit hat sie mich auch schon auf den ersten Seiten gefangen.

Romy, die nachts das Sorgentelefon bedient, ist professionell, geradezu akkurat – ihre Gefühle kann sie problemlos auf die Seite schieben und sich Nacht für Nacht die Sorgen anderer Menschen anhören. Bis da diese eine Stimme auftaucht, die sie zutiefst berührt; die etwas mit ihr macht, was nicht sein darf – denn Nähe ist bei diesem Job nicht erlaubt. Und doch weckt diese Stimme so viel in ihr, was im Verborgenen bleiben sollte und eigentlich nicht an die Oberfläche sollte.
Dies ist kein klassisches Romance Buch – sondern geht viel, viel tiefer. Ich habe das Buch wirklich verschlungen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
Christine Wayand schreibt so bildhaft, dass man sich wie gefangen fühlt mit ihren starken Figuren – und fast fühlt es sich nach den ersten paar Seiten an, als wären diese Figuren alte Bekannte, ja fast Freunde. Man fühlt alle Emotionen so toll mit.
Was für ein Jackpot dieses Buch ist, solltet Ihr unbedingt selbst erleben – eine absolute Leseempfehlung gibt es von mir !

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Rezensionen von Ulla:

im Kopf der Frau

Grüne Welle von Esther Schüttpelz

Eine, zuerst namenlose, Frau, eine Künstlerin, verlässt das Kino, in dem sie regelmäßig mit ihrer Freundin aus Studienzeiten trifft. Dies ist ihre einzige Auszeit von ihrem bestimmenden Mann, einem erfolgreichen Anwalt. Sie steigt in ihr Auto und will nach Hause fahren, bis sie zuerst in einer Umleitung gerät und dann, im Dunkeln, einen falschen Weg gewählt hat.

Sie beschließt weiterzufahren und an der nächsten roten Ampel zu wenden. Doch jede Ampel leuchtet grün. So fährt sie und fährt, übermüdet und unterzuckert, bis sie einen kleinen Unfall hat.
Was diese Frau bewegt hat, sich immer weiter von ihrem Zuhause zu entfernen, wird uns während der langen Fahrt nahegebracht. Die Gedanken und Gefühle der Frau, ihre Wünsche und Sehnsüchte, die sie sich jetzt erst eingesteht, könnten viele Frauen so oder so ähnlich erlebt haben. Als sie auf zwei junge Anhalterinnen trifft werden die Reflektionen mit ihrem bisherigem Leben intensiver.
Eine weitere Sichtweise erleben wir durch die Freundin der Frau, die sich erst Sorgen um die verschwundene Frau macht, dann jedoch merkt, dass sie nicht zu ihrem Mann fahren möchte.
Der Roman ist in einer ganz besonderen Sprache geschrieben, teilweise mit sehr langen Sätzen und einem Inhalt, der nachdenklich macht.

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