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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von nanu?!:

Mehr als ein Kunstkrimi

Nachrichten aus dem Inneren der Katze von Judith Burger

Grellrode ist für die 17-jährige Sylvie der langweiligste Ort auf der Welt. Hier möchte sie dringend weg, am besten, noch vor dem Abitur.
Aber bis es soweit ist, jobbt sie neben der Schule als Aufpasserin im Grellrodener Kunstmuseum.
Bei einem ihrer Rundgänge entdeckt sie, dass ausgerechnet "Nachrichten aus dem Inneren der Katze" verschwunden ist.

Sylvies Meinung nach, das einzige sehenswerte Bild der kompletten Ausstellung.
Doch dem Museumsdirektor scheint der Diebstahl egal zu sein. Sylvie soll Stillschweigen über den Raub bewahren, aber gefeuert wird sie trotzdem.

Dieser ungewöhnliche Titel hat mich neugierig gemacht.
Wir erleben Sylvie die versucht, ein paar Geheimnissen auf die Spur zu kommen.
Was hat es mit dem Bild auf sich und warum reagiert der Museumsdirektor so komisch.
Eine Geschichte, die als Kunstkrimi anfängt, und dann immer größere Kreise zieht, mit noch mehr Geheimnissen.
Nebenher lernt Sylvie auch noch Paul kennen. Von Paul fühlt sich Sylvie direkt angezogen, aber auch er scheint ein einziges Rätsel auf zwei Beinen zu sein.

Sylvies Gefühlsleben kann man als Leser gut nachvollziehen, da das Buch aus ihrer Sicht in der Ichform geschrieben ist.
Am Anfang ist es nur die Neugier die sie umtreibt, danach nimmt sie die Sache aus Gründen persönlich. Das wachsende Unverständnis, das irgendwann in Wut umschlägt, auch die konnte ich immer gut verstehen. Sie fühlt sie Hintergangen und nicht Ernst genommen, wie das oft bei Heranwachsenden so ist.
Sylvies Hang zur Selbstironie verleiht dem ganzen eine gewisse Prise Humor.
Sie ist eine gute Beobachterin und über ihre Einschätzungen im Alltag musste ich oft lachen.
Ihre 17 Jahre kommen jedenfalls gut zur Geltung und ich fand sie immer authentisch.
Mit Sylvie hat man eine sympathische Figur, mit der man gerne mitfiebert und die man auf ihren Weg zum Erwachsenwerden gerne begleitet.

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Rezensionen von begine:

Milos Entführung

Alles ihre Schuld von Andrea Mara

Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, musste ich den Roman „Alles ihre Schuld„ unbedingt weiterlesen.
Die Autorin Andrea Mara schreibt spannend und realistisch über eine Entführung eines kleinen Jungen, über Schuldgefühle und Ängste.
Marissa hat ihren Sohn erlaubt, bei einem Freund zu bleiben und als sie ihn abholen will, ist er nicht da.

Die Adresse stimmt gar nicht.
Jenny, die Mutter des Jungen, die ihr geschrieben hat, dass der Junge da bleiben soll, wusste von nichts.
Als sich herausstellt, dass Jennys Kindermädchen Stella etwas damit zu tun hat, will sie bei der Suche helfen.
Die Motive sind unklar. Es gibt auch keine Lösegeldforderung.
Erschreckend sind die Kommentare in den sozialen Medien, die auf den Suchanfragen zu sehen sind.
Die Autorin schreibt in einem Stil, bei den man die Situationen der Figuren mitfühlen kann.
Ich war gefangen von dem Roman, bis es die ersten Ermordeten gab.
Das macht es vielleicht dramatischer, störte mich aber.
Es ergab noch einige echt erschreckende Erkenntnisse.
Es war ein Leseerlebnis.

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Rezensionen von Anndlich:

Gefahren aus der Tiefe

Dead Girls Don't Dance von MK Pagano

Fiona wurde vor einem Jahr tot in einer Schlucht gefunden. Bis heute bereut ihre Schwester Addie Blackwood jene Nacht, denn Fiona und sie sind nicht im Guten auseinander gegangen und im Gegensatz zur örtlichen Polizei ist Addie sich sicher, dass Fiona keinen Suizid begangen hat, sondern von jemanden gestoßen wurde.

Ein Jahr lang beschuldigt sie Thatcher Montgomery ihre Schwester umgebracht zu haben, doch dann wird auch Thatchers Leiche am Grund der Schlucht gefunden und Addie wird zur Verdächtigen. Der einzige dem Addie vertrauen kann ist Seth, denn mit ihm war sie zum Todeszeitpunkt zusammen und die beiden versuchen alles, um den wahren Mörder zu überführen.

Dead Girls Don’t Dance von MK Pagano ist ein atmosphärischer Jugendthriller, der bereits mit der ersten Seite eine Sogwirkung erzeugt. Die Geschichte erleben wir aus der Perspektive der 18-jährigen Addie Blackwood, die vor einem Jahr ihre Schwester verloren hat und unter Schuldgefühlen und Verlustängsten leidet. Genau diese Gefühle kommen unfassbar schnell zur Geltung, sodass ich mich gut in Addies Gefühlswelt hineinversetzen konnte. Ich war zudem positiv überrascht, dass das Buch nicht langsam anfängt, sondern sehr schnell eine starke Atmosphäre aufbaut, die einen angespannt zurücklässt und einen durch die Seiten peitscht.

Die Story selbst ist für Erwachsene möglicherweise zu seicht, für einen Jugendthriller empfand ich es über weite Strecke jedoch sehr stark. Der Thrill kommt allerdings weniger über Gefahren und Ermittlungen, sondern mehr über die Gefühlswelt Addies und die Frage nach dem möglichen Täter, die bis zuletzt offen bleibt und überraschen kann. Gegen Ende nimmt dann jedoch auch die Spannung nochmal zu!

Lediglich die Konstellation zwischen den Blackwoods und den Montgomerys war mir etwas zu viel und auch das Tatmotiv wirkt im Kontext sehr heftig und ihm hätte wohl etwas mehr Tiefe in der Auflösung gut getan. Dennoch konnte mich Dead Girls Don’t Dance wahnsinnig gut unterhalten!

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Rezensionen von Sandr4:

Zwischen Liebe und Trauma

Love is like a Thunderbolt von Ronja Madeleine

Dieses Buch hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht. Es gibt ja in allen NA - Büchern Themen, die die Protagonisten herumtreiben, aber ich habe, glaube ich, noch kaum eins gelesen, wo diese Themen so einen großen Punkt einnehmen. Sie erklären nicht nur das Verhalten, sondern die Charaktere sind noch aktiv davon betroffen und es handelt sich nicht nur um vergangene Geister.

Außerdem hat das Buch einen kleinen Suspense - Anteil, der richtig gut umgesetzt ist und viele Fragen für die nächsten Bücher aufwirft. Was für mich auch sehr herausstach, war, dass viele der Nebencharaktere auch Vergangenheiten und Persönlichkeiten hatten, die über den "Support" von Elli als Main Character hinausgingen.

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Rezensionen von Sheilo:

Süße Romcom

All the things I didn't say von Ann Liang

Sadie ist wahnsinnig zielstrebig, sie meldet sich für alle freiwilligen Arbeiten in der Schule, unterstützt ihre Mitschüler und ist zusätzlich noch Schulsprecherin. Doch auch wenn sie immer perfekt wirkt, muss auch sie mal Dampf ablassen. Dafür hat sie bisher immer E-Mails geschrieben, die sie jedoch nie abgeschickt hat.

Bis zu dem Tag, als diese versendet wurden, ohne das Sadie es selbst getan hat. Auf einmal reden alle über sie, egal ob Schüler oder Lehrer, doch diesmal ist es nicht aufgrund ihrer außergewöhnlichen Leistungen.

"All the things I didn't say" ist eine amüsante und abwechslungsreiche Romcom von Ann Liang, die mich selbst ein wenig an meine Schulzeit erinnert hat. Der Schreibstil war sehr angenehm und passte sehr gut zum Young Adult Genre, wobei sich das Buch auch schon für jüngere Lesende ab 14 Jahren eignet, da das Buch keinen Spice beiinhaltet, dieser aber in der Geschichte auch überhaupt nicht fehlt.

Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin das Thema Leistungsdruck im Buch thematisiert hat. Die Jugendlichen, die eigentlich ihre Jugend/Kindheit noch genießen sollten, werden heutzutage oft sehr unter Druck gesetzt, immer Bestleistungen zu erreichen. Teilweise tun sie alles dafür, nur das sie dabei ihre Hobbys und ggf. eigene Wünsche vernachlässigen.

Julius, ein Protagonist der Geschichte, steht somit in der ständigen Konkurrenz zu Sadie. Beide sind zielstrebig und tun alles für einen perfekten Abschluss. Doch durch die unbeabsichtigten Mails von Sadie an Julius entdeckt dieser erst, was noch alles in Sadie steckt, die sonst immer nur die nette und höfliche Fassade im Schulalltag zeigt.

Auf Sadies Schultern lasstet jedoch noch mehr, da sie sich selbst die Schuld an der Trennung ihrer Eltern gibt und neben der Schule ihre Mutter in der eigenen Bäckerei unterstützt. Ihr Alltag ist so durchstruckturiert mit der Schule, dem Lernen und der Arbeit, das quasi keine Freizeit mehr übrig zu bleiben scheint.

Ich mag "All the things I didn't say", da es neben der süßen Liebesgeschichte so viele tiefgründige Themen beinhaltet. Mich selbst hat das Buch zum Nachdenken angeregt, vor allem, wie ich als Mutter meine Kinder bei einer guten Balance zwischen Schule und Freizeit unterstützen sollte. Außerdem gefällt mir das Schul-Setting sehr und die amüsante Variante, wie der Stein in der Geschichte ins Rollen gebracht wurde.

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Rezensionen von Sandr4:

Der Buchhändler von Gaza von Rachid Benzine

Mich konnte das Buch inhaltlich sehr überzeugen. Die 120 Seiten lassen einem definitiv mit vielen Gedanken und Gefühlen zurück. Der Schreibstil war für mich was Neues und ich musste mich auch erst drauf einlassen. Der Großteil des Buches war wirklich so geschrieben, wie wenn einem wer seine Lebensgeschichte erzählt.

Manchmal paar Zeitsprünge und Informationen die wiederholt wurden, aber genau das hat den Charme ausgemacht. Außerdem wurde der Leser in vielen Teilen des Buches mit "Du" angesprochen, als wäre man der Journalist.

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Rezensionen von Cellissima:

Tolle Idee mit leider nicht ganz überzeugender Umsetzung

Healthy Food von Monika Svendsen

Kein reines Rezeptbuch, kein reines Abnehmbuch, sondern ein Buch, das dabei helfen soll, das Wunsch- und Wohlfühlgewicht zu erreichen, sich in seinem Körper wohlzufühlen, endlich keine Diäten mehr halten zu müssen ... das klang gut. Auch die Herangehensweise, Ernährung plus Mindset, klangen perfekt.

Die Rezepte sollten einfach und alltagstauglich sein, der ganze Körper sollte profitieren ... ich war also sehr gespannt auf "Healthy Food"; die Erwartungen waren hoch. Vielleicht zu hoch, denn uns hat das Buch leider enttäuscht.

Enthalten sind 40 Rezepte. Je weniger Rezepte, desto höher natürlich das Risiko, dass man kaum Rezepte findet, die den eigenen Geschmack treffen. Dennoch waren wir offen und gespannt.

Das Buch ist wie von diesem Verlag gewohnt absolut hochwertig aufgemacht, weit überwiegend findet man sehr schöne ganzseitige Fotos der Gerichte, die sofort Lust auf das Ausprobieren der Rezepte machen (wenn sie denn den eigenen Geschmack treffen).

Zunächst kommt die Autorin zu Wort, es gibt bspw. ein Vorwort und sie erzählt ihre Geschichte. Anschließend folgen die acht Kapitel Beauty Secrets (für natürliche Schönheit von innen), Microbiome reset (der Neustart für Deinen Darm), Longevity Mode (gesunde Lebensjahre gewinnen), Anti-inflammatory (stille Entzündungen im Körper heilen), Immune booster (mehr power für Deine Abwehrkräfte), Brain fuel (für starke Nerven und ein gutes Gedächtnis), Energy booster (voller Energie durch den Alltag) sowie Anti-craving (gesund naschen ohne schlechtes Gewissen) mit den jeweiligen Rezepten. Dazu gibt es zu jedem Kapitel vorweg ein passendes Extra, etwa die besten Nährstoffe für Langlebigkeit, fürs Gehirn, für den Darm, gamechanger der antientzündlichen Ernährung, schnelle Hilfe bei Heißhunger ... das klang einfach sehr durchdacht und perfekt. Da ich mich sowieso schon lange mit Molekularmedizin und Epigenetik beschäftige und Nahrungsergänzungsmittel eines führenden Molekularmediziners einnehme, war ich sehr gespannt und hoffte, vielleicht noch etwas Neues lernen zu können (wobei ich wusste, dass die Chance eher gering ist, da ich auch die Bücher dieses Molekularmediziners lese und so immer auf dem neuesten Stand bin).

Bei jedem Kapitel gibt es vor den eigentlichen Rezepten eine Einleitung; dann folgen die jeweils passenden und wichtigen Nährstoffe, ihre Bedeutung für den Körper und eine kleine Aufzählung der Lebensmittel, in denen sie enthalten sind. Ich wusste das alles schon und konnte nichts Neues lernen, aber für Menschen, die sich erstmals damit beschäftigen, ist das sicher sehr hilfreich und gut. Die Idee und der Aufbau gefallen mir jedenfalls.

Gut ist wie gesagt, dass nicht nur auf die Ernährung Wert gelegt wird, sondern dass auch die Bedeutung von Bewegung, Schlaf und Stressabbau betont wird (wobei das ja nun nicht neu ist). Allerdings liegt der Fokus für uns viel weniger auf den übrigen Dingen als vermutet und beworben.

Ein großer Minuspunkt ist wie gesagt, dass uns nur wenige Rezepte ansprachen. Eigentlich waren es nur das Hirseporridge mit Mandeln und Äpfeln, die Linsenwraps (ohne Lachs für mich als Vegetarierin - aber sie schmecken auch mit Salat oder kalt mit Rohkost köstlich!), Avocado-Schoko-Mousse mit Amaranth-Crunch, Almond-Matcha-Latte, Granola mit Zimt und Tonkabohne, Spinat-Kürbis-Lasagne, Bananen-Nicecream mit Schokosauce, Coconut-Panna-Cotta, Schokolade mit Beeren und Pistazien sowie der Schokoaufstrich mit Datteln und Mandeln.

Manche Rezepte ergeben für mich nicht so viel Sinn - so findet sich im Teil mit den antientzündlichen Rezepten(!) ein Rezept für Risotto mit Brunnenkresse und Zitrone. Reis soll antientzündlich sein? -Das absolute Gegenteil ist doch der Fall! Für mich also absolut unverständlich, wie man ein Rezept mit Reis (noch dazu mit weißem Reis) als antientzündlich bezeichnen und einordnen kann.

Bei anderen Rezepten bin ich mir nicht sicher, ob sie wirklich zum Abnehmen beitragen, da sie aus meiner Sicht oft hochkalorisch sind. So hat die Spinat-Kürbis-Lasagne bspw. ca. 1232 Kalorien pro Portion. Ich nehme damit sicher nicht ab, zumal das Frühstück und das Abendessen ja auch Kalorien haben und die Gesamtkalorienmenge für den Tag dadurch einfach viel zu hoch ist.

Uns sprachen also v.a. die süßen Rezepte an. Von den getesteten Rezepten haben uns bis auf die Coconut-Panna-Cotta, die wir leider ungenießbar fanden, alle gut geschmeckt. Die Rezepte sind einfach und übersichtlich, es gibt Kalorien- und Nährwertangaben. Ansonsten stören mich nur kleine Details - beim Schokoaufstrich mit Datteln und Mandeln hätte man etwa noch angeben können, wie lange er gekühlt haltbar ist nach der Herstellung.

Fazit also: Tolle Idee, aber leider nur relativ wenige Rezepte, von denen noch deutlich weniger unseren Geschmack treffen. Ein paar wenige neue Lieblingsrezepte haben wir gefunden, v.a. die Linsenwraps und den Schokoaufstrich mit Datteln und Mandeln, sodass wir das Buch wegen dieser Rezepte weiterhin benutzen werden. Aber die Hoffnung, hier viele tolle neue Rezepte zu finden, die man dauerhaft täglich zubereiten kann, das Buch also auch dauerhaft täglich nutzen zu können und Monika Svendsens Konzept dauerhaft umsetzen zu können, hat sich leider nicht erfüllt. Für uns eignen sich diese Rezepte und dieses Buch leider nicht hierfür. Hinzu kommt, dass viele der enthaltenen Rezepte keineswegs neu sind, sondern man sie so ähnlich schon oft gesehen hat. Ich denke hier bspw. an das Hirse-Porridge, die Almond-Matcha-Latte, die Bananen-Nicecream, die Coconut-Panna-Cotta ... Ich hatte auf tolle, wirklich neue Rezepte gehofft. Und was für Familien wichtig ist: Ich glaube, dass Kinder viele der Rezepte einfach nicht essen werden, wodurch die Rezepte und das Buch leider auch nicht wirklich familientauglich sind.

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Rezensionen von Claudia H.:

Nicht gesucht, aber trotzdem gefunden

Ab durch die Mitte von Kristina Günak

Worum es geht:
In Paulas Freundeskreis wird gerade geheiratet und Kinder gekriegt. Dagegen hat Paulas Freund sie verlassen und noch während sie sich für ihren Boss in einem Besichtigungstermin befindet, wird ihr mit sofortiger Wirkung gekündigt. Weil Paula sich in dieser Abwärtsspirale befindet, braucht sie Trost.

Da das Haus, dass sie eigentlich verkaufen sollte, so viel Charme und Wärme ausstrahlt, beschließt sie kurzerhand, einfach die Nacht hier zu verbringen. Doch am nächsten Morgen stellt sie fest, sie ist gar nicht alleine hier. Der Tierarzt des beschaulichen kleinen Ortes wohnt auch derzeit hier, weil seine Wohnung im Moment unbewohnbar ist. Die alte und sehr liebenswerte Erbin des Hauses erlaubt Paula weiterhin hier wohnen zu bleiben, wenn sie bereit ist, dem Tierarzt unter die Arme zu greifen. Auf diesen Deal geht sie gerne ein, hat nur leider mit Tieren noch nie etwas zutun gehabt.

Mein Fazit:
Man ist gleicht mittendrin in der Story, so mag ich das immer sehr gerne. Dies ist mein erstes Buch von Kristina Günak und mir gefällt ihr Schreibstil sehr gut. Er ist locker, leicht und man kann sich sehr gut in die Story hineinfallen lassen. Anfangs ist die Story echt witzig, ich habe sehr viel geschmunzelt. Im Laufe des Buches wird die Story schon ernster, auch aufgrund der Themen, die hier aufgegriffen werden, die ich jetzt allerdings nicht thematisieren möchte, da ich sonst spoilern müsste. Der Umgang damit hat mir allerdings richtig gut gefallen und ich fand es sehr interessant. Der Wandel der Story hat mich allerdings überhaupt nicht gestört, denn da war ich von Paula und ihrer Story schon total gepackt. Paula ist ein Mensch, der versucht, es allen gerecht zu machen und sich dabei schon mal aus den Augen verliert. Als sie sich nun in diesem beschaulichen Ort wiederfindet und die Leute sie hier mit offenen Armen empfangen, da wird ihr einiges klar. Paula fängt an, darüber nachzudenken, was sie eigentlich möchte. Eine tolle Entwicklung eingebettet in eine echt süße Lovestory.

Für diese absolut lesenswerte wunderschöne slow burn RomCom vergebe ich sehr gerne 5 Sterne.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Von der Unmöglichkeit, sein eigenes Spülbecken benutzen zu können

Eine Maus namens Merlin von Simon Van Booy

Als Coverkäuferin musste ich das Buch einfach haben, die Maus im Pantoffel ist einfach zu niedlich. Aber der Klappentext klang natürlich auch gut.

Es geht um Helen. Sie ist 83 Jahre und hat sechzig Jahre mit Mann und Sohn in Australien gelebt. Nun sind beide tot und Helen ist zurück nach Großbritannien gezogen.

Sie lebt alleine und einsam in ihrem Häuschen und hat keinerlei Außenkontakt. Detailliert wird ihr Tagesablauf in den alltäglichen Details geschildert. Das wirkt nur auf den ersten Blick langweilig, ist es aber (für mich) gar nicht gewesen, es hat Helens tagtägliches Einerlei so gut transportiert. Das Highlight war die Fernsehsendung des Tages, unterbrochen von Essenszubereitung (naja, meistens Fertiggerichte oder Toast) und einmal in der Woche gönnt sie sich beim Einkaufen ein Törtchen.

Bis eines Tages Merlin, die Maus in ihr Leben tritt. Zufällig und anfangs auch sehr lästig.
Helen muss ihre selbstgewählte Einsamkeit verlassen und im Örtchen nach Mäusebeseitigungsmöglichkeiten fragen.
Noch mitten in der Planumsetzung schafft die Maus aber das Unmögliche: Helen gewöhnt sich an sie und Merlin wird auf einmal ganz wichtig für Helen.
Auch wenn Helen ihr Spülbecken nicht mehr verwenden kann, weil dort jetzt eine Maus wohnt (die Szenen mochte ich sehr, als Helen immer ins Bad ging, um Wasser zu holen, das hat für mich alles so gut vorstellbar gemacht) - über Merlin knüpft Helen zunehmend auch Bekanntschaften in die Außenwelt.
Als ein einschneidendes Ereignis passiert, lernt man Helen von einer ganz anderen Seite kennen.

Das Buch ist eines der leisen Töne. Es geht um Einsamkeit, nicht nur der von Helen, aber natürlich ist diese im Fokus. Um die Bedeutung von (Haus)Tieren gerade dann, wenn man niemanden hat. Und wie wichtig Freundschaft ist - und nicht zu vergessen ein Ausweis für die örtliche Bibliothek.

Ein schönes Buch, auch wenn mir das I-Tüpfelchen zur kompletten Begeisterung gefehlt hat.
Gute vier Sterne ist mein Fazit.

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Rezensionen von Leser:

Wenn der Traum zur Obsession wird

She's a Star! von Meredith Hambrock

Jessamyn St. Germain will auf die große Bühne und als Musical-Star gefeiert werden.
Allerdings ist die Realität weit entfernt von dem, wie sie selber in sich sieht.

Ein ungewöhnlicher Roman mit einer Buchfigur, der ich gerne gefolgt bin, aber nicht mit iht befreundet sein möchte. Sie ist exzentrisch, hartnäckig, zielstrebig und auch gefährlich.

Sie verliert sich in Fantasien, in ihrer eigenen Welt und ihr Wunsch wird zur Obsession, der ungeahnte Wege nimmt.

Einen großen Anteil daran trägt auch ihre Musiklehrerin, die falsche Signale sendet und sie in dem Glauben bestärkt, sie wäre ein großes Talent.

Mir hat es großen Spaß bereitet Jessamyn zu begleiten und ihren Gedanken zu lauschen, ihr über die Schulter zu schauen und über manch eine ihrer Handlungen den Kopf zu schütteln.
Sie ist eine Frau, die den Sinn zur Realität verliert und in ihrer eigenen Welt lebt.

Die Geschichte ist tragisch, spannend und auch auf seine Art sehr unterhaltsam!

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