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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:

"Alles" hätte mehr versprochen...

Alles über Heather

Ein amerikanisches Mittelstandsleben, recht trocken heruntererzählt: Mark und Karen geht es gut, aber für den großen Erfolg reicht es nicht ganz. Die Tochter hingegen ist ein wahres Wunder, schön, charmant, intelligent und einfühlsam, schon als Kleinkind. Das kann man glauben oder auch nicht, hinschreiben lässt sich schnell etwas und für den Lauf der Geschichte spielt es keine Rolle, die Eltern sind auf jeden Fall entzückt von ihrer Heather.

Dann kommt der Underdog, Kind einer drogensüchtigen Mutter, vorbestraft und chancenlos. Der wirft seine lüsternen Blicke auf Heather, der Vater sieht das Idyll bedroht und beseitigt ihn durch einen Stoß aus dem Fenster. Die Gefahr ist gebannt, der Mittelstand putzt sich ab- nicht wirklich überraschend, nicht richtig böse, eher patschert.
Ein kleines Werk, recht groß präsentiert: das Layout sehr großzügig, die Danksagungen des Autors überaus enthusiastisch und ausführlich- und immer noch ein paar leere Seiten, weil Heather halt doch nicht so viel hergibt.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Ein falscher, narzistischer und materieller "Gottesmann" - nach einer wahren Begebenheit!

Hütet euch vor dem kriminellen Pfaffen von Ina Mönch

Kurz zum Inhalt:
Julia wird nach dem Tod ihrer geliebten Tante Sophie zur Testamentsvollstreckerin. Doch war ihr nicht bewusst, welche Steine ihr da in den Weg gelegt werden. Nach und nach fällt Julia, vor allem durch die Einträge ihrer Tante Sophie in ein Kalendertagebuch auf, dass im Laufe von vielen Jahren immer mehr und mehr Geld verschwunden ist.

Kaum zu glauben, dass der allseits hoch angesehene Pastor Stark dafür verantwortlich sein soll. - Wird es Julia gelingen, das Netz aus Lügen, Kumpanei und persönlicher Bereicherung zu durchdringen und den Schuldigen einer gerechten Strafe zuzuführen?


Meine Meinung:
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, auch wenn es eher wie als Bericht geschrieben ist. Zuerst lernt man Sophie Reber kennen, die dann in älteren Jahren, gutmütig wie sie war, von ihrem Pastor Stark, zu dem sie Vertrauen hatte - mehr noch, sie fühlte sich seiner Familie zugehörig - aufs Schlimmste ausgenommen wurde. Und als sie sich dessen endlich bewusst wurde, wusste sie sich dann nicht zu helfen bzw traute sich nicht richtig um Hilfe bitten, auch aus Schamgefühl.Erst nach dem Tod von Sophie hat ihre Großnichte Julia etliche Ungereimtheiten gefunden, und mithilfe des Tagebuchkalenders von Sophie, die detailliert ihre Werte aufgeschrieben hatte, gelingt ihr nachzuvollziehen, was mit dem Geld geschehen ist bzw. wer dafür verantwortlich ist. Pastor Stark weist natürlich sämtliche Schuld von sich, und trotz Gang an die Öffentlichkeit mittels Fernsehreportage, ist dem Gottesmann nicht anzukommen, da Pastor Stark leider durch ein Netzwerk aus Kumpanei bestens in die Höchsten Kreise vernetzt ist. Sogar die Staatsanwaltschaft krummbuckelt vor Pastor Stark, was einfach unglaublich ist!

Das Ende ist fiktiv, da der Fall leider immer noch nicht abgeschlossen ist...

Man kann es kaum glauben, dass so etwas in heutiger Zeit passiert ist. Und wie der Roman offenbart, ist Sophie Reber nicht die einzige alte Dame, die von Pastor Stark ausgenommen wurde. Ich wünsche der Familie ganz viel Kraft, dass sich doch noch etwas bewegt und der Pastor seiner gerechten Strafe zugeführt wird!

Fazit:
"Hütet euch vor dem kriminellen Pfaffen" ist ein erschütterndes Buch, das hoffentlich jeden zum nachdenken anregt und es soll auch ein Zeichen für die Zukunft setzen - dass es einfach absolut NICHT in Ordnung ist, wenn ein hoher Würdenträger seine Position so extrem schamlos ausnutzt, um sich finanziell zu bereichern!!!

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Rezensionen von Petra Sch.:

Ein falscher, narzistischer und materieller "Gottesmann" - nach einer wahren Begebenheit!

Hütet euch vor dem kriminellen Pfaffen von Ina Mönch

Kurz zum Inhalt:
Julia wird nach dem Tod ihrer geliebten Tante Sophie zur Testamentsvollstreckerin. Doch war ihr nicht bewusst, welche Steine ihr da in den Weg gelegt werden. Nach und nach fällt Julia, vor allem durch die Einträge ihrer Tante Sophie in ein Kalendertagebuch auf, dass im Laufe von vielen Jahren immer mehr und mehr Geld verschwunden ist.

Kaum zu glauben, dass der allseits hoch angesehene Pastor Stark dafür verantwortlich sein soll. - Wird es Julia gelingen, das Netz aus Lügen, Kumpanei und persönlicher Bereicherung zu durchdringen und den Schuldigen einer gerechten Strafe zuzuführen?


Meine Meinung:
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, auch wenn es eher wie als Bericht geschrieben ist. Zuerst lernt man Sophie Reber kennen, die dann in älteren Jahren, gutmütig wie sie war, von ihrem Pastor Stark, zu dem sie Vertrauen hatte - mehr noch, sie fühlte sich seiner Familie zugehörig - aufs Schlimmste ausgenommen wurde. Und als sie sich dessen endlich bewusst wurde, wusste sie sich dann nicht zu helfen bzw traute sich nicht richtig um Hilfe bitten, auch aus Schamgefühl.Erst nach dem Tod von Sophie hat ihre Großnichte Julia etliche Ungereimtheiten gefunden, und mithilfe des Tagebuchkalenders von Sophie, die detailliert ihre Werte aufgeschrieben hatte, gelingt ihr nachzuvollziehen, was mit dem Geld geschehen ist bzw. wer dafür verantwortlich ist. Pastor Stark weist natürlich sämtliche Schuld von sich, und trotz Gang an die Öffentlichkeit mittels Fernsehreportage, ist dem Gottesmann nicht anzukommen, da Pastor Stark leider durch ein Netzwerk aus Kumpanei bestens in die Höchsten Kreise vernetzt ist. Sogar die Staatsanwaltschaft krummbuckelt vor Pastor Stark, was einfach unglaublich ist!

Das Ende ist fiktiv, da der Fall leider immer noch nicht abgeschlossen ist...

Man kann es kaum glauben, dass so etwas in heutiger Zeit passiert ist. Und wie der Roman offenbart, ist Sophie Reber nicht die einzige alte Dame, die von Pastor Stark ausgenommen wurde. Ich wünsche der Familie ganz viel Kraft, dass sich doch noch etwas bewegt und der Pastor seiner gerechten Strafe zugeführt wird!

Fazit:
"Hütet euch vor dem kriminellen Pfaffen" ist ein erschütterndes Buch, das hoffentlich jeden zum nachdenken anregt und es soll auch ein Zeichen für die Zukunft setzen - dass es einfach absolut NICHT in Ordnung ist, wenn ein hoher Würdenträger seine Position so extrem schamlos ausnutzt, um sich finanziell zu bereichern!!!

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Rezensionen von ikatzhorse2005:

Deckname Barmherzigkeit-Beschädigung des Lebens

Hütet euch vor dem kriminellen Pfaffen von Ina Mönch

Fanatisch von Patricia Schröder aus dem Coppenrath Verlag 2018 mit einem passenden fantastischen Cover und gekonnter Aufmachung...

Alles beginnt ganz normal, wie aus dem Leben gegriffen, Teenageralltag, Freunde, Verliebtsein, Familie, Halt. Neben ihrer Freundin Charlotte teilt Nara jedes Geheimnis auch mit Jamie, ihrem Sandkastenfreund.

Ganz still und leise schleichen sich heimliche Botschaften in Naras Leben, per Zettel, über das Smartphone,... Ab jetzt ist nichts mehr, wie es war! Bedrückend baut sich die beklemmende Atmosphäre auf. Naras Angst ist greifbar und lässt dem Leser einen Schauer über den Rücken laufen. Szenen so voller Tiefe und Intensität, fesselnd und bewundernd über ihre Zuversicht, Zielstrebigkeit, Konsequenz und Mut, taucht man ein in ein brisantes Thema von aktuellem Wert. Aus tiefen unerschütterlichen Beweggründen konfrontiert der Peiniger seine Opfer mit purer kalter Angst. Naras Hoffnung schwindet aus diesem Albtraum unversehrt heraus zu kommen... . Die klaustrophobische Enge ist hautnah erlebbar. Vor dem inneren Auge sieht man durch Nara ihre Augen, spürt die Panikattacke heranrollen, sitzt in der Zwickmühle und sieht letztendlich der abscheulichen unfassbaren Wahrheit ins Gesicht.
Patricia Schröder schreibt atemberaubend, flüssig, eindringlich mit Sogwirkung. Man wird regelrecht hineingerissen und ist mit allen Sinnen dabei. Sie spinnt alle Fäden gekonnt zu einem packenden nachvollziehbaren Finale. Virtuos spielt sie mit den Urängsten der Leser und lässt die authentischen Charaktere und Figuren noch lange im Kopf verweilen.
Fazit: Mit diesem intelligenten komplexen Jugendthriller, der für Erwachsene genauso ansprechend ist, wirft die Autorin einen Blick in tatsächliche, seelische Abgründe. Keine Lektüre für Dünnhäutige, sie kriecht unter die Haut! Eine absolute Lese-und Kaufempfehlung!

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:

Oberfläche, total

Alles über Heather von Ina Mönch

Was verspricht ein Erzählen über "alles"? Der Untertitel des englischen Originals stellt "The Totality" der Titelheldin in Aussicht - ein erstes Ironie-Signal für einen Roman von knapp 120 Textseiten? Diese Erwartung wird enttäuscht. Wir erfahren manches über die wunderschöne Heather und v.

a. über ihre Eltern, aber eher im Rück- und Überblick, zusammenfassend. Gerafft wird auch die Lebensgeschichte eines jungen Kriminellen mit asozialem Hintergrund, der Heather in ihrer Pubertät auf mörderische Weise begehren wird. Die folgenden Episoden aus dem Familien-, Ehe- und Berufsleben der Beteiligten werden überwiegend aus der Perspektive ihrer Selbstwahrnehmung erzählt, und so drängt sich langsam der Verdacht auf, dass es auch eine - ganz andere? - Fremdwahrnehmung geben könnte. Gelegentliche Perspektivwechsel bestätigen dies, doch sogleich kehrt das Erzählen wieder zu dem steten Bemühen der Kleinfamilie um ihren gesellschaftlichen Status zurück. Wo bleiben Ironie oder auch Kritik, Satire? Der Roman reflektiert einen schönen Schein höchstens im Ansatz. Zur Vertiefung sei Pete Seegers "Little boxes" empfohlen.

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Rezensionen von S.:

Zeit ist Geld

Ocean City - Jede Sekunde zählt Ausgezeichnet mit dem Leipziger Lesekompass 2018. Gebunden. von Acron R. T.

Crockie, ein schlauer Teenie, hat ein Geheimnis. Er flüchtet, als Verhaftung droht, wird erschossen. Sein Freund Jackson weiß nichts über den Verbleib ihres illegalen Gerätes, mit welchem man die Zeitkonten der Bewohner von Ocean City auffüllen kann. Zeit ist eine begehrte Währung, die mit harter Arbeit verdient wird.

Klar, dass die Oberen Zeitmanipulationen verhindern wollen. Jackson und der mit eingeweihte Henk versuchen, die Spuren ihrer Forschung zu verbergen. Die Ereignisse überschlagen sich. Wer ist Freund, wer Feind, können die Jungen das System überlisten?
Ocean City ist eine fiktive Stadt, bietet gesetzestreuen Bewohnern Sicherheit, aber die Bevölkerung wird rigoros reglementiert. Wer nicht 12-14 Stunden am Tag arbeitet, lebt arm oder wird auf das unsichere Festland verbannt. Schon Kinder ab neun Jahren werden vom System überwacht. Aber es gibt auch Widerstand.
Jackson ist ein sympathischer, kluger und loyaler Junge (vielleicht ein wenig zu perfekt), der seine Familie, besonders seine kleine Schwester, liebt. Es ist leicht, ihn zu mögen, mit ihm zu fiebern und ihm Erfolg zu wünschen. Spannend geschrieben, gut zu lesen - ein Jugendbuch, das gefällt. Auf eine Fortsetzung darf man gespannt sein.

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Rezensionen von privatkino:

Herzbruchgefahr!

So beschissen schön ist nur das Leben von Hutchinson Shaun David

Worum es in dem Buch geht, dass war mir auf den ersten Blick nicht wirklich klar und auf den zweiten Blick wusste ich es ebenso wenig.
Drew lebt im Krankenhaus, wenn man als Leser erst ganz langsam erfährt, wie es dazu kam, so begleitet man ihn zu Beginn einfach, wie er sich seinen Alltag gestaltet.

Er hilft in der Cafeteria aus, hat gute Freunde auf der Kinderstation und auch mit den Pflegern/Ärzten kommt er gut klar – solange er nicht zu viel von sich erzählt, aber die Menschen fragen meist sowieso nicht wirklich nach.
Allerdings wird er beobachtet – Der Tod ist auf seinen Fersen, einmal konnte er ihr entwischen, ein zweites Mal, so glaubt er, wird das Glück nicht auf seiner Seite sein.

Als der Tod in der Geschichte auftauchte, hatte ich kurz die „Befürchtung“, dass sich das Ganze in eine Fantasiegeschichte verwandelt, aber es geht auf eine andere Ebene, bleibt absolut realistisch und klar ist ja auch irgendwie, im Krankenhaus hat der Tod viel zu tun, gehört irgendwie dazu. Es mag auf den ersten Blick absurd wirken, aber es passt in Drews Gedankenwelt die er sich aufgebaut hat.

Aus seiner Akzeptanz der Situation wird er erst gerissen, als Rusty ins Krankenhaus eingeliefert wird. Der Junge wurde angezündet.
Drew fühlt sich dem Jungen hingezogen, obwohl sich nicht sagen lässt wieso, es gibt manchmal einfach eine besondere Verbindung zwischen zwei Menschen, die sich nicht erklären lässt. Diesen Zauber konnte ich als Leser spüren, zuerst nur aus der Distanz, konnte ich mich nicht wirklich den Gefühlen hingeben, aber mit jeder Seite kommt man den Beiden näher und doch, ein wenig zerbricht die Geschichte für mich an der Nebengeschichte: Die Freundschaft von Drew zu Lexi und Trevor, die auf der Kinderstation liegen.

Wartet mal. Zerbrechen ist irgendwie das falsche Wort.
Es ist eher so, die Geschichte rund um die Freundschaft hat mein Herz tiefer berührt, als die Geschichte um Drew und Rusty.

Nein wartet.
Die Geschichte um Drew und Rusty ist großartig. Die Geschichte um Lexi und Trevor ist herzzerreißend.
Letztlich hat mich die Geschichte von Drew, mit Lexi, Trevor und Rusty in einen Scherbenhaufen verwandelt.

Ganz ehrlich, damit hatte ich nicht gerechnet – nicht mit dem Gefühlshammer, der auf mein Herz einprügelt.
Als ich circa auf Seite 150 war, dachte ich mir, naja, wenn man jetzt ein nettes Ende hinschreibt, war es eine wirklich tolle Geschichte – aber da lag noch die Hälfte vom Buch ungelesen vor mir. Eigentlich war ich schon sehr pessimistisch, weil ich befürchtete, der Autor würde einfach nur noch irgendwas schreiben, damit die Seiten gefüllt sind, aber verdammt nochmal, was der Autor wirklich abgeliefert hat, dass lässt sich nicht wirklich in Worte fassen.

Die Geschichte hält so viel mehr bereit, wie man auf den ersten Blick sehen kann.
Es geht um den Tod, der allgegenwärtig ist und doch manchmal in den Hintergrund gerät, bis er wieder mit einem lauten Knall die Bühne betritt.
Es geht um das Leben, wie schwer es manchmal ist und mit welcher Leichtigkeit es einen dann doch wieder umspielt.

Das Buch enthält zusätzlich eine 32-seitige Graphic Novel, die zwischen die Kapitel eingestreut wurde. Nette Idee, besonders weil Drew diese Geschichte zeichnet – funktioniert für mich allerdings nicht ganz, weil ich, zugegeben, dem nicht ganz folgen konnte.

Aber wisst ihr was? Es ist sowas von egal, ob diese Graphic Novel funktioniert oder nicht, die Geschichte funktioniert!
Manchmal kommen mir diese Bücher unter, die ich kurz weglegen muss, weil ich deutlich spüren kann, wie mein Herz zerbricht.
Und die ich schnell wieder in die Hand nehmen muss, weil ich zwar weiß, dass es mir mein Herz brechen wird, aber es nur zwischen den Zeilen wieder heilen kann.

Drei einfach Worte zum Schluss: Lest dieses Buch!!

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Rezensionen von Gaby 2707:

Viele Blicke zurück

So beschissen schön ist nur das Leben von Hutchinson Shaun David

Frida Paulsen bereitet sich auf die Abschlussprüfung an der Polizeiakademie vor, als sie ein Anruf ihrer Mutter erreicht. Ihr Vater wurde brutal zusammengeschlagen und liegt im Krankenhaus im Koma. Obwohl sie nichts in ihre alte Heimat zieht, muss sie ihrer Mutter beistehen. Da kommen die Erinnerungen an die Jugend zurück.

Ihre beste Freundin Marit, damals 14 Jahre alt, wurde in Deichgraben in einem alten Schuppen am Totenweg ermordet; ihr Mörder nie überführt. Aber Frida hat dem damals ermittelnden Kommissar Bjarne Haverkorn nicht alles erzählt. Nun treffen sie hier wieder aufeinander. Haverkorn, der seinen ersten Fall als leitender Ermittler nie hat abschließen können, hadert noch immer damit, dass genau dieser Fall ihn an seinem Fortkommen gehindert hat.

Der intensive, mitreißende, trotzdem leicht zu lesende Schreib- und Erzählstil von Romy Fölck hat es mir sehr schwer gemacht, den Krimi immer mal wieder aus der Hand zu legen. Ich bin schnell mittendrin in der etwas düsteren Gemeinschaft der kleinen Gemeinde Deichgraben in der Elbmarsch und lerne die kleinen Geheimnise, die jeder mit sich trägt, kennen.
Die 31-jährige Frida ist mir von Anfang an sympathisch, obwohl sie etwas verschlossen wirkt. Ich bewundere sie, wie sie die Geschäfte des Apfelhofes in die Hand nimmt um ihren Heimathof zu retten. Durch sie und ihre Gedanken, die immer wieder in die Vergangenheit wandern, lerne ich einige Personen des Dorfes noch näher und besser kennen. Wobei ich alle Handelnden sehr gut ausgearbeitet und menschlich gut dargestellt und für mich vorstellbar empfinde.
Mit dem wortkargen, eigenbrödlerischen Bjarne hatte ich anfangs meine Schwierigkeiten, die sich aber schnell gelegt haben. Er ist ein, wie ich es empfinde, sehr einfühlsamer Mann, der sich an seinen privaten Problemen, die er übrigens schnellstens lösen sollte, aufreibt.
Der Spannungsbogen wird von Anfang an sehr hoch gespannt und hält sich, auch wenn es mal etwas ruhiger zugeht, sehr gut bis zum Schluss. Obwohl Bjarne wegen des Überfalls auf Fridtjof Paulsen in der Elbmarsch ist, zielt doch alles auch auf den Cold Case von vor 20 Jahren zurück. Ich bekomme immer wieder Informationen, die mich auf falsche Wege leiten. Eine weitere Leiche taucht auf, die wieder in eine andere Richtung weist. Ich hatte selten so viele Fragen, die sich schlussendlich alle nach und nach aufgelöst und zu meiner Zufriedenheit geklärt haben.
Obwohl die Landschaft und die Umgebung keine sehr goße Rolle spielen, habe ich die vielen Apfelbäume auf den verschiedenen Höfen vor Augen und den Duft der Äpfel in der Nase.

Ich habe einen spannenden, interessanten Krimi lesen dürfen, bei dem mich einige Wendungen immer wieder verwirrt haben. 3 Fälle konnten gelöst werden und ich habe fleißig mit rätseln und spekulieren können.
Und nachdem ich die LP zum nächsten Fall habe lesen können, bin ich schon voll gespannter Vorfreude auf die weitere Zusammenarbeit von Bjarne Haverkorn und Frida Paulsen.

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Rezensionen von simone.h1:

Distanz

Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente von Peter Bognanni

Tess ist 17 Jahre alt, Scheidungskind und in ihrer alternativen Schule nicht wirklich integriert. Doch sie hat Jonah, einen Jungen, den sie ein einziges Mal auf einer Party getroffen hat und mit dem sich über Social Media und Distanz eine Art Beziehung entwickelt hat. Doch dann begeht Jonah Selbstmord und Tess kann mit ihrem Leben nichts mehr anfangen.

Sie schmeißt die Schule, zieht zu ihrem Vater und verkriecht sich. Bis Daniel, Jonahs Mitbewohner plötzlich Kontakt zu ihr aufnimmt...

Dieses Buch beschäftigt sich in erster Linie mit Trauer und Abschied. Dazu kommt jedoch die Thematik von Fernbeziehungen im Internetzeitalter. Genau das verhilft dem Buch auch dazu nicht allzu deprimierend und traurig zu sein, weil es einfach auch gut zeigt, dass das Leben weitergehen muss!

Die Sprache ist sehr modern und sehr passend für die jungen Protagonisten. Diejenigen Teile, die in Kurznachrichten, Mails oder Postings geschrieben sind, lockern diesen Roman ungemein auf und haben diesen für mich ganz besonders gemacht! Alles in allem erinnert mich dieses Buch sehr an den Stil von John Green, was jedenfalls als Kompliment verstanden werden darf!

Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen und ich würde mich sehr freuen noch mehr von diesem Autor zu lesen!

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Rezensionen von anushka:

Weltkriegsgeschichte mit etwas anderem Ansatz

Ein mögliches Leben von Köhler Hannes

Normandie, Frankreich, 1944: Franz Schneider sollte Teil einer Gegenoffensive werden. Stattdessen sitzt er im Sand und wartet auf seinen Abtransport. Als Kriegsgefangener der Amerikaner. Rund 70 Jahre später geht er mit seinem Enkel auf Spurensuche. Zusammen besuchen sie die alten Stätten der Kriegsgefangenschaft in den USA und langsam erzählt Franz die wahre Geschichte, wie er einen seiner Finger verlor.

Auch befasst er sich endlich mit seiner Tochter, die nun selbst im hohen Alter ist und die ihren Vater nicht in guter Erinnerung hat.

"Ein mögliches Leben" hat zwei Hauptthemen. Einerseits geht es um Familien, die Beziehungen untereinander und das Erbe von einer Generation zur nächsten. Jede der vier Generationen der Familie hat ihre eigenen Themen und Probleme im Beziehungsbereich, die meiner Meinung nach nicht zwangsläufig auf den zweiten Weltkrieg zurückzuführen sind, sondern die jede Familie auch mit anderem Hintergrund treffen könnte. Welcher Mensch leidet nicht irgendwo unter den Unzulänglichkeiten der eigenen Eltern. Diese Geschichte zeigt lediglich, wie die einzelnen Figuren geprägt sind von den Verhaltensweisen und Problemen der vorherigen Generationen.
Das zweite Hauptthema des Buches ist die Kriegsgefangenschaft deutscher Soldaten in den USA. Das ist für mich der spannendere Teil, denn mir war nie bewusst, dass die Gefangenen wirklich nach Amerika verschifft wurden. Und auch nicht, dass viele Gefangene auch da noch von Hitlers kurz bevorstehendem Sieg überzeugt waren. Zusammenstöße mit nicht linientreuen Kameraden sind vorprogrammiert. Und so wird die Gefangenschaft zum Albtraum, obwohl es den deutschen Soldaten bei den Amerikanern teilweise erheblich besser geht als an der deutschen Front.
Franz bleibt die ganze Zeit eine zwiespältige Figur, aber dadurch immer besonders glaubwürdig. Martin ergänzt ihn gut, wenn auch meist nur als Nebendarsteller. Erzählt wird die Geschichte in drei großen Abschnitten. Zunächst verfolgt man die Reise durch Amerika und was diese an Erinnerungen aufdeckt. Anschließend rollt Franz' Tochter die weiteren Ereignisse mit Hilfe von alten Dokumenten auf. Und schließlich füllt eine Rückblende in die 1940er die Lücken. Mich hat lediglich der Sprung zwischen der Reise und der Tochter gestört, da er sehr abrupt war.

Insgesamt habe ich die in vielen Rezensionen angedeutete Auswirkung der Geschichte auf die familiären Beziehungen so nicht gefunden. Die Familiengeschichte hätte meiner Meinung nach vor jeder Kulisse stattfinden können. Der historische Teil selbst hat mich aber sehr gefesselt und mir noch einmal einen neuen Blickwinkel auf ein viel behandeltes Thema ermöglicht. Hier habe ich richtiggehend mitgefiebert. Man merkt die intensive Recherche und noch mehr Eindruck macht die Geschichte durch die Tatsache, dass sie auf Zeitzeugenberichten aufbaut. Franz' Alter macht auch deutlich, dass es diese bald nicht mehr geben wird. Für mich ein insgesamt gelungenes Buch.

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