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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Janine2610:

Trifft nicht ganz meinen Humor

Kein Y ohne Idylle von Noemi Poka

Ich, die bald Krankenschwester wird, habe dieses kleine 69-Seiten-Büchlein von meiner Stiefmutter, die bereits Krankenschwester ist, geschenkt bekommen. Sie wiederum hat es ebenfalls von einer Krankenschwester erhalten. Dass es sich hierin vorrangig um (witzige?) Anekdoten über die verschiedensten Situationen/Gespräche im pflegerischen Bereich handelt, dürfte eben vor allem für Mitglieder dieses Berufszweigs interessant sein.

Manche Anekdoten fand ich sehr fachspezifisch und würde deswegen durchaus sagen, dass es nur Krankenschwestern amüsant finden, es sei denn, jemand anderer kennt sich mit den pflegerischen und medizinischen Fachausdrücken und "Insidern" auch sehr gut aus. Die meisten Anekdoten jedoch fand ich aber auch für Laien in diesem Bereich recht verständlich, weswegen ich die Lektüre nicht ausschließlich Krankenschwestern empfehlen würde.

Dennoch bekommt das Buch von mir keine wirkliche Empfehlung, nicht weil ich den "Wiener Schmäh", der darin zuhauf vorkommt, nicht mag, sondern weil ich in etwa die Hälfte der Anekdoten gar nicht mal so witzig fand.
Vielleicht ist das einfach nicht mein Humor? - Aber ich kann halt nichts Witziges daran finden, wenn der Hintern eines Klassenkollegen, dessen Hose etwas zu tief sitzt, weil er beleibter ist, im Unterricht fotografiert wird, um darüber untereinander zu lachen. Sorry, das ist Mobbing und für mich absolut nicht zu befürworten, niemals. Für mich ist das Zitat von Richard Brinsley Sheridan am Anfang des Buches (Es ist unmöglich, witzig zu sein ohne ein bisschen Bosheit. Die Bosheit eines guten Witzes ist der Widerhaken, der ihn haften lässt.) also völlig unmöglich!

Andere Anekdoten, wie zum Beispiel die über den Kreuzstich von zwei Patientinnen, fand ich noch ganz annehmbar:

~ »Herr Oberarzt? Und wie machen Sie das zur Weihnachtszeit? Wenn Sie Bereitschaft haben und vorher am Christkindlmarkt auf einen Punsch waren?« »Mein lieber junger Kollege! Ich habe in meinem Leben schon so viele Kaiserschnitte durchgeführt, dass ich das mit drei Promille locker auch noch kann!« »Wie beruhigend für die Patientin, Herr Oberarzt. Die Frau hatte übrigens einen Kreuzstich!«, war von der Instrumentaria zu vernehmen. ~
Oder: ~ »Oh mein Gott, is des Kind schiach! So a schiaches Kind hab ich ja no nie g'sehn! Des schaut ja aus wia a Aff.« Die Schülerin traute sich zu sagen: »Ähm, Herr Doktor, die Frau hatte einen Kreuzstich!« Daraufhin der Oberarzt wie aus der Pistole geschossen: »Ma is des liab, des Kind!« ~

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Rezensionen von PFIFF:

Tohuwabohu um eine Gedenktafel

Die Inschrift von Camilleri Andrea

Der über 90-jährige Persico erleidet einen tödlichen Schlaganfall bei einer Auseinandersetzung mit Ragusano, der zu seinem alten faschistischen Verein zurückkehren möchte.
Es wird beratschlagt, welche Inschrift man auf eine Gedenktafel in Form eines Straßennamens anbringen soll.
Ragusano wird verhaftet und des Mordes an Persico angeklagt.

Doch sein letzter Satz, den er Persico leise zuraunte, beschäftigt einen abgeblitzten Liebhaber von Persicos junger Witwe. Nachforschungen ergeben ein völlig anderes Bild vom angeblich hochverdienten Faschisten Persico. Die Inschrift der Tafel wird mehrmals abgeändert, je nach Wissensstand.
Am Schluß äußert sich eine Verehrerin von Camilleri, zumindest sollen wir das glauben, kritisch über den Text und lässt uns über den Schalk von Andrea Camilleri schmunzeln.

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Rezensionen von PFIFF:

Horrorszenario Stromausfall

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät von Marc Elsberg


Ein Horrorszenario: Die Stromversorgung in ganz Europa bricht zusammen, die Notstromaggregate haben nur eine begrenzte Kapazität, die Atommeiler müssen gekühlt werden. Und alles läuft über Computerbefehle. Doch die Verantwortlichen müssen feststellen, dass das System gehackt wurde.
Wer steckt dahinter und wie kommt man den Verursachern auf die Spur? Wem kann man trauen? Wer hat die Qualifikation, das Problem zu lösen?
Das Volk protestiert, randaliert, gerät in Panik, hortet, stiehlt, ist verzweifelt.

Es funktionieren keine Pumpen für die Wasserversorgung und an den Tankstellen. In Aufzügen und U-Bahnen eingesperrte Menschen müssen befreit werden. Lebensmittel verderben, Kühe aus Betrieben mit automatischen Melkmaschinen sterben jämmerlich. Geld kann nur direkt bei Banken behoben werden. Man kann nur mit Bargeld bezahlen und das wird rar. Krankenhäuser sind überlastet. Viele Menschen erhalten nur die allernotwendigste Versorgung.
Niemand weiß, wielange dieser Zustand noch dauern wird. Und selbst wenn es wieder Strom gibt, wird es Monate dauern, die entstandenen Schäden zu reparieren, damit ein normales Leben möglich wird.
Beängstigend, spannend und vielleicht ein Denkanstoß, uns nicht ganz der korrumpierbaren Technik auszuliefern.

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Rezensionen von Janine2610:

Die wundersame Heilung des Hardin Scott

After forever von Anna Todd

Wie nicht anders zu erwarten war, geht es auch in Band 4 der After-Reihe heiß her, was das Beziehungs-Chaos von Tessa und Hardin betrifft. Es wird wieder gestritten, sich versöhnt und einander geliebt, aber auch auf einen großen Cut kann man sich als Leser einstellen - und zwar auf einen wirklich langen, bisher noch nie dagewesenen.

Und das will bei Hardin und Tessa was heißen!
Dieser Cut ist allerdings wichtig für beide Protagonisten, besonders aber für Hardin, denn dadurch versteht er endlich, dass dies seine allerletzte Chance ist, sich zu verändern und für Tessa zu einem besseren Menschen zu werden.

~ Es ist unmöglich, Leute zu ändern, die ein festes Bild von sich haben. Man kann sie noch so sehr unterstützen, sie werden ihre niedrigen Erwartungen nicht aufgeben, man kann ihnen noch so viel Liebe geben, aber sie werden ihren Selbsthass nicht vergessen. ~
(S. 112)

Hardins Entwicklung ist in diesem Buch wahrlich die gewaltigste. Er verändert sich so sehr, dass ich es gar ein wenig unglaubwürdig fand. Er begründet seine Veränderung natürlich mit dem Einwirken von Tessa: »Du hast mich zu mir selbst gemacht.«.
Ja sogar als Autor versucht er sich und macht sich doch tatsächlich einen Namen damit. - Wer hätte das gedacht? Im Grunde schreibt er über seine und Tessas Reise nach ihrem ersten Aufeinandertreffen. Und wie heißt sein erstes Buch? - Selbstverständlich »After«. ;)

~ Wir gehören zusammen, das ist eine unbestreitbare Tatsache. ~
(S. 543)

Und was Hardin über seine Bücher sagt, kann man eigentlich generell auf die gesamte After-Reihe anwenden, und weil mir das so gut gefallen hat und ich es einfach als sehr dazupassend empfinde, habe ich es hier zitiert:
»Das ist die Art von Liebesgeschichte, die sich mit echten Problemen herumschlägt. Eine Geschichte, über Vergebung und bedingungslose Liebe, und sie zeigt, wie sehr sich ein Mensch verändern kann, wirklich verändern kann, wenn er sich nur genug bemüht. Diese Geschichte beweist, dass alles heilen kann. Sie zeigt, dass man wenn man jemanden hat, auf den man sich stützen kann, jemanden, der einen liebt und der einen nicht aufgibt, den Weg aus der Dunkelheit finden kann. Sie zeigt, dass man, egal, was für Eltern man hatte und mit welcher Sucht man sich herumschlagen muss, alles überwinden kann, was einem im Weg steht. Und dass man ein besserer Mensch werden kann.«

~ »Wir sind so ein Fiasko«, flüstert sie und hebt den Kopf, sodass wir uns in die Augen sehen können.
»Ein unbestreitbares, wundervoll chaotisches Fiasko.« ~
(S. 544)

Damit hat Hardin meiner Meinung nach vollkommen recht und deswegen hat mich seine starke Veränderung zum Ende hin mit der Geschichte noch vollständig versöhnen können. Ich bin ja so ein kleiner Happy-End-Junkie und all jenen, denen es ebenso geht wie mir, denen kann ich an dieser Stelle verraten, dass man sich auf ein wundervolles, aber vor allem zufriedenstellendes, Ende dieses Bandes freuen kann. Ich bin ja gespannt, was mich dann noch in »Before us« erwartet.

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Rezensionen von yellowdog:

Vor dem Abschied

After forever von Anna Todd

Dieser Roman beschäftigt sich auf sehr konzentrierte und dichte Art mit einem Thema, dass vielen jungen Menschen begegnen kann. Der Trennung aufgrund Auszug aus der Heimat. Das bedeutet Abschied von Eltern, Freunden und dem Altbekannten, und möglicherweise von der Liebe. Clare und Aidan sind seit Jahren ein Liebespaar, jetzt werden sie 3000 Kilometer entfernt voneinander studieren.

Das ist das vermutliche Aus für die Beziehung. Niemand junges übersteht eine Fernbeziehung in diesem Ausmaß.
Doch noch sind Clare und Aidan nicht bereit für die Trennung.
Die Handlung erstreckt sich hauptsächlich auf den letzten Tag und die letzte Nacht.

Jennifer E. Smith besitzt einen guten Schreibstil, durch die Figuren wird es aber auch manchmal anstrengend. Insbesondere Clare besteht darauf, ihre Beziehung intensiv zu analysieren. Das soll helfen, die Entscheidung zu treffen, ob die Trennung wirklich das Richtige ist. Dieser Prozess ist teilweise eine Qual für die beiden.

Zum Problem der möglichen Trennung kommen auch noch Familienprobleme, Aidan und sein Vater haben Streit, und Schwierigkeiten mit den Freunden.

Der Originaltitel Hello, Goodbye And Everything In Between gefällt mir besser als der deutsche, der zu oberflächlich für diesen ernsthaften Roman klingt.
Insgesamt ein guter Roman über Liebe im Fokus der Trennung, der aber nicht über die Leichtheit vergleichbarer Liebesromane für Young Adults besitzt und daher wohl nicht jedem Leser gefallen wird.
Ich schätze an dem Buch, wie ernsthaft und auch realistisch dieser (unvermeintliche?) Abschied beschrieben wird.

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Rezensionen von LadyIceTea:

Heiter, schön und auch ein wenig tiefgründig

Alles in Buddha von Seifried Victoria L.

In Mias Leben geht es bergab. Erst verlässt sie ihre große Liebe Mark, dann blamiert sie sich vor allen Freunden und verliert auch noch ihren Job. Die Lösung bietet ihre fünf Jährige Nichte Emma. Eine Weltreise muss her. Zusammen mit ihrem besten Freund Hugo und dem Kater Marie machen die Zwei sich auf die Reise.

Beide mit einem Ziel vor Augen. Hugo soll endlich entjungfert werden und Mia sich von Mark verabschieden. Doch was als Wette beginnt, wird bald zu einer ganz großen Erfahrung.

Die Idee von "Alles in Buddha" hat mich ein wenig an "Eat,pray,love" erinnert. Im Prinzip ähneln die Bücher sich tatsächlich. Doch dieses Buch hier ist ein wenig humorvoller.
Der Schreibstil von Victoria Seifried ist angenehm und lässt sich gut lesen. Das ein oder andere Mal musste ich wirklich loslachen, weil die Situationen oder Gespräche zwischen Mia und Hugo einfach zu komisch waren.
Ich gestehe, zu Beginn habe ich mich ein wenig schwer mit Mia getan. Sie war ein wenig sehr nervig mit ihrem Perfektionismus und ihrer merkwürdigen Vorstellung von Beziehungen. Doch zum Ende hin lag genau darin der Kern der Geschichte. Selten erlebt man in einem Buch eine so große Entwicklung die Figuren durchmachen. Doch hier entwickeln sich Hugo und Mia wirklich Stück für Stück weiter und dabei kommt nichts einfach so, man kann als Leser den Entwicklungsgang wunderbar mitverfolgen und irgendwie auch mitfühlen.
Die Erlebnisse der Beiden sind humorvoll und interessant beschrieben, so dass man sie gerne auf der Reise begleitet hat. Und auch die anderen Figuren passen sehr gut in die Geschichte und geben dem Ganzen nochmal den letzten Pfiff.
Ein tolles Buch. Es hat mir echt gut gefallen.

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Rezensionen von lena_kallus@msn.com:

Eine Vorgeschichte, die Lust auf mehr macht!

His Dark Materials: Über den wilden Fluss von Pullman Philip

Von Philip Pullman als Autor habe ich bisher nur positive Stimmen gehört und kenne die Verfilmung seines Bestsellers „Der Goldene Kompass“, welche mir sehr gefallen hat. Deshalb wollte ich gerne seine Trilogie lesen und hatte sie mir auch schon besorgt, als ich erfuhr, dass eine Vorgeschichte erscheint.

Ich habe mir gedacht, dass ich diese doch gerne zuerst lesen möchte und gehofft, dass ich nicht zu viele Informationen aus den „Nachfolgebänden“ kennen muss um der Geschichte folgen zu können. Und zum Glück war das nicht der Fall, denn der Autor erklärt die Welt auch für Neulinge sehr gut, sodass man alles versteht.

In der Geschichte begleiten wir Malcolm, einen für sein junges Alter von elf Jahren sehr reifen und gescheiten Jungen. Er ist auch ein sehr hilfsbereiter Junge und verbringt viel Zeit im Kloster auf der anderen Flussseite, die er mit seinem Kanu erreicht. Dort geht er den Nonnen zur Hand und schließt auch eine kleines Baby in sein Herz, das unter mysteriösen Umständen im Kloster auftaucht und viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Bei dem Baby handelt es sich um Lyra Belacqua, der Protagonist aus „Der Goldene Kompass“. Was es mit ihr auf sich hat, erfahren wir in dieser Vorgeschichte.

Den Verlauf der Geschichte mochte ich sehr. Es gab viele spannende Szenen und auch wenn es etwas ruhiger zuging, blieb ich am Ball, da die ganze Welt. Mich gefangen nehmen konnte und ich alle Informationen interessant fand. Besonders die Idee der Daemons konnte mich begeistern!

Malcolm als Protagonisten mochte ich sehr. Er ist ein lieber Junge und handelt in manchen Situationen viel erwachsener und klüger als man von ihm erwarten würde. Auch seine Beziehung zum Baby Lyra und seinen Einsatz ihr zu helfen fand ich toll. Auch Alice mochte ich sehr und das Zusammenspiel der Charaktere fand ich sehr gelungen.

Der Schreibstil von Philip Pullman gefällt mir unglaublich gut! Er schreibt Kinderbücher, die auch Erwachsene mit Begeisterung und Spannung lesen können. Seine Erzählweise ist sehr ausführlich und bildlich, was ich bei Fantasygeschichten besonders mag, da ich mir die fremden Welten so viel besser vorstellen kann. Seine Charaktere füllt er mir Leben, sodass man sie ins Herz schließt und mit ihnen fiebert.

Auch das schöne Cover möchte ich nicht unerwähnt lassen, denn es passt ganz hervorragend zum Inhalt des Buches. Die Farben, als auch das Motiv wurden toll ausgewählt.

Mit „Über den wilden Fluss“ bildet der Autor eine tolle Brücke zu der Hauptgeschichte und ich will auch ganz bald die Trilogie in Angriff nehmen und freue mich auf drei weitere Bücher!

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Rezensionen von Monika Steiner:

Fantastische Liebesgeschichte

His Dark Materials: Über den wilden Fluss von Pullman Philip

Viel mehr als nur Worte - ist eine fantastische Liebesgeschichte, der man Seite für Seite auf die Sprünge helfen will. Eine Story, die leicht auch einem selber passieren könnte und vielleicht gerade deshalb so spannend ist. Man will schließlich unbedingt wissen, wie es ausgeht. Leider gibt es im echten Leben nicht immer ein Happy End.

Verdient hätte Mia es, aber kann sie wirklich ein neues Glück finden? Diese Frage beschäftigte mich bis zum Schluss. - Findet es selber raus. Lesenswert! Ich habe das Buch genossen! Monika Steiner

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Rezensionen von rewa:

Die geheimnisvolle Rabenmarionette

Der Sommer des Raben von Monika Detering

Für Siri bricht eine Welt zusammen, als ihr geliebter Freund Felix durch einen tragischen Unfall stirbt. Das einzige, was sie für ihn noch posthum tun kann ist die verschwundene Rabenmarionette Havran zu finden. Da Siri Agentin für Puppenexponate ist, kommt sie mit vielen Puppensammlern zusammen, die sie ebenfalls bei ihrer Suche unterstützen möchten.

Ihre Reise führt sie auch nach Prag, wo sie vom geheimnisvollen Puppenbauer Pavel erfährt, dass Havran aus der weltberühmten Marionettenwerkstatt Spejbl & Hurvínek stammt. Und als auch noch Geschichten auftauchen die von einem vermeintlichen Nazischatz berichten und die Rabenmarionette ebenfalls damit im Zusammenhang steht, ist es für Siri klar, dass sie alles versuchen wird diese zu finden. Eine Auszeit auf Hiddensee soll Ruhe in ihr unruhiges Leben bringen, doch dass der geheimnisvolle Magnus, den sie hier kennen lernt, noch eine bedeutende Rolle für ihr Leben spielen wird, ahnt sie in diesem Moment noch nicht.
Der Roman ,,Der Sommer des Raben ´´ von Monika Detering, entführt den Leser in eine besondere und geheimnisvolle Welt rund um Siri und ihrer Suche nach der Rabenmarionette Havran. Die Autorin bietet dabei auch einiges an Lokalkolorit wenn sie die Eigenart und Atmosphäre von Orten oder Landschaften wie Hiddensee mit den Möwen, dem Meeresrauschen oder den dunklen Gassen und alten Häusern von Prag beschreibt. Monika Detering verfügt über eine geballte Kraft mit bildhaften Worten um zu gehen. Oft sind es nur kurze, einfache Sätze, die mehr ausdrücken als unendlich lange Beschreibungen von Szenen. Ihre Protagonistin wird mit viel Gefühl beschrieben, man spürt die Trauer, die Einsamkeit, die Verzweiflung und auch den Wunsch mit ihrer selbst auferlegten Mission erfolgreich zu sein.
Ein kleiner geschichtlicher Ausflug in die Prager Marionettenwelt von Spejbl und Hurvinek wird immer wieder passend in die Geschichte eingewoben.
Bis es zu einem unerwarteten Ende kommt, gibt es viele emotionale, spannende und auch ein paar humorvolle Szenen, die den Roman zu einem besonderen Leseereignis macht.
Da Monika Detering eine Affinität zu Raben hat, gibt es am Ende noch das erzählende Gedicht ,,Der Rabe´´ des US-amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe.

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Rezensionen von begine:

Wo ist Lila

Die Geschichte des verlorenen Kindes − Reife und Alter (Neapolitanische Saga 4) von Elena Ferrante

Die Geschichte des verlorenen Kindes ist der vierte Teil und das Finale der neapolitanischen Saga von Elena Ferrante. Der Stil ist weiter angenehm.
Die Personen werden gut und typisch neapolitanisch dargestellt. Die beiden Protagonisten Elena und Lila haben sich weiter entwickelt. Elena ist mit ihren Töchtern wieder nach Neapel.

Irgendwie ist sie nicht gerade vom Glück verfolgt, ihre Männerwahl ist nicht so gut. Außerdem trifft sie oft nicht die klügsten Entscheidungen. Lila ist zwar die Praktische aber auch nicht viel besser. Eigentlich sind sie beide schwierige Charaktere.
In dem Roman kommen verschiedene Gesellschaftsschichten Italiens ins Spiel typisch italienisch. Sie leben in einem düsteren Teil Neapels,
da müssen sie sehen, wie sie überleben.
Ich habe alle vier Teile gelesen. Mir gefiel der zweite Teil an Besten und dann wollte ich ja wissen, wo Lila, die von ihrem Sohn vermisst wurde, hin ist. Dieser Teil ist wieder prima. Eine perfekte Geschichte über die Höhen und Tiefen einer Freundschaft. Allerdings erleben wir Lila, nur wie Elena sie sieht.
Die Romane kann man gut lesen, aber sie haben auch kleine Längen, die aber nicht groß stören.
Ich kann bis heute nicht verstehen, warum so ein Geheimnis um die Schriftstellerin gemacht werden musste.
Ein lesenswerter und spannender Roman

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