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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von biest.22@web.de:

Spannend und berührend

Die Rache der Polly McClusky von Harper Jordan

Inhalt:

Polly McClusky ist eigentlich zu alt für den Teddybär, den sie überallhin mitnimmt. Die Elfjährige ist schüchtern, verträumt und eine Einzelgängerin. Ihren Vater kennt sie kaum, er ist seit Jahren im Gefängnis. Doch dann bricht er aus, um ihr das Leben zu retten, denn auf Polly ist ein Kopfgeld ausgesetzt.

Unvermittelt seht er vor ihr. Nate McClusky ist Anfang 30 und hat im Gefängnis ein Mitglied der Gang Aryan Steel umgebracht. Nate will nicht für die White Supremacists arbeiten. Der Anführer spricht ein Todesurteil über ihn und seine Familie aus, und die Aryan Steel sind ein mächtiger Feind.
Für Nates Exfrau kommt jede Hilfe zu spät, aber er ist rechtzeitig an der Schule seiner Tochter. Polly ist weit klüger als ihr Vater, eine Außenseiterin, die ihre Furchtsamkeit durch das Kampftraining mit Nate und die gemeinsame Flucht überwindet. Und Nate weiß, irgendwie muss er das Todesurteil gegen sich und seine Tochter aufheben lassen. Er muss die Gang zum Verhandeln zwingen.

Meine Meinung:

Einmal angefangen zu lesen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich hatte es an einem Tag durch.
Die einzelnen Kapitel sind so aufgeteilt, das man aus Sicht jeder Person Einblicke in die Geschehnisse bekommt. Dabei hat mir besonders die Entwicklung zwischen Polly und Nate gefallen. Polly kennt ihren Vater kaum, als dieser auftaucht und sie mitnimmt. Sie lässt sich aber auf ihn ein und er sich auch auf sie. Man kann sehr schön beobachten wie sie sich einander annäheren. Anfänglich wirkt Polly wie von einem anderen Stern, spricht über ihren Teddy, der sie überall hin begleitet, zu Nate. Durch das Kampftraining und die gemeinsamen Überfälle wird ihre Verbindung zueinander aber immer enger.
Nate, eigentlich als böse beschrieben, wirkte auf mich eher sympathisch und sein Handeln ließ sich für mich auch sehr gut nachvollziehen, auch wenns eher illegaler Natur war.
Auch die anderen Figuren waren schön gezeichnet und vielschichtig.
Die Geschichte an sich ist doch eher ungewöhnlich und an manchen Stellen auch nicht ganz realistisch, aber die Spannung bleibt von Anfang bis Schluss hoch.
Das Cover gefällt mir und passt sehr gut zu dieser Geschichte.
Der Schreibstil war angenehm, mit Gangsterslang versehen, typisch amerikanisch und ließ sich super lesen.

Zum Autor:

Jordan Harper wurde 1976 in Missouri geboren. Er war Musikjournalist, Filmkritiker und Fernsehautor. Als Drehbuchautor war er u.a. Lead Writer bei den Fernsehserien „The Mentalist“ und „Gotham“. Zurzeit lebt er in Los Angeles und arbeitet am Drehbuch von „Die Rache der Polly McClusky“. Er wird außerdem das Script zur TV-Serie "L.A. Confidential" schreiben.

Fazit:

Ein tolles Buch über eine außergewöhnliche Vater-Tochter-Beziehung. Unbedingt lesen.

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Rezensionen von heinoko:

Sinnenfreuden

Chateau Mort von Oetker Alexander


Heiß ist es in der Aquitaine. Und der berühmte jährliche Marathonlauf, bei dem sich die Läufer in fantasievolle Kostüme werfen, findet trotz der Hitze statt. Kommissar Luc Verlaine begleitet die Läufer auf dem Motorrad, um auf die Sicherheit der Teilnehmer und der Zuschauer zu achten. Da brechen mehrere Läufer während des Laufs zeitgleich zusammen und einer von ihnen stirbt auf völlig unerklärliche Weise.

Bald rückt Richard, ein alter Freund von Luc Verlaine und Winzer mit erheblichen Geldproblemen, in den Focus der Ermittler. Doch Luc Verlaine glaubt nicht an dessen Schuld und macht sich eigenständig auf Mördersuche.

Der Plot ist raffiniert gestrickt und schickt den Leser immer wieder in die Irre, ins Ungewisse. Die Geschichte bleibt bis zum Schluss, bis zur endgültigen Aufklärung immer spannend, immer fesselnd. Es gibt keine Längen, keine hölzernen Konstruktionen, keine Unglaubwürdigkeiten. Die handelnden Personen sind sehr lebendig und lebensnah geschildert, wie überhaupt der gesamte Erzählstil lebendig und lebensnah ist. Dass viel Hintergrundwissen und Recherche-Arbeit im Text steckt, merkt man nur ganz indirekt, weil man nach Lektüre des Buches zum Beispiel mit einem völlig veränderten Bewusstsein eine Flasche französischen Rotwein in die Hand nimmt.
Was das Buch für mich jedoch zu einer Besonderheit in der riesigen Krimi-Landschaft macht: Es ist mit allen Sinnen geschrieben. Der Leser sieht, schmeckt, riecht und fühlt. Da wird nicht nur erzählt. Da wird geschwelgt, in der Schönheit der Landschaft zum Beispiel. Da gibt es zahllose Genussvarianten, ob beim Essen, ob beim Trinken. Der Leser wird, ob er will oder nicht, in die atmosphärisch dicht beschriebenen Freuden des Genießens hineingezogen. Man sitzt mitten unter den sich unterhaltenden Personen auf Sonnenterrassen, genießt exzellente Fischgerichte und leichten, kühlen Weißwein dazu oder man wandert durch die Weinberge und spürt den Geschmackseplosionen von prall reifen Trauben nach. Und so geht es in diesem großartig geschriebenen Krimi um Geld, um Suche nach Anerkennung, aber auch um die Kunst des Genießens. Darauf ein Glas „Chateau La Tour de By 2011“!

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Rezensionen von Nepomurks:

Ergreifend und tragisch traurig!

Der Reisende von Ulrich Alexander Boschwitz

Erzählt wird in „Der Reisende“ die tragische Flucht des jüdischen Kaufmanns Otto Silbermann im Nazi-Deutschland des Jahres 1938. Packend, düster und unglaublich authentisch beschreibt Ulrich Alexander Boschwitz dabei die Verläufe und zieht den Leser gleich mit in einen Sog aus Angst, Misstrauen und Verunsicherung.

Wohin nur? Wem kann man noch trauen?! Und was macht letztlich die eigene Persönlichkeit aus, die einem permanent vorgehalten wird und ärgste Konsequenzen haben kann?
Boschwitz, dessen Roman „Der Reisende“ zwar schon 1939 verfasst wurde, aber in diesem Jahr erstmals in Deutschland verlegt wurde, wusste um die Umstände, in denen sich sein Protagonist Otto Silbermann befindet und kannte auch die Zustände, die mit dem Sich-Verstecken-Müssen und der Angst vor Entdeckung einher gingen – war er doch selber Jude. Die Inhalte des Romans sollen teilweise familien-, bzw. autobiografischer Art sein und beziehen sich damit wohl auf die eigene Flucht vor den Nazis, durch diverse europäische Staaten und die persönliche Vater-Sohn-Situation. Das machte den Roman für mich denn umso tragischer, ist doch auch Boschwitz während seiner Flucht durch Torpedos der Nazi auf einem Schiff gestorben.
Durch den eingängigen Schreibstil kommt man sehr gut in die Erzählung hinein und fühlt sich auch sogleich in die vergangene Zeit zurückversetzt. Sprache und Figuren entsprechen natürlich recht stark der damaligen Zeit, was sich vor allem in den Dialogen bemerkbar macht, die Inhalte aber auch umso greifbarer werden lässt. Alle Protagonisten wirken authentisch und nur allzu reell. Otto Silbermann ist zunächst als Hauptprotagonist nicht einmal ein sympathischer Geselle. Doch je mehr sich die Schlinge um ihn herum zuzieht, desto stärker hofft, zittert und bangt man mit und um ihn. Boschwitz entwickelt eine unfassbar packende, intensive und atmosphärische Dichte, der man sich kaum entziehen kann. Es ist wohl denn auch nicht verwunderlich, dass Silbermann nach und nach den Verstand zu verlieren scheint und unter dem Druck der Nazis förmlich zusammenbricht. Eben dieser Prozess des Nachgebens und der Verlust der eigenen Persönlichkeit, bzw. Identität, was man emotional mehr oder minder stellvertretend für so viele verfolgte Menschen des Dritten Reiches im Geiste durch das beschriebene Szenario mit durchlebt, hat mich wahnsinnig ergriffen. Viele Passagen, Fragmente und Sätze sind leider zudem aus heutiger politischer Sicht aktueller denn je. Mich hat der lange verstorbene Boschwitz mit seinem Roman definitiv erreicht und mir sogar die Tränen in die Augen getrieben – nicht nur zum Schluss.
Das Buch klingt bei mir noch sehr nach, obwohl ich es schon vor einiger Zeit beendet habe. Es ist einfach verstörend und tragisch traurig. Ein Buch, das durch die reellen geschichtlichen Inhalte und den ganz besonderen Ton der Erzählung unter die Haut geht und mitnimmt. Ich kann es nur uneingeschränkt weiterempfehlen. Deshalb ganz klar 5 Sterne!

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Rezensionen von yellowdog:

konnte mich nicht begeistern

The Bartender von Piper Rayne

The Bartender vom Autoren-Duo Piper Rayne ist ein Liebesroman, der sehr auf das körperlich setzt. Gefühlsmäßig bleibt es sehr auf der Oberfläche.
Der Roman ist offenbar der Beginn einer Reihe von Romanen um die drei Freundinnen Whitney, Thalia und Lennon in San Francisco. Dieser Schauplatz war der Hauptgrund, warum ich den Roman lesen wollte, obwohl ich eigentlich nicht zur Zielgruppe gehöre.

Leider machen die Autorinnen zu wenig aus der Lokation, die Handlung könnte im Prinzip überall ablaufen. Schade, da wurde eine Chance verschenkt. Zum Vergleich: Samantha Young hat mit ihrem Edinburgh Love Stories den Schauplatz einen höheren Stellenwert eingeräumt.
Eigentlich lässt sich Piper Rayne mehr mit Autoren wie Samantha Beck vergleichen.
Whitney ist die Icherzählerin. Sie ist erst vor kurzen in die Stadt zurückgekehrt und lässt sich mit dem angeblichen Barmann Cole ein. Klar, dass es zwischen den beiden sofort zündet. Eigentlich wollte ich die explizit beschriebenen Szenen zwischen den beiden überspringen. Das kürzt den ohnehin nicht langen Roman doch glatt um ein Drittel.

Der Roman konnte mich nicht begeistern. Die Dialoge wirken aufgesetzt, immer auch ein wenig zu laut. Es mangelt an Zwischentönen, die gerade in Liebesromanen so wichtig sind. Die Handlung ist hauchdünn und oberflächlich, die Figuren oberflächlich und der Ton zwischen ihnen banal.
Für mich war das Buch ein Flop!

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Rezensionen von PFIFF:

Ende der Saga um die beiden neapolitanischen Freundinnen

Die Geschichte des verlorenen Kindes - Reife und Alter (Neapolitanische Saga 4) von Elena Ferrante


Im vierten und letzten Band der Geschichte zweier neapolitanischer Mädchen, ihres Werdegangs, ihrer Schicksale, Freud und Leid, schreibt Ferrante über Lila und Lenu, ihre Kinder und Partner, ihre berufliche Karriere.
Lenu versucht dem Rione zu entkommen, lebt in verschiedenen italienischen Städten, und kommt doch immer wieder nach Hause zurück.

Mit Lila verträt sie sich teils gut, dann gibt es Auseinandersetzungen, aber das kann der Freundschaft der beiden nichts anhaben.
Ihre Eltern verstehen die Töchter nicht, akzeptieren die wechselnden Partner nicht, lieben aber die Enkelkinder.
Die Kinder lernen zwischen wechselnden Städten, Halbgeschwistern und Stiefvätern zu jonglieren, finden ihren eigenen Weg und werden flügge.
Die harte Zeit der alleinerziehenden, berufstätigen Mütter ist vorbei, die Einsamkeit macht sich breit, das zunehmende Alter nagt an den Persönlichkeiten der beiden Freundinnen.

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Rezensionen von PFIFF:

Liebenswertes aus Kindermund

Das Glück hat kleine Schokofinger von Müller Titus


Wie sehr verändert sich doch das Leben mit Kindern! Nichts ist mehr wie vorher, kein planbarer Tagesablauf, keine Ordnung, keine Nachtruhe. Und doch bereichern die Kleinen mit ihren Ideen, die Eltern zum Spielen zu bringen, ihre Missetaten zu rechtfertigen, und ihren unschuldigen großen Augen, wenn man sie rügt, das Familienleben.

Ihre Sicht der Dinge ist entwaffnend, auf ihre eigene Weise logisch und lässt uns schmunzeln, obwohl wir eigentlich wütend sein wollten.
Titus Müller erzählt aus seinem eigenen Familienleben auf amüsante Weise, was sicher alle junge Eltern nachempfinden können.

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Rezensionen von manu63:

Allmacht

Das Erbe der Macht - Band 12: Allmacht von Andreas Suchanek

Band 12 der Reihe Das Erbe der Macht trägt den Titel Allmacht und ist das erste Staffelfinale der Reihe des Autors Andreas Suchanek. Mit einem verwegenen Plan versuchen Max und seine Freunde das Unheil, welches die Schattenfrau verbreiten will Einhalt zu gebieten. Dabei gehen sie mehrfach an ihre Grenzen und auch darüber hinaus.

Der Autor versteht es einmal mehr mich in den Bann der Reihe zu ziehen. Die Protagonisten wachsen teilweise über sich hinaus und müssen dabei Neues über sich selber und ihre Beziehungen erfahren. Gerade Alex und Jen steht ein großer Umbruch bevor. Die Spannungsbögen werden gut gehalten und Band 12 endet mit einem ganz fiesen Cliffhanger der für die weiteren Bände eine Menge Potential birgt. Gute und Böse Krieger bekommen immer mehr Schattierungen und als Leser neigt sich die Waagschale mal dem einen mal dem anderen zu. Auch bei den Schattenkriegern gibt es nicht nur Böse und die Lichtkämpfer haben auch den einen oder anderen Schatten, den sie aus ihrer Vergangenheit mit sich tragen. Gerade diese Grauzonen machen für mich einen guten Teil der Geschichte aus und die einzelnen Handlungsstränge die sich aufeinander zubewegen tun ihr übriges um mich gut zu unterhalten. Einige Charaktere müssen gehen aber dafür tauchen neue spannende Protagonisten auf.

Der Schreibstil und die Dialoge sind stimmig und gut lesbar, die Handlung selber gut aufgebaut und nicht künstlich in die Länge gezogen.

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Rezensionen von manu63:

Hafenkino

Hafenkino von von Wolff Steffi

Hafenkino Mein Mann seine Alte und ich ist eine Kolumnensammlung der Autorin Steffi von Wolff welche in der Zeitschrift Yacht erschienen ist. Geschildert wird dort Freud und Leid einer Seglergattin mit all seinen Facetten. Ich fand die selbstironisch erzählten Kurzgeschichten lustig und sie hatten einen hohen Wiedererkennungswert.

Solche Gatten wie den geschilderten kann man in jedem Hafen finden und Hafenkino ist was hochspannendes. Treffsicher legt die Autorin ihre Finger in die Wunden und zeigt erbarmungslos die Schwächen der Segler und Motoryachtfahrer auf.

Da ich selber so manchen Urlaub an Bord verbracht habe, kann ich die Stimmung der Autorin gut nachvollziehen und kenne auch selber solche Situationen wie die geschilderten. Wer selber noch nie eine Hafen besucht hat bzw. keine Erfahrungen mit Booten hat, wird sich sicherlich nicht so gut mit dem Buch amüsieren wie jemand mit eigenen Borderfahrungen. Für mich ein nettes kleines Geschenk für jeden Segler oder auch Motoryachtbesitzer. Das meiste stammt zwar aus Sicht der Segler aber vieles kann auch auf Motoryachten übertragen werden.

Bei den Geschichten wiederholt sich zwar das eine oder andere bzw. ist vorhersehbar aber das tat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch.

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Rezensionen von begine:

Coco Chanell

Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe von Michelle Marly

Die große Modezarin Coco Chanel wird von Michelle Marly wunderbar lebendig beschrieben. Coco Chanell ist für alle Frauen ein Begriff, das Chanel-Kostüm, das kleine Schwarze und Chanel No 5 kennen wir gut. Ihre Hüte sind ein Gedicht. Das ist Haute Couture in Paris. Das Leben der Gabrielle Chanel, Coco ist ein Kosename, wird in diesem Roman gut dargestellt.

Von ihr ist vieles bekannt. Ich habe vor Jahren schon mal einen Film über sie gesehen, ich habe einiges wieder erkannt.
Als 1919 ihr Geliebter tötlich verunglückt, ist sie voller Trauer und sie will ein Parfüm, in Gedenken an ihn, herstellen. Da beginnt der Roman. Gabrielle hat eine bestimmte Duft des Parfüms in der Nase, eine große Suche beginnt, bis sie ihn endlich findet. Die Autorin lässt mit Raffinesse Gabrielle mit vielen berühmten Personen in Verbindung bringen.
Eine schöne Lebensgeschichte vom armen Waisenmädchen bis zu einer berühmten reichen Geschäftsfrau, es wird ein interessantes Bild von ihr, mit ihren Träumen und Ängsten, gezeichnet.
Ein toller Gesellschaftsroman in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Ein wunderbares Kochbuch mit einfachen wie auch aufwendigeren Rezepten, interessanten Infos und Anekdoten, sowie stimmungsvollen Bildern.

Königlich und Köstlich von Robb Carolyn

Essen und Feiern wie die Windsors! Dieses Buch eröffnet einen exklusiven Einblick in die Rezepte und Geheimnisse der britischen Königsküche. Sortiert nach verschiedenen Themen und Anlässen werden ca. 80 besondere Rezepte vorgestellt, einige von ihnen ergänzt mit wundervollen und ebenfalls der Palastküche entstammenden Tipps und Ideen für die perfekte Blumen-Deko zum Menü.

Alle Rezepte waren Teil oder gar Zentrum fröhlicher, ereignisreicher oder festlicher Familienzusammenkünfte und nehmen den Leser mit an die Palasttafel. Persönliche Briefe und Notizen von Prinz Charles oder Lady Diana gewähren dem Leser einen einzigartigen und persönlichen Blick hinter die Kulissen. Dieses Buch ist ein wahres Genussbuch, das köstliche Rezepte mit spannenden Insider-Geschichten des Palastlebens vereint...(Klappentext)

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Dieses Kochbuch macht seinem Titel alle Ehre. Schon alleine die Aufmachung ist edel und qualitativ hochwertig - die Aufmachung des Schutzumschlages, das Lesebändchen und selbst ohne Schutzumschlag macht dieses Kochbuch etwas her.

Geschrieben wurde dieses Kochbuch von der Spitzen-Köchin Carolyn Robb, welche elf Jahre lang die persönliche Küchenchefin von seiner Königlichen Hoheit Prinz Charles und Prinzessin Diana war. Die Einleitung beginnt mit einer kleinen Geschichte ihres Werdeganges, wie und weshalb sie Köchin wurde und schließlich in den Kensington Palace gelangte.

"Diese Sammlung von 80 meiner Lieblingsrezepten ist mit sehr denkwürdigen Augenblicken der verschiedensten Stationen meiner 'kulinarischen Lebensreise' verbunden. Diese Reise ging über drei Kontinente und dauerte mehrere Jahrzehnte. Sie verschaffte mir das große Privileg, außergewöhnliche Menschen zu begegnen."


Wer nun Bedenken hat, dass man hier nur dekadente und opulente Gerichte und Menüs zu Gesicht bekommt, kann sich getrost zurücklehnen, denn selbst die Royals wissen einfaches Essen zu schätzen. Wichtig ist ihnen nur, dass Saisonales und Bio-Produkte auf den königlichen Tisch kommen. Tja, wer hätte das gedacht?

Die Unterteilung erfolgt in:

Herrliche Häppchen
Üppige Brote
Schöner Auftakt
Leicht & Sommerlich
Warm & Wohlig
Süsse Versuchungen
Kekse und Kleingebäck
Kuchen
Essen für Kinder
Haltbar & Lecker

Darin sind sowohl einfache wie auch aufwendigere Rezepte enthalten. Diese sind durchaus leicht nachzukochen, die Zutaten nicht wirklich außergewöhnlich oder schwer erhältlich und die Zubereitungen leicht verständlich. Hier findet man aber nicht nur typisch englische Gerichte und Rezepte, sondern einen interessanten internationalen Mix. Und doch enthält jedes Rezept, so italienisch oder schweizerisch es auch anmutet, den gewissen britischen Touch.
Jedes Rezept wird von einer kleinen persönlichen Geschichte der Köchin eingeleitet, welche auch interessante Informationen bezüglich des Königshauses und liebevolle Anekdoten beinhalten.

Die Bilder zu jedem Rezept sind einfach wundervoll anzusehen und lassen einem schon beim bloßen Lesen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Doch was wäre ein königlicher Tisch ohne diese wundervollen Dekorationen mit Blumen und Blüten?
Um auf dem eigenen Esstisch einen edlen und royalen Flair erschaffen zu können, benötigt man normalerweise einen geübten Floristen, der das für einen übernimmt. Am besten wäre natürlich gleich eine geübte Floristin des Königshauses. Und genau diese kauft man quasi mit dem Buch gleich mit.

Hier findet man also nicht nur Rezepte, sondern auch Ideen und Anleitungen für wundervolle Blumenarrangements, passend für jede Gelegenheit. Ob nun sommerlich, opulent oder dezent - hier ist für jeden etwas dabei.

Dafür hat sich Carolyn Robb die ehemalige Floristin Sarah Champier ins Boot geholt. Diese war für die Blumenarrangements am Hof verantwortlich.
Diese Anleitungen und Bilder machen es einem leicht diese nachzubilden oder man lässt sich davon einfach nur inspirieren.

Dieses Kochbuch wird in einem lockeren Plauderton geführt und man hat daher das Gefühl als würde man mit der Köchin höchstpersönlich in der Küche bei einer Tasse Tee sitzen und Rezepte austauschen. Daher ist es einfach wunderbar darin zu schmökern und immer wieder aufs Neue Kleinigkeiten und auch wundervolle Rezepte zu entdecken.

Ich habe übrigens die Lemon Curd ausprobiert und es schmeckt einfach nur himmlisch!

Fazit:
Ich nehme mir immer noch gerne Zeit in diesem Kochbuch zu lesen und zu schmökern, da es ein wunderbares und vor allem appetitanregendes Lesevernügen ist. Es ist also nicht nur ein Buch, um Rezepte nachzukochen, sondern richtiggehend darin einzutauchen.
Solche Kochbücher gibt es meiner Meinung nach leider viel zu selten (vergleichbar wäre hier noch Nigella Lawson - auch einer meiner Lieblings-Kochbuchautorinnen).
Es gibt von mir daher natürlich eine absolute Leseempfehlung. Dieses edle Kochbuch mit Rezepten aus dem Königshaus sollte also im Regal einer jeden Hobbyköchin/eines jeden Hobbykochs stehen, ob nun England-Fan oder nicht.

© Pink Anemone

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