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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von freakajules:

Ein nahezu perfekt gelungener Zwischenband.

Scythe - Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman

Da der erste Band der Reihe "Die Hüter des Todes" mein erstes Buch von Neal Shusterman war, war ich natürlich sehr überrascht, wie mühelos der Autor mich hatte überzeugen können und wie einfach dieses Buch zu meinem Jahreshighlight 2017 geworden war. Ich denke, ich muss daher auch nicht extra betonen, wie sehnsüchtig ich auf die Fortsetzung "Der Zorn der Gerechten" gewartet habe.

Viele Fragen waren am Ende des ersten Bandes noch offengeblieben, weswegen ich mich nicht nur darauf gefreut habe, Citra und Rowan "wiederzusehen", sondern auch den Thunderhead (der Titel der Originalausgabe) genauer kennenzulernen und seine Art und Weise, zu funktionieren, zu steuern und zu kontrollieren besser zu verstehen.

Mir hat gefallen, wie Neal Shusterman seinen Plot aufbaut, sehr viele verschiedene Handlungsstränge schafft und damit mühelos eine Langatmigkeit umgeht, die bei 544 Seiten durchaus entstehen kann. Es ist nicht immer alles gut umgesetzt und nicht immer alles perfekt, aber es ist komplex, umfassend sowie weitschweifend und da erwarte ich auch keine Perfektion. An manchen Stellen schockiert der Autor, manche Szenen sind ein wenig überspitzt und andere absolut überraschend, so dass ich – trotz der dauernden Frage, wie das alles zusammenhängt – durchgehend unterhalten wurde und das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Es ist einfach unglaublich, wie sehr Shusterman mit seiner Kreativität glänzen kann, welches Setting er mit Worten erschafft und welches Kopfkino er bei seinen Lesern erzeugen kann.

Ein bisschen enttäuscht war ich von der Charakterverteilung in der Handlung. Während der erste Band sich doch sehr auf die Lehrlinge Citra und Rowan, sowie ihren Ausbilder Scythe Faraday fixiert hat, erschienen mir die Szenen mit den drei "Hauptprotagonisten" dieses Mal doch eher sparsam gewählt. Natürlich mochte ich auch Greyson und den Schwung, den er mit seinem Widerling-Status, seinem gescheiterten Berufswunsch, seiner Rebellion und seiner plötzlich entstandenen Isolation in die Geschichte bringt, aber es gab viele Stellen, an denen ich Citra und Rowan (und vor allem sie beide zusammen) sehr vermisst habe. Und auch Scythe Faraday taucht hin und wieder auf, allerdings bleiben auch seine Abenteuer, nämlich die Suche nach etwas ganz Geheimnisvollem, eher im Hintergrund, was mich ein bisschen traurig gestimmt hat.

Trotzdem bieten auch die anderen Figuren eine interessante Abwechslung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man ein paar davon wiedersieht, von denen man niemals gedacht hätte, dass sie wieder eine Rolle spielen werden. Besonders positiv aufgefallen ist mir im Plot allerdings vor allem Scythe Curie, die ich im ersten Band oft sehr zwiespältig betrachtet habe, die aber doch nach und nach meine Sympathie erlangen konnte. Die Mischung aus liebevoller Zuneigung und gutgemeinter Strenge Citra bzw. Scythe Anastasia gegenüber fand ich sehr toll beschrieben. Beide treiben einander immer wieder an, motivieren und stehen füreinander ein. Und auch der eben genannten Greyson ist mir sehr positiv aufgefallen und hat sich nach und nach zu meinem Lieblingscharakter entwickelt. Ich mag es, wenn Figuren spielend in die Handlung integriert werden und dort so gekonnt auftreten, als wären sie schon von Anfang an dabei. Ich denke, Greyson hat auch für den Abschlussband noch einiges an Potenzial zu bieten, das Shusterman sicher noch ausbauen wird.

Die besonderen Auffälligkeiten bei diesem Buch sind auf jeden Fall nach wie vor die Kleinigkeiten, die Details, die aus einer Geschichte erst ein Erlebnis machen. Seien es die Zwischenkapitel des Thunderhead, Scythes Anastasias Nachlese-Methode, widerliche Körpertausch-Methoden oder einfach nur die Freibrief-Regionen. Ich finde, Neal Shusterman wirft immer mal wieder kleine Details in den Plot, die zum Nachdenken anregen (Wer mag schon eine künstliche Intelligenz als vollkommene Kontrolle der Menschheit? Oder wie würde ich selbst gerne nachgelesen werden wollen?), die die Fantasie ankurbeln oder uns weit über das Lesen des Buches hinaus beschäftigen. Schon im ersten Band habe ich den tollen Schreibstil des Autors bemerkt und ich bin der Meinung, dass er auch hier, in "Der Zorn der Gerechten" wieder zeigen konnte, welches Talent er hat. Ich freue mich daher ganz besonders auf die Fortsetzung.

Fazit
"Der Zorn der Gerechten" kommt meiner Meinung nach nicht ganz an "Die Hüter des Todes" heran, aber trotzdem steht das Buch dem Vorgängerband in den Punkten Spannung, Unterhaltung, Fantasie und Kreativität in nichts nach. Neal Shusterman hat auch hier wieder ein tolles Werk geschaffen, über das es viel zu diskutieren und viel nachzudenken gibt. Zusätzlich hat er es auf jeden Fall mit diesem absolut fiesen Ende geschafft, den Leser in den Monaten bis zum Erscheinen des dritten Bandes zu quälen. Aber wenn sehnsüchtiges Warten auf die Fortsetzung nicht eine gute Reihe ausmacht, was denn dann?

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Rezensionen von Hexenaugen:

Eine Liebe über die Zeiten hinweg

Scythe - Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman

Federica beobachtet im Frühling einen Angler den außer ihr niemand sehen kann. Sie möchte ihn vergessen aber eines Tages steht er vor ihr auf der Straße. Sie möchte ihn wegstoßen aber ihre Hand geht durch den Mann hindurch.

Von nun an hat Federica immer den gleichen Alptraum: Sie erlebt einen schrecklichen
Sarazenenüberfall indem der Mann sie in einer Truhe versteckt und so geschieht ihr nichts.

Der Roman spielt in zwei Zeitebenen einmal in der eit um 933 und im Jetzt.
Sofian, so heißt der Mann, ist Krieger im Dienst der arabischen Herrschaft und er verschont Federica.

Federica ist völlig verwirrt und sie sucht Tiziana eine Turiner Psychologin auf die zu Paolina, einer alten Frau, bringt diei hr sagt es gäbe eine Seele die sich vor langer Zeit an sie gebunden hätte.

Nicht nur sie brauche Hilfe sondern auch Sofian der eintausendneunundsiebzig Jahre Schuldgefühel hatte in denen er keine Ruhe fand und die nun abgelaufen seien und er bäte sie um Vergebung und nun sei es an ihr ihm zu vergeben und zu folgen.

Federica weiß plötzlich sie muss in der Bormida sterben um mit Sofian gemeinsam ins Paradies zu gelangen.
Sie war genau zu der Zeit wiedergeboren, um das sie, wenn Sofian seine Schuld abgetragen haben würde, im gleichen Alter war wie damals: Einundzwanzig.
Sie lebte jetzt in genau demselben Ort wie damals. Sie hatte ihre Eltern auf tragische Weise verloren, ebenso wie damals.
Und Sofian war ihr zu genau dem Zeitpunkt erschienen, an dem sie in ihrem früheren Leben in den Freitod gegangen war. -
Sie durfte sich ihrer Bestimmung nicht widersetzen. Nur aus Angst vor dem eigenen Tod. Sie musste dem ihr zugedachten Weg folgen. Sie musste vertrauen. Sie musste sterben. Jetzt. Im Januar. Wie vor eintausendundachtzig Jahren. Im eiskalten Wasser der Bormida.

Federica steigt ins eiskalte Flusswasser und fühlte sie sich fortgerissen. Von zwei Armen. Die sie an ein Herz pressten. An ein glühend heißes, heftig schlagendes Herz. Sofian.
Sofian. Er sang. So wie jede Nacht. Diese wunderschöne, ergreifende Melodie. Und plötzlich verstand Federica auch die Worte, die er inbrünstig formulierte: Es war eine Lobpreisung Gottes.
So fest, wie Sofian sie an seine Brust zog, so eng schmiegte sich Federica an ihn,

Sein Gott war ihr Gott.
Ihr Gott war sein Gott.
Gott entließ sie vereint ins Paradies.

Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen, konnte es nicht mehr aus der Hand legen und empfehle das Buch weiter.

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Rezensionen von yesterday:

Mein erster Band der Reihe

Ostseerache von Eva Almstädt

Vielleicht ist es ein Nachteil, vielleicht aber auch ein Vorteil, dass ich den 13. Band mit Pia Korittki unvoreingenommen beurteilen kann. Ich kenne die Reihe vom Sehen oder der einen oder anderen Leseprobe, aber habe noch keines der anderen 12 Bücher gelesen.

Das fließt natürlich mit in meine Sicht der Dinge ein.

Ich kann die Bücher untereinander nicht vergleichen, kann nicht sagen, dieses war besser oder schlechter als die anderen. Ich kann die Schwächen aber auch nicht damit abwiegeln, dass ich andere Bände der Reihe gut oder weniger gut fand. Ich beziehe mich rein darauf, was auf diesen gut 400 Seiten passiert.

Grundsätzlich lesen sich Lokalkrimis aus allen Ecken Deutschlands (in diesem Fall aus dem Norden) immer gut und flüssig und bergen ein gutes Maß an Spannung in sich. In dieser Hinsicht fügt sich dieser Krimi gut ein.

Gefallen hat mir auch, dass (dank der weiblich besetzten Hauptrolle) “weibliche Probleme” angesprochen werden und das trotz dessen dass Pia schon von Berufs wegen eine sehr toughe Person ist. Aber auch vor ihr machen die Probleme Kind versus Karriere nicht Halt. Aufstieg und gute Bezahlung versus Familienzeit und Selbstverwirklichung.

Pia entscheidet sich nicht sofort und somit bleibt diese Frage das ganze Buch über ungeklärt. Da bin ich auch schon bei den Kritikpunkten. Ungeklärt bleiben leider einige Dinge, teilweise sind es klarerweise Kleinigkeiten. Dennoch fühlt man ja mit den Beteiligten, Verdächtigen, Opfern und Familien mit, die am Ende leider teilweise “hängengelassen” werden. Es gibt einige “halbe Aufklärungen”. Einige deshalb, weil in diesem Krimi, wie es oft der Fall ist, durch eine aktuelle Begebenheit auch Altes wieder aufbricht.

Gut dargestellt ist über weite Strecken die Stimmung in einem kleinen Dorf auf dem Land, wo jeder jeden kennt und andere als Eindringlinge gesehen werden. Dem einen oder anderen Konflikt hätte aber wohl noch etwas mehr Tiefe gut getan, vielleicht auch mehr Szenen zwischen den Anwohnern untereinander. So läuft das meiste eigentlich immer zwischen Bewohner(n) und Ermittler(n) ab und der Leser setzt sich die Teile selbst zusammen und kann raten, wie die Leute untereinander damit in Wahrheit umgehen.

Für mich sehr störend war, dass - wenn man andere Bände nicht kennt - ein gewisser Herr Lohse, Gefängnisinsasse - kurz ein paar erpresserische Auftritte hat, dabei aber nichts herauskommt und auch weiter nichts passiert. Sollte ja auch so sein, wenn jemand hinter Gittern sitzt. Es fühlte sich aber verlorene Buchseiten an.

Auch andere Begebenheiten stellten meinen Logikverstand hart auf die Probe. Es ist eine Sache, schriftstellerische Freiheiten zu nutzen, wenn es der Entwicklung einer Geschichte dient, aber physikalische Gesetzmäßigkeiten zu missachten, ist nicht mehr hart an der Grenze und nagen leider am Gesamteindruck eines Buches.

Ich mag die handelnden Personen, auch wenn noch mehr Tiefe möglich wäre, finde Schreibstil und Tempo gut und kann das meiste gut nachvollziehen. Einige Stellen aber schienen mir nicht recht passend beziehungsweise unlogisch oder zu weit hergeholt.

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Rezensionen von jiskett:

Anders als erwartet

Der Kaktus von Sarah Haywood

"Der Kaktus: Wie Miss Green zu küssen lernte" handelt von Susan Green, einer Frau, für die ein geordnetes Leben von großer Wichtigkeit ist. Als diese Ordnung plötzlich durcheinander gerät, hat sie Probleme, damit umzugehen, doch es bleibt ihr letztlich nichts anderes übrig, als sich an ihre neuen Umstände anzupassen.

Zu Beginn ist es mir schwer gefallen, mit der Protagonistin warm zu werden. Sie wirkt sehr sachlich und distanziert und gute Manieren sind ihr so wichtig, dass sogar der Leser (wenn sie ihn anspricht) gesiezt wird. Zugleich tritt sie sehr bestimmt auf, beharrt auf ihrer Unabhängigkeit, sieht Gefühle als irrelevant an und sie will unter keinen Umständen die Kontrolle abgeben; teilweise kam sie mir zudem ein wenig herablassend vor. Der Buchtitel "Der Kaktus" passt meiner Meinung nach sehr gut zu ihr - sie wehrt beinahe instinktiv jeden ab, der ihr zu nahe kommen will. Durch all diese Eigenschaften hat es eine Weile gedauert, bevor sie mir wirklich sympathisch wurde, auch wenn ich die ganze Zeit mit ihr mitfühlen konnte. Gefallen hat mir, dass sie sich im Laufe der Handlung weiterentwickelt und sich geöffnet hat; sie ist quasi aufgeblüht, was wieder gut zu dem Kaktus-Motiv passt.

Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und die Geschichte selbst hat mir recht gut gefallen, allerdings hat der Untertitel "Wie Miss Green zu küssen lernte" bei mir in gewisser Hinsicht falsche Erwartungen geweckt. Ich hatte damit gerechnet, dass es eine Liebesgeschichte geben und diese eine große Rolle spielen würde, doch obwohl es eine Romanze gibt und mir Susans Partner auch sehr sympathisch war, ist es ein eher kleiner, beinahe untergeordneter Aspekt des Buches. Er trägt zur Entwicklung der Protagonistin bei und ist für sie wichtig, aber es geht vielmehr darum, wie Susan mit den Veränderungen in ihrem Leben zurechtkommt und lernt, sich mehr zu öffnen, während sie mit neuen Informationen und Gefühlen umgehen muss. Das fand ich auf jeden Fall interessant und ich habe die Geschichte auch gerne gelesen, aber ich hatte wie gesagt einfach etwas anderes von dem Buch erwartet. Deshalb, und aufgrund meiner anfänglichen Schwierigkeiten mit der Protagonistin, vergebe ich drei Sterne.

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Rezensionen von cosmea:

Wenn Realität und Fiktion sich berühren

Krokodilwächter von Katrine Engberg

“Krokodilwächter“ ist Katrine Engbergs Thrillerdebüt. Der Roman schaffte es gleich auf die dänische Bestsellerliste - völlig zu Recht.
Esther de Laurenti, Professorin im Ruhestand, genießt ihr Leben. Sie feiert mit Freunden, nimmt Gesangsstunden bei ihrem jungen Freund Kristoffer und schreibt an einem Kriminalroman.

Sie lebt im obersten Stock ihres Hauses in der Kopenhagener Innenstadt. Die anderen Etagen sind vermietet. Eines Tages passiert etwas Unvorstellbares: Ihr alter Mieter Gregers sieht durch die geöffnete Wohnungstür die Leiche einer jungen Frau und erleidet einen Herzanfall. Esther erfährt erst durch die Ermittler Jeppe Korner und seine Kollegin Anette Werner, dass eine Mieterin in ihrem Haus grausam ermordet worden ist. Das Makabre an der Sache ist, dass der Tathergang stark an eine Szene aus dem Manuskript ihres Kriminalromans erinnert. Dadurch gerät sie selbst unter Verdacht.
Im Folgenden gehen die Ermittler einer Vielzahl von Spuren nach – über lange Zeit ohne Ergebnis. Es werden zahlreiche falsche Fährten gelegt. Erraten kann man die Auflösung nicht wirklich, nur ahnen, welche Ereignisse in der Vergangenheit zu diesem und weiteren Verbrechen geführt haben. Engberg ist ein spannender Thriller mit sorgfältig gezeichneten Charakteren gelungen. Das sympathische Polizistengespann Jeppe Korner und Anette Werner macht neugierig auf die angekündigten Folgebände, wobei der physisch und psychisch angegriffene Jeppe deutlich in der Tradition der beschädigten Ermittlerpersönlichkeiten von Mankells Wallander und Co. steht. Ich habe diesen Roman gern gelesen und empfehle ihn ohne Einschränkung.

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Rezensionen von Rebecca1493:

Jeder hat sein Päckchen zu tragen

The Ivy Years – Bevor wir fallen von Sarina Bowen

Zarte Rosen auf schwarzem Hintergrund - dadurch wird das Cover auf jeden Fall zu einem Blickfang. Allerdings weiß ich beim besten Willen nicht, was die Blümchen mir sagen sollen und welche Verbindung sie zum Inhalt des Romans haben. Wenn es Efeu gewesen wäre, hätte man zumindest noch einen Bezug zum Titel herstellen können, aber so passen Buch und Titelbild nicht unbedingt zusammen.

Seit ich im letzten Jahr den ersten Teil der True North-Reihe der Autorin gelesen habe, bin ich ein riesiger Sarina Bowen-Fan. Ihre Bücher bilden für mich eine perfekte Mischung aus lustigen Sprüchen und jeder Menge Wortwitz, aber auch sehr ernsten Themen wie Drogensucht, finanzielle Notlagen oder posttraumatische Belastungsstörung. "The Ivy Years" fällt allerdings im Gegensatz zu "True North" eher in die Kategorie New-Adult. Ich war also sehr gespannt, wie Sarina dieses zwar verwandte, aber dennoch etwas andere Genre abgrenzen würde.

Wie immer ließ sich die Geschichte von Beginn an sehr leicht lesen, der Einstieg hat mir also keinerlei Probleme beschert. Selbst die vielen neuen Namen konnte ich sehr gut auseinanderhalten, was nicht so oft vorkommt, vor allem bei einem ersten Teil einer Reihe. Etwas irritierend für mich war allerdings, dass sich Corey und Adam eigentlich fast ausschließlich mit ihren Nachnamen angeredet haben, sodass ich ein oder zwei Mal über ihre eigentlichen Namen gestolpert bin, weil sie so selten benutzt wurden. Callahan und Hartley - irgendwie lustig wie schnell ich mich an diese Namen gewöhnt habe.

Auch dieses Mal vermischt Sarina das Thema Querschnittslähmung, das in vielen Büchern zwar angeschnitten, aber nicht wirklich in Hinblick auf den Alltag vertieft wird, mit einer romantischen Story. Coreys Leidensweg mitzuverfolgen, war für mich, die ich selbst sehr gerne Sport betreibe, (wenn auch vielleicht nicht mit derselben Obsession) an manchen Stellen nur schwer zu verkraften. Auch wenn sie nach Außen hin das taffe Mädchen spielt und sich scheinbar nur von wenigen Dingen aus der Ruhe bringen lässt, hat sie nach nicht einmal einem Jahr noch sehr an ihrem Unfall zu knabbern, was aber vermutlich jedem von uns so gehen würde. Es ist einfach klasse, wie Sarina gewisse Aspekte der Erkrankung, die man im ersten Moment überhaupt nicht bedenkt, thematisiert und zeigt, dass Querschnittsgelähmte es zwar alles andere als leicht haben, aber ein Leben mit dieser „Behinderung“ dennoch ein lebenswertes ist. Vor allem ihre Idee mit dem Wasserpolo ist einfach nur genial!

Im Gegensatz zu Corey, ging mir Adam teilweise doch sehr auf den Keks, auch wenn man nach und nach erfährt, warum er sich so an Stacia klammert. Mehrfach wollte ich ihm zubrüllen, dass er doch jetzt gefälligst die Richtige zu seiner Freundin erwählen soll.

Positiv war aber auch, dass die Sexszenen in diesem Buch - im Gegensatz zu True North - etwas zurückhaltender waren, eben einem New-Adult-Roman angemessen. Gefielen mir deutlich besser!

Vier Sterne sind es deshalb, weil die Geschichte keine besonders außergewöhnlichen Momente hatte. Es war aber auf jeden Fall ein Buch, das ich gerne gelesen habe und ich freue mich schon auf die Fortsetzung mit Bridger!

Fazit: Habe ich erwähnt, dass ich ein großer Bowen-Fan bin? Dieses Buch hat wieder fast ins Schwarze getroffen! Freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Für Jane Austen-Fans die auf Romantik stehen ein absolutes Must-Read. Hier sind alle Hauptcharaktere Jane Austens vereint und verbandelt.

Alte Bekannte – neue Liebschaften von Brinton Sybil G.

Die erste Fortsetzung, die jemals zu Austens berühmten Romanen geschrieben wurde, setzt ein wo »Stolz und Vorurteil« aufhört. Sybil G. Brinton, die als Tochter aus gutem Hause selbst aus der Welt ihres Vorbilds entsprungen sein könnte, lässt uns am weiteren Leben von Elizabeth Bennett, Mr. Darcy und vielen anderen beliebten Figuren aus Austens literarischem Kosmos teilhaben, mit neuen Freundschaften und Romanzen sowie den üblichen Verwicklungen.

Die Handlung führt uns an wohlbekannte Orte von London nach Bath und natürlich auf Pemberley. Elizabeth und Mr. Darcy sind glücklich verheiratet und Lizzy hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Glück verschiedener Familienmitglieder und Freunden auf die Sprünge zu helfen – beginnend mit ihrer jungen Schwägerin Georgiana und Colonel Fitzwilliam....(Klappentext)

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"Man darf wohl sagen, dass nahezu alle glücklich verheirateten Paare eines gemeinsam haben: Sie alle wünschen, ihre junge Freunde in ebenso glücklichen Ehen zu sehen."
(S. 11 - Anfang)

Dieser Roman ist ein unbekannter Klassiker (Erstausgabe 1913) und die imaginäre Fortsetzung des Romans "Stolz und Vorurteil", oder besser gesagt der Romane "Stolz und Vorurteil", "Northanger Abbey", "Mansfield Park", "Verstand und Gefühl", "Überredung", sowie von "Emma".
Alle geliebten Hauptcharaktere und auch die weniger beliebten Protagonisten, haben hier ihren Auftritt und ihre Geschichte, welche weitergeführt wird.
Man sollte also auf jeden Fall diese Romane schon mal gelesen haben, um in den vollständigen Genuß dieses vorliegenden Romans zu kommen.
Zum kurzen Auffrischen dieser Romane, was bei mir notwendig war, empfehle ich das Buch "Jane Austen - eine Entdeckungsreise durch ihre Welt".

Der Roman selbst ist dreieinhalb Jahre nach der Hochzeit von Elizabeth Bennet mit Mr. Darcy angesiedelt und hier wird fleißig verliebt, verkuppelt und so einige Heiratspläne geschmiedet und wieder über Bord geworfen.
Elizabeth möchte Miss Georgiana Darcy mit Colonel Fitzwilliam (Darcy's und Georgianas Cousin - alle Protagonisten aus "Stolz und Vorurteil") vereinen, die Verlobung steht, wird jedoch nach kurzer Zeit wieder aufgelöst. Daher wollte sie den Colonel bei ihrem Aufenthalt in Bath mit Mary Crawford ("Mansfield Park") verkuppeln. Diese scheint jedoch schon etwas mit Sir Walter Elliot ("Überredung") am Laufen zu haben.
Emma Woodhouse ("Emma") möchte wiederum Kitty Bennet ("Stolz und Vorurteil") mit dem schmucken William Price ("Mansfield Park") liiert sehen und auch Kitty selbst sieht sich schon nach kürzester Zeit in naher Zukunft als Mrs. Price durch die Gegend schlendern. Dieser scheint jedoch an einer anderen Dame interessiert zu sein.
Mr. Bingley ("Stolz und Vorurteil") hätte jedoch gerne James Moreland ("Northanger Abbey") gerne mit Kitty zusammengebracht, welche jedoch absolut nicht an ihm interessiert ist.

">>Nun, Charles<<, sagte Elizabeth lachend, >>du musst dir keine Vorwürfe machen. Mr Morland wurden ein Haus und eine Pfründe versprochen - eine Ehefrau war nicht Teil der Abmachung.<<
>>Dennoch wäre es schön gewesen, hätte man ihm auch dies bieten können<<, erwiderte Bingley." (S. 172)

Ihr seht, hier geht es um Verkuppelung und gewünschte Eheschließungen, Liebe (erfüllte wie unerfüllte), sowie Intrigen und Trauer. Wie eben in all den Jane Austen-Romanen auch. Doch leider fehlt mir hier der spitzzüngige und sarkastische Humor, der für Jane Austen so typisch ist und der selbst mich, eine Schnulzenallergikerin, für ihre Romane begeistern kann.
Zudem scheinen sich manche Jane Austen-Figuren etwas verändert zu haben:
* Elizabeht Bennet - nun Mrs. Darcy, hat zwar keineswegs ihren Humor, jedoch ihren Pfeffer im Hintern verloren. Im Gegenzug ist sie sehr am Verkuppeln interessiert.
* Mr. Darcy - ist ruhiger geworden und daher hat auch sein Biss etwas eingebüßt
* Emma - mittlerweile Mrs. Kneightly, ist ebenfalls im Kuppelgeschäft tätig, kommt hier bei so mancher Wesensbeschreibung nicht ganz so gut weg.
* Mr. Bingley - ist nun anscheinend ebenfalls gerne ein Kuppler und steckt auch sonst gerne seinen Kopf lieber mit den Frauen zusammen als mit den Männern.

Trotzdem hat es die Autorin auf faszinierende Weise geschafft, alle Charaktere unter einen Hut zu bringen, daraus mehrere Geschichten zu erschaffen, welche doch alle miteinander verwoben sind und sie zu einem eigenen stimmigen Ende zu führen. Dafür gebührt ihr allerhöchster Respekt. Vor allem da sie dabei die Schreibweise von Jane Austen aufnimmt und auch hier manche Protagonisten die typischen Austen-Entwicklungen durchlaufen. Einzig der sarkastische Humor fehlt hier, wie oben schon erwähnt. Man merkt, dass Brinton durch und durch ein Jane Austen-Fan war und ihre Romane in- und auswendig kannte. Somit ist dieser Roman eine gebührende Hommage an Jane Austen und zusätzlich ein kleines Klassiker-Schmankerl im Bücherregal.

Wer befürchtet, dass ihm die Charaktere durcheinander kommen könnten, kann sich beruhigt zurücklehnen. Am Anfang befindet sich ein ausführliches Personenregister.

Auch eine Karte von London mit den verschiedenen Grafschaften ist vorhanden, sowie wer wo lebt. Dadurch bekommt man ein GEfühl wie weit die Entfernungen sind.

Fazit:
Da mir der oft böse und bissige Humor von Jane Austen fehlte, war mir der Roman zu schnulzenlastig und daher so gar nicht meines. Doch es war durchaus interessant und auch schön, mit den Charakteren, die man bereits aufs innigste ins Herz geschlossen hat, den Weg weiterzugehen.
Jane Austen-Fans, welche auch die Romantik zu schätzen wissen, werden hier voll auf ihre Kosten kommen und eine würdige Fortsetzung aller großen Jane Austen-Romane vorfinden.

© Pink Anemone

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Rezensionen von Lotta:

Eine hochspannende, mörderische Fortsetzung!

Hangman. Das Spiel des Mörders Thriller. 02.01.2018. Paperback / softback. von Cole Daniel

In New York gibt es eine Leiche, sie hängt ausgerechnet an der Brooklyn Bridge. Auf ihrem Körper eingeritzt das Wort "Köder".
Das alles erinnert an die Londoner "Ragdoll"-Fälle, sodass Emily Baxter zu den Ermittlungen hinzugezogen wird...

Der Schreibstil ist wie auch schon in Band 1 gewohnt angenehm zu lesen, immer mit einer guten Prise Ironie gewürzt, sodass der Leser immer wieder ein Grinsen im Gesicht hat.

Dabei geht jedoch nie die Ernsthaftigkeit verloren, es sind einfache Situationskomiken, die das Geschehen auflockern und natürlicher erscheinen lassen.

Das Geschehen selber entwickelt sich zu einer hochspannenden Angelegenheit. Je weiter man sich vorwagt, desto schwieriger wird es das Buch zur Seite zu legen. Dabei dürfen jedoch keine schwachen Nerven gezeigt werden, denn eins ist klar: Tote wird es einige geben...

Emily Baxter leidet eindeutig noch unter den vorhergegangenen Ragdoll-Fällen, sodass die Vorkenntnis von Band 1 sicherlich von Vorteil ist, jedoch gehe ich davon aus, dass dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.

Insgesamt eine hochspannende, mörderische Fortsetzung, die mit viel Ironie zu überzeugen weiß. So bewerte ich mit 5 von 5 Sternen.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Eine Biographie der Jane Austen-Romane und der damaligen Zeit – informativ, interessant und herrlich darin zu schmökern.

Jane Austen. Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt von Ivins Holly

Haben Sie schon einmal von Mr. Darcy geträumt? Wären Sie nicht auch gern die Auserwählte, der ein Gentleman wie Mr Knightley beim Contredanse sehnsüchtige Blicke zuwirft? Wie es im Herzen der Frauen aussieht, weiß keine Autorin so gut wie Jane Austen. Noch heute lieben und leiden viele Leserinnen mit den Schwestern Bennet und Dashwood, und die Welt der englischen Klassikerin fasziniert nicht weniger als vor 200 Jahren.

Holly Ivins gewährt uns Blicke hinter die Fassaden der prunkvollen Herrenhäuser und beschreibt mit großer Lust am Detail, wie man sich als Dame schicklich kleidete und wie ein Gentleman seiner Angebeteten formvollendet den Hof machte. Sie erzählt davon, was Mann durfte, Frau aber nicht, für die es sich vor allem nicht ziemte, Romane zu schreiben. Lassen Sie sich entführen in den Alltag in der Regency-Zeit – Holly Ivins weiht Sie ein in die Geheimnisse von Jane Austen…(Klappentext)


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„>>Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit…<<, dass Jane Austen eine der beliebtesten Schriftstellerinnen im englischen Sprachraum ist.“ (S. 9 – Anfang)

Obwohl dieses Buch sehr wohl biographische Informationen bezüglich Jane Austen enthält, so konzentriert sich die Autorin doch sehr viel mehr auf die Romane von Jane Austen und die Regency-Zeit, in der Jane Austen lebte und in der die Romane angesiedelt sind. Ich finde genau DAS ist der große Pluspunkt an diesem Buch.
Biographien gibt es schon genug, aber kein Sachbuch macht einem die Jane Austen-Romane versändlicher, bzw. bringt einem die damalige Zeit nahe, um die Handlungen und Geschehnisse aus dem damaligen Blickwinkel zu sehen. Dieses Sachbuch konzentriert sich genau auf diese Aspekte und ist somit eher eine Biographie der Romane, der Regency-Zeit und enthält noch so viel mehr.

Inhalt:

* Lebenssituation von Jane Austen – enthält Informationen über das Leben von Jane Austen und Allgemeines über die gesamte Familie Austen, Schreibbedingungen, ihre Krankheit, über ihren Tod und darüber hinaus.

* Janes Welt – Geschichtliches und wie sich dieses in ihren Romanen wiederspiegelt, die Gesellschaft und die Etikette der Regency-Zeit. Dabei bekommt man auch Tipps wie man eine Regency-Tischgesellschaft veranstalten könnte, inklusive aller skurrilen Figuren, die für Jane Austen so typisch sind. Oder Informationen wie:

„Im ersten Weltkrieg gab man traumatisierten Soldaten Austen-Romane zu lesen. Von den tröstlichen Schilderungen einer idyllischen englischen Gesellschaft erhoffte man sich eine genesungsfördernde Wirkung.“ (S. 64)

* Janes Orte – die geografischen Stationen im Leben von Jane Austen und wie sich diese in ihren Romanen spiegeln, Tipps für eine Tour durch Austens England, welche Roman-Schauplätze und Jane Austen-Museen beinhaltet.

* Janes Einflüsse – die Rolle der Frau zur damaligen Zeit, von wem sie sich inspirieren ließ, die Geschichte des Roman-Genres, Reaktionen auf ihre Werke und ihr Ruf im Wandel der Zeit, inklusive moderner Interpretationen.

* Janes Romane – hier werden ihre berühmtesten Werke vorgestellt und diese Vorstellung gliedert sich in: Rund um das Buch / Die Geschichte in aller Kürze / Die Romanfiguren / Themen, auf die man beim Lesen achten sollte. Weiters sind hier Informationen über Austen unvollendete Werke enthalten

* Jane und die Liebe – obwohl Jane Austen nie verheiratet war, hatte sie durchaus die eine oder andere Romanze, welche sie auch in ihren Romanen verarbeitete. Austen hatte jedoch ebenso gute Gründe ledig zu bleiben. Man erhält hier auch Einsichten wie Hochzeiten damals abliefen. Angefangen von der Brautwerbung, über den Heiratsantrag, das Hochzeitskleid, bis hin zur Hochzeit selbst. Diesbezüglich bekommt man wieder Informationen zu den verschiedenen Heiratskandidaten in ihren Romanen

* Verfilmungen – von Fernseh- bis zu Kino-Verfilmungen ihrer Romane mit Informationen zu Drehorten, Schauspielern, Kostümen und auf was man besonders achten oder was man ignorieren sollte. Aber auch Filme über Jane Austen selbst werden hier vorgestellt.

Dies alles wird dem Leser in einem lockeren Plauderton näher gebracht und man hat dabei das Gefühl als würde man der Autorin bei einer Tasse Tee lauschen und mit ihr in Jane Austens Welt reisen.

Fazit:
Ein unglaublich informatives und vor allem auch unterhaltsames Buch, welches ich nicht aus der Hand legen konnte. Für ein paar wenige Stunden versank ich darin und tauchte am Ende nur ungern daraus auf.
Dieses Buch ist nicht nur für eingefleischte Jane Austen-Fans geeignet, sondern auch für absolute Neulinge, denen dadurch die Romane näher gebracht werden.
Ein Buch in dem man immer wieder gerne schmökert und sei es nur, um sich für einen Jane Austen-Roman einzustimmen. Ich bin noch immer völlig begeistert davon!

© Pink Anemone

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Rezensionen von Rebecca1493:

Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen

Was, wenn wir fliegen von Kim Nina Ocker

Die Gestaltung des Covers passt auf jeden Fall zum Thema "Zirkus", "Akrobatik" und dem Titel der Geschichte selbst. Da Sophie außerdem eine Trapezkünstlerin war/ist trifft das Titelbild inhaltlich gesehen ins Schwarze. Allerdings finde ich die Farbwahl des Hintergrunds nicht ganz so passend, aber das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau.

Kim Nina Ocker war mir durch diverse Veröffentlichungen im vergangenen Jahr und ein kurzes Aufeinandertreffen bei der Frankfurter Buchmesse ein Begriff. Bisher hatten mich die Inhaltsangaben ihrer Geschichten aber nie so recht zum Lesen animieren können. Mit "Was, wenn wir fliegen" konnte mich Nina aber derart von ihrem Können überzeugen, dass ich ihren bereits erschienen Werken in naher Zukunft definitiv eine Chance einräumen werde.

Was mich vor allem an dieser Geschichte gereizt hat, war, dass sich der Roman in einem Zirkus abspielen würde.

Dieses Setting für eine Liebesgeschichte ist doch eher ungewöhnlich und hebt das Buch von anderen seines Genres ab. Aber vor allen Dingen wollte ich mal wieder ein Buch einer deutschen Autorin lesen und keine Übersetzung, da dabei einfach sehr viel an Wortwitz und Flüssigkeit des Textes verlorengeht, wie ich in letzter Zeit zu meinem Bedauern feststellen musste.

Kim Nina Ocker konnte mich schon mit einem Zitat gleich zu Beginn der Geschichte auf ihre Seite ziehen, denn es bereits diese wenigen Zeilen haben mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Aber auch die darauffolgenden Seiten des eigentlichen Buches waren derart überzeugend, dass ich keinerlei Startschwierigkeiten zu vermelden hatte. Einzig die vielen Namen der Künstler des Zirkus und deren Angestellte haben mich etwas verwirrt, aber das Problem hatte ich relativ schnell im Griff.

Die Geschichte wird fast ausschließlich aus Sophies Sicht erzählt. Gestört hat mich der fehlende Perspektivenwechsel zwischen ihr und Bo aber eigentlich nicht, da so nie ganz klar war, was in seinem Kopf herum spukt und die Spannung hinsichtlich der Liebesgeschichte somit aufrechterhalten wurde.

Jede einzelne Figur innerhalb des Buches konnte Kim Nina Ocker Leben einhauchen und ich mir somit ein sehr gutes Bild der Mitwirkenden vor meinem inneren Auge vorstellen. Vor allem Bo hatte es mir direkt angetan – ein heißer Mann, der mit dem Feuer spielt? Da konnte ich meiner Fantasy freien Lauf lassen. Aber auch Sophie wirkte auf mich zu jeder Zeit authentisch. Ihre Sorgen, aber auch ihre Träume konnte ich nachvollziehen und verstehen, wenn auch die Dramatik zum Ende hin etwas die Oberhand gewinnt.

Fazit: In nicht einmal einem Tag habe ich das Buch ausgelesen und bin somit regelrecht durch die Seiten geflogen! Kim Nina Ocker wusste einfach, welche Knöpfe sie bei mir drücken muss.

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