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Rezensionen von niknak:

Toughe Agentin trifft Meisterdieb

Inhalt:
Helen Shepherd will als Interpol Agentin Scotland Yard dabei unterstützen einen geplanten Raubzug zu vereiteln. Dabei kann sie sich gleichzeitig noch auf die Suche nach dem Mörder ihres Vaters machen.
In London angekommen soll sie undercover den Meisterdieb Lucien Levraix näher kommen, doch dann kommen plötzlich Gefühle ins Spiel und Helen kommt in eine schwierige Lage.

Mein Kommentar:
Achtung: Dies sind die ersten drei Bände der London Heist Reihe. Das Ende ist also offen und endet mit einem richtigen Cliffhänger. Wer wissen will, wie es danach weitergeht, muss auch "London Heist 2 - No more secrets" lesen, um das richtige Ende zu erfahren.

Die Autorin hat einen tollen und fesselnden Schreibstil, sodass sich die Teile sehr schnell lesen lassen. Jeder der drei Teile hat ein offenes Ende, sodass man sofort beim nächsten Teil weiter liest, da die Spannung am Ende immer steigt durch unerwartete Wendungen. So schafft sie es einen tollen Spannungsbogen aufzubauen und den Leser zu fesseln, auch wenn das Buch kein Krimi im herkömmlichen Sinn ist.
Das Buch wird abwechselnd aus Helens und Luciens Sicht geschrieben, so erfährt der Leser die Geschichte aus beiden Perspektiven und kann mitverfolgen, was sich auf beiden Seiten abspielt. Diese Erzählweise hat mir sehr gut gefallen.

Helen ist eine toughe Frau, die in erster Linie nach London gekommen ist, um den Mörder ihres Vaters zu finden. Doch dieser Plan gerät im ersten Teil eher in den Hintergrund, obwohl er immer wieder erwähnt wird. Ich denke aber, dass man dazu im zweiten Buch mehr erfahren wird. Sie kommt Lucien immer näher und geht ihre eigenen Wege bei der Beschattung von ihm. Dabei ist sie nicht immer ganz legal am Weg, aber das scheint sie nicht zu stören.
Lucien ist ein bekannter Meisterdieb, dem bisher noch niemand etwas nachweisen konnte. Er ist nett, charmant und gutaussehend.
Durch die zwei Perspektiven bekommt der Leser einen Einblick in die Ermittlungen, aber auch in die Welt der Diebe und Räuber, was ich sehr unterhaltsam fand und zu einer zusätzlichen Spannung führt, da man oft schon erahnen kann was passiert. Dennoch hat die Autorin unerwartete Wendungen eingebaut, so ist die Geschichte nicht vorhersehbar.

Das Ende ist wie oben besprochen sehr offen, aber das wusste ich schon zu Beginn des Buches. Von daher stellt es kein Problem dar, da man darauf vorbereitet ist.

Mein Fazit:
Ein gelungener Ausflug in die Welt des Kunstdiebstahls mit einem sehr sympathischen Meisterdieb und einer Agentin, die ihre eigenen Wege geht. Ich freue mich schon auf das zweite Buch mit Band vier und fünf.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von niknak:

Wenn die Ehe wieder neuen Schwung braucht

Inhalt:
Nicole und Heiko sind seit über 20 Jahren verheiratet. Obwohl sie ihn immer noch liebt, fehlt ihr etwas in ihrem Leben. Sie macht sich auf die Suche nach sich selbst und ihrer verloren geglaubten Leidenschaft. Dafür reist sie zu ihrer Freundin nach Valencia und lernt dort den attraktiven Joan kennen, der mit ihr auf eine sinnlich - erotische Entdeckungstour geht.

Nicole findet sich bald in einem Strudel aus wilder Leidenschaft wieder, der sie an ihre Grenzen führt.

Mein Kommentar:
Dies ist ein Band der Secret Desires Reihe, welcher aber unabhängig von seiner Vorgängern gelesen werden kann.
Die Autorin Lia Bergmann erzählt die Geschichte in einer sehr sinnlichen und schönen Sprache. Durch die kurzen Kapitel liest sich das Buch sehr schnell.
Außerdem ist zwischen vielen Kapiteln ein erotisches Bild passend zur Geschichte eingefügt. Diese Bilder sind meiner Meinung nach sehr gut und passend zum Inhalt gewählt.

Obwohl es sich um einen Kurzroman handelt, sind die Personen sehr gut beschrieben. Vor allem Nicole versteht man gut. Man erkennt ihre Probleme und Unsicherheiten nach 20 Jahren Ehe und auch ihren Wunsch nach Veränderung. Sie will wissen, was es im Leben noch gibt und ob die Leidenschaft zu ihrem Mann noch eine Chance hat oder ob sie sich bereits auseinandergelebt haben. Auch ihre Reise nach Valencia und das Kennenlernen mit Joan sind sehr gefühlvoll beschrieben.
Auch Heiko wird gut beschrieben und hat einen tollen Charakter.
Joan bleibt eher oberflächlich, aber das passt sehr gut zum Inhalt.

Besonders gut gefallen hat mir, dass sie Autorin am Schluss eine überraschende Wendung eingebaut hat, mit der ich nie gerechnet hätte. Leider ist mir das Buch, da fast ein wenig zu schnell aus gewesen und ich hätte es mir gegen Ende gerne noch ein wenig ausführlicher gewünscht.

Auch die erotischen Szenen waren schön und sinnlich beschrieben. Man konnte sich gut in Nicoles Lage versetzen und so manche Frau wird sich so einen Liebhaber wie Joan wünschen. Man spürte förmlich das Knistern und die Erotik zwischen den beiden.

Mein Fazit:
Ein gelungenes Buch aus der Secret Desires Reihe, das schon jetzt Lust auf den nächsten Band macht. Eine nette Lektüre für Zwischendurch, die schnell gelesen ist und knisternde Momente verspricht.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von niknak:

Die Choreographin und ihr Bodyguard

Bodyguard zum Verlieben von CD Reiss

Inhalt:
Emily und Darlene sind beste Freundinnen seit ihrer Kindheit. Während Darlene ein großer Star als Sängerin ist, choreographiert die Tänzerin Emily ihre komplette Show. Beide könnten glücklich sein, aber Emily verfolgt ein Problem aus ihrer Vergangenheit. Ihr Exfreund Vince stalkt sie und lässt sie einfach nicht los.

Darlene überlässt Emily ihren Bodyguard Carter Kincaid. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Aber Carter lässt sich nicht mit einer Klientin ein und außerdem hat er ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit, das er unter allen Umständen schützen will.
Werden die beiden doch noch eine gemeinsame Zukunft haben oder sind die Schatten ihrer Vergangenheit stärker?

Mein Kommentar:
Dies ist das erste Buch welches ich von der Autorin CD Reiss gelesen habe. Sie hat einen etwas eigenen Schreibstil, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt und kam gut damit klar. Ihre Sätze wirken teilweise etwas abgehackt. Trotzdem ließ es sich sehr schnell und flüssig lesen und ich wollte es gar nicht mehr zur Seite legen.
Sie hat die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Carter und Emily erzählt und somit erfuhr man beide Seiten. Auch die noch nicht offen ausgesprochenen Geheimnisse erfuhr der Leser dadurch bereits etwas früher.

Carter und Emily sind zwei tolle Charaktere mit einem starken Charakter. Man konnte sie sich gut vorstellen und durch den Perspektivenwechsel auch in sie hineinversetzen. Emiliy lebt sehr zurückgezogen aus Angst ihr Exfreund könnte sie entdecken oder ihr etwas antun. Daher lässt sie sich auch nicht auf eine Beziehung zu Carter ein, da Vince ihren letzten Freund verprügelt hat. Man merkt ihre Angst sehr deutlich und dennoch verliert sie nicht den Mut und gibt nicht auf, nachdem sie einen Entschluss gefasst hat.
Auch Carter hat hart an seiner Vergangenheit zu knabbern und man merkt seinen Konflikt sehr deutlich. Er weiß nicht, ob er sich trauen soll eine Beziehung einzugehen oder ob das seine Vergangenheit gefährdet.
Beide Charaktere besitzen sehr viel Tiefe und sind meiner Meinung nach sehr gut ausgebaut.
Auch die Nebencharaktere sind gut beschrieben und kommen authentisch beim Leser an.

Die erotischen Szenen sind toll in die Geschichte eingebaut und überlagen dabei aber nicht die Handlung. Sie sind gefühlvoll beschrieben und man kann sie sich gut vorstellen.
Durch die Geschichte mit dem Stalker bekommt das Buch auch eine gewisse Spannung, was mir richtig gut gefallen hat. Man weiß nie, wann er wieder auftritt und was Vince als nächstes geplant hat. So bleibt bis zum Schluss eine gewisse Spannung vorhanden.

Leider bleiben für mich am Schluss noch ein paar Fragen offen, wie es zum Beispiel mit Vince weitergeht. Ich mag es lieber, wenn alle Fragen geklärt sind, aber das ist nur meine persönliche Meinung und wird jeder anders sehen.

Mein Fazit:
Eine fesselnde Liebesgeschichte in der sich beide dabei unterstützen die eigenen Fesseln abzuwerfen und ein freies Leben zu beginnen.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von freakajules:

Da wäre so viel mehr drin gewesen.

Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi

„Children of Blood and Bone – Goldener Zorn“ hat es sofort auf meine Wunschliste geschafft, als ich zum ersten Mal davon erfahren habe (durch den Blogger-Newsletter des Fischer-Verlags). Das Buch hörte sich auf jeden Fall nach etwas Besonderem und Interessantem an und hat somit, zumindest in den USA, einiges an Aufmerksamkeit erzielen können.

Kein Wunder also, dass ich dem nicht widerstehen konnte.

Dieses Buch lässt mich in vielerlei Hinsicht zwiegespalten zurück und hat es mir weder beim Lesen, noch beim Rezensieren besonders leicht gemacht. Denn die Grundidee und der rote Faden der Geschichte haben mich abgeholt und mir einige spannende Lesestunden beschert. Zum einen ist der Plot recht komplex ausgearbeitet und hat viele kleine Spannungsbögen, die zwar manchmal ein bisschen vorhersehbar, aber dennoch gut umgesetzt sind. Zum anderen haben mir die interessante und faszinierende Facetten gefallen, wie beispielsweise die verschiedenen Clans, die Geschichte der Götter und der Maji und die Sprache. Ich persönlich empfand das Buch durchgehend als unterhaltend, eben, weil die Geschichte so komplex und umfassend ist und viele aktionsreiche Szenen aufweist. Zusätzlich schreckt die Autorin auch nicht davor zurück, Tod, Blut, Kampf und Gewalt in „Children of Blood and Bone“ unterzubringen, was mich als Thriller-Liebhaber ebenfalls angesprochen hat. Alles in allem ist dieses Buch also ein dynamisches und fesselndes Werk, das meiner Einschätzung nach keine langweiligen Szenen beinhaltet.

Allerdings hat mich der Plot auch nicht immer überzeugen können. Es sind mir einfach viel zu viele Fragen offengeblieben. „Goldener Zorn“ ist zwar der Auftaktband einer Trilogie, aber das Ende beantwortet fast nichts und lässt den Leser mit leeren Händen zurück. Das ist zwar im Hinblick auf den zweiten Band spannend, frustriert aber auch enorm. Dazu kommt, dass die Geschichte mehrfach Logikfehler aufweist, die sich kaum oder gar nicht erklären lassen und meiner Meinung nach auch weit über dem Spielraum bei einem Fantasy-Buch liegen. Ich fand das ausgesprochen schade, denn ich habe als Leser definitiv gemerkt, dass die Autorin sich Gedanken gemacht hat, etwas erzählen und einiges an Kreativität nach außen tragen möchte. Allerdings fand ich das stellenweise nicht besonders gut umgesetzt und hätte mir mehr (vor allem bezüglich der Logik) gewünscht.

Zudem hat mich die doppelte Liebesgeschichte angestrengt. Mittlerweile ist es ja Gang und Gäbe Liebesgeschichte auch in Fantasy-Romanen unterzubringen und grundsätzlich habe ich da auch nichts dagegen. Ich denke, ich bin sogar einer der wenigen Leserinnen, die dem etwas abgewinnen können. Allerdings war die eine Liebesgeschichte – die, in der ich Potenzial gesehen habe – so gut wie nicht existent, weil sie zwei Nebencharaktere betrifft, die in großen Teilen des Plots demnach nicht im Vordergrund stehen. Die zweite Liebesgeschichte war dagegen schlichtweg einfach zu viel – viel zu viel! Die zwei Liebenden sind meiner Meinung nach einfach nicht füreinander geschaffen und die Schnelligkeit, in der sie sich annähern, empfand ich nach dem, was Zélie als Hauptfigur durchgemacht hat, als unpassend und unglaubwürdig.

Auch wenn mich die beiden eben genannten Punkte dabei gehemmt haben, mich vollkommen auf das Buch einzulassen, hätte ich darüber eventuell noch hinwegsehen können. Ausgesprochen gestört hat mich allerdings die oberflächliche Charakterausgestaltung. Zélie, Amari und Inan bekommen jeweils ihre eigenen Perspektiven, die es dem Leser eigentlich ermöglichen sollten, sich auf die Figuren einzulassen und sie zu verstehen. Allerdings ist mir das während des ganzen Buches nicht gelungen. Ich mochte Zélie, Amari und Inan (und auch Zélies Bruder Tzain), aber sie sind mir nicht so ans Herz gewachsen, dass ich mit ihnen mitgefühlt hätte, dass mich ihr Schicksal besonders interessiert hätte. Auch im Nachhinein kann ich kaum eine Charakterisierung der Figuren vornehmen – und wenn, dann käme sicher keine gute heraus. Die einzige Figur, die mich ansatzweise überzeugen konnte, war Amari. Sie bleibt sich im Laufe der Geschichte überwiegend treu, entwickelt sich zum Guten und kann sich mit ihren Fertig- und Fähigkeiten gut in die Geschehnisse einbringen.

Im Allgemeinen hat die Autorin phasenweise Probleme, sich auszudrücken. Denn sie kann meiner Meinung nach weder die Ereignisse, noch die Figuren besonders gut an den Leser bringen. Auch das World-Building hätte man in einem Fantasy-Roman viel intensiver und ausschweifender ausarbeiten können. Oft wirft Tomi Adeyemi irgendwelche Begriffe in die Geschichte, was auf den ersten Blick äußerst interessant wirkt, die allerdings nicht weiter erklärt werden. Und auch Umgebungen bleiben eher statisch und oberflächlich, so dass ich leider kaum ein Kopfkino erzeugen konnte. Und das hätte ich bei dieser Welt wirklich liebend gerne gekonnt.

Fazit
Wenn ich „Children of Blood and Bone – Goldener Zorn“ in drei Worten beschreiben müsste, wären es folgende: Spannend, aber oberflächlich. Meiner Meinung nach hat Tomi Adeyemi eine fesselnde und eine gute Geschichte erschaffen, die aber in sehr vielen Punkten nicht an das herankommt, was ich von einem herausragenden Buch erwarte. Mir fehlte einfach die Tiefgründigkeit bei der Geschichte, bei den Charakteren, bei dem Schreibstil, weswegen der Plot für mich immer mehr in den Hintergrund getreten ist. Schade, man hätte so viel daraus machen können!

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Rezensionen von LEXI:

SIEBEN TAGE VOLLER WUNDER

Sieben Tage voller Wunder von Dani Atkins

„Wissen Sie, ich habe ein wahnsinnig gutes Gedächtnis. Ich erinnere mich an alles.“

Hannah Truman befindet sich auf der Rückreise von einem Besuch bei ihrer Schwester Kate, als ihr Flieger in den schneebedeckten kanadischen Bergen abstürzt. Gemeinsam mit jenem Passagier, der neben ihr gesessen hatte, kämpft Hannah ums Überleben.

Die Kurzbeschreibung dieses Buches hat adrenalingeladenes Abenteuer mit einer Prise Romantik versprochen. Die beiden Protagonisten - ein großgewachsener Fremder namens Logan Carter mit faszinierenden grünen Augen und die von der Liebe enttäuschte Hannah Truman – blieben für mich jedoch bis zuletzt wenig authentisch, was ich leider auch hinsichtlich der Handlung empfand. Ohne näher auf Details einzugehen und um etwaige Spoiler zu vermeiden kann ich lediglich meiner Enttäuschung über die mangelhafte Überzeugungskraft der Charakterisierung der handelnden Figuren sowie dem Plot, speziell dem Ausgang dieser Geschichte, Ausdruck verleihen, möchte hierfür jedoch ganz bewusst keine Beispiele anführen. Ich hatte eine geballte Ladung an Emotionen und einen hohen Spannungsbogen erwartet – und wurde leider enttäuscht. Ich kannte bislang kein Buch dieser Autorin, und „Sieben Tage voller Wunder“ hat meinen Erwartungen in keiner Weise entsprochen. Schade.

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Rezensionen von Caroline :

Unterschiedliche Arten von Liebe

Sommerhaus zum Glück von Sanders Anne

In St. Ives hofft Elodie auf einen Neuanfang. Ihre letzte Beziehung ging einer Katastrophe gleich in die Brüche. In ihrer Wut kauft sie ein Cottage, um es als B&B zu vermieten. Die Umschreibung "handwerkliche Fähigkeiten von Vorteil" schreckte sie nicht ab. Vorort und bei Tageslicht erkennt sie auch ohne diese speziellen Fertigkeiten, dass es viel Arbeit bedarf, um aus dem Haus eine Perle zu machen.

Sie nimmt die Herausforderung an, erstellt Listen und beginnt ihr neues Leben zu organisieren. In Brandy und Helen findet sie schnell neue Freundinnen. Ihre Hilfe und Tipps rund um die ortsansässigen Handwerker sind unentbehrlich. Brandy, eine ältere Dame, die in einem nicht altersgerechten Camper wohnt. Helen, die seit 25 Jahren mit Liam verheiratet ist und in deren Ehe einiges in Schieflage geraten ist.
Einzige ihre Kaffeesucht bleibt auf der Strecke. Als ein neuer Coffee Pop-Up-Shop eröffnet, stürmt sie sofort den Laden. Der Inhaber Tom de la Chaux begegnet ihr alles andere als charmant. Seine mürrische Art übergeht Elodie großzügig, denn der leckere Kaffee entschädigt großzügig.
Leider entpuppt sich das Haus beinahe als Fass ohne Boden. Keine Woche vergeht ohne Hiobsbotschaft und neuen großen Schäden. Elodies Durchhaltevermögen wird auf eine harte Probe gestellt. Sie fühlt sich jedoch am richtigen Platz und nimmt die Herausforderung an.

Wie hat es mir gefallen?

Nach dem Buch "Sommer in St. Ives" mochte ich mich nicht so schnell von Cornwall verabschieden. Also blieb ich Vorort, um mehr über Elodie, Helen und Brandy zu erfahren.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht schwer. Anne Sanders hat ein Händchen sympathische Figuren zu erschaffen und sie eine ungewöhnliche Situation zu verwickeln.
Elodie kauft überstürzt und ungesehen ein Cottage. Ein ziemlich baufälliges Cottage mit etlichen maroden Stellen, die sich erst im Laufe der Zeit zeigen. Nach dem Scheitern ihrer Beziehung zu einem verheirateten Mann, möchte sie Abstand zu ihrem alten Leben. In Brandy und Helen findet sie Freundinnen, die völlig unterschiedlich sind.
Brandy ist nicht mehr die jüngste und lebt in einem Camper. Keine adäquate Unterkunft für eine ältere Dame, aber sie liebt ihr kleines zu Hause. Elodie schließt sie gleich ins Herz, ihre Herzlichkeit und offene Art nehmen sie sofort für sie ein. Sie versteht es ausgezeichnet, Geheimnisse aus ihren Gesprächspartner herauszukitzeln. Über sich selbst gibt sie wenig Preis.
Helen dagegen ist seit 25 Jahren verheiratet. Gemeinsam mit ihrem Mann Liam führt sie ein beliebtes Cafe im Ort. Alltag und Routine haben ihre Ehe verändert. Sie vermisst die gemeinsam verbrachte Zeit. Die zwei Kinder und die Arbeit lassen ihnen kaum Zeit füreinander. Ein Dilemma, das unausgesprochen zwischen ihnen liegt.

Abwechselnd erzählen Elodie und Helen, dabei erweckt die Autorin die Figuren zum Leben. Bei beiden war ich ständig gespannt wie es weiter geht. Bei Elodie war es die Neugier rund um ihr neues Leben in St. Ives. Natürlich ging es auch um ihr Liebesleben. Bei Helen dagegen fieberte ich sogar noch mehr mit. Ihr fühlte ich mich persönlich sehr verbunden.
Brandys musste ich ins Herz schließen. Sie ist ein Unikat, ein gern gesehener Gast auf jeder Party und überall bekannt.

Ein sehr gelungener Roman, der auf unterschiedliche Art und Weise das Thema Liebe aufgreift, die unterschiedlichen Stufen der Liebe. Nicht nur die romantische Liebe sondern auch zwischen Eltern und Kindern.

www.mariessalondulivre.at

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Rezensionen von Magdalena Kosztka:

Spannende und dichte Biographie

Nikola Tesla von W. Bernard Carlson

Instinkt als etwas, was das Wissen übersteigt, feine Fasern, die es uns ermöglichen, die Wahrheit zu erkennen, wenn logische Schlüsse oder irgendeine andere geistige Auseinandersetzung vergeblich sind - darauf verlässt sich Nikolo Tesla, wenn er sich bei seinen Überlegungen zur Elektrizität dem wissenschaftlichen Mainstream widersetzt.

Während die Mehrzahl der Forscher Ende des 19.Jahrhunderts auf Gleichstromtechnik setzt, ist der junge serbische Student der Physik und Ingeneurwissenschaft davon überzeugt, dass die Zukunft in der Wechselstromtechnologie liegt. Ein äußerst unpopulärer Gedanke, der zunächst bei Fachkollegen, allen voran dem bereits renommierten Thomas Edison, auf wenig Resonanz stößt. Tesla jedoch verlässt sich auf das, was er von Kindheit an gut kennt: seine visionären Vorstellungen, die ihn einst geplagt und geängstigt haben, die er aber bald zu kontrollieren gelernt hat und nun dazu benutzt, bewußt bildhafte Vorstellungen zu generieren. Er hat ein unerschütterliches Selbstvertrauen in die Kraft seiner inneren Bilder und Gedanken entwickelt, mit der er nun seine Ideen potentiellen Förderern präsentiert.

Bernard Carlson, Technologiehistoriker und Professor an der Universität von Virginia, zeichnet in seiner Biographie über Nikola Tesla, der vor allem als Erfinder des Wechselstrommotors und Pioniers auf dem Gebiet der elektromagnetischen Wellen zu Berühmtheit gelangt ist, ein überaus detail- und facettenreiches Bild. Teslas Erfindungen, Patente und theoretische Schriften waren Grundlage für die moderne Wechselstrom-Technologie und trugen wesentlich zur Entwicklung von Radio und Fernsehen bei. Sein kometenhafter Aufstieg zu höchsten wissenschaftlichen Ehren, der gelebte amerikanische Traum, wie auch der tiefe Fall, waren zu allen Zeiten Stoff für die Sensationspresse.

Der Autor versucht in seinen Darstellungen einen Mittelweg zu finden zwischen unreflektiertem Geniekult und unfairer Kritik am Scheitern des Erfinders. Er legt dabei den Schwerpukt auf die Erfindungen und den jeweiligen ökonomisch-gesellschaftlichen Kontext, in dem technische Entwicklungen erfolgreich vorangetrieben werden konnten oder auch gebremst und verhindert wurden.
Carlson lässt über weite Strecken den Visionär Tesla selbst zu Wort kommen, der am Zenit seines Schaffens 1894 eine Autobiographie vorgelegt hat. Allzu oft war Tesla, aufgrund seines schillernden Lebens und seiner Art der Selbstvermarktung Projektionsfläche für Stereotypien, wie ein genialer Erfinder zu sein hat: exzentrisch und auf jeden Fall leichtlebig.

Liest man Teslas Betrachtungen und vergleicht sie mit Berichten von Zeitgenossen, so entsteht hingegen das Bild eines äußerst konzentrierten, ernsthaften, liebenswürdigen, scharfsinnigen und humorvollen Menschen mit Hang zur Exzessivität , was seine Arbeit betraf. Wie „unter Strom“ hat er immer wieder über längere Zeitperioden bis zur totalen Erschöpfung gearbeitet, um sich dann mithilfe einer selbstverabreichten Stromtherapie wieder aufzuladen. Zwar war er scheu, konnte aber, wenn er über seine Arbeit sprach, den Funken der Begeisterung für seine Sache überspringen lassen. Und so war das Publikum bei seinen Vorträgen und Demonstrationen fasziniert von den magischen Lichteffekten und den Versuchen sich selbst unter Strom zu setzen und auf diese Weise quasi als Lichtgestalt zu erscheinen. Tesla hatte gelernt, dass er, wollte er Geldgeber für seine Forschungsprojekte lukrieren, zu anschaulichen und drastischeren Mitteln greifen musste.

Bernard Carlson ist es mit seiner spannenden und dichten Biographie über Nikolo Tesla gelungen, die Persönlichkeit des Erfinders in einem klareren Licht erscheinen zu lassen und vor allem auch dessen schöpferisches Werk entsprechend zu würdigen.

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Rezensionen von Lotta:

Spannender Thriller mit vielen Wendungen

Zu nah von Kiernan Olivia

Frankie ist Super Chief Detective bei der Dubliner Polizei. Gerade erst kann sie nach einer versuchten, aber gescheiterten Rettung wieder zum Dienst erscheinen. Schon gibt es die erste Leiche, Eleanor Costello hat sich erhängt. Doch war es überhaupt Selbstmord?

Ungewohnt für einen Thriller ist die Perspektive, so liest man aus der Ich-Sicht von Frankie und erlebt ihre Probleme nach ihrer Verletzung, Gedanken, die nach und nach versuchen das Puzzle rund um diesen Fall zu lösen und Gefühle sehr intensiv.

Überraschend gut hat mir auch das Verhältnis von ihr zu ihren Untergebenen und ihrem Boss gefallen. So scheint sie Respekt zu vermitteln, aber gleichzeitig wollen alle ihr zu arbeiten und helfen. Der Boss, Clancy, wirkt auch eher wie ein gute Freund, denn die Fallbesprechungen finden fast ausschließlich in einem Pub statt.
Das so skizzierte Arbeitsklima wirkt sehr angenehm, ist vielleicht an einigen Stellen etwas zu gut.

Zudem findet sich viel Ironie in den Dialogen, besonders auffallend in den spannungsgeladenen Szenen zum Ende hin, wenn es einem schon unter den Fingerspitzen juckt, wer denn nun der Täter ist...

Die Suche nach eben diesem Täter gestaltet sich für Frankie schwieriger als gedacht und so dauern die Ermittlungen mehrere Monate. Das die Zeit zwischen den Kapiteln nur so verrinnt, ist teilweise etwas eigenartig, da nicht wirklich etwas neues herausgefunden wird.
Dennoch ist es stehts spannend und auch überraschend, wer sich so alles als Verdächtiger auftut.

Insgesamt ein spannender Thriller mit vielen Wendungen, gerade was die Hintergründe betrifft. Doch hier möchte ich nichts vorweg nehmen. So bewerte ich mit 4 von 5 Sternen einen Thriller, der mir einige unterhaltsame Lesestunden beschert hat und phasenweise nicht aus der Hand zu legen war.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Mia Kaminski - die etwas andere Ermittlerin

Der letzte Gast von Kornbichler Sabine

Maria-Antonia "Mia" Kaminski, 34, verdient sich in München als Dogwalkerin ihren Lebensunterhalt. Berna Kiening, 69, eine ihrer Kundinnen mit Pudel Coco beabsichtigt wegen ihrer unheilbaren Nervenkrankheit in 14 Tagen in der Schweiz ihrem Leben ein Ende setzen zu lassen. Ihre Schwester, ihre beiden Neffen und ihre Nichte versuchen alles um ihr diese Idee auszureden.

Wollen sie evtl. sogar entmündigen lassen. Die kommenden 2 Wochen will Berna nun noch nutzen um sich von Freunden zu verabschieden und noch einmal die Stellen aufsuchen, die ihr besonders am Herzen liegen. Doch dann ist Berna tot, stranguliert, und das kurz nachdem sie sich an der Haustür, wie Mia es scheint, endgültig von ihr verabschiedet hat. Mia stellt die letzten Worte von Berna an sich infrage und versucht auf eigene Faust den Mörder ausfindig zu machen. Hat der machtbesessene und skrupellose Neffe Nikolai Nawrath etwas mit dem Tod der alten Dame zutun? Oder liegt es an dem Testament, das zur Unterschrift beim Notar bereit liegt? Die Beweislage scheint eindeutig, aber Mia bekommt immer mehr Zweifel und merkt bei ihren "Schnüffeleien" nicht, wie sie sich selbst immer wieder in Gefahr bringt.

Der Kriminalfall, den mir Mia aus ihrer Sicht in allen Einzelheiten schildert, scheint eindeutig. Der Beschuldigte hat ein Motiv, die Indizien sind eindeutig, aber sie hat ihre Zweifel. Und die begleiten sie und mich durch einige Wendungen bis zur endgültigen Auflösung. Spannungsgeladen ab der ersten Seite, unterbrochen durch die Schilderungen der Hunde, die Mia betreut und von denen einer eine ganz besondere Rolle hier spielt, düse ich nur so durch die Seiten. Ich bin mit Mia ohne es zu wissen immer mal wieder ganz nahe am Mörder dran. Was mich zum Schluss sogar etwas erschreckt hat. Hier am Ende löst sich alles sehr real auf und ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist. .

Ich finde es toll mit Mia mal einer ganz anderen Art von Ermittlern zu begegnen. Sie reagiert oft so ganz anders als ich es z.B. von den beiden Kriminalermittlern, die hier auch tätig sind, gewohnt bin. Was aber auch dafür sorgt, dass ich oft denke: So doch nicht Mädel. Aber sie macht ihre Sache im Großen und Ganzen sehr gut. Ich habe sie mit ihrer aufrichtigen, gradlienigen und herzlichen Art sofort ins Herz geschlossen. Genau so wie Greta, eine Dame, die mit ihrer Tochter in der Wohnung über ihr wohnt. Warum, das werdet ihr beim Lesen sehr schnell heraus bekommen. Und natürich die Hunde, mit denen ich durch den Englischen Garten und am Eisbach entlang streife und die den Kriminalfall etwas auflockern.
Auch die anderen Protagonisten kann ich mir gut vorstellen und meine Sympathien bzw. Antipathien, die es auch gibt, sind schnell verteilt.
Die bildhaften Beschreibungen, die immer wieder vorkommen, tragen dazu bei, dass mein Kopfkino ständig routiert.

Das die Geschichte in München spielt hat mich von daher fasziniert, dass ich alle Wege, die Mia mit ihren Hunden oder mit Greta geht, im Geiste mit gehen kann. Denn hier kenne ich mich aus. Da macht mir das Lesen noch einen Tick mehr Spaß. Und als Nicht-Münchner bekommt man den Beschreibungen z.B. vom Odeonsplatz oder dem Hofgarten bestimmt Lust, sich das auch mal anzuschauen.

Was meinen Augen aufgefallen ist, ist die vergleichsweise große Schrift, die sie als sehr angenehm empfunden haben.

Zum Schluss noch ein Zitat, das mir sehr gut gefallen hat: „Das Leben meisterst du nur, wenn du schwimmst, nicht, wenn du alles nur vom Beckenrand aus beobachtest.“

Spannende Unterhaltung, ein Kriminalfall bei dem ich mittendrin bin und miträtseln kann und ein Schreibstil, der mich an die Seiten fesselt – das alles hat dieser wieder sehr gute Kornbichler-Krimi.

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Rezensionen von rewareni:

Der Tote am Teich

Anthropogen von Wolfgang Glagla

Kommissar Tackert und seine Kollegen bekommen es mit einem besonderen Fall zu tun. Am Ufer des Döhrener Teichs wird ein erschlagener Mann gefunden. Nicht weit entfernt hat man ein Kleinkalibergewehr entdeckt, das wie sich später herausstellt aus dem Schützenverein gestohlen wurde. Der Tote Arne Bloch, ist aber nicht an seiner Schädelverletzung gestorben, sondern er ist auch noch erwürgt worden.

Bei Tacker´s Recherchen am Teich lernt er den sympathischen Obdachlosen , genannt ,,der Franzose´´, kennen, der interessante Hinweise zu dem Fall liefern kann. Auch die Betreiber eines geplanten Windpark´s geraten immer wieder in´s Visier der Ermittlungen. Dass auch noch ein Vogelkundler wichtige Entdeckungen macht, die für den Fall von Bedeutung sind, hätte keiner vermutet. Ein weiterer Mord, der besonders Tackert zu Herzen geht, wirft neue Fragen für das gesamte Team auf. Es gibt viele Spuren, die sich langsam, aber sicher zusammenfügen müssen, damit die Morde aufgeklärt werden können.
,, Anthropogen´´ ist bereits der vierte Hannover-Krimi aus der Richard Tackert Reihe, den man ohne Vorkenntnisse problemlos lesen kann.
Der Autor Wolfgang Glagla wartet in dem Roman mit spannenden, humorvollen und unerwarteten Szenen auf. Er hat einen flüssigen Schreibstil und seine Geschichte wird ohne unnötigen Umschreibungen erzählt. Selbst witzige und slapstickartige Handlungen passen irgendwie dazu und sind eine nette Abwechslung. Der Kommissar kommt sehr sympathisch rüber und er ist kein Übermensch, sondern zeigt Gefühle und Schwächen, die ihn liebenswürdig machen. Die weiteren Kollegen passen ebenfalls gut zusammen und bilden ein homogenes Team. Auch wenn ich offene Enden nicht so ganz mag, ist es in diesem Fall passend, weil es zeigt, dass auch in Wirklichkeit gewisse Personen oder Firmen nicht immer belangt werden können und manche Dinge nie aufgeklärt werden können.
Ein gut geschriebener Roman mit Lokalkolorit, Spannung, unerwarteten Wendungen und mit raten bis zum Schluss, wo man einfach nicht drauf kommt wie die Fälle zusammenhängen.

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