Kunden em pfehlungen
Rezensionen von JennyK:
Spannend. Einfallsreich. Feministisch.
Iron Flowers Die Rebellinnen 25.04.2018. Hardback. von Banghart Tracy
PLOT
Sie haben keine Rechte.
Sie mussten ihre Träume aufgeben.
Doch sie kämpfen eisern für Freiheit und Liebe.
Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden, und ihr von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen.
Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen – und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat.
REVIEW
"Iron Flowers" war für mich eine richtige Überraschung, die mehr parat gehalten hat als erwartet. Die Handlung konnte von der ersten Seite an fesseln und hat mich bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Zwar hat die Geschichte einige Schwachstellen, aber trotzdem kann man darüber leicht hinwegsehen, da es einfach gute Unterhaltung bietet. Es macht Spaß den starken weiblichen Heldinnen zu folgen und besonders die Entwicklung von Serina ist großartig zu verfolgen. Es wäre schön gewesen, wenn die Nebencharaktere noch etwas besser ausgearbeitet gewesen wären, aber das bessert sich vielleicht in der Fortsetzung. Der Weltenbau bietet sehr viel Potential, welches bisher kaum ausgeschöpft wird. Die Grundidee finde ich aber grandios und ich bin sehr gespannt in welche Richtung sich all dies entwickeln wird. "Iron Flowers" überzeugt zudem mit zwei tollen und sehr gegensätzlichen Handlungsorten. Dem Palast und der Insel des Verderbens. Die Orte sind ebenso gegensätzlich wie die beiden Handlungsstränge, wodurch keine Langeweile aufkommt. Ich fand es toll beiden Schwestern zu folgen und werde der Geschichte definitiv treu bleiben!
COVER
Ich mag das deutsche Cover in diesem Fall tatsächlich lieber und finde es einen richtigen Eyecatcher, der im Buchladen einfach nicht zu übersehen ist. Ich mag die dunkelgrüne Farbgebung im Hintergrund und den Kontrast zu den goldenen Mustern, die eine Blume ergeben und an ein Mandala erinnern. Grundsätzlich bin ich kein Fan von Frauengesichtern auf Buchcover, aber in dem Fall funktioniert es. Ganz im Gegenteil zum Originalcover. Das amerikanische Original mit den beiden Schwestern auf dem Cover ist mir etwas zu langweilig und nichtssagend. Das gilt jedoch nicht für den Titel, den ich großartig gewählt finde. Aber auch "Iron Flowers" ist eine tolle Wahl, wobei ich da vielleicht doch etwas mehr zum Original tendiere.
FAZIT
Spannend. Einfallsreich. Feministisch. "Iron Flowers" ist ein unterhaltsamer und actiongeladener Auftakt. Mich konnte die Geschichte direkt überzeugen und ich erwarte bereits sehnsüchtig die Fortsetzung. Obwohl im Weltenbau noch vieles ausbaufähig ist und die Nebencharaktere mehr Tiefe vertragen könnten, macht es einfach Spaß die Geschichte zu lesen. Den Leser erwarten einige Überraschungen und alles geht Schlag auf Schlag, wodurch es nicht langweilig wird.
BEWERTUNG
4 von 5 Sternen
Rezensionen von heinoko:
Zaubermittel gegen Lesemuffel
Das Hotel der verzauberten Träume - Fräulein Apfels Geheimnis von Mayer Gina
Ups - ein kleiner Tippfehler bei der Navi-Eingabe – und schon landet die Familie in einem uralten, winzigen Hotel an der Ostsee, 400 km entfernt vom eigentlich gebuchten Luxushotel an der Nordsee. Statt 3D-Kino und Feuerspucken, statt Tauchkurs, Riesenwasserrutsche und anderen angebotenen Freizeitunternehmungen nur die Bekanntschaft mit Dackel Dornröschen und Gans Agathe, und kein WLAN! Was für eine Enttäuschung für Joelle und ihren Bruder.
Doch sehr schnell wandelt sich die Enttäuschung in ein spannendes Abenteuer. Denn die Hotelbesitzerin Fräulein Apfel ist irgendwie seltsam, als hüte sie ein Geheimnis. Das uralte Telefon an der Rezeption klingelt, obwohl es gar nicht angeschlossen ist. Und der ausgestopfte Seeadler, der normalerweise im Hoteleingang sitzt, fliegt um Mitternacht über den Strand. Die Kinder entdecken schließlich noch auf dem Dachboden einen Raum, in dem Hunderte von Traumfängern hängen…
Ein richtig schönes Kinderbuch ist der Autorin Gina Mayer hier gelungen. Eine zauberhafte Geschichte wird lebendig und humorvoll erzählt, mit sehr liebenswerten Protagonisten. Die märchenhaften Elemente vermischen sich im ausgewogenen Maß mit einer richtig spannenden, geheimnisvollen Abenteuergeschichte. Das Buch findet genau die richtige kindgerechte Mischung zwischen Realität und Fantasie und bringt durch die spannende Handlung auch ausgesprochene Lesemuffel ans Lesen. Unbedingt hervorheben möchte ich die liebevoll ausgearbeiteten Illustrationen von Gloria Jasionowski, die die erzählte Geschichte in perfekter Weise ergänzen. Und dass noch eine Bastelanleitung für Traumfänger im Buch zu finden ist, halte ich für eine prima Idee zur Vertiefung der Geschichte. Rundum also: absolut empfehlenswert!
Rezensionen von KimVi:
Erik Donner in Hochform
Furcht und finsteres Herz von Elias Haller
Kriminalhauptkommissar Erik Donner muss sich dieses Mal einer ganz besonderen Herausforderung stellen. Denn sein neuer Vorgesetzter zwingt ihn dazu, ein Fernsehteam an seiner Seite zu dulden, das auf der Suche nach Deutschlands Super-Cop ist. Donner sollte sich eigentlich in der Erstkontaktstelle mit dem Problem von täuschend echt aussehenden Spielzeugschlangen befassen, die Bürger in Angst und Schrecken versetzen.
Doch der Fall der pensionierten Richterin, der von einem unbekannten Täter, auf brutale Art und Weise ein Auge entfernt wird, weckt eher sein Interesse. Denn bereits vor Jahren verlor diese Richterin bei einem hinterhältigen Angriff das Augenlicht auf dem anderen Auge. Donners Ermittlerinstinkte sind geweckt. Deshalb vernachlässigt er die Spielzeugschlangen und beginnt auf eigene Faust Informationen zu sammeln. Dabei gerät er selbst ins Visier des Täters. Ein spannendes Katz- und Mausspiel beginnt, bei dem Donner das lästige Fernsehteam an seiner Seite dulden muss.....
Dieser Band ist bereits der fünfte Teil der Reihe um den aufs Abstellgleis geschobenen Kriminalhauptkommissar Erik Donner. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Geschehen aber auch ohne Vorkenntnisse folgen. Wenn man allerdings an der beruflichen und privaten Weiterentwicklung der Hauptcharaktere interessiert ist, empfiehlt sich, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge. Für die eigentlichen Ermittlungen sind diese Kenntnisse allerdings nicht erforderlich, sodass man sich auch als Quereinsteiger schnell zurechtfindet.
Neben der eigentlichen Handlung gibt es immer wieder Rückblicke auf vergangene Ereignisse. Man stellt beim Lesen sofort eigene Vermutungen an, wie sich die Vergangenheit wohl mit der Gegenwart verknüpfen wird und ist gespannt auf das Motiv des Täters. Erik Donners Ermittlungen starten bereits spannend und diese Spannung kann durchgehend gehalten werden. Denn der Täter scheint bei seinem Katz- und Mausspiel alles bedacht zu haben und Donner immer einen Schritt voraus zu sein. Man hat zwar eine Ahnung, wer es sein könnte, doch auch in diesem Band überrascht Elias Haller wieder mit einigen Wendungen.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und sich deshalb auf die spannende Handlung einlassen. Bereits nach kurzer Zeit gerät man in den Sog der Ereignisse und mag den Thriller nur ungern aus der Hand legen. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen allerdings nicht sein, da der Täter seine Opfer zu recht blutigen und schmerzhaften Verstümmelungen zwingt. Da auch diese Szenen sehr lebendig beschrieben werden, springt sofort das Kopfkino an. Die Charaktere wirken ebenfalls authentisch. Donner hat noch nichts von seiner ganz speziellen Art eingebüßt und die Tatsache, dass er ein Fernsehteam an seiner Seite dulden muss, macht ihn nicht gerade umgänglicher. Seine Gedanken und Kommentare sorgen dafür, dass die Handlung aufgelockert wird und man oft unverhofft schmunzeln muss.
Ich habe bereits die anderen Fälle von Erik Donner mit großer Begeisterung gelesen und wurde auch von diesem Band nicht enttäuscht. Denn ich war wieder vom ersten Moment an mitten im Geschehen und habe den Thriller innerhalb eines Tages verschlungen. Obwohl ich auch diesen Fall durchgehend spannend fand, haben mir die Ermittlungen in den vorherigen Teilen einen Hauch besser gefallen. Dass Donner sich aber in diesem Band noch mit dem Fernsehteam auseinandersetzen musste, hat mich allerdings voll und ganz begeistert, da ich mich einfach köstlich amüsiert habe. Deshalb bekommt dieser Band auf meiner persönlichen Bewertungsskala auch wieder alle fünf Bewertungssternchen.
Rezensionen von liesmal:
Fantastisch!
Furcht und finsteres Herz von Elias Haller
Die Geschichte der Christin Federica und dem Sarazenen Sofian spielt in Piemont. Was das Spannende daran ist: Sie beginnt im Jahr 2012, geht zurück ins Jahr 933 und von dort wieder in die Gegenwart. Mich hat die Handlung sofort in ihren Bann gezogen und ich habe das Buch nicht aus der Hand gelegt, bevor ich es ausgelesen hatte.
Der Schreibstil war hilfreich dabei, dass ich auch in der Vergangenheit sofort heimisch wurde.
An einer Stelle war es mir nicht möglich weiterzulesen, so sehr hat mich die emotionsgeladene Geschichte mitgenommen. Obwohl oft eher im Reich der Fantasy, fühlte ich mich doch immer in der Realität. Wünsche, Träume, Ängste, Hoffnungen und Fantasien, die sich auf den Leser übertragen, machen das Buch zu einem faszinierenden Werk.
Besonders hat mir gefallen, was Federica und Sofian mit dem Milan erlebt haben und welche Gefühle dabei im Spiel waren.
Rezensionen von carathis:
Kann man der Vergangenheit den Rücken kehren und verzeihen?
Schwestern für einen Sommer von Cecilia Lyra
Meine Erwartungen an diesen Roman waren nicht groß. Ich fand das Cover mittelmäßig und den Klappentext nur wenig aussagekräftig. Jedoch wurde ich vom knapp 600 Seiten zählenden Debüt der amerikanisch/kanadischen Autorin Cecilia Lyra positiv überrascht.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Halbschwestern, die den gleichen, Vater haben.
Diesen nahmen die Frauen in ihrer Kindheit sehr unterschiedlich wahr. Trotz dieser Verschiedenheit waren die Beiden in den Sommerferien glücklich vereint, wenn sie gemeinsam bei ihrer Großmutter in den Hamptons weilten. Doch ein schlimmes Ereignis trennte dann die jungen Frauen für Jahre, in denen sie nicht miteinander kommunizierten.
Die Autorin beschreibt in ihrem Roman verschiedene Lebenswege und Beziehungen. In einer sehr eindringlichen Art und unterlegt durch erzählerische Perspektivwechsel zwischen den Schwestern in den verschiedenen Kapiteln werden die Gefühle und Probleme der Figuren auf eine angenehm unkitschige Art und Weise vorgetragen.
Generell ist es Lyra gelungen die Spannung rund um das katastrophale Ereignis hoch zu halten, mit Ausnahme kleinerer Abschnitte, in denen man sich gewünscht hätte, dass die Schwestern schneller auf einander zugehen würden. Man merkt, dass Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit wichtige Charaktermerkmale für die Autorin sind, denn damit treten immer wieder Krisen auf, die ab und zu etwas holprig aufgelöst werden.
Sehr gut gefallen haben mir die Handlungsstruktur und die einzelne Ausarbeitung der Charaktere. Denn obwohl der Klappentext eine eher langweilige Familiengeschichte versprach, war ich jederzeit gut unterhalten. Außerdem ist der Roman sehr vielschichtig, dabei nicht kompliziert zu verstehen, sondern gerade gut dosiert in Hinblick auf Gefühl, Krisenbewältigung, Verständnis und Vergebung.
Als Fazit bleibt zu sagen, dass ich den Roman gern weiterempfehle, gerade Familienmenschen, die nicht vor Problemen zurückschrecken. Mir bleiben auf jeden Fall die vorausschauende, großherzige Grandma und die im Herzen verbundenen Schwestern in Gedanken.
Rezensionen von Gaby 2707:
Die beeindruckende Liebe einer besonderen Frau
Der Sommer der blauen Nächte von Stefanie Gregg
Alles was Jule Jansen nach dem Tod ihrer Mutter Marie, die eine begnadete Malerin war und die besonders die Farben geliebt und gelebt hat, geblieben ist bzw. was sie behalten wollte, hat sie in einen einzigen Karton gepackt. Darunter ist auch ein Schuhkarton mit Fotos. Drei davon mit einem Mann, den Jule nicht kennt, am Felsenbdeplatz in Manarola im Cinque Terre in Italien, wo sie mit ihrem Bruder und ihrer Mutter vor 30 Jahren Urlaub gemacht hatte.
Das wirft Fragen auf. Ausserdem ist die azurblaue Bilderserie, die Marie nie weggeben wollte, verschwunden. Marie macht sich auf zu den Urlaubsplätzen von früher und wird mit Antworten konfrontiert, die ihr gar nicht gefallen; die ihre Mutter in ein Licht rücken, das Jule nicht sehen will und mit einer Wahrheit, die sie nur schwer akzeptieren kann.
Sie merkt aber auch, wie sehr sie selbst vom Leben ihrer Mutter beeinflusst ist und muss sich mit ihrem eigenen Leben auseinander setzen und sich ihm stellen.
Stefanie Gregg hat es auch diesmal sehr schnell geschafft mich in die Geschichte hineinzuziehen. Mit ihrem gefühlvollen, farbigen und eindrucksvollen Erzählstil bringt sie mir die Farben, die Empfindungen und die Gedanken der Protagonisten sehr nahe. Fast schon wie in einem Krimi steigt der Spannungsbogen leicht an und hält sich, bis sich die Geschichte anders als erwartet, aber doch ganz in meinem Sinne auflöst.
Besonders Marie, die ich anfangs als sehr egoistisch empfand, komme ich immer näher. Ich habe ihren melancholischen, nach innen gekehrten Künstlerblick direkt vor Augen. Ich spüre beim Lesen ihre Hingabe zu den Farben und Formen, ihre Euphorie beim Betrachten ihrer Bilder, wie sie sich in ihre eigene Welt zurückzieht und darüber manchmal sogar ihre Kinder vergisst. In den wichtigen Momenten war sie aber immer für ihre beiden Kinder Thomas und Jule da. Aber auch ihre Zerrissenheit, ihre Trauer und ihre Verzweiflung werden hier sehr deutlich. Ich sehe sie, genau wie Jule, immer und überall tanzen. Ich lerne aber auch eine Marie kennen, die sich ihre große Liebe versagt, für ihren Mann und für ihre Kinder und die demzufolge ihr eigenes großes Glück lange nicht findet oder leben kann.
Jule, die ich bis auf wenige Momente von Anfang an mochte, durchlebt bei ihren Nachforschungen und in ihrem privaten Leben ihre Höhen und Tiefen. Ich möchte sie in ihrer Verzweiflung trösten, sie manchmal von ihren Zweifeln befreien und freue mich, dass sie zusammen mit Jen und Ben ihren Weg findet und auch geht.
Auch die anderen Menschen, die ich hier kennenlerne wirken menschlich, haben ihre Ecken und Kanten und teils ihre Geheimnisse.
Jeder der vier Abschnitte wird durch eine Farbe eingeleitet und jedes der 33 Kapitel wird mit einem Seestern abgeschlossen. Das symbolisiert für mich das Meer sowohl in Italien, als auch in Frankreich und gefällt mir persönlich mir sehr gut.
Stefanie Gregg hat mir keinen einfachen Liebesroman zu lesen gegeben, obwohl es um fast nichts anderes geht als um die Liebe. Ich habe eine Familiengeschichte gelesen, die so anders läuft wie Vieles im Leben. Eine Geschichte, die mich berüht und gerührt hat und die bestimmt noch eine Weile in mir nachwirken wird.
Rezensionen von dorli:
Die Pranken des Löwen
Die Pranken des Löwen von Mac P. Lorne
In seinem historischen Roman „Die Pranken des Löwen“ geht Mac P. Lorne der Frage nach, wie aus einem mittelenglischen Freibauern ein so hervorragender Kämpfer und Bogenschütze wie der legendäre Robin Hood werden konnte. Hierzu hat der Autor die historischen Ereignisse zwischen Februar 1110 und dem Winter 1186 mit einer facettenreichen fiktiven Handlung verflochten und nicht nur ein glaubwürdiges Bild der damaligen Zeit gezeichnet, sondern zudem eine durchaus denkbare Ahnengeschichte für den englischen Volkshelden konstruiert.
Matilda, Tochter Henry I., ist 8 Jahre alt, als sie den jungen Gardisten Robert Fitzooth davor bewahrt, seine rechte Hand zu verlieren. Robert wird zum persönlichen Leibwächter der Prinzessin ernannt und begleitet Matilda nicht nur zu ihrer Verlobung mit Heinrich V. nach Deutschland, sondern bleibt jahrzehntelang treu an ihrer Seite. Als der während eines Italienaufenthalts an Malaria erkrankte Robert auf dem Rückweg nach Trier bewusstlos von Pferd fällt, lässt Matilda ihn von heilkundigen Nonnen im Kloster Disibodenberg gesund pflegen. Hier lernt der Leibwächter die junge Martha kennen und lieben – die späteren Großeltern von Robin Hood haben sich gefunden.
Mac P. Lorne erzählt sehr unterhaltsam, jede Szene wirkt lebendig und ist fesselnd, so dass ich nicht nur ruckzuck mittendrin im Geschehen war, sondern mir die Handlungsorte und die vorherrschenden Gegebenheiten bestens vorstellen konnte.
Der Autor wartet besonders im ersten Teil des Buches mit einer geballten Ladung an historischen Fakten auf, die aber so spannend und mitreißend verpackt sind, das es großen Spaß macht, die Wege der Akteure zu verfolgen und ihr Miteinander und Gegeneinander zu beobachten. Das Leben und Wirken Matildas steht hier im Mittelpunkt und man erlebt ihre aufregende Zeit als Kaiserin des römisch-deutschen Reiches genauso intensiv mit, wie das viele Jahre andauernde Gerangel mit ihrem Cousin Stephan von Blois um die englische Krone.
Im zweiten Teil des Buches wird der historische Roman dann zu einer fesselnden Abenteuergeschichte. Mac P. Lorne erzählt in diesem Part, wie es dazu kam, dass aus dem jüngeren Robert Fitzooth der sagenumwobene Robin Hood wurde. Es geht mitten hinein in den Sherwood Forest und man bekommt die bekannten Geschichten rund um Robin und seine Merry Men kurzweilig präsentiert.
Fiktive und historische Figuren werden von Mac P. Lorne einleuchtend miteinander kombiniert, ihr Zusammenspiel ist gut durchdacht und ausgeklügelt. Jeder Einzelne bekommt schnell ein Gesicht, zeigt Emotionen und handelt entsprechend seinen Eigenheiten.
„Die Pranken des Löwen“ hat mir sehr gut gefallen – eine tolle Mischung aus Historie, Spannung und Abenteuer, die mir nicht nur abwechslungsreiche Lesestunden beschert, sondern mir auch eine fesselnde Zeitreise in die Geschichte Europas ermöglicht hat.
Rezensionen von heinoko:
Enttäuschend
Der einsame Bote von Sveen Gard
Von Gard Sveen hatte ich bislang noch nichts gelesen. Insofern begann ich vorurteilsfrei mit diesem Band 3 rund um den Ermittler Tommy Bergmann. Jetzt, am Ende des Buches, weiß ich ganz sicher, dass ich nichts mehr über Tommy Bergmann lesen möchte.
So wird das Buch von Verlagsseite beworben: Kommissar Tommy Bergmann hat sich an einem hoffnungslosen, längst zu den Akten gelegten Fall festgebissen.
Seine Kollegen wenden sich von ihm ab und wenn er seine Ermittlungen nicht einstellt, droht ihm die Suspendierung. „Der einsame Bote“ beginnt bedrückend. Bis Tommy Bergmann Hinweise auf eine alte Sekte findet, die junge Mädchen opfert, um das Seelenheil von Mördern zu retten. Ist das die Spur, die er seit Monaten sucht? Kann er die totgesagte 13-jährige Amanda befreien und den Mörder fassen – und weitere Morde verhindern?
Das Buch hat mich von Anfang bis Ende völlig kalt und unberührt gelassen. An keiner einzigen Stelle hat es mich eingefangen, ich las es wie eine Pflichtlektüre, distanziert, ohne innere Beteiligung. Ich fühlte mich nie hineingezogen in die Geschichte. Ich sah sozusagen von außen zu, wie Tommy Bergmann wie ein Hund die Witterung aufnimmt und sich von nichts und niemandem mehr aufhalten lässt. Oder wie sich Susanne, Kollegin von Tommy, aus Sorge um ihr eigenes Kind schließlich auch auf Spurensuche begibt. Was ist an diesem Buch, dass man es mehr oder weniger interessiert wie einen mäßig interessanten Zeitungsartikel durchliest, den man nach Lektüre gleich wieder vergisst? Da ist zum einen meiner Meinung nach der fehlende Spannungsbogen. Zuviel wird in dunklen Ecken, hier und dort und dann auch noch in Litauen, herumgestochert. In verwirrender Schreibweise werden dem Leser nicht zusammenpassende Mosaiksteinchen vorgehalten. Aber Verwirrung zu schaffen, ohne den erkennbar roten Faden durchscheinen zu lassen, bringt keine Spannung, sondern Leserdistanz. Und wenn dann noch der Hauptakteur im Buch jemand ist, dem man sich weder mit Sympathie noch mit Mitleid, schon gar nicht mit Verständnis, lesend nähern möchte, ist die Leserdistanzierung perfekt. Nichts für mich, schade.
Rezensionen von Josef Lüthold:
Neuoffenbarungen sind nicht irrtumsfrei.
Johannes, das grosse Evangelium von Jakob Lorber
Die Bücher von Jakob Lorber sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Denn die Diktate an Lorber kamen meistens nicht direkt von Jesus Christus, sondern sie wurden vielfach von geschöpflichen Geistwesen übermittelt, wobei auch eigene Ansichten dieser Geister in die Diktate eingeflossen sind.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef LütholdRezensionen von begine:
Schwedenkrimi
Zack Herry / In den Fängen des Löwen von Kallentoft Mons; Lutteman Markus
In den Fängen des Löwen ist der zweite Teil des Ermittlerteams mit Zack. Die Autoren Mons Kallentoft und Mark Lutteman sind für mich neu, sie schreiben spannend und schockierend.
Die Ermittler haben selbst alle irgendwelche Macken. Vorneweg Zack, der sich mit Drogen aufrecht hält.
Auf einem Fabrikschornstein wird die Leiche des Jungen Ismail gefunden, er wurde bestialisch ermordet.
Zack und seine Kollegin wollen den Mörder finden. Ismail ist aus einem Asylbewerberheim.Auf einen Hinweis hin nehmen sie Lionel fest und findet acht gefangene Kinder.
Dann wird noch ein Kind entführt und es wird Kampf um die Zeit. Ganz schön aufregend.
Die Autoren lassen uns mit Zack kämpfen, er ist hochspannend. Nur das Ende hat mich etwas verwirrt. Vielleicht gibt es in den weiteren Teilen eine Aufklärung.
Dieser interessanter Schwedenkrimi fesselt und ich kann ihn empfehlen.










