Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Josef Lüthold:
Neuoffenbarungen sind nicht irrtumsfrei.
Himmelsgaben. Worte aus der Höhe der Höhen, neben den grossen Werken der Neuoffenbarung / Himmelsgaben von Jakob Lorber
Die Bücher von Jakob Lorber sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Denn die Diktate an Lorber kamen meistens nicht direkt von Jesus Christus, sondern sie wurden vielfach von geschöpflichen Geistwesen übermittelt, wobei auch eigene Ansichten dieser Geister in die Diktate eingeflossen sind.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef LütholdRezensionen von Solstice:
Zuerst lesen, dann schmerzfrei wandern
Gelenkfit in die Berge von Christian Fink; Christian Hoser; Peter Gföller
Der Schlüsselsatz im Buch: „Der Knorpel besitzt keine direkte Anbindung an den Blutkreislauf und wird daher von der Gelenksschmiere versorgt. Diese befindet sich im Spalt zwischen den Gelenksflächen und wird durch Bewegung im Gelenk verteilt.“
„Gelenkfit in die Berge“ richtet sich vor allem an Wanderer mit Gelenkbeschwerden, aber natürlich ist es auch für alle anderen Leute interessant, denen irgendeine Knochenverbindung wehtut.
Angefangen bei der Anatomie der Gelenke – alle drei Autoren sind Ärzte -, wird im Buch die Ursache der Gelenkbeschwerden sehr anschaulich und leicht verständlich erklärt. Die Autoren geben aber auch Tipps für die richtige Auswahl der Routen, bei denen Wanderer mit Knie- und/oder Hüftbeschwerden wirklich so einiges falsch machen können. Schließlich wird auch das korrekte Gehen mit Wanderstöcken sowie die Schuhwahl näher erläutert.
Rezensionen von Solstice:
Ein Liebender geht in den Himalaya
Wozu ein Himmel sonst? von Norman G. Dyhrenfurth
Norman Dyhrenfurth war sein Leben lang vom Himalaya fasziniert – durchaus eine lange Zeit, denn 2017 starb er im 100. Lebensjahr. Das Buch „Wozu ein Himmel sonst?“ ist eine Textsammlung aus dem Nachlass Dyhrenfurths, des Bergsteigers und Filmemachers. Seine eigene Bergleidenschaft springt unmittelbar auf den Leser über und seine Erlebnisse und Erfahrungen werden lebendig vor Augen geführt.
Das Kapitel „Solu Khumbu – Land der Sherpas“ erzählt von Dyhrenfurths Abenteuer mit den Sherpas rund um den Mera, einen formschönen Sechstausender im Himalaya. Eine wichtige Rolle spielt darin Pinjo, der zwölfjährige Sohn eines Sherpas, der an der Nanga-Parbat-Expedition 1934 beteiligt war: Er soll in einem der Filme Dyhrenfurths die Hauptrolle spielen. Am Drehtag wartet man, bis die Sonne aufgegangen ist – und beginnt, die Szenen zu drehen. In einer Drehpause wird in einer riesigen Schale tibetischer Buttertee serviert – Dyhrenfurth lehnt aber freundlich mit der Begründung ab, dass „sein und die Mägen seiner Begleiter vom langen Anmarsch etwas mitgenommen seien und daher die ungewohnte Yakbutter, eine tibetische Spezialität, noch nicht vertrügen.“Diese Entschuldigung wird akzeptiert – und die Sherpas freuen sich über den reichlich vorhandenen „Lama-Tee“.
Ein unbedingt empfehlenswertes Buch eines unsterblich Himalaya-Verliebten, der die Zeit der Erstbesteigungen im Gebirge rund um den Mount Everest am eigenen Leib erlebt hat.
Rezensionen von niknak:
Interdimensionaler Sprung ins Glück
Wozu ein Himmel sonst? von Norman G. Dyhrenfurth
Inhalt:
(Klappentext)
Das Liebesleben von Krankenschwester Liz ist eine Katastrophe. Zuerst verliebt sie sich in Kollege Dan, der sie zwar unter seinen knackigen Körper, nicht jedoch in sein Herz lässt – und dann in einen Patienten, der dem fiesen Ex aufs Haar gleicht. Dummerweise liegt der Dan-Doppelgänger im Koma.
Als er endlich erwacht, ist Liz klar: der oder keiner. Denn diesmal gehört zum tollen Aussehen auch ein toller Charakter. Nach einer unvergesslichen Liebesnacht ist Vincent plötzlich verschwunden. Wo ist er hin? Welches Geheimnis verbirgt er? Erst Wochen später taucht er unerwartet wieder auf und offenbart Unglaubliches. Ist Liz erneut auf einen Lügner hereingefallen oder ist Vincent tatsächlich ein Wächter aus einer anderen Dimension?
Mein Kommentar:
Dies ist der erste Band der Trilogie um Liz und Vincent. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, der mich jedoch leider nicht wirklich gefangen nehmen konnte. Das Buch ist aus den Sichten von Liz und Vincent geschrieben. Am Anfang kommt vor allem Liz zu Wort, wohingegen Vincent am Ende mehr zu Wort kommt.
Aufgrund des Klappentextes und der Beschreibung des Buches hatte ich angenommen, dass es sich um einen Phantasieroman handelt. Dies war jedoch nicht der Fall, dementsprechend schwer fiel es mir dem Buch zu folgen und mich in ihm zurecht zu finden. Das Buch ist eher eine Dystopie. Ich bin kein Fan von dieser Genre und auch dieses Buch konnte mich nicht vom Gegenteil überzeugen.
Elisabeth Schneitinger, genannt Liz, ist Krankenschwester der Urologie in einem kleinen Krankenhaus in München. Sie ist ziemlich naiv und blind vor Liebe für Dan. Obwohl er sie nicht gut behandelt, steht er an erster Stelle für sie und Liz würde alles für ihn machen. Diese Leichtgläubigkeit und Naivität, die Liz in Bezug auf Dan an den Tag legt, nervt mich leider ziemlich. Ich wurde, das gesamte Buch über, nicht mit ihr warm.
Vincent lebt in einer anderen Dimension. Dort ist er Wächteranführer und hat einen äußerst hohen Status inne. Dies bedeutet, dass er viele Privilegien genießt. Er ist sehr muskulös und atlethisch, ist intelligent und hat einen wachen Geist. Vincent ist eine sehr dominante Persönlichkeit, der geborene Anführer. Dies wirkt sich auch auf seinen Alltag aus.
Vincent lebt in Dimension 1. Diese ist sehr änhlich zur Erde, bis auf Mahajona und dem System. Mahajona ist die Quelle allen Lebens auf Dimension 1. Vincent ist ihr Wächter und dazu da, sie zu schützen. Das System sorgt dafür, dass es jedem gut geht, es unterstützt jeden und sorgt für jeden. Ebendies mag ich an Dystopien so absolut gar nicht - dieses Kastendenken und dieses eine System, das über allem steht und alles bestimmt.
Mein Fazit:
Ich bin leider nicht sehr überzeugt von dieser Reihe und werde sie auch nicht mehr weiter verfolgen. Ich wurde weder mit den Protagonisten, noch mit der Handlung wirklich warm.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Im Leben läuft nicht alles nach Plan
Wozu ein Himmel sonst? von Norman G. Dyhrenfurth
Inhalt:
Anna bekommt von ihrem Verlobten Bernd am Silvesterabend endlich den langersehnten Heiratsantrag. Nun hat sie fast ein Jahr Zeit, um ihre eigene Hochzeit perfekt zu planen, von der sie schon immer geträumt hat. Beflügelt durch den Antrag baut sie ihren eigenen Einrichtungsladen "Vintage Salon" um und führt nun auch ein eigenes Sortiment für zukünftige Bräute.
Doch bei den Vorbereitungen läuft nicht alles nach Plan. Zudem gibt es auch noch Stress mit Bernd und auch bei ihren Eltern häufen sich die Probleme. Als dann eines Tages auch noch Simon ihre alte Jugendliebe auftaucht, wird Annas Leben komplett auf den Kopf gestellt. Wird sie es dennoch schaffen, die perfekte Hochzeit zu planen oder hat das Leben andere Pläne?
Mein Kommentar:
Das Buch ist in 52 Kapitel aufgeteilt, welche alle zu Beginn ein Zitat von einer bekannten Person nennen. Dies finde ich eine besonders schöne Idee, da alle Zitate gleichzeitig mit Annas Leben etwas zu tun haben, bzw. zeigen, was in diesem Kapitel passiert. Andererseits sind sie aber auch für den Leser sehr ansprechend und viele kann man auch selbst in sein Leben integrieren. Am Ende des Buches sind alle Zitate nochmals zusammengefasst und eine kurze Übersicht über deren Verfasser angeführt.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig und die Seiten fliegen einfach nur so dahin. Man leidet und fiebert die ganze Geschichte hindurch mit Anna mit. Sie kam sher sympathisch rüber und ihre Figur war mit viel Liebe ausgearbeitet. Als Leser konnte man sich ein sehr gutes Bild von ihr machen. Aber auch die anderen Charaktere waren liebevoll geschaffen und brachten viel Leben in die Geschichte. Anna ist eine starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt, auch wenn noch so viel schief läuft bei der Planung ihrer Hochzeit. trotzdem findet sie immer einen Weg, weiterzumachen und nicht aufzugeben. dabei helfen ihr oft die Zitate, die sie als Sprüche jede Woche auf ihrem Kalender stehen hat. Aber auch ihre Freunde unterstützen sie dabei. Allen voran Katja ihre beste Freundin. Sie steht ihr immer mit Rat zur Seite und man möchte selbst auch eine solche Freundin haben, die immer weiß, welche Worte Anna gerade benötigt.
Das Buch macht dem Leser auch Mut nicht aufzugeben, so wie Anna, auch wenn es mal nicht nach Plan läuft. Auch durch die schönen Zitate kann man sich Mut holen und bekommt immer wieder tolle Lebensweisheiten geschenkt. Allein dafür lohnt es sich bereits das Buch zu lesen.
Die Autorin hat den Laden von Anna so genau und schön beschrieben, dass man ihn sich sehr gut vorstellen kann. man hat ein gutes Bild vor Augen und würde am liebsten selbst dort einkaufen gehen. Man hat das Gefühl, dass er genau das richtige für jeden bereithält.
Das Ende war für mich nicht ganz befriedigend, da noch einige Fragen offen blieben. Ich hätte sehr gerne erfahren, was nach diesem Jahr noch so alles passiert und wie es mit ihr weitergeht. Allerdings lässt dieses Ende auch viel Spiel für eine Fortsetzung des Buches. Ich hoffe, dass es auch eine solche geben wird.
Mein Fazit:
Dieses Buch beinhaltet alles was ein schöner Frauenroman braucht: Liebe, Romantik, Humor und Dramatik. Es lässt sich leicht und schnell lesen und bietet eine tolle Unterhaltung für Zwischendurch.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von ikatzhorse2005:
Aufregung rund um Jungs und die Liebe bei den Summer Girls
Summer Girls 3: Merit und das Glück im Sommerwind von Sahler Martina; Wolz Heiko
Summer Girls Band 3 Merit und das Glück im Sommerwind von Martina Sahler und Heiko Wolz aus dem Carlsen Verlag
Das wundervoll sommerliche Cover verspricht leichten sonnigen Lesestoff. Aufklappen und wegträumen, ein schönes Leseabenteuer für Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahre.
Ob cool, verträumt oder ein wenig aufmüpfig, die vier Summer Girls, Merit, Matilda, Josy und "Würmchen" Emmy erleben zusammen einen unvergesslichen Sommer auf ihrer Insel.
Freunschaft, Jungs, Liebe, große Gefühle,... Band 3 der Summer Girls wird aus Sicht von Merit, die mega gerne mit ihrem Pferd Bonny lange Strandausritte genießt, geschildert. Sie ist eher der stillere Part des kleinen chaotischen Haufens und wartet immer noch sehnsüchtig auf ihren 1. Kuss sowie die große Liebe. Da verbringt Simon, ein Typ wie aus dem Bilderbuch gerade zur richtigen Zeit, seinen Urlaub auf der Insel. Er wirbelt die Gefühle von Merit ganz schön durcheinander. Kann er Merit erobern mit seinem Charme? Ist das nun die richtige Liebe? Und welche Rolle spielt Lennart, einer der drei Grober-Brüder? Fragen, die in diesem spritzigen, nach frischem Wind, Meer und Sonnencreme duftenden Lektüre beantwortet werden. Locker und jugendlich erzählen die beiden Autoren von Träumen, Sorgen, Konflikten und unlösbar erscheinenden Problemen der 4 Hauptprotagonistinnen. Bei den coolen Zusammentreffen findet sich schnell eine gemeiname Lösung. Unverkennbar hierbei, die Liebe zum Meer und dieser Sommerinsel. Die Bilder ziehen vorbei und man möchte gern selbst dort seinen Urlaub verbringen und Teil dieser Mädchenbande sein.
Für mich stehen anfänglich die Gefühle der Mädchen zu den Jungs zu sehr im Vordergrund. Die Gedanken drehen sich immer nur um das eine große Thema, sicher wichtig, aber nicht alles im Leben! Andere Sachen, die Teenager dieser Altersklasse ansprechen, kommen meiner Meinung nach zu kurz. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.
Alle Teile können unabhängig voneinander gelesen werden. Doch wer die sympathischen Vier erst einmal kennengelernt hat, möchte sich auch in weitere bisher erschienene Ferienabenteuer stürtzen und diese unvergesslichen Sommer-Sonnen-Erlebnisse von Matilda und Emmy genießen.
Fazit: Ein mitreißender Jugendroman über Geheimnisse und große Gefühle, bei denen Mädchen und Leseratten auf ihre Kosten kommen. Sommerfeeling pur, ein guter Ferienbegleiter mit Sonnenscheingarantie!
Rezensionen von Pink Anemone:
Eine Geschichte voller Gefühl, melancholischer Klänge und wunderbarer Weisheiten. Ein Buch zum Träumen, Nachdenken und sich darin Verlieren.
Wie man die Zeit anhält von Matt Haig
Wenn Liebe die Zeit besiegt.
Keiner lehrt Geschichte so lebendig wie er ‒ und das hat einen guten Grund: Tom Hazard, Geschichtslehrer und verschrobener Einzelgänger, sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, die Literaten und Jazzmusiker der Roaring Twenties in Paris erlebt und alle acht Jahre eine neue Identität angenommen.
Eines war er über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Denn die Nähe zu anderen Menschen wäre höchst gefährlich gewesen. Jetzt aber tritt Camille in sein Leben. Und damit verändert sich alles...(Klappentext)
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">>Wenn wir nur einen Weg fänden, die Zeit anzuhalten<<, sagte ihr Mann.
>>Daran müssen wir arbeiten. Für den kurzen Moment, wenn das Glück vorbeiflattert. Dann schwingen wir unser Netz und fangen es ein wie einen Schmetterling und bewahren den Moment für immer.<<
(S. 212)
Tom Hazard ist alt, sehr alt. Genauer gesagt ist er 439 Jahre alt. Menschen wie er, gehören der Albatros-Gesellschaft an und sie nennen sich selbst "Albas". Ja, es gibt mehrere von ihnen und sie haben sich den Regeln dieser Gesellschaft zu fügen.
Alle 8 Jahre muss ein Alba ein neues Leben beginnen, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ein neues Leben mit einer neuen Identität an einem neuen Ort. Die wichtigste Regel jedoch ist: sich niemals zu verlieben, geschweige denn irgendeine Bildung zu anderen Menschen einzugehen.
Doch was ist ein Leben ohne Liebe und Freundschaft?
Man reist mit Tom Hazard durch sein Leben und somit gleichzeitig auch durch die Jahrhunderte und die Geschichte.
Man begegnet Shakespeare und tritt mit den Lord Chamberlain's Men im London des 16. Jahrhunderts auf.
Mit Captain Cook begibt man sich auf Südseereise, reist im Jahr 1890 nach New York und sieht die Freiheitsstatue wie sie einst war. Man trinkt 1928 in Paris mit Scott Fitzgerald und Zelda an der Bar eine Bloody Mary und erlebt die "Roaring Twenties".
Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, sondern je nachdem wie die Erinnerungen auf Tom einstürmen und von diesen gibt es viele.
Sein ständiger Begleiter - die Einsamkeit. Seine ständige Angst - die Zeit. Seine Mission - die Suche nach Freiheit und seiner Tochter.
"Ich war Menschen, die ich gehasst habe, und Menschen die ich bewundert habe.
Ich war aufregend und langweilig und glücklich und unendlich traurig.
Ich war auf der richtigen und ich war auf der falschen Seite der Geschichte."
Diesem Buch mit einer Rezension gerecht zu werden fällt mir schwer.
Ich könnte so viel daraus erzählen und zitieren, so viel von der Weisheit weitergeben, die ich für mich entdeckte. Doch jeder wird aus diesem Buch unterschiedliche Dinge für sich mitnehmen, jeder wird es anders empfinden und für jeden bedeutet auch Zeit etwas anderes.
Matt Haig thematisiert in diesem Roman die vielen Facetten des Lebens, erzählt von Einsamkeit und Ängsten, von Freiheit und Mut und natürlich von der Liebe, Gedanken über die Menschlichkeit und das Mensch-Sein, über die Zeit und die Angst davor, die Beschleunigung, welche Bedeutung und Stellung die Zeit für uns einnimmt. Die Zeit im Wandel der Zeit.
Dies alles verpackt in einer wunderschönen Geschichte mit melancholischen Klängen, die wie ein Echo nachhallen und sich in einem verankern.
Während des Lesens erkennt man Nichtigkeiten, die einem wichtig erschienen und die es doch nicht sind und, dass das wirklich Wichtige die ganze Zeit vor einem war und man selbst dem einfach nur blind gegenüber stand.
"Du hast keine Wahl, wo du geboren wirst, du kannst dir nicht aussuchen, wer bei dir bleibt, du kannst über vieles nicht entscheiden.
Das Leben folgt bestimmten Gezeiten, wie die Menschheitsgeschichte auch.
Aber trotzdem gibt es Raum für Entscheidungen. Dinge, bei denen du die Wahl hast."
(S. 181)
Fazit:
Es ist ein Roman voller Gefühl und wunderbarer Zitate, die einem ein Lächeln in das Gesicht zaubern. Darin zu lesen ist ein wachgerüttelt werden und ein sich darin Verlieren gleichzeitig. Es ist ein Buch zum Träumen, Nachdenken und immer wieder Lesen, sowie ein Buch für Suchende und Finder.
Matt Haig hat es geschafft, dass ich die Karten meiner Prioritäten neu mischte und die Augen auf das Schöne und Wichtige öffnete.
© Pink Anemone
Rezensionen von heinoko:
Dschungel-Thriller
Sag niemals stirb von Tess Gerritsen
1970: Der Pilot Wild Bill Maitland stürzt nach einer Explosion an Bord seines Transportflugzeugs über dem Dschungel von Vietnam ab. Seine Leiche wird nie gefunden. 20 Jahre später: Seine Tochter, Willy Jane Maitland, will einen letzten Wunsch ihrer krebskranken Mutter erfüllen und macht sich auf die Suche nach dem verschollenen Vater.
Sie reist nach Vietnam und trifft dort auf Guy Barnard, einen ortskundigen Paläontologen, der ihr seine Hilfe anbietet. Doch die Suche entwickelt sich schnell zu einer lebensgefährlichen Mission…
Dass Tess Gerritsen schreiben kann, dass sie Meisterin darin ist, Spannung aufzubauen, weiß man zur Genüge. Insofern waren meine Erwartungen an dieses Buch hoch. Und in der Tat schafft es die Autorin, mich in die mir fremde Welt Vietnams tief eintauchen zu lassen, die besondere Atmosphäre so intensiv und lebendig zu beschreiben, dass ich mitunter das Gefühl hatte, Hitze, Regen, Moskitos auf meiner eigenen Haut zu spüren. Und sie lässt mich in packender Weise teilnehmen an einer immer gefährlicher und bedrohlicher werdenden Suche. Jeder neue Kontakt, jedes neue Gespräch wirft neue Fragen auf, und der Leser wird immer mehr in ein geschicktes Verwirrspiel hineingezogen. Wer Freund oder Feind ist, wer Wahrheit spricht oder lügt, ändert sich nahezu bei jedem Schritt, den Willy tiefer hinein in das Gespinst der Vergangenheit macht. Willy, die sich mutig, aber auch recht naiv auf die Suche gemacht hatte, wird zunehmend selbst zur Gejagten, und so steigert sich der Spannungsbogen kontinuierlich bis zum rasanten Ende.
Auch wenn mich streckenweise das allzu breit ausgewalzte Hin und Her, dieses wenig nachvollziehbare „Beziehungsgedöns“ zwischen Guy und Willy nervte, hat mich der Thriller, der im Original bereits 1992 erschien, insgesamt bestens unterhalten. Es mag nicht das beste Buch von Tess Gerritsen sein, aber lesenswert ist es dank des ungewöhnlichen Plots auf jeden Fall.
Rezensionen von Petra Sch.:
Drei tolle Frühlings-Geschichten vom kleinen Raben Socke
Der kleine Rabe Socke: Alles Frühling! von Nele Moost
Das Buch "Alles Frühling!" beinhaltet folgende drei Geschichten vom kleinen Raben Socke:
"Alles Freunde!" - Socke hat ein neues Zuhause gefunden, doch er fühlt sich einsam. So macht er sich, zuerst noch etwas tollpatschig, auf die Suche nach neuen Freunden.
"Alles wächst!" - Eddi Bär sät Samen, aus denen was zu Essen wächst.
Socke kann es nicht glauben, und sät nun selbst Lollis an.
"Alles gefärbt!" - Der kleine Hase lässt Socke nicht beim Eierbemalen mitmachen. Socke sucht nun jemanden, dem er beim Eiermalen helfen kann.
Die süßen Geschichten vom Raben Socke begeistern nicht nur Kleinkinder. Es ist liebevoll und kindgerecht erzählt, und bringt die Werte von Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Mut näher. Und der Spaß kommt natürlich auch nicht zu kurz!
Ganzseitige bunte Illustrationen untermalen das Gelesene.
Und der kurze, einfache Text ist auch für Leseanfänger bestens geeignet.
Fazit:
Der süße kleine Rabe namens Socke erfreut sowohl die großen, als auch die kleinen Leser!
Rezensionen von dorli:
Nur Gisela sang schöner
Nur Gisela sang schöner von Dany R. Wood
Oberkommissar Jupp Backes – Dorfpolizist in der beschaulichen Gemeinde Hirschweiler – hadert mit seinem langweiligen, tristen Beamtendasein. Er sehnt sich nach echter Ermittlungsarbeit. Und diese soll er schneller bekommen als gedacht, denn er und seine Frau Inge finden Nachbarin Beate tot in deren Badewanne.
Während das LKA Saarbrücken den Fall als Selbstmord abtut, ist Inges Baugefühl anderer Meinung und auch Jupp findet Indizien, die auf ein Fremdverschulden hinweisen. Familie Backes beginnt zu ermitteln – neben Jupp und Inge ist auch Oma Käthe mit von der Partie. Die 81-Jährige bringt die Ermittlungen immer wieder mit gezielter Internetrecherche voran…
Dany R. Wood hat einen angenehm zu lesenden, sehr unterhaltsamen Schreibstil. Der Autor wartet mit einen frischen, natürlich wirkenden Humor auf und kann mit Wortwitz und Situationskomik punkten. Auch wenn der Krimi nicht mit nervenaufreibender Höchstspannung daherkommt, lädt das verzwickte Geschehen den Leser zum Mitfiebern und Miträtseln ein.
Der Clou in diesem Krimi sind ganz eindeutig die herrlichen und zum Teil recht skurrilen Figuren – alle werden sehr gut charakterisiert und beleben mit ihren Eigenarten und Besonderheiten die Szenerie. Ich habe schmunzelnd das Miteinander und Gegeneinander in der Hirschweiler Dorfgemeinschaft verfolgt und mich dabei köstlich über die extrovertierte Käthe, Nackt-Nachbarn Karl-Heinz und viele weitere Dorfleute amüsiert.
Das Lesen und Mitermitteln hat Spaß gemacht - „Nur Gisela sang schöner“ ist ein humorvoller Krimi, in dem die eine oder andere Überraschung und vor allen Dingen ein sehr munteres Ermittler-Gespann dafür sorgen, dass keine Langeweile aufkommt.









