Kunden em pfehlungen
Rezensionen von niknak:
In der Welt der Swinger
EheHure | Erotischer Roman von Michael Bennett
Inhalt:
(Klappentext)
Begleiten Sie Sarah und Michael in die Welt der Swinger.
Ob bei einem flotten Fünfer, swingend während der Autofahrt, bei einem GruppenSexSpiel der besonderen Art oder die als Lustobjekt versteigerte Sarah ... Das Ehepaar lernt ständig neue Arten von Fetischen kennen.
Doch sie stoßen an ihre Grenzen.
Kann ihre Ehe das alles aushalten?
Lassen Sie sich auf einen Ausflug in Michaels Kopf ein – in seine Tabuwelt und den Pornokanal seines Kopfkinos.
Mein Kommentar:
In diesem Buch wird die Geschichte aus der Sicht des Ehemannes dargestellt und er erzählt von seinen Erlebnissen mit seiner Frau in der Welt der Swinger. Dabei besticht das Buch durch seinen offenen und tabulosen Schreibstil, der alte Szenen sehr detailliert und genau beschreibt.
Das Buch ist in verschiedene Kapitel mit einer angenehmen und recht kurzen Länge aufgeteilt, sodass sie schnell zu lesen sind. Die erotischen Szenen sind schön und heiß beschrieben und es wird alles auf den Punkt gebracht. Dabei erfährt man als Leser auch, wie es dem Paar dabei ergeht, wenn sie neue Erfahrungen machen. Allerdings fand ich es schade, dass es zwischen den einzelnen erotischen Szenen keinerlei Handlung gibt. So hat das Buch keine Grundhandlung, die die Kapitel miteinander verbindet. Für mich war es deshalb eher eine Aneinanderreihung von verschiedenen erotischen Szenen und man erfährt von vielen erotischen Abenteuern, die leider nicht wirklich zusammengehören.
Dadurch fehlt dem Buch auch ein Ende und es ist einfach mit einem Abenteurer fertig, ohne wirklichen Abschluss.
Aber durch die Vielzahl an Abenteuern und ihre unterschiedliche Art, wird es nie langweilig und dem Leser wird richtig heiß beim Lesen. Das Knistern und die Erotik sind greifbar und spürbar.
Es mir richtig gut gefallen, dass die Erlebnisse aus der Sicht des Mannes beschrieben waren, und man so einen anderen Einblick erhält.
Mein Fazit:
Eine unterhaltsame und abwechslungsreiche erotische Geschichte bei der es heiß her geht, aber leider ohne wirkliche Handlung. Dennoch denke ich, dass er vielen Lesern gefallen wird, und man kann sich sehr gut auf das Kopfkino des Autors einlassen, da die Szenen sehr schön beschrieben sind.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von Elisabeth Bulitta:
Glück ist Kopfarbeit
Das Glück wohnt im Kopf von Christine Wunsch
Christine Wunschs Ratgeber „Das Glück wohnt im Kopf. DAS Trainingsbuch für mehr Glücksmomente im Alltag“ ist 2018 im Athesia-Verlag erschienen und umfasst 192 Seiten.
Das Buch stellt, wie der Titel schon sagt, ein Training vor, mit Hilfe dessen es gelingen soll, sein Leben aktiv so umzugestalten, dass es eine/n glücklich(er) und erfüllt(er) macht.
Dazu gibt die Autorin den Lesern neben fundiertem Fach- und Sachwissen über die Glücks- und Hirnforschung ein 30 Tage-Training mit verschiedenen Aufgaben und Übungen an die Hand, mit Hilfe dessen ebendieses Ziel greifbar nahe rückt.
Dem einleitenden Kapitel, in dem sich Wunsch damit auseinandersetzt, was Glücklichsein überhaupt bedeutet, was man von dem Buch erwarten kann und was nicht, folgen als Herzstück des Werkes 15 Lektionen mit gleichbleibendem Aufbau. Diese sollen die Leser im Zweitagesrhythmus durcharbeiten. Das Buch schließt mit einem Epilog, der das Erarbeitete noch einmal abschließend zusammenfasst, gefolgt von einer Danksagung und einer Literaturliste, anhand derer sich der interessierte Leser tiefer ins Thema einarbeiten kann. Im Anhang findet sich zudem ein „Dankbarkeitstagebuch“, das sich auf die Lektion vom elften und zwölften Tag bezieht.
Die einzelnen Lektionen folgen immer dem gleichen Aufbau, der das Lesen gleichsam zu einem Ritual werden lässt: Nach einer Doppelseite mit thematisch passendem Bild und Zitat erhält der Leser einen Input, in dem wissenschaftlich untermauert und mit Zitaten gespickt das jeweilige Thema der Lektion dargestellt und erarbeitet wird. Im Anschluss daran wird der Inhalt noch einmal unter „KURZ UND KNAPP“ zusammengefasst, gefolgt von der Einladung zu verschiedenen themenbezogenen Übungen und den Aufgaben „für heute und morgen“. Das Themenspektrum der einzelnen Einheiten ist breit gefächert: Es reicht von der Frage nach Geld und Familie über positives Denken, das Ausbrechen aus alten Denkmustern, Gebet und Meditation, Dankbarkeit bis hin zum Setzen eigener Ziele im Leben. Dabei wird in den späteren Kapiteln auch immer wieder Rückbezug auf vorangegangene genommen, was wiederum zeigt, wie sehr alles miteinander verzahnt ist.
Der Grundtenor des Buches ist, dass es glücklichen „Menschen gelingt (…), das Beste aus ihrem Leben herauszuholen.“ (S. 11) Es geht also nicht darum, dass überall nur eitel Freude und Sonnenschein herrschen. Auch unser Umfeld und die Welt können wir nur bedingt verändern. Genau das Gegenteil ist der Fall: Wir müssen unsere Leben mit Sinn füllen und aktiv an unserem Glücklichsein arbeiten, um ein erfülltes und glückliches Leben zu führen. Es geht also eher um eine positive Grundstimmung, und insbesondere Forschungen der letzten Jahre zeigen, dass wir als Menschen fähig und berufen sind, diese aktiv mitzugestalten.
Neben Bezügen zur Hirnforschung, unternimmt die Autorin auch immer wieder Ausflüge in andere Wissenschaften, wie z.B. Psychologie, Medizin, Philosophie und Religion, was das Buch zu einer wahren Fundgrube für Impulse und Denkanstöße werden lässt. Für jede/n dürfte also etwas Passendes zu finden sein.
Die Übungen und Aufgaben am Ende einer jeden Lektion ermöglichen es dem Leser, das Erfahrene ganz praktisch im Alltag umzusetzen, sie sind manchmal leichter, manchmal schwieriger, aber auf jeden Fall langfristig und nachhaltig.
Anhand der sich am Ende der Kapitel befindenden Zusammenfassungen kann sich der Leser bei Bedarf noch einmal informieren und schnell orientieren, sodass man das Buch bestimmt immer wieder gerne zur Hand nimmt und bei eventuellen Fragen nachschaut. Das macht das Buch im Idealfall zu einem immerwährenden Begleiter.
Christine Wunsch gebraucht eine geläufige, verständliche Sprache, auf Fachausdrücke verzichtet sie, weshalb sich das Buch flüssig lesen lässt und sich der Leser auf das Wesentliche, nämlich die Arbeit an seinem Glücklichsein, konzentrieren kann. Sie spricht die Adressaten direkt in der Du-Form an, was gleich zu Beginn eine vertraute Atmosphäre schafft, eventuell aber auch nicht jedermanns Geschmack ist. Man muss sich auf diesen Stil eben einlassen können. Weiter trägt zu dieser Vertrautheit bei, dass sie in der Regel ihre Anregungen und Aufgaben als Angebot formuliert („du darfst“); dieses gibt dem Leser das Gefühl, ein autonomer, ebenbürtiger Mensch zu sein – und als dieser angesehen zu werden.
Das Buch kommt mit einem professionellen Design und qualitativ hochwertiger Ausstattung daher. Selbst nach ausgiebigem Durcharbeiten sieht das Buch von außen noch aus wie neu. Schon beim Ansehen des orangefarbenen Covers breitet sich im Betrachter ein Glücksgefühl aus. Die Bilder und die immer wiederkehrenden bunten Farben versprühen ebenfalls ein Wohlgefühl und Freude, ohne dabei überladen zu wirken, und machen einfach Lust, das Buch immer wieder in die Hand zu nehmen.
Insgesamt handelt es sich bei Christine Wunschs „Das Glück wohnt im Kopf“ um ein sehr lesenswertes Trainings- und Ratgeberbuch, das sicher nicht alle Probleme des unglücklichen Menschen lösen kann, das aber auf jeden Fall viele Anregungen und Impulse zu einem glücklicheren und erfüllteren Alltag geben kann. Ich selber hatte beim Lesen nicht nur mich selbst, sondern auch immer wieder Menschen aus meinem Umfeld vor Augen, von denen ich dachte: „Oh ja, das sollten sie mal lesen.“ Und auch wenn ich schon vieles von dem, was im Buch geschrieben steht, kenne und wusste, tut es doch gut, immer mal wieder darauf hingewiesen zu werden. Nicht umsonst beginnt die Verfasserin ihren Epilog mit einem Goethezitat: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“ (S. 165)
Rezensionen von manu63:
Leichte Lektüre
Das Glück wohnt im Kopf von Christine Wunsch
Eine verhängnisvolle Versuchung lautet der Titel einer Historical Love Geschichte der Autorin Patricia Cabot. Kate Mayhew hat durch einen Brand ihre Eltern und ihre gesellschaftliche Stellung verloren und muss nun als Gouvernante ihren Lebensunterhalt bestreiten. Dabei trifft sie auf den Marquis von Wingate der mit seiner heranwachsenden Teenager Tochter völlig überfordert ist.
Eine Mutter hat das Mädchen nicht mehr, seitdem der Marquis seine Frau mit einem Liebhaber erwischt hat und die Scheidung eingereicht hatte. Von den Frauen enttäuscht hat sich von Wingate dazu entschieden sein Herz nie wieder an eine Frau zu hängen oder gar eine neue Ehe einzugehen. Kate und Burke treffen aufeinander und der Marquis bereut nicht nur einmal das er dem Drängen seiner Tochter nachgibt und Kate als Anstandsdame einstellt. Vor allen Dingen als Kate von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.
Die Geschichte beginnt locker und leicht und überzeugt mit unterhaltenden Dialogen. Nach und nach schleicht sich dann immer mehr Ernst in die Situation und die Leichtigkeit verfliegt ein wenig. Als dann noch recht langatmige Beschreibungen der körperlichen Vereinigungen von Kate und Burke hinzukommen wird bei mir der Lesefluss immer langsamer. Da hätte die Autorin weniger detailreich beschreiben sollen. Durch diese längeren Passagen verfliegt die Spannung und es kommt bei mir Langeweile auf. Wer solche detailreichen Beschreibungen mag wird auf seine Kosten kommen, ich selber mag diese Szenen lieber etwas kürzer und mehr Freiraum fürs eigene Kopfkino.
Die Geschichte selber ist recht vorhersehbar aber dennoch, bis auf die vorgenannten Ausnahmen, unterhaltsam. Eine typische Liebesgeschichte mit Happy End. Das Zeitgefühl und die damaligen Anstandsnormen werden gut eingefangen und durch die Gedankengänge der Protagonisten werden Handlungen erklärt die für die heutige Zeit eher unverständlich wären. Insgesamt eine leichte Lektüre zur Entspannung und für Mußestunden.
Rezensionen von Josef Lüthold:
Unterschiede in Neuoffenbarungen aus theologischer Sicht
Das Glück wohnt im Kopf von Christine Wunsch
Dieses Buch ist so gut, dass es eine grössere Verbreitung verdienen würde.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef LütholdRezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:
Tenbrink und Bertram ermitteln wieder. Endlich!
Totenbauer von Tom Finnek
Wie schon im ersten Fall, „Galgenhügel“, werden die eigenwilligen Kommissare mit einem komplizierten und verwirrenden Mordfall konfrontiert. Die letzte Worte des Opfers waren „toter Bauer“ oder zumindest so ähnlich. Können sie damit etwas anfangen? Und welche Rolle spielt ein längst vergangener Griechenlandurlaub in dem aktuellen Verbrechen? Und hat irgendwer bei dem Verkehrsunfall nachgeholfen? Wie schon gesagt: verwirrend!
Tenbrink ermitteln nur im Krankenstand und Bertram muss sich mit einem anderen Vorgesetzten herumschlagen, was einige witzige Situationen und Dialoge ergibt, aber keinesfalls konfliktfrei abläuft! Neben diesen wirklich komplexen Ermittlungsarbeiten kämpfen die Kommissare mit privaten Problemen: Tenbrink hat nach wie vor Gedächtnislücken, kommt der Ursache im Laufe des Buches nur langsam auf die Spur (übrigens eine Spur, von der ich noch immer hoffe, dass sie sich als falsch erweisen wird) und Bertram wird von seiner Vergangenheit eingeholt, was bei ihm natürlich auch mit Frauen zu tun hat und für schlagkräftige Argumente sorgt.
Tom Finnek schafft es, eine Geschichte mit viel Lokalkolorit zu erzählen, ohne dabei ins Klischeehafte von Regionalkrimis abzurutschen. Der Krimi ist nicht blutrünstig, obwohl da schon die eine oder andere Leiche dazukommt. Eigentlich ist es eine Art Puzzle: nur nach und nach gibt der Autor die wichtigen Fakten über die Verdächtigen und die Geschehnisse preis, nur nach und nach werden Zusammenhänge und Entwicklungen klar sichtbar.
Beim Lesen wurde ich zum Detektiv, habe geraten und ermittelt, alle Informationen berücksichtigt um dann zu bemerken, dass Tom Finnek mich wieder und wieder auf den Holzweg geschickt hat! Beste Unterhaltung also! Alles in allem ist es ein temporeicher und spannender Krimi, mit einigen völlig unerwarteten Wendungen. Die Auflösung ist logisch, der Mordfall mit all seinen tragischen Nebengeschichten wird vollständig geklärt.
Trotzdem bleiben noch viele Fragen um die zwei kauzigen Kommissare offen – also wieder ein genial-bösartiger Cliffhanger! Der dritte Teil wird also mit Spannung erwartet!
Rezensionen von KimVi:
Startet zunächst etwas gemächlich, entwickelt sich dann aber noch zu einem echten Pageturner!
Der Schatten von Melanie Raabe
Die Journalistin Norah kehrt Berlin, nach einer gerade beendeten Beziehung, den Rücken. Ein Jobangebot in Wien sorgt dafür, dass sie sich dort ein neues Leben aufbauen möchte. Die Arbeit macht Norah Spaß, doch es fällt ihr schwer, neue Kontakte zu knüpfen. Eines Tages schleudert ihr eine Bettlerin die geheimnisvollen Worte: "Am 11.
Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund." entgegen. Norah erschrickt, da dieses Datum für sie mit einem schrecklichen Ereignis in der Vergangenheit verbunden ist, doch sie misst dem Vorfall keine große Bedeutung bei. Doch plötzlich scheint der Name Arthur Grimm häufig zu fallen. Wer ist dieser Mann? Norah versucht mehr über ihn zu erfahren und plötzlich kommen ihr Zweifel. Hat der geheimnisvolle Arthur Grimm etwas mit dem schrecklichen Ereignis aus der Vergangenheit zu tun? Denn dann könnte Norah tatsächlich einen guten Grund haben, den Mann zu töten. Doch wird sie deshalb wirklich zur Mörderin?
Der Einstieg in diesen Thriller gelingt mühelos, denn Melanie Raabe schafft es von Anfang an, eine düstere und unheimliche Atmosphäre aufzubauen, die allgegenwärtig ist. Obwohl man die Hauptprotagonistin Norah eher distanziert betrachtet, kann man ihre Startschwierigkeiten in der neuen Stadt, den fehlenden Anschluss an Freunde oder Kollegen und die damit verbundene Einsamkeit sehr gut nachvollziehen. Nach der geheimnisvollen Prophezeiung, stellt man sich, genau wie Norah selbst, die Frage, wer Arthur Grimm ist und was für einen Grund Norah haben sollte, ihn zu töten. Das Interesse an der Handlung ist also sofort da, auch wenn die eigentliche Spannung, die man von einem Thriller erwartet, noch nicht spürbar ist. Dennoch sorgen die bedrohliche Atmosphäre und unerklärliche Ereignisse in Norahs Wohnung für Gänsehautmomente.
Melanie Raabe gelingt es außerdem hervorragend, Handlungsorte und Protagonisten so lebendig zu beschreiben, dass man die Szenen sofort vor Augen hat. Man meint beinahe selbst durch Wien zu gehen und kann dabei schon fast die eiskalte Winterluft spüren. Dadurch kann man sich ganz auf die geheimnisvolle Handlung einlassen und überlegen, was und wer hinter allem stecken könnte. Allerdings ist das nicht so leicht zu durchschauen. Denn man tappt, genau wie Hauptprotagonistin Norah, lange Zeit im Dunkeln.
Beinahe unbemerkt, zieht die Spannung plötzlich an. Wenn man an diesem Punkt angekommen ist, mag man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Zunächst glaubt man, die Zusammenhänge selbst zu erahnen, doch Melanie Raabe gelingt es mühelos, durch unerwartete Wendungen zu überraschen.
Thriller und Krimis sind ja meine absoluten Favoriten und daher waren meine Erwartungen an diesen Thriller relativ hoch. Deshalb war ich zunächst auch ein wenig enttäuscht vom anfänglichen Spannungsaufbau. Die Geschichte wirkte auf mich zwar interessant, aber nicht wirklich fesselnd. Ich hatte zeitweise das Gefühl, ein wenig auf der Stelle zu treten. Doch als die Spannung dann anzog, konnte ich mich kaum noch vom Gelesenen lösen und mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Auflösung konnte mich nicht nur überraschen, sondern auch zum Nachdenken anregen. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich vier von fünf möglichen Sternchen. Das eine ziehe ich ab, da ich mir anfangs mehr Spannung erhofft hatte, doch das große Finale konnte mich dann wieder voll und ganz überzeugen.
Rezensionen von Biest:
Purer Sommergenuss
Nie wieder Amore! von Tessa Hennig
Inhalt:
Küsse niemals einen Sizilianer!
Seit sie Rentnerin ist, hat Moni Renner viel zu viel Zeit. Zeit zum Nachdenken über Vincenzo, ihre große Liebe von einst, und seinen plötzlichen Tod. Da erreicht Moni eine Nachricht von Lena, einer jungen Deutschen, die in Italien lebt. Von ihr erfährt sie Unglaubliches: Vincenzo ist gar nicht tot, sondern lebt als Orangenbauer auf Sizilien.
Wie kann das sein? Moni ist empört und reist mit ihrem Enkel Jan nach Palermo. Gemeinsam mit Lena versuchen sie, Vincenzo zu finden und klappern jede Orangenplantage der Insel ab. Monis Engament ruft aber nicht nur die Behörden, sondern auch windige Mafiosi auf den Plan. Doch zu Jans Überraschung kann Oma Moni es selbst mit dem furchteinflößendsten Mafiaboss aufnehmen ...
Meine Meinung:
Besser als mit dieser Lektüre von Tessa Henning kann ein Sizilienurlaub gar nicht sein. Ich habe mich auf jeder Seite köstlich amüsiert. Der Humor der sich durch die ganze Story zieht ist einfach toll.
Die Charaktere waren alle sehr bildhaft und realistisch gezeichnet. Moni ist ganz schön taff und traut sich was. Tanja, ihre Tochter, ist eher der Kontrollfreak und die Vernunft in Person. Enkel Jan etwas pingelig und typisch deutsch. Diese Eigenschaften sorgen des Öfteren für Konflikte innerhalb der Familie. Doch die Luft auf Sizielien scheint eine andere zu sein. Den Duft der Orangenbäume kann man förmlich riechen. Das bekommt auch den drei Urlaubern ziemlich gut und so kommen sie immer mehr aus sich heraus. Diese Entwicklung kann man sehr gut beobachten.
Die Beschreibungen der Landschaft und auch der Leute auf der italienischen Insel waren sehr bildhaft und detailliert. Man hatte alles sofort vor Augen und fühlte sich selbst wie im Urlaub.
Der Schreibstil war sehr angenehm und ließ sich super lesen.
Das Cover verspricht bereits eine amüsante Geschichte und hier wird der Leser auch nicht enttäuscht. Neben dem Humor geht’s aber auch um wichtige Dinge, wie Familie, Freunde und Beruf.
Das Ende hält nochmals eine riesige Überraschung für den Leser bereit.
Fazit:
Ein toller Sommerroman, der einen sofort in Urlaubsstimmung versetzt. Der Humor und interessante Charakter kommen hier ebenfalls nicht zu kurz.
Ein Lesemuss!
Rezensionen von BarbaraM:
Zeitlos, einfühlsam, witzig – ein tolles Bandenabenteuer!
Die Wilden Hühner 1 von Cornelia Funke
„Die Wilden Hühner“ (Band 1) von Cornelia Funke ist bereits im Jahr 1993 beim Dressler Verlag in Hamburg erschienen und wurde nun (2018) neu von Florentine Prechtel illustriert. Es umfasst in der gebundenen Ausgabe 185 Seiten.
Die Illustrationen sind nun wieder zeitgemäß und sprechen sicherlich viele Mädchen und auch Jungs an.
Florentine Prechtel zeichnet gekonnt, sehr detailliert und ihr gelingt es ganz wunderbar die Geschichte um die wilden Hühner zu unterstreichen.
Sprotte möchte so gerne eine Mädchenbande gründen, denn auch die Jungs in ihrer Klasse haben schone eine, die „Pygmäenbande“. Also unterbreitet sie ihren Freundinnen Frieda, Wilma, Melanie und Trude die Idee und nach und nach stimmen alle zu. Sie nennen sich „Die Wilden Hühner“ und auch einen Treffpunkt haben sie schnell gefunden, nämlich Oma Slättbergs Haus. Wobei die Oma von alldem nichts weiß, denn sie ist kurz verreist. Gemeinsam erleben die Mädchen nun verschiedene Abenteuer und sie müssen sich auch mit den „Pygmäen“ auseinandersetzen, denn diese planen immer wieder neue Streiche, um die Mädchen zu ärgern. Aber eines ist ja klar: Rache ist süß!
Cornelia Funke ist mit ihrem Buch ein meiner Meinung nach zeitloses Bandenabenteuer gelungen. Ihr Schreibstil ist sehr gekonnt und sie weiß einfach, wie man Kinder und auch Erwachsene in seinen Bann ziehen kann. Man merkt dem Buch die Leidenschaft an, mit der es Cornelia Funke geschrieben hat.
Die Geschichte greift Themen wie Freundschaft, erstes Verliebtsein und Probleme im Elternhaus auf, aber auch ganz alltägliche Abenteuer sind darin zu finden.
Fazit: Ich habe dieses Buch als Kind nicht gelesen, habe dies nun endlich nachgeholt und muss sagen: ich bin begeistert. Die Geschichte verbreitet eine tolle Stimmung. Ich empfehle es gerne weiter!
Rezensionen von rewareni:
Freunde fürs Leben
Die Wilden Hühner 1 von Cornelia Funke
,,Grashüpfer´´ und ,, Schmetterling´´, so bezeichnen sich die 8 jährigen Mädchen Nina und Jenny. Sie fühlen sich als ,,Blutsschwestern´´, die einen Lebenstraum haben: Jenny wird Desingnerin und Nina ihr Model. Jahre vergehen und ihre Freundschaft wird auf die erste große Probe gestellt, als mit 17 Jahren Nina von Charly schwanger wird.
Ausgerechnet von dem Jungen, in den Jenny heimlich verliebt ist. Doch wirklich glücklich ist Nina nicht. Ihre Eltern halten nicht viel von Charly, der ständig betrunken ist und es auch mit der ehelichen Treue nicht ernst nimmt. Einziger Lichtblick ist ihr Sohn Tommy, den sie abgöttisch liebt. Von Nina belogen und enttäuscht, lässt sich Jenny in Wien heimlich mit Robert ein, der als ehemaliger ,,Knacki´´ Geldschulden hat und sich mit zwielichtigen Gestalten eigelassen hat. Doch kaum haben sich Nina und Jenny wieder angenähert, passiert das große Unglück. Ninas Kind stirbt bei einem tragischen Unfall, für den sie Jenny verantwortlich macht und diese von nun an jahrelang mit Schuldgefühlen hadert. Nach vielen schlimmen Dingen, die Nina und Jenny erleben und erdulden mussten, hätte sie nie gedacht, dass in Südfrankreich ihr großer Traum in Erfüllung gehen würde – Jenny hat sich als Desingnerin einen Namen gemacht und Nina präsentiert stolz ihre Kreationen. Doch die Schatten der Vergangenheit finden sie auch hier und wieder einmal ist ihre Freundschaft in Gefahr.
Die Autorinnen Victoria Suffrage und Elsa Rieger nehmen den Leser in dem Roman
,, Ohne Schuld´´, auf eine Achterbahn der Gefühle mit. Die Geschichte beginnt in den 60igern und endet 20 Jahre später. Abwechselnd lässt Victoria Suffrage ihre ,, Nina´´ zu Wort kommen und danach Elsa Rieger ihre ,,Jenny´´. Dadurch ist man stets hautnah am Geschehen und erlebt oft eine Situation, aus zwei verschiedenen Perspektiven. Beide Autorinnen sind in ihren Worten, die sie den Protagonisten in den Mund legen nicht zimperlich und man darf sich von derben Ausdrücken wie Arschloch, ficken…...nicht abschrecken lassen. Die Geschichte zwischen Nina und Jenny ist eine besondere, eine Freundschaft, die scheinbar alle Hürden des Weges überdauert. Man spürt in dem Roman alle Gefühle der beiden, egal ob es Verzweiflung, Hilflosigkeit, Wut oder Trauer ist. Aufgewachesen in einem kleinen Ort, wo jeder sein ,,Heile- Welt- Bild´´ pflegt und hinter verschlossen Türen nicht fähig ist dem anderen Zuneigung, Verständnis und Liebe zu geben, sind die beiden Mädchen von Beginn an auf sich alleine gestellt. Sehr schön wird dabei die Entwicklung von Nina und Jenny dargestellt. War am Anfang Nina die lebensfrohe und taffe Rebellin und Jenny, die unscheinbare und unsichere, die Nina stets bewundert hat, so wird sich spätestens nach dem Tod von Tommy, das Verhalten ändern. Man erlebt Schritt für Schritt, wie Nina am Verlust ihres Kindes zerbricht und ihr Leben sprichwörtlich den Bach runter geht. Während Jenny endlich ihre unsichtbaren Ketten sprengt und einen zwar steinigen, aber neuen Lebensweg einschlägt.
Man fliegt förmlich durch das Buch, das auch einen eigenwilligen Schreibstil aufweist, weil viele Sätze kurz und knackig sind, aber das hat auch seinen besonderen Reiz.
Seite 253: ,,Ich versuche, ihn wegzustoßen, mich loszumachen. Irgendwas. Er drückt weiter und weiter. Ein Knall. Bersten. Kann es nicht unterscheiden, schon zu dunkel in mir. Rutsche in ein schwarzes Loch, tiefer und tiefer.´´
Viele Szenen sind sehr berührend, vorallem, wenn man die Ohnmacht der Protagonisten spürt wenn sie einfach nur glücklich sein wollen. Doch die beiden Autorinnen lassen ihre Protagonisten nie aufgeben und zeigen, was wahre Freundschaft ausmacht.
Rezensionen von BarbaraM:
Unglaublich gut - süchtigmachend!
Die Rabenringe - Odinskind von Siri Pettersen
Odinskind ist der gewaltige Auftakt der Trilogie „Die Rabenringe“ von Siri Pettersen. Es umfasst in der gebundenen Ausgabe 650 Seiten und ist im Arctis Verlag 2018 erschienen. Die beiden Folgebände „Fäulnis“ und „Gabe“ werden im Februar und August 2019 herauskommen.
Thorrald, ein Yrmling, findet im Winter ein Bündel mit einem Säugling.
Es ist Hirka. Jedoch unterscheidet sie sich von den Yrmlingen, denn sie hat keinen Schwanz. Ohne diesen wäre sie jedoch eine Ausgestoßene und so fügt ihr ihr Ziehvater Thorrald eine Wunde zu und behauptet, den Schwanz hätten Wölfe gefressen.
Hirka wächst bis zum Alter von fünfzehn Jahren behütet in Yrmland auf, aber dann findet sie heraus, dass sie kein Yrmling, sondern ein Odinskind ist: Hirka Schwanzlos.
Sie wird zur Ausgestoßenen, wird verachtet und verfolgt, denn Odinskinder bringen die Fäulnis und die gefürchteten Blinden ins Yrmland.
Aber da gibt es noch Rime, ein Freund schon aus der Kindheit, der ihr zur Seite steht. Zusammen finden sie Unglaubliches heraus.
Das Buch liest sich sehr flüssig und rasant. Siri Pettersen schreibt wortgewaltig, mitreisend, süchtigmachend und versetzt den Leser mit den ersten Seiten in eine spannende Welt.
Fazit: Dieses Buch wird jeder Fantasy-Fan richtig gerne lesen. Es bietet auf jeder der rund 600 Seiten Spannung pur und man möchte es einfach nicht mehr aus der Hand legen bis es gelesen ist. Für mich ist es ein absolutes Highlight des Genre „Fantasy“ und muss sich hinter nichts und niemandem verstecken.
Ein unglaublich gutes Buch. Schade, dass ich den ersten Teil schon gelesen habe!








