Kunden em pfehlungen
Rezensionen von TheUjulala:
Überzeichnet mit unauthentischen Figuren in langatmiger Handlung - enttäuschend
Tschick von Wolfgang Herrndorf
Dieses Büchlein habe ich von einer Freundin aus Berlin zum Lesen bekommen. Dass es verfilmt wurde, wusste ich bereits. Den Film kenne ich aber nicht.
Coverbild
Auf dem Cover ist eine am Fenster vorbeiziehende Landschaft in verwischten horizontalen Farbbalken zu sehen. Unten der Asphalt, oben der blaue Himmel und in der Mitte irgendwas zwischen Bäume und Leitblanke.
Die Schriftsetzung gefällt mir gut. Das Cover kommt gut ohne Schnickschnack aus und lässt das Roadmovie schon ganz gut erkennen.
Handlung
Der 14 jähriger Maik, unter Einfluss der beginnenden Pubertät, lässt sich durch seinen Klassenkamerad tschick zu einer Dummheit überreden. Aus Langeweile in den Sommerferien klauen Sie ein Auto und wollen erst mal weg, Richtung Rumänien. Sie fahren mit dem geklauten Lada einfach drauf los und erleben einen Roadmovie quer durch das Berliner Umland. Immer die Gefahr im Nacken erwischt zu werden, erleben Sie einige Abenteuer und treffen auch auf skurrile Gestalten.
Buchlayout / Haptik
Ein typisches kleines rororo Taschenbuch, ohne Firlefanz oder sonstiges Gimmick. Das schmale Büchlein mit seinen 254 Seiten ist in 49 sehr kleine Kapitel eingeteilt, die nur die Kapitelnummer schmückt.
Idee / Plot
Roadmovies versprechen schon alleine durch die vielen und schnellen Ortswechsel mit Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Couleur immer sehr spannend, aufregend und auch komisch werden zu können. Die Idee dazu ist an sich aber nicht neu. Kinder mit dem Auto durch die Landschaft, so einen ähnlichen Titel habe ich mit Arno Franks „So, und jetzt kommst Du“ gelesen. Wobei man betonen muss, dass es sich bei diesem Buch hier um eine fiktive Geschichte handelt.
Emotionen / Protagonisten
Maik Klingenberg ist in der Klasse der Buhmann, der typische Außenseiter. Die Mutter eine Alkoholikerin und der Vater mit seiner Geliebten ständig auf Reisen, hat er in der Schule seinen Ruf als Psycho weg. Aber Maik kommt mir als 14 Jähriger viel zu schwach rüber. Sein Verhalten ist dem Alter nicht entsprechend und ich empfinde ihn als ziemlich dumm. Dabei habe ich nicht das Gefühl, dass der Autor mir das Gefühl vermitteln wollte, Maik wäre in irgendeiner Art zurückgeblieben, hätte also Defizite seinen Mitschülern gegenüber. Ich habe eher den Eindruck, Wolfgang Herrndorf hat seinen Protagonisten so überspitzt „dämlich“ dargestellt, dass es für mich einfach unglaubwürdig ist.
Sein Freund tschick, Andrej Tschichatschow, wird zudem auch ziemlich stereotypisch als typischer Bruder eines russischen Kriminellen dargestellt. Diese Figur bleibt mir ebenfalls verschlossen und kann ich nicht greifen.
Alles in allem wurden ziemlich alle Figuren in diesem Buch sehr stereotypisch gezeichnet und zeigen sich mir ohne Konturen, sondern sind voller Klischees und deswegen auch recht langweilig und im Verhalten absehbar.
Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Die Handlung plätschert so über das ganze Buch hinweg ohne wirklich erkennbaren Steigungen oder Dramatik. Trotz direktem Einstieg, bei dem man erst etwas rätseln muss und auf die Auflösung gespannt ist, geht die Geschichte aber recht monoton ohne Höhepunkt weiter und bleibt ziemlich flach und langatmig. Das Ende kommt dann auch ohne finalen Showdown oder überraschender Wendungen.
Szenerie / Setting
Sozialer Brennpunkt Berlin als Schmelztiegel aller vorstellbaren Klischees passt wohl für diese unsinnige Aktion am besten. Klar, dass es hier viele Außenseiter gibt, die sich durch einen Ausflug ins Ungewisse ein unvergessliches Abenteuer versprechen. Wolfgang Herrndorf bedient sich hier aber auch allen verfügbaren Stereotypen und Vorurteilen.
Sprache / Schreibstil
Der Autor lässt die Geschichte in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Maik im Präteritum erzählen. Es wirkt wie im Tagebuchstil, als hätte Maik seine Geschichte auf Kassette gesprochen. Sprachlich fand ich es am Anfang noch recht witzig. Aber im weiteren Verlauf des Buches wurde es immer überzeichneter und unauthentischer. Teilweise richtig platt und nervig. Es gab ein paar nette, lustige Szenen, aber in Gesamtheit hat mich das eher enttäuscht.
FAZIT
Enttäuschend weil viel zu überzeichnet und einfach unauthentisch. Eine fiktive Geschichte die vor lauter Klischees nur trieft und auch die flache Handlung es nicht mehr retten kann. Leider.
Rezensionen von TheUjulala:
Durchwachsen, wesentliche Steigerung aber trotzdem einige Mängel.
A Court of Mist and Fury von Sarah J. Maas
Obwohl mich der 1. Band „Dornen und Rosen“ dieser Trilogie irgendwie gar nicht überzeugen konnte, mussten mich meine Mädels nicht sehr überreden, gemeinsam mit ihnen noch den 2. Band zu lesen. Gesagt - getan, und so haben wir wieder in hitzigen und abwechslungsreichen Diskussionen dieses Buch miteinander erlebt.
Coverbild
Diesmal in gelb ist dieses Cover analog zum 1. Band gestaltet. Aber anstatt roten Blüten sehen wir hier gelbe Schmetterlinge in den stilisierten Ästen umherflattern. Die Frauenfigur trägt diesmal ein gelbes Gewandt. Auch dieses Cover stammt von Carolin Liepins.
Handlung
Feyre und Tamlin kehren nach der Befreiung aus Amaranthas Schreckensherrschaft im Hofe unter dem Berg zurück an den Frühlingshof. Aber anstatt dort gemeinsam mit seiner Verlobten die wiedererlangte Freiheit zu erleben und zu genießen, beginnt Tamlin Feyre im Schloß einzusperren und komplett aus seinem Leben und Walten am Hofe auszuschließen.
Gebeutelt von Albträumen rutscht Feyre immer mehr in traumatische Zustände und Phobien, ausgelöst allein schon an Erinnerungen an ihre Erlebnisse unter dem Berg. Doch der Handel, den sie mit Rhys eingegangen ist, zwingt sie an den Hof der Nacht und in die Hände des mächtigsten High-Fae, des größten Feindes des Frühlingshofes. Aber der Hof der Nacht birgt nicht nur einige Geheimnisse sondern auch Wunder. Und Rhys scheint nicht nicht der zu sein, den er ganz Prythian vorgibt zu sein und Feyres Leben wendet sich um 180 Grad.
Dem nicht genug, war Amarantha nur ein Vorbote der Gefahr, die aus Hybern droht. Denn der übermächtige König von Hybern plant einen Krieg und möchte ganz Prythian unterwerfen.
Buchlayout / Haptik
Auch diese über stattliche 720 Seiten sind zunächst in 3 Teile und insgesamt in 69 angenehm lange Kapitel eingeteilt. Wie im ersten Buch findet sich hier am Anfang eine kleine Karte, die Großbritannien als Prythian und Hybern darstellen. Leider finde ich das etwas einfallslos. Hier hätte sich die Autorin auch ruhig eine ganz eigene Welt einfallen lassen können.
Idee / Plot
Besonders interessant finde ich, dass nicht die im ersten Band eingeleitete Liebesgeschichte zwischen Tamlin und Feyre weiter breit getreten wird, sondern der ganze Plot insgesamt eine ganz andere Wendung bekommt. Der anfängliche größte Feind Rhysand zeigt sich plötzlich in einem ganz anderen Licht und wird zum kompletten Gegenteil von Tamlin.
Feyre kämpft vor allem um ihre eigene Freiheit und ihren eigenen Willen. Sie will nicht mehr ausgegrenzt werden, dafür die Welt der Fae verstehen lernen. Sie muss ihre eigene Macht kennen lernen und lernen sie auch zu benutzen. Denn sie ist ein Teil von allen High-Lords und trägt von jedem einen Funken Magie in sich.
Und hier merkt man nun die geschickt im ersten Band eingeleiteten Zusammenhänge, die erst später in diesem Buch aufgeklärt werden. Warum sich Tamlin und Rhys so sehr hassen. Und bei Tamlin bleibt immer mehr ein bitterer Nachgeschmack. Hat er im ersten Band aus wirklicher Liebe gehandelt, oder war alles von Anfang an nur Berechnung? Hat er Feyre nur benutzt und weiß er von ihrer möglichen Macht? Aber auch diese Fragen muss man sich bei Rhys stellen, denn auch er muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er Feyre nur für seine Zwecke benutzt hat.
Emotionen / Protagonisten
Feyre macht in diesem Band für mich eine komplette Wandlung durch. Ihre anfängliche Panik und Wut kommt bei mir sehr gut und authentisch an. Womit ich immer noch nicht so zurecht komme, sind die immer wieder sich wiederholenden, mantraartigen Gedankengänge mit Vorwürfen und der inneren Zerrissenheit, dass sie als Verlobte Tamlin eigentlich hintergeht und eine Verräterin ist. Ich finde es okay, dass sie eine Weile braucht, um sich von Tamlin abzunabeln, aber der Punkt kommt mir zu spät und der Weg dahin war, mir zu sehr „Mimimi“. Ansonsten gefällt sie mir hier sehr viel besser als im 1. Band. Sie wirkt auch wesentlich reflektierter und mutiger.
Tamlin erscheint nur recht kurz und kommt nicht sehr sympathisch rüber. So blass er mir am Ende des 1. Bandes war, so farblos geht es mit ihm auch weiter. Ich kann ihn einfach nicht fassen und nicht einschätzen, welche Absichten er wirklich hat. Aber ich schätze, dies ist von der Autorin auch so gewollt.
Tja, Rhysand. Was soll ich dazu jetzt sagen. Ich denke, es ist verdammt schwer, ihn jetzt wirklich zu zeichnen. Da soll sich eigentlich jeder Leser sein eigenes Bild machen.
Aber es ist bestimmt allen klar, dass sich zwischen Feyre und Rhys was anbahnt. Denn Rhys ist nicht wirklich der, den er der ganzen Welt außerhalb vom Hofe der Nacht weiß machen möchte zu sein. Und ganz ehrlich, ich finde ihn hier tatsächlich auch etwas zu überzeichnet „nett“ - also zu sehr lieb und zu sehr uneigennützig, das ist dann auch nicht so glaubwürdig. Ja, nach außen muss er eine Farce spielen, aber mir hat trotzdem eine Demonstration, die ständige Präsenz seiner unbändigen Macht gefehlt. Er ist mir fast schon zu weichgespült, da fehlt mir ein bisschen der bad-boy.
Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Über das gesamte Buch gibt es immer wieder Längen und hineingeflochtene Geschichten, die mir zu ausführlich beschrieben waren. Die Handlung kommt eigentlich im gesamten Buch nicht wirklich in Schwung. Wären da nicht die ständigen prickelnden Momente zwischen Feyre und Rhys, die sich wie zwei Magnete anziehen und dann wie am Gummiband zurückschnalzen. Dieses Beziehungsdrama ist über das gesamte Buch hinweg eines der wenigen Treibmittel, um die Lesespannung anzuheizen. Die eigentliche Handlung, den Krieg zu verhindern, wird dadurch zu einem Nebenschauplatz mit vielen kleinen Geschichten und Scharmützeln, die den Spannungsbogen erst am Schluß in einem fulminanten Showdown in die Höhe schnellen lassen.
Szenerie / Setting
Diesmal dürfen wir nun auch den Hof der Nacht kennenlernen. Sarah J. Maas schildert hier eine wundervolle und facettenreiche Umgebung, von traumhaft schön bis mystisch gefährlich ist hier alles dabei. Die Ausschmückungen der Landschaft gefallen mir sehr gut, sind gekonnt dosiert eingesetzt. Was man aber von den Beschreibungen der Bekleidung nicht beheaupten kann. Das ist mir dann doch des öfteren zu viel. Es wirkt dann eher wie ein Kostümball und ich will eigenlicht nicht immer so genau wissen, wass die Figuren am Set gerade alles tragen.
Die erotischen Szenen sind dafür wahnsinnig gut beschrieben. Zum Schluß hin war es mir dann aber einen Ticken zu ausführlich - und noch einmal - und noch einmal - ja schon fast animalisch. Die Autorin hat uns hier aber auch lange warten lassen und dann in einem alles rausgehauen, was möglich war. Definitiv kein Jugendbuch.
Sprache / Schreibstil
Sprachlich erfährt dieser Band gegenüber dem ersten eine enorme Steigerung. Die vielen ... sind immer noch vertreten, haben mich aber nicht mehr so sehr gestört. Aufgefallen sind sie mir trotzdem. Auch ein paar kleinere Logikfehler sind immer noch dabei. Manchmal passt der Dirty-Talk irgendwie nicht zu dem doch eher High-Fantasy Setting, der etwas altertümlichen Sprachfarbe.
FAZIT
Eigentlich braucht man den 1. Band gar nicht lesen. Meine Empfehlung, lasst Euch die Handlung erzählen und beginnt gleich mit dem 2. Band.
Insgesamt gefällt mir das Buch eigentlich ganz gut, hat leider ein paar Längen und zu viele ausführlich beschriebene Geschichten gleichzeitig. Die erotischen Szenen ist anfangs sehr gut, wird mir dann aber zu viel, bzw. nicht mehr Jugendbuch-tauglich und der Dirty-Talk passt da einfach nicht so rein.
Rezensionen von begine:
Ich war ein Mensch
Unruhe von Zülfü Livaneli
Unruhe ist ein beeindruckender Roman des bedeutenden türkischen Autors Zülfü Livaneli mit aktuellem Thema. Übersetzt wurde der Roman von Gerhard Meier. Der Autor versteht es kulturelle und politische Szenen der Türkei dem Leser nahe zu bringen.
Vor 5 Jahren habe ich den Roman Glückseligkeit gelesen und freue mich, das ich den neuen Roman Unruhe bei Klett-Cotta entdeckt habe.
Der junge Journalist Ibrahim erfährt in Istanbul vom Mord an seinem Jugendfreund Hüseyin in der USA. Seine Zeitung schickt ihn in seine Heimatstadt Mardin um mehr über die Hintergründe zu erfahren. Mardin liegt an der türkisch-syrischen Grenze.
Hüseyin hat Jesidinnen, einer Glaubensgruppe aus Syrien, die von der IS gefangen waren und fliehen konnten, geholfen. So macht er sich die zu Feinden.
Ibrahim erfährt auf den Spuren seines Freundes von einer geheimnisvollen Verlobten und macht sich auf die Suche nach ihr.
Der Autor beschreibt den unglaublichen Leidensweg der jesedischen Frauen.
Zülfü Livaneli lässt seinen Protagonisten diese Geschichte emotional erzählen und sie ist brandaktuell. Genial.
Rezensionen von marianna_thielsch@gmx.de:
Akribische Menschenstudie
Kampfsterne von Alexa Hennig von Lange
Alexa Hennig von Lange schreibt in ihrem neuen Roman über die Elterngeneration der 80er Jahre und den schönen Schein. Hinter der Fassade des idyllischen Vorstadtlebens dreier Familien bröckelt es erheblich. Alle Beteiligten leiden unter der angeblich großen Freiheit der 80er Jahre, der vermeintlichen Aufgeklärtheit und den Ansprüchen ihres bürgerlichen Lebens.
Jeder für sich ist ein Kampfstern, in seinem eigenen Kosmos.
In ihrem neuen Roman ermöglicht die erfolgreiche deutsche Schriftstellerin Einsichten in das menschliche Zusammenleben. Sie lässt die unterschiedlichen Protagonisten zu Wort kommen und stellt unabhängig vom Alter deren Wahrnehmungen, Sehnsüchte und Verletzlichkeit dar. Ihre genaue Beobachtungsgabe und ihr wertschätzender Blick auf die Einzelnen ist dabei bemerkenswert. Ihre Charaktere zeichnen sich durch Vielschichtigkeit aus. Es geht um Neid, Frustration, Gewalt, Rückzug und viel Sehnsucht. Trotz der stark ausgeprägten „schlechten“ Eigenschaften haben alle Beteiligten etwas sympathisches. Die Entwicklungen sind sehr verdichtet aber trotzdem glaubwürdig. Einfühlsam und mit einer großen psychologischen Tiefe dringt sie in die Seelen der Eltern und Kinder, beschreibt die Dynamiken in diesem engen Zusammenleben der Vorstadt.
Der Text ist sehr nachdenklich und hat eine ungeheure Tiefe. In sehr unterschiedlich langen Kapiteln wird aus der Sicht der einzelnen Beteiligten erzählt. Einige Kapitel gehen über mehrere Seiten hinaus und andere sind nur einen Absatz lang. Durch die vielen Perspektivwechsel entsteht ein umfassendes Bild von der Situation. Dynamiken werden klarer, weil die Einzelnen kurz hintereinander zu Wort kommen. Es entsteht Spannung und ein gewisser Sog, sodass sich das Buch nicht so leicht aus der Hand legen lässt. Gleichzeitig ist die Geschichte durch diese schnell aufeinanderfolgenden Wechsel von Beginn an hochemotional und sehr berührend. Von Lange legt immer wieder den Finger in die Wunden, schreibt akribisch und schonungslos. Die klugen Zwiegespräche der Einzelnen sind ebenso spannend wie die emotionalen Interaktionen mit den Anderen.
Die Autorin hat grundsätzlich eine direkte und sehr klare Ausdrucksweise. Die Sprache ist zusätzlich durch viele Verniedlichungen und Verstärkungen gekennzeichnet. Mit ihrem Humor fängt sie die Schwere des Inhalts auf. Dadurch bekommt die Geschichte neben dem Erschütternden, Trostlosen auch etwas Herzerwärmendes und Hoffnungsvolles.
Eine akribische Menschenstudie, die hochemotional und schonungslos das Seelenleben der Einzelnen zeigt. Erschütternd und Herzerwärmend.
Rezensionen von jiskett:
Fesselnde Geschichte, deren Tempo etwas zu hoch ist
Kampfsterne von Alexa Hennig von Lange
Ich war sehr gespannt auf "Paheli: Spiel um alles oder nichts"; die Kombination von Jumanji und einem 'orientalisch' anmutenden Setting klang interessant und die Inhaltsangabe versprach eine spannende, packende Geschichte. Diese hat das Buch auch auf jeden Fall geliefert, aber ich muss sagen, dass mir die Handlung teilweise zu schnell voranging - es kam mir vor, als würden die Charaktere einfach von Herausforderung zu Herausforderung springen, mit nur kleinen Verschnaufpausen dazwischen.
Das war natürlich insofern realistisch als dass es bei sehr vielen Spielen nur darum geht, das nächste Level zu erreichen oder die nächste Aufgabe zu meistern, aber hier wurde mir die Geschichte etwas zu sehr vom Plot und zu wenig von den Charakteren selbst getragen. Farah ist zwar eine recht gut ausgearbeitete Protagonistin und ebenso wie ihre Freunde sehr sympathisch, aber ich hatte am Ende des Buches leider nicht das Gefühl, wirklich viel über die drei zu wissen.
Die Herausforderungen selbst waren interessant dargestellt, auch wenn sie mir fast schon zu rasch abgehandelt wurden und ich den einzelnen Regeln nicht immer vollständig folgen konnte; das ist jedoch nur ein kleiner Kritikpunkt, da die Autorin sehr gut herausgearbeitet hat, was für ihre Protagonisten auf dem Spiel steht, sollten sie nicht gewinnen. Die Dringlichkeit, die damit einhergeht, hat dafür gesorgt, dass das Buch sehr fesselnd war und die Tatsache, dass Farah ihren kleinen Bruder finden musste, hat den Einsatz noch einmal erhöht. Mir hat außerdem gefallen, dass der Zusammenhalt der Freunde entscheidend war, um dieses Abenteuer zu bestehen.
Paheli selbst wurde toll beschrieben, sodass man das Gefühl haben konnte, selbst durch die Welt des Spiels zu wandern und alles zu bestaunen. Das war für mich ein großer Pluspunkt.
"Spiel um alles oder nichts" bekommt von mir 3,5 Sterne; es war spannend und durchgängig packend, aber das Tempo der Geschichte war mir teilweise zu hoch und die Charaktere sind ein bisschen blass geblieben. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und ich bin gespannt auf den zweiten Band, obwohl ich mir momentan noch nicht vorstellen kann, worum es gehen soll.
Rezensionen von niknak:
His Royal Hotness Prinz Kian
Dark Royal – Unwiderstehlich von Tracy Wolff
Inhalt:
Prinz Kian von Wildemar ist His Royal Hotness und ihm liegen die Frauen zu Füßen. Als jüngerer Zwillingsbruder des Kronprinzen hat er sehr viele Privilegien, aber nur wenige Pflichten. Dies weiß Prinz auch sehr gut auszunützen. Solange bis Prinz Garrett, sein Bruder, plötzlich entführt wurde.
Von nun an ändert sich alles für Kian. Er muss nun Verantwortung für sein Land übernehmen. Genau in diesem Augenblick stolpert Savannah in sein Leben und überschüttet seinen Anzug mit Champagner. Savannah ist klug, wunderschön und sexy und spuckt in Kians Kopf herum. Alles könnte so einfach sein, wäre da nicht Savannahs Geheimnis.
Mein Kommentar:
Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich habe es verschlungen. Tracy Wolff hat einen angenehmen, fesselnden, spannenden und mitreißenden Schreibstil. Ich wurde schon ab der ersten Seite von der Geschichte gefangen genommen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, was dafür verantwortlich war, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit fertig gelesen habe.
Das Buch ist aus den Ich-Perspektiven von Savannah und Prinz Kian geschrieben. Dadurch erfährt man sehr viel über die Gefühle der beiden. Durch diese Erzählweise konnte ich mich gut in die beiden Protagonisten hinein versetzen und sie besser verstehen.
Prinz Kian liebt das Leben und er liebt die Frauen. Er ist froh, dass er als dritter in der Thronfolge nicht so viele Pflichten hat wie sein älterer Zwillingsbruder Garrett, aber genauso viele Privilegien genießt. Sein Leben gefällt ihm sehr gut, so wie es ist, ohne viele Verpflichtungen. Kian ist trotz allem ein sehr pflichtbewusster Mensch, der sein Land liebt und auch bereit ist viel dafür zu opfern und zu riskieren.
Savannah Breslin ist eine amerikanische Künstlerin, die nach ihrem Studium als Kellnerin und Barkeeperin jobbt. Sie ist ein sehr gefühlvoller, lustiger und lieber Charakter. Ihre letzte Beziehung endete nicht wirklich schön, weswegen sie große Probleme hat Kian wirklich zu vertrauen.
Ein paar Nebencharaktere sorgen für eine schöne Rahmengestaltung. Da wären einmal Prinz Kians Bodyguards, die ich sehr ins Herz geschlossen habe. Ich hätte mir gewünscht, ein bisschen mehr von ihnen zu lesen. Die königliche Familie wird oftmals erwähnt, aber sie treten fast nie persönlich in Erscheinung. Dies finde ich schade, da dies dazu beigetragen hätte die Geschichte abzurunden und den Charakteren mehr Tiefe zu verleihen.
Prinz Garrett ist ein wichtiger Charakter im Buch. Aber leider bleibt seine Figur ziemlich oberflächlich. Der zweite Teil der Reihe dreht sich um Garrett. Ich bin ziemlich sicher, dass sich dies im nächsten Band ändern wird. Trotzdem finde ich es schade, da er eben bereits in diesem Buch sehr wichtig ist.
Die Handlung gefällt mir sehr. Sie ist spannend, fesselnd, romantisch und gefühlvoll. Durch die Entführung von Prinz Garrett ist die Geschichte viel dramatischer und sorgt für den nötigen Kick.
Im Buch kommen einige schön geschriebene erotische Szenen vor. Mir gefällt, dass die Autorin die Gefühle so gut transportiert. Die Anziehung der beiden Protagonisten ist spürbar und auch das Kribbeln und Prickeln zwischen den beiden wird bis zum Leser transportiert.
Mein Fazit:
Dieses Buch ist ein richtiger Pageturner. Man will unbedingt wissen, wie es weiter geht. Ich hätte mir ein bisschen mehr Tiefe bei den Charakteren gewünscht.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Liebe in der Wall Street
King of New York von Louise Bay
Inhalt:
Arbeit und Privatleben ist bei Max King, der König der Wall Street, streng getrennt. Vor allem seitdem seine Tochter Amanda bei ihm wohnt, ist ihm diese Regel noch wichtiger. Bis er Harper kennen lernt, seine neue Mitarbeiterin und gleichzeitig Nachbarin. Plötzlich ist es nicht mehr so einfach seine zwei Leben zu trennen.
Die Verschmelzung seiner zwei Welten ist nun nicht mehr aufzuhalten. Kann das gut gehen?
Mein Kommentar:
Dies ist der Auftakt einer neuen Serie, die ich sicher weiter verfolgen werde. Ich kannte die Autorin vorher noch nicht. Sie hat einen angenehmen, flüssigen und leichten Schreibstil und führt den Leser super durch das Buch. Ich habe es in einen Rutsch durchgelesen.
Das Buch ist in der Erzählperspektive geschrieben. Dies half sehr dabei sich in Harper und Max hineinversetzen zu können. Die beiden Protagonisten kamen dabei abwechselnd dazu die Geschichte zu erzählen.
Harper ist alleine bei ihrer Mutter aufgewachsen. Ihr Vater ließ sich nur sporadisch blicken. Dies prägt sie sehr stark. Harper ist sehr ehrgeizig und weiß was sie will. Sie will es ihrem Vater zeigen, dass sie etwas drauf hat und dass er etwas verpasst.
Max King ist der König der Wall Street. Er ist ein knallharter, dominanter Geschäftsmann aber auch ein liebevoller Vater und absoluter Familienmensch. Seine Tochter Amanda ist seine Welt und er würde alles für sie tun. Bei ihm passt der Spruch "Harte Schale, weicher Kern" wie die Faust aufs Auge.
Amanda King ist ein Teenager, die seit kurzem bei ihrem Vater wohnt. Dabei geraten die beiden öfters aneinander, da Max nicht einsehen will, dass sein kleines Mädchen nicht mehr so klein ist. In dieser Zeit lernt Amanda Harper kennen, die ihr eine große Stütze ist. Die beiden freunden sich an und Harper hilft Amanda und Max sich in den jeweils anderen hineinversetzen zu können.
Amanda ist mein absoluter Lieblingscharakter in dieser Geschichte. Sie ist sympathisch, erfrischend, tough und will ihrem Vater unbedingt eine Frau suchen. Vater und Tochter sind sich ziemlich ähnlich, was alles oftmals komplizierter, aber auch lustiger macht.
Im Buch gibt es einige erotische Szenen zwischen Max und Harper. Diese sind genau richtig detailliert ausgearbeitet. Sie wirken realistisch und gefühlvoll und man kann die Gefühle zwischen den beiden beinahe spüren.
Im Buch kommen einige Nebencharaktere vor. Die beiden Schwestern von Max haben mir sehr gut gefallen und ich freue mich darauf, mehr über sie zu erfahren. Ich hätte mir gewünscht mehr über Harpers Vater zu lesen, denn ich denke, dass er in den folgenden Bänden keine große Rolle spielen wird. Dies finde ich ein wenig schade.
Ich konnte der Handlung sehr leicht folgen, da sie ziemlich oberflächlich bleibt. Ein bisschen mehr Tiefe und ein bisschen mehr Spannung hätten der Story nicht geschadet. Aber auch so war es in Ordnung. Man kann das Buch ruhig für ein paar Stunden oder auch Tage weglegen, ohne dass man Probleme hätte der Geschichte zu folgen.
Mein Fazit:
Eine schöne Liebesgeschichte für zwischendurch um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Mir hat ein bisschen die Tiefe gefehlt, da das Buch und die Charaktere oftmals ziemlich oberflächlich blieben. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen, da ich sie sehr interessant finde und ich mich bereits jetzt auf ein Wiedersehen mit den Charakteren freue.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Die Legende von Izara
Izara 1: Das ewige Feuer von Julia Dippel
Inhalt:
Ariana ist ein ganz normales Mädchen, das seit der Scheidung ihrer Eltern bei ihrer Mutter lebt. Sie hat eine beste Freundin, jobbt neben der Schule, um sich ein Auto leisten zu können und lebt auch sonst ein ganz normales Teenagerleben, bis Lucien auf einmal in ihrem Leben auftaucht. Plötzlich tauchen unsterbliche Wesen auf, die alles daran setzen Ariana umzubringen.
Denn Ariana ist alles andere als ein normales Mädchen. Aber was ist sie dann?
Mein Kommentar:
Ich kannte die Autorin vor diesem Buch noch nicht. Sie hat einen angenehmen, humorvollen und spannenden Schreibstil. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, da ich es nicht mehr aus der Hand legen wollt. Ich bin sehr, sehr froh darüber, dass der zweite Teil schon erschienen ist und ich direkt weiter lesen kann. :)
Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Ariana geschrieben. Dadurch erfährt man, gerade am Anfang, sehr wenig von Lucien, wodurch er noch geheimnisvoller wirkt. Dies gefällt mir sehr gut, da es unglaublich gut zu seinem Charakter passt.
In diesem Buch tauchen sehr viele Charaktere auf. Diese sind unterschiedlich gut ausgearbeitet, bei den meisten hatte ich wirklich das Gefühl, dass viel mehr hinter ihnen steckt. Bei manchen Charakteren hätte ich mir gewünscht, mehr über sie zu erfahren, wie zum Beispiel über Luciens Familie oder über Mel(isande). Vielleicht geht mein Wunsch im zweiten Teil in Erfüllung.
Manche Charaktere, wie die Mitglieder des Rates, werden nur erwähnt, kommen aber nie persönlich im Buch vor. Ich bin sehr gespannt, wie es mit ihnen weiter geht und ob sie auch noch persönlich auftauchen.
Was sehr auffallend ist, dass viele der "wichtigeren" Charaktere eine dramatische, tragische und/ oder traurige Vergangenheit hatten. Bei den meisten wird die Geschichte nur kurz erzählt und anschließend spielt sie keine Rolle mehr. Da stellt sich mir die Frage, wieso so viele Hauptcharaktere eine tragische Vergangenheit haben müssen? Nur um die Geschichte dramatischer werden zu lassen? Dies hat sie eindeutig nicht nötig. Meiner Meinung nach hätte die Autorin ein paar Charakteren ruhig eine fröhlichere Vergangenheit geben können.
Ariana ist ein sarkastischer, loyaler, starker und selbstbewusster Charakter. Sie reagiert mit sehr viel Zynismus, als sie die Wahrheit über die Welt erfährt und davon, dass es noch so viel mehr gibt, wovon sie nie auch nur im Geringsten geahnt hätte. Mir hat ihre Reaktion sehr gut gefallen und ich fand sie auch realistisch und nachvollziehbar. Man merkte ihr an, dass sie ein wenig überfordert war, trotzdem versucht sie nach vorne zu schauen und sich damit zu engagieren und damit klar zu kommen.
Ariana und besonders ihre Gedankengänge brachten mich oftmals zum Schmunzeln. Wodurch ich noch mehr ins Buch gefangen wurde.
Lucien ist am Anfang sehr undurchsichtig, dominant und geheimnisvoll. Dies bleibt er auch bis zum Ende des Buches, aber man lernt ihn besser kennen und dadurch kann man seine Handlungen auch ein bisschen besser verstehen. Er lässt sich nicht gerne in seine Karten schauen und versucht alles zu kontrollieren, dabei kann er auch schnell einmal sehr gefährlich werden. Er ist selbst Teil der unsterblichen Welt und hilft Ariana dabei sich zu Recht zu finden. Lucien beantwortet ihr Fragen, die andere ihr noch nicht beantworten würden, hat aber, meiner Meinung nach, mehr Geheimnisse als alle anderen zusammen. Wahrscheinlich habe ich ihn gerade deswegen sehr schnell ins Herz geschlossen.
Man wird fast in eine komplett neue und andere Welt eingeführt. Dadurch dass Ariana diese Welt auch noch nicht kennt, wird ihr alles gut erklärt und als Leser kommt man super mit. Relativ am Anfang des Buches gibt es eine Szene wo man innerhalb von wenigen Seiten sehr viel Information über die unsterbliche Welt erhält. Ich habe mir den Beginn dieser Erklärungen mit einem Post-it markiert, um später wieder zurück blättern zu können. Aber da in den folgenden Seiten die "neuen" Wesen immer wieder vorkamen, war dies nicht notwendig, da man öfter mit ihnen in Kontakt kam.
Zur Handlung möchte ich jetzt nicht viel sagen, um nicht zu viel vorweg zu nehmen, aber sie ist dramatisch, spannend, teilweise romantisch, humorvoll und super fesselnd. Es gibt einige unerwartete Wendungen, Überraschungen wovon ich nie auch nur geahnt hätte, politische Machtspiele, Verrat, Intrigen und Spannung mit allem Drum und Dran.
Mein Fazit:
Ich liebe dieses Buch. Das Cover ist wunderschön, der Titel passt unglaublich gut, die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und gehen in die Tiefe, die Handlung hat alles was man sich nur wünschen kann. Ich bin begeistert und freue mich schon sehr darauf den zweiten Teil zu lesen.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Die Legende von Izara
Izara 1: Das ewige Feuer von Julia Dippel
Inhalt:
Ariana ist ein ganz normales Mädchen, das seit der Scheidung ihrer Eltern bei ihrer Mutter lebt. Sie hat eine beste Freundin, jobbt neben der Schule, um sich ein Auto leisten zu können und lebt auch sonst ein ganz normales Teenagerleben, bis Lucien auf einmal in ihrem Leben auftaucht. Plötzlich tauchen unsterbliche Wesen auf, die alles daran setzen Ariana umzubringen.
Denn Ariana ist alles andere als ein normales Mädchen. Aber was ist sie dann?
Mein Kommentar:
Ich kannte die Autorin vor diesem Buch noch nicht. Sie hat einen angenehmen, humorvollen und spannenden Schreibstil. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, da ich es nicht mehr aus der Hand legen wollt. Ich bin sehr, sehr froh darüber, dass der zweite Teil schon erschienen ist und ich direkt weiter lesen kann. :)
Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Ariana geschrieben. Dadurch erfährt man, gerade am Anfang, sehr wenig von Lucien, wodurch er noch geheimnisvoller wirkt. Dies gefällt mir sehr gut, da es unglaublich gut zu seinem Charakter passt.
In diesem Buch tauchen sehr viele Charaktere auf. Diese sind unterschiedlich gut ausgearbeitet, bei den meisten hatte ich wirklich das Gefühl, dass viel mehr hinter ihnen steckt. Bei manchen Charakteren hätte ich mir gewünscht, mehr über sie zu erfahren, wie zum Beispiel über Luciens Familie oder über Mel(isande). Vielleicht geht mein Wunsch im zweiten Teil in Erfüllung.
Manche Charaktere, wie die Mitglieder des Rates, werden nur erwähnt, kommen aber nie persönlich im Buch vor. Ich bin sehr gespannt, wie es mit ihnen weiter geht und ob sie auch noch persönlich auftauchen.
Was sehr auffallend ist, dass viele der "wichtigeren" Charaktere eine dramatische, tragische und/ oder traurige Vergangenheit hatten. Bei den meisten wird die Geschichte nur kurz erzählt und anschließend spielt sie keine Rolle mehr. Da stellt sich mir die Frage, wieso so viele Hauptcharaktere eine tragische Vergangenheit haben müssen? Nur um die Geschichte dramatischer werden zu lassen? Dies hat sie eindeutig nicht nötig. Meiner Meinung nach hätte die Autorin ein paar Charakteren ruhig eine fröhlichere Vergangenheit geben können.
Ariana ist ein sarkastischer, loyaler, starker und selbstbewusster Charakter. Sie reagiert mit sehr viel Zynismus, als sie die Wahrheit über die Welt erfährt und davon, dass es noch so viel mehr gibt, wovon sie nie auch nur im Geringsten geahnt hätte. Mir hat ihre Reaktion sehr gut gefallen und ich fand sie auch realistisch und nachvollziehbar. Man merkte ihr an, dass sie ein wenig überfordert war, trotzdem versucht sie nach vorne zu schauen und sich damit zu engagieren und damit klar zu kommen.
Ariana und besonders ihre Gedankengänge brachten mich oftmals zum Schmunzeln. Wodurch ich noch mehr ins Buch gefangen wurde.
Lucien ist am Anfang sehr undurchsichtig, dominant und geheimnisvoll. Dies bleibt er auch bis zum Ende des Buches, aber man lernt ihn besser kennen und dadurch kann man seine Handlungen auch ein bisschen besser verstehen. Er lässt sich nicht gerne in seine Karten schauen und versucht alles zu kontrollieren, dabei kann er auch schnell einmal sehr gefährlich werden. Er ist selbst Teil der unsterblichen Welt und hilft Ariana dabei sich zu Recht zu finden. Lucien beantwortet ihr Fragen, die andere ihr noch nicht beantworten würden, hat aber, meiner Meinung nach, mehr Geheimnisse als alle anderen zusammen. Wahrscheinlich habe ich ihn gerade deswegen sehr schnell ins Herz geschlossen.
Man wird fast in eine komplett neue und andere Welt eingeführt. Dadurch dass Ariana diese Welt auch noch nicht kennt, wird ihr alles gut erklärt und als Leser kommt man super mit. Relativ am Anfang des Buches gibt es eine Szene wo man innerhalb von wenigen Seiten sehr viel Information über die unsterbliche Welt erhält. Ich habe mir den Beginn dieser Erklärungen mit einem Post-it markiert, um später wieder zurück blättern zu können. Aber da in den folgenden Seiten die "neuen" Wesen immer wieder vorkamen, war dies nicht notwendig, da man öfter mit ihnen in Kontakt kam.
Zur Handlung möchte ich jetzt nicht viel sagen, um nicht zu viel vorweg zu nehmen, aber sie ist dramatisch, spannend, teilweise romantisch, humorvoll und super fesselnd. Es gibt einige unerwartete Wendungen, Überraschungen wovon ich nie auch nur geahnt hätte, politische Machtspiele, Verrat, Intrigen und Spannung mit allem Drum und Dran.
Mein Fazit:
Ich liebe dieses Buch. Das Cover ist wunderschön, der Titel passt unglaublich gut, die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und gehen in die Tiefe, die Handlung hat alles was man sich nur wünschen kann. Ich bin begeistert und freue mich schon sehr darauf den zweiten Teil zu lesen.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
In der Welt der Swinger
EheHure | Erotischer Roman von Michael Bennett
Inhalt:
(Klappentext)
Begleiten Sie Sarah und Michael in die Welt der Swinger.
Ob bei einem flotten Fünfer, swingend während der Autofahrt, bei einem GruppenSexSpiel der besonderen Art oder die als Lustobjekt versteigerte Sarah ... Das Ehepaar lernt ständig neue Arten von Fetischen kennen.
Doch sie stoßen an ihre Grenzen.
Kann ihre Ehe das alles aushalten?
Lassen Sie sich auf einen Ausflug in Michaels Kopf ein – in seine Tabuwelt und den Pornokanal seines Kopfkinos.
Mein Kommentar:
In diesem Buch wird die Geschichte aus der Sicht des Ehemannes dargestellt und er erzählt von seinen Erlebnissen mit seiner Frau in der Welt der Swinger. Dabei besticht das Buch durch seinen offenen und tabulosen Schreibstil, der alte Szenen sehr detailliert und genau beschreibt.
Das Buch ist in verschiedene Kapitel mit einer angenehmen und recht kurzen Länge aufgeteilt, sodass sie schnell zu lesen sind. Die erotischen Szenen sind schön und heiß beschrieben und es wird alles auf den Punkt gebracht. Dabei erfährt man als Leser auch, wie es dem Paar dabei ergeht, wenn sie neue Erfahrungen machen. Allerdings fand ich es schade, dass es zwischen den einzelnen erotischen Szenen keinerlei Handlung gibt. So hat das Buch keine Grundhandlung, die die Kapitel miteinander verbindet. Für mich war es deshalb eher eine Aneinanderreihung von verschiedenen erotischen Szenen und man erfährt von vielen erotischen Abenteuern, die leider nicht wirklich zusammengehören.
Dadurch fehlt dem Buch auch ein Ende und es ist einfach mit einem Abenteurer fertig, ohne wirklichen Abschluss.
Aber durch die Vielzahl an Abenteuern und ihre unterschiedliche Art, wird es nie langweilig und dem Leser wird richtig heiß beim Lesen. Das Knistern und die Erotik sind greifbar und spürbar.
Es mir richtig gut gefallen, dass die Erlebnisse aus der Sicht des Mannes beschrieben waren, und man so einen anderen Einblick erhält.
Mein Fazit:
Eine unterhaltsame und abwechslungsreiche erotische Geschichte bei der es heiß her geht, aber leider ohne wirkliche Handlung. Dennoch denke ich, dass er vielen Lesern gefallen wird, und man kann sich sehr gut auf das Kopfkino des Autors einlassen, da die Szenen sehr schön beschrieben sind.
Ganz liebe Grüße,
Niknak









