Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von CanYouSeeMe:

Langatmig

Das Buch ‚Wo ist Norden‘ der Autorin Barbara Handke konnte meinen Geschmack leider gar nicht treffen. Ich hatte arge Probleme, in die Story hineinzufinden und konnte mit keinem der Charaktere so richtig warm werden. Der Schreibstil liest sich an sich gut, war jedoch nicht in der Lage mein Kopfkino zum Leben zu erwecken.

Der von mir erdachte historische Roman kam irgendwie nicht recht durch – langwierige Beschreibungen eines Hausumbaus konnten mich nicht packen.
Nach den ersten, für mich extrem zähen, 80 Seiten habe ich das Buch für eine Weile weggelegt. Seitdem kann ich mich nicht überwinden es erneut mit ihm zu probieren – es hängt immer noch der öde und langweilige Nachgeschmack des Buches in der Luft. Ich werde dem Roman definitiv nochmal eine Chance geben. Zur jetzigen Zeit kommen das Buch und ich jedoch nicht zusammen – es packt mich nicht und kann mir kein Interesse am beschriebenen Handlungsverlauf entlocken.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von CanYouSeeMe

Rezensionen von Gluecksklee:

Spannender Roman mit leichten Schwächen

Vier.Zwei.Eins. von Erin Kelly

Vier Menschen treffen auf einem Festival in Cornwall aufeinander. Kit und seine Freundin Laura, Beth und Jamie. Laura wird die Zeugin eines Verbrechens, so glaubt sie. Jamie stellt sich als zu Unrecht beschuldigt dar. Und Beth, das Opfer in der Konstellation, ist zunächst wie betäubt. Neben dem auf die Anschuldigungen folgenden Prozess entspinnt sich die Spannung vor allem in den Zwischentönen der Beziehungen und Verbindungen zwischen den einzelnen Protagonisten.

Gut gefallen hat mir neben Erin Kellys Schreibstil die Fähigkeit der Autorin, mich immer wieder mit unvorhergesehenen Wendungen in der Geschichte zu überraschen.

Weniger gut fand ich, dass einige Wendungen und Ereignisse aufgrund eher unglaubwürdig oder nur auf Basis weit hergeholter Zufälle möglich wirken. Dem Spannungsbogen hat das nur wenig geschadet, dieser wurde für mich konstant aufrecht erhalten. Die Frage nach der Wahrheit wird von der Autorin geschickt in den Mittelpunkt des Thrillers gestellt und die Perspektiven können sich dabei durchaus verschieben.

Interessant fand ich dabei, dass ich eigentlich keinen der Charaktere wirklich durchgängig sympathisch fand und mich ihr weiteres Schicksal dennoch interessierte. Die Geschichte wird abwechselnd in der Vergangenheit und er Gegenwart erzählt, mal durch Kit, mal durch Laura. Manchmal folgen mehrere Abschnitte aus einem Zeitraum aufeinander. Manchmal lässt einen die Autorin mit einem Cliffhanger in der Luft hängen. Auch das hat mir gut gefallen.

Insgesamt komme ich daher auf eine Bewertung von vier Sternen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gluecksklee

Rezensionen von Maralis:

Dinge passieren und ändern sich auch manchmal

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren von Ali Benjamin

Suzy ist gerade mal 12 Jahre alt, als ihre beste Freundin ertrinkt. Eigentlich war diese Freundschaft keine richtige mehr und Suzy versucht zu ergründen wie dies passieren konnte, schließlich war Franny eine sehr gute Schwimmerin.
Suzy beschließt zu schweigen und erforscht, auf eine wissenschaftliche Art und Weise, wie es zu einem solchen Unfall kommen konnte.

Sie ist so ganz anders als die anderen Kinder in ihrer Schule und hat daher auch kaum Freunde. Denn wer macht sich schon Gedanken über den Schlafrythmus von Schnecken, wie alt jemand ist, dessen Herz 412 Millionen mal geschlagen hat oder über die jährliche Zahl der Quallenstiche.
Suzy informiert sich über Wissenschaftler, die sich mit der Quallenforschung beschäftigen und möchte mit einem von ihnen Kontakt aufnehmen. Als sie dabei etwas über die höllischen Schmerzen liest, die einer der Wissenschaftler durch einen Quallenstich erleidet, errechnet sie wie viele Minuten er das aushalten musste.
Die Veränderungen, die ihre Freundschaft zu Franny belastet haben, sind sie der Grund dafür, dass sie alles klären möchte?
Gerade das Kapitel: Wie man sich voneinander entfernt, hat mich sehr berührt. Es hat mir diese Zeit in Erinnerung gerufen, als ich selbst ein Teenager war und von einem Tag auf den anderen viele meiner Freunde einfach nicht mehr verstand.
Ali Benjamin hat einen sehr ruhigen und sanften Schreibstil, wodurch die Gefühlswelt von Suzy sehr gut nachzuvollziehen ist.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Maralis

Rezensionen von Maralis:

Englische Familiensaga

Die Jahre der Leichtigkeit von Howard Elizabeth Jane

Das Cover des Buches ist sehr anziehnend, es sieht nach gemütlichen Lesestunden aus. Und so war es dann auch. Ich konnte sehr gut bei diesem Buch entspannen und mir kam entgegen, dass ich gerade auf dem Downton Abbey Trip war. So konnte ich mir die Mitglieder dieser Familie noch besser vorstellen.

Auf Seite 195 glaubte ich ein Dejavue zu haben, als es um den Herrn Schicklgruber ging, der Anstreicher über den jeder lachte und niemand ihn ernst nahm. Sein Name Hitler wurde später dann sehr bekannt. Und mir läuft dann ein Schauer über den Rücken, wenn ich bedenke, es gibt auch heute einen Politiker über den die Meisten lachen. Hoffen wir, dass doch einiges aus der Vergangenheit gelernt wurde.
Jeder in der Familie Cazalet geht anders mit den drohenden Veränderungen um, oder sie nehmen sie einfach nicht so wahr. Vielleicht ist es auch schwer in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, der soviel Leid brachte, zu glauben dass es wieder in den Abgrund geht.
Mir persönlich hat das Buch gut gefallen, wie schon gesagt: es ist etwas zum Entspannen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Maralis

Rezensionen von Maralis:

Erschreckend und doch hoffnungsvoll

Spinster Girls - Was ist schon normal? von Holly Bourne

Mit den Spinster-Girls habe ich ein wenig mehr Zeit verbracht, als ich sonst bei Jugendbüchern brauche.
Das Buch war es wert, es gründlich und aufmerksam zu lesen. Es hatte viele Höhen und Tiefen. Holly Bourne versteht es ein spannendes, eindrucksvolles Buch über ein Mädchen zu schreiben, dass vom Leben doch schon sehr gebeutelt ist.

Ich war ganz erschrocken, als ich las, dass Evie Fluoxetin nehmen muss. Es erleichterte mich wie sie versucht dieses Antidepressiva auszuschleichen. Die Frage war, warum hat ein so junger Mensch schon so schlimme Depressionen? Und dazu kommen noch ihre Zwangstörungen.
Die Gründung der Spinster Girls scheint ihr dann doch eine Menge Auftrieb zu geben. Und es gibt Abstürze wie auch das Wieder Aufrappeln.
Im großen und ganzen hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Mir hat der feministischte Einfluss gefallen, aber es fehlte mir dabei doch noch so Einiges.
"Was ist schon normal" ist ein empfehlenswertes Jugendbuch, jedoch für die sogenannten normalen Mädels, die sich für Jungs interessieren. Andere Tabuthemen werden leider nicht richtig angesprochen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Maralis

Rezensionen von Maralis:

Ein Buch der Freundschaft

Sprichst du Schokolade? von Lester Cas

Inhalt: Was tun, wenn man nicht dieselbe Sprache spricht und aus unterschiedlichen Kulturen kommt? Die rebellische und selbstbewusste Josie und ihre neue Mitschülerin Nadima machen es vor: Sie tauschen Süßigkeiten aus und verständigen sich mithilfe von Emojis. Und so wird schnell klar, dass sie mehr Gemeinsamkeiten haben, als sie je gedacht hätten.

Der Anfang einer ganz besonderen Freundschaft! Doch wie jede Freundschaft wird auch diese auf die Probe gestellt ... (Quelle: Klappentext)

Josie ist ein sehr selbstbewusstes Mädchen und treibt manchmal auch die Dinge auf die Spitze. Zum Beispiel, als sie ihre Brüder dazu anstiftete Röcke in der Schule zu tragen, um gegen die Schuluniform zu protestieren.
Als Nadima neu in ihre Klasse kommt, freundet sie sich mit ihr an. Nadima spricht kein Englisch, doch Josie umgeht das ganz geschickt mit einem Stück Schokolade und lässt sich im Laufe der Zeit eine Menge einfallen. Oft schießt sie auch über das Ziel hinaus, doch immer wieder finden die Mädchen einen Weg ihre Freundschaft zu schützen. Trotzdem muss Josie oft auch erfahren: Gut gemeint ist nicht immer gut getan. So gibt es immer wieder Aufregung und Spannungen, die dann mit Freundschaft bewältigt und mit Schokolade versüßt werden.

Fazit: Ein sehr erfrischendes und schönes Jugendbuch, dass die Probleme unserer Zeit anspricht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Maralis

Rezensionen von simone.h1:

Berührend und ganz besonders

Bevor wir verschwinden von David Fuchs

Ben ist Medizinstudent und macht im Zuge dessen ein Praktikum auf der Onkologie. Er lässt uns hier an seinem Krankenhausleben teilhaben und gewährt tiefe Einblicke in den Alltag. Doch als sein Exfreund Ambros schwerkrank auf seiner Station als Patient aufgenommen wird, ändern sich die Herausforderungen im Spital erheblich.

..


Vorweg möchte ich nehmen, dass dieser Roman für mich etwas ganz besonderes war. Gerade weil die verwendete Sprache extrem klar, kurzgefasst und teilweise vielleicht sogar distanziert ist, hat es mich sehr begeistert, wie viel Emotionen vermittelt werden. Auch wenn ich eine solche Erzählung ohne viel Schnörksel prinzipiell gerne mag, kommt es doch manchmal vor, dass man bei einem solchen Stil nicht alle Details wahrnimmt. In diesem Roman ist dies erfreulicherweise gar nicht der Fall und man bekommt als Leser bruchstückhaft versteckte Informationen zugeworfen, die ganz langsam ein Bild zusammensetzen.

Im Großen und Ganzen baut man sich somit als Leser die Umstände bzw. überhaupt die Beziehung von Ben und Ambros zueinander zusammen, wobei die Haupterzählung immer wieder durch Handlungen aus dem Arzt- und Pflegeberuf aufgelockert wird.

Ferner hat man sehr viel Interpretationsspielraum, was zu dieser Geschichte perfekt passt und mich wirklich zum Grübeln und Staunen angeregt hat, obwohl ich an sich kein großer Fan von unvollendeten Erzählsträngen bin. Hier wird aber eine gewisse Stimmung für die Situation und ganz viel Gefühl vermittelt, sodass genaue Ausführungen zu Vergangenem gar nicht nötig sind und vielleicht sogar störend wären.

Ganz einzigartig und für diesen Roman wirklich toll gewählt ist auch, dass nur ganz wenige Personen vorkommen, da auch diese komplett überflüssig wären.

Alles in allem handelt es sich für mich bei diesem Buch um ein extrem gelungenes Werk, dass tief emotional ist und mich sicher nachhaltig beschäftigen wird!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von simone.h1

Rezensionen von begine:

Papiermühle

Das Geheimnis der Papiermacherin von Andrea Bottlinger

Andrea Bottingers historischer Roman „Das Geheimnis der Papiermacherin“ ist ruhig und flüssig geschrieben. Der Roman fängt langsam an.

Der Schauplatz ist Nürnberg 1621. Es geht um die interessante Herstellung von Papier, echt nicht so eine schöne Arbeit. Anna führt die Papiermühle ihres Vaters, der einige Probleme hat.

Dafür werden Lumpen gebraucht, in der Kriegszeit schlecht zu finden. Da begeben sich Anna und ihre Freunde in Gefahr.

Nebenbei gibt es die Brüder Bartholomäus und Johannes. Erst weiß man nicht was man von ihnen halten soll. Dann kommt es noch zu einem Brüderzwist.
Es gibt eine böse und eine gute Figur.

Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil. Der Roman ist ganz nett zu lesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von begine

Rezensionen von C. P.:

Oberflächlich und enttäuschend

Dream Maker - Sehnsucht (Dream Maker 1) Dream Maker von Audrey Carlan

„International Guy“ ist eine internationale Agentur für alle Frauen, die sich Hilfe in Aussehen, Partnersuche, Finanzen und Karriere erhoffen – und sich diese auch finanziell leisten können. Unterstützt werden sie dann von „Dream Maker“ Parker Ellis, „Love Maker“ Bogart »Bo« Montgomery und „Money Maker“ Royce Sterling.

Der erste Band begleitet sie bei drei ihrer Aufträge: Hilfe erbitten sich die reiche Pariser Firmenerbin Sophie Rolland, die New Yorker Schauspielerin Skyler Paige und Prinzessin Christina Kaarsberg in Kopenhagen.
„Dream Maker“ ist natürlich ein Frauenroman, hauptsächlich aus der Sicht eines Mannes, in diesem Fall Parker Ellis. Zwar habe ich bisher noch keinen Roman der Autorin gelesen, mir aber amüsante und erotische Unterhaltung erhofft, als ich das Hörbuch geschenkt bekam. Und natürlich war ich neugierig auf die Gedanken der Männer. Allerdings hat mich das Buch doch sehr enttäuscht: Parker Ellis ist ein recht überheblicher und oberflächlicher Charakter mit übersteigertem Ego. Er behauptet zwar, Gefühle seien nichts für ihn, kann sein Testosteron jedoch nicht zügeln, sobald sich ihm eine Frau nähert. Sein „Ich liebe alle Frauen“ scheint er gern in die Tat umzusetzen und mit den Frauen Beckenbodentraining zu üben. Und auch die Klientinnen werden ziemlich oberflächlich und klischeehaft beschrieben. Die drei Guys sind zwar regelrecht überzeugt von sich und ihren Qualitäten, ich jedoch wunderte mich mehrfach, worauf sie ihren Erfolg begründen, wenn es für eine optische „Runderneuerung“ manchmal auch eine gute Stylistin für weitaus weniger Provision getan hätte.
Entsprechend der drei Klientinnen ist das Buch in drei Teile aufgeteilt, welche überwiegend aus Parkers Ich-Perspektive beschrieben sind. Leider haben mir die Überheblichkeit der „International Guys“, auf die die Frauenwelt ihrer Meinung nach nur gewartet hat, sowie die Oberflächlichkeit des Romans doch ziemlich den Spaß genommen. Vieles wirkte plump und überzogen, manchmal war ich von Parker regelrecht genervt. Am schlimmsten ist jedoch, dass solch ein frauenverachtender Roman aus der Feder einer Frau stammt.
Das Hörbuch wird gesprochen von Alicia Hofer und Sven Macht, deren Stimmen für meinen Geschmack gut zum Buch passen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Rezensionen von Tara:

Spannend und meisterhaft erzählt

Ein unvergänglicher Sommer von Isabel Allende

„Ein unvergänglicher Sommer“ ist ein spannender Roman der chilenisch-US-amerikanischen Schriftstellerin Isabell Allende von drei Menschen die nichts gemeinsam haben und zufällig zusammentreffen.

Durch einen Schneesturm kommt es in Brooklyn zu einem Auffahrunfall. Richard - ein ansonsten sehr kontrollierter Professor - hat Alkohol getrunken und Tabletten genommen und schlittert in einem unachtsamen Moment mit seinem Wagen in ein anderes Auto.

Aus diesem steigt eine junge Frau, die lediglich panisch auf den sich nicht mehr schließenden Kofferraumdeckel einschlägt und anschließend wortlos verschwindet. Richard gelingt es gerade noch ihr seine Visitenkarte in das Auto zu werfen. Diese nutzt die Autofahrerin und taucht mitten in der Nacht bei Richard auf. Wieder bleibt sie stumm und Richard vermutet, dass sie ihn nicht verstehe. Seine chilenische Untermieterin Lucia kann helfen und es kommt raus, dass sich in dem Kofferraum des Wagens eine Leiche befindet. Da sie sich illegal in den USA befindet und das Auto ungefragt von ihrem Arbeitgeber ausgeliehen hat, kann sie nicht zur Polizei. Für Lucia ist sofort klar, die Leiche muss verschwinden.

Da in den Kapitelüberschriften jeweils der bzw. die Protagonisten um den/die es geht und der Ort der Handlung genannt wird, findet man sich einfach in der Handlung zurecht. Der Schreibstil der Autorin ist – wie auch in ihren vorherigen Büchern – angenehm und mühelos zu lesen. Mir gefällt ihre bildhafte und lebendige Sprache. Dabei versteht sie es ausgezeichnet Spannung und Humor miteinander zu vereinen.
Ihre Charaktere beschreibt sie authentisch und nachvollziehbar und die Entwicklung und Balance der Beziehung zwischen den drei vollkommen unterschiedlichen Charakteren ist ausgesprochen interessant.

Sehr einfühlsam schreibt Isabell Allende über die Probleme der Migration aus Mittelamerika in die USA. Die Lebensumstände den Herkunftsländern sind untragbar und den Menschen bleibt nichts anderes als die Flucht. Die Handlung ist spannend und die Erzählweise mitreißend.

Ich habe das Buch gerne gelesen und freue mich schon jetzt auf weitere Werke von Isabell Allende.
Vorab:

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tara