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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von wayland:

Spannend bis zum Schluss

Dark Palace - Zehn Jahre musst du opfern.Bd.1 von Vic James

In Dark Palace begleiten wir die Jardines - eine adelige Familie - mit Geschick, was hier eigentlich nichts anderes als magische Begabung bedeutet, und die Hadyles, eine Familie ohne besondere Begabung, die ihre zehn Jahre Sklavenzeit abarbeiten muss. Ihr Plan war es eigentlich, dass sie diese Zeit als Familie zusammen bei den Jardines ableisten.

Allerdings wurden sie bei der Übergabe getrennt und Luke musste nach Millmoor. Einem Arbeitslager mit unmenschlichen Bedingungen für die Sklaven.


Nicht verwunderlich also, dass Luke sehr schnell an eine Widerstandsgruppe gerät und sich engagiert. Er lernt dabei nette und mutige Widerstandskämpfer kennen, die in dieser kurzen aber intensiven Zeit in Millmoor soetwas wie eine Ersatzfamilie für ihn werden. Luke macht in dieser Zeit eine starke Entwicklung durch, die wir als Leser von Anfang an miterleben können. Er ist einer der wenigen Charakter, die klar definiert sind und für den Leser immer nachvollziehbar agieren.

Wir wechseln immer wieder die Perspektive und haben dadurch einen allumfassenden Blick über die wahnsinnig komplexe und politische Situation. Die Charaktere, insbesondere die Jardine-Brüder, bleiben bis zum Schluss unvorhersehbar und undurchschaubar. Das macht die Geschichte unglaublich spannend. Man rätselt von Anfang an mit, wer hier gut ist und wer nicht und welche Ziele verfolgt werden.

Die Wendungen sind überraschend, schockierend und plausibel. Ich will unbedingt wissen wie es weitergeht, da wir das Buch mit einem fiesen Cliffhanger beenden müssen. Ich war von Anfang an begeistert von der Geschichte, fasziniert von der Grausamkeit und Fragwürdigkeit der Charaktere, den guten Vorsätzen und mutigen Taten, der Ungerechtigkeit, die mich total mitgenommen hat und den Wendungen. Ein bisschen schade fand ich, dass wir in Band 1 leider mit sehr vielen Fragen alleine gelassen werden. Dass die Haupthandlung nicht abgeschlossen sein wird und Fragen für Band 2 offen lässt, verstehe ich. Aber auch viele Kleinigkeiten, die von Anfang an im Raum standen, wurden nicht aufgeklärt. Daher ein kleiner Punkt Abzug.

Von mir 4 von 5 Sternen.

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Rezensionen von Meli:

Spannend, aber zu viele Perspektiven

Dark Palace - Zehn Jahre musst du opfern.Bd.1 von Vic James

Protagonisten
Luke in der Sklavenstadt Millmoor wurde von seiner Familie getrennt und die nächsten zehn Jahre sehen übel aus, aber er gibt nie auf und lässt sich nicht unterkriegen. Für andere ist er mutig und setzt sich gern für seine Mitmenschen und für Gerechtigkeit ein. Seine Schwester Abi ist schlau und unterstützt ihre Familie, doch sie lässt sich auch oft von Gefühlen leiten und trifft weniger schlaue Entscheidungen.

Bouda, die Verlobte des Erben der Jardines, ist etwas zu ehrgeizig und hinterlistig und könnte auf ihrem Weg nach oben wirklich alles tun. Und Silyen Jardines Motive lassen sich gar nicht durchschauen und alle sind seinen Launen ausgesetzt ...

Handlung und Schreibstil
Für meinen Geschmack gibt es etwas zu viele Charaktere und auch viel zu viele Perspektiven, die dann nicht mal regelmäßige Auftritte hatten. Es gibt Perspektiven, die nur ein- oder zweimal zu Wort kamen und diese nur dafür einzuführen, finde ich schade, weil es dann nicht mehr davon gibt. Für eine einmalige Sache lohnt sich die Verwirrung einfach nicht.

Zwischen den einzelnen Kapiteln, bei denen die Perspektiven immer wechseln, vergeht viel Zeit und man verpasst auch viele Dinge, zu denen ich gerne mehr gelesen hätte. Es gab die Hauptschauplätze Kyneston und Millmoor, bei beiden gibt es Sklaven, über deren Umstände und Leid ich gerne mehr erfahren hätte. Doch leider wird die Zeit eher knapp und rückblickend beschrieben und es vergehen Wochen der Arbeit, bis man wieder etwas vom Tagesablauf sieht. Zwar geht man als Leser automatisch davon aus, dass es schrecklich ist, ein Sklave zu sein, aber ich hätte das Leid gerne etwas mehr zu spüren bekommen um auch bei einem Akt der Rebellion mehr mitfiebern zu können.

Ansonsten war es aber durchaus spannend. Es gibt eben rebellische Aktionen, Intrigen und auch ganz nette magische Momente. Es unterscheidet sich nicht durch großartige Ideen von anderen Jugendbüchern, aber es war keinesfalls langweilig und konnte mich gut unterhalten.

Fazit
Insgesamt hatte "Dark Palace - Zehn Jahre musst du opfern" zwar keine großartigen neuen Ideen oder absolut unglaubliche Überraschungen, aber es war durchaus spannend und unterhaltsam.

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Rezensionen von skiaddict7:

Eigenwillig, poetisch und skurril

Weit weg von Verona von Jane Gardam

„Ich weiß nicht, ob es Ihnen schon mal aufgefallen ist, aber wenn Sie ein Englischer Klassiker werden möchten, empfiehlt es sich, im vorderen Teil des Alphabets zu stehen. Es gibt jede Menge A und B und D, das geht weiter bis ungefähr H.“

Jessica Vye ist gerade mal neun Jahre alt, als ein Autor an ihre Schule kommt und den Schülern etwas vorliest.

Inspiriert gibt sie ihm einige ihrer Texte zu lesen – zurück kommt ein Brief: „Jessica Vye, du bist ohne jeden Zweifel eine echte Schriftstellerin!“

Drei Jahre später begleiten wir die zwölf- bzw. dreizehnjährige Jessica in ihrem täglichen Leben, das seit dem Erlebnis begleitet ist von dem Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Vor allem nach Beginn des zweiten Weltkrieges ist Jessicas Alltag alles andere als normal – Gasmasken, Bombenangriffe, Schutzkeller und Lebensmittelmarken. Trotzdem gibt es die ganz normalen Probleme: Jungs, die Schule, ihre einzige Freundin, Bücher lesen, dichten. Und so nimmt die Geschichte, durch die uns Jessica liebenswerterweise führt, ihren Lauf.

Jessica ist eine sehr besondere, eigenwillige Protagonistin, die dennoch auf ihre Art wunderbar liebenswürdig ist. Auch ihr trockener Humor macht sie sympathisch. Der Schreibstil ist auf eine eigene Weise poetisch. Jessica ist für ihr Alter schon recht erwachsen und wird mit dem Buch noch einmal ein Stück älter. Ihre Erlebnisse sind teils alltäglich, teils so skurril, dass man sich fragt, ob sie sich das nicht ausgedacht hat. Mit ihrem Vater und einer Lehrerin hat sie zwei wichtige Bezugspersonen, die sie unterstützen. Ich finde es sehr schwierig, die richtigen Worte für dieses Buch zu finden – für mich ein großartiges Werk, das ich ganz klar empfehlen kann.

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Rezensionen von Rebecca1493:

Eine Geschichte wie sie das Leben schreibt

Das Leben ist kein Flickenteppich von Kristan Higgins

Ein typisches Mira-Taschenbuch-Cover: ein paar Blümchen auf weißem Grund und eine Überschrift, die zu einem Liebesroman mit der im Klappentext bereits angesprochenen Thematik passt. Nicht unbedingt der Eye-Catcher schlechthin, aber alles in allem ein solides Titelbild.

Durch eine gute Freundin war ich auf die Autorin Kristan Higgins aufmerksam geworden und da ich die Bücher und den Schreibstil meiner Freundin sehr schätze, dachte ich mir, dass ich einer ihrer absoluten Favoriten eine Chance geben sollte.

Insgesamt konnte mich „Das Leben ist kein Flickenteppich“ durchaus überzeugen. Die Charaktere habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Nora und ihre Versuche wieder neues Leben in ihre Familie einzuhauchen, haben mir sehr gut gefallen. Ich habe sie außerdem für ihren Mut alte Wege zu beschreiten und wieder in ihren Heimatort zurückzukehren bewundert.

Ein wenig zu kämpfen hatte ich allerdings mit der deutschen Übersetzung, die meinen Lesefluss immer wieder ins Stocken gebracht hat. Das englische Original wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen, man merkt aber, dass Kristan Higgins definitiv mit Worten umgehen kann! Über einzelne Passagen musste ich auf alle Fälle schmunzeln.

Da ich noch zwei Bücher der Autorin im Regal stehen habe, wird diese Geschichte nicht die letzte sein, die ich von Kristan Higgins lesen werde.

Fazit: Eine gelungene Liebesgeschichte, die mich überzeugen konnte!

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Rezensionen von KimVi:

Erschreckend wahr!

Ich muss mit auf Klassenfahrt - meine Tochter kann sonst nicht schlafen! von Lena Greiner; Carola Padtberg-Kruse

Nach "Verschieben Sie die Deutscharbeit - mein Sohn hat Geburtstag" ist "Ich muss mit auf Klassenfahrt - meine Tochter kann sonst nicht schlafen!" der zweite Band in denen die beiden Spiegel-Online Redakteurinnen Lena Greiner und Carola Padtberg skurrile und teilweise schon unglaublich anmutende Episoden aus dem ganz normalen Alltag von Helikopter-Eltern und deren Nachwuchs zum Besten geben.

Man mag kaum glauben, was man liest, doch Ärzte, Hebammen, Lehrer, Erzieher, Sporttrainer, Polizisten, andere Eltern und Leute, die mit dem in Watte gepackten Nachwuchs in Kontakt kommen, geben hier Einblicke in alltägliche Situationen, mit denen sie konfrontiert wurden und werden.

Zunächst wird man mit einer lockeren und sehr humorvoll geschriebenen Einleitung auf die dann folgenden Episoden eingestimmt. Diese sind in die Bereiche "Schwangerschaft und Geburt", "Kita", "Vorschule", "Schulzeit", "Freizeit", "Elternchats", "Supermärkte, Cafés, Hotels, Geschäfte und freie Wildbahn", "Polizei" und "Notaufnahme - Rettungsdienst" unterteilt. Doch das ist noch nicht alles. Man mag es kaum glauben, denn selbst Erwachsene werden noch von ihren Helikopter-Eltern verfolgt und in peinliche Situationen gebracht. Nach ein paar skurrilen Einblicken, packen dann noch die Kinder der Helikopter-Eltern aus und gestehen, wie unangenehm diese Situationen sind und waren. Lustige Cartoons lockern das Ganze zusätzlich auf.

Die Episoden sind locker und humorvoll beschrieben und können mit einem Augenzwinkern betrachtet werden. Manchmal mag man kaum glauben, dass tatsächlich solche Anforderungen an andere Leute gestellt werden, um das eigene Kind vor allem zu schützen. Dabei geht ein Helikopter natürlich selbst gerne, wenn es nicht so läuft, wie erhofft, äußerst aggressiv und angriffslustig vor. Darauf entsprechend zu reagieren, ist selbstverständlich undenkbar und kann auch schon mal zu einer Anzeige führen. Manchmal klappt einem beim Lesen spontan die Kinnlade herunter. Doch gelegentlich bekommt man auch einen Spiegel vor Augen gehalten, der zum Nachdenken anregt.

Ich habe mich beim Lesen der teilweise sehr kuriosen Situationen glänzend unterhalten und einiges davon wiedererkannt. Vor Jahren, als meine Kinder noch zur Grundschule gingen, hatte ich mir das Amt der Elternvertreterin aufschwatzen lassen. Ich könnte also selbst etliche Episoden beisteuern und weiß, dass in diesem Buch nicht übertrieben wird. Dass ich nach meiner ersten Elternamtsperiode nicht erneut für dieses Amt zur Verfügung stand, wird nach der Lektüre dieses Buchs gewiss jeder nachvollziehen können. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich, für diesen gnadenlosen Frontbericht, jedenfalls alle fünf Sternchen.

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Rezensionen von C. P.:

Anfangs philosophisch, später jedoch zu überzogen

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren von Ali Benjamin

Suzy Swanson passt mit ihren 12 Jahren einfach nicht zu den anderen Mädchen: Statt den Jungs schöne Augen zu machen und sich mit Kleidung und Make up auseinander zu setzen, betrachtet sie die Welt lieber wissenschaftlich, ist fasziniert von Astronomie und Quallen. Und als wär ihr Leben als Aussenseiterin nicht schon schwer genug, ertrinkt ihre frühere beste Freundin im Sommerurlaub.

"Nicht alles ergibt einen Sinn, Su. Manchmal passieren Dinge einfach." (Zitat S. 19)

Suzy kann dies nicht hinnehmen, als ihre Mutter diese Worte zu ihr sagt. Vielmehr glaubt sie, es müsse für alles einen Grund geben. Und so beschließt sie in ihrer Trauer, für Frannys Tod eine Erklärung zu finden, schließlich war diese eine hervorragende Schwimmerin, die ertrinken nicht so einfach.
Ich muss sagen, anfangs war Suzys Verwirrtheit um den Tod der Freundin noch recht gut dargestellt. Sie zieht sich in ihr Schneckenhaus zurück, lässt niemanden mehr an sich heran, beginnt Nachforschungen anzustellen. Auch der Unglaube, dass eine Freundin plötzlich tot ist, ist nur allzu verständlich, das kann auch Erwachsenen noch passieren. Je weiter das Buch jedoch voranschritt, desto mehr versteifte Suzy sich auf ihre Theorie, wurde regelrecht fanatisch. Zudem kristallisierte sich immer mehr heraus, wie sie sich in Gedankenspiralen verrannte, welche zu teils schon absurden Handlungen führten, die einfach nicht mehr zu dem Mädchen vom Anfang des Romans passten, und bei denen ich begann, an ihrer sozialen Intelligenz zu zweifeln. Der philosophische Ansatz, mit welchem das Buch begann, ging im Laufe der Geschichte immer mehr verloren und machte überzogenen Handlungen und Gedanken platz, nur um am Ende mit der plötzlichen Erkenntnis zu enden, dass manche Dinge wirklich einfach passieren.
Das Buch ist sehr schön aufgemacht. Passend zu Suzys Charakter ist der Roman wie ein wissenschaftlicher Bericht über Quallen grob gegliedert in Zielsetzung, Hypothese, Untersuchung usw. Aktuelles Geschehen und Gedanken wechseln sich ab mit früheren Erlebnissen, so dass nach und nach ein Bild des Mädchens entsteht. Neben einigem interessanten Wissen sind zudem auch optisch die Quallen thematisch im Buch immer wieder dargestellt. So hat mir anfangs das Buch wirklich Spaß gemacht, zu lesen, welche Gedanken Suzy als Aussenseiterin auf die Sicht der Dinge hat. Doch je mehr der Roman voranschritt, desto unglaubwürdiger und absurder wurden ihre Handlungen und Suzy mir dadurch einfach unsympathisch, so dass mir die Lust am Lesen verging. Die schönen philosophischen Gedanken über das Leben und die Welt, wie sie anfangs gemacht wurden, fehlten mir an Schluss komplett. Das Ende kam mir nach all der Zeit, in welcher Suzy sich in ihrer Theorie und ihren Plänen verrannte, einfach zu abrupt und ließ mich enttäuscht zurück. Daher kann ich das Buch nur eingeschränkt empfehlen.

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Rezensionen von Buechertraeumerin:

Toller Reihenauftakt

Tiergeister AG - Achtung, gruselig! von Iland-Olschewski Barbara

Der kleine Dackel Arik hat sich bei einem Gewitter im Wald verirrt und findet nicht mehr zurück nach Hause. Als er in eine Grube stürzt, begegnen ihm vier Tiergeister. Diese besuchen eine Gruselschule, bei der sie lernen sollen Kinder zu erschrecken. Da Arik eigentlich keine Kinder erschrecken will, gründet er mit der Wüstenspringmaus Chili, der Katze Tara, dem Chamäleon Plato und dem Kaninchen Honig die Tiergeister-AG, die Kindern helfen will, sich nicht mehr vor den Tiergeistern zu fürchten.

..

Das Buch ist in einem eher kindlichem Schreibstil geschrieben. Dieser liest sich sehr gut und passt zu der Thematik.
Die Geschichte wird von liebevoll gezeichneten Farbillustrationen untermalt und Tiergeräusche sind bunt oder fett hervorgehoben und sind sehr ansprechend.

Die Geschichte hat einen gewissen Gruselfaktor, wie der Titel schon verrät. Für Kinder ab 10 Jahren ist das Buch aber nicht mehr wirklich gruselig. Das war ein bisschen schade, da der Titel ja etwas mehr Grusel versprach.
Die Idee Tiere und Geister zu kombinieren wurde sehr gut umgesetzt und ist, gerade für jüngere Kinder großer Lesespaß.

Nichtsdestotrotz konnte uns die Geschichte sehr gut unterhalten. Die Geschichte wird aus der Perspektive des Hundes Ariks erzählt. Dieser war uns sehr sympathisch und wir haben ihn richtig ins Herz geschlossen.

Fazit: "Die Tiergeister AG - Achtung gruselig" ist ein gelungener Auftakt für eine neue Kinderbuchreihe.

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Rezensionen von Mira08:

einfach nur WOW

Dark Palace - Zehn Jahre musst du opfern.Bd.1 von Vic James

Inhalt:
Zehn Jahre Sklavenarbeit für alle. Fast alle.
In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, zehn Jahre lang als Sklave arbeiten.
Lukes Familie will diese Sklavenjahre gemeinsam durchstehen, im Dienst der mächtigen Herrscherfamilie Jardine. Doch nun rast Lukes Herz vor Angst, als er plötzlich von den anderen getrennt und in die laute und schmutzige Fabrikstadt Millmoor gebracht wird.

Die Arbeit dort ist besonders hart.
Seine Schwestern sind mit den Eltern am prunkvollen Hofe der Jardines den rücksichtslosen Machtspielen und eiskalten Intrigen der Elite ausgesetzt. Vor allem der junge Adlige Silyen verfolgt mit seinen ungeheuerlichen magischen Fähigkeiten eigene Ziele. Und Lukes Schwester Abi verliert ihr Herz an den Falschen.
(Quelle: Verlag)

Meinung:
Das Cover ist atemberaubend, ein totaler Eyecatcher.
Geschrieben ist das Buch aus der Erzählperspektive von sehr vielen Personen, was zwar manchmal etwas verwirrt, wenn man sich fragt, wer das denn nun ist, andererseits aber auch einen viel besseren Einblick in die verschiedenen Seiten bzw Gruppen gewährt. So erfuhren wir, wie es Luke in Millmoor ergeht, aber auch wie seine Familie in Kyneston lebt, bis hin zu verschiedenen Ebenbürtigen. Der Schreibstil ist flüssig, leicht lesbar und schön bildlich, ich konnte wunderbar in die Geschichte abtauchen, obwohl mich vor allem anfangs die vielen oft seltsamen Namen etwas verwirrt haben, sodass ich öfter mal zurückblättern musste. Da wäre ein Glossar am Ende schön gewesen, um ganz einfach nachschauen zu können.
Trotzdem liebe ich dieses Buch einfach!
Die Charaktere waren auf ihre Weise alle so besonders und verschieden, mysteriös oder einfach nur böse und hinterhältig, eine super Mischung. Am meisten gefällt mir Luke, der anfangs absolut dagegen ist, seine Sklavenzeit jetzt schon anzutreten, im Laufe der Handlung in Millmoor aber so eine Wandlung durchlebt und eine so starke Persönlichkeit entwickelt – wunderbar! Ich will da gar nicht zu viel verraten, man muss dieses Buch einfach gelesen haben. Andauernd kommen neue Erkenntnisse oder Wendungen und Intrigen und immer wenn ich dachte „ah so isses“, nein, so war’s nicht, die Autorin legt ganz geschickt viele Fährten, die nur langsam zu kleinen Erkenntnisses werden und teils einfach nur schocken und einen am Ende sprachlos zurücklassen.

Fazit:
Dieses Buch war der absolute Hammer! Ein genialer Auftakt voller Geheimnisse und Intrigen, der mich verzweifelt auf Band 2 warten lässt.

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Rezensionen von Amy-Maus87:

Ein spannender Auftakt

Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern von Vic James

Inhalt:
Jeder, der nicht zum magischen Adel Englands gehört, muss sich in seinem Leben zehn Jahre Sklavenarbeit unterziehen. Lukes Familie möchte diese Bürde gerne zusammen durchstehen und hofft auf einen Platz bei der mächtigen Königsfamilie Jardine. Als es endlich so weit ist und alle ihre Zeit antreten wollen, kommt es zu einem Zwischenfall und Luke wird von den anderen getrennt und die Slavenstadt Milmoor gebracht.

Während die Familie ihre Zeit bei der Jardins durchstehen muss, muss Luke diese Zeit alleine in der Sklavenstadt antreten. Nichts ahnend, ob sich die Familie jemals wiedersehen wird....

Meine Meinung:
Gleich zu Anfang steigt man als Leser in eine rasante Handlung ein, die mich direkt begeistern konnte. Besonders der flotte und flüssige Schreibstil machten es leicht, nur so durch die Zeilen zu fliegen und der Handlung zu folgen. Ganz besonders hat mir hierbei gefallen, dass die Geschichte nicht nur aus einer Sicht erzählt worden ist, sondern aus verschiedenen, sodass man auch einen sehr guten Einblick in die Gedankenwelt der anderen Protagonisten hatte und ein Gefühl für jeden Einzelnen bekam. Das ist wohl auch einer der Gründe, wieso ich gar nicht genau benennen kann, wer mir als Charakter besonders ans Herz gewachsen sind. Luke empfand ich als sehr mutig, wie er versuchte, das beste aus seinem neuen Leben als Sklave zu machen in einer ihm völligen fremden „Welt“.
Jedoch auch die drei Jardine Brüder, die ihr ganzes Leben schon auf der Seite der Adligen standen, hatten etwas sehr geheimnisvolles an sich. Immer wenn ich innerhalb der Zeilen der Meinung war, hinter ihre Intention gekommen zu sein, wendete sich das Blatt plötzlich wieder und ich war mir lange nicht mehr sicher, wer nun wirklich auf welcher Seite stand.

Dies betraf aber nicht nur alleine die Protagonisten, sondern die ganze Handlung war nicht vorhersehbar und brachte immer wieder interessante und spannende Wendungen ein, die mich an das Buch bis zum Schluss fesselten. Denn wie kann es bei einem Auftakt auch anders sein, endete das Buch mit einem Cliffhänger, der mich mit Freude an der zweiten Band denken lässt.

Mein Fazit:
Ein Fantasyauftakt ganz nach meinem Geschmack. Eine rasante und spannende Handlung mit interessanten Charakteren, die mich begeistern konnten. Ich warte ganz gespannt auf den zweiten Band und vergebe 5 Sterne.

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Rezensionen von yellowdog:

Tristesse mit ironie

Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern von Vic James

Das es kleine Dörfer gibt, die am aussterben sind, wo die Jugend verschwindet und wo es keine Zukunft mehr gibt, ist nicht so ungewöhnlich. Sehr wohl aber, dass dann ein Chronist ins Dorf kommt.

In dem fiktiven Dorf Rillingsbach, das vermutlich in Baden-Württemberg ist das so. Der Chronist sucht nach Tendenzen und Muster und will eine Geschichtserinnerung schaffen.

Dazu befragt er die dagebliebenen, meist alten Dorfbewohner. Martha, Alfred, Frieder, Hilde.
Der Chronsiut selbst hat keinen Namen, es geht auch nicht um ihn sondern um die Dorfbewohner.
Sie gehen gedanklich zurück in die Zeit nach dem Krieg, als der gewalttätige Erwin viel Ärger machte und schließlich tot aufgefunden wurde. Mord oder Selbstmord? Marthas Vater jedenfalls reinigt andernstags auffällig sein Gewehr.
Erwin schwangere Frau Elisabeth bleibt im Dorf. Ihre Tochter Hilde wird später ein wildes Leben führen, aber auch ein Buch schreiben.
Auch für Alfred und seine Frau Erna gab es einmal etwas anderes als das Dorf. Das war eine Reise in die USA, die ausführlich geschildert wird. Die USA war Alfreds Leidenschaft und doch konnte er nicht auswandern sondern blieb.
Frieder hingegen hat eine fatalistische Einstellung, die mit dem möglichen Untergang des Dorfes einhergeht.
Überraschungen und Geheimnisse bleiben.

Jede Menge Tristesse könnte man annehmen, aber Kai Wieland mildert das mit leichter Ironie beim Erzählen ab.

Trotz vieler guter Ansätze überzeugt mich der Roman letztlich nicht ganz. Vielleicht will der Autor bei dem großen Aufwand zu wenig, wie auch der Chronist. Der wertet nicht und er reflektiert nicht. Er stellt am Ende nur zu wenig Substanz fest. Als Leser folgt man ihm und damit bleibt einfach zu wenig.

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