Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von niknak:

Wenn dich die Vergangenheit wieder einholt

Inhalt:
(Klappentext)
Naomi Slater ist bei ihrem skrupellosen Vater und ihrer gleichgültigen Stiefmutter aufgewachsen. Ihr einziger Lichtblick war ihr Stiefbruder Walker. Umso mehr riss es ihr den Boden unter den Füßen weg, als er die Familie ohne ein Wort zu sagen verließ. Mit siebzehn Jahren entkommt sie ihrem kaputten Elternhaus und zieht nach Los Angeles, um sich ein eigenes Leben aufzubauen.

Als sie eines Tages eine mysteriöse Botschaft erhält, reist sie nach Mendota, nicht ahnend, wem sie dort begegnen wird.

Mit der Hilfe seines Onkels konnte Walker Collins dem brutalen Umfeld seiner Kindheit im Alter von sechzehn Jahren entkommen. Heute ist er ein Mitglied des kalifornischen Death Raiders Chapters und hat sich geschworen, sollte er jemals eine eigene Familie gründen, wird er seinem Kind ein besseres Leben bieten. Als seine Stiefschwester Naomi eines Tages in Mendota auftaucht, ist er wie vom Donner gerührt.

Mein Kommentar:
Dies ist der dritte Band einer Reihe rund um die Death Raiders, einem Motorradclub, von der Autorin Ronja Weisz. Ich kenne leider die ersten beiden Bände noch nicht, aber das hat für dieses Buch keine Rolle gespielt. Ich kam leicht mit und habe auch alles verstanden. es gab immer wieder mal Rückblicke in die Vergangenheit und die haben mich neugierig gemacht. Ich denke also, dass ich die ersten beiden sicher noch lesen werde.

Die Autorin hat einen lockeren Schreibstil und man kommt gut mit der Geschichte mit. Die Seiten fliegen einfach nur so dahin. Dies kann am flotten Schreibstil oder auch an der Geschichte selbst liegen. Man ist so mit Naomis Geschichte konfrontiert und fiebert mit ihr mit, dass man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen will. Zu Beginn des Buches war mir Naomi noch nicht recht sympathisch, aber dies änderte sich sehr schnell. Und spätestens als sie ein so tolles Verhältnis zu ihrer Großmutter aufbaute, habe ich sie ins Herz geschlossen. Sie ließ ihre Vergangenheit in der Stadt und begann sich in Mendota ein neues Leben aufzubauen. Da wurde sie mir dann sehr sympathisch und je mehr man als Leser über ihre Vergangenheit erfuhr, umso mehr litt man mit ihr mit und hoffte, dass sie nun endlich ihr Glück finden wird.

Auch Walkers Entwicklung konnte man im Laufe des Buches gut verstehen und man erfuhr auch, warum er sich damals aus dem Staub machte und Naomi allein zurückließ.

Die Großmutter von Naomi fand ich einen sehr gelungenen Charakter und ich konnte sie mir bildlich vorstellen. Bei ihren Aussagen musste ich auch des Öfteren schmunzeln, da man manche Dinge nicht aus ihrem Mund erwartet hätte. So ließ sie sich zum Beispiel nichts von den Death Raiders gefallen, sondern bewegte sie dazu, dass sie ihr Motel renovieren, damit sie ein paar ihrer Freunde dort einquartieren können. Jeder andere hätte eher Respekt vor ihnen gehabt, aber die Großmutter ließ sich nie einschüchtern und verfolgte ihren Weg.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Jungs der Death Raiders nicht nur als Bad Boys dargestellt wurden, sondern dass es bei ihnen wie in einer Familie zugeht. Jeder ist für den anderen da, egal was er braucht. Auch wenn nicht immer alles ganz legal läuft. Trotzdem zeigt das Buch deutlich, wie wichtig es ist eine Familie zu haben und wenn sie aus einem Motorradclub besteht.

Die Gefühle kamen beim Lesen sehr gut beim Leser an und ich fieberte mit den Protagonisten mit. Auch die erotischen Szenen waren sehr schön und gefühlvoll beschrieben. Man konnte sich in der Geschichte einfach fallen lassen, auch wenn es teilweise emotional sehr hoch her ging. Vor allem die Berichte aus der Vergangenheit der Stiefgeschwister lassen den Leser sicher nicht kalt.

Mein Fazit:
Ein tolles Buch über einen Motorradclub und ihre Jungs, bei welchem ich mich schon jetzt auf den nächsten Teil freue. Außerdem werde ich auch noch die vorherigen Bände lesen, um mehr über die Death Raiders zu erfahren.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

im Shop ansehen weitere Rezensionen von niknak

Rezensionen von LadyIceTea:

Wenn die Vergangenheit festhält

Der Stoff, aus dem Träume sind von Stieler Jana

Als Claire diesen besonderen Tweedstoff in einem Vintageladen entdeckt, lassen sie die Erinnerungen nicht mehr los. Sie weiß, dass dieser Stoff von der kleinen Insel Barra stammt und wer ihn gefertigt hat – ihr Großvater. Ein ganzes Leben ist dies schon her und eigentlich würde sie viel lieber weiter vor diesen Erinnerungen flüchten.

Doch die nicht ganz fertig studierte Psychologin Vivian lässt dies nicht zu. Ihre neu gewonnene Kameradschaft bringt Claire dazu, doch ihre Geschichte zu erzählen und verändert dabei nicht nur ihr eigenes Leben.

„Der Stoff aus dem die Träume sind“ erzählt eine Geschichte auf zwei Zeitachsen. In der Gegenwart erfahren wir, was bei Vivian passiert und wie sie ihr Leben gestaltet. In der Nachkriegszeit im damaligen London erleben wir Clairs Kampf für ein besseres Leben und ihren Aufstieg in der Modewelt.
Ich muss gestehen, dass Clairs Geschichte mein Highlight war. Der ganz Erzählstrang war gut durchdacht und immer eine Mischung aus Spannung, Gefühl, Hoffnung und ein wenig Drama. Die Seiten habe ich geradezu verschlungen. Auch weil ich wissen wollte, wie Claire zu der bissigen und selbstbewussten Dame geworden ist, die sie in der Gegenwart darstellt.
Die Gegenwart hat mir leider nicht so gut gefallen.
Vivian ist sehr unsicher und ja, es wird erklärt warum und irgendwie hat das auch seinen Sinn aber für mich war es doch ein Tacken zu viel. Ihre Kapitel wirkten oft grau und es passierte nicht all zu viel. Allein ihr kleiner Sohn Ethan hat ein wenig Farbe ins Spiel gebracht.
Auch die letzten Kapitel des Buches, wo es noch mal etwas dramatischer hätte zur Sache gehen können, plätschern leider nur so dahin. Es war immer noch ganz schön, den Weg von Vivian und Claire zu verfolgen und zu sehen, wie sie beide die Vergangenheit Stück für Stück loslassen aber der richtige Knall-Wow-Moment kam für mich nicht.
Und den hätte es gebraucht, damit dieses Buch mich überzeugt. So ist dieses Buch ein wenig nette Unterhaltung und auch keinesfalls verlorene Zeit aber eben nicht der Knaller der es hätte sein können.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von LadyIceTea

Rezensionen von BarbaraM:

Eine unvergessliche Hörreise durch Europa!

Europareise von Diverse

Das Hörbuch „Europareise“ ist ein ganz besonderes Hörbuch. Das bemerkt man schon bei den ersten Kapiteln. Es hat mich von Anfang an sehr in seinen Bann gezogen.

Doch um was geht es? (der Inhaltsangabe entnommen)
Ein literarischer Streifzug durch Europa: Washington Irving bezaubert mit seinem Bericht über die Alhambra vor Ausbruch des modernen Massentourismus.

Charles Dickens rumpelt in einer Kutsche durch Frankreich. Mit Johann Wolfgang von Goethe reisen wir italienisch nach Rom und Neapel; Johann Gottfried Seume "spaziert" nach Syrakus. Der englische Bergsteiger Edward Whymper erklimmt das Matterhorn. Frisch umweht es Ida Pfeiffer in Island und Schweden. Gewohnt abenteuerlustig zieht Fridtjof Nansen auf Schneeschuhen durch die Gebirge Norwegens. Theodor von Kobbe besucht Königsberg und Danzig, zu seiner Zeit deutsche Städte. Heinrich Heine beschreibt das geteilte Polen, Lou Andreas-Salomé ihre Jugend in Russland. Stefan Zweig erzählt von England und Österreich vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Franz Grillparzer reist durch den Balkan nach Griechenland und findet alles schrecklich. Pausanias' Blick auf die Akropolis und die Hellenen fällt da sehr viel wohlwollender aus.

Ich bin sehr davon beeindruckt, welch tolle Atmosphäre jeder einzelne der 8 Sprecher, sei es Vera Teltz, Oliver Rohrbeck, Martin Kautz, Till Hagen, David Nathan, Richard Barenberg, Simon Jäger oder Detlef Bierstedt, mit seiner Stimme schafft. Jeder gibt hier den einzelnen „Ländern“ seine spezielle, ausdrucksstarke Tonnote und erweckt die historischen Berichte noch einmal neu zum Leben. Toll!

Das Hörbuch „Europareise“ ist im Audiobuch-Verlag erschienen. Es umfasst 8 Hörbuch-CDs mit einer Laufzeit von insgesamt 592 Stunden und 50 Minuten.

Fazit: Eine tolle Hörreise quer durch Europa, die sich für mich sehr gelohnt hat. Ich habe viel Interessantes aus der damaligen Zeit erfahren und konnte einiges mit meinen ganz persönlichen Erfahrungen abgleichen. Das hat die Reise für mich ganz besonders gemacht. Sicherlich werde ich in die einzelnen CDs noch öfters hören und auf das Vorgängerprojekt „Deutschlandreise“ bin ich auch schon richtig neugierig geworden.
Ein absoluter Genuss und eine Bereicherung für die Ohren.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von BarbaraM

Rezensionen von dorli:

Das Weingut. In stürmischen Zeiten

Das Weingut. In stürmischen Zeiten von Marie Lacrosse

Weißenburg im Elsass, 1870. Der 19-jährige Franz Gerban, Sohn eines deutschen Weinhändlers und einer französischen Mutter, kehrt nach längerer Abwesenheit auf das Anwesen seiner Eltern zurück und trifft dort das Dienstmädchen Irene. Irene und Franz verlieben sich ineinander, doch das Schicksal meint es nicht gut mit den beiden.

Standesdünkel und vor allen Dingen der Ausbruch des Krieges stehen ihrem Glück im Weg…

In ihrem historischen Roman „Das Weingut. In stürmischen Zeiten“ entführt Marie Lacrosse den Leser in die Zeit des Deutsch-Französischen Krieges und wartet mit einer spannenden Mischung aus Historie, Familiensaga und Romantik auf.

Die Autorin hat eine Fülle wahrer Begebenheiten in ihre Geschichte eingeflochten und zeichnet damit ein vielschichtiges und sehr glaubwürdiges Bild von Zeit und Ort. Vieles, was die Elsässer im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts tatsächlich beschäftigt und bewegt hat, findet man in der Handlung wieder, so dass man als Leser eine recht genaue Vorstellung davon bekommt, was die Menschen damals in der Region alles durchgemacht haben. Nicht nur der Krieg wird von Marie Lacrosse in all seinen grausamen Facetten dargestellt - sei es nun das Schlachtengetümmel, die miserable Versorgung der Verwundeten oder auch die Schwierigkeiten der Versehrten, nach dem Krieg wieder ein normales Leben zu führen – auch der Alltag und die Mentalität der Menschen werden lebensnah geschildert. Die Stellung der Frau ist genauso Thema wie die Ausbeutung der Dienstmädchen und die zum Teil katastrophalen Arbeitsbedingungen der einfachen Leute.

Marie Lacrosse erzählt sehr anschaulich, jede Szene wirkt lebendig und ist fesselnd, so dass ich mir nicht nur die Handlungsorte und die vorherrschenden Gegebenheiten bestens vorstellen konnte, ich konnte auch durchweg prima mit den Akteuren mitfiebern.

Die Autorin macht es ihrer Hauptprotagonistin nicht leicht. Irene ist im Hause Gerban ständigen Intrigen und Schikanen ausgesetzt. Besonders Franz’ boshafte Schwester Mathilde macht ihr das Leben mit immer neuen Gemeinheiten schwer. Auch Hausherr Wilhelm, der anfangs freundlich und zuvorkommend wirkt und es gut mit Irene zu meinen scheint, zeigt im Verlauf der Handlung sein wahres Gesicht. Er entwickelt sich zu einem Scheusal und hindert Franz’ gutherzige Mutter Pauline daran, ihre schützende Hand über Irene zu halten…

„Das Weingut. In stürmischen Zeiten“ hat mir sehr gut gefallen. Eine gut ausbalancierte Mischung aus Historie und Familiengeschichte, die mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von dorli

Rezensionen von Josef Lüthold:

Entwicklung oder Neuschöpfung?

Karma, Reinkarnation und Christentum von Elizabeth Clare Prophet

Dies ist ein sehr erfolgreiches Buch. Und das nicht zuletzt, weil die Lehre von der Reinkarnation (zwecks Weiterentwicklung) glaubwürdiger ist als die kirchliche Lehre von der Auferstehung (Neuschöpfung des Menschen).

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef Lüthold

Rezensionen von ikatzhorse2005:

Lebensweisheiten einer ginverliebten Olivia

Miss Olivia und der Geschmack von Gin von Catherine Miller

Miss Olivia und der Geschmack von Gin geschrieben von Catherine Miller ein Roman aus dem Englischen, erschienen im Insel Verlag
Die 84jährige Olivia Turner liebt die Freiheit und ihr Strandhaus in der Bucht von Westbrook in England. Sie genießt den Sonnenaufgang und das Nacktbaden im Meer. Abends genemigt sie sich ein Gläschen Gin, in der Hoffnung die perfekte Mischung für den perfekten Gin Tonic zu finden.

Doch in Anbetracht das Alters und kleiner körerlicher Ungereimtheiten sowie auf drängendes Anraten ihres steifen Sohnes Richard, läßt sich Olivia in den sicheren Schoß einer ansässigen Seniorenresidenz nieder. Regeln, Hausornung und die Strenge der Leiterin der Residenz, der Hausmutter, veranlassen Olivia verbotene Wege einzuschlagen um ihren Freiheitsdrang nachzukommen. Gleichgesinnte findet sie in der rüstigen Veronica und dem abenteuerlustigen Randolph. Die Strandhütte kommt den Aktivitäten dabei sehr gelegen und aus einer fixen Idee ist schnell der Gin Club geboren... .
Besonders der liebenswerte Charakter von Olivia geben diesem Buch den nötigen Charme. Die 326 Seiten lesen sich flott weg. Dank des leichten Schreibstils, ein Buch für zwischendurch. Dabei entfaltet sich die leichte Lektüre, die an manchen Stellen zu viele Andeutungen macht und am Ende eher nebensächlich zur Auflösung gelangt. Ein etwas überzogenes Ende gibt dem Ganzen den Rest. Dies hätten diese interessanten Figuren nicht nötig gehabt. Soviele nette Lebensweisheiten und positives Lebensgefühl! Eine Vorzeige-Olivia für das Leben!
Fazit: 4 Sterne für die positive Grundstimmung und Olivias Pups am Anfang, dank dem ich die Geschichte erst interessant fand. Eine nette Lektüre über das Alter und seine Leichtigkeit.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ikatzhorse2005

Rezensionen von ikatzhorse2005:

Die Bedeutung der Quallen auf unserer Erde

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren von Ali Benjamin

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren ein Debütroman von Ali Benjamin aus dem Carl Hanser Verlag aus dem Englischen übersetzt von Petra Koob-Pawis und Violeta Topalova
Originalausgabe unter dem Titel The thing about jellyfish
Die 12jährige Siebtklässlerin Suzy M. Swanson beschließt zu schweigen.

Zu viel Smaltalk und unwichtige Dinge, die gesagt werden. Außerdem kann ein Mensch durch sein Schweigen unsichtbar werden. Dies wünscht sich Suzy, denn ihre einstige Freundin Franny ist letzten Sommer ertrunken. Vor diesem tragischen Hintergrund, passierten komische Dinge in Susys Leben, die sie noch nicht begreifen kann. Was diese Veränderungen mit ihr, Franny und den anderen Klassenkameraden bewirkten, erzählt die Autorin in einer schonungslosen Art und Weise. Suzy flüchtet sich in lohnenswerte wichtige Gedanken, Gedanken um die Welt begreifbarer zu machen und in ihrer gänzlichen Faszination zu erkennen. In diese Gedanken taucht der Leser ein, nimmt teil an den Schlussfolgerungen der manchmal recht eigenwilligen Protagonistin.
Die 239 Seiten lesen sich flüssig, angenehm. Das Buch beginnt mit einer Art Epilog - Geiserherz und ist in 7 Teile gegliedert sowie einzelne Kapitel mit passenden Überschriften. Diesen vorangestellt sind Erläuterungen und Definitionen von Mrs. Turton, Suzys Biologielehrerin der Eugene Field Memorial Middle School South Grove in Messachusetts. Abschliesend bezieht sich die Autorin im Nachwort und der Danksagung auf Wahrheit und Fiktion sowie Beweggründe ihres Schreibens.
In ihrer Geschichte erlebt der Leser Su als eine Forscherin, die neugierig auf die Funktion der Dinge ist. Sie sucht für alles eine möglichst wissenschaftliche Erklärung. Die Aussage ihrere Mutter bezüglich Frannys Tod: "Nicht alles ergibt einen Sinn, Su. Manchmal passieren Dinge einfach.", kann sie nicht einfach so hinnnehmen. Bei einem Herbstausflug der 7. Klasse ins Aquarium entdeckt die Hauptprotagonistin Aquarien in denen Quallen schwimmen. Gefangen in der Thematik des Ausstellungsraumes "Ein unsichtbares Mysterium" und dem Anblick der seltsamen, scheinbar tanzenden Geschöpfe, liest Su den Begleittet. Ab jetzt versucht sie ihre eigene Wahrheit über Frannys Schicksal herauszufinden...
In einer lebendigen bildhaften Sprache schreibt Ali Benjamin diese in zeitlichen Sprüngen wechselnde Geschichte. Leicht gelingt es in die Geschehnisse und Gedankenwelt der Icherzählerin einzutauchen. Die Autorin beschäftigt sich mit wichtigen Themen einer Heranwachsenden. So scheint Suzys Handeln für Erwachsene das ein oder andere mal leicht abwegig, genau wie ihre Gedanken. Trotzdem sind alle Ansätze interessant. Besonders die Erkenntnisse über die Quallen. Man merkt beim Lesen, dass es der Autorin am Herzen lag, über diese Lebewesen zu berichten. Daher finde ich den englischen Originaltitel weitaus passender, als den, der deutschen Ausgabe.
Fazit: Lesenswertes Debüt über eine Teenagerin als Quallenexpertin mit lehrreichen, wissenschaftichen Fakten in teils poetischer Sprache sowie mit den Worten der Autorin: Für alle Neugierigen überall!...

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ikatzhorse2005

Rezensionen von heinoko:

Sehr, sehr bunt

Alle lieben Tacos von Fuentes Cruz Felipe; Fordham Ben


Mit Tacos hatte ich bislang keinerlei „Ess-Erfahrungen“, muss ich zugeben. Insofern war ich besonders neugierig auf dieses Buch und seine Anregungen rund um das Thema Tacos.

Schon das Cover und die Gesamtgestaltung des Buches strahlt Lebensfreude aus, bunte Vielfalt, Lebendigkeit, Lust am Leben und am Essen.

Ein wenig ungewohnt vielleicht, das mexikanisch bunte Vielerlei. Jede Rezeptseite hat eine andere kräftige Farbe, dazu bunte Food-Fotos auf bunten Tellern und bunte graphische Spielereien dazwischen.

Sehr klein zwar, aber überaus hilfreich, sind ganz zu Anfang die Hinweise auf alternative Zutaten, denn genau die in den Rezepten angegebenen Zutaten sind das eigentliche Problem des Buches. Ich lebe in einer Kleinstadt mit einem überschaubaren Lebensmittel-Angebot. Es ist also unmöglich, an Chipotle-Sauce zu kommen oder an Queso Fresco oder an Habanero-Chilischoten usw. Also bleibt nur, die Rezepte so gut es geht mit dem in unserem Ort vorhandenen Warenangebot umzusetzen.

Die Rezepte sind sehr gut und ausreichend ausführlich beschrieben. Auch Verarbeitungs-Details, die in anderen Kochbüchern mitunter vorausgesetzt werden, sind aufgenommen, sodass das Nachkochen ohne Schwierigkeiten möglich ist. Sehr positiv ist mir auch aufgefallen, dass bei jedem Rezept die geschätzte Personenzahl, für die die Rezeptmenge ausreichend ist, dabei steht. Was mir persönlich jedoch fehlte, sind Zeitangaben, d. h. wieviel Zeit benötigt das Herstellen einer Salsa de pina insgesamt.
Ich habe die Tacos de tinga de pollo nachgekocht, da mir One-Pot-Gerichte generell gut gefallen, allerdings ohne Chipotlepaste (da bei uns nicht erhältlich), habe stattdessen eine handelsübliche Chili-Sauce genommen. Das Rezept ist nichts für die schnelle Küche, aber der Geschmack war ganz großartig. Auch das Rezept Tacos de huevos y jamon ist mir gut gelungen, wobei mir auch hier der Arbeitsaufwand für ein Frühstück zu groß war. Wir haben die Tacos lieber als sattmachendes Abendessen gegessen.

Das Buch enthält von Häppchen über Fisch über Vegetarisches, Salate, Desserts bis hin zu Drinks eine gelungene Mischung von meinem Gaumen nicht vertrauten Geschmackserlebnissen. Weil mir die beiden ausprobierten Rezepte gut gelungen sind, werde ich, um weitere Rezepte nachkochen zu können, bestimmte Zutaten über das Internet bestellen. Auf jeden Fall macht das Buch Lust auf Experimente!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von heinoko

Rezensionen von heinoko:

In Humortinte getauchte Ideenfeder

Meerjungfrauen morden besser - Die K&K-Schwestern ermitteln (Die Schnüffelschwestern 2) von Tatjana Kruse

Wichtige Empfehlung vorab: Wenn Sie im Großraumabteil eines Zuges sitzen oder im Wartezimmer eines Arztes und Ihnen ist langweilig, nehmen Sie bitte keinesfalls das Buch „Meerjungfrauen morden besser“ zur Hand! Bitte nicht! Zwar beginnen Sie erst einmal mit gebührendem Ernst das Lesen, aber bereits nach Konsumieren der achten Zeile auf der ersten Seite fangen Sie zu prusten an.

„Statt zu bluten, bröselte er (der Kopf).“ Und ich schwöre Ihnen, Sie hören nicht mehr auf zu giggeln, zu lachen, verstohlen oder herzhaft laut, zu grinsen, und das alles durcheinander. Die Mitreisenden oder Mitwartenden werden Sie ansehen, als hätten Sie eine besonders schlimme, sicher nicht heilbare Erkrankung, es treffen Sie Blicke zwischen Mitleid und Abscheu, sogar Kopfschütteln ist möglich. Also lesen Sie dieses Buch nur diskret in abgeschlossenen Räumen – zu Ihrer eigenen Sicherheit!
Die K&K-Schwestern Konny und Kriemhild durfte ich bereits in einem früheren Buch kennenlernen. Schon da hatte ich Lachmuskel-Muskelkater davongetragen. Bei den neuen Erlebnissen der beiden erging es mir ähnlich, vielleicht ein ganz klein bisschen weniger schlimm, schon wegen der Vertrautheit mit den Protagonisten, aber auch, weil die Geschehnisse in diesem Buch mitunter ein wenig über das Ziel hinausschießen. Die Pension der beiden Schwestern wird verwüstet und die drei Täter verlangen, dass ihnen die Millionen ausgehändigt werden, die der längst verstorbene Kommodore, der verblichene Gatte von Kriemhild und ehemaliger Kapitän, ihnen vermeintlich schuldet. Da die Pension nicht mehr zu bewohnen ist und die Wahrheit gesucht werden will, reisen Konny und Kriemhild samt dem Nacktkater Amenhotep nach Hamburg und lernen dort ungeahnte Seiten des Lebens kennen…
Doch lassen wir die Handlung außen vor. Lieber möchte ich die Autorin rühmen. Sie spielt in genialer Weise mit der Sprache, beobachtet dabei genau und entlarvend hinter all dem durchaus spannenden Unsinn, den sie uns da erzählt. Da „ganzkörperzitterte“ es oder es „scherbelte“, einfach nur wunderbar! Und welche Frau kennt ihn nicht, den Unter-Busen-Schweiß? Dass der Sphinxkater Amenhotep mangels Fellbehaarung einen Babystrampler mit Harley-Davidson-Logo trägt, wundert den Leser da schon gar nicht mehr. Ich sehe stets die Autorin an ihrem Schreibtisch sitzen und mit unbandigem Spaß mit all ihren wunderbaren, abstrusen, schrägen und urkomischen Ideen spielen. Und nur sie konnte die Grabinschrift auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise in der ihr eigenen Weise wiedergeben: „Mir ist jetzt schon langweilig, und das soll bis zum Jüngsten Tag so weitergehen?“
Mit Tatjana Kruse im Gepäck wird es jedenfalls niemandem langweilig, schon gar nicht den Lachmuskeln…

im Shop ansehen weitere Rezensionen von heinoko

Rezensionen von MsChili:

Guter Auftakt

Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern von Vic James

Jeder muss 10 Jahre als Sklave arbeiten. Fast jeder. Denn der magische Teil der Bevölkerung ist von dieser Regelung befreit. Luke und seine Familie wollen diese Jahre gemeinsam auf dem Herrensitz der Familie Jardine verbringen. Doch dann kommt alles anders und Luke wird nach Millmoor verfrachtet.

Der Klappentext und der Prolog haben mich schon sehr neugierig gemacht.

10 Jahre Sklavenarbeit. Viele Fragen nach dem „Geschick“ und wie das alles zusammenhängt. Die Geschichte wechselt häufig zwischen einigen Charakteren, der Hauptaugenmerk liegt jedoch auf Luke. Luke mit seinen knapp 17 Jahren, der allein in die Sklavenstadt Millmoor muss, obwohl das eigentlich verboten ist. Mir hat die Entwicklung von Luke gefallen, auch wenn er mir irgendwann fast zu wagemutig wird. Eine weitere Hauptperson ist Abi, seine Schwester. Sie hat das ganze eingefädelt und ist intelligent, wenn auch manchmal etwas naiv, aber sie ist ja auch erst erwachsen geworden. Und das Nesthäkchen Daisy ist mir sehr ans Herz gewachsen. Die anderen Eindrücke/Erlebnisse werden von Silyen, Gavar, Euterpe oder Bouda geschildert, alles Menschen mit Geschick. Es war interessant mehr aus deren Sicht zu erfahren, jedoch war es mir irgendwann fast zu viel hin und her. Mir hätte der Fokus auf Luke gereicht und von Abi hätte ich gerne mehr gelesen, ihre Abschnitte auf Kyneston kamen mir persönlich häufig zu kurz. Wobei der kurze Abschnitt von Euterpe viele Möglichkeiten des Geschicks der Ebenbürtigen verrät. Die Geschichte an sich ist nichts absolut Neues, eine Zukunft in Gefangenschaft, magische Menschen, jedoch hat mir der Grundgedanken mit der Sklavenarbeit wirklich gefallen. Nur hätte ich gerne noch etwas mehr über das „Geschick“ erfahren. So bleiben auch am Ende viele Fragen offen. Gegen Ende überschlagen sich auch die Ereignisse, was am Anfang zu kurz gekommen ist. Zudem ist es sehr offen und ein Teil zwei noch nicht in Sicht.
Die Jardine Brüder Gavar, Jenner und Silyen sind auch grundverschieden und ich hatte mehr als einmal Gänsehaut bei Silyen. Jenner ist sehr sympathisch, aber eben anders und Gavar, der Älteste, und somit der Erbe lässt nicht so ganz durchblicken, was er denn jetzt wirklich möchte. Es bleiben viele Dinge ungesagt und einige Szenen lassen Spielraum für Spekulationen. Ich bin gespannt, ob das im nächsten Band aufgeklärt wird.


Ein guter Auftakt. Hat mir persönlich gut gefallen, auch wenn ein paar Kleinigkeiten nicht rund liefen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von MsChili