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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Erzählung

Die Geschichte von einem Vogel und einem Mann von Archil Kikodze

Von Archil Kikodze, dem Autor des Südelefant, wurde diese Erzählung seines Erzählungsbandes in Deutsch veröffentlicht.

Der Protagonist begleitet als Wanderführer einen britischen Birdwatcher.
Der georgische Schriftsteller Archil Kikodze verfügt über eine dezent eingesetzte bildreiche Sprache.

Man kann sich das Paar gut in den Bergen auf dem Weg ins Naturschutzgebiet an der Georgisch-Asabaidschanischen Grenze gut vorstellen. Der Vogelbeobachter als alter Mann in Shorts, aus denen seine dünnen Beiner hervorstaken und den Wanderführer behangen mit Kameras und Stativ.
Die Erzählform ist wieder eigenwillig.Auf der Wanderung werden allegorische Geschichten und alte Erinnerungen erzählt. In der Summe bilden sie wiederum eine komplexe Geschichte. Aber Archil Kikodze ist ein geschickter Autor. Immer wenn der Leser denkt, er ist auf der Spur, gibt es unerwartete Wendungen.

Ein atmosphärisches Stück Literatur!

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Rezensionen von manu63:

Informativ und nützlich

Die Geschichte von einem Vogel und einem Mann von Archil Kikodze

Der Saunaführer Region 7.6 Nord: Niederrhein, Duisburg & Umgebung - Der regionale Saunaführer mit Gutscheinen: Wellness Gutscheinbuch von Thomas Wiege bietet einen guten Überblick über die beschriebenen Saunen und ermöglicht so eine gute Vorauswahl für einen Besuch. Die einzelnen Kapitel sind gut gegliedert und bieten alle für mich notwendigen Informationen in gebündelter Form.

Das erste Kapitel gibt einen Überblick und Tipps zum Saunieren.

Im zweiten Kapitel werden etliche Fotos von Innen-und Außenbereichen von Saunen gezeigt. Für mich ein nicht ganz so interessantes Kapitel.

Das dritte Kapitel stellt die Saunen, für die es Gutscheine am Ende des Buches gibt, in Wort und Bild vor. Die Beschreibungen sind übersichtlich und gewünschte Informationen habe ich schnell gefunden. Da ich einige der vorgestellten Saunen bereits besucht habe konnte ich erkennen das die Informationen gut recherchiert sind und ein realistisches Bild der Saunen vermittelt.

Im vierten Kapitel erfolgt eine Beschreibung der Wellnessanlagen und -hotels für die es Angebote im Buch gibt.

Kapitel fünf beschreibt genau wie die Gutscheine eingelöst werden können und hier findet man auch die Gutscheine selber. Es gibt verschiedenen Arten von Gutscheinen, einmal Vario-Gutscheine da kann man wählen ob mal als Paar oder als Einzelperson die Vergünstigungen in Anspruch nimmt. Für mich eine gute Sache, so ist das Buch auch für Alleinsaunierende nützlich. Dann gibt es Gutscheine die man nur als Paar nutzen kann und die Gutscheine für die Hotelangebote die auch auf Paare ausgerichtet sind. Das Verhältnis von Gutscheinen für Paare und Vario-Gutscheinen finde ich ausgewogen und die Ermäßigungen sind regelmäßig 50 % des Eintrittpreises.

Mein Fazit, ein nützlicher Führer durch die Saunawelten der jeweiligen Region mit attraktiven Gutscheinen. Die Einlösebedingungen sollten unbedingt beachtet werden und die Gültigkeitsdauer der Gutscheine von über zwei Jahren nach dem erscheinen des Buches finde ich auch zufriedenstellend. Informativ ist eine Übersichtskarte am Ende des Buches wo man die einzelnen Saunen findet und auf der Buchrückseite findet man eine Übersicht der Saunen für die es Gutscheine im Buch gibt. Für mich auch eine gute Geschenkidee für Freunde des saunierens.

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Rezensionen von manu63:

Anstrengender Schwarzer Humor

Walter muss weg von Raab Thomas

Walter muss weg ist ein Krimi aus der Feder des Autors Thomas Raab. Wobei es ein eher ruhiger und auf keinen Fall blutrünstige Krimi ist. Hannelore Huber kann endlich ihren ungeliebten Ehemann Walter beerdigen, aber bei der Beerdigung muss sie feststellen das Walter gar nicht in seinen Sarg liegt und verschwunden ist.

Neugierig macht sie sich auf die Suche nach Walter und dabei kreuzen weitere Leichen ihren Weg und sie findet einiges über sich selbst und das Leben heraus.

Der Schreibstil des Autors war für mich gewöhnungsbedürftig, eher stakkatohaft prasseln die Sätze auf mich ein und sein gedrechselter Stil lässt mich etliche Sätze noch mal lesen um den richtigen Sinn zu erfassen. Das mindert schon mein Lesevergnügen. Die Geschichte selber fand ich unterhaltsam und den Humor des Autors schwarz und lesenswert. Die Charaktere kommen wechselseitig immer wieder zu Wort, wobei Hannelore Huber den Hauptanteil hat. Diese wirkt auf mich ein wenig grantig aber durchaus sympathisch. Die Nebenfiguren sind in Teilen noch recht blass, aber da Walter muss weg der Auftakt einer neuen Krimireihe sein soll, werden sie hoffentlich im Laufe der Zeit mit Leben gefüllt.

Bezüglich einer Empfehlung bin ich zwiegespalten, die Geschichte an sich ist gut und ich würde sie allen Fans von schwarzen Humor empfehlen, leider schreckt mich der Schreibstil davon ab ein weiteres Buch der Reihe lesen zu wollen. Es war in Teilen schon etwas anstrengend den verschnörkelten Satzgebilden zu folgen. Also keine leichte und entspannende Lektüre um abzuschalten, man muss sich schon auf das Geschriebene konzentrieren um alle Feinheiten würdigen zu können. Freunde des verschlungenen Schreibstils werden das Buch mit Vergnügen lesen, wer leichte Lektüre sucht wird sie hier nicht finden.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Eine spannende Reise ins künstlerische Rom

Walter muss weg von Raab Thomas

Franz Wercker will schon von Kindesbeinen an Schriftsteller werden. Nach seiner unschönen Kindheit reist als Filippo Miller, dem Namen, mit dem seinerzeit schon Goethe nach Italien gereist ist, von Zuchthaus und Hinrichtung bedroht, über die Alpen, an den Gardasee. Hier ist er mit seinen Kräften am Ende, zerlumpt und total erschöpft, will er sich im Gardasee umbringen.

Cornelius Lohwaldt, durch eine Leibrente von König Maximilian dazu in der Lage, lebt für seine Dichtkunst. Auch er will nach Rom. Wie es aber der Zufall will, endet sein Leben, als er schwimmend im Gardasee mit dem Tod ringt und diesen Kampf verliert. Auch Franz kann ihn nicht retten. Er nutzt das Schicksal zu seinen Gunsten und reist unter der Identität von Lohwaldt weiter nach Rom, seiner Sehnsuchtsstadt. Hier tritt er ein in das ausschweifende Leben als Künstler, findet schnell Freunde und vor allem die Anerkennung, die er sich immer gewünscht hat.
In Sorge um ihren Bruder und weil sie sich aus den Zwängen der Familie befreien will, kommt Cornelius´ Schwester Isolde nach Rom. Schnell findet sie den Namensträger ihres Bruders und der Lügenballon, den Franz über sich aufgebläht hat, droht zu zerplatzen…

Anfangs hatte ich etwas Mühe in die Geschichte hinein zu kommen. Aber nach ein paar Seiten hatte sie mich gepackt. Ich habe mit den Protagonisten gelitten, mich hier und da gefürchtet, habe gelacht und vor allem das neue Leben von Franz / Cornelius genossen.
Eine Geschichte, in der ich alles finde, was für mich einen guten Roman ausmacht: ein Mord, ein Unglück, Liebe, Freundschaft, die vielfältige Kunst, eine unverhoffte Wendung und ich habe mitgefiebert – immer wieder. Mit der Vielzahl von Nebenrollen musste ich auch noch klar kommen, ohne diese zu verwechseln.
Und ich hatte den Eindruck, dass auch der Autor voll in seiner Geschichte drin ist und sie nicht nur erzählt. Die Bildhaftigkeit des Schreibstils und das Realistische der Protagonisten haben mein Kopfkino schnell in diese andere Zeit hineingezogen.

Ich fand das Flair und die Landschaftsbeschreibungen vom Gardasee sehr beeindruckend und schön. Als ich dann zusammen mit Franz / Cornelius im Rom bin, fehlen mir hier diese Bilder etwas. Das wurde dann aber durch die vielen künstlerischen Details und Kleinigkeiten wieder wettgemacht. Hier in Rom komme ich mit der farbigen Welt der Künstler und ihrer Künste in Berührung und das hat mich richtig fasziniert. Ich fühle mich mitten hinein katapultiert in das römische Künstlerleben von vor fast genau 200 Jahren.

Ein spannender, künstlerischer Roman, der mich begeistert hat. Es war mein erstes Buch des Autors. Aber ich hoffe auf mehr.

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Rezensionen von yellowdog:

eigenwillig

Der Südelefant von Archil Kikodze

Der Südelefant ist ein ausgestorbenes Exemplar, dem Mammuth verwandt. Ein ungewöhnlicher, origineller Titel, der deswegen zu Archil Kikodze Text passt, der das Leben in der georgischen Stadt Tbilissi auf eigenwillige Weise zeigt.
Wild, intellektuell, unangepasst ist der Protagnonist auf der Suche nach dem Lebensgefühl der Stadt.

Dabei schwingt mit den Erinnerungen auch die Geschichte des Landes mit. Überwiegend sind es die Gedanken und Reflektionen der Hauptfigur, die den Roman bestimmen.
Die Hauptfigur ist Filmemacher. Einflüsse von Außen sind daher häufig Filme, über die gesprochen oder an die gedacht werden: Akira Kurosowa, Tarkowski, Ingmar Bergmann, oder auch Bogart. Ich kann damit viel anfange, aber es wird auch Leser geben, denen das nichts sagt. Den ganzen Text kann man lesen wie man einen Arthouse-Film sehen würde.
Man folgt dem Protagonisten, der ziellos durch die Stadt wandert, kommt zum Beispiel zum Marjanischwilli-Platz, überquert die Galaktioni-Brücke oder erreicht Sololaki, einem Stadtviertel im historischen Zentrum. Erwähnenswert auch der Woronzow-Platz, die Art nouveau, den Jugendstilhäuser und das Ufer des Flusses Mtkvari, dieverse Parks und Gärten etc.
Archil Kikodze schreibt teilweise sehr detailreiche Ortsbeschreibungen. Das erzeugt eine eigenwillige Atmosphäre.

Der Südelefant ist ein Buch, dass es dem deutschen Leser erlaubt, einen etwas anderen Blick auf Georgien zu werfen.

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Rezensionen von simone.h1:

Auswirkungen

Loyalitäten von Delphine Vigan

Delphine de Vigan befasst sich in ihrem neuen Roman mit dem wichtigem Thema von gebrochenen Kindern und den Auswirkungen, auch für deren spätere Leben. Theos Eltern sind geschieden, haben beide ihr Leben nicht in Griff und beschäftigen sich wenig bis gar nicht mit ihm. Seiner Lehrerin Helene fällt der ruhige, zurückhaltene Schüler schon längere Zeit auf, da sie selbst ein schlimme Kindheit hatte und die Anzeichen deuten kann.

..

Das Buch ist in Kapitel gegliedert, die sich immer mit einer der handelnden Personen befassen, was ich sehr stimmig finde. Die Sprache ist typisch ruhig, einfühlsam und malerisch für die Autorin. Besonders schön finde ich, wie sie ihre Figuren zeichnet, sodass man als Leser ein ganz genaues Bild derselben im Kopf hat.

Mir hat dieser Roman gut gefallen, ich finde es toll, dass sich Delphine de Vigan mit Tabuthemen befasst, diese in ihren Romanen verarbeitet und werde auf jeden Fall weiterhin ihre Bücher lesen.

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Rezensionen von Buechertraeumerin:

Enttäuschend

Hazel Wood - Wo alles beginnt von Melissa Albert

Die 17-jährige Alice Proserpine wird, seit sie denken kann, vom Unheil verfolgt. Dabei ist es egal wie oft sie und ihre Mutter umziehen, das Unheil ist ihnen immer auf der Spur.
Als plötzlich ihre Großmutter, die geheimnisvolle Märchenerzählerin Althea Proserpine verstirbt, scheint das Unheil besiegt.

Das dem nicht so ist, merkt Alice erst als plötzlich ihre Mutter spurlos verschwindet. Zurück bleibt nur die Warnung "Halt dich fern von Hazel Wood". Doch Alice begiebt sich trotzdem auf die Suche nach dem geheimnisvollen Anwesen ihrer Großmutter...

Nach dem großen Hype um das Buch bin ich mit relativ hohen Erwartungen an das Buch herangegangen.
Das diese sich nicht zu erfüllen schienen merkt ich schon auf den ersten paar Seiten, denn ich fand unheimlich schlecht ins Buch hinein.

Der Schreibstil ist sehr wirr und holprig. Das Buch spielt in der Gegenwart, doch mittendrin folgen immer wieder Rückblenden aus Alice Kindheit. Diese sind weder mit einem Absatz abgetrennt, noch mit einer anderen Schriftart geschrieben, sodass man nicht immer gleich erkannt hat, ob es sich um Rückblenden handelte oder nicht. Dadurch kam bei mir schnell Verwirrung auf, wodurch ich auch immer aus dem Lesefluss gerissen wurde und die Seite nochmal lesen musste.
Insgesamt bin ich beim Lesen von Hazel Wood auch sehr langsam vorangekommen und habe für wenige Seiten oft lange gebraucht.

Hinzu kam für mich, dass ich die Hauptprotagonistin Alice wirklich unsympathisch fand, was auch an ihrer ständigen Wut liegt.

Die Handlung spielt ungefähr ein 3/4 des Buches in unserer Welt und die restliche Zeit im Hinterland.
Ungefähr die ersten 130 Seiten konnte mich das Buch gar nicht packen, doch dann wurde es für ungefähr 100 Seiten spannend und ich war auch besser in der Geschichte drinnen. Dann fand Alice den Eingang ins Hinterland und die Handlung wurde leider wieder sehr durcheinander und erfolgte ohne erkennbaren roten Faden. Dabei tauchen ständig neue Figuren auf, die nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben, sodass ich irgendwann einfach keinen Durchblick mehr hatte.

Fazit: Nach dem riesigen Hype bin ich insgesamt sehr enttäuscht von dem Buch und hatte mir deutlich mehr erhofft. Zwischenzeitlich wurde die Geschichte wirklich spannend und konnte mich packen, doch durch den Großteil des Buches quälte ich mich durch. Daher leider nur 2 von 5 Sternen.

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Rezensionen von heinoko:

Wunderschön und inspirierend

Flower Ladies Von der Pflanzen-Leidenschaft zur Geschäftsidee. 20 Frauen im Porträt. 26.03.2018. Hardback. von Heimberger-Preisler Karin; Khor Wei Ling

Die recht konventionelle Gestaltung des Covers sowie Titel und Untertitel wirkten auf mich nur mäßig interessant. Ich ging davon aus, dass ich die Lebensläufe von ein paar Floristinnen zu lesen bekäme, wie man es auch von Zeitschriften her kennt. Als ich das Buch jedoch aufschlug, war ich bereits von der Schönheit des allerersten Fotos auf Seite 2 so fasziniert, dass ich begann, mich intensiver mit dem Buch zu beschäftigen.

Die Liebe zu Menschen und zu Blumen hat die Autorin Karin Heimberger-Preisler zu der Idee gebracht, aus ihren bevorzugten Instagram-Accounts den dahintersteckenden Frauen nachzuspüren, sie zu besuchen, zusammen mit der genialen Fotografin Wei Ling Khor. Sie reisten einen ganzen Sommer lang durch die Lande und ließen sich zuhörend und fotografierend faszinierende, beeindruckende Lebensgeschichten erzählen. Wir lernen zum Beispiel Olga, die Blumenweberin, kennen, Veselka, die Pflanzen-Stickkünstlerin oder Florence, die ungewöhnliche Blumensträuße in Jutemäntelchen verpackt mit dem Fahrrad ausliefert. Jede der 20 vorgestellten Frauen hat einen besonderen Zugang zu Blumen, zu Pflanzen, zur Natur und hat einen jeweils ganz individuellen Weg gefunden, aus ihrer Leidenschaft eine berufliche Basis zu schaffen. Der Autorin ist es gelungen, die einzelnen Persönlichkeiten, ihren Werdegang und ihr Umfeld äußerst lebendig und sympathisch darzustellen. Jedes Porträt endet mit einem besonderen Expertinnen-Tipp, zum Beispiel zum richtigen Sträuße-Binden oder Hilfen für wirkungsvolle Blumenfotografien und vieles mehr.
Was dieses Buch zu einem wirklichen Kleinod macht, sind in Ergänzung zu den interessant zu lesenden Texten die großartigen Fotos von Wei Ling Khor. Sie ist eine wahre Künstlerin! Ihr gelingt es, sowohl die einzelnen Geschäftsfrauen in ihrer lebendigen Kreativität darzustellen als auch in einmalig schönen Fotos von Blumen-Arrangements, die teilweise wie Gemälde aus dem 17. Jahrhundert wirken, die Liebe zu Blumen und Pflanzen in den Mittelpunkt zu rücken.
Ein wunderschönes inspirierendes Buch, das Mut zur eigenen Kreativität macht.

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Rezensionen von liesmal:

Gewalt ist keine Option

Mit der Faust in die Welt schlagen von Rietzschel Lukas

Schornsteine, die nicht mehr rauchen, Überreste von Schienen und verlassene Fabriken erinnern an das Leben vor der Wiedervereinigung und erzählen davon, wie das Leben der Menschen früher verlaufen ist.
Im Jahr 2000 freuen sich Vater und Mutter mit ihren Söhnen Philipp und Tobias über den Neubau ihres Hauses in Neschwitz, einer Kleinstadt in Sachsen, und damit auch auf ihr neues Leben.

Doch die Zukunft mit ihren Wünschen und Plänen sieht anders aus als in ihren Vorstellungen. Großen Anteil daran hat das Weltgeschehen.

Die Geschichte ist in 3 Bücher eingeteilt. Das erste erzählt aus den Jahren 2000 bis 2004, das zweite aus 2004 bis 2006 und das dritte aus 2013 bis 2015.
Der Autor, selbst in Ostsachsen geboren, erzählt die Geschichte eher sachlich und unverschnörkelt, aber realitätsnah.
Wie leicht man auf eine Bahn gerät, auf der man gar nicht sein möchte, und Dinge – auch mit eigener Beteiligung – geschehen lässt, nur um dazuzugehören, ist einfach erschreckend, wird aber sehr glaubhaft vermittelt.
Philipp und Tobias leben in einer Familie, in der keine Liebe zu spüren ist. Der Vater lässt offen seinen Fremdenhass spüren. Tobias, der Jüngste, muss erfahren, dass seine selbstgemachten Geschenke nichts wert sind. Das lässt ihn so wütend werden, dass er sie nicht verschenkt, sondern mit den Füßen zertrampelt. Irgendwann gibt es keine Perspektiven mehr.
Der Bezug zum Weltgeschehen, besonders die Aufnahme vieler Flüchtlinge und das Zusammenleben mit ihnen, ist ein Problem vieler Menschen, nicht nur in Sachsen, sondern leider in unserem ganzen Land.
Am Ende des Romans angelangt und durch das Beispiel das Wissen zu haben, wie sich Hass aufbauen kann, verstehe ich, dass man manchmal am liebsten „Mit der Faust in die Welt schlagen“ möchte.
Doch Gewalt ist keine Option!
Die hochaktuelle Geschichte lässt mich nachdenklich zurück.
Sehr empfehlenswertes Buch!

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Rezensionen von yellowdog:

zurückhaltend

Ein Start ins Leben von Anita Brookner

Ein Start ins Leben ist der erste Roman der britischen Autorin Anita Brookner. Diese Autorin hat wirklich Klasse, sie schreibt elegant und mit Understatement, ziemlich zurückhaltend. Dadurch hebt sie sich ab von anderen Schriftstellern.
Bemerkenswert auch die lange Einleitung von Julian Barnes in das Buch, wobei er von seinen Begegnungen mit Anita Brookner und ihren Qualitäten berichtet.

Wie der Stil der Autorin sind auch die Figuren, zurückhaltend, nicht ohne Emotionen, doch diese behalten sie größtenteils für sich. Diese inneren Konflikte sind das große Thema von Anita Brookner.

Die Handlung erzählt von einer Frau, Ruth, wie sie aufwächst und schließlich als junge Frau nach Paris geht, doch die Erkrankungen ihrer Eltern zwingt sie zur Rückkehr nach England.
Viele Spannungsmomente gibt es nicht, der Plot bleibt immer dicht an der Figur und ist realistisch geschildert.
Man braucht Geduld und Ausdauer für den Roman, aber viele gute Beschreibungen und ausgearbeitet Details entschädigen dafür.

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