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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von KimVi:

Grandiose Fortsetzung!

Die Frauen vom Löwenhof - Mathildas Geheimnis von Corina Bomann

Schweden, 1931: Nach dem Tod ihrer Mutter wird die siebzehnjährige Mathilda zur Waise. Der letzte Wille ihrer Mutter bestimmt, dass Mathilda bis zu ihrer Volljährigkeit mit 21 Jahren unter die Vormundschaft von Agneta Lejongård , der Herrin vom Löwenhof, gestellt wird. Mathildas ganzes Leben ändert sich dadurch, denn sie muss ihre Heimatstadt und ihren Freund Paul, mit dem sie ihre Zukunft bereits geplant hat, verlassen und auf dem Löwenhof Fuß fassen.

Agneta nimmt Mathilda herzlich auf, doch einer ihrer Söhne macht Mathilda das Leben schwer....

Nach "Agnetas Erbe" ist "Mathildas Geheimnis" der zweite Band der Schweden-Saga von Corina Bomann. In dieser Saga steht die Familie Lejongård , die auf dem Löwenhof, einem prächtigen und hochangesehenen Gestüt, beheimatet ist, im Mittelpunkt. Im ersten Band stand Agneta im Zentrum der Handlung und in dieser Fortsetzung geht es um ihre Nichte Mathilda. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, ist es nicht zwingend erforderlich, den ersten Teil zu kennen. Denn die Autorin streut alle wichtigen Hintergrundinformationen in die Erzählung ein. Es lohnt sich aber dennoch, die Bände in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen, da man so auf alte Bekannte aus dem ersten Teil trifft und erfährt, wie sich ihr Leben weiterentwickelt hat.

Mathildas Geschichte wird in der Ich-Form, aus ihrer Sicht, erzählt. Da sie eine sehr sympathische Hautprotagonistin ist, die äußerst lebendig wirkt, kann man mühelos in die Handlung eintauchen. Corina Bomann schafft es wieder hervorragend, den damaligen Zeitgeist einzufangen und zu vermitteln. Die Atmosphäre, die zwischen den Zeilen schwebt, ist einzigartig und macht Mathildas Erlebnisse zu einem wahren Lesegenuss. Protagonisten und Handlungsorte werden eindrucksvoll beschrieben, sodass man sie beim Lesen spontan vor Augen hat. Der Schreibstil ist außerdem sehr flüssig und äußerst angenehm lesbar. Dadurch fliegt man förmlich durch die Seiten und mag sich kaum von der Handlung lösen. Obwohl das Buch ziemlich umfangreich ist, liest es sich quasi wie von selbst.

Mathildas Schicksal fesselt, denn sie hat einige Höhen und Tiefen zu durchleben. Auch wenn einiges, zugegebenermaßen, etwas vorhersehbar wirkt, kann man beim wunderbaren Erzähltalent der Autorin, großzügig darüber hinwegsehen und die Handlung einfach genießen und dem Alltag entfliehen. Auch dieser Band hat ein abgeschlossenes, schlüssiges Ende. Dennoch weckt der Titel des nächsten Teils die Neugier auf die Fortsetzung.

Ich habe bereits den ersten Teil der Saga mit großer Begeisterung gelesen und konnte mich auch von dieser Fortsetzung kaum lösen. Denn einmal angefangen, mochte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da der intensive und fesselnde Schreibstil der Autorin mich sofort in den Sog der Ereignisse gerissen hat. Ich vergebe deshalb alle fünf Bewertungssternchen und freue mich bereits jetzt auf die Fortsetzung.

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

Von Widerständen, beständiger Liebe, Standesunterschieden und dem Stand der Dinge

Königskinder von Alex Capus

„Tina und Max waren ein Paar, das sich in den großen Dingen des Lebens immer einig war. Über die kleinen Dinge zankten sie sich unablässig, aber in den großen Dingen verstanden sie sich blind.“ S. 8f. Als sie wider besseren Wissens eine Passstraße befahren, werden sie eingeschneit und müssen im Auto die Nacht verbringen.

Max erzählt zur Ablenkung Tina eine wirklich wahre Geschichte: Vom Kuhhirten Jakob Boschung und von Marie, der Tochter des reichsten Bauern, die sich gegen den erbitterten Widerstand von Maries Vater verlieben.

Das ist so ein kleines Büchlein, das gleitet locker und sanft über den Leser wie eine Feder. Es streichelt mit Sätzen wie „…und dann nimmt er sich vor, ihr ab sofort jeden Wunsch zu erfüllen, bevor sie ihn haben muss.“ S. 164; es kitzelt mit Anmerkungen wie „Das gefällt den Mädchen. Sie finden, dass man mit einem, der so wenig spricht, gut reden kann.“ S. 45, es hält warm S. 150 „Mag ja sein, dass es dieses Glück geben kann, den richtigen, einzigen Menschen gefunden zu haben, den rätselhafterweise nicht austauschbaren und nicht zu ersetzenden, die andere Hälfte“. Ich habe den Text langsam gelesen, weil er ein angenehmes Gefühl vermittelt, das ich noch ein wenig verlängern wollte. Nein, es ist vermutlich sonst nichts Besonderes. Es ist „nur“ schön, ein Buch für den Nachttisch oder als Geschenk für Verliebte, mit den markierten Stellen von oben.

Die eingangs genannten Zankereien sind köstlich - so beim Festfahren des Autos, Alex Capus arbeitet da mit Wiederholungen:
"So etwas Saublödes machen nur Touristen."
"Nur die arrogantesten Blödiane unter den Touristen." S. 14
Oder
"Ein bisschen gefährlich ist das schon."
"Verdammt gefährlich" S. 15 Es ist ein wenig wie bei Loriot…
Auch die Diskussionen sind herrlich: Max erzählt lange, eine Geschichte, wie Marie und Jakob den ganzen Winter in den Bergen verbringen, sich lieben, essen, sich wieder lieben, jagen, er ihr vorsingt.
„Das ist schön“, sagte Tina. „Was meinst du, ob das Mädchen schwanger ist?“
„Nicht dass ich wüsste.“
„Seltsam….
Und Tina diskutiert und diskutiert, gynäkologische Probleme oder urologische. Wenn es nicht der Geschichte dient, da ist Max stur. S. 96. Ein bisschen wie daheim...

Ob die Geschichte wirklich wahr ist? Nun ja
https://de.wikipedia.org/wiki/Élisabeth_Philippine_Marie_Hélène_de_Bourbon
Doch das, was ich gesehen habe, die Parallelität der Amour fou, bei Tina und Max in der Eisdiele und bei Jakob und Marie beim Heimbringen der Kinder, ist vielleicht nur ein Ansatz. Autor Capus
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/koenigskinder/978-3-446-26009-2/ nennt andere, siehe die 5 Fragen, der Button unter dem Link. Ich zitiere „Die meisten Menschen ahnen heute, glaube ich, dass wir in einer Epoche der Zeitenwende leben. Große Veränderungen stehen uns bevor, das fühlen wir ganz sicher, aber wir wissen nicht, wie die Welt morgen aussehen wird. Ebenso ging es den Menschen am Vorabend der Französischen Revolution.“ Das ist jetzt eine Deutung, auf die ich nicht selbst gekommen wäre, auch wenn es in Max‘ Beschreibung der Geschehnisse um Jakob und Marie einige im Kontrast deutlich wirkende Begriffe eingeschoben gibt, „bedingungsloses Grundeinkommen“ beispielsweise, am Hof. Was wäre es dann? Habt Vertrauen, auch in den Umwälzungen, Digitalisierung oder Flüchtlingswelle, hilft Beständigkeit und Vertrauen? Ich mag da nicht so ganz folgen, aber es ist ein hübscher Ansatz.

Für ein rundum hübsches Werk 5 Sterne

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Rezensionen von yellowdog:

hypersensibel

Hysteria von Eckhart Nickel

Hysteria ist einer der Romane, die auf der Longlist zum deutschen Buchpreis 2018 stehen. Den Anfang kennt man auch schon durch den Auszug den Eckhart Nickel beim Bachmann-Wettbewerb 2017 in Klagenfurt las und mit dem er sogar den Kelag-Preis gewann.

Ich mag Romane gerne, in denen die Figuren ungewöhnliche Menschen sind.

Richtige Typen oder auch Unglücksvögel, den meist ist es interessant zu erfahren, wie sie dazu wurden und es macht Spaß, ihren skurrilen Gedanken zu folgen.
Der Protagonist Bergheim gehört aufgrund seiner Nervösität und Hypersensibilität dazu. Sein Blick auf die Umgebung nimmt er erschreckend war. Aber wenn wirklich genau hinsieht, schaut manches alltägliches bedrohlicher aus als man erwarten würde.Manches zu ausführlich für meinen Geschmack.

Bergheim trauert auch noch seiner großen Liebe Charlotte nach, obwohl die ihn schon vor vielen Jahren verlassen hat und sie trifft er jetzt wieder.
Eckhart Nickel schreibt genau und präzise, sprachlich wirklich ein Fest. Er ist offenbar einen weiten Weg gegangen seit er in seinen Anfängen der Popliteratur zugeordnet wurde. Die positiven Aspekte dieses Genres hat er behalten, sich aber literarisch weiterentwickelt. Obwohl es kein explizit spannendes Buch ist, findet man einige originelle Passagen.

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Rezensionen von jiskett:

Unterhaltsam, fesselnd und zauberhaft

Die Magischen Sechs - Mr Vernons Zauberladen von Neil P. Harris

"Mr Vernons Zauberladen" ist eine im wahrsten Sinne des Wortes zauberhafte Geschichte. Im Mittelpunkt steht Carter, der nach dem Verschwinden seiner Eltern von einem Onkel, der Menschen betrügt, austrickst und bestiehlt, aufgezogen wurde. Deshalb ist der Protagonist sehr skeptisch, wenn es um Zauberei geht - obwohl er selbst eine Begabung dafür hat und fest entschlossen ist, sie niemals zu missbrauchen.

Doch dann reißt er eines Tages aus und trifft auf Mr. Vernon, dessen Tochter und vier weitere neue Freunde, die auch zaubern können und deren Tricks niemandem zu schaden scheinen...

Carter ist auf jeden Fall ein sympathischer Protagonist und es war leicht, mit ihm zu fühlen. Ich mochte sehr, dass das harte Leben, das er dank seines Onkels geführt hat, Konsequenzen und Auswirkungen auf sein Verhalten hatte - es wäre nicht realistisch gewesen, wenn er alles einfach abgestreift und problemlos hinter sich gelassen hätte. Gleichzeitig war es dadurch aber besonders toll zu sehen, wie er langsam begonnen hat, seinen neuen Freunden zu vertrauen und sich in seiner Haut wohler zu fühlen; seine Entwicklung hat mir gut gefallen. Die anderen Charaktere kann man auch alle schnell ins Herz schließen, obwohl sie ein wenig schwarz/weiß gezeichnet sind, und ihre Freundschaft war sehr schön dargestellt. Davon abgesehen liegt der Charme des Buches klar in der großen Rolle, die die Zauberei spielt.

Im Laufe der Handlung passiert so einiges und das Abenteuer, das die Magischen Sechs erleben, ist unterhaltsam, spannend und interessant geschrieben. Zwar ist viel vorhersehbar, aber das hat mich hier nicht gestört und ist bei einem Buch für Kinder zu entschuldigen, vor allem, da der Erzähler die Ereignisse so lebendig wiedergegeben hat. Er hat eine ganz eigene Persönlichkeit und da er den Leser gelegentlich direkt anspricht, kann man das Gefühl bekommen, selbst in die Geschehnisse involviert zu sein, sodass "Mr Vernons Zauberladen" mich von Anfang an gefesselt und unterhalten hat. Die Gestaltung ist ebenfalls positiv zu erwähnen. Die Illustrationen sind sehr schön und unterstreichen die Handlung perfekt, doch zudem gibt es noch Anleitungen, wie man selbst Zaubertricks lernen kann, und in der Geschichte versteckte Rätsel, die zu lösen mir Spaß gemacht hat.
4,5/5 Sternen

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Rezensionen von niknak:

Tod am Berg

Die Magischen Sechs - Mr Vernons Zauberladen von Neil P. Harris

Inhalt:
Constable Evan Evans lebt im beschaulichen Llanfair und hat eigentlich nicht viel mehr zu tun, als sich um Banalitäten zu kümmern. Doch dann werden drei Touristen ermordet und er macht sich auf die Suche nach dem Täter. Doch gehören alle drei Morde zusammen oder sind mehrere Mörder gleichzeitig unterwegs und was hat es mit den Tomaten der Pfarrersfrau auf sich? Wer zerstört diese und stiehlt ihren Apfelkuchen?

Mein Kommentar:
Dies ist der Auftakt zu einer neuen Reihe rund um Constable Evan Evans und ich finde, dass er sehr gut gelungen ist.

Die Autorin hat einen lockeren und humorvollen Schreibstil und man liest die Geschichte richtig gern. Man kann sich einfach zurücklehnen und das Dorf mit seinen Bewohnern genießen.

Die Landschaft sowie die Personen sind sehr genau und detailliert beschrieben und man kann sich alles sehr gut vorstellen. Manchmal waren mir diese Beschreibungen fast ein wenig zu genau und man hätte sie meiner Meinung nach ruhig etwas kürzer fassen können, vor allem im Bezug auf die Berge und die Gegend, ohne dass der Leser dabei etwas verpasst. Dennoch konnte ich mir alles gut vorstellen und hatte ein klares Bild im Kopf.

Die Protagonisten waren auch sehr detailliert geschildert und sind mir alle ans Herz gewachsen. Evan Evans hat eine sehr eigene Art zu ermitteln und auch wenn viele Dinge nicht in seinen Tätigkeitsbereich fallen, überlegt er selbst, welche Konsequenz es hätte, wenn er weitermacht. Da er davon überzeugt ist, den Mörder zu finden, schreckt er auch nicht vor ungewöhnlichen Methoden zurück. Dies macht ihn richtig sympathisch und man macht sich gerne mit ihm gemeinsam auf die Suche nach dem Mörder.
Bei dieser Suche baut die Autorin Rhys Bowen immer wieder Wendungen und Überraschungen ein, sodass man als Leser auch nie weiß, wie sich die Geschichte weiter entwickelt. Dadurch ergibt sich ein guter Spannungsbogen, der bis zum Schluss anhält.

Am besten haben mir allerdings die vielen Nebencharakteren gefallen, die mich auch immer wieder zum Schmunzeln brachten. So gab es da Evans Vermieterin, die immer darauf bedacht ist, dass er ja genug isst und ihm seine Mahlzeiten bereitet. Aber auch sonst hat sie ein wachsames Auge auf ihn. Als er einmal durchnässt nach Hause kommt, richtet sie ihm ein warmes Bad her und achtet darauf, dass er sich so wieder erwärmt. Ihre Fürsorge fand ich richtig süß und brachte mich zum Lachen.
Aber da gab es auch noch die Bedienung im Pub, die in Evans verknallt ist und immer sexy angezogen daherkommt, um ihn auf sich aufmerksam zu machen. Doch Evans will nichts mit ihr anfangen, da er auch die Lehrerin sehr interessant findet. Auch durch diese Konstellation ergeben sich ungeplante Situationen, die für den Leser teilweise sehr überraschend und lustig enden.
Besonders gelungen fand ich die Frau des Pfarrers, die Evan wegen ihrer zerstörten Zuchttomaten und einem gestohlenen Apfelkuchen holte und diese Aufklärung wichtiger fand, als den Mordfall zu klären. Dabei wurde Evan teilweise an den Rand seiner Geduld gebracht.

Mein Fazit:
Ein unterhaltsames Buch mit skurrilen Charakteren, die aber alle liebenswert sind und dem Leser unterhaltsame und spannende Stunden bescheren.
Ich freue mich schon auf den nächsten Fall, um mehr von Evan und den anderen Dorfbewohnern zu erfahren.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von niknak:

Wenn Liebe blind macht

Rich von Sarah Saxx

Inhalt:
Rich hat bisher immer vom Geld seines Vaters gelebt, und zog von einer Party zur nächsten, doch damit ist jetzt Schluss. Er muss sich seinen Lebensunterhalt selbst verdienen, im Geschäft seines Vaters, dem familieneigenen Werbe- und Eventunternehmen H. R. Scull. Seine einzige Bedingung dazu ist, dass er sich seinen Assistenten selbst aussuchen will.

Dieser ist natürlich weiblich, sexy und unglaublich gut im Job.
Jazemin, die ihren neuen Job bei H. R. Scull antreten will, hat nur eines im Kopf. Sie muss ihren Chef davon überzeugen ihr zu vertrauen, um an vertrauliche Daten zu gelangen. Immerhin will sie diese an ihren Freund Curtis Koon weitergeben, um die Firma Scull zu Fall zu bringen und Curtis Konkurrenzfirma zu neuem Aufschwung zu verhelfen. Doch sie hat nicht mit Rich gerechnet und dass er ganz neue Gefühle in ihr weckt, die sie so noch gar nicht kannte. Kann sie seinem Charme widerstehen, oder ist sie ihm hoffnungsvoll ausgeliefert? Und wie will sie so ihre Mission zu Ende bringen?

Mein Kommentar:
Dies ist der zweite Teil einer Trilogie der Autorin Sarah Saxx. Nach „Dirty“ kommt als dritter Teil dann noch „Thug“, welche alle drei von drei Freunden erzählt. In jedem Band geht es um einen der drei und wie er auf dem Weg ist seine wahre Liebe zu finden.

Ich bin ein großer Fan von Sarah Saxx und liebe ihre Bücher. Sie hat wie immer einen sehr spannenden gefühlvollen Schreibstil und die Seiten fliegen einfach nur so dahin. Ihre Bücher möchte man am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen, da ich immer wissen will, wie es weitergeht und was als nächstes passiert. Sie schafft es den Leser zu überraschen und unerwartete Wendungen einzubauen, sodass man nie genau weiß, wie es weitergeht. Dadurch wird auch bei einem Liebesroman ein toller Spannungsbogen aufgebaut. Außerdem kommen die Gefühle nicht zu kurz.

Man merkt, wie sich die beiden näherkommen und erfährt auch viel über die Gefühle der beiden.
Auch die erotischen Szenen sind sehr schön und gefühlvoll beschrieben und man spürt das Knistern zwischen Rich und Jazemine.
Aber auch die Zweifel, ob sie denn beide diese Beziehung wollen und wie es dann mit ihnen weitergeht, kommt sehr gut zum Tragen. Ich fand es sehr schön, dass es keine geradlinige Entwicklung gibt, sondern beide immer wieder an ihre Grenzen gestoßen sind. Dadurch wurden sie richtig sympathisch, denn beide hatten ihre Fehler und Ecken und Kanten. Das hat sie für mich richtig sympathisch und authentisch gemacht. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass sich Jazemin früher mit ihren Sorgen an Rich gewandt hätte, da er ihr sicher helfen hätte können. Aber ich verstehe auch ihre Sicht der Dinge und warum sie Angst davor hatte.

Die Geschichte ist immer abwechselnd aus der Sicht von Jazemin und Rich geschrieben und so lernt man beide Protagonisten sehr gut kennen du kann auch mit beiden mitfiebern. Ich mochte beide sehr gerne und habe mich auch gefreut Olivia und Dirty aus dem ersten Band wieder zu treffen. Sie spielten zwar keine große Rolle, aber dennoch war es schön, dass sie hier auch vorkamen und so die Bücher eine tolle Verbindung aufbauten.

Obwohl im Buch recht viel Gewalt vorkommt, nahm sie keine allzu große Rolle ein. Diese Szenen wurden sehr schön dargestellt, sodass die Gewaltszenen nicht im Vordergrund standen und die eigentliche Liebesgeschichte die zentrale Rolle einnahm.

Mein Fazit:
Mir hat dieses Buch sehr viel Spaß gemacht zu lesen und ich kann es nur jedem empfehlen, der einmal eine etwas andere Liebesgeschichte lesen möchte, mit ein paar Bad Boys als Hauptprotagnisten. Ich freue mich nun schon sehr auf den dritten Teil und darauf, was mit Thug passiert und ob er auch die Liebe fürs Leben finden wird.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von Gudrun7:

Das erste Drittel konnte mich gut unterhalten, danach wurde ich bis zum Ende hin enttäuscht.

Zwei unter einem Schirm von Badinger Anton

Das Cover gefällt mir, denn einerseits wirkt es durch den beigen Hintergrund schon fast bieder und langweilig. Andererseits werden so der rote Regenschirm und der Titel gelungen in Szene gesetzt. Da der Schirm einen wichtigen Aspekt im Buch abdeckt, ist das ein gekonnter Hinweis.

Hier möchte ich auch noch etwas zur Buchbeschreibung anmerken, denn oft ist diese doch passend, damit man sich in etwa auf den Inhalt einstimmen kann.

Bei diesem Buch ist der Text allerdings nicht sehr gut gewählt und trägt dazu bei, dass man vom Buch enttäuscht wird.



Der Schreibstil wirkt sehr erzählerisch und lässt sich gerade zu Beginn flüssig lesen. Dabei habe ich anfangs das Buch auch sehr gerne gelesen, weil ich es tiefgründig und mit gut gesetztem Humor, der sich oft erst bei näherer "Betrachtung" entpuppt hat, geschrieben ist. Die Vorgehensweise, die getrennten Geschichten der Protagonistinnen sich immer abwechselnd zu erzählen, haben einen gewissen Schwung ins Geschehen gebracht. Die Erläuterungen zu den jeweiligen örtlichen Begebenheiten, Bräuchen und Sitten haben ihren Teil zur interessanten Lektüre beigetragen.

Nach etwa einem Drittel ist es mir aber zusehends schwerer gefallen, das Buch zur Hand zu nehmen. Zuerst dachte ich noch, es liegt daran, dass der Stil aufgrund der Thematik zusehends düsterer und niederdrückender rüberkommt und dies eben so auch beim Leser ankommen soll. Aber nein, es wurde mir dann nach längerem quälendem Lesen bewusst, dass sich das Konzept irgendwie verändert hat. Plötzlich wurde dann auch nur noch zum Großteil vom Chaos einer Protagonistin erzählt und die andere sozusagen "auf Eis gelegt". Das und auch die wirren und chaotischen Anwandlungen der Mitwirkenden wie auch das Fehlen des anfänglichen guten Humors haben mir den Lesespaß genommen.



Ich habe bis zum Ende des Buches immer weiter gehofft, dass ich den Spaß, den ich zu Beginn hatte, wieder finden würde, wurde jedoch leider enttäuscht.



Die Charaktere werden, genauso wie die örtlichen Begebenheiten, Sitten, Bräuche und dergleichen im ersten Drittel gut dargestellt und dadurch war Interesse an dem, was da noch kommen mag. Aber danach wurde es von den Vorkommnissen, den Charakteren und allem Drumherum chaotisch und schon etwas unangenehm zu lesen.



Mein Fazit: Das erste Drittel konnte mich gut unterhalten, danach wurde ich bis zum Ende hin enttäuscht.

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Rezensionen von yellowdog:

Britt und Declan

Der Klang eines Augenblicks von Kate Dakota

Kate Dakota nutzt den Schauplatz Irland gut, indem sie reizvolle Orte auswählt, die sofort die dichte Atmosphäre des Romans unterstützen.
Der irische Kleinstadtcharme, bei dem sich eigentlich alle Einwohner gut kennen und eine geschlossene Einheit bilden, überzeugt besonders.

Die Schriftstellerin Britt reist in eine Gegend in Irland, die ihre Vergangenheit betrifft.

Hier trifft sie auf den Witwer Declan. Beides sidn lebhafte, emotionale Typen. Natürlich zündet es zwischen ihnen sofort.

Die üblichen Versatzstücke des Genres werden angewendet, z.B. gerät die eigentlich selbstbewusste und selbstständige Britt öfter in Not und Declan muss sie retten. Das hätte man aber an einigen Stellen auch subtiler machen können. Warum z.B. muss Britt ausgerechent dann nackt in ihrem Hotelzimmer sein, als sie sich den Zeh bricht und Declan die Tür aufbrechen muss, um ihr zu helfen? Der Bademantel lag in der Nähe und hätte theoretisch auch angezogen werden können.
Etwas übertrieben ist auch Landens übertrieben zur Schau gestellte tiefe Trauer um seine verunglückte Frau Sandy.
Doch das führt Declan und Britt auch zusammen, da sie beide schon Verluste hinnehmen mussten. Vor 20 Jahren starb Britts Vater in dieser Gegend und der Vergangenheit auf die Spur zu kommen, bietet einen spannenden Plot. Hilfreich dabei ist das alte Tagebuch von Britts Vater.mussten. Der Verdacht, dass er umgebracht wurde, keimt auf.

Die Dialoge funktionieren ausgesprochen gut, da sie viel Wortwitz enthalten und die Story bietet genug, dass es nicht nur um das eine Thema geht.

Es gibt immer wieder starke Passagen, die das Kopfkino des Lesers in Kraft setzen, z.B. wenn Declan in einem Pub auftritt und einen emotionalen Gary Moore-Song spielt.
Eine weitere Stärke sind die liebenswürdigen Nebenfiguren, z.B. der Barkeeper Calum, der so ein guter Freund ist oder Declans Eltern Becca und Shane, die auch nach langer Ehe noch ineinander verliebt sind. Dann noch Lauren, Declans jüngere Schwester, die in Calum verliebt ist.

In der Summe ist Der Klang eines Augenblicks ein mehr als gut unterhaltender Roman,der durch die sympathischen Figuren, dem Wortwitz und einer nie langweiligen Handlung viel Spaß macht.

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Rezensionen von Biest:

Spannend, verwirrend, tiefgründig

Der Abgrund in dir von Lehane Dennis

„Ich habe dich geliebt. Ich habe dich gehasst. Ich weiß nicht, wer du bist.“

Inhalt:

Rachel Childs hat alles, was man sich erträumt: ein Leben ohne finanzielle Sorgen, einen gutaussehenden, liebevollen Ehemann. Doch im Bruchteil einer Sekunde macht ausgerechnet dieser Mann ihr Leben zu einer Farce aus Betrug, Verrat und Gefahr.

Nichts ist mehr, wie es scheint, und Rachel muss sich entscheiden: Wird sie kämpfen für das, was sie liebt, oder im Strudel einer unglaublichen Verschwörung untergehen?

Meine Meinung:

Die Geschichte gliedert sich in drei Teile, sie beginnt 1977 und endet 2014.
Man begleitet Rachel durch ihre Kindheit, die nicht einfach war, diese macht dem Leser verständlich, warum sie so ist wie sie ist. Immer wieder scheitern ihre Beziehungen, und das formt sie. Sie scheint irgendwie immer gehetzt und auf der Flucht zu sein. Seit ihrer frühesten Kindheit leidet sie an unglaublich vielen Ängsten, traut sich überhaupt nichts zu, kann am Leben nicht wirklich teilhaben. Zumindest nicht an solch einem, wie wir es kennen. Im zweiten Abschnitt trifft sie auf ihren Ehemann. Der letzte Abschnitt ist eine wirkliche Überraschung.
Man kann Rachels Leben und ihre Entwicklung sehr schön beobachten und gut nachvollziehen. Sie ist ein interessanter Charakter, mit dem es nicht langweilig wird.
Aber auch Brain, ihr gutaussehnder und liebevoller Ehemann war ein sehr vielseitiger und facettenreicher Charakter. Auf den ersten Blick könnte man ihn mögen, so lange man nicht hinter die Fassade blickt.

Man schaut in die tiefsten menschlichen Abgründe, man weiß nicht mehr was real ist und was nicht. Niemand scheint der zu sein für den er sich ausgibt.

Ein gelungenes Verwirr- und Versteckspiel.

Einmal angefangen, konnte ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Jedes Kapitel hat immer ein echt fieses Ende, welches es einem nicht erlaubt dieses Werk beiseite zu legen.

Normalerweise gefallen mir die Cover vom Verlag eigentlich nicht so sonderlich gut, dieses hier bildet aber eine Ausnahme. Im Nachhinein kann ich sicher sagen, dass es absolut zur Geschichte passt.
Auch der Schreibstil war toll, modern, flüssig und bildhaft. Man fliegt nur so durchs Buch.

Fazit:

Eine klare Lesempfehlung für alle Krimifans. Spannend, verwirrend, beängstigend. Eine psychologisch tiefgründige und super durchdachte Story. Ein Highlight für mich in diesem Jahr.

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Rezensionen von Biest:

Eine wundervolle, blumige Reise

Der Blumensammler von David Whitehouse

Eine fantastische Expedition in die Welt der Blumen: spektakulär, verblüffend, herzergreifend.

Inhalt:

New York, 1983.
Peter Manyweathers hat weder ausgefallene Hobbys noch abenteuerliche Phantasien.
Doch als ihm in einer Bibliothek ein alter Brief mit den seltensten Blumen der Erde in die Hände fällt, erwacht sein Entdeckergeist und er beschließt sich auf die Suche nach diesen geheimnisvollen Blumen zu begeben.

Stück für Stück taucht er ab in die sonderbare Welt der Blumen, und als sich die Nachricht verbreitet, dass die geheimnisvolle Udumbara in voller Blüte in China entdeckt wurde, begibt er sich auf eine Reise, die ihn rund um den Kontinent führen wird. Drei Jahrzehnte später wandelt Dove Gale fasziniert auf den Spuren des Blumensammlers. Es sind Erinnerungsfetzen, die dem jungen Mann aus dem Leben von Peter Manyweathers erzählen. Doch weshalb besitzt Dove die Erinnerungen eines anderen und was verbindet die beiden Männer? David Whitehouse ist ein spektakulärer Roman über Liebe und Verlust sowie die ungezähmte Macht der Erinnerung gelungen.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich ab der ersten Seite total gefesselt. Es nimmt einen sofort gefangen, entführt einen in eine andere Welt, die Welt der Blumen.

Manche Ereignisse wirken ein bisschen realitätsfremd und laden zum träumen ein. Mir hat das sehr gut gefallen und ich finde, dass es in diese Geschichte absolut hineinpasst und es total stimmig ist.

Die Charaktere waren alle sehr interessant, sehr abwechslungsreich und authentisch. Cole und Peter haben mir dabei am besten gefallen.

Auch den Aufbau der Geschichte fand ich klasse. Sie wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, so das man tiefe Einblicke in die verschiedenen Charaktere bekommt. Es gibt immer wieder Rückblicke in Peters junge Jahre die meist mit einem fiesen Cliffhanger Enden. Dies ist neben der schönen, teils poetischen Erzählweise ein Grund, warum ich dieses Buch kaum noch aus den Händen legen konnte.

Die Reisen und auch die einzelnen Blumen waren super beschrieben und man fühlte sich fast als wäre man live dabei. Dabei geht es einmal rund um die ganze Welt, auf Abenteuer- und Entdeckungsreise mit Peter.

Der Schreibstil war sehr bildhaft und super angenehm.
Das Cover ist wunderschön und man sollte sich es auf jeden Fall etwas länger anschauen, denn es gibt Vieles, was man auf den ersten Blick gar nicht sieht.

Fazit:

Ein sehr schöner Roman über Blumen, Reisen, Liebe und Verlust.
Eine klare Lesempfehlung, nicht nur für Blumenfreunde!

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