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Rezensionen von Caroline :

Wie gewohnt dramatisch und gefühlvoll

Wie die Erde um die Sonne von Brittainy C. Cherry

Kurz nach der Beerdigung seines Vaters setzen bei Grahams Frau Jane die Wehen ein. Das Baby kommt viel zu früh und muss sofort auf die Intensiv Station.

Weder Graham noch Jane wollten je Kinder. Beide fixierten sich komplett auf ihre Arbeit.
Jane als erfolgreiche Anwältin und Graham als Schriftsteller.

Diese Komplikation war nicht geplant und nach zwei Monaten verlässt Jane ihre Tochter und ihren Ehemann.

In diesem Moment der absoluten Verzweiflung wendet er sich an Janes Schwester. Diese ist das völlige Gegenteil von ihrer Schwester. Graham will eigentlich keine Hilfe. Deshalb stößt er seine Schwägerin auch ständig vor den Kopf.

Die zwei bilden eine Zweckgemeinschaft, die ständig auf die Probe gestellt wird.

Wie hat es mir gefallen?

Brittainy C. Cherry ist bekannt und berüchtigt für ihre dramatischen Geschichten. So auch dieses Mal.

Da der Klappentext nicht sehr viel hergibt, ist es schwer meine Meinung wiederzugeben, denn ich möchte nicht spoilern.

Graham ist ein Mann, der kalte glatte Mauern um sich herum aufgebaut hat. Nichts und niemand können wirklich zu ihm durchdringen. So möchte er es und er unternimmt alles Notwendige, um seine Mauern aufrechtzuerhalten.

In Jane, seiner Frau hat er ein weibliches Gegenstück gefunden. Ihre Ehe beruht eher auf Freundschaft denn auf Leidenschaft.

Janes Schwester hält ihre Gefühle niemals unter Verschluss. Dies macht sie für mich unglaublich sympathisch. Sie scheut sich nicht ungewöhnliche Dinge zu tun, ohne darüber nachzudenken, was die Menschen über sie denken.

Die Konstellation birgt Zündstoff, entwickelt sich schließlich zu einer mitreißenden Handlung, die Herz zerreißend ist.

Die Romance Elements Reihe von der Autorin besteht aus vier Büchern, die alle unterschiedliche Themen aufgreifen und alle die gleiche Botschaft vermitteln, zumindest mir: Es gibt immer Hoffnung!

Ich bin traurig, dass die Serie damit zu Ende geht, aber ich bin auch sicher, dass wir viele neue Geschichten zu lesen bekommen werden.

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Rezensionen von Caroline :

Diamonds For Love - Verhängnisvolle Liebe von Layla Hagen

Erst aus London zurück gekommen, verletzt sich Max Bennett am Knie und muss eine Physiotherapie machen, um die Verletzung richtig auszuheilen.

Zu seiner Überraschung entpuppt sich seine Therapeutin als eine Freundin aus Kindheitstagen. Emilia Campell wohnte einige Zeit neben den Bennetts und durch einen Zufall entwickelte sich zwischen Max und Ems eine tiefe Freundschaft, die leider ein jähes Ende nahm, als Emilia mit ihrer Großmutter fort zog.

Nun ist sie zurück in der Stadt und Max kann es kaum glauben, zu welch wunderschönen Frau Emilia geworden ist. Sofort schwelgen die beiden in Erinnerungen an gute Tage. Emilia arbeitet hart, um ihre Großmutter, die leider an Demenz erkrankt ist, adäquat zu versorgen.

Trotz dieser großen Verantwortung ist sie freundlich, witzig und hilfsbereit. Charakterzüge, die Max unheimlich attraktiv findet. Zwischen ihnen knistert es gewaltig, aber beide wollen ihre gute Freundschaft, die gerade wieder erblüht nicht gefährden.

Die Familie Bennett ist begeistert, dass Emilia wieder auf der Bildfläche erschienen ist. Die Kupplerin Pippa erhält scheinbar eine weitere Chance und die neuen adoptieren Bennetts helfen mit aller Kraft, um Max und Emilia ein Happy End zu verschaffen.

Wie hat es mir gefallen?

Die Familie Bennett ist mir ans Herz gewachsen. Ich freue mich immer, wenn es eine neue Geschichte gibt und ich bin froh, dass es so viele Geschwister gibt.

Max arbeitet ebenfalls für Bennett Enterprises. Bis vor kurzem war es seine Aufgabe in England den Markt zu erobern und nun wohnt er wieder in San Francisco. Sein Berufsleben nimmt er ernst. Privat ist er viel lockerer, lässt fast nichts anbrennen und weiß um seine Qualitäten. Eine richtige Beziehung oder die richtige Frau hat er noch nicht getroffen. Gesucht hat er sie allerdings auch nicht.

Emilias Leben gestaltet sich durch die Krankheit ihrer Großmutter um einiges härter. Sie versucht ihren Beruf und die Versorgung unter einen Hut zu bringen. Das ringt ihr jeden Tag alle Energie ab. Sie hadern nicht mit dem Schicksal sondern ist dankbar für die Zeit ihr noch mit ihrer Oma bleibt.

Als Max wieder in ihrem Leben auftaucht, erhellt sich ihr Alltag. Sie erinnert sich gerne an die Zeit mit Max und seiner Familie. Vor allem, da Max ihr großer Held aus Kindheitstagen ist. Nun ist er kein Junge mehr, sondern ein Mann, der die Blicke der Frauen auf sich zieht, oft und gerne lächelt und für jeden Scherz zu haben ist. Ein Kumpel, der tiefere Gefühle in ihr weckt. Sie braucht aber dringend einen guten Freund und keinen Liebhaber, obwohl ihr dieser Gedanke nicht unangenehm ist.

Jedes Buch dieser Reihe von Layla Hagen ist für mich Wohfühllektüre pur. Ich liebe es in diese Welt einzutauchen. Die Beziehung zwischen den Geschwistern finde ich erfrischend positiv. Der Zusammenhalt berührt mich und begeistert mich, da ich selbst keine sehr große Familie habe.

Bald erscheint Band 5, auf den ich Sehnsuchtsvoll erwarte.

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

""Das Leben ist nicht dazu da, dass es dich unterhält"

Das rote Adressbuch von Lundberg Sofia

Doris Alm wurde 1918 in Schweden geboren, nach dem Tod des Vaters verarmte die Familie. Die Mutter schickte Doris mit erst 13 fort, als Dienstmädchen. Die Zeiten sind hart, nur mühsam kommt sie mit der schweren Arbeit und dem Alleinsein zurecht. Einzig der Künstler Gösta, regelmäßiger Gast ihrer strengen Arbeitgeberin, hilft ein wenig.

Dann zieht es ihre Chefin nach Paris, und sie nimmt Doris mit. Im Alter von 96 Jahren blickt Doris auf dieses und viele folgende Erlebnisse zurück, die sie um den halben Kontinent führten, durch den Zweiten Weltkrieg, in Freud und Leid. Sie beschließt, ihr Leben aufzuschreiben, für Jenny, ihre Großnichte. Sie will ihr Vermächtnis hinterlassen.

ACHTUNG: KEIN Kitsch-/Liebesroman. Mir hatte die Leseprobe gefallen, aber ein Kitschroman, das war meine Befürchtung, könnte sich noch irgendwo verbergen. Doris verliebt sich, ja, natürlich, man folgt ihr immerhin über 83 Jahre, da sollte das schon passieren (dazu hat sie ganz eindeutig etwas zu sagen). Zwischendurch, um Kapitel 27 der letzten CD, da dachte ich schon „Mist, doch Kitsch". Und dann hat sich Autorin Sofia Lundberg mit den Schlusskapiteln übertroffen, eine Wendung hinein gebracht und sich noch einmal ganz schön etwas einfallen lassen.
„Das Leben ist nicht dazu da, dass es dich unterhält, du musst dein Leben unterhalten“.

Gelegentlich hadere ich mit Hörbüchern, weil mir fehlt, wie die Namen geschrieben werden – dieses Buch ist PERFEKT zum Hören. Die Kapitelüberschriften und damit die Namen der Einträge in Doris‘ rotes Adressbuch (der Menschen in ihrem Leben) sind auf dem Leporello mit den CDs abgedruckt. Toll! Oft fehlen die Titel aus den Büchern in der Audioversion. Auch die Besetzung mit zwei Sprecherinnen, für die ältere und für die jüngere Doris, ist eine grandiose Lösung, um die Zeitschiene deutlich zu machen; da hat „der Hörverlag“ alles richtig gemacht. Beate Himmelstoß und Susanne Schroeder lesen so, dass ich auch weitere Personen gut zuordnen kann. Ein Genuss! Das Buch war Thema eines Hörwochenendes und um mich herum wurde ähnlich ge"sucht"et. Vielleicht trotzdem nicht ganz ein typisches Männerbuch ????

5 völlig überraschte, völlig geplättete Sterne

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Rezensionen von BarbaraM:

Ein unglaublich witziger und lehrreicher Großstadtroman – nicht nur für Kinder

Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich von Silke Lambeck

Oh weh, das Leben von den beiden zehnjährigen Jungs Matti und Otto ist zu normal – zu wenig wild, wie sie beide finden. Es spielt sich ab zwischen Kinderyoga, Kinderkochkurs und Musikunterricht. Das kann nicht so bleiben!
Und noch ehe sie sich versehen, stecken die beiden als echte Freunde mitten in einem Abenteuer.

Doch mehr wird hier nicht verraten.

Mit ihrem Buch „Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich“ ist Silke Lambeck ein wunderbares witziges und sehr lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Gerstenberg Verlag erschienen ist und 180 Seiten umfasst. Passend zur Geschichte sind immer wieder schöne Zeichnungen von der Illustratorin Barbara Jung zu finden.
Das Buch ist in größerer Schrift und einfach gehaltener Sprache zu lesen. Also absolut für Kinder geeignet. 
Die Handlung ist in sich stimmig und lädt zum Mitfreuen und -fiebern ein. Wir (Mama und zwei Kinder) haben die einzelnen Charaktere sofort ins Herz geschlossen und konnten uns ohne Probleme in sie hineinversetzen und gut mitfühlen.
Gerne würden wir noch mehr über Otto und Matti lesen.

Es war so vieles in der Geschichte für uns alle dabei und wir haben richtig gerne gelesen und dabei viel gelacht und so oft geschmunzelt. Überhaupt schreibt Silke Lambeck total realitätsnah und nimmt dabei den aktuellen Zeitgeist sehr gekonnt auf die Schippe - das finde ich als Mama beim Lesen absolut wunderbar. 
Auch das Thema „Vorurteile“ bzw. „Klischees“ und der Umgang damit wird schön aufgegriffen. Mir als Mama gefällt es prima, wie beispielweise anhand der "Wandlung" von Hotte aufgezeigt wird, dass man einen Menschen eben erst kennen lernen muss, bevor man ihn verurteilt. Toll gemacht und ganz ohne erhobenen Zeigefinger! Und dies ist nur ein Beispiel von vielen.

Fazit: Wir sprechen eine absolute Kaufempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren, die ein spannendes und lustiges Abenteuer erleben wollen. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit ganz viel Herzblut geschrieben wurde.
Lesespaß ist hier 100%ig garantiert.
Schade, dass wir es schon gelesen haben...

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Rezensionen von LEXI:

Ein bunter Blumenstrauß von Inspiration für ein reiches und schönes Leben

Das gute Leben von Kerstin Hack

„Mein Traum von einem guten Leben: klar, voller Begegnung, Freude und Leichtigkeit und so, dass es Mitmenschen bereichert und stärkt. Am Ende ergeben alle Impulse zusammen einen bunten Blumenstrauß von Inspiration, den ich nach den acht großen Bedürfnissen im Leben angeordnet habe.“

Entsprechend ihrem Vorwort beschäftigt Kerstin Hack sich in diesem Buch mit acht Themenbereichen, die zugleich auch die jeweiligen Kapitelüberschriften darstellen: Vision & Kreativität, Ordnung & Struktur, Sinn & Produktivität, Feiern & Höhepunkte, Energie & Lebensfreude, Beziehung & Nähe, Reflexion & Ausrichtung, Ruhe & Regeneration.

Sie ist der Ansicht, dass sie alle diese acht zentralen Lebenselemente, die in der biblischen Schöpfungsgeschichte mit kraftvollen Bildern beschrieben werden, für ein gutes Leben braucht.

Kerstin Hack schreibt offen, einfach und direkt, ihre Ausführungen sind anregend und motivierend. Die Autorin ist Christin und bezieht auch immer wieder ihren Glauben an Gott in diesem Buch mit ein.

Das Kapitel „Gute Strukturen finden“ empfand ich persönlich ganz besonders beeindruckend, hier konnte ich der Autorin hinsichtlich ihres Strebens nach einem steten und ruhigen Rhythmus, der ihr im Leben Halt gibt, uneingeschränkt zustimmen. Auch das Entsorgen und Reduzieren von Gegenständen fand bei mir großen Anklang und inspirierte mich dazu, lange aufgeschobenes Entrümpeln endlich anzupacken. Beim Abschnitt über Effizienz und das Bündeln von Aufgaben konnte ich bereits auf eigene Erfahrungen zurückgreifen, und hinsichtlich „Multitasking“ stimme ich der Autorin uneingeschränkt zu, dass es einfach nicht funktioniert. Wunderschön empfand ich die Art und Weise, wie Kerstin Hack kleine Glücksmomente im Alltag zu finden und genießen vermag. Ein sehr herausforderndes und hoch interessantes Thema waren für mich die Anregungen der Autorin, natürlich in Bewegung zu kommen, den Körper möglichst fit zu halten. Auch betreffend die Gelassenheit durfte ich erstaunliche und äußerst hilfreiche Erkenntnisse aus den kurzen Ausführungen gewinnen. Weitere Punkte, die mich unglaublich angesprochen haben, waren das Erkennen und Definieren der eigenen Werte und die Akzeptanz jener seiner Mitmenschen.

Sehr gut gefallen haben mir die Zusammenfassungen nach jedem Kapitel unter der Überschrift „Inspiration für dich“, wo die Autorin eine oder mehrere Fragen stellt, eine Idee oder besser gesagt eine Anregung dazu präsentiert, einen konkreten Buchtipp zu diesem Thema empfiehlt und letztendlich noch einen Film- oder Internettipp für ihre Leser bereithält.

Die letzten Seiten dieses Buches sind so grandios, wie auch der gesamte vorangegangene Inhalt: Kerstin Hack bedankt sich in berührenden Worten bei ihren Lesern, und neben einigen Empfehlungen für passende Bücher und Internetseiten gibt sie ganz tolle und inspirierende Ratschläge, wie man Menschen auf die verschiedenste Art und Weise beschenken und sich selbst ein gutes Leben gönnen kann.

„Das gute Leben“ war ein Buch, das ich – einmal zur Hand genommen – nicht mehr weglegen mochte. Ich vertiefte mich mit großem Vergnügen in die Seiten, fand es inhaltlich ungemein bereichernd und zudem sehr praxistauglich. Die Fragen zur Selbstreflektion und die vielen wertvollen Tipps machen dieses Buch zu einem wahren Lebensbegleiter.

Abschließend möchte ich noch kurz auf die Aufmachung des Buches eingehen, wobei mir beim ersten Blick darauf sofort das ungewöhnliche Format aufgefallen ist. Es handelt sich um ein quadratisches Buch mit einer Seitenlänge von etwas mehr als einundzwanzig Zentimetern. Das Coverfoto zeigt eine sehr hübsche junge Frau mit strahlendem Lächeln und verschränkten Armen, der bunte Hintergrund und die Titelangabe in farblich hinterlegten Kreisen wirken fröhlich und modern. Der Inhalt dieses Buches wurde in schwarzen Lettern gedruckt, die Überschriften jedoch farblich dargestellt. Der Text ist mit äußerst großzügigen Seitenrändern und ebensolchem Zeilenabstand dargestellt und wird durch viele Zeichnungen unterbrochen. Durch die aufgelockerte Aufteilung wirkt „Das gute Leben“ auf das Auge des Betrachters sehr übersichtlich und macht die Lektüre – nicht zuletzt natürlich auch aufgrund des wertvollen Inhalts - zu einem reinen Vergnügen.

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Rezensionen von LEXI:

Ein Plädoyer für die Hebräische Bibel – das Alte Testament

Goldadern der Bibel von Pieter J. Lalleman

„Das Alte Testament ist mehr als nur eine Sammlung von Prophezeiungen über Jesus Christus!“

Dr. Pieter J. Lalleman ist Dozent für biblische Studien am Spurgeon’s College in London und Herausgeber der Europäischen Theologischen Zeitschrift. Sein 2015 in den Niederlanden erschienenes Buch „Goldadern der Bibel“ wurde nun erstmals ins Deutsche übersetzt und befasst sich mit wichtigen Themen des Alten Testaments, die im Neuen Testament nicht oder kaum vorkommen.

Neben allgemeinen Informationen über die Bibel und das Alten Testament konzentriert sich der Autor auf den Mehrwert des Alten Testaments und geht dabei auch ein wenig ins Detail. Er zeigt wichtige Aspekte des Alten Testaments auf – und zwar Themen, bei denen das Alten Testament einen bleibenden Wert für alle Christen hat. Er möchte seinen Lesern helfen, die sogenannte „Hebräische Bibel“ richtig zu lesen und zu verstehen und thematisiert unter anderem auch den falschen Gebrauch des Alten Testaments.

Dr. Lalleman befasst sich im ersten Teil des vorliegenden Buches mit der Schöpfung, den Namen Gottes, der Sexualität, der Politik und Fremden, Skepsis und Zweifel, Klagen, Widerreden gegenüber Gott, der Botschaft des Buches Ester sowie dem jüdischen Kanon. Der zweite Buchabschnitt ist seinen Empfehlungen gewidmet, wie man das Alte Testament besser nicht benutzen bzw. lesen sollte. Er führt hierbei beispielhaft verschiedene Fehler an, äußert sich zum Wohlstandsevangelium, welches sich bereits über die halbe Welt verbreitet hat, und dem Einhalten jüdischer Feiertage durch Christen.

Die Ausführungen des Autors sind auch für Nicht-Theologen leicht verständlich, der Schreibstil ist flüssig und er bietet seiner Leserschaft eine große Fülle an Informationen. Hierbei bedient er sich zahlreicher Auszüge aus der Bibel, die in einer vom restlichen Text abweichenden Schriftart dargestellt werden. Einige Themenbereiche waren mir jedoch zu kurz angeschnitten – hier ging mir der Inhalt dieses Buches zu wenig in die Tiefe und ich hätte mir etwas mehr an Informationen und Praxisbezug (Anwendung auf das tägliche Leben) erwartet. Der Anhang stellt ein hilfreiches Werkzeug für Gesprächsgruppen dar, wo der Autor auf mehr als fünf Buchseiten auf den Inhalt dieses Buches zugeschnittene Fragen anbietet.

Insgesamt hat mir „Goldadern der Bibel“ sehr gut gefallen und ich kann dieses Buch als interessante Lektüre zum Thema „Altes Testament“ weiterempfehlen.

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Rezensionen von Caroline :

Verliert Cass den Verstand?

Breakdown - Sie musste sterben. Und du bist schuld von B.A. Paris

In einer stürmischen, regnerischen Nacht nimmt Cass mit ihrem Auto eine Abkürzung, um schnell nach Hause zu gelangen. An einem kleinen Parkplatz sieht sie ein anderes Auto und erkennt darin eine Frau. Sie hält an, um im Rückspiegel zu beobachten, ob die Frau ihr Zeichen gibt, dass sie Hilfe braucht.

Nachdem keine Reaktion erfolgt nimmt sie ihren Weg wieder auf. Einen Tag später erfährt Cass aus den Nachrichten, dass eine Frau ermordet aufgefunden wurde. Es werden Zeugen gesucht, doch Cass schämt sich und deshalb erzählt sie niemanden davon, dass sie an dem Auto und der Frau vorbeigefahren ist, ohne zu halten oder zu helfen.

Bald danach erhält sie anonyme Anrufe. Das Klingeln des Telefons ängstig sie unglaublich. Niemals spricht der Anrufer. Diese stummen Drohungen und ihre immer öfter auftretenden Erinnerungslücken bringen sie an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Ihr Mann Matthew steht ihr immer helfend zur Seite. Auch wenn er Probleme hat, ihre Angst im Zusammenhang mit den Anrufen natürlich nicht nachvollziehen kann.

Cass befürchtet, dass sie den Verstand verlieren wird oder der Mörder irgendwann bei ihr zu schlagen.

Wie hat es mir gefallen?

Vielen Dank an der Verlag für das Rezensionsexemplar.

Im letzten Jahr habe ich von der Autorin „Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet“ begeistert gelesen. Eine Geschichte, die hauptsächlich im Kopf gesponnen wird und deren Ende einfach genial war.

So waren meine Erwartungen an das neue Buch recht hoch.

Es gibt eine Ähnlichkeit zwischen den beiden Geschichten. Vieles spielt sich im Kopf ab. Cass erzählt die Geschichte, somit ist der Leser immer bei ihr und verfolgt jeden noch so kleinen Gedanken. Cass ist mit Leib und Seele Lehrerin. Ihr Leben ist gut organisiert, doch ihre Angst und ihre Probleme mit dem Gedächtnis lassen sie langsam aber sich in sich zusammen fallen. Dies zu beobachten empfand ich ziemlich schlimm. Diesem schleichenden Verfall werden viele Seiten gewidmet. Kann beim Lesen als anstrengend empfunden werden, aber ich rate allen durchzuhalten.

Es kommt der Moment in dem alles einen Sinn ergibt und dann rasen die Seiten nur so dahin.

Ich gebe gerne zu, dass dieses Buch nicht ganz so gut war, wie „Saving Grace“. Ich habe es dennoch gerne gelesen. Was mir bei beiden Geschichten gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass der Leser alle Schritte gemeinsam mit der Hauptprotagonistin macht. Wir erleben alles, leiden mit ihr mit, ärgern uns und hoffen.

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Rezensionen von rewareni:

Jedermann und der Tod

Elbspiel von Nicole Wollschlaeger

Die kleine Gemeinde Kophusen feiert ihr 125 jähriges Jubiläum und der ehemalige Fernsehstar Arno Menzinger kann dafür gewonnen werden, damit er mit seinem Team die Aufführung des Jedermanns auf die Bühne bringt. Doch bevor die Proben beginnen, passieren seltsame und auch erschütternden Dinge.

Zwei Marionetten werden aufgefunden, die mit einem Pfeil durchbohrt sind. Während Philip Goldberg alamiert ist, plagen seine Kollegen andere Sorgen. Peter, der schon nervös ist, weil er den Jedermann spielen möchte und Hauke, weil er schwer verliebt in Sophie ist, die ihn jedoch immer wieder an der langen Leine hält. Als aber eine tote und bereits einbalsamierte Frau gefunden wird und kurz darauf auch noch Hauke verschwindet, wird Goldberg zusehends nervöser. Es gibt zwar viele Spuren, aber keine führt richtig ans Ziel. Als sogar ein Anschlag auf den Pastor verübt wird, ist allen klar, dass sie schnellstens den Täter finden müssen.
Aus der Elb- Krimireihe von Nicole Wollschlaeger, begeben wir uns nun zum dritten Mal mit dem Kommissar Philip Goldberg und seinem Team, in dem Roman ,, Elbspiel´´ in den fiktiven Ort Kophusen, wo der Leser in die Theaterwelt entführt wird. Wie auch bei den vorherigen Bänden bekommt man eine wunderbare Mischung aus Spannung, Humor, witzigen Dialogen und vielen falschen Spuren, wo man bis zum Ende nicht drauf kommt wie die gesponnenen Fäden zusammen passen. Es ist schön die bekannten Protagonisten wieder begleiten zu dürfen. Man muss die vorherigen Bände nicht kennen um der Geschichte folgen zu können, es ist aber sicher interessant, wie sich die drei Kommissare weiterentwickeln und mit welchen Sorgen und Problemen sie sich herumschlagen müssen.
Die Autorin schafft es immer wieder mit einer lockeren und sympathischen Art die Geschichte zu erzählen. Wenn man einmal zu lesen beginnt, möchte man nicht mehr aufhören. Ihre Kommissare sind liebgewonnene Figuren, mit denen man mitleidet und sich auch mit ihnen freut. Sie legt ihren Protagoniste immer wieder flotte und amüsante Dialoge in den Mund, wo man oft schmunzeln muss. Sehr schön hat sie diesesmal die Welt des Theaters den Leser näher gebracht, wo vieles nicht so ist, wie es zunächst scheint. Man muss doch immer wieder aufpassen, was passiert, denn die Autorin liebt es viele Spuren auszulegen, wo man am Ende gar nicht mehr richtig weiß, welcher man nun folgen soll. Sie betreibt ein geschicktes Katz- und Mausspiel, wo es zwar Tote gibt, es aber nie blutig und brutal zu geht und trotzdem die Spannung von Beginn weg bis zum Schluss gehalten wird. Es hat wieder einmal großen Spaß gemacht den Roman zu lesen und es ist immer ein Vergnügen Philip, Peter und Hauke bei ihren Ermittlungen zu begleiten.

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Rezensionen von heinoko:

Ein Buch wie ein opulentes Gemälde

Das Geheimnis der Muse von Jessie Burton


Zwei Handlungsstränge fangen den Leser sofort ein. In den sechziger Jahren kommt die junge farbige Odelle Bastien aus Trinidad nach London in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Während sie erst einmal trotz Hochschulstudium als Schuhverkäuferin ihre Tage fristet, träumt sie davon, Schriftstellerin zu werden.

Als sie einen Job in der renommierten Kunstgalerie Skelton ergattert, fühlt sie sich aufgewertet, umso mehr, als Quick, eine leitende Mitarbeiterin, sie unter ihre Fittiche nimmt und ihr Schreibtalent fördert. Als ein seit dem Spanischen Bürgerkrieg verschollenes Gemälde auftaucht, wird Odelle’s Leben zunehmend auf den Kopf gestellt…
Im zweiten Handlungsstrang befinden wir uns 30 Jahre früher im heißen Andalusien, wohin sich die Familie Schloss vor den politischen Wirren in Wien geflüchtet hatte. Olive, die 19-jährige Tochter, ist eine überaus begabte junge Malerin, die sich jedoch von ihrem Talent nichts verspricht, denn „nur Männer können Kunst erschaffen“. Ihr Vater, ein bekannter Wiener Galerist, weiß nichts von den künstlerischen Ambitionen seiner Tochter. Olive begegnet dem Revolutionär Isaac Robles. Auch er malt…

Odelle berichtet in Ich-Form aus ihrem Leben und kommt damit dem Leser schnell sehr nahe. Sie erlebt zwar Diskriminierung, arbeitet weit unter ihrem Niveau, aber sie klagt nicht, sondern gibt das Streben auf Verwirklichung ihres Lebenstraumes nicht auf. Mit wachem Herzen und offenen Augen, immer aber auch mit einer gewissen inneren Distanz, beobachtet Odelle ihre Umwelt, ihre Mitmenschen, sehr genau und wir, die Leser, mit ihr. Eine immanente Spannung baut sich auf, weil man sehr schnell versucht, eine erklärbare Brücke zwischen 1936 und 1967 zu spannen.
Die Sequenzen in Andalusien werden von einem neutralen Beobachter erzählt, dennoch rücken sie nicht, wie vielleicht zu erwarten wäre, dadurch in Distanz zum Leser. Im Gegenteil, für mich waren die Erzählstränge rund um Olive sehr intensiv in ihrer Wirkung, gerade durch das schwülheiße Klima, das mit schwülheißen Begierden korrespondiert und meisterhaft geschildert wird.
Durch die jeweils relativ langen Zeitsequenzen verlor ich mich beim Lesen völlig in die Schilderungen der Geschehnisse von jeweils 1967 und 1936 und musste, besonders wenn ich das Lesen vorher unterbrochen hatte, erst wieder den Anschluss finden, was mir aber dank des großartig-eindringlichen Schreibstils der Autorin zügig gelang.
Mich hat tief beeindruckt, wie Jessie Burton es versteht, mit Worten zu malen, wie sie den Aufruhr von Farben und Formen in Worte fassen kann. Allein schon ihre Bildbeschreibungen sind so intensiv und aussagekräftig, dass man meint, das Bild vor Augen zu haben. Das Buch selbst ist wie ein Gemälde, und die erzählten Szenen sind weitere Gemälde, teils leichte Skizzen, teils Farbexplosionen, teils aquarellfeine Momentaufnahmen. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, Raum um Raum einer Gemäldegalerie zu durchwandern und von Gefühlsfarben geradezu berauscht zu werden. Ich sah oftmals die Protagonisten wie im Bild festgehalten, als Stillstand im Durchleben von Gefühlsmomenten, Stimmungen und unausgesprochenen Gedanken. Zum Ende hin wird die Geschichte rund um Odile zur griechischen Tragödie, zum unausweichlichen Schicksal, und das Leben von Odelle verknüpft sich in dramatischer und atmosphärisch dichter Weise mit den früheren Ereignissen in Andalusien. Das Buch ist ein wunderbar opulentes Gemälde, großartig in Wortmalerei gesetzt.

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Rezensionen von niknak:

Eine Ehefrau geht fremd

Das Geheimnis der Muse von Jessie Burton

Inhalt:
(Klappentext):
Victoria ist frustriert: Ihr Mann geht lieber zum Fußball als ihr seine Aufmerksamkeit zu schenken. Sie langweilt sich – und sehnt sich nach einem aufregenden, erfüllten Liebesleben.
Voller Neid beobachtet sie das tabulose Treiben ihrer besten Freundin, die sich mit wechselnden Lovern vergnügt und dabei voll auf ihre Kosten kommt.

Ermutigt von ihrer Leichtlebigkeit riskiert Victoria einen Seitensprung. Sie erfährt, wie erfüllend guter Sex sein kann, als sie sich mit einem erfahrenen Mann einlässt, der sie nach allen Regeln der Kunst verwöhnt und sie an ihre Grenzen führt.
Jetzt will Victoria mehr: Sie lernt, Regeln auszublenden und lässt sich in den Armen anderer Männer fallen. Als sie bei einem ihrer Experimente ihren Mann trifft, scheint sich das Blatt zu wenden …


Mein Kommentar:

Dies ist ein Buch der Secret Desires Reihe welche von verschiedenen Autoren verfasst wurden. Dieses Buch stammt von der Autorin Kathy Fox.

Die Autorin hat einen flüssigen und gefühlvollen Schreibstil und die Geschichte ist sehr schnell gelesen, was vielleicht auch an der Länge liegen mag. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz und überschaubar gehalten und aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, auch wenn meistens Vickys Sicht dargestellt wird, da sie ja die Hauptperson ist. So lernt man sie am besten kennen und ich finde, dass sie auch gut ausgearbeitet ist. Man versteht ihre Beweggründe, warum sie ihren Mann betrügt und ihre Tabus brechen will. Sie möchte sich öffnen und als Frau wahrgenommen werden. Bei ihrem Mann schien sie ja schon fast unsichtbar zu sein. Es geht ihr in erster Linie darum, dass sie sexuell auch mal auf ihre Kosten kommt und sie sich ihren Phantasien hingeben kann.

Dennoch kommt sie mir manchmal sehr naiv und teenagerhaft vor. Vor allem, wenn sie sich dann laufend in ihre neuen Partner verliebt und sich sofort auf eine neue Beziehung einlassen will. da ist das Buch dann manchmal nicht mehr ganz so authentisch, aber das war kein Problem für mich. Ich konnte mich sehr gut auf die Geschichte einlassen und mich einfach zurücklehnen und sie genießen.

Die erotischen Szenen waren meist sehr detailliert und genau beschrieben und Erotikfans kommen dabei sicher auf ihre Kosten. Durch die detaillierte Beschreibung ist das Kopfkino auf alle Fälle in Gang gekommen.

Mein Fazit:
Ein schöner Roman, der durch die vielen und detailliert beschriebenen erotischen Szenen besticht und dem Leser ein prickelndes Lesevergnügen bereitet.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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