Kunden em pfehlungen
Rezensionen von jiskett:
Guter Krimi mit einem interessanten Fall
Scandal in Scarlet von Vicki Delany
"A Scandal in Scarlet" ist der vierte Band der Reihe um Gemma Doyle, die einen Sherlock Holmes Buchladen betreibt und eine Beobachtungsgabe hat, die der des berühmten Detektivs Konkurrenz machen könnte. Obwohl sie vor Ort war, als eine Leiche gefunden wurde, will sie dieses Mal eigentlich nicht ermitteln, doch sie wird durch die Umstände dazu gebracht.
Es gibt einige Personen, die die Möglichkeit und ein Motiv hatten, um das Opfer zu töten und dadurch war es interessant zu spekulieren, wer es getan haben könnte, vor allem, da sich der Fall in den späteren Kapiteln noch verkompliziert hat. Die Ermittlungen haben sich realistisch gestaltet, die Spannung wurde gut aufgebaut und die Auflösung war definitiv stimmig. An diesem Buch hat mir allerdings besonders gut gefallen, dass Gemma nur sehr zögerlich dazu bereit ist, Detektivarbeit zu leisten; es war eine nette Abwechslung zu den vorherigen Bänden und hat der Autorin erlaubt, sich etwas anderes auszudenken, um sicherzustellen, dass die Protagonistin trotzdem in die Geschehnisse involviert wurde. Ich mochte auch, dass sie nicht durchgehend auf der Höhe war. Sie macht kleine Fehler, andere Charaktere erhalten Informationen, die ihr nicht zugänglich waren und es gibt Momente, in denen sie zu Tricks greifen muss, um Fortschritte zu machen.
Natürlich ist Gemma immer noch sie selbst und dementsprechend kann sie Umstände erkennen, die anderen verborgen bleiben, ist gelegentlich ein bisschen unhöflich, scheut Konfrontationen nicht und hat Schwierigkeiten mit sozialen Interaktionen, aber ich hatte das Gefühl, dass sie im Vergleich zum letzten Band umgänglicher geworden ist und es wird deutlich, dass sie sich Mühe gibt. Ich fand auch gut, dass ihre Beziehung mit Ryan eine große Rolle gespielt und ihr Handeln während der Arbeit an dem Fall beeinflusst hat. Da er für die Polizei arbeitet, kann ihr Verhalten und ihr Hang dazu, sich am Rande der Legalität zu bewegen, für ihn negative Auswirkungen haben und es war realistisch, dass die beiden deshalb Probleme hatten. Ihre Fehler hatten echte Konsequenzen, was mir sehr gefallen hat. Zudem mochte ich, wie Estrada geschrieben wurde - dass sie Gemma immer das Verbrechen in die Schuhe schieben wollte, hat mich in den vorherigen Büchern gestört, sodass es toll war, hier kleine Fortschritte zu sehen.
Insgesamt ist "A Scandal in Scarlet" eine angenehme Lektüre. Der Fall ist interessant, die Geschichte ist gut geschrieben und es war schön, die Charaktere wiederzusehen und zu verfolgen, wie sie sich seit dem letzten Buch verändert haben.
Rezensionen von manu63:
Lesenswert
Die Rose des Herzogs von Marita Spang
In ihrem historischen Roman Die Rose des Herzogs lässt uns die Autorin Marita Spang teilhaben am Leben von Charlotte de Rohan-Rochfort einer wenig bekannten Frauenfigur der Geschichte. Charlotte erlebte die französische Revolution und konnte sich mit ihrem Großonkel dem Kardinal Louis Rene Edouard von Rohan-Guemene nach Ettenheim ins Exil retten.
Ihr Leben, Leiden und Lieben wird von der Autorin auf interessante Weise erzählt und als Leserin erlebe ich hautnah die Auswirkungen der Kriegshandlungen auf Charlotte und ihr Leben. Sie war angeblich die heimliche Ehefrau von Louis Antonie von Bourbon-Conde, Herzog von Enghien der aus politischen Gründen nach einem Schauprozess hingerichtet wird. Napoleon Bonaparte suchte einen Exil-Bourbonen an dem er ein Exempel statuieren konnte.
Die Erzählweise ist kurzweilig und die Schauplätze und Daten sind an relevanten Stellen gut markiert. Am Ende des Buches findet sich eine Zeittafel und ein Glossar sowie Anmerkungen der Autorin zum Buch selber die ich sehr interessant fand, da die Autorin darlegte in welchem Ausmaß sie sich dichterische Freiheiten erlaubt hat und was belegte Ereignisse sind. Am Anfang des Buches gibt es ein Personenverzeichnis in dem historische Persönlichkeiten gekennzeichnet sind.
Während der gesamten Lektüre kamen keine langweiligen Stellen zu Tage und es gab auch keine langatmigen Beschreibungen. Die Lebensgeschichte von Charlotte wird in einem interessanten Rahmen erzählt und die Autorin hat diese gut recherchiert, soweit sie zugänglich war. Die Rose des Herzogs ist ein weiterer guter historischer Roman rund um eine weniger bekannte Frau der Geschichte und wem Die Frauenburg von Marita Spang gefiel, der wird auch diese Geschichte schätzen. Für mich ein guter Blick in die Geschichte mit hohem Unterhaltungswert.
Rezensionen von nil_liest:
Lehrreich und zugleich unterhaltsam in Frankfurt am Main
Deutsches Haus von Hess Annette
Frankfurt am Main im Jahr 1963, Deutschland hat es mit Hilfe der Alliierten wieder auf die Füße geschafft. Die meisten erfreuen sich an dem Wirtschaftswunder und wollen am liebsten die Vergangenheit ruhen lassen. Der Krieg hat viele Opfer gefordert. 1963 war auch das Jahr in dem die Auschwitzprozesse stattfanden.
Eine historisch spannende und so wichtige Zeit der startenden Aufarbeitung und Auseinandersetzung zwischen den Generationen. Diese ganze Reibung hat Annette Hess auf grandiose Weise zu einem Roman verarbeitet: Deutsches Haus. Der harte Stoff der Ausschwitzprozesse wird hier verwoben mit dem Leben der Dolmetscherin Eva Bruhns, die hier aus dem polnischen übersetzt. Aufgelockert wird das Ganze in dem alle Aspekte aus Evas Leben beleuchtet werden. Ihre Eltern unterhalten eine klassische Apfelweinkneipe in Bornheim und arbeiten hart, sind eher einfach gestrickt, haben das Herz am rechten Fleck sind aber trotzdem recht traditionell. Es gibt auch einen potenziellen Ehemann in Evas Leben, aber auch dieser zeigt sich wenig fortschrittlich in seiner Ansicht über die Ehe. Eva ist da schon gedanklich, ohne es selbst aussprechen zu können, weiter. Natürlich gibt es noch mehr Personen und Seitenhandlungsstränge, aber überladen ist es nicht.
Der Roman lässt sich super lesen, ist trotz des harten Stoffes unterhaltsam und sehr lehrreich. Natürlich schreit der Stoff nach einer Verfilmung. Da Annette Hess Drehbuchautorin ist, würde mich nicht wundern, wenn hieraus ein ARD- oder ZDF-Mehrteiler entsteht.
Für alle die Frankfurt gut kennen, sollte auch erwähnt werden, dass man trotz historischem Setting vieles kennt und dass natürlich noch mal ein wunderbarer Zusatzpluspunkt ist für die Lektüre. Besonders für Bornheimer! :0)
Ach ja, und es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass dies eine tolle Winterlektüre ist, denn man spürt förmlich das olle Wetter welches hier beschrieben wird.
Rezensionen von nil_liest:
Mir blieb die Luft beim Lesen weg.
Loyalitäten von Delphine Vigan
Dieses Buch trifft einen genau da wo man genau zuhören sollte: in der Magengruben, sprich im Bauch. Es geht um Theo, der abwechselnd bei seien getrennten Eltern lebt. Er ist alleine und betäubt sich im wahrsten Sinne des Wortes: er trinkt mit knapp 12 Jahren Alkohol um die Sorgen und Ängste los zu werden.
Seine Eltern sind beide seit der Trennung selbst psychisch auf sehr unterschiedliche Weisen für Theo abwesend und er fühlt sich schuldig, meint es lösen zu können – wo er doch das Kind ist das Halt und Geborgenheit bei den Eltern sucht.
Theo hat einen besten Freund, der zu ihm hält und ihm auf kindliche Weise loyal ist. Genau wie Theo seinen Eltern gegenüber loyal ist. Fatal.
Es gibt da nur diese eine Lehrerin, die spürt, dass da was nicht stimmt. Ist aber auch so in ihrer eigenen Vergangenheit gefangen, dass sie auch nicht erkennt was vor sich geht. Aber ihr Bauchgefühl trübt sie nicht.
Die Geschichte ist meisterlich erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven. Es kommen abwechselnd Theo, sein Freund Mathis, seine Lehrerin, seine Mutter und die Mutter seines besten Freundes zu Wort. Genial gemacht, denn so merkt der Leser, dass jeder unter der Oberfläche brodelt und kaum einen Blick für das Drama hat das sich dort vor ihren Augen abspielt. Interessant ist auch, dass Theo nicht durch einen Ich-Erzähler zu Wort kommt, sondern mittels einem allwissenden Erzähler.
Die Kapitel sind kurz und treiben einem beim Lesen an, dadurch wird das Gefühl der Abwärtsspirale noch stärker und man möchte einfach nur alle Erwachsenen anschreien und schütteln: Schaut hin! Er braucht Hilfe….
Keine schöne Lektüre, eher verstörend, aber wachrüttelnd. Es führt vor Augen welche Macht Eltern über ihre Kinder haben. Es zeigt vor allem was passieren kann, wenn man sich dem Kind nicht zuwendet. Anwesend sind sie und trotzdem nicht da für den Jungen.
FAZIT: Chapeau vor dieser prägnanten Sprache bei wechselnden meisterhaft erzählten Perspektiven. Wie ein Sog hat es mich in dieses Buch hineingezogen und mir diese erschütternde Geschichte erzählt, die mich ohnmächtig zurücklässt.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair:
Leider nein
Geisternächte von Mumot André
Diese Buch hat mich leider nicht erreicht. Weder die Sprache, noch die Erzählstränge konnten mich begeistern, ich habe bis Seite 150 gekämpft und dann aufgegeben.....
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-MairRezensionen von Tarika:
Wer ist Anonymous?
Geisternächte von Mumot André
Nachdem die Freunde die Erlebnisse vom Anschlag auf CyberLondon durch R.A.T.s verarbeitet haben und wieder in ihren Alltag zurückgefunden, entwickeln Ned und die Jungs ein eigenes CyberGame. Während eines Testlaufs des Spiels hackt sich jedoch ein Unbekannter ins Spiel. Was will er und sie die Freunde in Gefahr? Zu allem Überfluss tauchen auch noch Zacks Eltern in London auf und sorgen für Unruhe…
Auch mit dem sechsten Band der Reihe begeben wir uns in die spannende Welt der CyberGames.
Die Jungs entwickeln ein weiteres eigenes Spiel, dass nun ausgiebig von allen Freunden getestet wird. Charlie, die in der Entwicklung des Spiels nicht mitgewirkt hat, darf Versuchskaninchen spielen. Charlie bekam erst nach und nach in den Bänden mehr Auftritte, aber ihre Rolle hat sich immer als sehr sympathisch gezeigt. Das bleibt auch hier so und mir gefällt es, wie wir als Leser durch ihre Augen das neue Game der Jungs erkunden. Eigentlich stellt das Spiel eher eine nebengeordnete Rolle, denn schon bald tritt Anonymous auf den Plan und hackt das Spiel, schreibt Filmsequenzen hinein und erschreckt damit die Freunde durchaus. Dennoch testen sie weiter, in der Annahme, dass Ned ihn vom System aussperren kann. Aber Anonymous ist nicht nur besonders hartnäckig, nein, er ist auch verdammt gut.
Das Rätsel um Anonymous ist gut dargestellt, auch wenn ich manchmal dachte, dass die Freunde wirklich vielleicht auch ein wenig naiv an die Sache rangehen, vor allem mit dem Hintergrund dessen, was sie in CyberLondon durch den Anschlag durch R.A.T.s erlebt haben.
In diesem Band zeigt Nadine Erdmann zudem wieder einmal ihre Stärke: Zwischenmenschliches und Emotionen. Zacks Eltern treten hier wieder einmal auf den Plan und zeigen sich wirklich von einer Seite, die ich von Eltern nicht erleben will. Sie stellen sich und ihre Pläne über das Wohlergehen ihres Sohnes, der dennoch für sich Dinge erledigen soll, die einfach ein No-Go sind. Besonders hervorgehoben wird dabei Zacks Gefühlsleben, wie sehr er darunter zu leiden hat. Nicht nur, dass seine Eltern diesen Weg beschreiten, sondern auch die drohende Gefahr, alles zu verlieren, was er in London aufgebaut hat, seine Familie. Denn seine Familie sind nicht seine Eltern, sondern Robert, der für ihn all die Jahre mehr Vater war als sein leiblicher, sowie Jemma und Jamie. Auch wenn es für den Leser logisch erscheinen muss, so muss Zack an dieser Erkenntnis arbeiten und bis dahin leiden wir als Leser wohl mit ihm mit.
„Anonymous“ ist ein emotional starker Band, aber auch das Rätsel um Anonymous selbst ist sehr spannend mitzuverfolgen. Auch die Mischung von CyberWorld und der realen Welt gefiel mir, wobei die Realität hier eindeutig im Vordergrund steht. Für mich wieder eine sehr gelungene Fortsetzung.
Rezensionen von thora01:
Sehr spannende und magiebehaftete Story
Venturia (Band 1): Juwelen und Verfall von Regina Meißner
Inhalt/Klappentext:
Die siebzehnjährige Tiana führt ein beschauliches Leben im Schloss von Bel Aniz. In der Prinzessin glüht der Wunsch nach Freiheit und nach Antworten auf Ungereimtheiten, die ihr immer häufiger auffallen. Was ist das geheimnisvolle Land Venturia, über das niemand im Schloss reden darf? Warum ist der König so abweisend, sobald das Gespräch auf Magie gelenkt wird?
Doch statt Tianas Fragen zu klären, planen ihre Eltern sechs Bälle, um einen geeigneten Gemahl für ihre Tochter zu finden.
Nachdem der erste Ball allerdings vollkommen anders als geplant verläuft, findet sich die Prinzessin auf einmal in einem Strudel aus Ereignissen wieder, der alles, was sie bisher geglaubt hat, als Lüge entlarvt und sowohl ihre Zukunft als auch ihre Vergangenheit infrage stellt.
Als sie von einem Fremden verschleppt wird, ist das nur noch der letzte Windhauch, der ihre heile Welt zum Einsturz bringt. Wird es ihr gelingen, aus diesen Trümmern zu entkommen und herauszufinden, wer sie wirklich ist?
(Quelle: Sternensand Verlag)
Meine Meinung:
Sehr gelungener Auftakt der Reihe „Venturia“. Ich konnte in meinen Gedanken sofort in die von der Autorin geschaffene Welt reisen. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist leicht zu lesen und nimmt den Leser gefangen. Die Autorin hat mit „Venturia“ eine ganz besondere Welt erschaffen. Ich habe mich sofort in ihr Wohl gefühlt. Besonders interessant fand ich die sehr verschiedenen Teilen dieser Welt. Die Protagonisten sind für mich von Anfang an sehr interessant. Sie wirken sehr sympathisch und haben dennoch ihre ganz besonderen Eigenheiten. Tiana war für nicht von Beginn an greifbar. Sie wirkte ein wenig abgehoben. Dieser Eindruck hat sich im Verlauf der Geschichte gelegt. Die Prinzessin zeigt dem Leser sehr deutlich wie der erste Eindruck täuschen kann. Der männliche Protagonist hat mich zu Beginn fasziniert. Er wirkte sehr sympathisch und geheimnisvoll. Er ist ein sehr vielschichtiger Charakter und konnte mich immer wieder überraschen. Die Geschichte ist eine sehr gelungene Mischung. Sie ist sehr phantasievoll und actionreich erzählt. Ich liebe ganz besonders die etwas ruhigeren Szenen. In denen Tiana mehr über sich und ihre Welt erfährt. Auch gefallen mir sehr gut das Zusammenspiel zwischen ihr und dem männlichen Protagonisten. Der Abschluss ist sehr gelungen. Er ist sehr spannend und endet mit einem sehr fiesen Cliffhänger.
Mein Fazit:
Wundervoller Fantasieroman. Er hat mich sofort in den Bann gezogen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Rezensionen von Ele:
Zwiegespalten
Venturia (Band 1): Juwelen und Verfall von Regina Meißner
Tödlich ist die Versuchung, Thriller von Gina Jacobsen, E-book, 300 Seiten, erschienen im FeuerWerke-Verlag.
In diesem Erotik-Thriller zieht sich das Thema „Wie Männer ticken“ durch die Handlung.
Emanuela hat seit dem Tod ihres Bruders und dem Verschwinden ihrer Jugendliebe Rasmus ein Trauma.
Dies will sie nun mit dem bekannten Beziehungstherapeuten Bernhard Rett aufarbeiten. Doch der Beziehungscoach schickt sie in gewagte sexuelle Abenteuer mit verschiedenen Männern. Als plötzlich einer nach dem anderen an einer mysteriösen Grippe stirbt, gerät auch Emanuela in Gefahr. Ist Rett, in den sie sich verliebt hat gefährlich, oder wird er sie retten?
Dieses Werk lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Zuerst einmal finde ich die Bezeichnung Thriller, auf dem Cover verwirrend. Es handelt sich hier eindeutig um einen Erotik-Thriller. Der Crime Anteil im Buch ist der Autorin gut gelungen. Spannender Plot, Cliffhanger und unvorhergesehene Wendungen besonders am Ende, haben mich gut unterhalten. Der Fall wurde plausibel und vollständig aufgelöst. Der auktoriale Erzählstil, besonders die Szenen aus der Sicht eines Stalkers erzeugten Spannung.
Dazwischen und besonders zum Anfang dachte ich schon, ich müsste das Buch abbrechen. Zu abrupte Szenenwechsel, der Leser erfährt stets nur Bruchstücke, zu viele für die Handlung unwichtige Charaktere, ließ mich nur schlecht in Lesefluss kommen. Der Plot enthält für mich weder schöne, noch romantische Sexszenen, zum Teil sogar gewalttätige. Ich kann einfach nicht akzeptieren, dass eine Frau bei einer "Vergewaltigung" und das war es für mich, plötzlich Spaß oder Erregung verspürt. Ich lese davon, bin entsetzt - und dann steht geschrieben „Emanuela begann langsam daran Gefallen zu finden“ das geht für mich gar nicht. Ganz schlimm finde ich auch, dass die Protagonistin bei ihren promiskuitiven Vergnügungstouren nie ein Kondom benutzt. Selten konnte ich das Verhalten der Protagonistin nachvollziehen, eine selbstbewusste Frau und Wissenschaftlerin, die sich von einem „Beziehungscoach“ peinliche Sex-Hausaufgaben geben lässt, und dann auch noch ihre Studenten mit Aufgaben dieser Art betraut, ist für mich nicht plausibel. Wirklich sympathisch fand ich keinen der handelnden Personen.
Ich fürchte die Autorin hat in ihrem Werk einfach zu viel gewollt, Erotik, Thrill, interessante Charaktere, psychologische Ansätze, es war einfach zu viel des Guten. Letztendlich ist sie keinem Teil befriedigend gerecht geworden. Von mir, auch wegen des wunderschönen Covers, 2 gutgemeinte Sterne von 5 möglichen.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Packendes Debüt – ein echter Pageturner!
Ich weiß, wo sie ist von Caves S B
Es ist der Albtraum aller Eltern… Seitdem die kleine Autumn vor zehn Jahren spurlos verschwand, sind Francine und Will durch die Hölle gegangen und haben sich über den Verlust ihres einzigen Kindes voneinander distanziert. Während Will sich mit dem Gedanken abgefunden zu haben scheint, dass er Autumn niemals wiedersehen wird, weigert sich Francine vehement, jemals die Hoffnung – und die Suche nach ihrer Tochter – aufzugeben.
Eines Tages erhält sie ein anonymes Schreiben, das auf den Verbleib von Autumn anspielt. Ist diese etwa noch am Leben? Kurz darauf steht die geschockte Francine einem jungen Mädchen gegenüber: Lena. Sie sagt, sie sei aus dem "Haus im Wald" entkommen. Dort, wo "die anderen" sind – dort, wo Autumn ist. Doch Lenas Geschichte hat ihre Lücken. Kann Francine ihr wirklich trauen? Und falls ihre Tochter tatsächlich noch lebt, wie soll es Francine gelingen, sie zu befreien?
S.B. Caves' fesselnder Debütroman ist ein echter Pageturner – einmal angefangen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Von Beginn an wird eine düstere, angsteinflößende Atmosphäre aufgebaut, die keinen kalt lässt; Francines seelische Zerrissenheit und abgrundtiefe Verzweiflung werden schonungslos aufgezeigt. Bald findet sie sich in einem gefährlichen Netz aus Lügen, Korruption und Gewalt wieder. Was sie herausfindet, erschüttert Francine bis ins Mark – allerdings fehlen ihr die Beweise, denn niemand will ihr glauben, nicht einmal Will.
Bereits mit dem Einstieg in die Geschichte wird der Leser direkt in die Handlung katapultiert und kann die dramatischen Ereignisse dank des ausdrucksstarken, flüssigen Schreibstils hautnah miterleben. Es ist kein Roman für zarte Gemüter; mittels authentischer Dialoge und detaillierter Beschreibungen werden die Abgründe der Menschlichkeit rigoros grausam aufgezeigt. Über insgesamt drei große Leseabschnitte nimmt die Entwicklung rasant an Fahrt auf; gnadenlos steigert der Autor die Spannung, bis man angesichts der Kaltblütigkeit des organisierten Verbrechens erschaudert und sich entsetzt vor Augen halten muss, dass die hier vorgestellte Geschichte womöglich irgendwo auf der Welt gerade traurige Realität ist.
Die unheilvolle Stimmung des Werkes ist auch in gestalterischer Form meisterhaft umgesetzt worden: auf dem Buchcover ist in dunklen Farben eine junge Frau abgebildet, die aus einem Wald hinauszulaufen scheint. In großen pinken Lettern, die sich eindrucksvoll leuchtend vom finsteren Hintergrund abheben, prangt der Schriftzug "Ich weiß, wo sie ist" – ein aufwühlender Buchtitel, der gleichzeitig die Kernaussage des Romans darstellt.
Einen winzigen Abzug gibt es für die vielen offengebliebenen Fragen, da ich generell ein rundum abgeschlossenes Ende bevorzuge. Es ist allerdings gut möglich, dass der Autor sich die Möglichkeit einer Fortsetzung offenhalten wollte.
Ein sehr gelungener Thriller! Spannung pur!!
Rezensionen von Harakiri:
Tränen garantiert
Die Schneeschwester von Maja Lunde
Julians Schwester Juni ist im Sommer gestorben. Nun naht Weihnachten und Julian ist traurig: seine Eltern denken vor lauter Kummer nicht daran, dass sie noch zwei Kinder haben und dass bald Weihnachten ist. Julian lernt im Schwimmbad Hedvig kennen und freundet sich mit ihr an. Doch Hedvig hat ein Geheimnis – und wer ist eigentlich der alte Mann, der immer im Garten von Hedvigs Haus steht?
Ein wunderschönes Buch, das zu Tränen rührt! Aber mit sehr trauriger Grundstimmung.
Eine Familie verliert ihr Kind, ihre Schwester und versinkt in Trauer und Lethargie. Doch das Leben muss weiter gehen und in Julian hat die Autorin hier einen kleinen Jungen erschaffen, der darum kämpft, dass sich die Eltern aus ihrer Trauer befreien. Wenigstens Schritt für Schritt.
Dabei hilft ihm Hedvig, die ihm eine Freundin ist und wieder Freude in sein Leben bringt. Wie süß fand ich die Freundschaft zwischen den beiden Kindern. Und wie habe ich geweint, als Hedvigs Geheimnis ans Tageslicht trat.
Das Buch ist schon von außen ein Hingucker. Quadratisch, glitzernd und schön verziert. Aber die Illustrationen im Innern können das Ganze noch toppen. Selten habe ich Bilder gesehen, die Stimmungen so perfekt einfangen können. Die Gesichter der Kinder und Eltern spiegeln ihre Trauer, ihre Freude oder auch ganz einfache alltägliche Szenen so gut, dass man meint, die Personen real vor sich zu sehen.
Fazit: Das Buch ist aufgebaut wie ein Adventskalender. 24 Kapitel laden dazu ein, täglich eins davon zu lesen oder vorzulesen. Allerdings habe ich das Buch an einem Tag durch gehabt, weil ich einfach immer wissen wollte, wie es weiter geht. Für Kinder finde ich das Buch jedoch nicht geeignet, es sei denn, auch sie haben den Verlust eines Familienmitgliedes zu verkraften.









