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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LadyIceTea:

Manchmal braucht man Mut zum Leben

Seit Liane mit 18 Jahren erfahren hat, dass sie adoptiert ist, hat sich ihr Leben drastisch geändert. Zu ihrer Adoptivmutter Ruth hat sie seit 20 Jahren keinen Kontakt mehr und ihre leibliche Mutter kennt sie nur von den Besuchen auf dem Friedhof. Kein Wunder, dass sie da lieber auf Nummer sicher geht und weder einen Menschen zu nah an sich heran lässt, noch irgendetwas riskiert.

Dass ihre Gesundheitsvorsorge schon als hypochondrisch bezeichnet werden kann, verdrängt Liane gerne. Als sie dann bei ihrem Routinecheck eine alles verändernde Diagnose erhält, stellt sie schnell fest, so kann es nicht weitergehen und eigentlich hat sie gar keinen Grund mehr um vorsichtig zu sein. Sie beschließt, dass ihr Mut von nun an ihr ständiger Begleiter sein soll.

Dies ist das zweite Buch welches ich von Anna Paulsen gelesen habe und wieder einmal bin ich begeistert und sehr positiv überrascht von dieser ungewöhnlichen Geschichte.
Anna Paulsens Figuren zeichnen sich schönerweise immer durch ihre kauzige Art aus. Sei es die Hauptfigur Liane oder die Nebenfiguren. Jeder bekommt seinen eigenen Charakterzug und hat auf jeden Fall den ein oder anderen Spleen. Viele Momente zum Schmunzeln sind da vorprogrammiert.
Liane macht in diesem Buch eine wirklich erstaunliche Kehrtwendung. Sie entwickelt sich von der ängstlichen, biederen Buchhalterin zu einer abenteuerlustigen, mutigen Frau. Manch einem mag diese Verwandlung zu schnell gegangen sein aber mir hat es irgendwie sehr gut gefallen. Die Dinge die Liane immer wieder erlebt, vor allem weil sie sich entschlossen hat, endlich Mut zu haben und ihre Bucket List abzuarbeiten, sind oft wirklich zum Lachen.
Begleitet wird sie von einigen super sympathischen Nebenfiguren, die alle sehr eigen und wunderbar passend für diese Geschichte sind. Sie bringen noch mehr Pepp und Herzenswärme in dieses Buch.
Gut gefallen hat mir auch, dass es in diesem Moment nicht nur um Lacher geht, sondern es auch das ein oder andere Mal tiefgründiger wird. Da geht es um die Angst vor dem Sterben, um Familie und um das Leben und grade, dass man dazu wirklich Mut braucht.
Mir hat dieses Buch viel Freude bereitet und ich empfehle Anna Paulsen wirklich gerne weiter.

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Rezensionen von Rosbud:

Doping mit Folgen

Eiskalte Spiele von Girardelli Marc; Grünig Michaela

Eiskalte Spiele, Kriminalroman von Michaela Grünig und Marc Girardelli, 270 Seiten, erschienen im Emons Verlag.
Ein spannender Kriminalroman im Skisport-Milieu mit Dopinghintergrund. Andrea Brunner und Marc Gassmann ermitteln in ihrem dritten gemeinsamen Fall.
Mehrere renommierte Profi-Skisport-Trainer begehen Selbstmord.

Bei den Leichen werden gleichlautende Geständnisse gefunden. Ein weiterer Trainer ist verschwunden und Hans Bischoff, der Trainer von Marc Gassmann erhält ebenfalls eine Morddrohung. Gassmann versucht bei den Spielen in Südkorea noch einmal nach olympischem Gold zu greifen. Zusammen mit seiner On/Off Freundin der Polizistin Andrea Brunner, die Bischoff bewachen soll, macht er sich auf zu den Winterspielen in Pyeongchang. Gelingt es Andrea, Marc und Hans zu schützen oder gerät sie selbst in Gefahr?
Das Buch ist in 20 spannende Kapitel eingeteilt, die in übersichtliche Leseabschnitte aufgeteilt sind. Das Autorenduo hat als Stilmittel die auktoriale Erzählweise gewählt. Die Erzählung gliedert sich in zwei Erzählstränge. Der Teil aus der Sicht des Täters ist in kursiver Schrift gedruckt, deshalb hat der Leser zu jeder Zeit Gelegenheit sich in der Handlung zurechtzufinden. Lebhafte Dialoge und ein bildhafter, wortgewaltiger Erzählstil gewähren eine flüssige und schnelle Lektüre.
Grünig und Girardelli haben es wieder einmal geschafft mich zu verblüffen, die Story, die schon mit einem Knaller beginnt steigert sich bis zu einem nervenzerreißenden Finale ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Bis zum letzten Kapitel wusste ich nicht, wer für die Taten verantwortlich ist, das Ende ist so überraschend, die Gedanken und Pläne des Täters haben mich komplett in die Irre geführt. Chapeau! Nebenbei habe ich noch sehr viel über das Thema Doping erfahren, diese Abschnitte zeugen für hervorragende Recherchearbeiten. immer wieder faszinieren mich in den Krimis der Autoren, die Beschreibungen eines Abfahrtsrennens aus der Sicht des Sportlers, oder das harte Training das einem Erfolg vorangeht, ich war mir bewusst, dass für diese Szenen Girardelli verantwortlich ist, er weiß schließlich wovon er schreibt. Meine Lieblingscharaktere, Marc und Andrea, die ich nach dem 3. Krimi nun schon sehr gut kenne waren mir wieder sehr sympathisch, ich bin schon ein Fan der beiden geworden und hoffe, dass es für die Zukunft noch viel zu erzählen gibt. Mit dem Mörder hatte ich zwar kein Mitleid, ich konnte aber die Gründe für die Taten nachvollziehen.
Ein hervorragender Ski-Krimi, der sich fast von alleine liest, es ist den Autoren tatsächlich gelungen, die Spannung und meine Begeisterung noch zu steigern. Geeignet für Wintersport-Fans die Krimis mögen, für die Fans der Reihe und alle anderen die sich von einem hervorragend recherchierten Krimi begeistern lassen, es ist möglich dieses Buch als Einzelband zu lesen, es wäre aber schade sich die Vorgängerbände entgehen zu lassen. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung. Von mir die Goldmedaille, 5 verdiente Sterne.

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Rezensionen von yellowdog:

kein konventioneller Krimi

Der Unfall auf der A35 von Burnet Graeme Macrae

Wer Burnets großartigen Roman „Sein blutiges Projekt“ kennt, weiß, dass ungewöhnliche Stilmittel zu erwarten sind und kein konventioneller Krimi.

Der eigenbrötlerische Kommissar Georges Gorski passt jedoch bestens ins typische Krimibild, genau wie seine verhaltene Ermittlungsarbeit.
Der Unfall mit einem toten Autofahrer, den er untersucht, führt ihn auf die Spuren des Toten und dessen Geheimnisse.

Der Sohn des Toten, Raymond, steht ebenfalls oft im Mittelpunkt des Geschehens.

Kommissar Gorskis Privatleben ist aus der Spur, seine Frau hat ihn mit Tochter verlassen, ob sie zurückkehrt ist ungewiss.

Mich begeistern die Beschreibungen des Alltags der Menschen und wie sich der Autor hierfür viel Zeit lässt. Sie sind detailreich, aber nicht übertrieben.
Burnet lässt den Leser oft in die Gedanken seiner Figuren blickén. Auch die Dialoge funktionieren gut.
Die erzeugten Stimmungen sorgen dafür, dass man einen wirklich spannenden Plot nicht vermisst.

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Rezensionen von redchinablues:

Alle Jahre wieder...

BERG 2019 von Deutscher Alpenverein; Österreichischer Alpenverein; Alpenverein Südtirol; Axel Klemmer

Pünktlich im Herbst erscheint das neue Jahrbuch des Alpenvereins und beschert den Leser mit einer unglaublichen Themenvielfalt. Geschichtliches, Menschliches, Gesellschaftliches, Sportliches, Kurioses und sogar Philosphisches - da ist für jeden Bergfan etwas dabei. Auch das allgegenwärtige Thema Social Media wird beleuchtet.

So beschäftigt sich der Artikel "Wahrheit oder Pflicht" mit dem Social-Media-Verhalten der Bergsteiger und die damit verbundenen Probleme. Beeindruckt hat mich der Artikel "Inklusion am Berg" über die Erlebnispädagogin Andrea Szabadi Heine, die sich vorbildhaft für die gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Handicap einsetzt. Das Alpenvereinsjahrbuch 2019 ist ein absolut lesenswertes Buch, dass sich gut unter dem Weihnachtsbaum macht! Als Zuckerl gratis dazu gibts die Alpenvereinskarte Hochalmspitze-Ankogel.

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

Lost

Stieg Larssons Erbe von Jan Stocklassa

In Kürze: Sachbuch. Komplex, mit sehr vielen Personen und Zusammenhängen. Thema ist die journalistische Investigation zum Mord an Olof Palme. Der Journalist Jan Stocklossa recherchierte zu dem Thema und nahm das Archiv Stieg Larssons als Ausgangspunkt (ja, der Autor der „Millenium-Reihe“ um Lisbet Salander und Mikael Blomkvist war „eigentlich“ Journalist).

Wegen der Komplexität erfordert das Buch politisch-geschichtliche Vorkenntnisse – dann liest es sich jedoch sehr spannend, wenn auch gelegentlich etwas sperrig.

Am 28. Februar 1986 wurde Olof Palme, damals Regierungschef Schwedens, erschossen – wer nicht ausreichend politisch interessiert ist, um davon mindestens gehört zu haben, für den ist das das falsche Buch. Ich gehe sogar soweit, dass ich der Ansicht bin, dass man die politische Lage der Zeit mindestens grob skizzieren können sollte, um den Text in einen sinnvollen Zusammenhang stellen zu können: Apartheid, geteiltes Deutschland, Iran-Contra-Affäre, der vergangene Vietnamkrieg, Abrüstung, Kalter Krieg, Iran-Irak-Krieg, RAF, Ronald Reagan, Helmut Kohl, Margaret Thatcher. Ich war damals ein Teenager und habe das in den Nachrichten mitbekommen und zufällig vor nicht allzu langer Zeit eine Dokumentation im Fernsehen gesehen, die auf gewissen Ungereimtheiten hinwies (wer sich auf den aktuellen Stand bringen will – unten habe ich einige Links gesammelt).

Autor Jan Stocklossa hat eine Darstellung für das Buch gewählt, an die ich mich zunächst gewöhnen musste: das gibt es romanhafte Passagen, die die Handlung aus der Sicht von Stieg Larsson beschreiben – vermutlich den vielen Fans geschuldet; gleichzeitig empfand ich diese Teile als am einfachsten nachzuvollziehen. Dann gibt es die „Quellen“, Transkriptionen von Interviews oder heimlichen Mitschnitten, Briefe, Akten, Zeitungsausschnitte, Skizzen. Speziell die Briefe Larssons erzeugten bei mir eine etwas unheimlich wirkende Authentizität – leider hat man einen Schrifttypus gewählt, der die damalige Schreibmaschine darstellen sollte, aber einfach nur sehr schlecht lesbar ist (lieber Verlag: ich besitze noch alte Schulaufsätze von der Schreibmaschine geschrieben – das wäre in der Allgemeinheit nie nutzbar gewesen bei derart schlechter Qualität). Insgesamt kann man sich anhand der Quellen sehr gut in die Zeit zurückversetzen; die Notwendigkeit zum Briefweg, zu Durchschlägen im Vergleich zu heutigen Kopien oder Mail verdeutlichen die Unterschiede zum Heute zusätzlich.

Dazu kommen dann im Buch noch meist kurze Kapitel zum Fortschritt der Untersuchung des Mords - und diese fand ich teilweise problematisch. Da wird häufig eine Personen- und Faktenflut gelistet, das nächste Kapitel hat wieder einen anderen Fokus, dann geht es vielleicht vier Kapitel weiter mit einigen der Personen weiter. Darunter litt teils mein Durchblick, nach anfänglichem Zurückblättern konnte ich mich daran jedoch gewöhnen. Guter Stil ist es dennoch nach meiner Meinung nicht. Überhaupt, Stil: Gerade diese Kapitel kranken häufig an etwas, was in jedem Schulaufsatz angestrichen würde: Bezug, wo ist der Hauptsatz, Anschluss:
S. 297 „Sein Leben war 1986 erstarrt auf dieser Insel, frühere Taten verbüßt. Gestrandet in einem Land, das es offiziell nicht gab, in einem Haus, das langsam verfiel und zuwucherte.“ Warum wird hier ein Punkt statt eines Kommas gesetzt? Derlei Sätze gibt es viele.
Ähnlich mit der heißen Nadel gestrickt wirkt „er war Waffenexperte und verkaufte diese“, wen verkaufte er, die Waffenexperten? Wenn hier nicht das schwedische Lektorat geschlampt hat, war es das nach der deutschen Übersetzung.

Auf den eigentlichen Inhalt möchte ich bewusst nicht eingehen – es gibt kaum ein Buch, beim dem man ähnlich leicht viel zu viel verraten könnte. Was mir wichtig ist: ich neige nicht so sehr zu Verschwörungstheorien, ob das Bernsteinzimmer noch in irgendjemandes Haus aufgebaut ist oder Marilyn Monroe von der CIA ermordet wurde, würde mein Weltbild nicht durcheinander bringen, ist mir aber auch keine Lebenszeit wert. Stocklossa schafft es, den schmalen Grat zwischen Wahrheitssuche, Besessenheit und Verschwörung zu balancieren. Für Fans der Millenium-Bücher dürfte interessant sein, wie viele Parallelen in die journalistische Arbeit von Larsson es gab – ich werde wohl die Reihe nochmals im Licht dieses Buches lesen.

5 Sterne trotz der genannten Abzüge wegen Stil und Form – da ich schlicht nicht zu beurteilen vermag, ob diese Stocklossa anzulasten sind oder der Übersetzung. Schweden vor, das würde mich interessieren!

Zum Einstieg/Überblick:
https://de.wikipedia.org/wiki/Olof_Palme
3sat 43min-Doku https://www.youtube.com/watch?v=RE039RYTBE0

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

„Ich vermisste plötzlich alles, was nicht stattgefunden hatte.“

Ein Winter in Paris von Jean-Philippe Blondel

„Ich vermisste plötzlich alles, was nicht stattgefunden hatte.“ S. 128


"Ein Schrei.
Kurz.
Durchdringend.
Ein dumpfer Knall." S. 31
Schreiben mithilfe von Zeilenwechseln. Ein Selbstmord.

Es ist für Victor, den Ich-Erzähler, das zweite Jahr der Vorbereitungsklasse für den Zugang, den Concours, auf eine der französischen Elite-Universitäten, Paris.

Victor kommt aus der Provinz, der erste Student aus seiner Familie. "Ich begriff schnell, dass mir die Zugangscodes fehlten: kulturell, sprachlich und die Kleiderordnung betreffend." S. 20

Victor wollte gerade Mathieu einladen, "Vielleicht wäre es ganz nett, meinen Vorschlag anzunehmen und in den nächsten Ferien mal zusammen auszugehen. Genau. Sicher ganz amüsant. Unterhaltsam und inspirierend. Kein Stöhnen und kein Zaudern. Ich musste diese Richtung einschlagen, um das zu werden, was ich nie war - beliebt." S. 38 Er selbst ist für die Kommilitonen unsichtbar – erst nach dem Selbstmord von Mathieu, mit dem er nur beim Rauchen einige Worte wechselte, wird er für die anderen sichtbar, interessant. Jean-Philippe Blondel nutzt Satzlängen, für das Überlegen, das Zaudern, das Sich-Selbst-Bekräftigen, er nutzt Zeilensprünge, er schreibt in sehr poetischen, eindringlichen Bildern.

Victor ist ein Suchender auf ihm unbekannten Wegen, ohne viel eigene Initiative „Und außerdem bewege ich mich in einem Umfeld, das weder meine Eltern noch mein Bruder jemals kennenlernen werden … . Ich ebne mir meinen Weg.“
„Und mich hast du unterwegs aufgelesen und nimmst mich ein Stück mit?“
„Ich würde eher sagen, dass du am Steuer sitzt, oder?“ S. 76

Ich fand das Buch beim Lesen wunderbar, direkt danach und dann nochmals im Rückblick. Für mich ist das ein Text zum langsamen Lesen, zwischendurch hinlegen und hinterher darüber nachsinnen. Der Stil ist poetisch, aber leicht lesbar, den Grundton fand ich melancholisch, definitiv Winter, nicht Sommer, November, dann Februar, wie in der Handlung, melancholisch, aber nicht deprimierend. Victor ist erst unsichtbar, dann sichtbar als jemand anderes, Projektionsfläche. Dennoch bleibt er fähig, das Geschehene zu beurteilen, zum Beispiel im Gespräch mit Mathieus Vater, im für mich schönsten Satz aus dem Buch:
„Zeitweise zog er sich innerlich zurück, dann war Ebbe, und ich konnte am Strand der Sätze spazieren gehen, die wir ausgetauscht hatten, die Spuren im Sand betrachten, bevor sie weggespült wurden, den Geräuschen des Windes lauschen, das Gesagte noch einmal überdenken.“ S. 113

Ein wunderschönes Buch über die offenen Fragen des Lebens, gleichzeitig ein Buch über die Unterschiede zwischen Paris und dem Umland, soziale Zugehörigkeiten. Unter https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/ein-winter-in-paris/978-3-552-06377-8/ findet sich ein Interview zum Hintergrund.

5 Sterne.

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Rezensionen von begine:

Zauberhaft

Weihnachtszauber in Hopewell von Nancy Naigle

Die amerikanische Autorin Nancy Naigle schreibt amüsante herzliche Liebesgeschichten.
Ihr neuer Roman „Weihnachtszauber in Hopewell“ ist besonders berührend. Die Kleinstadt Hopewell wird als ein besonders tolles idyllisches Städtchen dargestellt. Ich würde da gerne wohnen und die Menschen sind alle so freundlich.

Es ist zwar eine Geschichte, wie es sie immer wieder gibt, aber Herz erfrischend.
Sydneys Ehe ist gescheiter und sie muss sich neu orientieren. Mit ihrer 10jährigen Tochter Ray Anne zieht sie in ein Häuschen in Hopewell, das sie von ihrer Großmutter geerbt hat.
Die Geschichte spielt in der Vorweihnachtszeit, in der Zeit passiert viel. Für Sydney gibt es einige Sorgen um ihre Tochter. In dem Ort gibt es viele schöne Aktionen, durch den Schreibstil können wir fast alles miterleben.
Die Autorin lässt alles gut werden, die Liebe kommt auch noch. Eine wirklich schöne ansprechende Weihnachtsgeschichte.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fesselnd bis zur letzten Seite

Eiskalte Spiele von Girardelli Marc; Grünig Michaela

Der dritte Kriminalfall rund um Skistar Marc Gassmann führt uns zu den Olympischen Spielen nach Pyeongchang, denn Marc will es noch einmal wissen. Abfahrtsgold wäre die Krönung seiner langen Karriere. Doch bevor sich Marc den eisigen Hang hinunterstürzen kann, gilt es für ON/OFF-Freundin Andrea und Alberto Passini eine Reihe von Todesfällen zu untersuchen.

Betroffen sind mehrere Trainer aus dem Skizirkus, die angeblich Selbstmord begangen haben. Auffällig ist ein Zettel mit dem Wort „schuldig“, der jeweils neben den Leichen gefunden wird. Bis der gemeinsame Nenner gefunden wird, dauert es eine geraume Zeit. Andrea reist als Bodyguard von Hans, Marcs Trainer, der ebenfalls gefährdet scheint, nach Südkorea mit.

Was haben diese seltsamen Todesfälle mit den Erpresserbriefen zu tun, die mehrere Skistars erhalten? Man droht, Dopingsünder zu enttarnen. Auch Marc erhält so ein Schreiben und gerät in Verdacht, sich unerlaubter Hilfsmittel zu bedienen.

Meine Meinung:

Dem Autoren-Duo ist wieder ein fesselnder Krimi im Umfeld des Spitzensports gelungen. Die Arbeit der Anti-Doping-Behörden und ihrer Labors wird genau beschrieben. Auch die Frustration, dass die Anwender der verbotenen Substanzen der WADA immer einen Schritt voraus sind, ist gut herausgearbeitet.
Die Leser erfahren einiges über staatliches Doping, das häufig in nicht ganz so demokratischen Ländern angeordnet wird. Oftmals erhalten die Athleten ohne ihr Wissen und Einverständnis Dopingmittel verabreicht. Hier merkt man den Insider, der aus dem Nähkästchen plaudert.

Wir haben es mit zwei Erzählsträngen zu tun, wovon einer die Gedanken und Beweggründe des Täters zu erklären versuchen. Der Leser wird mehrmals gekonnt aufs Glatteis geführt. Zwar weisen die Spuren recht bald in eine Richtung, doch im letzten Moment, überrascht das Autoren-Duo mit einer nicht erwarteten, aber gekonnt und plausibel dargestellten Lösung.

Die Charaktere haben sich ein wenig weiterentwickelt. Dies gilt im Besonderen für den Schweizer Kriminalbeamten Albert Passini. Andrea und Marc haben sich noch immer nicht zusammengerauft. Einerseits verstehe ich Andreas Drang nach Unabhängigkeit und andererseits Marcs Suche nach Nähe. Noch ist keiner der beiden bereit, einen Schritt auf den anderen zuzugehen. Aber, so geht dem Autoren-Duo der Stoff für einen vierten Krimi nicht aus.

Hervorheben möchte ich das stimmige Cover, das durch sein winterliches Aussehen perfekt zum Inhalt passt. Der hohe Wiedererkennungswert lässt Fans von Michaela Grünig und Marc Giradelli blind nach diesem Krimi greifen.

Fazit:

Ein sehr gut recherchierter, fesselnder Krimi, der in einem nicht alltäglichen Umfeld angesiedelt ist. Von mir gibt’s hier 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich bestens unterhalten

Eiskalte Spiele von Girardelli Marc; Grünig Michaela

Eine rätselhafte Mordserie im Grenzgebiet von Bayern und Salzburg hält die Ermittler beidseits der Grenze auf Trab. Lilly Engel, die alleinerziehende Mutter von Kindergartenkind Laura und Volksschüler Tobias ist die Ermittlerin auf bayrischer und der alleinstehende, etwas pedantische wirkende Siegmund Huber auf österreichischer Seite.

Der erste Tote ist ein junger, obdachloser Rom. Diese Leiche wird nicht die einzige Leiche bleiben. Was hat es mit den Medaillons auf sich, die bei allen Toten gefunden werden? Keines gleicht dem anderen? Eine versteckte Botschaft? Welche Rolle spielen die Sagen, die man sowohl in Bayern als auch in Salzburg erzählt? Haben die wenigen Zeugen wirklich den Teufel gesehen?

Es dauert ein bisschen, bis der Groschen bei den Ermittlern beiderseits der Grenze fällt. Der Showdown spielt dann noch alle Stückerl. Die losen Enden werden elegant zusammengeführt.


Meine Meinung:

Ein toller Krimi, der zum großen Teil von den beiden sehr unterschiedlichen Ermittlern getragen wird. Lilly Engel, die fürsorglich, wenn auch ein wenig chaotische Mutter, die auch ihren Job gut machen möchte und leider nicht auf das Netzwerk von Großeltern oder Ehemann zurückgreifen kann. Denn der Ehemann ist ein Ex, der hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt ist. So bleibt ihr einmal nichts anderes übrig, als die kleine Laura zu einem Tatort mitzunehmen, weil auch der hilfsbereite Nachbar Ivo anderswertig verplant ist. Natürlich ein No-Go, wie der strenge Kollege Siegmund Huber bemerkt.
Ja der Huber! Der ist auch so ein Kapitel für sich. Eigentlich ist er ja Wiener und noch wissen wir Leser nicht, was ihn nach Salzburg verschlagen hat. Die Liebe, ein Dienstvergehen? Das werden wir hoffentlich in einer Fortsetzung erfahren. Siegmund ist geschieden, hat eine strenge ältere Schwester, die ihn und seine Geschwister erzogen hat, und hat so seine Marotten. Allerdings kocht er gerne und kann Lilly mit Tipps zum Pellkartoffelkochen aushelfen.
Zwischen den beiden ist ein leichtes Knistern zu verspüren, das ich gerne weiterentwickelt sehe. Die kleine Laura hat ja schon einen Verkuppelungsversuch gestartet. Wird Huber über seinen Schatten springen und seine machohafte Art ablegen?

Es gibt auch erheiterndes „Hilfspersonal“, das ziemlich schräg ist. Da ist zum einen die Wahrsagerin und Kosmetikstudiobesitzerin Annemarie, genannt Mary und zum anderen ein Hochschulprofessor, der sich mit Symbolen auszukennen glaubt und nicht ganz zufällig Robert heißt. Während Mary mit beiden Beinen im Leben steht, ist der gute Professor ein ziemlicher Schaumschläger.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und lässt die Leser herrlich schmunzeln. Gut gefallen mir die regionalen Eigenheiten zwischen Bayern und Salzburg, die dann doch nicht so unterschiedlich sind.
Sehr elegant, weil subtil, wird auch die wechselvolle Geschichte der Grenzregion eingeflochten. Sei es durch die Schlacht am Walserfeld im Dezember 1800 als sich österreichische und französische Truppen feindlich gegenüberstanden oder die Erzählungen über Karl den Großen.

Fazit:

Ein gut gelungener Auftakt zu einer bayrisch-österreichischen Freundschaft, der ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.

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Rezensionen von yellowdog:

Ein Held dunkler Zeit

Ein Held dunkler Zeit von Christian Hardinghaus

Bei der Thematik ist der Heldenbegriff natürlich diskutabel, was das Buch umso interessanter macht und Denkprozesse anstößt.
Geschickt beginnt der Autor Christian Hardinghaus damit, der eigentlichen Handlung eine Klammer zu geben, indem er einen 95jährigen Erzähler namens Friedrich Tönnes schafft, der in einem Buch seine Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg niederschreibt.

Er war damals Sanitäter und der Arzt Wilhelm, dem er folgte, war ein Held für ihn.
Das Wilhelm nicht nur Arzt sondern auch Mensch war und durch die Liebe motiviert wurde, lässt ihn in einem neuen Licht erscheinen. Zunächst war er als junger Arzt vielleicht auch gefährdet und verführbar, aber als er eine Halbjüdin traf und heiratetet, war seine einzige Sorge die Sicherheit seiner Familie.
Es beginnt eine umfassende, durchaus packende Handlung. Man kann das Buch lange nicht aus der Hand legen.

Wer wie ich schon viele Romane und Sachbücher über die Zeit 1933 – 1945 in Deutschland gelesen hat, der weiß, diesen Roman gut einzuschätzen und ich halte „Ein Held dunkler Zeit“ für ein gutes Buch.

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