Kunden em pfehlungen
Rezensionen von buchina:
Guter Krimi
Muttertag,9 Audio-CD von Nele Neuhaus
Dies ist jetzt bereits der 9. Krimi um die Ermittler Bodenstein und Sander ehemals Kirchhoff. Man muss die Vorgängerbände nicht unbedingt gelesen haben, da die Fälle abgeschlossen sind. Um die Ermittler und ihr Privatleben besser zu verstehen und einzuordnen können, ist empfehlenswert der Reihe nach zu lesen.
Der Roman beginnt mit einer Szene am See mit Jugendlichen, bei denen am Ende ein Mädchen stirbt. Die Szene ist natürlich ein Schlüssel, für was genau, ist rauszufinden. Szenenwechsel: Theo Reifenrath wird tot in der Nähe von Frankfurt aufgefunden. Da es nach ersten Anzeichen wahrscheinlich um einen natürlichen Tod handelt, wäre alles schnell erledigt gewesen für Pia Sander, aber unter dem Hundezwinger finden sich Leiche mehrerer Frauen. Ist Reifenrath ein Serientäter? Dadurch das Reifenrath und seine Frau Pflegeeltern für eine Vielzahl von Kindern waren, gibt es eine Menge Verdächtiger.
Schon mit den ersten Buchseiten wird man zum miträtseln ermuntert und das liebe ich an den Neuhaus Krimis. Man wird lange im Dunkeln gelassen, es eröffnen immer neue Handlungsstränge und ich versuche das Puzzlebild zusammenzusetzen und scheitere doch.
Gleichzeitig spricht Neuhaus interessante Themen an, allen voran der Schwerpunkt Pflegekinder und Adoption. Das Ende war für mich wirklich überraschend, vor allem das auch Pia privat so beteiligt ist. Diesmal gibt es einen wirklichen Showdown, der etwas übertrieben war und auch nicht hätte sein müssen. Es wirkte auf mich etwas unrealistisch. Insgesamt wurde die Geschichte durch manche Nebenhandlung etwas aufgebläht. Die Ermittler agierten für mich nicht immer schlüssig und waren zum Teil sehr mit privaten Problemen beschäftigt. Dennoch, ich wurde sehr gut unterhalten und freue mich schon auf den nächsten Band.
Da ich das Hörbuch genießen durfte, noch kurz zur Sprecherin Julia Nachtmann. Es ist nicht ihr erster Neuhaus Krimi. Sie spricht auch diesen sehr gut, ohne übertriebene Betonungen. Dennoch klar trennbar die einzelnen Charaktere. Sie hat eine angenehme Stimme, die sich nicht in den Vordergrund drängt und sehr gut zu den Neuhaus Krimis passt.
Rezensionen von C. P.:
Vom Schicksal vorherbestimmte Liebe?
Die Ballade von Max und Amelie von David Safier
Die einäugige Straßenhündin Narbe rettet Familienhund Max das Leben, als dieser auf einer Müllkippe fast zu Tode geprügelt wird. Um ihm neuen Lebensmut zu geben verspricht sie, ihn nach Hause zu seiner Familie zu bringen - und wagt sich das erste Mal in ihrem Leben in die weite Welt ausserhalb der Müllkippe.
Das Buch ist hauptsächlich aus Sicht der Hündin geschrieben, was dem Autor sehr gut gelungen ist. Sie kennt die Natur sowie die Welt der Menschen nicht und ist von vielem verwirrt: Den Gerüchen, dem Gassigehen und dass Menschen auch liebevoll zu Tieren sein können. Ich erwartete von dem Buch ein Abenteuer, welches die beiden Hunde auf der Suche nach Max' Familie erleben. Und zu großen Teilen ist es das auch, denn die beiden lernen andere Tiere kennen und geraten zwischendurch sowohl in gefährliche wie auch schöne Momente. Was ich jedoch vorher nicht wusste und mir weniger gefiel ist, dass die ganze Geschichte unter dem Thema der Reinkarnation steht: Vom Schicksal vorherbestimmte Liebe und eine jahrhunderte alte Gier nach Rache, basierend auf etwas, woran sich die Hunde nach und nach erst in Träumen wieder erinnern können. Entsprechend gesellt sich zu den immer aufs Neue wiedergeborenen und sich als Liebespaar findenden Hunden ein Mensch hinzu, der in jedem Leben erneut Jagd auf die beiden macht. Und das war mir einfach zu albern, machte das ganze Abenteuer der Hunde zunichte. Ebenso ging mir die Hündin mit ihrem falschen Stolz wiederholt auf die Nerven, die manchmal selbst nicht wusste, was sie wollte und lieber den Rüden vor den Kopf stieß als mal über ihren viel zu großen Schatten zu springen. In "Mieses Karma" war die ständige Wiedergeburt noch ganz unterhaltsam, hier machte sie das Hundeabenteuer für meinen Geschmack zunichte. Schade.
Rezensionen von rewareni:
Was bedeutet Glück?
Die Ballade von Max und Amelie von David Safier
Paulo McComen lebt als Dachdecker in Dublin ein eher bescheidenes und einfaches Leben. Doch dann passiert das unglaubliche, das sein Leben von Grund auf verändern sollte. Ein Lotto Gewinn in Millionen Höhe lässt ihn plötzlich all die Dinge besitzen, von denen er bisher nur träumen konnte. Eine riesige Villa mit unzähligen Räumen, die er nicht einmal alle benutzen kann, teure Autos in der Garage, Feste und Partys bis zum totalen Black Out.
Langsam aber sicher merkt Paulo, dass der unerwartete Reichtum auch seine Schattenseite hat. Hat er früher als Dachdecker mit seinen eigenen Händen etwas erschaffen und einen Erfolg gesehen, so fühlt er sich nun gelangweilt, unsicher ob seine neuen Freunde wirklich an ihm als Mensch interessiert sind, oder ob es die kostenlosen Getränke sind, die er immer spendiert. Als auch noch seine geliebte Mutter stirbt, verliert er immer mehr den Boden unter den Füßen. Seine täglichen Alkoholexzesse, seine körperlichen Zusammenbrüche und seine seltsamen Träume von einem Mönch, lassen ihn immer mehr an seinem Verstand zweifeln. Schon bald ist er so tief gesunken, dass er selbst die letzten
Menschen, die ihm noch zur Seite gestanden sind vertrieben hat und er unaufhaltsam, dem Abgrund zusteuert.
Der Autor Gerrit C. Paulson hat mit seinem Debütroman ,,Notizen eines Gewinners´´ einen philosophisch angehauchten Roman um trügerischen Reichtum, wahres Glück und Werte, die für einen Menschen wichtig sind, geschrieben. Er lässt seinen Protagonisten schnell aufsteigen mit seinem Geld, mit seinem Größenwahn und langsam, aber sicher lässt er ihn aber danach auf tragische Art und Weise immer tiefer sinken, bis es zum totalen Zusammenbruch kommt. Schön sind dabei immer wieder die ,,Notizen´´ die sich Paulo dabei in sein Notizbuch macht, wo man als Leser immer wieder, ob der klugen, berührenden und auch zum Nachdenken anregenden Sätze, in die Geschichte unweigerlich hinein gezogen wird.
Seite 80 ,,Ein bestimmter Moment des Glücklichseins ist unwiederbringlich, denn wenn er mir
bewusst wird, ist er schon wieder vorbei.´´
Seite 130 ,, Nur der, dem die Erwartungen anderer egal ist, ist wirklich frei´´.
Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil und lässt den Leser an vielen interessanten Gedanken Paulos teilhaben.
Was bedeutet Glück wirklich, woran erkennt man, dass man glücklich und zufrieden ist?
Sehr gut werden auch die Menschen und deren Reaktionen auf den Reichtum beschrieben. Woran bemerkt man wer ein wirklicher Freund ist? Haben sich die anderen plötzlich verändert oder
ist es nur meine eigene Wahrnehmung?
Eine emotionale und berührende Geschichte wo man sieht, dass der Reichtum des Lebens nicht vom finanziellen abhängig ist.
Rezensionen von begine:
Hilfsbereit
Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende von Mirjam Oldenhave
Die niederländische Schriftstellerin Mirjam Oldenhave schreibt mit angenehmen Stil. Sie ist eine bekannte Kinderbuchautorin.
„Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende“ ist ihr erster Roman für Erwachsene.
Julia sucht dringend eine Wohnung. Ihr wird angeboten in einem Haus zu wohnen und dafür muss sie eine Komapatientin Frau Smit jeden Tag im Krankenheus aufsuchen, sie waschen und bewegen.
Dazu gehört ein Gärtner, eine Friseurin und ein Kind.
Mit dem Kind entwickelt sich ein besonderes Verhältnis.
Es geht in dem Roman um einige tragische Umstände. Der Kaöpf um das Haus und die Beteiligten Personen beginnt.
Alles ist von der Autorin mit Bedacht erzählt, sie lässt auch etwas humoristisches einklingen.
Ich wurde gefesselt von den Ereignissen des Roman.
Rezensionen von Caroline :
Verdrängtes ist nicht vergessen
Das geheime Lächeln von Bettina Storks
„Frau im Schatten“ ein Bild in einem Versteigerungskatalog lässt Emilia sofort ins Elsass fahren, um dieses Gemälde zu ersteigern. Emilia erkennt eine unglaubliche Ähnlichkeit mit der Frau auf diesem Bild. Sie ist sicher, ihre Großmutter Sophie zu erkennen. Da das Thema Großmutter in ihrer Familie totgeschwiegen wurde, macht sie sich auf die Suche nach Antworten.
Diese glaubt sie in Frankreich zu finden. Ein kleines Häuschen in einem winzigen Dorf namens „La Lumiere“ ist die erste Anlaufstelle. Dort lernt sich auch Jean-Pierre Roche kennen, der geheimnisvoll und mysteriös erscheint.
Die Reise bringt Licht in die verdunkelten Kapitel der Familiengeschichte. Emilias Engagement kennt kaum mehr Grenzen, denn als Journalistin ist sie gewohnt, tiefer zu recherchieren, genauer nachzufragen und zu hinterfragen.
Doch wie viel Wahrheit kann ein Mensch vertragen? Sollen manche Dinge verborgen bleiben, um Menschen zu schützen? Emilia stürzt sich in dieses persönliche Abenteuer, ohne den angeeigneten beruflichen Abstand einzuhalten.
Wie hat es mir gefallen?
Das Buch stand schon eine Zeitlang auf meinem Wunschzettel. Als ich las, dass die Autorin in München bei der LitLove 2018 dabei sein würde, war klar, dass ich es unbedingt signieren lassen muss.
Nun war es an der Zeit im Zuge der Bloggeraktion #litlovehistory die Geschichte zu lesen.
Meine Affinität zu Frankreich lässt sich ja schon an meinem Blognamen herauslesen. Meine Mama stammt von dort. Viele meiner Sommerferien habe ich bei meiner Großmutter verbracht. Meine Eltern und ich sind auch ziemlich viel in Frankreich herumgereist. Paris ist eine meiner Lieblingsstädte überhaupt.
„Das geheime Lächeln“ verbindet zwei Zeitebenen miteinander. In der Gegenwart erzählt Emilia die Geschichte. Ihre journalistische Neugier fordert sie gerade dazu auf dem Geheimnis ihrer Großmutter auf die Spur zu kommen. Geht sie anfangs noch recht neutral an die Suche, fordern die Neuigkeiten allmählich ihren Tribut. Ihre Gefühle brodeln über, die sie nicht mehr richtig einordnen kann.
Viele neue Informationen erhofft sich Emilia von Jean-Pierre Roche. Ein gebildeter Mann, der Sophie scheinbar gekannt hat. Unnahbar und beinahe unhöflich weißt er Emilia zurück. Aber davon lässt sie sich nicht einschüchtern.
Eine weitere Erzählerin ist Sophie. Bereits das erste Kapitel zog mich in ihren Bann. Dabei enthüllt sie ihre Liebe zu Paris und ihren Bewohnern. Eine Stadt, die in den 30iger Jahren Heimat für viele Künstler, Maler, Dichter und Fotografen war. In jedem Satz konnte ich auch die besondere Zuneigung der Autorin zu dieser Stadt erkennen.
Besonders gefallen hat mir neben dem sehr bildlichen Schreibstil, wie sich die zwei Zeitebenen langsam miteinander verbunden haben. Das kleine Häuschen und die Landschaft des Luberon erhalten einen eigenen Platz in meinem Herzen. Wie Bettina Wind (Mistral), Wetter, Gerüche und Landschaft beschreibt, haben in mir wieder den Wunsch erweckt dorthin zu reisen.
Eigentlich dachte ich, dass das Buch ein „richtiger“ historischer Roman sein wird. Nach Beendigung kann ich aber sagen, dass es sehr viel mehr ist. Eingebettet in wahre Ereignisse zeigt die Autorin eine Familie, deren Geheimnisse ganz tief vergraben wurden. Unbeabsichtigt wurden damit tiefe Wunden geschlagen, die seelische Schmerzen mit sich gebracht haben.
Seite 1
„Verdrängtes ist nicht verschwunden. Es schläft in einem toten Winkel unseres Bewusstseins. Erwacht es, ist es gefräßig wie ein ausgehungertes Tier.“
Ich weiß, dass Bettina Storks an einem weiteren Roman arbeitet, der im Zweiten Weltkrieg in Frankreich spielt. Eine Zeit, die auch in meiner Familie eine wichtige Rolle spielt. Deshalb bin ich schon sehr gespannt, welche Geschichte die Autorin erzählen wird.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von KimVi:
Durchgehend spannend und kaum vorhersehbar!
Totwasser von Hofelich Julia
Die ehemals sehr erfolgreiche Anwältin Linn Geller, wurde durch ein dramatisches Ereignis aus der privaten und beruflichen Bahn geworfen. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Götz ist sie dabei, eine neue Kanzlei einzurichten, als sie Grace Riccardi als Pflichtverteidigerin zugeteilt wird. Diese steht unter Verdacht, ihren Ehemann umgebracht zu haben.
Bei der Durchsicht der Unterlagen fallen Linn Ungereimtheiten auf. Sie ist keinesfalls davon überzeugt, dass ihre Mandantin den Mord begangen hat. Doch Grace Riccardi ist wild entschlossen, die Tat zu gestehen. Linn lässt sich davon nicht beirren und beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Sie ahnt nicht, dass sie dadurch schon bald selbst in große Gefahr geraten wird....
Der Einstieg in diesen Krimi gelingt mühelos, denn ohne langatmiges Vorgeplänkel, befindet man sich sofort mitten im spannenden Geschehen. Julia Hofelich baut von der ersten Seite an Spannung auf, die nicht nur durchgehend gehalten werden kann, sondern sich im Verlauf der Handlung immer weiter steigert. Gemeinsam mit Linn Geller versucht man herauszufinden, was wirklich mit dem Ehemann von Grace Riccardi geschah. Doch das ist gar nicht so leicht zu durchschauen, denn nach und nach kommt einiges ans Tageslicht. Man weiß schon bald nicht mehr, wem man vertrauen kann und ist hin- und hergerissen, wie die einzelnen Puzzleteile ein stimmiges Bild ergeben könnten. Immer wenn man denkt, dass man der Lösung einen Schritt näher gekommen ist, sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man die eigenen Ermittlungen über den Haufen werfen und neu ansetzen muss.
Der Schreibstil ist äußerst flüssig und sehr angenehm lesbar. Protagonisten und Handlungsorte werden so lebendig beschrieben, dass man sie beim Lesen unwillkürlich vor Augen hat. Dadurch kann man sich ganz auf die Suche nach dem Täter einlassen und das Gänsehautfeeling, das einen bei manchen Szenen beschleicht, genießen. Deshalb gerät man bereits früh in den Sog der Handlung, klebt gebannt an den Seiten und mag das Buch erst aus der Hand legen, wenn man am Ende angekommen ist.
Krimis und Thriller sind ja meine absoluten Favoriten und deshalb habe ich aus diesem Bereich schon unzählige Bücher gelesen. "Totwasser" konnte mich durchgehend fesseln, denn ich wusste nicht mehr was ich glauben soll und war hin- und hergerissen, wie alles zusammenhängen könnte. Dabei hat mich die Autorin einige Male überrascht, sodass dieser Krimi auf mich keinen Moment vorhersehbar wirkte. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb alle fünf Sternchen und eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Harakiri:
Ein neuer Fall für DS Wolfe
Totwasser von Hofelich Julia
Ein neuer Fall für DS Wolfe
Hach, wie ist mir DS Wolfe im Laufe der Jahre ans Herz gewachsen. Seine Art ist zwar nicht immer ganz einfach, vor allem im Job, aber menschlich mag ich sehr, wie er mit seiner Tochter und Stan zusammenlebt und mit ihnen umgeht.
In diesem Band greift der Autor ein heikles Thema auf: Terrorismus und Fremdenhass.
Und wie beides aufeinander aufbaut. Denn Wolfe hat nicht nur den Fall des eingestürzten Einkaufszentrums zu lösen, nein, auch die Tatverdächtigen und deren Eltern gilt es zu überführen und zu schützen. Parsons gelingt es sehr gut, den Fokus auf die Familie zu legen, ohne zu moralisieren. Er fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite und auch Max Wolfes Privatleben war wieder sehr interessant. Allerdings muss ich hier dem Verlag (oder wer für den Text „über das Buch“ im E-Book sonst verantwortlich ist) etwas rügen, denn der Text verrät eindeutig zu viel.
Dieses Buch ist beherrscht von Gewalt. Und endet für Wolfe, wo es begann: in Trümmern. Persönlich nehme ich dem Autor aber das Ende, das man durchaus hätte anders gestalten können. Mein Verdacht lag eher auf einer anderen Person, aber auf dem richtigen Weg, der war einfach zu offensichtlich. Aber das schadet ja nicht und ich freue mich immer wieder, DS Max Wolfe auf seinem Weg begleiten zu dürfen. Parsons Schreibweise mag ich sehr gerne, sie ist flüssig und spannend und regt teilweise auch zum Schmunzeln an.
„Die Essenz des Bösen“ ist Teil 5 einer Reihe, kann aber eigenständig gelesen werden.
Fazit: Auch wenn das Privatleben manchmal den eigentlichen Kriminalfall in den Hintergrund treten lässt, wird beides spannend und authentisch erzählt und fesselt den Leser an die Seiten. Ich habe das E-Book gelesen, bei dem man ja nicht merkt, wie schnell das Buch nach hinten dünner wird, und war ganz überrascht, als ich so schnell schon beim Ende angelangt war. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen!
Rezensionen von zenzi:
wer ist schuldig?
Bösland von Aichner Bernhard
Sehr spannend und rasch zu lesen, hat mich gruselig in den Bann gezogen! - Durch die kurzen Kapitel mit den doch sehr treffenden Überschriften auf den Kapitelblättern ziehen die 446 Seiten schnell vorüber.
Die zwei Jugendfreunde schenken sich nach 30 Jahren nichts mehr und werden immer weiter und tiefer in ihr eigenes Verderben gezogen, das im Bösland damals den Anfang gefunden hat.
Obwohl man bald alles weiß, ist es doch sehr interessant zu lesen, wie sich die 2 Rivalen einig oder auch nicht einig werden. Wer ist wie schuldig? Zählen die Wahrheit oder die Fakten, die Hinweise, die Vergangenheit...? Psychologisch sehr gut aufgearbeitet. Die Lösung der vielen Probleme - das Beiseiteschieben eines Protagonisten - war aber doch etwas einfach und hat eigentlich nicht ganz zu der Brutalität und Skurilität der anderen Taten gepasst.
Rezensionen von thora01:
Humorvoller historischer Roman
Bösland von Aichner Bernhard
Inhalt/Klappentext:
Ein junger Mann auf der Suche nach der großen Liebe und einem Weihnachtswunder
England um 1900: Auf dem jährlichen Weihnachtsball will sich Harriets jüngster Sohn zum neuen Earl erklären. Das passt der gewitzten Lady gar nicht! Denn eigentlich stünde das Erbe ihrem Sohn Charles zu, der mittlerweile in New York lebt.
Um sein Erbe anzutreten reist er mit seinem Sohn Louis nach England zurück, stirbt jedoch auf der Schiffsreise. Nun wäre Louis der rechtmäßige Earl, doch der machthungrige Edgar hat längst alle Beweise für die Legitimität des wahren Erben an sich gebracht. Harriets geliebter Enkel schlüpft kurzerhand in Frauenkleider, um auf dem Landsitz der Familie nach den Unterlagen zu suchen. Leider kommt ihm dabei nicht nur sein Herz in die Quere, das lichterloh für die schöne Charlotte entbrennt. Auch Edgars böse Pläne und die unverschämten Avancen von dessen tollpatschigem Sohn George erschweren Louis’ Aufgabe. Die Zeit drängt, und die Aussicht auf ein Weihnachtswunder wird mit jedem Tag kleiner…
(Quelle: dp DIGITAL PUBLISHERS)
Meine Meinung:
Sehr kurzweiliger historischer Roman. Ich wurde sofort von der Geschichte in den Bann gezogen. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er lässt sich leicht lesen und ist humorvoll und an die Zeit in welcher der Roman spielt angepasst. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und haben ihre ganz besonderen Eigenheiten. Der Antagonist war mir sofort ein Dorn im Auge. Er ist richtig verschlagen und hinterhältig. Die Geschichte fand ich toll. Ganz besonders wie sich der Protagonist und die Nebendarsteller dem Antagonist entgegengestellt haben. Die Story ist gespickt von humorvollen Szenen und ich musste mehrmals schmunzeln wie sich Louis verhalten hat. Die Intrige die seine Großmutter spinnt ist zu Beginn ziemlich undurchsichtig. Der Abschluss gefällt mir sehr gut. Er zeigt sehr schön was alles geschafft werden kann wenn die Menschen zusammenhalten. Ganz besonders hat mir die in der Story versteckte Liebesgeschichte gefallen
Mein Fazit:
Humorvoller historischer Roman mit einer sehr spannenden Liebesgeschichte. Ich wurde sofort von dem Buch gefesselt und habe es in einem Rutsch durchgelesen.
Rezensionen von liesmal:
Leser als Ermittler versagt
Totwasser von Hofelich Julia
Die Anwältin Linn Geller und ihr Geschäftspartner Götz sind noch damit beschäftigt, ihre neugegründete Kanzlei vorzeigbar herzurichten, als Linn ihren ersten Auftrag als Pflichtverteidigerin bekommt. Grace Riccardi, die gar keinen Anwalt will, ist im Begriff, den Mord an ihrem Ehemann zu gestehen.
Doch Linn ist wild entschlossen, die Unschuld ihrer Mandantin zu beweisen. Dafür begibt sie sich manchmal in große Gefahr, ohne es zunächst selbst zu bemerken. Die erste der vielen Fragen, die sich stellen, ist die, warum Grace einen Mord gestehen will, den sie vielleicht gar nicht begangen hat. Warum lässt sie ihre Anwältin nicht an sich heran, warum vertraut sie ihr nicht?
Mit dem Roman „Totwasser“ hat die Autorin Julia Hofelich gleich in ihrem Debüt den „Vogel abgeschossen“. Der Leser wird wie von einem Sog angezogen sofort in den Fall mit hineingenommen.
Das Opfer, Niko Benten, Hauptdarsteller einer bekannten Fernsehserie, die in England gedreht wird, hat viele Fans und war sehr beliebt. Seine Leiche wurde bisher allerdings noch nicht gefunden. Dennoch wird Grace nicht zuletzt gerade wegen seiner Beliebtheit zur Mörderin abgestempelt.
Viele Fährten, die gelegt werden, Spuren, die auf tatverdächtige Personen hinweisen, können vom Leser nicht nur mitverfolgt werden, sondern sie regen an zu eigenen Ermittlungen und Erkenntnissen – nur um sich dann immer wieder genauso schnell als nicht haltbar zu erweisen. Immer wieder tauchen neue Fragen auf. Dadurch reißt die Spannung nicht ab, sondern der Spannungsbogen zieht sich vom Anfang bis zum Ende hin, von einer Seite zur nächsten, ohne dass er sich zwischendurch auch nur etwas lockert.
Ich empfehle dringend, sich den Namen der Autorin gut zu merken!







