Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von niknak:

Ice Dancing with the Stars – Eine Realityshow

Inhalt:
(Klappentext)
Zara Pritchard, einst gefeiertes Eislauftalent, will mit der Teilnahme an der Show Ice Dancing with the Stars ihre Karriere wieder in Schwung bringen. Ty Randall gilt selbst unter Martial Arts-Kämpfern als unbeherrschter Draufgänger und muss laut seiner Berater dringend sein Image aufpolieren.

Doch warum ausgerechnet mit der Teilnahme an einer Eistanz-Show? Und wie soll man konzentriert trainieren, wenn ständig die Funken fliegen?

Mein Kommentar:
Dies ist der dritte Teil einer Reihe „Wild Games“ rund um Realityshows und deren Teilnehmer. Ich kenne den ersten Band und habe mich sehr darüber gefreut nun auch den dritten zu lesen. Den zweiten Band habe ich leider ausgelassen, werde ihn aber noch nachholen.

Da mir der erste Band mit „Wild Games – In einer heißen Nacht“ sehr gut gefallen hat, hatte ich große Erwartungen an diesen Band, welche leider nicht ganz erfüllt wurden. Der Schreibstil ist wieder sehr gut und ich war sofort mitten in der Geschichte gefangen. Auch die Beschreibungen der Orte und Schauplätze fand ich gut gelungen und ich hatte gleich ein deutliches Bild vor Augen.

Das Buch ist in der Ich – Perspektive von Zara beschrieben und so erfährt man einiges von ihren Gedanken und Gefühlen, wenn auch nicht allzu viel. Dabei hat mir aber besonders gut gefallen, dass es die Autorin auch geschafft hat, Ty zu Wort kommen zu lassen. Dies geschah, indem sie zu Beginn eines jeden Kapitels einen kurzen Gedanken von Ty niederschrieb und auch dazu notierte, wann er sich dies dachte, oder sagte. Toll fand ich, dass seine Gedanken kursiv geschrieben waren, und somit gut vom Rest der Geschichte unterscheidbar waren.

Was mir leider diesmal nicht so gut gefallen hat, waren die Protagonisten selbst. Ty und Zara sind eigentlich zwei tolle Charaktere, die ihre Ecken und Kanten haben, welche auch gut hervorgehoben wurden. Doch leider besaßen sie trotzdem recht wenig Tiefe. Man erfuhr fast nichts über ihre Vergangenheit oder ihr Leben und sie blieben sehr oberflächlich dargestellt. Das fand ich sehr schade, da die Geschichte da mehr Potential gehabt hätte.

Außerdem kam mir die wachsende Liebesgeschichte etwas zu kurz. Das Buch wird als erotischer Liebesroman gehandelt, was ich leider nicht ganz bestätigen kann. Von der Erotik war nicht viel zu spüren. Außer in einer Szene, welche allerdings meiner Meinung nach im Vergleich zum restlichen Buch fast ein wenig zu lang ausgefallen ist. Auch wenn ich sie sehr schön beschrieben fand, fehlte mir auch hier das erotische Knistern und man hätte es sicher noch mehr in Szene setzen können.

Die Gefühle der beiden kamen auch ein wenig zu kurz und ich muss sagen, dass ich mir einfach mehr erwartet hatte und dadurch wirklich ein wenig enttäuscht war. Trotzdem werde ich den zweiten Band auch noch lesen, da mir die Idee mit den Realityshows sehr gut gefällt und die Autorin Jessica Clare eigentlich einen flüssigen und ansprechenden Schreibstil hat. Ich hoffe, dass mir ihr nächstes Buch wieder besser gefällt.

Sehr gut gefallen hat mir das Thema hinter der Geschichte. Es geht darum, dass man einen Fehler im Leben macht und dadurch dann aufs Abstellgleis gestellt wird und seine Karriere verliert. Dabei wird beschrieben, wie schwer es manchmal ist eine zweite Chance zu bekommen und sein Leben wieder auf die richtige Bahn zu lenken. Mit den richtigen Freunden kann dies gelingen oder mit etwas Glück.

Mein Fazit:
Dieses Buch bietet dennoch eine schöne und unterhaltsame Liebesgeschichte, die leider wenig Tiefgang besitzt, aber ein interessantes Thema bearbeitet mit sehr viel Potential nach oben.

Ganz liebe Grüße,

im Shop ansehen weitere Rezensionen von niknak

Rezensionen von niknak:

Cheerleader küssen verboten

Inhalt:
Taylor Roberts studiert Zahnmedizin an der Uni, aber ihre wahre Leidenschaft liegt beim Tanzen. Sie ist Cheerleader bei den New York Titans und sie hält nicht viel von Footballspielern. Der Grund dafür liegt in ihrer Vergangenheit am Collage. Ian Carlisle ist der neue Wide Receiver der Titans.

Er und Taylor kennen sich bereits vom Collage, aber sie haben sich nicht im Guten voneinander getrennt. Wie reagieren die beiden, wenn sie wieder aufeinander treffen?

Mein Kommentar:
Dies ist der 11. Band der Reihe über die erfundene NFL Mannschaft New York Titans. Ich kenne die Meisten davon, aber noch nicht alle. Die Bücher lassen sich unabhängig davon lesen, aber natürlich macht es Spaß mehrere Teile zu kennen, da man so immer wieder auf bekannte Personen trifft, und auch etwas über ihre Vergangenheit weiß.

Das Buch ist abwechselnd aus den Sichten von Ian und Taylor geschrieben. Ich liebe diese Erzählweise, da man dadurch, meiner Meinung nach, den besten Einblick ins Buch und in die Gefühle der Protagonisten bekommt.

Taylor Roberts steht sehr unter der Fuchtel ihres Vaters. Sie lässt sich von ihm kontrollieren und auch manipulieren. Es fällt ihr sehr schwer ihren eigenen Weg zu gehen und ihren eigenen Willen durchzusetzen. Eine kleine Rebellion ihrerseits gibt es jedoch, da sie Cheerleaderin bei den Titans ist. Dies ist von ihrem Vater gar nicht gerne gesehen, da er Angst um den guten Ruf seiner Familie beziehungsweise seines Namens hat. Sie ist Freunden gegenüber sehr loyal und freundlich. Taylor ist ein emotionaler Mensch und gerade im Umgang mit Ian kochen die Gefühle gerne mal über.

Ian Carlisle ist ein junger NFL Profi, der weiß was er will. Frauen sind für ihn nur gut fürs Bett und er kann es sich gar nicht vorstellen sich zu binden. Er geht oft gerne den leichten Weg, wenn es möglich ist. Ian kommt aus einer sehr schwierigen familiären Situation. Sein Großvater war für ihn die wichtigste Person. Es gibt nicht viel Kontakt zwischen Ian und seiner Familie, dies möchte er jedoch ändern. Seine Familienverhältnisse haben ihn geprägt und sind mit dafür verantwortlich, dass er die Person geworden ist, der er nun ist.

Taylor und Ian kennen sich bereits einige Jahre und sie waren für kurze Zeit auch schon im Collage zusammen, bis Ian auf sehr unrühmliche Art und Weise mit ihr Schluss gemacht hatte. Als sie sich erneut treffen, gibt es sofort wieder eine Vertrautheit, auch wenn diese nicht von jedem gewünscht ist. Er erweckt die rebellische Seite in Taylor und unterstützt sie dabei sich gegen ihren Vater zu stellen. Im Umgang mit Taylor ist er ansonsten sehr bemüht und liebevoll. Sie kennen sich bereits, wissen was der jeweils andere bevorzugt oder eben auch nicht mag.

Inhaltlich gab es für mich einige Überraschungen, die ich so nie erwartet hätte. Dies sorgte nochmal für extra Spannung und für extra Drama. Dadurch war das Buch auch nicht so vorhersehbar, wie ich am Anfang gedacht habe.

Mein Fazit:
Ein sehr schönes Buch das mir sehr gut gefallen hat. Die New York Titans sind eine Reihe, die mich nicht loslässt. Ich liebe es mehr von ihnen zu lesen und so die Charaktere noch besser kennenzulernen. Es gibt unerwartete Wendungen, die das Buch sehr spannend machen. Dieses Buch und auch die gesamte Reihe erhält eine klare Kauf Empfehlung von mir.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

im Shop ansehen weitere Rezensionen von niknak

Rezensionen von C. P.:

Hervorragend ausgearbeitete Fantasy

Die Seele des Wächters von Stephan R. Bellem

Auf dem Kontinent Rhilok herrscht Frieden - ein Frieden, welcher jedoch zu bröckeln beginnt. Lange lebten Zwerge und Gnome ohne Gefahr von Seiten der Orks, Trolle und Goblins. Lediglich die Elfen beäugen die Menschen misstrauisch, welche vor einiger Zeit auf den Kontinent kamen und sich immer weiter ausbreiten.

Gesichert wurde der Frieden einst vom Wächter, einem Kristallwesen, welches nach seiner Erweckung vernichtende Kräfte entwickelt. Doch plötzlich greifen Orks eine Gruppe Zwerge an - und einige beginnen, die Erweckung des Wächters zu fordern...
Stephan R. Bellem schafft es auf wunderschöne Art, seiner Geschichte Leben einzuhauchen. Die Charaktere sowie deren Umgebung sind hervorragend ausgearbeitet und die Story selbst angenehm komplex und in sich stimmig. Zwar beginnt das Buch gleich mit einem blutigen Kampf, jedoch hat der Leser anschließend ca. ein Drittel des Buches, um die Welt Rhilok in ihrer Vielfalt kennen zu lernen. Besonders haben mir hier die Zwerge und Gnome gefallen, welche gemeinsam im Gebirge wohnen und sich wunderbar ergänzen: Während die Zwerge die Handwerker und Krieger stellen, sind die Gnome das Volk der Ingenieure und Erfinder und versuchen, sich mit neuen Erfindungen und Geräten gegenseitig zu übertrumpfen. Das verlieh der Geschichte einen leichten Steampunk-Charakter, welcher mir sehr gefiel und nicht unwesentlich zum Verlauf beitrug. Erst wunderte ich mich noch, warum das Buch erst ab einem Alter von 16 Jahren empfohlen wird, aber beim Lesen merkte ich: Während der Kämpfe wurde niemand vom Autor verschont. Wer auf gutgemachte Fantasy mit originellen Ideen, etwas Humor und spannenden Kämpfen steht liegt hier goldrichtig.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Rezensionen von C. P.:

Ab durch die Hölle!

Die Seele des Wächters von Stephan R. Bellem

Liv versteht die Welt nicht mehr: Erst hat sie einen Unfall mit Leif, einem arroganten Schüler ihrer Schule. Dann benehmen sich die Leute um sie herum zunehmend merkwürdig. Und als Dinge geschehen, die Liv an ihrem Verstand zweifeln lassen, scheint ausgerechnet Nervensäge Leif des Rätsels Lösung zu sein?
Wer auf Nordischer Mythologie basierende Fantasy mag liegt mit diesem Buch goldrichtig.

Okay, zu Beginn muss man sich erstmal durch Leifs Beschreibung von Ragnarök lesen - er ist von der nordischen Mythologie einfach fasziniert. Und das ist für das Abenteuer von Liv und Leif gar nicht mal so schlecht, als plötzlich Odin vor ihnen steht und sie auf eine Reise durch die neun Kreise der Unterwelt schickt. Die beiden Jugendlichen, die sich zunächst überhaupt nicht mögen, müssen sich nach und nach zusammenraufen, um die gefährliche Reise zu überstehen. Sind sie wirklich die beiden in der Prophezeiung erwähnten Auserwählten? Oder spielt da jemand etwa nur einen bösen Streich mit ihnen?
Das Abenteuer von Liv & Leif ist eine Reise durch die von Hel regierte, nordische Unterwelt. Man lernt die verschiedenen Kreise ebenso kennen wie die Weltenfeinde Fenriswolf und Midgardschlange, verfolgt den Lauf der Seelen der Verstorbenen und trifft zudem noch auf einige weitere Sagengestalten der Edda. Das Ganze ist so unterhaltsam verpackt, dass es auch Spaß macht es zu lesen, wenn man sich in der Nordischen Mythologie nicht so auskennt. Schließlich hat Leif genug Wissen, welches er einbringen kann. Zudem befindet sich am Ende des Romans ein Glossar mit all den Namen und Begriffen zum Nachschlagen.
Ein Roman voller Abenteuer, Mythologie, Spannung und einer wohldosierten Portion Humor, der mir gefallen hat und von dem ich gern eine Fortsetzung lesen würde.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Rezensionen von leserin3@bluewin.ch:

Nahe gehend

Die Unsterblichen von Benjamin Chloe

Sich durch eine Wahrsagerin einen Blick in die eigene Zukunft zu gestatten, gar wenn es um das Lebensende geht, das ist schon sehr verlockend. Dem können auch die Kinder Varya, Daniel, Klara und Simon Gold nicht widerstehen. Sie behalten aber für sich, was jedes von ihnen erfährt. Doch diese zweifelhafte Kenntnis MUSS ja eine grosse Unruhe mit sich bringen und so manche Entscheidung abändern, welche die Geschwister sonst ganz anders getroffen hätte.

Der Leser wird in jedem der vier Abschnitte (samt Vorgeschichte) mit dem Denken, Empfinden und Umgehen mit dem neuen Wissen der sympathischen Geschwister bekannt gemacht. Auch wenn man sich der blossen Fiktion bewusst ist, geht der Inhalt dieses Buches nahe und bleibt über das Ende des Werkes hinweg haften: Wie würde ICH handeln, entscheiden, mein Leben ändern, wenn ich wüsste, wann und wie es mit mir selbst zu Ende geht? Welche Richtung hätte ich in meiner Jugend eingeschlagen, und welche jetzt im vorgerückten Alter?
Der Schreibstil ist über weite Strecken süffig und locker, wenn der Text teils auch seine Längen aufweist und sich manchmal wie Teig zieht. Auch wirkt auf mich unglaubwürdig, dass die Kinder das immerhin doch sehr belastende Wissen für sich behalten und sich untereinander nicht austauschen.
Das Cover ist unaufdringlich und mit den dargestellten Zweigen eines Baumes eine Metapher für den gemeinsamen Familienursprung und die unterschiedlich eingeschlagenen Lebenswege der vier Geschwister.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von leserin3@bluewin.ch

Rezensionen von Pink Anemone:

Primitives und anspruchsloses Irgendwas auf Grundschul-Niveau

Winterkartoffelknödel von Rita Falk

❆❆❆❆❆

"Sie ist ziemlich verdattert, dass die Polizei, die wo sie gerufen hat, jetzt ich war.
Weil: sie hat mich wahrscheinlich für einen Bauernlackel gehalten oder einen Gas-Wasser-Heizungs-Pfuscher,
oder was weiß ich."
(S. 17)

Franz ist ein Dorfpolizist im beschaulichen Niederkaltenkirchen.

Hier kennt jeder jeden und daher ist es um seine polizeilichen Dienste eher ruhig bestellt. Hier stirbt man höchstens an Altersschwäche, durch einen Traktor- oder Jagd-Unfall, aber sicherlich nicht durch Mord....haben's alle gedacht, bis dieser Fall doch eintritt und dann hat der Franz gleich mal mit einem Vierfachmord zu tun.

Mehr kann und will ich zum Inhalt überhaupt nicht sagen, denn die Enttäuschung springt mir regelrecht aus dem G'sicht.
Ich erwartete einen locker-flockigen und amüsanten Regionalkrimi, bekommen habe ich ein seichtes Irgendwas in einem Schreibstil auf Grundschul-Niveau.

Vor allem der Schreib- und Erzählstil zerrten an meinen Nerven und das nicht zu knapp.
Erzählt wird aus der Sicht von Franz in der Ich-Form und dies auf sehr ... wie soll ich sagen ... primitive Art und Weise. Man hat das Gefühl es wurde einem äußerst einfach gestrickten Mannsbild ein Stift in die Hand gedrückt und dieser erzählt nun seine Geschichte wie sie ihm gerade in den Sinn kommt - teils im Dialekt, in knapp bemessenen Sätzen und mit vielen Und's und noch mehr Weil's. Als hätte diesen Krimi ein Bub geschrieben, welcher die Grundschule gerade noch so geschafft hat und das auch nur weil die Deutschlehrerin dabei beide Augen und all ihre Hühneraugen zugedrückt hat. Kurz gesagt: sehr einfacher, bzw. primitiver Schreib- und Erzählstil, der eine gewisse Intelligenz vermissen lässt.

Dies als Lokalkolorit zu verkaufen ist meiner Meinung nach etwas dreist, da dadurch die ländliche Bevölkerung in gewisser Weise herabwürdigend dargestellt wird. Hier erhält man das Gefühl, dass alle aus der Provinz einfach gestrickte Vollhonks wären, welche sich nicht klar artikulieren und schon gar nicht denken könnten.

Hinzu kommt dieser ständig präsente "Humor". Anfangs war es noch durchaus amüsant, doch da dieser "Schmäh" wirklich permanent vorhanden ist, fühlt man sich spätestens nach 20 Seiten davon erschlagen. Zudem wirkt dieser Humor erzwungen und schreit regelrecht "I wü, aber i kann net!".
Diese Art von "Humor" (die Gänsefüßchen sollte man sich hier jedes Mal fett und doppelt unterstrichen vorstellen) kann ich absolut nichts abgewinnen. Es ist aber natürlich auch möglich, dass ich diesen Schmäh nicht verstehe. Was weiß' ich schon, bin ich doch nur ein gebürtiges Landmädl, welches sowieso von nix eine Ahnung hat und als Frau prinzipiell dumm wie drei Meter Feldweg bin (mehr dazu weiter unten).

"Unten steht der ältere der Neuhoferbrüder und - platsch -, weg war er.
Flach wie ein Pfannkuchen. Oder Palatschinken, wie die Tschechen sagen.
Palatschinken mit Eis und Sahne, obendrauf ein Spritzer Himbeersoße, besser geht's nicht.
Da lass ich schon mal einen Schweinshaxen stehe, für einen Palatschinken!."

(S. 28 / Hier ein hervorragendes Bsp. für diesen speziellen Humor, die ständigen Abschweifungen und das die Autorin ohne Hirneinsatz schreibt.
Palatschinke = Österreichisch; Palačinka = Tschechisch; weiters heißt es "Die Palatschinke und nicht "Der Palatschinke".
Die Autorin und das Lektorat scheinen das wohl mit Schinken verwechselt zu haben.
Wenn man schon witzig sein will, dann sollte dies zumindest Hand und Fuß haben, ansonsten macht man sich selbst zum Depp.)

Doch es hapert nicht nur am Schreib- und Erzählstil, sondern auch an der Story selbst. Diese kommt nämlich so gar nicht in die Gänge und dümpelt lange Zeit vor sich hin. Wenn man denkt es ginge endlich los, kommt z.B. die Oma mit einer Schwammerlsuppe daher und schon befindet man sich in einer Erklärung, weshalb es im Winter eine Schwammerlsuppe gibt, wann die Oma wie Schwammerl sammelt und was sie mit diesen macht. Oder die Oma will neue Schuhe, weil es beim Deichmann 3 Paar zum Preis von 2 gibt, etc. Dies nur mal als kleine Beispiele für die ständig vorhandenen Abschweifungen.

Vorhanden sind dann natürlich auch noch Klischees und dabei wird wirklich jedes bedient, welches der ländlichen Bevölkerung, in den Augen der Autorin, nachgesagt wird, ergo "typisch ländlicher" Sexismus, Rassismus, Diskriminierung von Menschen mit Depressionen, von Menschen aus der Stadt oder prinzipiell von Personen, die nicht aus dem selben Dorf stammen. Abwertung gegenüber Homosexuellen kommt natürlich auch vor, immerhin will man ja wirklich nichts auslassen.
Aber auch hier ist es natürlich möglich, dass ich es falsch verstanden habe. Ich quasi den Schuß nicht gehört habe, weil, eh schon wissen - Landmädel und daher gehörte ich ja automatisch zu den unterbelichteten Dorfdeppen wie sie ihm Buche stehen... in DIESEM Buch sogar wortwörtlich und schwarz auf weiß.

"Jetzt muss ich wahrscheinlich noch erwähnen, dass der Gashi ausschaut wie hundert Jahre Zuchthaus und meine Erfahrungswerte,
was den Wahrheitsgehalt einer albanischen Aussage betrifft, sind nicht grad rosig."
(S. 50)

Der Kriminalfall selbst ist schnell erzählt, würde ohne die Möchtegern-Witze und Abschweifungen insgesamt nur 50 Seiten füllen und trotzdem wusste ich schon ab der Hälfte was gespielt wird und worauf es hinausläuft. Die Aufklärung, bzw. Auflösung, ist ebenso unspektakulär wie auch langweilig und am Ende fragte ich mich einfach nur: "WTF?!"

Ich habe mich also wahrlich tapfer durch diesen Schund gekämpft und dann dachte ich mir - "Eh schon wurscht, jetzt lese ich das Nachwort der Autorin auch noch." Und wirklich, manches erklärt sich dann von selbst und bei manchen Äußerungen jedoch wieder dieser "WTF"-Gedanke.

❆❆❆

An dieser Stelle sehe ich von einem Fazit ab, denn besser als mein bisher Geschriebenes wird es nicht. Stattdessen möchte ich nun aus dem Nachwort der Autorin zitieren und richte gleichzeitig auch das Wort an die Selbige:

"Nach Bergen von Büchern, die ich gelesen und für schlecht befunden habe, hatte ich den Eindruck: schlechte Bücher schreiben kann ich auch...."

Mit Verlaub, liebe Frau Falk, aber dies bedeutet nicht, dass Sie aufgrund dessen auch gleich welche von dieser Sorte schreiben müssen!

"Warum ich aus der Sicht eines Mannes schreibe, ist, weil ich Frauenromane nicht mag. Weil ich denke, dass ein Leben z wischen Cellulite-Creme und Kindergeburtstag nicht unbedingt schriftlich festgehalten und der Nachwelt vermittelt werden muss..."

Werte Frau Falk, hier ist mir wahrlich der Kaiserschmarrn im Halse stecken geblieben.
Haben Sie wirklich so eine geringe Meinung vom weiblichen und somit Ihrem eigene Geschlecht? Sind Sie wirklich der Meinung, dass das Leben eines Mannes interessanter ist?
Entschuldigen's bitte, aber Sie scheinen wohl den Schuß des modernen Zeitalters und somit der Gleichberechtigung nicht gehört zu haben. Wenn Sie also der Meinung sind, dass eine Frau außer Cellulite und Kindergeburtstage nichts im Hirn hat und daher zu Recht nichts anständiges zu erzählen hat, dann frage ich mich, wieso gerade SIE Bücher schreiben. Immerhin wäre, nach Ihrer Auffassung nach, der Platz einer Frau hinter dem Herd.
Pfuiteifel sag' ich da nur!

Und somit gelangt diese Autorin auf meine schwarze Liste für Autoren und damit sei auch schon genug gesagt.

© Pink Anemone

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pink Anemone

Rezensionen von Gaby 2707:

Vom Käfer Kalle, der Abenteurer werden will

Flucht aus dem Eichenwald von Arno Dronzella; Ina Nord

Dem kleinen Käfer Kalle ist es einfach nur langweilig. Er will doch Abenteurer werden, in die Welt hinaus gehen. Er dagegen hängt mit seinen Freunden Tim und Joe zuhause rum, muss auf seine kleine quengelige Schwester Heidi aufpassen und in die Schule möchte er auch nicht mehr gehen. Da kommt ihm ein kleines Paddelboot ganz recht, in das er von seinem Ausguck auf einem Baum hinein stürzt.

Nun hat er seine Abenteuer, eins nach dem anderen, und merkt sehr schnell, wie sehr ihm seine Eltern, seine kleine Schwester Heidi und seine Freunde fehlen. Und sogar seine Schule beginnt er zu vermissen.

Mich hat das bunte Cover mit dem kleinen wandernden Käfer sofort angesprochen. Und ich wusste sofort, mit wem ich diese Geschichte lesen würde. Sie lässt sich gut vorlesen, aber auch von Zweitklässlern selbst gut lesen.
Dass dieses Buch in 15 Kapitel unterteilt ist, kam dem Leseverhalten meines kleinen Nachbarn sehr gelegen. So haben wir jeden Tag zusammen gesetzt und eine Geschichte gelesen, uns über den Abschnitt unterhalten und ich musste immer wieder Fragen beantworten. Aber auch ich habe Fragen gestellt, die wir dann diskutiert haben.

Die wundervollen Zeichnungen von Ina Nord wurden angeschaut und kommentiert. Wir haben uns sogar überlegt, wie die Geschichte jeweils weiter gehen könnte und waren dann überrascht, was am nächsten Tag wirklich geschah.

Mir hat es großen Spaß gemacht, diese Geschichte zu lesen bzw. vorgelesen zu bekommen und darüber zu sprechen. Sie hat sogar einen lehrreichen Aspekt, denn immer wieder haben wir uns Sachen im Lexikon angeschaut, die hier angesprochen wurden.

Ein wunderbares Buch für Leseanfänger, aber auch für Erwachsene.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Rezensionen von Gaby 2707:

Ein ganz besonderes Weihnachtsfest

Der Gesang des Nordlichts von Heike Fröhling

Gerhard Schlüter hat seine drei Töchter, Claudia, Alexandra und Simone, mit Familie zu seinem 79. Geburtstag zwei Tage vor Weihnachten in sein Haus nach Smaland in Schweden eingeladen. Hier haben sie gemeinsam viele Sommer- und Winterferien verbracht. Und es gibt ein Geheimnis, dass er unbedingt lüften will.

Doch wie schon früher gibt es immer wieder Streit, Missverständnisse, Meinungsverschiedenheiten und Ärger. Auch das vorgeschlagene Weihnachtswichteln, das Gerhard vorschlägt, trifft nicht bei allen auf Zustimmung. Dann beginnt Gerhard aus seiner Vergangenheit ab 1945 zu erzählen und allen wird bewusst, wie wenig sie eigentlich übereinander wissen.


Mit diesem Buch hat Heike Fröhling einen sehr emotionalen, aber auch unterhaltsamen Roman geschrieben. Er liest sich leicht und locker, aber gerade die melancholischen Momente haben mich immer etwas innehalten und nachdenken lassen.

Ich genieße es mit den Kindern auf dem zugefrorenen See direkt vor der Haustüre Schlittschuh zu laufen, gehe mit Holger joggen und genieße die Naturbeschreibungen von Gerhard aus den Nachkriegsjahren.
Ich lerne die einzelnen Familienmitglieder mehr oder weniger gut kennen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, zeigen ihre wunden Punkte genau so wie ihre Stärken, sind gut vorstellbar und wirken lebensecht. Auffallend finde ich, wie wenig die einzelnen Personen miteinander reden. Bis auf die Kinder, die ihren Gedanken freien Lauf lassen, reden sie eher über- als miteinander, was immer wieder auch zur Verwicklungen führt.

Die Geschichte führt mich durch die Rückblenden von Gerhard auch immer wieder zurück zu seiner ersten Zeit in Schweden. Hier wird er von einer Familie aufgenommen und verliebt sich in die älteste Tochter Sessa. Ich bin berührt von den Erzählungen und den Gedanken an seine Vergangenheit, die Gerhard an seine Kinder und seine Enkel nun weitergibt. Gerade Niklas hängt an den Lippen seines Opas. Und ich meine zu erahnen, wie gut es ihm tut, sich das alles von der Seele reden zu können. Außerdem erfahren Gerhards Töchter nun auch, wie die Familie zu diesem Haus gekommen ist. Diese Rückblicke sind so interessant und spannend, dass ich einfach immer weiterlesen musste. Und sie passen sich sehr gut in die vorweihnachtlichen Vorbereitungen ein.

Auch diesmal hat mich Heike Fröhling mit ihrem emotionsgeladenen, einfühlsamen, berührenden und spannenden Familienroman sehr gut unterhalten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Rezensionen von manu63:

Sturmluft

Izara 3: Sturmluft von Julia Dippel

Der dritte Band der Izara Reihe der Autorin Julia Dippel trägt den Titel Sturmluft und es wird in diesem Band noch heftiger als in den Vorbänden. Ari glaubt, das ihre große Liebe Lucian tot ist und versucht ihr Leben in den Griff zu bekommen indem sie Jagd auf seine Mörder macht. Dabei gerät sie auch an Lucians Vater und der setzt daraufhin einen tödlichen Dämon auf Aris Fährte und sie muss erkennen das sie diesen Bracion kennt.

Die Autorin fängt Aris verzweifelte Stimmung sehr gut ein und auch die Nebencharaktere bilden eine gute Ergänzung zu Ari. Die verschiedenen Akteure der Vorbände laufen hier wieder zur Höchstform auf und trotz aller Trauer lassen die Dialoge eine bittere Heiterkeit erkennen. Der weitere Verlauf der Geschichte ist überraschend und stimmig aufgebaut und führt zu einem weiteren Ende das nach einer schnellen Fortsetzung ruft, denn der Cliffhanger ist hier in meinen Augen noch heftiger als im vorherigen Band. Einzig Aris Mutter war für mich ein eher nerviger Charakter der gar nicht zuhören möchte und eine vorgefasste Meinung hat die sie nicht ändern will. Da hätte ich mir von dieser Seite mehr Unterstützung für Ari gewünscht.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und das Buch habe ich in einem Rutsch gelesen weil ich immer wieder wissen wollte wie es weiter geht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von manu63

Rezensionen von manu63:

Tödliche Zeilen

Izara 3: Sturmluft von Julia Dippel

Ein Fall für Agnes Munroe Tödliche Zeilen ist eine Cosy Crime Geschichte der Autorin Dorothea Stiller. In dieser Geschichte kehrt die pensionierte Lehrerin Agnes Munroe in das kleine schottische Städtchen Tobermory zurück um ihrer Freundin Effy beizustehen. Deren Sohn Neil ist tödlich verunglückt und als es einen zweiten Todesfall gibt kommen Zweifel auf, ob sich um Unglücke handelt.

Agnes beginnt mit Hilfe des Inselpolizisten und des örtlichen Geistlichen auf eigene Faust zu ermitteln.

Die Autorin hat die Geschichte rund um Agnes gut aufgebaut und die einzelnen Charaktere sind gut gezeichnet. Viele leise zwischenmenschliche Töne tragen zur Geschichte bei und die Entwicklungen sind stimmig und bauen aufeinander auf. Das Gefühlsleben der Charaktere wird gut eingefangen und die Schicksalsschläge die eintreten werden nicht heruntergespielt oder verharmlost. Das Ende überraschte mich dann doch und die kleinen Spuren auf vermeintliche Verdächtige wurden gut gelegt. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar und die Geschichte hat genügende Spannungsbögen um den Leser zu fesseln.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von manu63