Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

Starke Geschichte um die Freundschaft

Nachdem ich bereits den ersten Teil unter dem Titel „Die Skaterbahn“ gelesen hatte, war ich sehr neugierig auf dieses Büchlein. Und die Lektüre hat wieder Spaß gemacht.
Wieder geht es nach Mirathasia, ein Land der Fantasie, zu dem nur Kinder Zutritt haben. Pro Auf-enthalt dort haben die Kinder jeweils einen Wunsch frei, sodass das Land immer weiter wächst und sich fortentwickelt.

Das macht es spannend und es bleibt immer wieder interessant. Auch wenn ich leider schon lange erwachsen bin, bin ich gerne mit nach Mirathasia gereist. Malte hat schreckliche Langeweile und schon ist er in diesem wunderbaren Land. Dort lernt er Adrian kennen und die bei-den werden ganz schnell dicke Freunde. Und das ist auch gut so, denn nur gemeinsam ist man stark. Nur zusammen kann man gegen die riesige fiese Spinne bestehen und auch gegen andere, die es nicht so gut mit einem meinen.
Auch mit diesem Werk hat die Autorin Veronika Aretz meiner Meinung nach wieder ein gelungenes Werk vorgelegt. Es ist kindgerecht und trotzdem spannend. Wichtige Werte wie Freundschaft, Ver-lässlichkeit und Mut werden thematisiert. Aber nie von oben herab, sondern einfühlsam und in die Geschichte eingebettet. Das gefällt mir sehr. Und ich freue mich schon darauf, die Geschichte mit meinem Patenkind (sieben Jahre) und ihrem Bruder (zehn Jahre) zu lesen. Teil eins mochten sie beide sehr.
Auch die Illustrationen, vor allem die mit dem Überblick von Mirathasia, gefallen mir sehr gut und verdeutlichen das beschriebene Geschehen.
Ein rundum gelungenes Buch, das sicherlich vielen Kindern Freude, Lesespaß und spannende Unterhaltung bietet wird.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Streiflicht

Rezensionen von Bibliomarie:

Schwester Frevisse ermittelt

Die Novizin. Mord im Jahr des Herrn 1431 von Margaret Frazer

Friedlich geht das Leben im Kloster St. Frideswide seinen Gang. Novizin Thomasine will dort in wenigen Tagen ihr Gelübde ablegen. Das passt ihrer Großtante Lady Ermentrude Fenner überhaupt nicht in ihre Pläne. Sie möchte Thomasine, ausgestattet mit einer guten Mitgift, verheiraten. Ihre turbulenten Besuche im Kloster sind gefürchtet, aber als Gönnerin des Konvents muss sie mit gebührenden Ehren aufgenommen werden, doch sie überlebt ihren Besuch nicht.

Schwester Claire, die kräuterkundige Nonne, vermutet Gift und schon bald haben der Coroner und die aufgebrachte Verwandtschaft von Lady Fenner eine Schuldige ausgemacht. Doch Schwester Frevisse hält nichts von schnellen Urteilen. Mit Erlaubnis der klugen Priorin beginnt sie zu ermitteln.

Das Kloster als Schauplatz eines Verbrechens ist ein beliebtes Sujet. Der Kontrast zwischen frommen Frauen hinter friedlichen Klostermauern und der Gewalttat, bietet viel Stoff für farbig geschilderte Szenen. Klosterleben, Gebetsregeln und Alltag der Schwestern und das mittelalterliche Leben der Landedelleute werden erzählt und werden durch die bildhafte Sprache lebendig. Schwester Frevisse ist eine gescheite und mutige Frau, die das Kloster nicht als Einengung empfindet und so stellt sie sich mutig dem Coroner und den Schergen der Fenners entgegen. In ihrer Unbeirrtheit und ihrer Hartnäckigkeit ähnelt sie wirklich der im Werbetext erwähnten Miss Marple.

Als weltlicher Gegenpart darf Thomas Chaucer auftreten. Der Sohn des angesehenen Dichters Geoffrey Chaucer, dessen Canterbury Tales zum englischen Kulturgut gehören, ist zwar nicht adlig, aber vermögend und angesehen bei Hofe. Dem Kloster ist er durch sein früheres Mündel Frevisse verbunden. Was der kleinen, abgeschiedenen Welt des Klosters fremd ist, kann der weitgereiste und politisch versierte Thomas beitragen.

Margaret Frazer ließ Schwester Frevisse in vielen Bänden ermitteln. Sie erschienen um die Jahrtausendwende in Deutsch. Nun werden sie E-books wieder aufgelegt und die Wiederentdeckung lohnt sich.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bibliomarie

Rezensionen von Streiflicht:

Richtig gelungen: Lokalkolorit und extra viel Spannung

Die Novizin. Mord im Jahr des Herrn 1431 von Margaret Frazer


Dieses Buch ist für mich eine echte Entdeckung und ich bin froh, dass es bereits zwei Vorgänger gibt, die ich noch lesen kann. Ansonsten hoffe ich auch eine baldige Fortsetzung und kann jetzt schon sagen, dass ich nun Fan dieses Autors bin.
In den letzten Jahren gab es ja geradezu eine Schwemme an Regionalkrimis und leider leidet da-runter auch oft die Qualität.

Dieser Roman aber bildet eine wunderbare Ausnahme und ist einfach nur gelungen. Neben einer schönen Portion Lokalkolorit bietet Franz XYXYX gute Unterhaltung und extra viel Spannung. Es geht um Menschenhandel und die Abgründe der menschlichen Seele. Das ist einerseits grausam und verstörend, andererseits aber sehr spannend und vor allem leider sehr realistisch. Das macht den Roman umso packender und mitreißender. Ein Thema, das man nicht einfach so vergessen und abhaken sollte!
Gleichzeitig sind die beiden Hauptfiguren so toll, dass es einfach Spaß macht, dieses Buch zu lesen. Elsa und Sven sind wunderbar gegensätzlich und harmonieren doch gut. Sie sind einfach perfekt als Protagonisten und bieten einen guten Kontrapunkt zur Spannung und der immer wieder grausamen Handlung. Das Zusammenspiel der beiden hat mir sehr gefallen und ich würde gerne noch viel mehr von diesem ungewöhnlichen Duo lesen.
Der Fall ist spannend und hat immer wieder interessante Wendungen, sodass es bis zur letzten Seite interessant bleibt. Ich hatte bei einer bzw. zwei Figuren immer wieder ein ungutes Gefühl und das bewahrheitete sich am Ende dann auch. Doch auch mit dieser leichten Ahnung war es span-nend und zum Schluss auch immer rasanter.
Dieses Buch ist nichts für Zartbesaitete, aber ein Muss für alle Krimifans, die es gerne spannend und packend mögen. Ein wunderbarer Roman, der zeigt, dass es auch tolle deutsche Autoren gibt, die man unbedingt lesen sollte!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Streiflicht

Rezensionen von Streiflicht:

Vergangenheit und Gegenwart verbinden sich

Zerrissene Wahrheit von Heike Rommel

Dieses Buch hat mich erst ein bisschen ratlos und verzweifelt gemacht. Ich hatte mich sehr auf die Lektüre gefreut, aber zuerst kam ich überhaupt nicht rein. Gleichwohl fand ich die Geschichte inte-ressant und wollte das Buch auch nicht abbrechen. Also hab ich es ein paar Tage liegen gelassen und das hat dann auch geholfen.

Dann war ich wohl in der richtigen Stimmung dafür und hatte auch Ruhe, mich ganz auf die Geschichte einzulassen. Und dann war ich plötzlich mittendrin und wollte unbedingt wissen, was damals und heute passiert ist und wie es ausgeht.
Das Buch spielt einerseits in der Vergangenheit und andererseits in der Gegenwart. Die Ereignisse in der Vergangenheit beeinflussen das aktuelle Geschehen sehr. Gleichzeitig gibt es auch heute mehrere Erzählstränge und sehr viele Figuren, sodass man zwischendrin sehr aufpassen muss, nicht den Faden zu verlieren. Ich denke, wenn man die Vorgeschichte gekannt hätte, wäre es viel-leicht einfacher gewesen. Das war bei mir aber nicht der Fall, daher war es manchmal etwas hake-lig. Dennoch ist das Buch wirklich spannend und unterhaltsam, wenn man sich richtig darauf ein-lässt und mitdenkt.
Insgesamt ein spannender Roman, der zeigt, dass die Vergangenheit nicht immer vergangen ist und dass in vielen Menschen schreckliche Abgründe lauern.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Streiflicht

Rezensionen von thora01:

Schöner softer Krimi

Zerrissene Wahrheit von Heike Rommel

Inhalt/Klappentext:
Mord an der schottischen Küste: Agnes Munro ermittelt
Nach Jahren kehrt die pensionierte Lehrerin Agnes Munro in das malerische schottische Küstenstädtchen Tobermory zurück, um ihrer Freundin Effy in dieser schweren Zeit beizustehen. Denn die Kleinstadt wird von einem tragischen Todesfall überschattet: Effys Sohn Neil kam bei einem Autounglück ums Leben.

Ein Unfall? Doch dann kommt es zu einem zweiten mysteriösen Todesfall und die Ereignisse überschlagen sich …
Die polizeilichen Ermittlungen können die resolute Agnes nicht überzeugen, also beginnt sie, auf eigene Faust nachzuforschen. Tatsächlich stößt sie auf Ungereimtheiten. Der Dame mit dem extravaganten Modegeschmack gelingt es, den Inselpolizisten auf ihre Seite zu ziehen. Und weiß der Gemeindepfarrer vielleicht mehr als er zugibt? Agnes stürzt sich in ihre Nachforschungen und muss sich eingestehen, dass sie auch mit ihrer eigenen Vergangenheit in Tobermory noch nicht ganz abgeschlossen hat.
(Quelle: dp DIGITAL PUBLISHERS)

Meine Meinung:
Sehr schöner und undurchsichtiger Krimi. Er ist nicht übermäßig actionreich sondern überzeugt mich mit der sehr undurchsichtigen Handlung. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und ich konnte mir sofort Tobermory vorstellen. Die Protagonisten sind sehr spannende Persönlichkeiten. Ganz besonders gefällt mir Agnes. Sie wirkt auf den ersten Blick ziemlich unschuldig. Dennoch lässt sie sich nicht ins Bockshorn jagen. Sehr schön fand ich auch die Situationen in denen sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzten muss. Andrew ist die perfekte Ergänzung zu Agnes. Er ist sehr zurückhaltend und wirkt zu Beginn etwas zwiegespalten. Die Story ist sehr undurchsichtig und auf sehr viele Puzzleteilchen aufgeteilt. Sehr schön fand ich wie die Autorin die verschiedenen Geheimnisse in die Geschichte eingebaut hat. Der Abschluss war für mich eine Überraschung. Ich hatte den Täter nicht auf meinem Radar. Die Autorin hat den Lösungsfaden sehr gut in der Geschichte versteckt.

Mein Fazit:
Sehr schöner jedoch actionarmer Krimi. Er konnte mich sofort in den Bann ziehen. Dieses Buch kann ich jedem der nicht sehr blutige Krimis mag ans Herz legen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von thora01

Rezensionen von Caro2929:

Neues von Hannah und ihren Freundinnen

schleich® Horse Club(TM) - Rätsel um Princess von Heike Rommel

Klappentext:


"Zukunftsträume sind keine Schäume, fnden Hannahs Freundinnen Lisa, Sarah und Sofia, als sie in ihrem Wohnwagen über dem geheimen Horse-Club-Tagebuch zusammensitzen. Später, auf dem Weg zum Reitercafé, verrät auch Hannah was sie werden will. Im Cups an Saddles-Reitercafé erfahren sie von Emily, dass sie einen
Pferdesalon nebem dem Café eröffnen möchte.

Die arrogante Tochter von Herrn Michaels will Emilys Traum verhindern. Doch plötzlich verhält sich ihr Pferd Princess auffällig. Da hat Hannah eine Idee.. "


Meine Meinung:

Ich habe das Buch gemeinsam mit meiner siebenjährigen Nichte gelesen. Und was soll ich sagen, außer, dass uns die Mädels vom Horse-Club ein weiteres Mal hellauf begeistern konnten?

Der Schreibstil ist einfach wahnsinnig angenehm und die Kapitellänge ist genau richtig.

Zwar haben wir auch einen Kritikpunkt, aber im Grunde überwiegt eindeutig alles andere. Der Kritikpunkt wäre folgender: Insgesamt gefällt es uns ja nicht ganz so gut, dass so viele englische Begriffe verwendet werden, woran mir uns mittlerweile aber gewöhnt haben. Aber das der Pferdesalon jetzt auch einen englischen Namen hat,
der auch nicht unbedingt alltäglich ist, hat uns doch etwas missmutig gestimmt. Also meine Nichte hat wirklich selbst gesagt, dass ihr das nicht gefällt, weil sie es einfach ohne Hilfe gar nicht verstehen kann, was es denn auf Deutsch heißen würde. Deswegen gibt es leider einen Stern Abzug.

Aber nichts desto trotz hat uns die Geschichte rund um Freundschaft und Zusammenhalt wieder enorm begeistern können. An den Horse-Club Bücher ist es einfach super, das die Liebe zum Pferd und nicht der Erfolg im Vordergrund steht.

Auch haben wir wieder kurzzeitig Sympathien für Tori entwickelt, waren aber nicht überrascht, dass sie diese natürlich in Null Komma nichts, wieder verspielte. Aber gerade das, macht ja auch diese Bücher aus.


Fazit:

Klare Leseempfehlung, wir freuen uns auf weitere Abenteuer von Hannah & Co.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Caro2929

Rezensionen von thora01:

Sehr emotionales Debüt

schleich® Horse Club(TM) - Rätsel um Princess von Heike Rommel

Inhalt/Klappentext:
Ella ist gefangen. Gefangen in einer Welt voller Trauer, Wut, Angst und Schmerz. Seit einem Unfall vor vier Jahren ist sie gehandicapt und egal, wie sehr sie sich auch bemüht, den Weg zurück ins Leben zu finden, es gelingt ihr einfach nicht.
Christian will mit der Liebe genauso wenig zu tun haben wie Ella.

Als die beiden in seiner Beach Bar aufeinandertreffen, können sie die Anziehung zwischen ihnen jedoch nicht leugnen.
Aus einem Treffen werden zwei und aus zwei immer mehr ... bis sie feststellen müssen, dass ihre Leben schon länger miteinander verknüpft sind, als sie geahnt haben – auf verheerende Art und Weise. (Quelle: Hippomonte Publishing e.K.)

Meine Meinung:
Sehr berührendes Debüt. Ich wurde von der Schreibweise von Franie Leopold sofort in den Bann gezogen. Ganz besonders hat mir die Darstellung der Protagonisten gefallen. Sie sind sehr sympathisch und haben ihre ganz besonderen Ecken und Kanten. Ella hat mich von der ersten Seite weg gefangen genommen und ich habe mit ihr mitgefiebert und gelitten. Sie wirkt sehr unsicher. Sie hat eine sehr interessante und vor allem mitnehmende Vergangenheit. Ich finde es sehr spannend wie sie mit ihrer Vergangenheit versucht umzugehen. Das gelingt ihr mal besser mal weniger gut. Sie wirkt zu Beginn etwas unsicher. Jedoch zeigt sie im Verlauf ihrer Story sehr genau was in ihr steckt. Christian gefällt mir auch sehr gut. Er ist sehr erfolgreich und hat auch sein ganz spezielles Vergangenheitspaket zu tragen. Er ist mir sehr sympathisch und wirkt auf mich sehr kämpferisch. Die gemeinsame Story finde ich sehr spannend und ich mag das auf einander zugehen und kurz darauf wieder sich entfernen. Ich finde es sehr spannend wie die Autorin die Vergangenheit scheibchenweise einfließen ließ. Dem Leser wird erst ganz zum Schluss die gesamte Tragweite der Ereignisse bekannt. Der Abschluss hat es in sich. Er hat mich sehr überrascht und ein wenig mitgenommen.

Mein Fazit:
Wundervolles Debüt. Sehr emotionale Geschichte. Ich musste das ein oder andere Tränchen verdrücken. Die Hintergrundthematik hat mir sehr berührt und sehr starke Emotionen geweckt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von thora01

Rezensionen von Josef Lüthold:

Unsterblichkeit der Seele, Reinkarnation statt Auferstehung

Hallo, Jenseits von Dolly Röschli

Dieses Buch kann dem christlichen Glauben eine grosse Hilfe sein. Denn es bestätigt die katholische Lehre von der Unsterblichkeit der Seele als Wahrheit. Die Seele des Menschen überlebt den irdischen Tod, was für den Jenseitsglauben von grundlegender Bedeutung ist. Hingegen nicht mehr glaubwürdig ist die kirchliche Lehre von der Auferstehung, welche Verwandlung oder Neuschöpfung des Menschen bedeuten würde.

Die "Auferstehung des Fleisches" ist gar nicht nötig, denn es gibt die Reinkarnation.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef Lüthold

Rezensionen von LEXI:

Lass uns nach Benton County fahren. Bringt mich nach Hause!

Hallo, Jenseits von Dolly Röschli

Die achtzigjährige Hazel Mae Blackwell lebt in Kendrickson, Nevada und musste bereits in sehr jungen Jahren einen schmerzlichen Verlust erfahren. Ihre kleine dreijährige Schwester Maggie verschwand unter ihrer Obhut beim Beerensammeln im Wald und wurde nie wiedergesehen. Nicht nur Hazel, sondern die gesamte Familie war zutiefst traumatisiert und erholte sich nie wieder von diesem schrecklichen Ereignis.

Margaret Diane De Ford arbeitete als Lehrerin in Little Rock, Arkansas und kommt nicht gut mit ihrer Mutter Hazel aus. Sie war bereits in jungen Jahren eine richtige Rebellin, lehnte sich gegen die Fürsorge ihrer Mutter auf, fühlte sich überwacht, kontrolliert und bevormundet. Margaret Diane ist darüber hinaus eifersüchtig auf die innige Verbindung zwischen ihrer Tochter Meghan und deren Großmutter Hazel, die ihre Enkelin mit Zuneigung und Aufmerksamkeit überschüttet.

Als Meghan De Ford aufgrund eines Autounfalls längere Zeit krankgeschrieben wird, beschließt sie, ihre sechswöchige Zwangspause von ihrem Job bei der Kriminalpolizei bei ihrer über alles geliebten Großmutter zu verbringen. Sie empfindet die vor ihr liegende kostbare Zeit mit Hazel als ein Geschenk des Himmels. Völlig überrascht stellt sie bei ihrer Ankunft in Kendrickson fest, dass auch ihre Mutter Margaret Diane beschlossen hat, Hazel zu besuchen. Lange unterdrückte Emotionen und schwelende Verletzungen kommen nun an die Oberfläche, und die Situation scheint aussichtslos und verfahren. Beim Betrachten alter Bilder aus Hazels Kindheit konfrontiert Meghan ihre Großmutter mit einer Aufnahme, die deren ruhige Gelassenheit ins Wanken bringt. Die alte Dame spricht zum ersten Mal seit über siebzig Jahren von ihrer verschollenen Schwester Maggie und dem großen Schmerz, den sie bereits ihr gesamtes Leben lang mit sich herumschleppt. Ihre tiefe Verzweiflung und ihre Trauer wecken in Meghan das Bedürfnis, den größten Herzenswunsch ihrer Großmutter zu erfüllen: Hazel möchte noch einmal in den winzigen Ort namens Cumpton nach Benton County fahren, das alte Farmhaus wiedersehen, das einmal ihr Zuhause war, und das Grab ihrer lange verstorbenen Eltern besuchen. Sie wünscht sich zudem nichts sehnlicher, als ihre schmerzlich vermisste Schwester noch einmal in die Arme schließen zu dürfen. Doch die Chancen, Spuren in einem über siebzig Jahre alten Fall zu finden, sind mehr als gering.

Kim Vogel Sawyer erzählt in ihrem Roman die berührende Geschichte von drei Frauen, die lernen mussten, mit großen Verletzungen, tiefem Schmerz und tragischen Verlusten zu leben. Sie berichtet von einer Mutterliebe, die sehr intensiv und stark ist, von einer rebellischen Tochter, die sich gegen die emotionale Umklammerung ihrer Mutter wehrt, und von einer Enkeltochter, die alles in ihrer Macht stehende versucht, für die beiden Menschen, die sie am meisten liebt, als Friedensstifterin zu fungieren. In einem wunderschönen und einnehmenden Schreibstil rollt die Autorin in Form von Rückblicken in Hazels und Margaret Dianes Vergangenheit behutsam die damaligen Ereignisse nach und nach auf. Zu Beginn der einzelnen Kapitel weisen Namen in schwungvollen Lettern als Überschrift stets darauf hin, welcher der drei Hauptpersonen sich Kim Vogel Sawyer nun widmet. Darüber hinaus tragen Angaben zu Zeit und Ort der Handlung zu einer raschen Orientierung im Buch bei. Mir haben Kim Vogel Sawyers ruhige, bedächtige Art zu erzählen und ihre Gewichtung auf die Gefühlswelt von Hazel, Margaret und Meghan ausgezeichnet gefallen.

Die Ungewissheit über das Schicksal der verschollenen Schwester Maggie erzeugt einen gewissen Spannungsbogen, der Fokus liegt jedoch eindeutig auf der Beziehung zwischen den drei Protagonistinnen. Deren liebevolle Charakterisierung zeugt von hoher Authentizität. Sowohl die würdevolle und rüstige Hazel, die als Inbegriff selbstloser Liebe dargestellt wurde, als auch ihre Enkelin Meghan, sind mir sofort ans Herz gewachsen. Margaret Diane war eine Figur, der ich anfangs eher ablehnend gegenüberstand. Sie machte jedoch die größte Wandlung in dieser Geschichte durch und überraschte mich durch ihre bemerkenswerte Einsicht. Der christliche Glaube hat einen sehr hohen Stellenwert inne – ein Aspekt, den ich als unglaubliche Bereicherung empfand und der diesem Buch zusätzliche Tiefe verlieh.

Fazit: „Zu Hause wartet die Hoffnung“ stellte für mich ein herausragendes Lese-Highlight dar und hat mich zutiefst berührt. Kim Vogel Sawyer erzählt eine ergreifende Geschichte von Liebe, Schmerz, und der Kraft der Vergebung, die getragen von einem unerschütterlichen Glauben an Gott letztendlich Großes bewirkt. Eine ausgezeichnete Lektüre, die ich sehr gerne weiterempfehle.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von LEXI

Rezensionen von LEXI:

Ein kleines Schimpansen-Mädchen in Nöten

Hallo, Jenseits von Dolly Röschli

Die elfjährige Klara, der zehnjährige Tim und der gleichaltrige Alex sind sehr gute Freunde und verbringen den Großteil ihrer Freizeit miteinander. Im Zuge einer Berg- und Tal-Runde mit dem Fahrrad entdecken sie am Straßenrand ein verletztes Schimpansen-Mädchen mit traurigen Augen. Die drei Kinder wenden sich vertrauensvoll an den Tierarzt Doktor Schneider, der das gebrochene Bein des Äffchens eingipst und den Kindern Ratschläge zur Fütterung des kleinen Findlings gibt.

Die kleine „Purzel“ darf vorübergehend in einem Holzschuppen bei Klaras Elternhaus einziehen. Doch die drei Freunde müssen nun noch die offene Tierarztrechnung begleichen. Nachdem ihr erspartes Taschengeld und die Einkünfte aus kleinen Hilfstätigkeiten immer noch nicht ausreichen, scheint der plötzliche Fund einer wohlgefüllten Brieftasche die Lösung all ihrer Probleme zu sein. Oder doch nicht? Und auf einmal erfahren die Kinder zu alledem auch noch, dass es sich bei Purzel um ein entflohenes Affenkind aus dem Zirkus handelt, dessen Mutter es schmerzlich vermisst und sehr um ihr verlorenes Baby trauert.

Michael Elsaß erzählt in diesem entzückenden Kinderbuch die Geschichte eines entlaufenen Äffchens, das verletzt am Straßenrand liegt und von den drei Freundin Klara, Tim und Alex gerettet wird. Mitgefühl, Tierliebe und die Einschätzung, was richtige und was falsche Handlungen sind, stehen im Zentrum dieser Geschichte. Die Wahl der Schriftform, die Größe der Lettern sowie den Zeilenabstand empfand ich als äußerst lesefreundlich und kindgerecht. Die Illustrationen von Ellen Krieger stellen den Inhalt bildhaft aus der Sicht eines Kindes dar, und sind angesichts der farbenfrohen Bilder ein richtiger Blickfang im Buch. Die Vorstellung der Hauptfiguren dieses Kinderbuches gleich zu Beginn des Buches in Form von Farbzeichnungen und einer kleinen Kurzbeschreibung bildet darüber hinaus auch einen sehr schönen und informativen Einstieg.

Mein einziger Kritikpunkt ist die mangelhafte Verarbeitung dieses Büchleins, bei dem sich bereits bei vorsichtigem Umblättern einzelne Seiten aus dem Buchrücken lösten. Schade.

Fazit: „Purzel, das Äffchen“ ist eine lehrreiche Geschichte, die ihre junge Zielgruppe unterhält, und darüber hinaus auch zum Nachdenken anregt. Sie vermittelt den Kindern Respekt und Wertschätzung Menschen, Tieren und hilflosen Lebewesen gegenüber, und legt eine starke Gewichtung auf Zusammenhalt, Ehrlichkeit und das Übernehmen von Verantwortung. Mir haben sowohl der Inhalt, als auch die süßen Illustrationen sehr gut gefallen und ich empfehle dieses Kinderbuch gerne weiter.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von LEXI