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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gaby 2707:

Liebe - Außer Kontrolle

Liebes Kind Thriller. 28.02.2019. Paperback / softback. von Hausmann Romy

„Liebe. Ganz gleich wie krank, verdreht oder falsch verstanden, bleibt es immer noch Liebe.“


Vor 4825 Tagen haben Karin und Matthias Beck ihre Tochter Lena das letzte Mal gesehen. Seitdem suchen sie nach ihr und nach Antworten, die ihnen niemand geben kann. Nun stehen sie in Cham im Krankenhaus und hoffen, dass die Lena, die kurz vor der tschechischen Grenze vor ein Auto gelaufen ist, ihre vermisste Tochter ist.

Bei dieser Frau ist die 13-jährige Hannah. Zusammen mit ihrem 11-jährigen Bruder Jonathan wurden sie und die Frau in einer Hütte im Wald wie Gefangene gehalten. Alles folgte den Regeln des Mannes, der sich als ihr Vater sah: die Essens- und Schlafenszeiten; sogar die Toilettenzeiten waren reglementiert. Für die Kinder ist die Freiheit, die sie nun genießen könnten, ein Alptraum. Haben sie das Leben doch bisher nur durch die Augen ihrer Mutter kennengelernt.

Diese Geschichte ist allein dadurch schon besonders, da sie beginnt, wo andere ihre Geschichten enden lassen.

Lena, die Mutter von Hannah und Jonathan erzählt ihre Geschichte, genau so wie Hannah immer wieder zu Wort kommt und aus ihrer Sicht erzählt, oder Matthias, der Vater von Lena – alle drei erzählen ihre Geschichte abwechselnd. Wobei man schon am Sprachstil sehr gut lesen kann, wer hier seine Eindrücke gerade schildert. Bedrückende Rückblenden in die Vergangenheit fachen die Spannung immer weiter an. Ich bin fasziniert, schockiert, kann manchmal kaum glauben, was ich hier lese. Alles kommt so vorstell- und nachvollziehbar rüber. Die Personen, egal ob bisher aus der Welt ausgeschlossen, gerade mittendrin oder auf der Suche nach der Wahrheit, zeichnen sich durch ihre Menschlichkeit und ihre Glaubwürdigkeit aus. Ich als Leserin dagegen stehe staunend und Vieles einfach nicht fassend, nicht glauben könnend oder begreifend daneben.

Dann komme ich an den Punkt, wo ich meine, nun den ganzen Umfang der Geschichte verstanden und durchschaut zu haben. Aber nein, es kommt immer mal wieder eine Wende und meine Vorstellung wird total über den Haufen geworfen. Vom Ende war ich einerseits schockiert, andererseits ist es so absolut nachvollziehbar und glaubhaft.

Romy Hausmann hat mich mit ihrem Debütthriller gepackt und nicht mehr losgelassen. Die außergewöhnlichen und tragischen Protagonisten werden bestimmt noch eine Zeit lang in meinem Kopf herumspuken, bevor sie auch bei mir ihren Frieden finden.
Ein Buch, für das ich sehr gerne meine absolute Leseempfehlung ausspreche.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Wundervolles Kinderbuch mit spannender Story, traumhafter Atmosphäre und unheimlich toller Message.

Der Polarbären-Entdeckerclub. Reise ins Eisland von Bell Alex

Ihre erste Expedition mit dem legendären Polarbären-Entdeckerclub beginnt mit einer Katastrophe: Die Juniorforscher Stella, Beanie, Shay und Ethan werden von der Gruppe getrennt und sind plötzlich mitten in Eis und Schnee auf sich gestellt – und sie können einander nicht ausstehen! Aber im Kampf gegen gruselige Frostelfen und fleischfressende Kohlköpfe wird ihnen bald klar, dass sie dieses Abenteuer nur bestehen können, wenn sie eines tun: ihre Rivalitäten überwinden und fest zusammenhalten.

Der Beginn eines großen phantastischen Abenteuers voller wundersamer Welten und magischer Entdeckungen!....(Klappentext)

❄❄❄❄❄

"Dann rannten die Wölfe schnurstracks auf den Eingang einer Berghöhle zu und die Kinder verloren sämtliche Erwachsenen aus dem Blick,
als der Schlitten in die Kälte und Dunkelheit eines unheimlich lautlosen Eistunnels hineinschoss.
Alles Vertraute bleib hinter ihnen zurück,
und sie waren unterwegs zu einem ungewissen Schicksal voller Gefahren."
(S. 116)

Stella Starflake Pearl ist eine Schneewaise. Felix, Mitglied des Polarbären-Entdeckerclubs, ist ein berühmter Feenforscher und hat Stella mit 2 Jahren im Schnee gefunden und sogleich adoptiert. Nun ist sie ein glückliches 12-jähriges Mädchen mit einem Einhorn als Reittier und einem Eisbären als Haustier.
Ihr sehnlichster Wunsch ist Entdeckerin zu werden, doch für Frauen und vor allem für junge Mädchen, ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Der Beruf des Entdeckers ist nämlich dem männlichen Geschlecht vorbehalten. Zu allem Überdruss möchte ihre Tante Agatha sie in ein Mädcheninternat stecken, um ihr eine entsprechende Erziehung zukommen zu lassen. Doch da hat diese miesepetrige Agatha nicht mit Felix gerechnet, der kurzerhand beschließt Stelle lieber auf eine seiner Expeditionen mitzunehmen, anstatt sie in ein Internat zu stecken, in dem die Mädchen zwei Stunden mit Büchern auf dem Kopf herumspazieren, anstatt diese zu lesen. Somit ist Stella das erste Mädchen auf einer Expedition. Auf dieser nimmt nicht nur ihr bester Freund Beanie teil, sie lernt auch zwei weitere junge Entdecker kennen. diese bunt zusammengewürfelte Truppe von Kindern könnte unterschiedlicher nicht sein.

Da hätten wir neben Stella noch:
Shay - der Wolfsflüsterer; ist ein ruhiger und mutiger Junge, der sich mit Wölfen unterhalten kann.
Ethan - Meereskrakenentdecker; ein junger und hochnäsiger Zauberer
und Beanie - Halbelf; er ist mein absoluter Favorit unter den Kindern. Er ist eine Leseratte und eher still. Das Besondere an ihm ist, dass er das Asperger Syndrom hat und dementsprechend hat er es nicht leicht im Leben. Doch gerade er ist dann der Gruppe eine große Hilfe und zugleich sorgt er für so einige witzige Dialoge.

Diese Expedition verläuft jedoch alles andere als glatt. Kaum im eisigen Eisland angekommen, werden die Kinder von den Erwachsenen getrennt und sind in diesem unbekannten Land auf sich gestellt.
Und so beginnt das fantastische Leseabenteuer für uns Leser. Mit Stella und ihren Reisegefährten begeben wir uns in eine Welt voller Eis und Schnee, eine Welt voller fantastischer Wesen, skurrilen Figuren und haufenweise spannender Ereignisse. Wir begegnen z.B Pygmäendinos, welche nicht größer als kleine Kätzchen sind, 19 Meter großen Yetis mit Zähnen so groß wie Stella, Frosties, welche entfernte Feenverwandte sind, tätowierten Banditen und noch vielen mehr.
Und während wir den Junior-Entdeckern auf ihrer Reise durch das Eisland folgen, kommen wir auch gleichzeitig der Abstammung von Stella näher und lernen viel über Freundschaft.

"Das Schiff war nicht weit entfernt, und sie hatten es bald gefunden.
Es war schief im Eis festgefroren, und im fahlen Mondlicht sah es mit seinen zerfetzten Segeln
und schwarzen Löchern im verfaulten Holz wie ein unheimliches Geisterschiff aus.
(S. 185)

Der Schreibstil ist flüssig und die Erzählweise packend und kindgerecht. Hier wird es spannend, witzig und zugleich beschleicht einem beim Lesen ein wohliges Gefühl. Die Charaktere sind fein und gut ausgearbeitet und das gesamte Buch wird von einer unheimlich tollen Atmosphäre durchzogen.
Des Weiteren enthält die Story wunderschöne Messages bereit, wie z.B., dass man nie von Äußerlichkeiten auf das Innere eines Wesens/Menschen schließen soll, oder das Mädchen alles ebenso gut machen können wie auch Jungs und das es wunderbar ist, wenn man anders oder sogar wunderlich ist. Es ist ein Buch über Freundschaft, Mut und das Anderssein.

">>Gib ihm eine Chance<<, erwiderte Felix beharrlich.
>>Es ist nicht gut, ein vorschnelles Urteil zu fällen über Menschen.
Und manchmal müssen sie Kämpfe austragen, von denen wir nichts ahnen.
Was kostet es, nett zu sein?<<"
(S. 75)

Dieses Buch ist der Auftakt einer neuen Kinderbuchreihe und ich bin begeistert. Daher bin ich auch schon gespannt was die Autorin noch für uns Leser bereit hält. Der 2. Teil erscheint, lt. Verlag, im Semptember 2019.

Ein besonderes Schmankerl gibt es auf der Verlagsseite auch noch. Hier findet man nämlich Downloads von Vorlagen für eine Entdeckungsreise zu Hause, welche sich vor allem für einen Kindergeburtstag eignet. So macht ein Kindergeburtstag dann auch im Winter und bei Kälte Spaß.

Fazit:
Dieses wundervolle Buch bescherte mir tolle Lesestunden. Ich habe gelacht und mit Spannung die Seiten umgeblättert. Vor allem die Charaktere und die Messages dieser Story konnten mich begeistern und von sich einnehmen. An diesem Buch werden nicht nur Kinder ihre Freude haben.

© Pink Anemone

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander :

Hier findet wenig zueinander

Am Beispiel des Affen von Kumar Amitava

Es sind verschlungene Pfade, auf denen Amitava Kumar seine Leserschaft durch diesen Roman schickt. Der rote Faden ist bald ausgemacht – ein Student aus Indien wandert nach New York aus und begibt sich auf die Suche nach sich selbst, seiner Identität (als Immigrant und Schriftsteller) und den Umgang mit dem weiblichen Geschlecht.

Dass der Autor etwas zu selbstverliebt sein Wissen um indische und amerikanische Geschichte und Literatur in den Vordergrund stellt, hat viele plötzliche Abzweigungen in der ohnehin schwer lesbaren Mischung aus Autobiographie, Reportage und Recherchenotizen zur Folge. Hier finden unterschiedliche Kontinente und Kulturen (Asien – Nordamerika, Mann – Frau, Autor - Leser) kaum zu einander. So bleiben letztlich alle Immigranten auf unbekanntem Terrain, fern der Heimat ihrer Sehnsüchte und Wünsche.

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Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:

Gestörtes Beziehungsverhalten

Am Beispiel des Affen von Kumar Amitava

Am Beispiel des Affen ist ein anspruchsvoller, nicht immer kurzweiliger Roman, der im Stil zwischen Biografie und Reportage wechselt. Der Protagonist versucht in unterschiedlichen Beziehungen seine Sehnsucht nach Liebe zu erfüllen. Nur langsam dämmert es ihm, dass sein Verhalten die Ursache für viele Trennungen sein könnte.

Lesenswert, speziell für jene, die einen langen Atem haben.

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Rezensionen von heinoko:

Ein genial durchkomponierter Thriller

Liebes Kind Thriller. 28.02.2019. Paperback / softback. von Hausmann Romy


Ein Thriller der besonderen Art! So viel Spannung, so viel direkte und indirekte Grausamkeit, so viel Überraschendes! Dieses Buch lässt dem Leser keinen Moment der Erholung. Man jagt durch die Seiten und liegt mit all seinen Gedanken und Vermutungen regelmäßig falsch.
Ausnahmsweise erscheint es mir geradezu unmöglich, irgendetwas über die Handlung zu erzählen, ohne Wesentliches zu verraten.

Der Klappentext schafft das jedoch ganz gut: „Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht – und nun geht der Albtraum erst richtig los. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Entführer sich zurückholen will, was ihm gehört.“
Das Buch ist ein genial durchkomponierter Thriller, und zwar ist er komponiert wie ein Gesang, wie ein Kanon, in den immer mehr Stimmen einfallen, immer mehr Sichtweisen, Meinungen, Deutungen, bis er zu einem perfekten Musikstück herangereift ist, zu einer Sinfonie des Entsetzlichen, Unvorstellbaren und der Leser mittendrin. Dass die Protagonisten wechselnd selbst erzählen, vom Geschehen ebenso wie von ihren Empfindungen, lässt emotionale Nähe entstehen. Ein sehr geschickter Dreh der Autorin, denn gerade durch die berührenden Schilderungen wird der Leser noch viel stärker in die Handlung hineingezogen, kann sich des Grauens kaum mehr erwehren. Unbedingte Leseempfehlung!

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Rezensionen von KimVi:

Durchgehend spannend und kaum vorhersehbar!

Liebes Kind Thriller. 28.02.2019. Paperback / softback. von Hausmann Romy

DCI Matilda Darke hat es mit einem äußerst brutalen Mord zu tun. Ein Mann wurde erbarmungslos verprügelt und dann kaltblütig erschossen. Die Frau, die neben ihm auf dem Beifahrersitz saß, überlebt den barbarischen Überfall nur knapp. Im Zuge der Ermittlungen stellt sich heraus, dass es sich nicht um die Ehefrau des Getöteten handelt.

Matilda Darke und ihr Team haben es mit einem rätselhaften Fall zu tun. Dazu kommt noch, dass die Presse sich auf Matilda stürzt und sie für eine fehlgeschlagene Geldübergabe bei einer Kindesentführung verantwortlich macht. Der Druck auf Matilda wächst, denn die Mordkommission soll aufgelöst werden, wenn sich nicht bald Erfolge einstellen. Und dann wird Matilda persönlich bedroht....

"Gieriger Zorn" ist nach "Stumme Wut" bereits der zweite Fall für DCI Matilda Darke. Man kann den aktuellen Ermittlungen aber auch dann problemlos folgen, wenn man den Vorgänger nicht gelesen hat, da alle nötigen Hintergrundinformationen in die Handlung einfließen. Dabei wird auch nicht zu viel verraten, sodass das Interesse am ersten Teil geweckt wird, falls man ihn nicht kennt und das nachholen möchte.

Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt mühelos, denn Michael Wood versteht es hervorragend, schon auf den ersten Seiten eine bedrohliche Atmosphäre zwischen den Zeilen schweben zu lassen. Diese sorgt dafür, dass man vom ersten Moment an mitten im Geschehen ist und gespannt verfolgt, was nun passieren wird. Die bereits früh aufgebaute Spannung kann nicht nur durchgehend gehalten werden, sondern steigert sich stetig. Wechselnde Perspektiven, mit Szenen, die oft an entscheidenden Stellen abbrechen, um sich dann einem weiteren Handlungsstrang zuzuwenden, sorgen dafür, dass man in den Sog der Ereignisse gerät und dem Ganzen atemlos folgt.

Der Schreibstil ist äußerst flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb ganz in die rasante Handlung eintauchen. Die Charaktere wirken dabei so lebendig, dass man mit ihnen mitfiebert und die Ermittlungen gebannt verfolgt. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen, die dafür sorgen, dass man die eigenen Überlegungen, die man beim Lesen anstellt, verwerfen muss, um neu anzusetzen. Dadurch wirkt der Fall kaum vorhersehbar und durchgehend spannend. Man weiß nicht, was man glauben soll und wem man eigentlich vertrauen kann. Diese rasanten Ermittlungen haben es wirklich in sich!

Obwohl ich den ersten Band der Reihe nicht gelesen habe, hatte ich keine Probleme, den Einstieg zu finden. Ich war vom ersten Moment an mitten im spannenden Geschehen und mochte das Buch, bereits nach kurzer Zeit, nicht mehr aus der Hand legen. Die früh aufgebaute und sich stetig steigernde Spannung, hat mich regelrecht mitgerissen. Für mich war der Fall nicht so leicht zu durchschauen und die Auflösung wirkte auf mich schlüssig. Mein Interesse am ersten Band wurde definitiv geweckt, sodass ich diesen auch noch lesen werde. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich alle fünf Sternchen und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber:

Mit weit aufgerissenen Augen

Am Beispiel des Affen von Kumar Amitava

kommt der indische Student Kailash 1990 nach New York…..
Mit weit aufgerissen Augen, habe ich redlich versucht, den Roman zu lesen, einen Handlungsstrang zu finden, die vielen für mich verwirrenden Fußnoten zu ignorieren, es ist mir nicht gelungen!
Leider, kein Roman für mich!

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Rezensionen von rewareni:

Wer ist der Mörder?

Endstation Herkules von Heike Susanne Rogg

Busfahrer Hannes hat sich den Ausflug mit dem saarländischen Kegelverein ,,Gut Holz´´ nach Kassel eigentlich anders vorgestellt. Aus einer gemütlichen Fahrt, wo Kunst und Kultur und natürlich kulinarische Leckerbissen auf dem Programm gestanden wären, muss es ausgerechnet er sein, der bei dem berühmten Wahrzeichen der Stadt Kassel dem Herkules, auf eine Leiche stößt und noch dazu ist es einer seiner Fahrgäste.

Gut, dass der saarländische Kriminalkommissar Klaus Robeneker Hannes beisteht, denn die Kasseler Polizei, allen voran Kriminalhauptkommissar Faubel, hat sich mit seiner ,, Soko Herkules´´, sofort auf Hannes als Täter eingeschossen. Faubel ist alles andere als begeistert, dass es mit dem Fall doch nicht so voran geht wie er gehofft hat, noch dazu, wo er es gar nicht leiden kann, dass der ,,ausländische´´ Kollege sich in seinen Ermittlungen einmischt. Bald stellt sich heraus, dass der Tote bei niemanden so wirklich beliebt war und er auch mit windigen Geschäften, einige Menschen finanziell ruiniert hat. Hannes und Klaus ermitteln heimlich weiter, bis es ihnen gelingt, die wahren Hintergründe des Mordes heraus zu finden.
,, Endstation Herkules´´ von Heike Susanne Rogg ist eine Mischung aus Krimi und Reiseführer. Auf eine humorvolle Art und Weise lässt die Autorin Busfahrer Hannes einen Mordfall aufklären, wo man nebenbei als Leser über Sehenswürdigkeiten der Stadt Kassel etwas erfährt, wo kleine geschichtliche Ausflüge Land und Leute näher bringen. Dabei wird man auch mit dem saarländischen Dialekt konfrontiert, wo man genau lesen muss um ihn zu verstehen. Teilweise bekommt man von Klaus eine Übersetzung geliefert, wenn Kommissar Faubel so gar nicht versteht, was die Fahrgäste erzählen. Witzig hat dabei die Autorin, die beiden Mentalitäten zwischen den Saarländern und den Nordhessen gegenübergestellt, wo Kommissar Faubel nicht nur einmal knapp am Rande eines Nervenzusammenbruches gestanden ist. Es ist ein eher ruhiger Krimi, wo die Autorin viele Szenen und Handlungen sehr genau beschreibt, wo ich mir denke, dass es nicht so wichtig ist ob jetzt jemand aufs WC geht oder sich die Zähne putzt.
Besonders witzig sind die Protagonisten aus dem Kegelverein dargestellt, die sich herrlich über alles und jeden aufregen können. Wenn sie ihren saarländischen Dialekt auspacken, dann ist Chaos vorprogrammiert. Bis zum Schluss kann man miträtseln und man wird am Ende sogar überrscht von der Lösung des Falles.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer:

Buntes Kaleidoskop

Am Beispiel des Affen von Kumar Amitava

Wie der bunte Inhalt eines sich in Zeitlupe drehenden Kaleidoskops, habe ich die unterschiedlichen Splitter der Erzählungen, Anmerkungen, Einschübe, Erklärungen, Bilder, Kulturen und politischen Ereignisse gelesen. Viele kleine Kostbarkeiten, die mich durchaus in den Bann ziehen konnten. Das Buch war mir eine willkommene Lektüre zur Grippezeit.

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Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:

Langweilig

Am Beispiel des Affen von Kumar Amitava

Leider hat mich das Buch nicht erreicht. Für mich eine Aneinanderreihung von Geschichten aus dem Studentenleben mit, einem Hauch von Anpassungsschwierigkeiten des indischen Protagonisten an der amerikanischen Universität. Einen Handlungsstrang, der mich durch das Buch führen könnte, habe ich nicht entdeckt; von einer ernsten oder sarkastischen Auseinandersetzung zwischen den beiden Kulturen, wie beispielsweise die "Briefe in die chinesische Vergangenheit" keine Spur.

Die wenigen Szenen aus dem indischen Alltag, auch wenn sie teilweise schockierend sind, sind nur kleine Spots in einem für mich ziemlich langweiligen Text Großteils über historische Schriftstücke und literarische Texte, deren Bedeutungszusammenhang ich nicht erkenne und die bei mir keine Neugier geweckt haben, unbedingt die nächsten Seiten des Buches zu lesen. Schade.

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