Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lotta:
Netter Ausflug, doch ohne Hindernisse
Roman Quest - Flucht aus Rom von Lawrence Caroline
Juba, Fronto und seine Schwester Ursula müssen aus ihrem privilegierten Leben in Rom fliehen. Der Kaiser ist hinter der Familie her. So machen sich die drei auf den Weg nach Britannien zu ihrem Onkel.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die vielen kurzen Kapitel machen es möglich in kleinen Abschnitten zu lesen.
Anfangs werden die Charaktere und ihre Eigenarten genauer vorgestellt: So ist Fronto zwar der älteste der drei, doch stark abergläubisch. Alles hängt damit an Juba und seinen Entscheidungen.
Heutzutage ist eine Flucht aus Rom mit einem Flugzeug mal eben nach London natürlich kein Problem. Doch die gab es zum Handlungszeitpunkt dieses Buches noch lange nicht. Also über ein Schiff und dann in die nächste Großstadt ohne irgendwelche Probleme sich zurecht zu finden? So ergeht es den dreien immer wieder. Nebenbei hier ein Abenteuer und dort eins, aber wirkliche Hindernisse gibt es nicht.
Auch gelingt es den dreien viel zu schnell ihr Leben im Luxus hinter sich zu lassen und sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen...
Insgesamt somit ein netter Ausflug, doch ohne Hindernisse. Sehr schade, denn es wäre mehr drin gewesen in dieser Geschichte. So bewerte ich mit 2,5 von 5 Sternen.
Rezensionen von jiskett:
Angenehme Lektüre, aber anders als erwartet
Roman Quest - Flucht aus Rom von Lawrence Caroline
Auf "Der Garten der Düfte" bin ich zuerst durch das wunderschöne Cover aufmerksam geworden, doch auch die Inhaltsangabe klang interessant. Ich mag Erzählungen, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen und alleine schon deshalb war ich neugierig auf dieses Buch. Alles in allem hat es mir gut gefallen; es ist eine angenehme Lektüre, ich fand die Beschreibungen der verschiedenen Düfte und Gerichte toll und die Protagonistinnen waren sympathisch, aber trotzdem konnte der Roman mich nicht hundertprozentig überzeugen.
Dies lag zu einem großen Teil daran, dass ich Erwartungen an die Handlung hatte, die nicht erfüllt wurden.
Wenn mehrere Geschichten in einem Buch erzählt werden, rechne ich ganz automatisch damit, dass es einige Parallelen und Berührungspunkte zwischen ihnen geben wird, doch dies war hier nur bedingt der Fall. Die beiden Hauptcharaktere, Pip und Artemisia, sind sich in mancher Hinsicht ähnlich, beispielsweise, wenn es um ihre Liebe zum Kochen und ihr großes Wissen über Kräuter geht, aber die Vergangenheit spielte in der Gegenwart kaum eine Rolle. Obwohl Pip durchaus erfahren möchte, was damals passiert ist, ist dies nur von untergeordneter Bedeutung und es lag ein viel stärkerer Fokus auf ihren Plänen für die Zukunft und den Problemen, mit denen sie zu kämpfen hat. An sich hat mich dies nicht gestört, da ich ihre Erlebnisse interessant fand, doch es war schade, dass die beiden Handlungsstränge kaum miteinander verbunden wurden und einfach nebeneinanderher liefen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass ich den Ausgang beider Erzählungen vorhersehbar fand. Das eine Ende war eigentlich schön und hat zu den vorherigen Ereignissen gepasst, allerdings hatte ich das Gefühl, dass alles etwas zu schnell ging, weil in nur wenigen Kapiteln viel passiert ist und ich hier weitere Details toll gefunden hätte. Das andere Ende war meiner Meinung nach unbefriedigend und es kam mir generell so vor, als wäre in Bezug auf diesen Handlungsstrang viel Potential verschenkt worden. Zudem konnte ich nicht alle Entscheidungen der Charaktere nachvollziehen.
Davon abgesehen gab es natürlich auch Aspekte, die mir sehr gut gefallen haben. Der Schreibstil lässt sich wirklich gut lesen und der Autorin ist es gelungen, den Unterschied zwischen beiden Zeitebenen deutlich zu machen, selbst wenn das historische Setting eher im Hintergrund stand. Die Beschreibungen der verschiedenen köstlichen Gerichte waren definitiv appetitanregend und die Liebesgeschichten, die erzählt wurden, waren alles in allem überzeugend. Das Buch hat mir auf jeden Fall angenehme Lesestunden beschert und ich fand es sehr interessant, dass Kräuter durchgehend von großer Bedeutung waren. Ich hatte letztlich einfach andere Erwartungen an "Der Garten der Düfte", weshalb ich drei Sterne vergeben habe.
Rezensionen von jiskett:
Wendungsreich und spannend
Dana Mallory von Claudia Romes
"Dana Mallory und das Haus der lebenden Schatten" handelt von der titelgebenden Protagonistin, die zwölf (fast dreizehn) Jahre alt ist und ihre Ferien bei einer ihr unbekannten Verwandten verbringen muss. Ihr Vater, der in seiner Kindheit selbst oft dort war, hat ihr in den höchsten Tönen von seiner geliebten Tante und dem schönen alten Gebäude vorgeschwärmt, doch die Realität stellt sich ganz anders dar.
Tante Meg scheint recht unterkühlt zu sein, in Mallory Manor gehen seltsame Dinge vor sich und das Haus wirkt auf Dana alles andere als einladend. Doch als sie mit immer weiteren unglaublichen, unerklärlichen Dingen konfrontiert wird, weckt das ihre Neugierde und sie will unbedingt herausfinden, welche Geheimnisse an diesem Ort verborgen sind.
Der Autorin ist es auf jeden Fall gelungen, die gruselige, unheimlich anmutende Stimmung einzufangen und zu verdeutlichen, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht, auch wenn lange unklar ist, woran das liegt. Als Leser hat man, ebenso wie Dana, keine Ahnung, was vor sich geht und in welche Lage sie da geraten ist, aber ein gewisses Unwohlsein ist stets präsent und man weiß nicht, was noch auf die Charaktere zukommen wird. Deshalb wollte ich unbedingt weiter lesen, um mehr über Mallory Manor, seine Bewohner und die seltsamen Vorkommnisse herauszufinden - und natürlich wollte ich wissen, ob Dana in ernsthafter Gefahr schwebt, da eine gewisse bedrohliche Präsenz vorzuherrschen schien. Zugleich gibt es aber auch einige Figuren, die dem Mädchen wohlgesonnen sind und dabei helfen wollen, die Wahrheit herauszufinden, selbst wenn ihre Mittel beschränkt sind.
Da es sich um ein Kinderbuch handelt und die Ich-Erzählerin noch jung ist, ist der Schreibstil eher schlicht gehalten, doch dadurch lässt er sich gut lesen und die Beschreibungen sind sehr anschaulich. Ich konnte mir das große, geheimnisvolle und etwas unheimliche Gebäude bildlich vorstellen und es war spannend, nach und nach mehr über das Haus und seine Bewohner zu erfahren. Romes hat die Geschichte wendungsreich erzählt und es gibt so einige spannende, brenzlige Situationen, weshalb ich das Buch wirklich fesselnd fand und es kaum aus der Hand legen wollte. Nach und nach wird enthüllt, womit Dana konfrontiert wird und ich hatte nicht mit dieser Enthüllung gerechnet, aber dadurch wurde die Geschichte gleich noch packender und ich war gespannt darauf zu sehen, wie sie mit dieser fast ausweglos scheinenden Lage zurecht kommen würde. Dabei hat mir sehr gefallen, welche Rolle die verschiedenen Beziehungen spielten, die sie im Lauf der Handlung geknüpft hat.
Es gab ein paar Entwicklungen, die ich vorhersehbar fand, doch wieder andere konnten mich überraschen - und ich hätte vor Beginn der Lektüre nie erwartet, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde. Sie hat mich aber definitiv begeistert; es gab ein paar Kleinigkeiten, die mich ein wenig gestört haben, beispielsweise, dass der Vater der Protagonistin nur eine eher geringe Rolle gespielt hat, allerdings kann ich auch verstehen, dass es im Kontext der Handlung nicht anders möglich war. Davon abgesehen hat mir "Dana Mallory und das Haus der lebenden Schatten" sehr gefallen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, die Erzählung ist atmosphärisch dicht und ich mochte, dass nach und nach mehr über die realen Umstände enthüllt wurde. Die fantastischen und unheimlichen Elemente wurden gut kombiniert und zudem liefert das Ende Potential für eine Fortsetzung, sodass ich gerne noch weitere Bücher lesen würde, die in dieser Welt spielen.
4,5 Sterne
Rezensionen von yesterday:
Tango in Tanger
Der Tod, den man stirbt von Arturo Pérez-Reverte
Ich schreibe selten über Cover oder einen ersten Eindruck des Buches, weil das sehr viele Leute meist lang und breit tun. Hier mache ich eine Ausnahme. “Der Tod, den man stirbt” wirkt sehr edel, das Cover beziehungsweise der Umschlag des Hardcovers ist eine Augenweide. Schlicht, doch kraftvoll. Die Farben schwarz und gold dominieren und gerade das Goldene hat einen sehr guten Bezug zum Großteil der Handlung.
Aber genug davon. Inhaltlich ist der Folgeband von “Der Preis, den man zahlt” wieder wie erwartet gut, spannend und teilweise brutal. Lorenzo Falcó, seines Zeichens spanischer James Bond zur Zeit des inneriberischen Krieges bevor dann der Zweite Weltkrieg ganz Europa umfasste, lebt im Schatten und nach dem Prinzip “Vorsicht ist besser als Nachsicht”. Er tötet oder foltert nie zum Spaß sondern nur um Aufträge, Unternehmungen abschließen zu können. Vorzugsweise zu seinen Gunsten und denen seines Chefs.
Falcó trifft auf einige bekannte Gesichter und natürlich gibt es Andeutungen über die Handlung des Vorgängers, dennoch kann man die historischen Krimis auch unabhängig voneinander lesen und gut verstehen.
Aktuell wird er nach Marokko entsendet, wo ein Frachtschiff im Hafen Zuflucht vor der drohenden Versenkung gesucht hat. Dieser Hafen ist internationales Gebiet und steht unter dem Schutz von Briten und Franzosen. Besagtes Frachtschiff transportiert wertvolles Gut: eine große Menge Gold, spanisches Gold, das von iberischer kommunistischer Seite während des Krieges in Russland zwischengelagert werden soll, bei den verbündeten Kommunisten dort.
Doch die spanische Regierung unter Franco beansprucht die Ladung für sich und will sie sich notfalls mit Gewalt holen. Um die Lage nicht eskalieren zu lassen, soll Falcó verhandeln und eine für zumindest halb Spanien zufriedenstellende Lösung erreicht. Es entsteht eine gefährliche Pattsituation...
Allgemein punktet Arturo Pérez-Reverte wieder mit wundervoll eingeflochtenen Fakten und historisch belegten Details in seine diesmal örtlich etwas beschränktere Handlung. Dies ist ein kleiner Minuspunkt, wenn man so will. Falcó hat diesmal einen großen Auftrag zu erledigen, der einfach sehr viel Raum und Seiten einnimmt. Somit kommt die Stadt Tanger in Marokko zum Handkuss und muss fast durchgehend als Kulisse herhalten. Nicht unspannend, aber auf Dauer einfach nicht so packend wie ein häufigerer Ortswechsel das wäre.
Rezensionen von yesterday:
Alfred im Wunderland
Alfred von Alfred Komarek
Wohl in kaum einem anderen Stück Literatur begegnet man dieser besonderen Ausdrucksweise. Innerhalb eines Satzes wechselt Alfred Komarek hier teilweise zwischen Fantasie, Gesellschaftskritik und Märchen mit einer Prise (österreichischem) Humor.
Allgemein darf man als Landsmann oder Landsfrau auch die Austriazismen loben, mit denen man in diesen Fällen natürlich wenig Probleme haben sollte.
Aber auch Leser aus Nachbarländern können meiner Meinung nach Alfred auf seiner Reise wunderbar begleiten, notfalls hilft das Internet.
Nicht nur Ausdruck und Stimmung wechseln schnell, Schauplätze, Gedanken und Personen drehen sich wie ein Karussell und reißen den Leser mit in einen Strudel voller skurriler Begegnungen und Abenteuer. Und sobald man dann etwas zur Ruhe kommt und ein paar Sätze entdeckt hat, die wieder gewohnter klingen, mehr “Realitätsbezug” haben, gehts ab auf die nächste wilde Fahrt.
“Alfred im Wunderland” wäre auch ein guter Titel und könnte den einen oder anderen davor bewahren, mit falschen Erwartungen zu starten. Wobei, das tut Protagonist Alfred auch immer wieder. Ein solcher Leser bekommt also quasi nicht nur Unerwartetes, sondern auch einen Spiegel vorgehalten.
“Alfred” ist kurzweilig und gleichzeitig herausfordernd, intellektuell vor allem für jene, die sich bemühen, sich all die Szenen, Begegnungen und Metaphern bildlich vorzustellen (Ja, der Wortwitz ist Absicht und würde auch gut ins Buch passen). Wer davon irgendwann genug hat, geht einfach in sich und verschwindet.
Rezensionen von manu63:
Die im Hintergrund beachtet man nicht
Putzmuffel von Lyl Boyd
Putzmuffel ist eine Kurzgeschichte des Autors Lyl Boyd und er wirft auf wenigen Seiten ein Schlaglicht auf die Mutter von Amir, dieser träumt davon Spion zu werden und nicht so wie seine Mutter bei anderen Leuten zu putzen. Er will die Welt retten und hält nicht viel vom Beruf seiner Mutter oder derDönerbude seines Vaters.
Dennoch genießt er den Lebensstil den ihm die Eltern bieten, ohne zu hinterfragen, ob sie es mit ihren Tätigkeiten verdienen können.
Der Autor enthüllt auf knappe Weise die Identitäten der Charaktere und wartet zum Schluss mit einem verblüffenden Ende auf. Der Schreibstil ist lebendig und gut lesbar und am Ende der Geschichte habe ich darüber nachgedacht, dass es manchmal die im Hintergrund sind, welche auch an den Fäden der Welt ziehen.
Rezensionen von nil_liest:
Nur die Starre des Schmerzens.
Niemals ohne sie von Jocelyne Saucier
Die Wahrnehmung der eigenen Familie aus dem sehr persönlichen Blickwinkel ist immer ein einzigartiger. Hat man nun viele Geschwister und wächst man in ärmlichen Verhältnissen auf, schweißt das sicherlich zusammen. In diesem Fall handelt es sich um die enorme Zahl von 21 Kindern in einer Familie, die Ende der 50er / Anfang der 60er Jahre in einem verlassenen Mienen-Ort in Kanada aufwuchsen.
Arme Verhältnisse. Eine verlorene Mutter, die nur noch kocht und eigentlich nur noch physisch anwesend ist. Ein Vater, der obsessiv auf der Suche nach Zink ist und Dynamit sein Heiligtum. Dieses bizarre Bild der Kindheit zeichnen die Geschwister uns selbst. In jedem Kapitel kommt ein anderes Kind der Familie zu Wort und erzählt aus der vergangenen Kindheit, die 30 Jahre zurück liegt und wie ein Mosaik eine Art Wahrheit freilegt und bittere Ereignisse. Es fesselt ganz leise. Ein düsteres Geheimnis umgibt die Geschwister. Ein Ereignis das vom Kollektiv verdrängt wird, führt geradezu zu einer verklärten Wirklichkeit.
Die Autorin, Jocelyne Saucier, die sehr toll von Sonja Finck und Frank Weigand übersetzt wurde, schafft es unterschiedlichen Nuancen grandios auszuarbeiten. Die subtilen Wahrnehmungen der einzelnen Geschwister, getrieben durch die eigene Rolle in der Familie oder auch schlicht durch manchen enormen Altersunterschied. Ein dunkler ruhiger Roman, der imposante Kraft hat.
Diese franko-kanadische Geschichte, die bereits 2000 auf Französisch erschien (‚Les héritiers de la mine‘), ist nun bei uns unter dem Titel “Niemals ohne sie” publiziert worden. Da die erzählte Geschichte weit in der Vergangenheit spielt, macht dieser Publizierungsunterschied von 18 Jahren nichts aus.
Fazit: Literarisch wertvoll - spannend zu lesen und eine interessante fiktive Sozialstudie.
Rezensionen von Bibliomarie:
Frau Cebulla und der Gentleman
Zärtlich ist der Tod von Mischke Susanne
Bodo Völxen, dem Leiter des Kommissariats für Mord und Tötungsdelikte in Hannover, sind die subtilen Veränderungen seiner Sekretärin Frau Cebulla völlig entgangen. Sicher, das fehlende Quietschen ihrer Gesundheitsschuhe hat er schon bemerkt, aber das statt dessen Pumps getragen werden, fiel ihm nicht auf.
Umso größer der Schock, als Frau Cebulla um Hilfe bittet. Ihr neuer Partner ist verschwunden, sie wollten doch grade ein Wellness-Wochenende antreten. Allerdings hat sie kurz vorher mit ihrem Vermögen aus einer „vorübergehenden“ Verlegenheit geholfen.
Schnell stellt sich heraus, dass Frau Cebulla nicht das einzige Opfer des attraktiven Heiratsschwindlers war und als eine junge Musikerin ermordet in ihrer Wohnung gefunden wird, deutet alles darauf hin, dass auch sie den Mann kannte. Hat er sie umgebracht, weil sie kein Vermögen hatte? Aber warum ist nur die mittelklassige Geige verschwunden und nicht das überaus wertvolle Cello?
Sehr geschickt beginnt dieser Kriminalroman. In kurzen Episoden erfährt ein wenig von den handelnden Personen und bekommt auf diese Weise kurzweilig das ganze Personal der Dienststelle vorgestellt. Überhaupt ist der Ton des Krimis wunderbar entspannt. Er liest sich flüssig und unterhaltsam. Obwohl kein „Humorkrimi“ musste ich einige Male schmunzeln, so bleibt selbst der übliche Detailkram von Spurensuche und Recherche amüsant. Eine der gelungensten Szenen ist eine Falle die Kommissarin Kristensen dem Heiratsschwindler stellt. Nach einer getürkten Anzeige taucht ausgerechnet der angejahrte Chef der Pathologie zum Date auf.
Die Autorin stellt einige ganz geschickte Fallen für den Leser und ich musste lange rätseln, bis ich den Prolog mit der Handlung in Verbindung bringen konnte. Als Krimi hat das Buch genügend Spannung um den Leser bei der Stange zu halten, auch wenn es nicht unbedingt nervenaufreibend zugeht. Mir hat es bis zur letzten Seite gefallen
Erst gegen Ende des Buches habe ich gesehen, dass ich den 8. Band der „Hannover-Reihe“ der Autorin in der Hand hatte. Ich kannte die Vorgänger nicht und es war auch beim Lesen kein Hindernis. Allerdings habe ich mir inzwischen die ersten Bände bestellt, denn das Buch hat mir Lust auf Mehr gemacht.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Romantic Comedy meets Murder Mystery and History Channel
Die Klosterbraut von Schörghofer Manuela
Da will man als angehende Nonne noch einen letzten kleinen Ausflug in den heimischen Wald genießen – und stolpert dem Traummann schlechthin in die Arme…der sich auch noch als zukünftiger Schwager entpuppt. Mit allem hätte Franka gerechnet, aber nicht mit dem Herzklopfen, das Wulf vom Röllberg bei ihr auslöst – und ausgerechnet er soll ihre bildschöne Schwester heiraten, während Franka ein Leben im Kloster vorbestimmt ist…
All jenen Leser/innen, die ansonsten historische Romane eher meiden, da sie einen staubtrockenen, langweiligen Wälzer voller altertümlicher Begriffe, geschwollener Sprache und wenig Mitfieber-Potential befürchten, möchte ich diesen tollen Debütroman von Manuela Schörghofer als lohnenswerten Ausnahme-Ausflug in die Welt der historischen Werke ans Herz legen! Liebenswerte, nachvollziehbare Hauptfiguren, authentische Dialoge, eine Prise Humor, jede Menge Spannung, eine potentielle Love Story und interessante Zusatzinformationen zu den geschichtlichen Hintergründen erwarten euch.
Man lernt aufgrund der gründlichen Recherche der Autorin quasi 'nebenbei' mehr über die damalige gesellschaftliche Rolle der Frau und erhält einen Einblicke in das mittelalterliche Klosterleben sowie ritterliche Turniere oder die Kreuzzüge.
Der vorangestellte Abschnitt (Personenverzeichnis inklusive historischer Persönlichkeiten, Städte- und Flussbezeichnungen sowie Glossar der zeitgenössischen Begriffe) ist eher ein 'Zusatzschmankerl' und keine 'Voraussetzung' (um der Handlung folgen zu können) – die Geschichte wäre z.B. auch ohne die Auflistung der vorkommenden Charaktere zu jeder Zeit verständlich und es besteht nie die Gefahr, durcheinanderzukommen, weder was Namen noch Zeitebenen angeht. Die in drei Leseabschnitte eingeteilten Kapitel sind klar strukturiert und bilden eine stimmige Einheit. Szenerie und Erzählperspektive wechseln sich angenehm ab und treiben die Story voran. Die Sprache ist erstaunlich modern gehalten, jedoch auf einem angebrachten Niveau und keineswegs zu umgangssprachlich. Der Schreibstil ist luftig-leicht, enthält viele witzige Elemente und könnte genauso gut aus einem gegenwärtigen Frauenroman stammen.
Das schöne Cover ist in harmonierenden, kräftigen Farben gehalten und lässt bereits das Genre erkennen. Es wirkt allerdings viel ernster als eigentlich nötig und lässt fesselnden Schreibstil, Herzklopfen und Schmunzelfaktor eher schwer erahnen. In diesem Sinne: Don’t judge a book by its cover!
Fazit: Eine klare Leseempfehlung für alle Fans von historischen Frauenromanen! Allen anderen Lesern/innen sei gesagt: Mut zum Reinschnuppern – es lohnt sich!
Rezensionen von Buechertraeumerin:
Authentischer Liebesroman mit vielen wichtigen Aspekten
Someone New von Laura Kneidl
„Someone new“ ist das neuste Werk der Autorin Laura Kneidl, die mich bereits mit ihrer „Berühre mich. Nicht.“ Dilogie sehr begeistern konnte. Noch dazu ist der Hype in den sozialen Medien rund um das Buch riesig, weshalb ich mich sehr auf das Buch gefreut habe und mit entsprechend hohen Erwartungen begonnen habe.
Als Micah das erste mal auf ihren neuen Nachbarn trifft, traut sie ihren Augen nicht. Denn es ist ausgerechnet der süße Kellner mit dem sie auf einer Party ihrer Eltern heftig geflirtet hat und der daraufhin ihretwegen seinen Job verloren hat, weswegen sie sich immer noch schrecklich fühlt. Aufgrund seiner abweisenden und distanzierten Art, gibt Julian Micah jedoch nicht einmal die Gelegenheit sich zu entschuldigen. Doch schnell merkt sie, dass er nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält. Denn er hat ein Geheimnis, dass ihre Sicht auf ihn für immer verändern kann...
„Someone new“ ist ein ganz besonderes und sehr wichtiges Buch, dass mich ab der ersten Seite in den Bann zog. Der wunderbare Schreibstil der Autorin Laura Kneidl ist so flüssig und locker, dass man das Buch in einem Rutsch weglesen kann.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Micah erzählt. Bei ihr handelt es sich um ein Mädchen, dass zwar aus guten Familienverhältnissen kommt, aber keinesfalls abgehoben oder eingebildet ist, sondern sich sehr für ihre Mitmenschen interessiert und sich um sie sorgt. Mir war sie sofort sympathisch und ich habe gerne ihre Geschichte verfolgt.
Auch der männliche Hauptcharakter, Julian, ist eine sehr interessante Persönlichkeit. Über ihn erfährt man erst mehr und mehr im Laufe der Geschichte, weshalb er ein sehr spannender Charakter ist.
Auch die Nebencharaktere sind der Autorin wirklich gut gelungen. Jeder von ihnen wird ein bisschen beleuchtet und macht neugierig. Über die meisten von ihnen hätte ich gerne noch mehr gelesen, weshalb ich mich natürlich umso mehr auf den Folgeband „Someone else“ freue, der im Winter 2020 erscheinen wird und die Geschichte von Julians WG-Mitbewohnern Auri und Cassie handeln wird, die beide auch sehr spannende Persönlichkeiten sind.
Die Liebesgeschichte zwischen Micah und Julian hat mir sehr gut gefallen. Sie wurde mit viel Tiefe und Persönlichkeit erzählt und konnte mich besonders gegen Ende des Buches hin sehr berühren. Die Entwicklung war realistisch, hätte aber auch gerne etwas flotter vonstatten gehen dürfen.
Im Buch werden außerdem auch viele wichtige Themen angeschnitten Homosexualität, Homophobie und auch Jugendschwangerschaft sind nur einige davon. Laura Kneidl hat es sehr gut geschafft, diese wichtigen Themen in eine Geschichte zu packen und man merkt beim Lesen sehr gut, dass ihr die Themen sehr am Herzen lagen.
Fazit: Ein sehr gelungener Liebesroman, der viele wichtige Themen anspricht, authentisch ist und berührt. Meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt.
Daher gibt es von mir auch 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!










