Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Pink Anemone:
Der erste King, der mich wirklich enttäuscht zurück lässt.
Erhebung von Stephen King
Scott nimmt rasend schnell ab. Sein korpulentes Aussehen ändert sich trotzdem nicht. Und noch unheimlicher: Wenn er auf die Waage steigt, zeigt sie jeweils das gleiche Gewicht an, egal wie viel er momentan trägt, ob Kleidung oder gar Hanteln. Scott hat Angst, dass man ihn zum medizinischen Versuchskaninchen macht.
Aber er muss es jemand erzählen. Zu Dr. Ellis hat er Vertrauen, aber auch der weiß keinen Rat....(Klappentext)
✯✯✯✯✯
"Stellten die Zeiger an einer Uhr und die Zahlen auf einer Badezimmerwaage nicht nur den Versuch dar,
unsichtbare Kräfte zu messen, die sichtbare Wirkungen hatten?
Die dürftige Bemühung, eine größere Wirklichkeit zu erfassen, die darüber hinausging,
was ein gewöhnlicher Mensch sich als Wirklichkeit vorstellte?"
(S. 23)
Scott ist ein Riese von einem Mann und der Ranzen hängt ordentlich über den Gürtel. Trotzdem zeigt die Waage stetigen Gewichtsverlust an - 1/2 kg täglich, Tendenz steigend. Ob nun mit oder ohne Bekleidung, oder ob er in sich hineinfrisst als gäbe es kein Morgen, die Kilos schwinden auf der Waage...NUR auf der Waage. Den Gewichtsverlust sieht man Scott keineswegs an.
Er weiht seinen Freund und ehemaligen Arzt Dr. Bob (kurzer Dschungelcamp-Aufblitzer) in diese mysteriöse Sache ein, denn langsam aber sicher bekommt er Panik.
So viel zur Story, welche durchaus interessant und nach einem typischen King klingt. Zugegeben, ich dachte beim Lesen des Klappentextes an "Thinner", ein Stephen King-Roman aus dem Jahr 1984, doch das war es auch schon mit der Gemeinsamkeit, denn es passiert hier im Grunde rein gar nichts, zumindest bezüglich dieses mysteriösen Problems.
Man erfährt weder wieso, weshalb, warum, noch woher dieser Gewichtsverlust kommt. Auch den Protagonisten scheint es mit der Zeit nicht mehr zu interessieren. Ist ja eh wurscht, wiegt er eben irgendwann überhaupt nichts mehr. Stattdessen etnwickelt sich diese Novelle zu einem politischen Statement Kings.
"Er hatte die Messungen abgelehnt, weil Doctor Bob sicher nicht nur die Muskeldichte, sondern auch das Gewicht bestimmen wollte,
und Scott hatte eine Ahnung gehabt
- vielleicht war es auch ein tief greifendes Körperbewusstsein -,
sie sich nun als korrekt erwies.
Nach einem reichlichen Abendessen, gefolgt von einem nahrhaften Snack, wog er nur noch gut neunzig Kilo.
Der Prozess beschleunigte sich."
(S. 64)
Die Story spielt in der Kleinstadt Castle Rock, welche normalerweise von skurrilen Figuren nur so wimmelt. Diesmal wird Castle Rock jedoch von typisch amerikanischen Kleinstädtern bevölkert - engstirnig, intolerant und verdammt christlich. Die zwei Lesbierinnen sind eine Ausnahme und werden natürlich von diesen Hinterwäldlern diskriminiert und angefeindet. Und dies ist auch das große Thema dieser Novelle.
">>Sie ist lesbisch. Wahrscheinlich wäre das okay, wenn sie es für sich behalten würden
- was hinter geschlossenen Türen passiert, interessiert bekanntlich niemand -,
aber sie legt Wert drauf, die Köchin vom Frijole als ihre Ehefrau vorzustellen!...<<"
(S. 45)
Versteht mich nicht falsch. Ich finde es verdammt wichtig gegen Homophobie und allgemein gegen jegliche Intoleranz einzustehen, diese Thematik auch in Romanen zu verarbeiten, aber bitte nicht wie Stephen King in dieser Novelle.
Zum einen hatte ich das Gefühl, dass es einfach nur ein lieblos hingerotztes Werk ist, welches Tiefe vermissen lässt. Gerade diese Thematik, wenn wir schon beim Stoff der Intoleranz bleiben, hat etwas besseres verdient.
Zum anderen strotzt diese Novelle von gerade einmal 143 Seiten regelrecht vor Klischees. Da hätten wir natürlich die typisch amerikanischen Vollpfosten aus der Kleinstadt, dann der Held, welcher sich gegen diese biersaufenden und Flanellhemd-tragenden Intelligenzallergiker stellt und dabei sein eigenes Problem völlig vergisst, und dann natürlich die beiden Lesbierinnen, wobei eine ein schüchternes Mäuschen ist, während die andere die Kampflesbe wie aus dem Buche verkörpert.
Natürlich wendet sich am Ende alles zum Guten und das durch eine einzig kleine Aktion seitens unseres Helden, welche innerhalb weniger Minuten die beschränkten Homophobiker und deren eingefahrenes Weltbild bekehrt. Jaaa, klar.
Bei der Klappentext-Story tut sich hingegen nichts. Der Leser bleibt diesbezüglich im Unklaren und dann ist das Buch auch schon zu Ende - Klappe zu, Affe tot.
Fazit:
Das Einzige was mir nach Beenden des Buches durch den Kopf ging war: "WTF, was für eine hingerotzte Scheiße!" So etwas bin ich von King absolut nicht gewohnt und daher auch dementsprechend enttäuscht. Es ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Diese King-Novelle kann man sich also getrost sparen.
© Pink Anemone
Rezensionen von Gluecksklee:
Spannung pur
Jetzt gehörst du mir von Carver Tania
Inhalt
Nach dem 7. Band der Reihe („Er will dein Herz“) beginnt „Jetzt gehörst du mir“ zumindest im Hinblick auf die Ehe von Marina und Phil erst einmal harmonischer als der Vorgängerband. Phil und seine Frau sehen sich zwar immer noch der Gefahr durch Phils mysteriöse Stalkerin gegenüber, haben aber beschlossen, dass sie von nun an wieder gemeinsam versuchen werden mit der Situation umzugehen.
In diesem Band kommt die Geschichte um die Person, die bisher unter dem Namen Fiona Welch ihr Unwesen getrieben hat, zu ihrem Höhepunkt.
Meine Meinung
Als Fan der Reihe um das gemeinsam ermittelnde Ehepaar, bestehend aus Marina Esposito, ihre Zeichens Profilerin, und Phil Brennan, DI bei der Mordkommission, habe ich mich auf den neuesten Band der Reihe sehr gefreut. Man leidet nach wie vor mit den beiden Helden der Buchreihe mit. In diesem Band sehen sich die beliebten Protagonisten besonders üblen Verbrechen und Erlebnissen konfrontiert und stehen dieses Mal von Anfang an in der Schusslinie der Täterin.
Wie bereits in den Vorgängerbänden erzählt Tania Carver die Handlung zum einen aus der Sicht der verschiedenen Personen, die an der Ermittlung beteiligt sind, zum anderen werden immer wieder Informationen, Gedankengänge und Motive des Täters/der Täterin in die Handlung eingefügt, sodass man als Leser ab und an einen kleinen Wissensvorsprung zu haben scheint. Ob die Vermutungen, die man aufgrund dieser Informationen anstellt, am Ende dem entsprechen, was letztlich aufgedeckt wird, bleibt dem Leser und seiner Phantasie bis zur Auflösung selbst überlassen. Gerade dadurch gewinnen die Thriller von Tania Carver so unglaublich an Spannung – und „Jetzt gehörst du mir“ ist dabei keine Ausnahme.
Ein mitreißender Schreibstil, Protagonisten, die einem ans Herz gewachsen sind und mit denen man mitfiebert und ein absolutes Gespür für gekonnten Spannungsaufbau – was will man von einem Thriller mehr? Von mir erhält „Jetzt gehörst du mir“ daher volle fünf Sterne und eine Leseempfehlung an alle Thrillerfans.
Rezensionen von leserin3@bluewin.ch:
Skurrile Familiengeschichte
Rückwärtswalzer von Vea Kaiser
Ein neuer Roman von Vea Kaiser liegt vor, und wieder finden sich zwischen den Buchdeckeln eine Reihe irrwitziger Situationen. Die Familienstory ist in mehrere Handlungsstränge gegliedert. Hauptsächlich geht es um die illegale Überführung des toten Onkels Willi von Wien in seine Heimat Montenegro.
Sein Neffe Lorenz, ein arbeitsloser Schauspieler, soll dies zusammen mit seinen Tanten in einem Kleinwagen bewerkstelligen.
Doch bis das Grüppchen am Ziel angekommen ist, geht die Autorin in zahlreichen Rückblenden auf die Vergangenheit der Familie ein. Wir werden mit Geschwistern bekanntgemacht, die miteinander durch dick und dünn gehen, und der stetige Refrain lautet: Niemand wird zurückgelassen. Da wuseln im Text viele Namen wild und wirr durcheinander, wobei die teils witzigen Titel der Abschnitte mit ihren Jahreszahlen mehr als nur notwendig sind. Lange fragt sich der Leser: Wer ist eigentlich Susi? Und was ist geschehen mit dem Zwillingsbruder Nenerl?
Es geht um Verlust und um die Schuld daran, welche sich alle drei Schwestern geben, Mirl, Wetti (die eigentlich Barbara heisst) und Hedi. Sie alle haben nicht gefunden, was sie vom Leben erwartet haben. Jede ist auf ihre Art gescheitert, hat aber nie aufgegeben. Und immer mit dabei: die Seelen der Verstorbenen, eben die Manen der Familie Prischinger.
Anfangs kommt der Roman etwas zäh in die Gänge, doch bald heizt Vea Kaiser die Spannung tüchtig an und vermag sie bis zum Schluss zu halten. Wie bei einer Zwiebel häutet sich die Story mit den Kapiteln, nach und nach kommen verdrängte Wahrheiten und immer mehr involvierte Personen ans Tageslicht.
Dazwischen streut Kaiser die jeweilige personelle Regierungsentwicklung, besonders innerhalb der SPÖ, ein. Üppiges Essen ist ein Dauerthema, und wer die ostösterreichische Küche kennt, dem läuft permanent das Wasser im Mund zusammen. Es kommt zu ein paar grotesken Szenen (muss es ja wohl bei der Sachlage), und einige Male habe ich hellauf gelacht.
Auch in Kaisers drittem Roman wird deutlich, dass eine ihrer Vorlieben der Antike gilt. Mir gefällt ihre leichtfüssige, süffige Sprache, die immer wieder Portionen von österreichischem Lebensgefühl offenlegt. Man glaubt kaum, was man liest, und doch ist alles folgerichtig und eigentlich nichts übertrieben. Halb Roadmovie, halb Retrospektive, gewinnt das Buch zunehmend an Tempo und vermag glänzend zu unterhalten.
Rezensionen von BarbaraM:
wunderbare, faszinierende Hörreise mit Arthur und dem weißen Bären!
Die Reise des weißen Bären,3 Audio-CDs von Susan Fletcher
Das Hörbuch „Die Reise des weißen Bären“ ist ein ganz besonderes Hörbuch. Das bemerkt man schon bei den ersten Kapiteln. Es hat uns von Anfang an so in seinen Bann gezogen, dass man alles um sich herum vergessen hat und nur noch hören, hören, hören wollte. Wunderbar!
Doch um was geht es? Arthur ist 12 Jahre alt und von Zuhause weggelaufen.
Sein Ziel ist Wales, weil er dort nun das bislang verwaltete Erbe seines lange verstorbenen Vaters antreten möchte. Er möchte in der Stadt Bergen ein Schiff nehmen, das ihn nach London bringt, wird jedoch vor lauter Hunger beim Stehlen erwischt und als Strafe in einen Käfig mit einem Eisbären gesperrt. Fast sofort verspürt er eine Bindung zu dem Bären. Der Eisbär ist ein Geschenk des norwegischen Königs an König Heinrich von England und soll dorthin verschifft werden. Arthur wird nun die Aufgabe zuteil, sich um den Eisbären zu kümmern und beide erleben eine abenteuerliche Reise dorthin. Die Reise birgt viele Gefahren, aber es entwickelt sich auch eine unglaubliche Freundschaft zwischen beiden ein Leben lang.
Besonders fasziniert hat uns natürlich die Verbindung zwischen Arthur und dem Eisbären. Arthur kümmert sich voller Hingabe um ihn, schafft es, sich in ihn hineinzuversetzen und spielt auch mit dem Gedanken, ihn in die Freiheit zu entlassen. Aber auch der Eisbär lässt Arthur niemals im Stich. Sehr schön waren jeweils die Momente der Freiheit, wenn beide gemeinsam im Wasser waren.
Es ist sehr beeindruckend, welch tolle Atmosphäre Julian Greis mit seiner Stimme schafft. Jeder einzelnen Person gibt er eine ganz spezielle, ausdrucksstarke Tonnote.
Er spricht ruhig und unaufgeregt und schafft es, Arthur in seinen verschiedenen Situationen und Gemütslagen so darzustellen, dass man meinte, Arthur selbst würde von seinem Leben und seiner Reise mit dem weißen Bären berichten. Gerne möchte ich noch weitere Hörbücher von ihm vorgelesen bekommen.
Das Hörbuch „Die Reise des weißen Bären“ von der Autorin Susan Fletcher und dem Sprecher Julian Greis ist im März 2019 im Verlag Jumbo Neue Medien erschienen. Es umfasst 3 Hörbuch-CDs mit einer Laufzeit von 4 Stunden und 17 Minuten.
Fazit: Eine tolle Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und dem „Niemals-Aufgeben“.
Ein absoluter Genuss für die Ohren für Leute ab 10 Jahren! Absolut empfehlenswert!
Rezensionen von Meli:
Unterhaltsam (und ein wenig oberflächlich)
Bad Bachelor von Stefanie London
Also erstmal: Die Bad Bachelors App ist absolut verwerflich! Dates sind schließlich keine Dienstleistungen, die man öffentlich bewerten sollte. Damit haben wir schon eine recht seltsame Grundlage, aber abgesehen von dieser unmoralischen Anwendung mochte ich das Buch schon.
Ich mochte Reed eigentlich sogar sehr gerne! Er ist sehr verschlossen und fast immer professionell.
Zum Teil mögen die furchtbaren Dinge, die Frauen über ihn schreiben, stimmen, aber er ist kein böser Typ, wie er online dargestellt wird. Er will keine Beziehung und sich auch nicht einfach so verändern lassen. Die Frauen hatten andere Erwartungen an ihn, denen er nicht gerecht werden konnte, und dafür muss er jetzt zahlen. Die schlechten Bewertungen sind schlecht für seinen Ruf, was als PR-Manager ziemlich ironisch ist, und er ist ziemlich genervt von der ganzen Sache, was absolut verständlich ist.
Er arbeitet hart und ernst, aber er ist auch ein leidenschaftlicher Mann, der sich um seinen Vater und seine Freunde sorgt.
Darcy fand ich auch ganz sympathisch, auch sie trägt ihre Lasten mit sich, doch sie bleibt sich treu. Ihr liegt viel an der Bibliothek, in der sie arbeitet und trotz ihres Stresses mit ihrer Mutter, will sie ihr irgendwie gefallen.
Als sie Reed kennenlernt, fühlt sie sich zu ihm hingezogen, doch sie hat schon von ihm gehört und begegnet ihm mit vielen Vorurteilen. Umgekehrt findet Reed sie auch oberflächlich, aber trotzdem zum Anbeißen. Ihre Neckereien aufgrund ihrer Differenzen sind wirklich unterhaltsam und ich fand, dass sie ein wirklich niedliches Paar sind, auch wenn sie sich nicht auf ihre Gefühle einlassen möchten. Darcy wegen der allgemein schlechten Meinung über sie, Reed, weil er eben nichts Festes möchte.
Ich fand die Geschichte ziemlich unterhaltsam, aber die Prämisse war manchmal schon irgendwie sehr flach. Und das Ende brachte dann die üblichen Entwicklungen, wo jemand plötzlich kalte Füße kriegt und um sich schlägt. Das fand ich schon schade, denn das hätte die Geschichte nicht nötig gehabt.
Fazit:
Insgesamt fand ich "Bad Bachelor" trotz der verrückten App unterhaltsam und mochte auch die Protagonisten sehr gerne. Es war teilweise etwas oberflächlich, aber ich bin sehr zufrieden mit dem Buch.
Rezensionen von Gaby 2707:
Alles wird gut
Sterne sieht man nur im Dunkeln von Meike Werkmeister
Der Lebensplan von Anni und Thies, die nun schon seit 10 Jahren zusammen leben, gerät ins Wanken, als Thies sich plötzlich doch vorstellen kann zu heiraten. Anni möchte eigentlich, dass alles so bleibt wie es ist. Oder doch nicht? Und will sie für einen super tollen Job als Gamedesignerin von Bremen nach Berlin ziehen? Ohne Thies? Um sich klar zu werden, was sie eigentlich will, nimmt Anni die Einladung ihrer ehemals besten Freundin an und reist für 6 Wochen auf die wunderschöne Nordseeinsel Norderney.
Anni mit ihrer herzlichen, unkonventionellen Art habe ich ab der ersten Seite ins Herz geschlossen. Überhaupt sind alle Menschen, die ich hier kennengelernt habe, trotz ihrer Unterschiedlichkeit einfach nur liebenswert, sympathisch und vor allem menschlich und sich selber treu.
Meike Werkmeister hat mich durch Anni auf eine so wunderbar leichte, liebenswerte, manchmal auch tiefgründig Art und Weise durch die Lektüre geführt. Ich erfahre nach und nach, warum die Freundschaft zwischen Anni und Maria seinerzeit zerbrochen ist, sehe Mo, die Mutter von Thies in ihrem Garten werkeln und Iris, die Mutter von Maria Kuchen für das kleine Strandcafé backen. Ich habe gelacht und mich weg geträumt, und zum Schluss auch ein paar Tränchen verdrückt.
Immer wieder sind kleine Zeichnungen mit klugen Sprüchen eingestreut. Wunderschön und abwechslungsreich. Am Ende des Buches bekomme ich sie alle auch nochmal in groß und bunt zu sehen.
Alles in allem ein wunderbares Buch mit unerwarteten Wendungen, für sehnsuchtsvolle und ausgelassene Lesestunden, das ich sehr gerne gelesen habe.
Rezensionen von simone.h1:
Tolle Mischung
Rückwärtswalzer von Vea Kaiser
Lorenz ist Mitte 30, gescheiterter Schauspieler und in einer komplizierten Fernbeziehung. Zum Glück ist er aber in seiner Familie voll umsorgt, nicht nur von seinem Vater, sondern vor allem auch von dessen drei jüngeren Schwestern, Hedi, Mirl und Wetti. Als Lorenz Leben finanziell und beziehungstechnisch zu scheitern droht unternimmt er mit seinen Tanten einen Roadtrip um einem Onkel den letzten Willen zu erfüllen.
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Ich habe bisher noch kein Buch der Autorin gelesen und war vorweg eher auf seichte österreichische Landhumoristik eingestellt. Schon nach ein paar Seiten war ich jedoch positiv überrascht vom Tiefgang dieses Buchs. Es ist sehr unterhaltsam, stteift aber gekonnt Zeitgeschichte und beschäftigt sich auch durchaus mit ernsteren Themen wie z.B. Politik.
Der Schreibstil ist dabei aber durchwegs angenehm und gar nicht schwer zu lesen. Besonders gut hat mir die Charakterisierung der Personen gefallen, da sie sich alle stark unterscheiden und extrem authentisch wirken. Die Form der Zeitsprünge und das Eingehen auf die Vergangenheit jedes einzelnen Protagonisten war für mich auch toll ausgeführt. So ergibt sich wunderbar konstruiert langsam das große Ganze. Dass das Buch zum großen Teil in meinem näheren geografischen Umfeld spielt, war noch dazu ein Pluspunkt fùr mich!
Alles in allem war dieses Buch für mich ein Lesehighlight der besonderen Art, mit dem ich viele spannende und unterhaltsame Stunden verbracht habe!
Rezensionen von begine:
Leichte Romanze
Das kleine Café im Gutshaus von Julie Shackman
Die schottische Autorin Julie Shackman schreibt romantische Liebesromane.
Das neue Buch ist „Das kleine Cafe im Gutshaus“, das sich wie ein Märchen liest.
Lara McDonald lernt in einem Café, in dem sie arbeitet, Lord Hugo kennen. Als der kurz darauf stirbt, erbt Lara einen Raum des Guts für ein Café.
Das Gutshaus ist ziemlich marode und sie, der Sohn und der grantige Enkelsohn, müssen sehen das Geld zum Erhalt.
Das ist ein Roman, bei dem am Ende immer alles gut wird. Ziemlich schnell ist es eine Liebesgeschichte. Also ist es ein Buch zum träumen. Der Schreibstil ist leicht und locker und es ist eine schöne Geschichte für zwischendurch. Es wird besonders viel gebacken, da bekommt man ordentlich Appetit. Und das alles in einer anheimelnden schottischen Landschaft.
Es ist ein Roman zum Entspannen.
Rezensionen von Meli:
Die Herzlose Zera punktet mit Humor!
Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin; . von Sara Wolf
Ich muss zugeben, ich bin positiv überrascht!
Also erstmal ist da Zera, die zweite Herzlose der Hexe Nightsinger. Es ist zwar furchtbar, eine Herzlose zu sein, aber Nightsinger ist noch eine der freundlichen Hexen und ich hätte gern mehr von ihr und den Hexen gesehen!
Zera ist einfach toll. Als Herzlose hat sie andere Bedürfnisse und hat manchmal keine Kontrolle über sie, und nichts wünscht sie sich mehr als ihr Herz zurück in ihrer Brust.
Und obwohl sie in dieser furchtbaren Lage ist, nimmt sie alles mit Humor. Ihre trockene und schlagfertige Art hat mich wirklich oft zum Lachen gebracht. Zera ist auch gerissen und setzt ihren eigenen Kopf durch, trotz der vielen Warnungen ihrer "Tante" Lady Y'shennria (die mir auch sehr schnell ans Herz gewachsen ist!). Ihr wird Etikette beigebracht, aber sie nutzt diese Informationen nur nach eigenem Ermessen und nicht, wie sie es eigentlich sollte.
Prinz Lucien ist ein ganz Süßer. Er zeigt sich als kalt, aber er hat einen sehr weichen Kern, wünscht sich Frieden und Gerechtigkeit. Auch wenn er sich dagegen wehrt, kommt er Zera näher, ohne zu ahnen, welche Gefahr sie für ihn darstellt. Zum Ende hin wurde er mir aber ZU weich und zu einem stereotypischen Jugendbuch-Hottie, was ich sehr schade fand.
Das Buch beginnt mit einer Szene am Hof, dann geht es nochmal einige Tage in der Zeit zurück und erzählt von da an auch chronologisch. Gute Wahl! Denn einerseits direkt im Geschehen und gleichzeitig bekommt man so eine sehr gute Einführung. Das erzeugt Spannung und ich war direkt gefesselt!
Auch die Geschichte rund um die Herzlosen und die Intrigen am Hof haben mir sehr gut gefallen. Es war teilweise schon eine ungewöhnliche Geschichte, auch wenn man schon viele Bücher kennt, die Könige und Prinzen zu bieten haben - die magische Welt der Herzlosen und vor allem Zera haben dieses Buch zu etwas Besonderem gemacht.
Zum Ende hin allerdings wurde die Geschichte meiner Meinung nach schwächer. Die Liebesgeschichte entwickelte sich trotz gutem Start sehr oberflächlich und die Handlung wurde vorhersehbar.
Fazit
"Heartless" konnte mich mit einer spannenden Handlung und einer tollen Protagonistin sehr positiv überraschen, aber es ließ zum Ende hin nach und daher war ich doch nicht so zufrieden, wie ich es gehofft habe. Ich bin aber schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!
Rezensionen von manu63:
Vergangenheit beeinflusst Zukunft
Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin; . von Sara Wolf
Der Fluch von Abbington Hall ist ein Liebesroman der Autorinnen Esther D. Jones und Katherine Collins und spielt auf zwei Zeitebenen. Weil Andrew, der Sohn des Earls of Linnley, sein Versprechen gegenüber der Bediensteten Gemma nicht hält wird seine Familie durch Gemmas Mutter verflucht. Alle Männer der Familie werden ihre Heirat nicht lange überleben.
Nur eine Sache kann den Fluch brechen und dieses führt nun in die Gegenwart, in der Elisa panisch versucht die Hochzeit ihrer Schwester mit Daniel zu verhindern. Denn auch Daniel droht vom Fluch erfasst zu werden und Elisa versucht ihre Schwester vor Herzeleid zu bewahren.
Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen aufgebaut, die gut gekennzeichnet sind. Die Charaktere werden gut angelegt und gerade die Protagonisten der Gegenwart bekommen genug Tiefe um die Handlungen der Einzelnen zu verstehen. Die Charaktere in der Vergangenheit werden lediglich kurz skizziert, aber das reicht völlig zur Einordnung aus.
Der Schreibstil ist locker und gut lesbar, wenige explizite Szenen sind geschmackvoll in die Geschichte eingebettet und der Schluss hat mir sehr gut gefallen. Eine leichte Liebesgeschichte, mit ein wenig mystischen Touch, die mich gut unterhalten hat.









