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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

19 zauberhafte Briefe

Dein Herz vergisst nicht Roman. Kartoniert. von Perry Jodi

„Dein Herz vergisst nicht“ ist ein sehr emotionaler und märchenhafter Roman der australischen Autorin Jodi Perry.

Jemma und Braxton verbindet eine ungewöhnlich tiefe und innige Liebe. Sie kennen sich seit ihrer Kindheit, seit einem 19. Januar und haben 19 Jahre später geheiratet. 19 Tage nach ihrer Hochzeit kommt es zu einem schrecklichen Autounfall und Jemma fällt ins Koma.

Als sie aus diesem erwacht, kann sie sich an nichts erinnern – nicht an Braxton, nicht an ihre Gefühle füreinander, nicht an ihr gemeinsames Haus, nicht an ihre Eltern – ihre Vergangenheit ist komplett gelöscht. Braxton ist verzweifelt und versucht alles um Jemma wieder für sich zu gewinnen.

Der Schreibstil von Jodi Perry ist einfach wundervoll, so leicht und flüssig, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Sie versteht es durch Worte zu berühren und die Atmosphäre der jeweiligen Situation zu vermitteln.

Die Liebe zwischen Braxton und Jemma wird von Anfang an so gefühlvoll beschrieben, dass man direkt merkt, dass sie etwas ganz Besonderes ist. Aber nicht nur ihre Liebe ist außergewöhnlich, auch die von Jemmas Großeltern und ihren Eltern Christine und Stephen ist bzw. war ungewöhnlich tief. Allerdings haben sich Christine und Stephen inzwischen getrennt und es fällt Christine selbst im Krankenhaus direkt nach Jemmas Unfall schwer sich Stephen gegenüber normal zu verhalten.
Die Abschnitte sind im Wechsel aus Jemmas und Braxtons Perspektive geschrieben, aber das Hauptaugenmerk liegt auf den Briefen, die Braxton Jemma - in der Hoffnung ihrer Erinnerungen wiederzubeleben - schreibt. Diese 19 Briefe sind einfach nur zauberhaft. Braxton versteht es genau die richtigen Worte zu treffen und hat mich mit seinen Erinnerungen immer wieder zu Tränen gerührt.

Obwohl mich die Geschichte und die Liebe der beiden total verzaubert hat und die Charaktere authentisch und lebendig wirken, wäre es schön gewesen noch ein wenig mehr zu erfahren. Mir fehlten nähere Informationen zu Jemmas Amnesie und auch weitere Menschen außer ihrer besten Freundin Rachel und Braxtons Freund und Geschäftspartner Lukas tauchen kaum auf.

Der 19. Brief und die immer wiederkehrende Zahl 19 hatte fast etwas Märchenhaftes, genau wie ich vieles in der Liebe zwischen Jemma und Braxton als ziemlich märchenhaft empfunden habe. Aber mir gefiel dieses Märchen, Lesestoff zum Träumen, der allerdings viele Aspekte einfach ausgeblendet hat, wodurch es zu einer sehr leichten Lektüre wird, die mir vermutlich nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben wird – schöne Unterhaltung für den Augenblick.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Ein Coming of Age- und Weird Fiction-Horror vom Feinsten. Ein Highlight sondergleichen!!

Elm Haven von Dan Simmons

Es ist der Sommer 1960. Die schwüle Hitze macht allen in Elm Haven, Illinois, schwer zu schaffen, und die Tage fließen träge dahin. Für die fünf Freunde Mike, Duane, Dale, Harlen und Kevin wird diese Zeit zum Sommer ihres Lebens, dessen Ereignisse ein unzerstörbares Band der Freundschaft und des geteilten Grauens zwischen ihnen schmieden werden.

Denn noch ahnen sie nicht, was im Keller ihrer Schule lauert. Noch liegt Elm Haven friedlich in der Sommerhitze … (Klappentext)

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Dieser Wälzer von knapp über 1000 Seiten enthält 2 Bücher:

"Summer of Night" - 1991 Amerikanische Erstveröffentlichung
"A Winter Haunting" - 2002 Amerikanische Erstveröffentlichung

Aufgrund dessen wird dieser Beitrag ebenfalls in gewisser Weise zwei Rezensionen enthalten, da ich auf beide Bücher getrennt eingehe, um dann ein zusammenfassendes Fazit zu erstellen. Nun denn, wollen wir uns nicht mehr mit unnötigem Geplapper aufhalten und begeben uns nach Elm Haven.

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Sommer der Nacht

"Doch dabei fiel dem aufmerksamen Beobachter plötzlich auf, dass die hohen Fenster große, schwarze Löcher waren, als wären sie entworfen worden, um das Licht zu verschlucken, anstatt es einzulassen oder zu reflektieren. Die theatralischen pseudoitalinienischen Verzierungen waren einem brutalen und gewöhnlichen Stil aufgepfropft worden, den man als Schul-Gotik des mittleren Westens bezeichnen konnte; der abschließende Eindruck war nicht der eines atemberaubenden Bauwerks, nicht einmal der einer wahren architektonischen Kuriosität, sondern lediglich der einer zu groß geratenen, schizophrenen Anhäufung von Ziegeln und Steinen, gekrönt von einem Glockenturm, der eindeutig von einem Wahnsinnigen entworfen worden war."
(S. 11)

Wir befinden uns im Jahr 1960 und in Elm Haven, einer Kleinstadt in Illinois. Der letzte Schultag und zugleich auch der letzte Tag der Old Central School, welche ab nun geschlossen und verlassen sein wird. Die Vögel zwitschern, die Straße flimmert in der Sommerhitze und für die Kinder haben nun die Sommerferien begonnen. Unter ihnen die sechs Jungen Dale, Mike, Duane, Kevin, Jim und Lawrence, der kleine Bruder von Dale und sie haben die Ferien schon herbeigesehnt. Doch diesmal verlaufen die Sommerferien anders als geplant. Es verschwindet plötzlich ihr Schulkamerad Tubby und die Jungs machen es sich zur Aufgabe ihn zu finden. Da alles mit der Old Central School zusammenzuhängen scheint, beginnen sie genau dort mit der Suche. Doch das Verschwinden von Tubby ist nicht das einzige und schon gar nicht das unheimlichste Ereignis in Elm Haven. Es hat damit lediglich begonnen.

Die Jungs:

Dale: 11 Jahre, liest mehrere Bücher pro Woche und am liebsten die ACE-Science-Fiction-Reihe - Der Besonnene
Mike: Dales bester Freund, ein fröhlicher Junge und immer zu Späßen aufgelegt, obwohl er in ärmlichen Verhältnissen aufwächst - Der Anführer
Jim Harlen: von allen nur Harlen genannt; er schneidet nur zu gerne Grimassen und bringt die anderen dadurch in den unmöglichsten Situationen zum Lachen und er hat eine verdammt große Klappe - Der Sarkastische
Kevin: 9 Monate jünger als Dale und daher nicht in der selben Klasse; er ist eher der ruhige und schüchterne dieser Truppe - Der Ängstliche
Duane: ein pummeliger und eher stiller Junge und hochbegabt, was jedoch von den Lehrern nicht erkannt wird und er den anderen Jungs sicher nicht auf die Nase bindet; er möchte unbedingt Schriftsteller werden - Der Denker
Lawrence: der 3 Jahre jüngere Bruder von Dale und auch immer mit dabei. Er hat vor nichts Angst, außer der Dunkelheit - Der Mutige

Die Story beginnt ruhig und bedächtig, indem die Kleinstadt, die Protagonisten und die Old Central School vorgestellt werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass nicht schon hierbei Gänsehaut aufkommt. Schon die Beschreibung der Old Central School löst leichte Beklemmung aus und zwischendurch, manchmal nur am Rande erwähnt, passiert etwas, etwas das man nicht greifen kann, man aber weiß das es vorhanden ist und einem eine leichte Gänsehaut auffahren lässt - ein Schrei, raschelndes Maisfeld an einem windstillen Tag, unheimliches Flüstern, etc. Diese Dinge kommen immer wieder wie aus dem nichts. Man geht z.B. gerade ins Freiluftkino, um sich eine Abendvorstellung anzusehen, der Geruch von frisch gemähten Gras liegt in der Luft, Grillen zirpen, man freut sich seine Freunde zu sehen und dann ... ZACK ... wird es plötzlich unheimlich und die Nackenhaare stellen sich einem auf.

"Dale und Lawrence standen erstarrt auf dem Gehweg, umklammerten ihre Popcorntüten und blickten nach oben, wo die Fledermäuse ihre beiden Namen schrien, mit einer Schärfe, als würden Zähne über eine Schiefertafel gezogen. Weit, weit entfernt sagte die verstärkte Stimme von Schweinchen Dick: 'D-d-d-as war's Leute!'
>>Lauf!<<, flüsterte Dale."
(S. 81)

Anfangs treten diese Dinge nur sporadisch auf, doch im Verlauf der Story wird die Atmosphäre und die unheimlichen Geschehnisse zunehmend beklemmender und die ruhigen Passagen dazwischen kürzer - als würde sich langsam aber stetig die Schlinge des Horrors langsam zuziehen, bis es z um großen Knall kommt.

Der Schreibstil von Simmons ist einmalig, der Plot packend und die Charaktere hervorragend ausgearbeitet. Man liest hierbei aus der Perspektive jedes Jungen und daher schließt man jeden einzelnen von ihnen ins Herz, fiebert mit ihnen mit und sieht ihnen dabei zu, wie sie sich entwickeln und über sich hinaus wachsen.

Mich konnte jedoch vor allem die dichte Atmosphäre begeistern. Der Autor schafft es auf hervorragende Weise den Leser in einen Sommer der 60er zu katapultieren. Man sieht Elm Haven mit seinen Farmen, die von Maisfeldern umgeben sind, spürt die Hitze des Sommers auf der Haut, während man mit dem Fahrrad über staubige Landstraßen radelt. Die Atmosphäre macht auch bei den beklemmenden und unheimlichen Stellen nicht Halt. Manchmal war es so spannend und furchterregend, dass ich überlegte ans Ende zu blättern, um mich zu vergewissern, dass alles gut geht und ich gehöre keineswegs zu dieser Art von Lesern die das normalerweise machen. Ich habe es natürlich nicht gemacht und das war auch gut so, denn sonst hätte ich mich um so einige überraschende Wendungen gebracht.

"Er hob die langen Finger. Sein Gesicht ... schmolz ... das Fleisch unter der Haut wallte, Knorpel und Knochen gruppierten sich neu, die lange Nase und das Kinn wuchsen zusammen und bildeten die Schnauze, die Mike bei dem Soldaten auf dem Friedhof gesehen hatte."
(S. 608)

Es ist ein typischer Coming of Age-Horror im Stile von Stephen King und in gewisser Weise eine Mischung aus "IT" und "The Body" (im deutschsprachigen Raum als "Stand by me" bekannt). Doch während King manchmal einen sehr ausschweifenden und "blumigen" Erzählstil hat und seine Stories daher die ein oder andere Länge aufweisen, konzentriert sich Simmons auf das Wesentliche, die Charaktere und Atmosphäre. Längen sucht man hier vergebens.

Dieses Buch beschwerte mir das schönste und gleichzeitig gruseligste Leseerlebnis seit Langem und ich wollte die Jungs am Ende überhaupt nicht mehr verlassen.

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Im Auge des Winters

"Als er gegen drei Uhr eine Pause für ein spätes Mittagessen einlegte, floss das Licht bereits wieder aus dem Tag wie graues Abwaschwasser aus der Spüle."
(S. 974)

Hier begeben wir uns wieder nach Elm Haven. Inzwischen sind 41 Jahre vergangen und der Winter steht vor der Tür.
In dieser Story lesen wir aus der Sicht von Dale. Dieser lebt nun in Montana und zu seinen früheren Freunden hat er keinerlei Kontakt mehr. Selbst der Kontakt zu seinem Bruder Lawrence beschränkt sich auf nur wenige Telefonate zu allen heiligen Zeiten. Er ist Literaturprofessor und Autor, Letzteres eher schlecht als recht und seine Ehe hat er aufgrund einer Affäre mit einer Studentin in den Sand gesetzt. Ihn plagen Depressionen, Alpträume und er hat auch einen Selbstmordversuch hinter sich.
Eines Tages beschließt er nach Elm Haven zurückzukehren, um ein Buch zu schreiben, so sagt er sich, denn den wahren Grund kann er sich selbst nicht wirklich beantworten. Er mietet das Farmhaus seines verstorbenen Freundes und schon bei seiner Ankunft geht es nicht mit rechten Dingen zu. Was hat ihn wirklich nach Elm Haven gezogen?

"Wie auch immer, Dale war davon überzeugt, dass hier in diesem kalten Farmhaus im hintersten Illinois die Wehen eingesetzt hatten und dass eine wüste Bestie auf das Glückliche Eck zukroch, um entweder geboren zu werden oder zu sterben."
(S. 967)

Hier lesen wir nicht nur aus Dales Perspektive, sondern auch aus der seines verstorbenen Freundes. Auf diesen möchte ich jedoch nicht näher eingehen, da ich sonst die erste Story spoilern würde. Man trifft zwar nicht auf die Freunde aus seiner Kindheit, doch der ein oder andere bekannte Charakter läuft uns vor die Füße.
Auch hier kann Simmons mit der Atmosphäre punkten und auch hier beginnt es eher ruhig und die unheimlichen Passagen treten nur vereinzelt auf. Trotzdem weiß man von Anfang an, dass hier etwas lauert und einem während des Lesens permanent im Nacken sitzt. Im Verlauf werden sowohl Story, als auch die Atmosphäre zunehmend beklemmender und unheimlicher.

Zwischendurch reist man immer in die nahe Vergangenheit von Dale und vor allem die Affäre nimmt hiebei einen großen Platz ein. Ich fragte mich manchmal wieso all dies relevant sei, da ich absolut keinen Zusammenhang zur Hauptstory sah und überlegte, ob dies eventuell Lückenfüller sein sollen. Ab der Mitte hatte ich auch das Gefühl zu wissen wohin das alles führt, las jedoch aus Neugierde weiter, da ich wissen wollte wie der Autor das alles aufdröselt und zu Ende bringt. Mann, was hat mich Simmons hinters Licht geführt. Es kommt nämlich alles anders als gedacht und hat mich richtig geflasht.


"Jetzt, mehr als vierzig Jahre später, legte sich Dale schlafen und lächelte über die Erinnerung. Er hörte nicht das Kratzen, das an die Stelle des heulenden Winds getreten war - ein Kratzen, das aus der Finsternis hinter dem Ofen kam, wo die Öffnung zum Kohlenverschlag war."
(S. 785)

Zum Schreibstil sage ich hier nicht mehr viel, denn auch hier stimmt einfach alles. Ich spürte die Kälte des Winters ebenso wie die kalte Umklammerung des Unheimlichen. Diese Story ist Weird Fiction-Horror vom Feinsten.

Fazit:
Wenn ich einen Wälzer von 1000 Seiten innerhalb von 3 Tagen verschlinge, dann will das selbst bei mir etwas heißen. Ich konnte und wollte nicht aufhören zu lesen. Beide Stories sind auf ihre eigene Art packend und einnehmend, weisen jedoch unterschiedliche Atmosphären auf.
"Sommer der Nacht" ist hierbei mein Favorit, wobei das auch an der King-Nostalgie, gelegen haben kann, welche ich dabei empfand. Ich bin ein absoluter Stephen King-Fan, sammle sogar alle seine Ersterscheinungen, aber selbst ich muss zugeben, dass Dan Simmons mich wesentlich mehr packen konnte und mich auf keiner Seite langweilte. Ich wage sogar zu behaupten, dass Simmons ein besserer King ist, wenn man einen Vergleich ziehen möchte.
Dieses Buch katapultierte sich somit zu einem meiner absoluten Lesehighlights und am liebsten würde ich wieder von vorne beginnen zu lesen.

© Pink Anemone

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Rezensionen von rewareni:

Ein brutaler Mord

Elm Haven von Dan Simmons

Chefinspektor Paul Steininger und seine Kollegin Simone ,,Moni´´ Gruber, sind bei ihren Mordermittlungen ja einiges gewohnt, aber als sie die brutal verstümmelte Leiche eines Mannes in der Villa des egozentrischen Investmentberaters Maximilian Wolf, auffinden, kostet es selbst den erfahrenen Ermittlern einiges an Überwindung sich mit diesem Mordfall zu beschäftigen.

Natürlich war es für den Hausbesitzer ein Schock die Leiche zu finden, aber Max ist einer von der harten Sorte und so lange er genug Kokain hat und sich mit der Damenwelt vergnügen kann, ist für ihn die Welt wieder in Ordnung. Paul und Moni sind anfangs noch ziemlich ratlos, weil es scheinbar keine richtigen Spuren in dem Fall gibt. Doch als man eine zweite Leiche findet und es Hinweise zu der Prostituierten Irina gibt, hat es den Anschein, als ob beide Fälle irgendwie zusammenhängen. Eheprobleme und Gefühle für Moni, machen es Paul nicht unbedingt leicht, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren. Was aber keiner von ihnen ahnt ist, dass der Mörder mit dem, was er sich vorgenommen hat noch nicht fertig ist.
,,Dornen in meiner Haut´´ von Gunther Polnizky, ist ein rasanter, spannender und zum mitfiebern geschriebener Thriller. Bereits das interessante Cover mit einer blauen Rose sticht dem Leser schon von Anfang an ins Auge. Schon auf den ersten Seiten wird man mit einem brutalen und blutigen Mord konfrontiert, wo man im ersten Moment den Atem anhalten muss. In kurzen Kapiteln wechseln immer wieder die Geschehnisse ab, wo ich zu Beginn ein wenig verwirrt war, wenn plötzlich der Ermordeten oder anderen Beteiligten von früher auftauchen. Aber mit der Zeit waren dann diese Rückblenden interessant zu lesen. Die beiden Ermittler sind ein eingespieltes Team, wo jeder auch seine Probleme hat. Dabei war schön zu lesen, wie speziell Paul sich mit seiner Arbeit und seinem Eheleben auseinander setzen muss. Seine Zweifel, ob er seine Frau noch liebt, welche Arbeit wichtiger ist und welche Verantwortung jeder in einer Beziehung hat, beschreibt der Autor sehr gut und auch intensiv. Die Geschichte rund um Max und Irina wird spannend erzählt und nach und nach fügen sich immer mehr Puzzleteile zusammen. Der Autor verfügt über einen flüssigen und guten Schreibstil, wo die Mischung zwischen Spannung, Emotionen und Nervenkitzel sich gut abwechseln. Er schafft es auch, dass man selbst mit eigentlich unsympathischen Protagonisten in gewissen Situationen sogar Sympathie und auch Mitleid empfinden kann. Da die Handlung in Wien spielt, findet sich auch noch ein wenig Lokalkolorit in dem Roman. ,,Dornen in meiner Haut´´ ist also ein Thriller, der zwar an manchen Stellen sehr brutal ist und unter die Haut geht, aber mit einer spannenden Geschichte und Menschenschicksalen den Leser für sich einnimmt.

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Rezensionen von Gaby Hochrainer:

Ein Kriminalfall, der mich begeistert hat

Johannisglut von Karin Joachim

Ein Kriminalfall, der mich begeistert hat
Meike Jacob bittet ihre Freundin Jana Yogt, die im Team der Koblenzer Kriminalpolizei als Tatortfotografin arbeitet, als Fotografin bei einer Wanderung über den Ahrsteig mitzukommen. Hier trifft sich eine Gruppe von ehemaligen Studenten, die diese Wanderung vor 30 Jahren schon einmal gemacht hat.

Der Name Rainer Großmann, der dieses Treffen in die Wege geleitet hat, fällt auch im Zusammenhang mit einem nicht gelösten Altfall, dessen Akte Jana kürzlich erst in den Händen hatte. Dort war er als Zeuge eingetragen. Zufall? Als dann Antje Haak, ein Mitglied der Wandergruppe, tot aufgefunden wird, bekommen sowohl Jana als auch ihr Freund Hauptkommissar Clemens Wieland mit seinem Team richtig viel Arbeit.


In ihrem dritten Fall um die Tatortfotografin Jana Vogt, die immer auch ihren Airedale Terrier Usti dabei hat, nimmt mich Karin Joachim mit an die Ahr. Ich konnte dieses Buch richtig genießen, auch ohne die beiden Vorgänger, auf die in wenigen Sequenzen immer mal wieder „hingewiesen“ wird, kennen zu müssen. Die Hinweise lesen sich aber für mich so interessant, dass ich sowohl „Krähenzeit“ als auch „Bittertrauben“ lesen werde. Vor allem auch um Jana Vogt von Beginn an kennenzulernen.

Selten habe ich einen Krimi gelesen, in dem ich es mit so viele Personen zu tun hatte. Aber durch ihre Unterschiedlichkeit, durch die verschiedensten Charakterzüge, vor allem durch die eingängigen Beschreibungen jedes Einzelnen war es mit der Zeit kein Problem mehr, sie zuzuordnen. Da einige in ihren Beschreibungen recht undurchsichtig bleiben, bleibt es meiner Fantasie überlassen, mich in sie hineinzuversetzen.

Ich finde, in diesem Krimi wird die polizeiliche Arbeit sehr gut dargestellt. Es kommen viele einzelne Puzzleteile zusammen, nichts will zusammenpassen. Bei den Gesprächen zwischen Clemens und Jana fühle ich mich mittendrin, mache mir meine eigenen Gedanken zu dem Mord und dem Vermisstenfall, merke aber schnell, dass ich mich wieder auf einen Holzweg habe führen lassen. Die endgültige Auflösung hatte ich so nicht erwartet. Der Ausgang ist aber sehr gut nachzuvollziehen.
Aber auch das Private von Clemens und Jana kommt nicht zu kurz und wird authentisch dargestellt. Ich sehe Clemens richtig vor mir, wie er total erledigt von einem Fall bei dem nichts weiter geht, auf seinem Schreibtischstuhl ein Nickerchen macht.

Die Spannung hat bei mir schon im Prolog angesetzt und hält ihr Level konstant hoch. Und ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen, bis ich die Hintergründe endlich zu fassen bekam und sich mein Puzzle vervollständigt hat.

Wunderschöne detaillierte und farbig gezeichnete Landschaftsbeschreibungen der Umgebung an der Ahr geben der Geschichte ihren lokalen Kolorit. Mich hat die Wanderung über den Ahrsteig mit dem Blick ins Tal so fasziniert, dass ich diesen Weg auch gerne mal gehen würde.
Auf einer Karte zur Orientierung vor Beginn der Geschichte kann ich die Wanderung vorbei an den einzelnen Ortschaften sehr gut nachvollziehen.

„Johannisglut“ ist ein Krimi ganz nach meinem Geschmack und ich habe eine neue Autorin für mich entdeckt. Ein spannender Kriminalfall (oder zwei), interessante Protagonisten und Einblicke in eine wunderschöne Landschaft. Hier habe ich mich richtig wohl gefühlt.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Am liebsten alles stehen und liegen lassen

Sommer in Villefranche von Hasselbusch Birgit

Das frische Cover macht Lust auf Meer, Frankreich und Baguette. All das bekommt man in der unterhaltenden Geschichte über Insa und ihr neues Leben in Villefranche.

Sie soll für den frisch getrennten Daniel Richez die Villa vermieten und quasi als Gastgeber fungieren. Wohnen kann sie daneben im kleinen Gästehaus.

Doch als Insa ankommt ist die Villa nicht leer. Véro, die Noch-Ehefrau, will ihr Haus in Villefranche nicht verlassen, will nicht abgeschoben werden ins Hinterland in ihr zweites Haus. Schroff verdächtigt sie Insa das Flittchen zu sein, mit dem ihr Mann sie betrügt.

Insa und Véro haben keinen guten Start, doch bald bessert sich ihr Verhältnis und sie verbrüdern sich gegen Monsieur Richez. Véro belebt ihre alte Event-Firma, Insa wird angestellt. Eine Hochzeit zu organisieren ist ihr erster Auftrag, die Trauzeugin eine furchtbar hochnäsige Schnepfe, die alle paar Minuten wieder etwas anderes will.

Soweit die Rahmenhandlung, doch es geht noch um so viel mehr: Insas Schwester Jana ist unglücklich, fühlt sich von ihrem Mann alleingelassen zuhause mit ihrem Kleinkind. Unerwartet taucht sie in Nizza bei Insa und Véro auf. Letztere scheint ein Geheimnis zu haben und für Insa ist nicht klar, wer rechtlich gesehen in der Villa wohnen darf. Insa selbst denkt fast ununterbrochen an Mathieu, ihre grosse Liebe, die sie vor 16 Jahren verlassen hat. Noch ist sie nicht so weit ihn zu suchen, doch nahezu alles vor Ort erinnert an ihn.

Mit viel Witz erzählt die Autorin Birgit Hasselbusch von Insas aufregendem Sommer in Villefranche. Sofort ist man in der packenden Geschichte drinnen, und bald schon würde man am liebsten alles stehen und liegen lassen und sich zu den drei Frauen dazu gesellen und gemeinsam mit ihnen alles Mögliche aushecken.

"Sommer in Villefranche" ist eins jener Bücher, die man bedauert bereits gelesen zu haben - ungelesen hätte man das Lesevergnügen noch vor sich.

Fazit: Herrlich amüsant erzählte Sommerunterhaltung - perfekt zum Abschalten und sich bei einem Glas Rosé über die Erlebnisse von Insa, Véro und Jana zu freuen.
5 Punkte.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Ein Sachbuch, welches nicht nur mit packenden und amüsanten historischen Informationen punktet

Sommer in Villefranche von Hasselbusch Birgit

From the Gilded Age until 1914, more than 100 American heiresses invaded Britannia and swapped dollars for titles--just like Cora Crawley, Countess of Grantham, the first of the Downton Abbey characters Julian Fellowes was inspired to create after readingTo Marry An English Lord. Filled with vivid personalities, gossipy anecdotes, grand houses, and a wealth of period details--plus photographs, illustrations, quotes, and the finer points of Victorian and Edwardian etiquette--To Marry An English Lord is social history at its liveliest and most accessible.

... (Klappentext)


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"A fortune of only million is respectable poverty."
(Ward McAllister - S. 10)

Gegen Ende des viktorianischen Zeitalters schossen in Amerika die Neureichen nur so aus dem Boden. In Übersee wuchs dadurch eine neue High-Society-Generation heran. Millionenschwere Geschäftsmänner, ihre Frauen und deren Töchter und Söhne. Das Einzige was ihnen fehlte, um in manchen Kreisen voll anerkannt zu werden, war blaues Blut und ein Adelstitel. Gegen ersteres konnte man nichts unternehmen, doch nicht so beim Adelstitel. Für was hat man denn schöne Töchter in die Welt gesetzt und Millionen gescheffelt?

Und wo findet man am besten Blaublütler? Genau, in England. Dort wimmelt es ja nur so von Dukes, Earls, ganz zu schweigen von Prinzen und Prinzessinnen. Es wurde also begonnen die Töchter nicht nur in die hohe Gesellschaft Amerikas einzuführen, sondern man hat sie nun auch in England debütieren lassen.
Da im Vereinigten Königreich der Landadel zu verarmen drohte und die Neureichen aus Übersee mehr Geld hatten als sie ausgeben konnten, wurden dadurch die ein oder anderen Arrangements geschlossen.

In diesem Buch erfahren wir wie das ein oder andere Arrangement zustande kam, lernen dabei berühmte Personen und wichtige Familien kennen, erhalten Einblick in die unterschiedlichen Lebensweisen und in die Etikette der damaligen Zeit. Was bedeutete dies für die Töchter, was mussten sie über sich ergehen lassen und wie sehr musste Daddy dafür in die Tasche greifen? Es begegnen einem aber auch starke Frauen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nahmen, angefangen bei Queen Viktoria.

Man blickt hinter die Kulissen des britischen Königshauses, verschiedenen Adelshäusern und auch in die der amerikanischen Aristokratie und Wallstreet. Man erfährt viel über die Mode, die damaligen Schönheitsideale, Klatsch und Tratsch und auch über das ein oder andere delikate Detail, aber auch über Architektur und die richtige Einrichtung und Dekoration. Man besucht Bälle, Parties, Modenschauen und natürlich Hochzeiten, aber auch Scheidung ist ein Thema. Dies und noch so viel mehr historische Informationen sind in diesem Buch enthalten.

"Gentlemen do not smoke in a lady's presence unless invited to do so. A gentleman who is smoking while out for a walk must instantly jettison his cigar if he meets a lady along the way."
(S. 239)

Mit viel Witz und auch einer Spur von Ironie, werden einem hier auf packende Weise Teile der Geschichte näher gebracht, welche man in keinem Geschichtsbuch findet. Manchmal hatte ich meine Schwierigkeiten den vielen Informationen zu folgen, was jedoch an meinen eher spärlichen Englischkenntnissen liegt, aber für was gibt es Google-Translate ;-)

"Ladies and gentlemen both wore gloves on the dance floor; flesh never touched flesh. Kid gloves were supposed to fit so tightly that the outline of the fingernails was visible; the lasted for only one wearing. Fans were essential for more than flirtation, as crowded ballrooms often got very hot."
(S. 93)

Doch dieses Sachbuch kann nicht nur mit Inhalt punkten, sondern auch mit der Aufmachung. Wenn Ihr schon das Cover wunderschön findet, dann werdet ihr von der Gestaltung des Inneren begeistert sein, denn auch hier lebt der Vintagestil weiter. Zudem beinhaltet dieses Buch unglaublich viele Abbildungen und Auszüge aus damaligen Zeitungen und Zeitschriften. Diese Kombination aus interessanten und fesselnden Informationen, reicher Bebilderung und Vintagestil, lässt einem regelrecht in die damalige Zeit eintauchen und mit viel zusätzlichen Wissen wieder daraus auftauchen.

Fazit:
Obwohl ich mir, aufgrund meiner miesen Englischkenntnisse, zeitweise etwas schwer getan habe der geballten Ladung an Information zu folgen (kurioserweise hatte ich jedoch keinerlei Probleme den Humor und die Ironie zu verstehen), bin ich von diesem Sachbuch absolut begeistert. Hier erhält man Einblick in die Geschichte die sonst nicht oder nur gering behandelt werden, aber auch Einblick in eine ganz andere Welt - in die Welt der Aristokraten, Lord's und Snobs.
Die Aufmachung ist noch zusätzlich ein Traum und daher ist dies ein wahres Schmuckstück unter den Sachbüchern, in dem man nur zu gerne mehrmals schmökert. Somit wurde dieses Buch nur zu Recht eines meiner Lesehighlights.
Tja, und ich werde mir wohl doch keinen englischen Lord angeln, um in einem englischen Herrenhaus mein Dasein zu fristen. Das gesamte Procedere ist mir eindeutig zu anstrengend, abgesehen davon, dass meiner Familie die Millionen fehlen ;-)

© Pink Anemone

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Rezensionen von LEXI:

Ein grandioser Wissensschatz und eine Perle für jeden Naturgärtner

Wo die wilden Nützlinge wohnen von Sonja Schwingesbauer

Sonja Schwingesbauer veröffentlicht im vorliegenden Buch ihre Erfahrungen und Erlebnisse zum Thema Wildtiere im Garten. Grundlage dafür ist nicht nur ihre fundierte fachliche Ausbildung, sondern vielmehr auch ihr ganz persönliches Interesse an diesem Thema. In einigen Worten zur Person der Autorin im Anhang wird von ihren Experimenten mit Wild- und Nutzpflanzen in ihrem eigenen wilden Nützlingsgarten berichtet.

So gesehen ist dieses Buch also nicht nur eine wertvolle und hochwertige Sammlung von theoretischem Wissen, sondern vielmehr auch ein Fundus praktischer Erfahrungen einer Expertin in diesem Bereich.

Bereits die hochwertige Aufmachung und die anziehende Optik verleiten dazu, dieses Buch zur Hand zu nehmen. Das Cover ziert die Makroaufnahme einer wunderschönen orangefarbenen Wildblume, die von dezenten Zeichnungen der kleinen Protagonisten dieses Buches – Vogel, Schmetterling, Libelle und weiteren Insektenarten - umrahmt wird. Rechts oben findet man den Namen der Autorin, nachfolgend in großen, geprägten weißen Lettern den Buchtitel, und schließlich Untertitel und Verlag.

Auch die inhaltliche Gestaltung des Buches ist bemerkenswert. Eine ausführliche und sehr detaillierte Auflistung des Inhalts in Schlagworten erleichtert eine gezielte Suche nach bestimmten Themenbereichen, im gesamten Buch werden Überschriften und wichtige Schlagworte farblich und durch kleine Symbole hervorgehoben. Die Einleitung berichtet von der Motivation der Autorin, sich diesem Thema zu widmen sowie ihrer Begeisterung für Flora und Fauna.

Dieser ansprechende Bildband ist in drei Teile gegliedert, die wiederum in viele Unterthemen aufgeteilt sind. Während im ersten Abschnitt der Charakter eines wilden Nützlingsgartens beschrieben und eine Anregung für die Einbindung natürlicher Lebenskreisläufe im eigenen Garten geboten wird, befasst der zweite Teil sich mit den Nützlingen im Garten. Eine Vielzahl von kleinen tierischen Bewohnern wird dem Leser vorgestellt. Die Autorin beschränkt sich hierbei nicht auf eine detaillierte Aufzählung und Benennung, sondern liefert darüber hinaus ein richtiges kleines Portrait mit relevanten Informationen. Sonja Schwingesbauer nennt die wissenschaftliche Bezeichnung und Zugehörigkeit der Arten, schreibt über deren Lebensraum und Bedürfnisse, und gibt wertvolle Anregungen, dem jeweiligen Nützling den Aufenthalt im Garten schmackhaft zu machen. Farbaufnahmen erleichtern dem Laien die Bestimmung der kleinen Nützlinge. Der dritte Teil dieses Buches konzentriert sich vor allem auf die praktische Umsetzung in Form konkreter Vorschläge und Anleitungen zur Gestaltung von Gärten, Balkonen, Terrassen und Fensterbänken in wilde, lebenswerte und nützlingsfreundliche Lebensräume. Mein ganz besonderes Interesse galt der Anlage und Pflege einer Wildblumenwiese, den Informationen über Vogelfutterstationen, den Bau von Nistkästen für Vögel, Nützlingsunterkünften, Wildbienenpensionen und Insektenhotels sowie Igelhäuser. Exakte Bauanleitung und Informationen zu Standort und Anbringung sind wertvolle und unerlässliche Hilfen zur praktischen Umsetzung. Ich empfand auch die Informationen zum Schnitt und zur Pflege von Wildsträuchern und Bäumen sehr hilfreich, da hierbei nicht nur allgemeine Erfordernisse anfgeührt, sondern ganz gezielte Anleitungen und Begründungen dafür geliefert werden. Da es in jedem Garten sowohl Sonnen- als auch Schattenplätze gibt, nimmt Sonja Schwingesbauer auch darauf Rücksicht. In kleinen, farblich gestalteten Auflistungen findet man tolle Übersichten zu den vorgeschlagenen Pflanzen, deren Blütezeit, Farbe, Wuchshöhe, und unter der Rubrik „Besonderheiten“ sogar Informationen dazu, welchen Insekten sie Nahrung und Lebensraum bieten. Ein wichtiger Aspekt waren die Hinweise auf Gefahren in einem Garten, wie beispielsweise eine nächtliche Gartenbeleuchtung, Spiegel und Glasflächen, oder aber offene Schächte und Regenwassertonnen, die allesamt zu tödlichen Fallen für Wildtiere werden können. In den Ausführungen zur Anlage und Pflege eines natürlichen Kräuterrasens findet man neben tollen Tipps und Anleitungen sogar ein Rezept für Löwenzahnhonig. Das gesamte Buch punktet mit wunderschönen, zum Teil sogar großflächigen Fotografien und faszinierenden Makroaufnahmen von Wildtieren und Wildpflanzen, die diese Lektüre zu einem atemberaubenden Erlebnis machen. In einem umfangreichen, mit Seitenangaben versehenen Stichwortverzeichnis im Anhang kann man und gezielt konkrete Themen nachschlagen.

Fazit: „Wo die wilden Nützlinge wohnen“ ist ein höchst informativer und sehr praxisorientierter Bildband, ein Ratgeber für Menschen, deren Interesse der Natur, ihrem Kreislauf und der Vielfalt der Arten gilt. Er stellt eine Bereicherung für Naturfreunde dar, die ihren Garten zu einer Heimat für Wildpflanzen und Wildtiere machen und sich an ihrer Beobachtung erfreuen möchten. Sonja Schwingesbauer ist es vortrefflich gelungen, ihrer Liebe für die Natur und ihren Nützlingsgarten Ausdruck zu verleihen. Ihre Begeisterung wirkt hochgradig ansteckend und regt dazu an, sich unverzüglich ans Werk zu machen und die praktischen Inhalte dieses Buches im eigenen Garten umzusetzen. Beeindruckende Fotografien runden den tollen Gesamteindruck dieses Buches ab und machen es zu einem faszinierenden und überaus bereichernden Leseerlebnis.

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Rezensionen von heinoko:

Allmächd...

Komme, was Wolle von Steffi Hochfellner


Angelockt wurde ich durch die Verlagsankündigung und die darin enthaltenen Reizwörter wie „Nürnberg“ oder „Wolle“ oder „eigener Laden“, doch meine Erwartungen an das Buch waren nicht besonders hoch. In völliger Unkenntnis der Autorin war ich von einem mäßig gut, vielleicht sogar eher laienhaft geschriebenen Buch ausgegangen, nett angereichert mit ein paar kreativen Ideen.

Aber bereits nach wenigen Seiten Lektüre hatte sich Steffi Hochfellner völlig überraschend mitten in mein fränkisches Herz geschrieben und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen.
Worum geht es? Der Verlag beschreibt es so: „Die 34-jährige Franzi ist begeistert, als sie das Haus ihrer Großtante Gerlinde erbt, nebst dazugehörigem Kurzwarenladen und einem vorlauten Entenpaar. Mit Sack und Pack zieht sie von Nürnberg nach Ostfriesland – und stellt fest, dass erstmal gründlich saniert werden muss. Zum Glück kann sie auf die Hilfe einer patenten Rentner-Truppe und ihrer neuen Freunde Rieke und Joost zählen. Schnell rückt der Termin zur Neueröffnung der „Wunderkiste“ näher, doch immer wieder kommt es zu gemeinen Sabotageakten. Missgönnt jemand Franzi ihren Traum? Eins ist jedoch klar: Aufgeben gilt nicht!“
Zugegebenermaßen: Die erzählte Geschichte ist nicht anspruchsvoll, sie ist leicht lesbar, ein wenig klischeehaft, und sie geht märchenhaft gut aus. Aber wer will nicht zwischen all den schweren und problembehafteten Lektüren auch einmal etwas lesen, was einfach „nur“ unterhält? Steffi Hochfellner schreibt frisch und lebendig. Man erlebt mit ihrer sympathischen Heldin Franzi hautnah deren Gefühlsirrungen und –wirrungen, ist mit ihr fröhlich, traurig, mutig, verzagt oder hoffnungsfroh. Die Geschichte bleibt dabei stets spannend, denn manche rätselhaften Vorfälle erklären sich tatsächlich erst gegen Ende des Buches. Dass Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt Grundpfeiler des guten menschlichen Miteinanders sind, lässt uns die Autorin auf herzerwärmende Weise erleben. Aber auch, dass dem Ausleben von Kreativität eine besondere Kraft innewohnt, wird dem Leser auf durchaus ansteckende Weise nahe gebracht. Die als Bonus im Buch angefügten 15 Anleitungen n verschiedensten Techniken sind außerordentlich detailliert und sorgfältig ausgearbeitet und entsprechend gut nachzuarbeiten.
Fazit: Ein frisch-lebendig und warmherzig erzählter Roman, tierlieb, menschenfreundlich, amüsant, eine Brücke schlagend zwischen Süd und Nord. Ich habe mich als gebürtige Nürnbergerin und langjährige Wollgeschäft-Inhaberin bestens unterhalten gefühlt mit Weggla, Gniedla und Ostfriesentee , mit vollen Wollregalen, Entennachwuchs, schwierigen Nachbarn und gestrickten Mützen. Sehr empfehlenswert!

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Rezensionen von Gucci-Beerin:

So lustig wie Asterix und Obelix

Jubilate! von Johanna Alba; Jan Chorin

Meinung
Mir tut es in der Seele weh und mir fällt es ziemlich schwer, die richtigen Worte zu finden, da ich niemanden verletzten will. Leider kann ich mich der allgemeinen Meinung wieder einmal nicht anschließen. Das möchte ich hiermit begründen: Nachdem ich alle Leseproben der Reihe nach mit großer Begeisterung verschlungen hatte, von der Idee sehr angetan war und alle Bände auf meiner Wunschliste landeten, war ich natürlich auch über den Gewinn des Buches überaus glücklich.

Bedauerlicherweise musste ich nach dem ersten Drittel feststellen, dass der Krimi nicht meinen Erwartungen entsprach. Vielleicht habe ich ihn auch zu einem falschen Zeitpunkt gelesen. Es ist jetzt bereits das dritte Buch, bei dem ich persönlich völlig anderer Meinung bin als der Rest der Welt. Vielleicht hat mich die Hebamme bei meiner Geburt vor Schreck fallen lassen, ich weiß es nicht. Jedenfalls konnte ich mit der Story nichts anfangen. Ich empfand die Geschichte an den Haaren herbei gezogen und den Humor ziemlich anstrengend. Gelacht habe ich kein einziges Mal. Während der Leseproben empfand ich für Immaculata echte Sympathie, aber bei Jubilate! hielt ich sie ziemlich drastisch und überzogen in ihrem Verhalten dargestellt. Ihr Wesen erschien mir völlig unglaubwürdig und maßlos übertrieben. Es tat mir richtig weh, dass sie so dümmlich hingestellt wurde. Bei diesem Krimi musste ich unwillkürlich an einen Zeichentrickfilm denken. Keine Ahnung warum. Nicht nur mit Immaculata hatte ich so meine Probleme, sondern auch mit der kessen Pressesprecherin. Die kam völlig witzlos und regelrecht albern rüber. Die Frau hat also promoviert und ist überdurchschnittlich intelligent? Aha, und dann kaut die dem Papst während einer Autofahrt in einem kleinen Auto ein Ohr ab, labert ihn mit völlig belanglosem Zeug zu und weiß sich ihm gegenüber nicht richtig zu kleiden? Die Alte hätte ich längst achtkantig aus dem Vatikan geworfen und Immaculata in eine geschlossene Anstalt gesteckt. Ich habe das Buch nach Seite 128 enttäuscht beiseite gelegt, weil ich damit nichts anfangen konnte.

Als Krimi mit realen Personen kann ich mir die Story überhaupt nicht vorstellen, als Zeichentrickfilm im Stil von Asterix und Obelix (oder Dieter Bohlen) käme die Geschichte aufgrund der maßlos überdrehten Figuren denkbar gut rüber.

Fazit
Ein treudoofer Papst, der sich vor einer Gift und Galle spuckenden Haushälterin versteckt und eine unsympathische Pressesprecherin, zu der mir nix mehr einfällt … Meinen Wunschzettel habe ich inzwischen überarbeitet.

© 2019 Gucci-Beerin | Diese Rezension wurde maschinell erstellt und ist auch ohne Unterschrift gültig.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Ein wunderschön gestaltetes Backbuch mit Liebe zum Detail und vor allem zu Jane Austen

Tea Time mit Jane Austen von

Die Tea Time – eine Tradition, die sich nicht nur in Großbritannien enormer Beliebtheit erfreut. Tee und das Reichen von kleinen kulinarischen Köstlichkeiten wurden bereits zu Jane Austens Zeit am Nachmittag ausführlich zelebriert. Dies zeigt sich in vielen ihrer Romane sowie in der Überlieferung, dass Jane Austen auch in ihrer Familie für die Verwaltung des kostbaren Tees zuständig war.

Dieses Buch verbindet die besten Rezepte für eine genussreiche Tea Time – von Scones über feine Törtchen bis hin zu den typischen Sandwiches – bereichert durch die schönsten Zitate aus Jane Austens Romanen und vielen nostalgischen Abbildungen... (Klappentext)

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Wer mich kennt weiß, dass ich ein Jane Austen-Fan bin und auch, dass ich an schön gestalteten Koch- und Backbüchern nicht vorüber gehen kann. Dieses Backbuch vereint diese zwei Leidenschaften auf wunderbare Weise. Es ist nämlich nicht nur ein Backbuch, sondern enthält auch Zitate aus Jane Austen-Romanen und das in wunderschöner Aufmachung.

Einteilung

Jane Austen und ihre Liebe zu Tee

"Der Tee war für Jane nicht nur etwas ganz Besonderes, sondern er war auch ihre Aufgabe innerhalb ihrer Familie. Die Familie bewahrte den Tee - welcher in speziellen Dosen, meist mit dem Zucker oder Kandis zusammen gelagert wurde - in einer Kommode des Esszimmers auf und nur Jane hatte den Schlüssel zu dieser Kommode." (S. 8)

Natürlich haben Engländer prinzipielle eine ganz besondere Beziehung zu Tee und vor allem zu ihrer Teatime. Hier erhält man einen kleinen Einblick in Englands Tee-Geschichte, wieso die Teatime auch in Jane Austens Romanen eine wichtige Rolle spielt und in Jane Austens Tee-Alltag.

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Süße Kleinigkeiten

Hier finden sich traditionelle Rezepte, welche in ein neues Kleid gesteckt wurden, z.B. Madeleins, Butterplätzchen oder Himbeer-Mascarpone-Macarons mit Rosenwasser. Dieses Kleingebäck wird hier zum Hingucker für den einfache Kaffee- und Teetisch.

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Törtchen und kleines Gebäck

Wenn man durch die Rezepte von Cupcakes, Tartelettes und Mini-Küchlein und -Törtchen blättert, wird einem nicht nur der Mund wässrig. Man sieht die Etageren mit diesen bunten Köstlichkeiten regelrecht vor Augen.
Ich habe mich an die Küchlein mit Lemon Curd gewagt und ich habe diesen Geschmack nach Zitrone und die fluffige Konsistenz immer noch in herrlicher Erinnerung. Dieses Rezept wurde von mir auch aus dem Buch herausgepickt, um es auf meinem Blog vorzustellen.

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Kuchen

Auch hier trifft Tradition auf neue Ideen. Von Brownies mit dunkler Schokolade, über Mandelkuchen mit Himbeerkonfitüre, Cheesecake mit Rotem Beeren-Coulis, Beerenkuchen mit Macarons und Biskuitrolle mit Himbeer-Rossen-Mousse (um nur ein paar Rezepte zu erwähnen), lassen einem im Kuchenhimmel schweben.
Ich habe die Biskuitrolle ausprobiert und auch diese war absolut lecker. Vor allem der leichte Rosengeschmack machte diese zu etwas ganz besonderem.

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Sandwiches und Herzhaftes

In England wird zur Teatime nicht nur Süßes gereicht, sondern auch pikante Häppchen, allen voran Sandwiches. Dieses Kapitel beinhaltet leider nur drei Rezepte: Spargelröllchen mit Schinken und Spinat, Verschiedene Mini-Sandwiches zum Tee und die traditionellen Gurken-Frischkäse-Sandwiches.
Hier hätte ich mir etwas mehr Rezepte gewünscht, aber die Sandwich-Spargelröllchen waren ein Traum (nachdem ich den Schinken weggelassen habe, da ich keinen Schinken mag) und ließen mich schlußendlich darüber hinwegsehen.

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Die Rezepte sind verständlich erklärt, leicht nachzubacken und benötigen keine allzu ausgefallenen Zutaten. Es ist also auch für Backanfänger mit Grundkenntnissen gut geeignet. Ich persönlich finde jedoch, dass die süßen Leckereien wesentlich weniger Zucker benötigen. Mir war es manchmal viel zu süß, was jedoch Geschmackssache ist.
Jedes Rezept wird durch ein stimmungsvolles Bild in Szene gesetzt und lässt einem beim Betrachten schon das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Zwischendurch findet man Zitate und Auszüge aus den bekanntesten Jane Austen-Romanen, wie z.B. "Stolz und Vorurteil", "Emma", "Sinn und Sinnlichkeit", etc. Alle natürlich in Bezug auf die Teatime, die Teegesellschaft und die gereichten Häppchen. Hier findet man Illustrationen im Vintagestil, welche diese ebenso stimmungsvoll begleiten.

Fazit:
Hier eröffnet sich einem ein qualitativ hochwertiges Buch, dessen Liebe zum Detail und vor allem zu Jane Austen und der traditionellen Teatime auf jeder Seite spürbar ist. Dieses Backbuch lässt also jedes Janiete-Herz höher schlagen.
Es ist herrlich mit einer Tasse Earl Grey darin zu schmökern, Pläne für die nächste Teegesellschaft (in meinem Fall eher Besuch für ein, zwei Tassen Kaffee) mit köstlichem Gebäck zu schmieden und gleichzeitig von Jane Austen-Zitaten begleitet zu werden.

© Pink Anemone (mit vielen Bildern aus dem Buch & ein herausgepicktes Rezept wird vorgestellt)

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