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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von CanYouSeeMe:

Lustvolles Erwachen

Lotus House - Lustvolles Erwachen von Audrey Carlan

Die Yoga-Lehrerin Genevieve Harper findet nach dem tragischen Unfall ihrer Eltern Halt und Kraft im Lotus House. Als der attraktive Baseballspieler Trent Fox auftaucht und Privatstunden bucht, ist ihr zunächst alles andere als nach einem heißen Abenteuer. Doch sie ahnt nicht, dass Trent ihr zeigen wird, wie sinnlich die Kunst des Yogas sein kann …

"Lotus House - Lustvolles Erwachen" ist der Auftakt einer neuen Reihe der Autorin Audrey Carlan.

Nachdem ich bereits die "Calendar Girl" und "Dream Maker" Reihen verschlungen habe, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut.
Und es konnte meine Erwartungen erfüllen, wenn auch nur knapp.
Eine schöne Abwechslung ist die wechselnde Sicht der Protagonisten. Dadurch hatte ich das Gefühl sowohl Trent als auch Genevieve gut kennen lernen zu können. Beide Charaktere sind solide und einigermaßen vielschichtig aufgebaut, so dass es nicht all zu schnell langweilig wurde mit den beiden. Der Schreibstil liest sich sehr angenehm ´, sodass man kaum merkt, wie die Seiten nur so dahin fliegen.
Die Storyline konnte mich wenig überraschen, sie bleibt (wie ich finde eher typisch für das Genre) ein wenig flach und einige Wendungen waren entweder unnötig oder überzogen. Der Fokus ist durchaus stark auf die erotischen Szenen gesetzt, was stellenweise auch überzogen, beinah vulgär anmutet. Insgesamt ist es jedoch eine nette und runde Story, die frau gut zwischendurch "wegschnökern" kann.
Bei diesem Buch erwartet einen keine anspruchsvolle Literatur, sondern ein entspannt seichtes Buch für laue Sommerabende.

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Rezensionen von C. P.:

Vier Beispiele, wie das Wissen um sein Todesdatum das Leben beeinflussen kann

Die Unsterblichen von Benjamin Chloe

In der Hitze des Sommer von 1969 machen die vier jüdischen Geschwister Varya, Daniel, Klara und Simon eine Art Wahrsagerin ausfindig, von der gemunkelt wird, sie könne einem sein Todesdatum vorhersagen. Die folgenden Abschnitte handeln jeweils von einem der Geschwister in der Reihenfolge, wie ihnen das Todesdatum vorhergesagt wurde, angefangen beim Jüngsten der Kinder, Simon.

Das Buch begleitet je Abschnitt primär die jeweilige Person, dessen vorhergesagtes Todesdatum am nächsten liegt. Die Abschnitte liegen somit chronologisch hintereinander und greifen locker ineinander über. Schnell wird klar, dass den Kindern selbst als Erwachsene noch mulmig ist, je näher ihr Todesdatum rückt, obwohl sie doch eigentlich nicht daran glauben wollen. Dabei geht jeder anders mit dem Datum um, welches die Wahrsagerin ihnen in ihrer Kindheit voraussagte. Geprägt sind die Abschnitte vor allem durch den jeweiligen Charakter der betreffenden Person, entsprechend unterschiedlich gefielen mir die Abschnitte.
Vor allem den ersten Abschnitt mochte ich nicht. Hier hat die Autorin für meinen Geschmack zu tief in die Klischeekiste gegriffen. Nicht nur, dass mir Simons Egoismus und Rücksichtslosigkeit zuwider waren, hinzu gesellte sich eine Obszönität, welche es mir unmöglich machen, Zugang zum Charakter zu finden und welche auch sehr schnell erkennen ließ, welchem Schicksal Simon erliegen wird, einfach, weil es zur damaligen Zeit das Schicksal vieler war. Vieler, denen man das Klischee anlastete, welchem Simon im Roman entspricht. Sein Handeln entsprach von vornherein einer self fulfilling Prophecy, war frühzeitig absehbar und somit einfach nicht mehr spannend.
Die Abschnitte der anderen Geschwister gefielen mir von Mal zu Mal besser, wobei es mich störte, dass jeder der vier Geschwister eine charakterliche Auffälligkeit abbekommen hatte. Das war mir fast schon zuviel. Am besten gefielen mir die letzten beiden Abschnitte, da diese Charaktere trotz ihrer Macken noch am „normalsten“ und somit mir am zugänglichsten wirkten.
Vermisst habe ich in diesem Roman eine gewisse Leidenschaft, welche dem Buch mehr Spannung verliehen hätte. Alles wurde trocken runtererzählt wie ein Bericht und wirkte zu distanziert. Der Sprecher des Hörbuchs machte dies mit seiner monotonen Art leider noch schlimmer und ist in meinen Augen keine gute Wahl gewesen.

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Rezensionen von Gucci-Beerin:

Starker "Frauen-Psychothriller"

Einer wird sterben von Wiebke Lorenz

Schreibstil
Der Schreibstil und die Sprache sind richtig flott, also zeitgemäß, unkompliziert, klar, gerade heraus und direkt, aber nicht oberflächlich, so dass sich vor allem ein junges Publikum angesprochen fühlen mag. Ich persönlich empfand den Stil sehr angenehm. Der Autorin gelingt es hervorragend, Körperhaltung und Aussehen der Personen zu beschreiben.

Somit hatte ich immer ein ganz genaues Bild der Situation vor Augen. Das Buch ließ sich zügig lesen, was nicht allein an der Spannung lag, sondern auch am Layout - also dem Seitendruck: Ränder, Schriftgröße etc. waren für das Auge wohltuend, was aber natürlich dem Buchformat Paperback zuzuschreiben ist.

Meinung
Mich hat der Thriller von der ersten Seite an gefesselt und mitgenommen. Sowohl Ort und Zeit des Geschehens als auch die Anzahl der Figuren sind überschaubar. Alles spielt sich innerhalb weniger Tage in einer Wohnstraße ab, was mich irgendwie an ein kleines Schauspiel erinnerte. Die unverhofften Wendungen und Cliffhanger boten reichlich Nervenkitzel. Habe mich immer wieder dabei ertappt, wie ich vor Schreck auf meinem Sessel hin und her rutschte. Die Charaktere sind klug und raffiniert ausgearbeitet. Das Buch hat mich ein wenig an Das Paket von Sebastian Fitzek erinnert, nur mit dem Unterschied, dass Wiebke Lorenz Thriller mit Abstand sehr viel intelligenter aufgebaut ist. Obwohl ich bereits nach dem ersten Viertel ahnte, in welche Richtung die Geschichte sich entwickeln würde, hat das Ende mich nicht überrascht, dafür meine Vermutung bestätigt und zu allem Überfluss auch noch übertroffen. Mir war gar nicht bewusst, dass ich zu solch einer Schadenfreude fähig bin. Asche auf mein Haupt!

Fazit
Tolle Story, bin beeindruckt und begeistert. Nicht unbedingt ein Buch für Männer, aber als Frau habe ich mich sehr wohl angesprochen und bestens unterhalten gefühlt. Ich vergebe 5 Sterne und spreche eine klare Kaufempfehlung aus. Eignet sich übrigens hervorragend als Geschenk, denn das Buch ist wirklich ein Schmuckstück. Es wird auch nicht mein letzter Thriller dieser Autorin sein.

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Rezensionen von TanyBee:

Ein richtiger Schmöker

Das Verschwinden der Stephanie Mailer von Dicker Joël

Jesse Rosenberg ist erst 45, aber möchte sich aus dem Polizeidienst verabschieden. Er hat noch eine Woche zu arbeiten, da kommt eine Journalistin auf ihn zu und sagt ihm, dass er sich bei seinem ersten Fall geirrt habe, dass er nicht den richtigen Täter für den Vierfachmord gefunden hätte.
Die Sache lässt ihm keine Ruhe und so öffnet er die 20 Jahre alte Akte wieder.

„Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ spielt in Orphea, einem fiktiven Ort auf Long Island, und in New York. Der Vierfachmord geschah 1994 und im Jahr 2014 wird er wieder aufgerollt. Kann man nach so langer Zeit den wahren Täter finden?
Wie man aus dieser Inhaltsangabe schon herauslesen kann: eigentlich ist es eher ein Krimi als ein Roman. Es gibt Morde, es gibt Ermittler, es gibt die Frage: wer war’s? Die Handlung wird sehr verschachtelt erzählt, nach und nach werden immer mehr Puzzleteile preisgegeben. Und der Autor führt den Leser auf einige falsche Fährten! Es ist ein großes Vergnügen mit zu rätseln (und immer wieder zu scheitern).
Ein richtig guter Schmöker also, wie wir es von Joël Dicker gewohnt sind. Allerdings habe ich auch Kritikpunkte. Trotz des beachtlichen Umfangs von 672 Seiten bleiben sie Figuren seltsam blass. Die Handlung wir aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, die aber alle sehr ähnlich klingen und man kann nur anhand der Überschrift erkennen, wer nun spricht. Einige der Personen sind sehr überspitzt dargestellt, was mir manchmal gefallen hat und manchmal ist es einfach übertrieben.
Ich habe alle drei bisher erschienen Bücher von Joel Dicker gelesen und mein Lieblingsbuch von ihm ist „Die Geschichte der Baltimores“. Mit dem Buch kann „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ nicht ganz mithalten. Aber da lag die Latte auch sehr hoch.
Fazit: ein wunderbarer Schmöker, eher ein Krimi als ein Roman, mit vielen Überraschungen. Ich bin sehr gespannt, was Herr Dicker als nächstes abliefert, ich werde es auf jeden Fall lesen.

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Rezensionen von Laszlo Zoltan:

Die Macht des geschriebenen Wortes

Der Stotterer von Charles Lewinsky

Am Anfang war das Wort und der Protagonist des Romans, Johannes Hosea Stärckle, bemächtigt sich unglaublich geschickt der Macht des geschriebenen Wortes. Für den Leser nicht fassbar schlüpft er gekonnt in die Rollen der unterschiedlichsten Verfasser von Texten, um somit sein Leben als Stotterer zu fristen.

Dass er dabei die Wahrheit immer wieder ins Hintertreffen geraten lässt, amüsiert den Leser und stellt ihn selbst zum Schluss zufrieden. Unterhaltung und Erzählkunst in mustergültiger Ausprägung.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Madame Piaf und das Lied der Liebe

Madame Piaf und das Lied der Liebe von Michelle Marly

Dieses Buch ist eine Mischung aus Roman und Biografie, die sich um die Jahre vor dem "Absturz" von Edith Piaf drehen. Die Idee zu dem Buch gefällt mir äußerst gut und man hat hierdurch eine Chance das Leben der berühmten Sängerin aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wirklich packen konnte mich die Darstellung der Protagonistin jedoch nicht - woran es genau liegt kann ich gar nicht richtig in Worte packen.

Es fehlte einfach der letzte Funke, der mich in die Story hinein zog und mich begeistern konnte. Die ständigen Liebeleien und Rangkämpfe mit Yves waren mir eher gleichgültig, was der Handlung einen faden Beigeschmack bescherte...
Ob es nun an der Figur an sich, oder an dieser spezifischen Darstellung lag - die Storyline war fad und die Charaktere oberflächlich gezeichnet.
Emotional konnte mich das Nachwort am meisten packen. Sehr schade für das Buch, denn ich habe es eher aus Pflichtgefühl ausgelesen, statt aus echtem Interesse an der Handlung.

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Rezensionen von C. P.:

Wunderbar ausgearbeiteter Einstieg in eine High Fantasy Quest

Gerwod I von Salvatore Treccarichi

Die Schlacht im Alten Wald vor 321 Jahren beendete den damaligen großen Krieg. Eine neue Ära begann auf dem Kontinent Heliadan. Kaum einer weiß mehr, was damals wirklich geschah, zu einer Zeit, als noch magische Artefakte ihren Einsatz fanden. An jener vergessenen Stelle, zwischen den verrottenden Rüstungen der damaligen Krieger, entdeckt Waldkehr Gerold einen Kasten, der ihn wie magisch anzuziehen scheint.

Doch durch das Öffnen wird nicht nur ein lange verschollenes magisches Artefakt befreit, sondern der einstige Kampf zwischen Gut und Böse erneut entfacht, diesmal auf grausame Weise…
Gerwod 1 ist der Auftakt einer mehrbändigen High Fantasy Saga. Der Autor hat hierfür eine wundervolle, neue Welt erdacht mit Alten Völkern und Kreaturen, welche gemeinsam mit den Menschen auf Heliadan leben. Im Gegensatz zu anderen Autoren hat er sich nicht den gängigen Wesen wie Elfen und Zwergen bedient, sondern sich komplett neue Wesen erschaffen wie den Waldkehren, Nachtalpen, Zähhäuter, Sandläufern und Nachtgreifen, nur um einige zu nennen. Dies macht die Gerwod-Saga auf jeden Fall zu etwas ganz Besonderem!
Inhaltlich erfährt man in Band 1, wie das Böse langsam erwacht, wie ein uralter Bund sich neu formiert und erste Schritte unternommen werden, um das Böse zu bekämpfen. Die Welt ist mittelalterlich orientiert und wunderbar ausgearbeitet. Es gibt mehrere Karten im Buch, anhand derer man sich wunderbar orientieren kann. Zudem hat der Autor es sich nicht nehmen lassen, seine Welt so zu beschreiben, als wäre man mitten drin. Mehrfach hatte ich beim Lesen das Gefühl, ich könne die Atmosphäre spüren, den Duft des Waldes riechen, dem Knistern und Knacken des Kaminfeuers lauschen und Seite an Seite mit den Charakteren die Welt bereisen. Und auch die Handlung ist wunderbar erdacht, es bilden sich mehrere Handlungsstränge, welche sich treffen und wieder trennen und dadurch eine angenehme Komplexität erzeugen, wie ich es von guter High Fantasy erwarte. Unvorhersehbare Wendungen sorgen für zusätzliche Spannung.
Der Erzählstil ist angenehm ruhig und beschreibend, man wird nicht von Seite zu Seite gehetzt sondern kann die Story richtig genießen. Einziges Manko ist, dass es leider in Band 1 noch mehrfach zu Wiederholungen von Aussagen und Details kommt. Das störte mich schon, wenn ich zum wiederholten Mal etwas las, was ich doch bereits längst wusste. Diese Kritik ist allerdings lediglich stilistisch und ändert nichts an dem wunderbar erdachten Abenteuer selbst.
„Gerwod 1 – Das Artefakt“ ist ein gelungener Einstieg in eine mehrbändige High Fantasy Quest mit aussergewöhnlichen Wesen und einer beim Lesen spürbaren, fantastischen Atmosphäre.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Traurige Heimkehr

Die Bildermacherin von Christiane Omasreiter; Kathrin Scheck

Die angesagte Modefotografin Amalia hält sich gerade in Kenia auf, als sie vom Tod ihrer Großmutter Zille erfährt. Sie hatte ein inniges Verhältnis zu ihr, denn nach dem Unfalltod der Eltern wurde sie von hier aufgezogen, erfuhr viel Liebe und Unterstützung. Sie kommt eben noch rechtzeitig zur Beerdigung und ist wie vor den Kopf geschlagen, als sie erfährt, dass ihre Großmutter erschossen wurde.

Wahrscheinlich ein Querschläger eines unvorsichtigen Jägers, doch als diese These von der Polizei in vorsätzlichen Mord umgewandelt wird und Amalias Nachfragen bei Weggefährten der Großmutter auf Schweigen stößt, beginnt sie in der Vergangenheit zu stöbern.
Der Titel „Die Bildermacherin“ bezieht sich auf den Beruf der Großmutter, auch sie war Fotografin mit einem kleinen Atelier und Laden. Sie fotografiert auf Hochzeiten und bei großen festlichen Ereignissen, ihr Fotobestand ist fast ein kleines historisches Archiv für Pfunders.
Und tatsächlich spielt die Geschichte dieser kleinen Südtiroler Ortschaft eine große Rolle in diesem Kriminalroman. Südtirols Vergangenheit zwischen den Weltkriegen und die Nachkriegszeit ist von großen gesellschaftlichen Verwerfungen geprägt. Südtirol kam zu Italien und nicht zu Österreich, wie es der Wunsch der Bewohner gewesen wäre. Die neue Staatsmacht Italien versuchte ihren Einfluss zu festigen. Alle relevanten Stellen wurden mit „importierten“ italienischen Fachkräften besetzt, die deutschsprachen Südtiroler deutlich benachteiligt. Der Widerstand manifestierte sich in Anschlägen und Sabotageakten, vor allem die jungen Leute engagierten sich. Dabei wohl auch die Zille und ihre Freunde.
Das Autorinnenduo hat den historischen Hintergrund dieses Krimis unaufdringlich, aber sehr authentisch und interessant in die Handlung eingebaut. Das hat mir an diesem Buch sehr gut gefallen, ein Krimi, der nicht nur spannend unterhalten will, sondern auch viel Wissenswertes dem Leser mitgibt. Die Figuren sind allesamt sehr realistisch dargestellt, wobei ich allerdings anmerken möchte, dass sich Amalia für meinen Geschmack zu schnell von der weltgewandten, vielgereisten Fotografin zur Frau mit Sehnsucht nach ihren Wurzeln in den Südtiroler Bergen wandelt – den Wunsch nach Familie und Kindern eingeschlossen.
Sehr gut gefallen hat mir die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, das ist sehr schlüssig aufgebaut und bringt fortlaufend Spannung und Tempo in den Plot.
Natürlich bietet die wunderschöne Landschaft einen idealen Hintergrund für den Krimi und Südtirol Fans kommen mit den bildhaften Beschreibungen auf ihre Kosten.
Ein guter und klassisch aufgebauter Krimi, denn ich gerne empfehle.

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Rezensionen von Ele:

Matildas Rache

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. von Läckberg

Golden Cage Trau ihm nicht, trau niemanden. Thriller von Camilla Läckberg, 368 Seiten, erschienen im List-Verlag.
Faye ist Jack hörig, als er ihr alles nimmt, schwört sie bittere Rache.
Faye und Jack sind das Traumpaar schlechthin, doch wie sieht es hinter den Kulissen aus? Obwohl Faye einschlägig beigetragen hat ein gewaltiges Firmenimperium aufzubauen, behandelt er sie schlecht.

Er demütigt sie wo er nur kann, verachtet sie, hält sie vom Geschäftsleben fern und betrügt sie auch noch nach Strich und Faden. Als Faye dahinter kommt, trennt er sich von ihr und lässt sie am Boden zerstört und ohne Geld zurück. Doch er hat sich gewaltig in ihr getäuscht. Sie ist eine starke Frau und hat es immer geschafft, sich aus einem Schlamassel zu befreien. Wie Phönix aus der Asche steigt Faye empor und versucht Jacks Leben zu zerstören. Wird ihr die perfekte Rache gelingen?
Dieses Buch ist in zwei Zeitebenen verfasst. In der Gegenwart, dies ist gekennzeichnet durch die in Großbuchstaben geschriebenen ersten Wörter. Und in der Vergangenheit, überschrieben mit dem Ort des Geschehens und einer Jahreszahl. An jeder Stelle des Buches konnte somit der Überblick gewahrt bleiben. Der Vergangenheitsstrang ist zusätzlich in der Ich-Form geschrieben somit ist der Leser absolut nah dran am Geschehen. Dagegen ist der Gegenwartsstrang in der auktorialen Erzählweise verfasst, ganz klar hebt sich somit die Vergangenheit von der Gegenwart ab. Dazwischen in kursiver Schrift und somit klar vom Verlauf der Erzählung getrennt, der Kriminalfall in Bruchstücken über die Ermittlungsarbeit der Polizei und die Konfrontation der Protagonistin mit dem Verschwinden ihrer Tochter.
Was für ein grandioses Buch – ich bin fast sprachlos. Was für eine facettenreiche, emotionsgeladene, genial erdachte Geschichte ist Camilla Läckberg hier gelungen! Selten hat ein Buch bei mir solche Emotionen ausgelöst. Ich mag die Thriller der Autorin schon lange und habe ihre Fjällbacka Fälle sehr genossen, aber dieses Buch hat mich restlos begeistert. Hat mich verblüfft und überrascht, hat mich zum Weinen, zum Lachen und um den Schlaf gebracht. Ich habe es genossen, wie die Protagonistin ihren Exmann regelrecht zerlegt hat. Natürlich kann ich mir vorstellen, dass es im realen Leben nicht so glatt von statten geht, und doch habe ich mich köstlich amüsiert. Ein Schicksalsschlag lässt den Leser auch schnell auf den Boden der Tatsachen zurückkommen, das war unheimlich traurig. Der Anfang beginnt recht ruhig, obwohl man schon zu Beginn ein Verbrechen erahnt. Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite und ich hätte noch ewig weiterlesen können. Kaum meint man alles zu wissen folgt die nächste ungeahnte Wendung. Der effektvoll inszenierte Schluss hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Buch bei der weiblichen Leserschaft besser ankommt.
Die Charaktere waren unglaublich echt. Die Gedankengänge von Faye konnte ich absolut nachvollziehen, sie gehört nicht unbedingt nur zu den Guten, ich mochte sie aber trotzdem gerne. Auch die anderen Figuren handelten glaubhaft und nachvollziehbar. Die Story ist trickreich und doch kann man dem Plot zu jeder Zeit folgen. Der Schreibstil von C. Läckberg lässt ein flüssiges und schnelles Lesen zu, viel zu bald war ich am Ende angekommen.
Ein neues Lieblingsbuch für mich, welches ich so oft ich kann empfehlen werde. 5 Sterne unbedingt.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Interessanter Roadtrip

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. von Läckberg

Ich mag Roadtrip-Bücher, speziell wenn sich ältere Protagonisten auf einen solchen wagen. Eine davon ist Evie, 75, und verbannt sich nach dem Tod ihres Mannes selbst in ein Alterheim. Okay, das war ihre eigene Idee, die sie bald bereut. Nach einem langen Leben mit Mann und Sohn ist es ihr langweilig, sie kommt sich nutzlos vor.

Eines Tages beschliesst sie Sheldon Lodge zu verlassen und haut ab. Ganz ohne Plan fährt sie zuerst nach Dublin, wo sie sich neu einkleidet. Naiv setzt sie auf ihre Glückszahl und gewinnt. Spontan fährt sie zum Flughafen und fliegt nach Liverpool. Nach einigen Tagen setzt sie nach Frankreich über, kauft sich ein kleines Wohnmobil und fährt los.

Unterwegs trifft sie auf die unterschiedlichsten Menschen - besonders bei denen, die ihr unsympathisch sind, erfindet sich Evie neu. Manchmal ist sie eine alternde Schauspielerin, manchmal sich selbst, doch sie geniesst ihre Reise immer mehr. Sie merkt, wie sie all die Jahre immer nur funktionierte, nie aber über ihren Horizont herauskam, jetzt wird sie von Tag zu Tag mutiger und entdeckt ihre Stärken. Wieder zurück nach Sheldon Lodge? Nein, denn 75 ist ja kein Alter!

Während Evie auf Tour ist, wird sie von ihrem Sohn Brendan gesucht. Kurzerhand fährt er ihr nach, und ist immer zu spät. Gerne wäre Brendan ihr alleine nachgereist, doch seine Frau Maura will mit. Auch ihm hätte eine Auszeit gut getan, die jahrelang kinderlose Ehe und gegensätzliche Interessen haben ihre Spuren hinterlassen.

Brendan und Maura mochte ich beide nicht. Von mir aus wäre das Buch ohne die beiden ausgekommen, zwischendurch mal einen Anruf aus Dublin von Brendan hätte völlig gereicht.

Die aus zwei Erzählsträngen (Brendan und Evie) zusammengeschusterte Geschichte liest sich flüssig, man ist sofort in der Story drin. Ich war gespannt, wo Evies Reise sie überall hinführt, wem sie alles begegnet und wie ihre Geschichte endet.

Leider brachte Brendans zwar glaubhafte Krise, aber dennoch unnötige Geschichte, Längen in die Erzählung hinein. Deshalb sinkt meine Punktezahl runter auf 3.5, Evies Story alleine hätte 5 Punkte verdient. Die tollen Erlebnisse und Begegnungen, mit und ohne Sprachbarrieren sind hervorragend und amüsant geschildert.

Fazit: Interessanter Roadtrip einer 75jährigen, der mir mit nur ihrem Erzählstrang um Welten besser gefallen hätte.
3.5 Punkte.

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