Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Will Trent trifft Jack Reacher
Goldwäsche von Karin Slaughter; Karin/Lee Slaughter/Child
Goldwäsche ist kein langer Text, aber inhaltlich gut auf die Länge abgestimmt.
Im Mittelpunkt die Serienhelden Will Trent und Jack Reacher.
Die Dialoge sind auf cool gemacht, wie ich es eigentlich nur aus Trivialliteratur kenne, so weit würde ich bei diesem Buch aber nicht gehen.
Es gibt einige gute Passagen.
Will ist sympathischer, aber der einsame Wolf Jack Reacher ist eindrucksvoller. Genrebedingt klischeehaft wirken beide.
Die Geschichte an sich hat mir ganz gut gefallen.
Noch habe ich keinen Roman von Karen Slaughter oder Lee Child gelesen und ich dachte, ein kurzer Text wäre ein guter Einstieg. Aber es bleibt der Eindruck, Goldwäsche ist doch eher ein Bonbon für die Fans dieser Thrillerreihen um Will Trent und Jack Reacher.
Rezensionen von C. P.:
Zeitreiseabenteuer mit schwächelnder Spannung
Goldwäsche von Karin Slaughter; Karin/Lee Slaughter/Child
Carrie ist eine gebürtige Hexe. Durch ein tragisches Ereignis verlor sie jedoch ihre Hexenkräfte, so dass die 17-jährige von der Magischen Schule nun an eine französische Privatschule wechseln muss. Und auch sonst gestaltet sich der Alltag ohne Magie für sie zunächst recht ungewohnt. Als Mitschüler Francis mitbekommt, dass sie eine Nachfahrin des Malers Leonardo Da Vinci ist, wandelt sich seine Ablehnung ihr gegenüber plötzlich in übersteigertes Interesse.
Denn auf seiner Familie liegt ein uralter Fluch, und Carrie könnte seine Rettung sein…
Anfangs lernt man Carrie kennen, für die es noch ungewohnt ist, selbst alltägliche Kleinigkeiten ohne Magie zu meistern, während ihre Familie weiterhin Magie nutzen kann. Mal eben die Haare magisch zurechtmachen? Fehlanzeige! Und mit dem Haareisen steht Carrie auf Kriegsfuß… An ihrer neuen Schule findet sie recht schnell Anschluss, wobei sich der Freund ihrer neuen Freundin Valerie regelrecht aufdrängt, die Projektarbeit im Fach Geschichte mit Carrie zu erarbeiten. Und ehe sie sich versieht, landen beide in der Vergangenheit, Carrie allerdings unfreiwilig. Und zunächst alles andere als erfolgreich. Denn Francis will sie dazu benutzen, den Familienfluch zu besiegen, während Carrie ihn regelrecht anschmachtet, obwohl er doch bereits vergeben ist. Das war so ein Punkt, welcher mir nicht gefiel, da der Partner einer Freundin tabu sein sollte. Wobei aber auch Francis keine Glanzleistung hinlegte, wie er sich seiner Freundin gegenüber verhielt. Dies und sein Hang zum Alleingang während der Zeitreisen machte mir ihn im Laufe der Erzählung doch recht unsympathisch.
Die Abenteuer selbst waren gut erdacht, wobei ich mir gewünscht hätte, die beiden würden auf mehr Stolpersteine stoßen, um die Dramatik zu erhöhen. Auch kam die Anwendung von Magie etwas kurz. Sehr gefallen hat mir die Einführung des Charakters Lucius, über den ich an dieser Stelle nichts verraten möchte, um nicht zu spoilern. Von dem hätte ich mir mehr Szenen gewünscht, er blieb mir zu sehr im Hintergrund. Ich hoffe, dass er im zweiten Band eine wichtigere Rolle einnimmt. Zumal das Buch mit einem interessanten Cliffhanger endet.
Leider blieben einige Fragen offen, welche bei mir teilweise das Gefühl der Unstimmigkeit hinterließen, wie z. B., warum ein Gemälde in Familienbesitz zwischendurch an ganz anderer Stelle vorkommt oder woher Francis das Geheimnis der Zeitreisen kannte. Ebenfalls wurde Carries Vater zu Beginn erwähnt, tauchte jedoch mit keinem weiteren Wort wieder auf. Dies und noch so ein paar andere Dinge machten die Erzählung etwas unrund. Gepaart mit der geringen Spannung wegen zu weniger Hindernisse und Francis‘ wiederholter Egozentrik hielt sich meine Begeisterung etwas in Grenzen.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Angenehmer historischer Schmöker voller Hamburg-Flair
Die Villa an der Elbchaussee von Lena Johannson
Lena Johannson hat mit diesem Roman einen soliden Auftakt der Hannemann’schen Familiengeschichte erschaffen und entführt die Leser in das Hamburg der frühen 1920er Jahre.
Im Mittelpunkt der Handlung steht das junge Fräulein Friederike (kurz: Frieda) Hannemann, von ihrem Vater liebevoll "Sternchen" genannt – Tochter einer in Hamburg hoch angesehenen Kaufmannsfamilie, die mit Kakao handelt.
Das Unternehmen Hannemann & Tietz soll eines Tages von Friedas älterem Bruder Hans übernommen werden, während von Frieda lediglich erwartet wird, dass sie sich vorteilhaft vermählt. Dennoch fördert ihr Vater Friedas kaufmännisches Interesse - schließlich soll sie sich später mit ihrem Gatten auf Augenhöhe unterhalten können. Viel lieber als eine Vorzeige-Ehefrau zu werden, würde Frieda allerdings weiterhin in der Schokoladenküche werkeln und neue Köstlichkeiten kreieren. Sie ahnt nicht, wie brisant die finanzielle Lage der Familie ist. Es sind wirtschaftlich schwierige Zeiten; der Krieg ist zwar vorbei, aber viele Menschen hungern. Das Importgeschäft unterliegt Handelsbeschränkungen und Hans, auf den solch große Hoffnungen für die Zukunft gesetzt wurden, kehrt als Kriegsinvalide heim. Nicht nur sein Körper hat Schaden genommen – der Krieg hat ihn, wie so viele junge Männer – dramatisch verändert und schwere psychische Wunden hinterlassen, die aus dem einst vernünftigen, unbeschwerten Jungen einen verbitterten Mann gemacht haben. Auch Friedas beste Freundin Clara Mendel, eine Jüdin, mit deren Familie die Hannemanns seit Jahren befreundet sind, verhält sich eigenartig. Bald schon fühlt Frieda sich mit all ihren Sorgen völlig alleingelassen, erst recht, als auch noch ihr Vater schwer erkrankt. Von Mutter Rosemarie kann sie hinsichtlich der Ausrichtung des jährlichen Kakao-Dinners, dessen Erfolg überlebenswichtig für das Familienunternehmen ist, wenig Unterstützung erwarten: "Für Rosemarie Hannemann bestand ihr Lebenswerk darin, zwei gesunde Kinder zur Welt gebracht zu haben, […] stets nach der neuesten Mode gekleidet zu sein und hübsch auszusehen." Dass die selbstbewusste Frieda ihren eigenen Kopf hat und sich störrisch weigert, das Denken den Männern zu überlassen, stört die Mutter gewaltig. Wenigstens auf ihren Freund aus Kindertagen kann Frieda sich verlassen – die Freude ist groß, als Ernst aus dem Krieg zurückkehrt. Und dann ist da auch noch der geheimnisvolle Herr Jensen, ein gutaussehender Fremder, der Frieda nicht mehr aus dem Kopf geht…
Der sehr angenehme Schreibstil hat mich vor allem mit der Vielzahl an dialektischen Elementen und den bildreichen, atmosphärischen Beschreibungen der Stadtviertel Hamburgs begeistert. Insbesondere für Kenner der Stadt wird dieser Roman viele Aha-Momente bieten; ein Stadtplan im Innencover des Buches sowie eine Auflistung alter und neuer Straßennamen im Anhang waren eine willkommene Ergänzung. Man erkundet zusammen mit Frieda den Hafen und die Speicherstadt, begegnet wohlhabenden Familien bei Geschäftsessen, aber auch der verarmten Arbeiterschaft in den Gängevierteln. Meine liebste Figur war mit Abstand Ulli (Ulrike), eine mittellose junge Frau, die verzweifelt versucht, finanziell für ihre kranke Mutter und ihre kleine taubstumme Schwester Marianne zu sorgen. Ulli hat zwar "Haare auf den Zähnen" und kann fluchen wie ein Kutscher, aber sie hat das Herz am rechten Fleck und wird für Frieda eine verlässliche Freundin. Weniger authentisch erschien mir Friedas Freundschaft mit Clara, in der Geheimnisse, Missverständnisse und Feindseligkeiten dominieren; bei einer jahrelangen Freundschaft hätten beide Seiten sich eigentlich mehr umeinander bemühen und nicht gleich beleidigt sein sollen. Während des Lesens habe ich mich ernsthaft gefragt, wie die zwei Mädchen überhaupt miteinander ausgekommen sein sollen in der Vergangenheit. Diese angeblich innige Bindung habe ich ihnen nicht abkaufen können. Die Handlung des Werkes umspannt den Zeitraum der Jahre 1919 bis 1924; schon jetzt heizt sich die Stimmung gegen die jüdische Bevölkerung immer mehr auf. Ich bin gespannt, wie es Claras Familie in der Zukunft ergehen wird.
Interessant fand ich, dass am Schicksal von Hans auch das emotionale Leid der Kriegsheimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg verdeutlicht wurde...und die daraus resultierenden Probleme für ihr Umfeld. Die traumatisierten Männer waren im Grunde völlig gesellschaftsunfähig, stürzten sich oft in Drogen und Alkoholeskapaden und verhielten sich eher rücksichtslos ihren Mitmenschen gegenüber. Ernst hingegen war ein kleiner Sonnenschein; er hat sich seinen Humor bewahrt und ich bewundere ihn für seine Geschäftstüchtigkeit und seinen Tatendrang. Ich bin mir sicher, dass er in den Folgewerken dieser Buchreihe gewiss seinen Weg gehen wird. Vielleicht sogar mit Frieda an seiner Seite?
Das Ende lässt erahnen, dass es weiterhin aufregend bleiben wird; Frieda hat in Herzensdingen eine Entscheidung getroffen, die viel Entwicklungsspielraum - positiv wie negativ - bietet. Auch die im Buchtitel genannte Villa findet erst gegen Ende des Romans eine Erwähnung und wird als neues Zuhause wohl die Ausgangslage für die Folgewerke bilden.
Fazit: Ein gut recherchierter historischer Roman, der speziell die damalige Rolle der Frau näher beleuchtet.
Rezensionen von NR:
Ein Wanderführer für Familien und Genießer
Wanderbuch Unterinntal von Hans Fischlmaier
Hans Fischlmaier stellt in seinem Buch 51 leichte bis mittelschwere Touren und 14 schwere Touren vor. Für jede der neun Regionen gibt es eine farbige topographische Übersichtskarte. Außerdem gibt er Auskunft über Anfahrt, Wegbeschaffenheit und Einkehrmöglichkeiten. Zusätzlich gibt es Tipps zu alternativen Routen, zur Kultur und den regionalen Besonderheiten.
Es ist ein übersichtliches Wanderbuch mit schönen Bildern, das Lust darauf macht das Unterinntal zu erkunden.
Rezensionen von Amena25:
Geniale Reihe
Schneewittchensarg von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson
Auch der 7. Band aus der Feder des deutsch-schwedischen Autorenduos Voosen und Danielsson kann überzeugen.
Die beiden ungleichen Kommissarinnen Ingrid Nyström und Stina Forss, die schon seit dem ersten Band kein wirklich gutes Team bilden, sind nun, nach einigen Geschehnissen, die im Vorgängerband eine zentrale Rolle spielen, distanzierter denn je.
Forss geht, stur wie immer, ihren eigenen Weg, während Ingrid Nyström dieses Mal an ihre persönlichen Grenzen zu kommen scheint. Gerade ihre Unterschiedlichkeit macht die beiden zu einem interessanten Ermittlerduo, doch auch Nebenfiguren wie Hugo Delgado, Anette Hultin oder Lasse Knutsson sind unverwechselbare Charaktere.
Dieser Fall führt zurück ins Jahr 1971. Gunnar Gustavsson, Erbe der größten Glashütte im Ort heiratet Berit Thurstan, das schönste Mädchen des Dorfes und auch Tochter eines Glashüttenbesitzers – ein rauschendes Fest mit über zweihundert Gästen. Mit der Hochzeit sollen auch die beiden Firmen fusionieren. Doch bei der Brautentführung, eigentlich eine österreichische Tradition, auf die der Stiefbruder Berits bestanden hatte, verschwindet die Braut für immer. Fast fünfzig Jahre später taucht sie im Rahmen einer Ausstellungseröffnung wieder auf. Ihr skelettierter Leichnam befindet sich, samt Hochzeitskleid, in einem gläsernen Sarg. Ein makabrer Scherz? Nyström und Forss ermitteln und müssen dabei tief in der Vergangenheit graben. Dabei rücken neben der Familie Gustavsson auch andere Glashüttenbesitzer ins Zentrum der Ermittlungen. Im Laufe der Ermittlungen ergibt sich ein völlig anderes Bild von der schönen Braut. Berit war offenbar eine lebenshungrige, selbstbewusste und experimentierfreudige junge Frau und Künstlerin, die nicht in das Korsett des Familienbetriebs auf dem Lande gepasst hätte. Hat womöglich Gunnar Gustavsson seine eigene Braut beseitigt?
Der Fall ist äußerst verzwickt, immer wieder rücken neue Verdächtige in den Fokus. Neben der Spannung gibt es außer Nyströms und Forss privaten Problemen auch genug zu schmunzeln, wenn zum Beispiel Lasse Knutsson über seine Steinzeit-Diät grübelt oder Hugo Delgado am Telefon flirtet und seinen Männerphantasien freien Lauf lässt.
Die Vorgängerbände muss man nicht unbedingt gelesen haben, allerdings sollte man sie sich nicht entgehen lassen.
Rezensionen von Bibliomarie:
Umwege sind auch schön
Meistens kommt es anders, wenn man denkt von Hülsmann Petra
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Nele hat sich von ihrem Freund Tobi getrennt, höchste Zeit konstatieren ihre Freunde. Aber wenn es mit der Liebe nicht klappt, gibt es immer noch ihren Beruf. Da sieht es nämlich toll aus. Nele hat einen Job in einer PR Agentur ergattert, den sie schon immer haben wollte. Vier Bewerbungen waren vergeblich und nun hat es geklappt.
Sie ist happy und wird auch gleich mit einer Kampagne betraut. Sie soll einem Hamburger Politiker vor der Wahl zu besseren Umfrage- und Sympathiewerten verhelfen. Eine Herausforderung, wie sie erkennt, als sie den Mann kennenlernt.
Aber auch in ihrer Familie wird es turbulent. Ihr Bruder Lenny, ein junger Mann mit Trisomie 21 möchte sich endlich von den Eltern abnabeln und eine eigene Wohnung beziehen, das geht aber nur mit Neles Hilfe, denn die Eltern sind davon nicht begeistert. Die wiederum möchten nach dreißig Jahren Partnerschaft nun endlich heiraten und stützen sich auf Neles Organisationstalent. Und dann ist da noch Claas, Neles Chef – der ihr viel mehr Herzklopfen verursacht, als gesund ist.
In Petra Hülsmanns Romanen ist man gleich nach einigen Seiten wieder mitten in der großen Familie. Besonders, wenn man einen oder zwei der Vorgängerbücher kennt. Es ist eine liebenswerte Gewohnheit, dass immer mal eine Figur einen kleinen Auftritt bekommt, wie Knut der Taxisfahrer aus dem Kiez, der immer eine Lebensweisheit in petto hat. Wenn ich zu einem neuen Buch der Autorin greife, weiß ich also immer was mich erwartet: einige Stunden leichter und amüsanter Unterhaltung mit genau dem Ende, das man sich vorgestellt hat. Witzige Szenen lockern auf und sorgen dafür, dass der Roman nicht unter die Kitschgrenze rutscht.
Mit Kindern und knuddeligen Tieren kann man auch immer punkten. In diesem Buch ist es eine niedliche Mischlingshündin namens Sally und Part des Kindes nimmt der liebenswerte Lenny mit seinem sanften, kindlichen Gemüt ein.
Der Roman war genau die richtige Lektüre für einen sonnigen Tag auf dem Balkon. Es war alles dabei, was ich an Hülsmanns Romane mag, allumfassendes Happy End inklusive.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Die Story um Rory
Whisky für den Mörder von Melinda Mullet
Kaum ist Abi wieder zurück in Balfour, stolpert sie - besser gesagt ihr Hund Liam - über alte vergrabene Knochen. Wem die wohl gehören mögen? Sie kann sich nicht mal richtig in Ruhe nach dem Wohlbefinden ihrer Angestellten in der Destillerie erkunden, denn Patrick überredet sie kurz nach dem Knochenfund einen Event in der Whiskybrennerei abzuhalten - der bereits in den nächsten paar Tagen stattfinden soll.
Zudem muss sie für einen ehemaligen Rockstar als Fotojournalist getarnt Leibwächter spielen und schafft sie sich auch noch neue Haustiere an.
Nein, langweilig wird es Abi so schnell nicht. Es sind viele Baustellen, die sie auf Trab halten und alle Bereiche (privat, Beruf, Whiskybrennerei, Dorfhistorie) abdecken.
Im Vordergrund steht aber die Story um den ehemaligen Rockstar Rory. Einige seiner Bandmitglieder sind in letzter Zeit gestorben oder verunfallt, und auf die Galerie seiner Tochter wurde ein Raubüberfall verübt. Die Polizei ist überzeugt, dass alles zusammen hängt und es jemand auf Rory abgesehen hat. Abi, getarnt als Fotografin, wird zur Ansprechperson von Rory; auf einem Konzert lernt sie frühere Weggefährten von Rory kennen und versucht nun herauszufinden, wer einen Grund hat, Rory zu schaden.
Der Krimi hat von der ersten Seite an ein schnelles Tempo drauf. Leider spielt die Destillerie Abbey Glen nur eine Nebenrolle, was ich sehr schade fand. Der Whisky kam viel zu kurz! Man las von ihm praktisch nur, wenn er getrunken wurde.
Hauptsächlich geht es in "Whisky für den Mörder" um die Rockband-Geschichte, die eigentlich sehr spannend ist. Nur störte mich, dass die Bandmitglieder alle einen Shownamen und einen echten Namen haben - da eh schon viele Figuren im Krimi erwähnt werden, wird es anfangs fast schon schwierig, die alle richtig zuzuordnen.
Auch die ausführlichen Berichte der historischen Schmuggelgeschichten rund um die Vorbesitzer der Destillerie, denen man im ersten Band schon begegnete, war mir zu stark betont. Es findet zwar einen netten Abschluss, mir war das aber zu zentral und ich hätte lieber mehr Zeit in Abbey Glen verbracht.
Fazit: Solider zweiter Teil der Whiskybrennerei-Serie.
4 Punkte.
Rezensionen von yellowdog:
turbolent erzählt
Ein Himmel voller Sterne von Marie-Sabine Roger
Marie-Sabine Rogers „Das Leben ist ein listiger Kater“ war ein sehr überzeugender Roman. Zeit, mal wieder ein Buch von der französischen Bestseller-Autorin zu lesen.
Ein Himmel voller Sterne ist von 2017 und um es vorweg zu nehmen, es kommt nicht ganz zu dem erhofften Lesesog. Dennoch hat auch dieses Buch seine Qualitäten.
Es ist ausgeflippter, rasanter und fantasievoll.
Der Comiczeichner Merlin lebt ganz in seinem Werk. Ihn inspirieren seine nächsten. Seine Frau Prune wird im Comic zur vollbusigen Phobe, sein Nachbar Laurent wird zu Jim, dem Helden der Serie wild Oregon. Selbst die Katze wirkt mit. Da gibt es einige sehr amüsante Szene.
Als Merlins Nachbar und Freund Laurent stirbt kommt er in eine Schaffenskrise, aber dann steigert er sich wieder rein und lässt der Phantasie freien Lauf.
Nicht selten sprechen und diskutieren seine Comicfiguren mit Merlin.
Würde das Buch verfilmt, bestände der Film zur Hälfte aus Realszenen, zur anderen Hälfte aus Cartoons.
Manchmal wird mir das beim lesen etwas zu viel, zu überbordend, manches verpufft auch. Der Einfallsreichtum der Autorin vermag aber zu beeindrucken.
Rezensionen von C. P.:
Die Anfänge einer berühmten Drachenforscherin
Lady Trents Memoiren: Die Naturgeschichte der Drachen von Marie Brennan
Die berühmte Drachenforscherin Isabella Lady Trent hat sich im Lauf ihres Lebens einen großen Namen gemacht und sich wiederholt gegen gängige Konventionen hinweg gesetzt, um in einer männerdominierten Welt als Frau Karriere als Naturforscherin zu machen. In ihren Memoiren, welche als fünfbändige Serie erschienen sind, erzählt die alte Dame nun aus ihrem Leben, beginnend bei ihrer Kindheit als wissbegieriges, büchervernarrtes Mädchen.
Bei dem Memoiren von Lady Trent handelt es sich um eine Drachenforscherin, welche in einer fiktiven Welt lebt. Ihre Heimat könnte mit dem früheren Großbritannien verglichen werden, als die Industrialisierung während Lady Trents Kindheit noch in ihren Kinderschuhen steckte. Chronologisch beginnt Isabella Trent zu erzählen, wie sie als Mädchen bereits begeistert von drachenähnlichen Kleintieren war und heimlich die naturwissenschaftlichen Bücher ihres Vaters las und endet bei ihrer ersten, nicht ungefährlichen Drachen-Expedition in die Berge von Vystrana als junge, frisch verheiratete Frau. Entgegen meiner Erwartungen dreht sich der erste Band allerdings primär um die Erlebnisse, Gedanken und Empfindungen der damals noch jungen und unerfahrenen Erzählerin, die Naturgeschichte der Drachen selbst oder interessante Erkenntnisse kommen in diesem Band noch etwas zu kurz.
Rezensionen von Caro2929:
Achterbahnfahrt, allerdings bergab...
Lotus House - Sanfte Hingabe von Audrey Carlan
Klappentext:
"Tritt ein ins Zentrum der Liebe und Leidenschaft, sei willkommen im LOTUS HOUSE!
Genevieve Harper ist blond, attraktiv und Yogalehrerin. Nach einem schweren Schicksalsschlag muss sie ihre beiden Geschwister allein erziehen. Zeit für einen Mann hat sie nicht, vor allem nicht für den unfassbar gut aussehenden Trent Fox.
Trent ist der erfolgreichste Spieler der Liga, doch eine Knieverletzung führt ihn ins Lotus House. Er bucht Genevieve für Privatstunden..."
Meine Meinung:
Mh, schwierig: Ich habe mich sehr gefreut auf die neue Reihe von Audrey Carlan, aber muss leider gestehen, es war eine Achterbahnfahrt, nur leider in die falsche Richtung.
Was gut anfing, wurde nachher beinahe zur Qual.
Gut gefallen hat mir vor allem das Setting, es wurde schön beschrieben und man bekam Lust auch dort zu verweilen. In der netten Straße am Lotus House... Auch toll empfand ich zu Beginn die Erklärungen zu den einzelnen Yoga-Figuren für mich als Nicht-Yogi. Auf jeden Fall hat das Buch in mir zumindest den Entschluss hervorgerufen, auch Yoga betreiben zu wollen.
Jetzt kommt allerdings leider das große Manko: Der Schreibstil. Er ist zwar flüssig und vor allem lässt sich die Geschichte so weglesen. Aber die Wortwahl ist mehr als gruselig. Ich meine welcher erwachsene Mann (außer ggf. ein Po*no-Star?) nennt sein Glied LongDong??? Und dann tut es die Frau auch noch? Zufälle gibt’s, denn wir lasen diesbezüglich ja nur Gedanken der jeweiligen Figur.
Aber auch ansonsten prägte die Geschichte sehr viel Plumpheit, Naivität und ein furchtbarer Sprachgebrauch. Übertriebene Sexszenen gekennzeichnet durch einen wahrhaftigen Sexgott...
Von Genevieve selbst hätte ich sehr viel mehr erwartet, als das was mir präsentiert wurde. Wurde sie einerseits als sehr erwachsen auf Grund ihrer schwierigen familiären Situation dargestellt, konnte sie andererseits vor Naivität nur so glänzen.
Trent war für mich durch und durch furchtbar. Würde mir ein solcher Mann begegnen, der sich direkt so verhalten würde und mit mir so sprechen würde, würde ich meine Beine in die Hand nehmen und so weit laufen, wie ich nur könnte. Er wirkte nicht wie ein erwachsener Mann, sondern nur wie von Hormonen gesteuerter Teenager.
Fazit:
2,5 Sterne
Nichtsdestotrotz freue ich mich auf die weiteren Teile und habe Hoffnung...










