Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gaby 2707:
Angst und Panik – Gänsehaut pur.
Einer wird sterben von Wiebke Lorenz
Stella und ihr Mann Paul hatten vor 6 Jahren einen Autounfall bei dem ein Mensch ums Leben kam. Seitdem leben Beide in der Ungewissheit, ob nicht doch jemand etwas mehr über diesen Unfall weiß. Als ein Auto vor ihrer Villa auftaucht, die beiden Menschen aber nicht aussteigen, sondern nur zu beobachten scheinen, beginnt für Stella eine Zeit der Angst.
Und Paul, der als Pilot dauernd unterwegs ist, ist natürlich wieder mal nicht erreichbar.
Dies ist nun schon der dritte Thriller, den ich von Wiebke Lorenz gelesen habe. Und auch diesmal bin ich wieder total begeistert.
Wiebke Lorenz versteht es, mich mit ihrer spannenden Schreibweise in die beklemmende Atmosphäre, die Stella hier erlebt, hinein zu ziehen. Kleine, scheinbar unwichtige Ereignisse reihen sich aneinander und Stella bezieht diese alle auf sich und ihre Situation mit dem nicht verarbeiteten Unfall von damals. Das heizt die Spannung immer wieder an. Durch die vielen kleinen Details, die ich hier erfahre, kann ich mich sehr gut in Stella hinein versetzen, ihre Angst und ihre Panik, die sie aufzufressen scheint, zum Teil verstehen. Sie scheint so allein und hilflos. Gänsehaut pur.
Manches verstehe ich zwar nicht sofort. Die Aufklärung lässt aber keine Fragen offen.
Vor allem eine Wendung, die den Unfall und auch Pauls Verhalten erklären, finde ich grandios ausgearbeitet. Darauf wäre ich nie gekommen.
Da sich die Geschichte fast nur um Stella und Paul dreht, bleiben die weiteren Personen größtenteils etwas blass. Was die Geschichte, da sie nur in kleinen Randgeschichten spielen, absolut nicht stört. Wobei ich sagen muss: In einer solchen Nachbarschaft würde ich mich nicht wohlfühlen.
Nichts ist wie es scheint, alles verändert sich, selten hat mich ein Buch so gefesselt und mitgenommen. Ein packender Psychothriller mit einer unerwarteten Wendung. Absolut lesenswert!
Rezensionen von Bibliomarie:
Empfehlenswert
Die geheime Mission des Kardinals von Rafik Schami
Syrien 2010/2011 – noch herrscht ein brüchiger Frieden im Land, obwohl man spürt, dass es an vielen Ecken schon gärt. Die italienische Botschaft erhält eine sonderbare Lieferung: ein Fass mit Olivenöl, darin eingelegt die Leiche des Kardinals Cornaro. Kommissar Barudi, der kurz vor seiner langersehnten Pensionierung steht, wird mit dem Fall konfrontiert.
Er weiß, dass er nur verlieren kann. Politische Verwicklungen sind vorprogrammiert und Recht und Gesetz sind in Syrien schon lange in der Hand des Geheimdienstes und seiner Günstlinge.
Barudi lässt sich allerdings nicht schrecken. Schon bald entdeckt er besondere Zeichen am Leichnam des Kirchenmannes: Goldmünzen unter den geschlossenen Augen und den Kardinalsring am falschen Finge. Bald steht im der italienische Beamte Mancini zur Seite – der Fall hat schließlich eine internationale Bedeutung.
Rafik Schami hat in diesem wunderschönen Roman den Hintergrund einer Kriminalhandlung gewählt um ein farbiges und realistisches Bild von Damaskus kurz vor Ausbruch des Bürgerkriegs zu zeichnen. Kenntnisreich, wie ich finde und sehr persönlich. Das Alltagsleben in Damaskus ist farbig und exotisch und doch spürt man, dass überall die Staatsmacht und die Geheimdienste lauern. Trotzdem pulsiert die Stadt, man trifft sich in Kaffeehäusern und kleinen Lokalen, der Duft von Kaffee und Kardamom und Gewürzen wird lebendig.
Wie immer spürt man den geborenen Erzähler Schami, er schweift ab, fügt kleine Episoden und Exkursionen zu allen möglichen Themen zu und doch haben all diese Abschweifungen eine Bedeutung für die Geschichte. Wir erfahren viel über Barudis Ehe, sein Leben, die Hoffnungen und Enttäuschungen die es ihm gebracht hat. Daraus resultiert eine Altersweisheit und Gelassenheit die sämtliche Widrigkeiten im korrupten Polizeiapparat an ihm abprallen lassen. Ich habe den Mann sofort ins Herz geschlossen.
Der Roman bietet Schami die Möglichkeit viel über die verschiedenen Religionen Syriens in die Handlung einfließen zu lassen. Das fand ich sehr interessant und füllte auch einige meiner Wissenslücken.
Dazu kommt Schamis Sprache, die mich immer wieder aufs Neue bezaubert, ich habe mich einfach von der Geschichte einfangen lassen und die Zeit über der Lektüre vergessen. Ich meine fast, jeder neue Roman von ihm übertrifft seine vorherigen Bücher.
Rezensionen von begine:
Ein Highlight
Die geheime Mission des Kardinals von Rafik Schami
Rafik Schami ist seit vielen Jahren mein Lieblingsautor. Mit seinem neuen Roman „Die geheime Mission des Kardinals“ hat er ein wirklich gutes Werk geschaffen. Er schreibt über sein Heimatland Syrien mit Ernst und einem gewissen Humor.
Es ist im Jahre 2010, vor dem Krieg. Das Leben ist da schon nicht so leicht, wer etwas gegen den Präsidenten sagt, ist schnell tot.
In der italienischen Botschaft in
Damaskus wird ein Kardinal aus de, Vatikan in einem Fass mit Olivenöl gefunden.
Kommissar Barudi soll ermitteln. Er ist kurz vor seiner Rente, es soll sein letzter Fall werden. Barudi ist manchmal etwas aufbrausend. Sein Arzt und Freund rät ihm, Traue niemand, auch mir nicht, denn unter Folter rede ich. Darum soll er Tagebuch schreiben, aber es gut verstecken, das macht er dann auch.
Aus Italien wird ihm sein Kollege Kommissar Mancini zur Seite gestellt. Die beiden müssen gefährliche Situationen bestehen. So werden sie von Auf ständigen gefangen genommen.
Der Autor lässt uns die Atmosphäre seines Landes lebendig werden. Da ist einmal der Glaube und der Aberglaube des Volkes und es kommt zu Verrat und Mord.
Der Roman hat mich gefesselt, ich habe mit den Kommissaren ermittelt.
Wie immer hat mich Rafik Schami mit seiner Geschichte berührt. Diesen Roman empfand ich als den Besten seit langer Zeit.
Rezensionen von Emmmbeee:
Einzigartig
Auf Erden sind wir kurz grandios von Ocean Vuong
Der Sohn einer in Amerika gestrandeten Vietnamesin schreibt seiner Mutter einen langen Brief, im Wissen, dass sie nicht lesen kann. Es geht um jeden wichtigen Zeitpunkt in ihrem und seinem Leben. Die Frau ist (und bleibt) durch die Kriegsereignisse schwerst geschädigt, kämpft sich im ehemaligen Feindesland mühsam durch, und das ohne Sprachkenntnisse.
Gewalt in vielen Facetten durchzieht den Text, neben wenigen Momenten tiefster Liebe und neben leisen Tönen, die unversehens in Schmerzensschreie umschlagen.
Der Junge ist seit seinem jüngsten Kindesalter der Dolmetscher für eine Frau, in deren Sprache es kaum einen Ausdruck für Liebe gibt; ein Übersetzer zwischen ihr und dem Alltag, zwischen ihr und Amerika. Er selbst wechselt fliessend zwischen den Sprachen, trägt aber sein Englisch lediglich wie eine Maske. Zur Stärke verurteilt, lastet auf seinen schmalen Schultern das Gewicht einer allzu niederdrückenden Welt: Amerika, ein schönes Land, je nachdem, wohin du blickst und vor allem: je nachdem, wer du bist.
Dieser Brief wirkt wie ein Exorzismus, allerdings nur für den Sohn. Die Mutter kann sich nicht von ihren Traumata befreien. Und da er weiss, dass seine Ma Analphabetin ist, kann er schonungs- und bedenkenlos berichten und damit seine eigenen Lasten abwerfen. Vuong liefert eine Ansammlung von Situationen, die meisten geprägt und verursacht durch das fremd Sein. Kein Wort ist zu viel, und jedes einzelne trifft.
"Little dog" ist nur einer der vielen Namen des Jungen, aber der einzige, den der Leser erfährt, vielleicht deshalb, weil der Roman zumeist in der Ich-Form erzählt ist. Doch der Autor wählt zwischendurch auch die 3. Person. Dieser Umstand und dass es fortwährend Zeitsprünge gibt, macht das Leseverständnis mühsam. Man muss auch schon tief ins Buch gedrungen sein, um die einzelnen Personen klar zu erkennen, etwa, wer Lan ist.
Man merkt, dass Ocean Vuong auf der Lyrik aufbaut, in der er sich bereits einen Namen gemacht hat. Die Sprache ist ausserordentlich poetisch und zart wie das Reh auf dem Coverbild, voller Metaphern, literarisch hochwertig. Genial finde ich seine Art, wie er stockendes Berichten formal ausdrückt, das ist mir so noch nirgends begegnet. Und immer wieder durchziehen Monarchfalter den Text, als Sinnbild für Migration, unstetes Leben, Verletzlichkeit, Heimatlosigkeit.
Es steht zwar nirgends explizit, dass der Text autobiografisch ist, dennoch kann es fast nicht anders sein, wenn man sich mit der Vita des Autors befasst. Dass man hierzulande nur wenige vietnamesische Autoren kennt, mag unter anderem daran liegen, dass die Welt sich eher dafür interessiert, was Siegermächte zu sagen haben und nicht die Kriegsverlierer in fernen Teilen der Welt. Ich bin aber davon überzeugt, dass mit diesem Roman von Ocean Vuong das Augenmerk zukünftig vermehrt nach Südostasien gelenkt wird. Ein einzigartiges Buch, ein hervorragender Debutroman!
Rezensionen von liesmal:
Die Liebe ist die größte ...
Auf Erden sind wir kurz grandios von Ocean Vuong
Welch ein wunderbares Buch! Eine märchenhafte Geschichte erzählt Jando, Verlag KoRos Nord. Nicht nur das Cover ist wunderschön und lädt zum Träumen ein, sondern die Aufmachung des gesamten Buches von Anfang bis zum Ende ist – mit den farbigen Innenseiten des Umschlags, den zarten Schmetterlingen auf jeder Seite und den Illustrationen passend zur Erzählung – traumhaft schön.
Außerdem ist es ein Buch, das einfach richtig gut in der Hand liegt und unbedingt einen guten Platz im Regal verdient.
Schon im Prolog kann man versinken in der Beschreibung des Sonnenaufgangs am Meer. Es folgen kurze betitelte Kapitel. Ich habe das Gefühl, ich bin dabei, als im ersten Kapitel ein Mann auf einer alten Bank am Fuße einer mächtigen Eiche sitzt und aufs Meer schaut… Es ist ein sehr liebevoller und zarter Schreibstil, der mich emotional sehr berührt. In demselben Stil wie der erste Satz geschrieben ist, ist die gesamte Erzählung. Es ist eine Geschichte, die ihrem Titel gerecht wird: „Im Himmel gibt es einen Bahnhof“. Man möchte gern glauben, was Jando schreibt, dann weiß man, dass man die Hoffnung nicht verlieren darf und dass die Liebe „der Pulsschlag des Lebens“ ist.
Das kleine märchenhafte Buch ist für Groß und Klein sehr lesenswert und ich empfehle es sehr gern.
Rezensionen von christina.hirschberger@gmail.com:
Für Kenner der Reihe ein Lesevergnügen
Zehn Stunden tot von Ahnhem
> Handlung
Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Eine Mordserie will kein Ende nehmen und die Lösung des Falls steht in weiter Ferne. Die familiären Begebenheiten bei Fabian Risk machen es ihm nicht unbedingt einfacher, sich voll und ganz auf die Suche nach dem Mörder zu machen.
> Leseerfahrung
Da die Vorgänger-Bände schon eine Weile zurücklagen, habe ich Band 1 bis 3 nochmal gelesen, bevor ich mit ‚10 Stunden tot‘ begonnen habe.
Das hat sich als sehr sinnvoll herausgestellt, da bei diesem Krimi die Nebenschauplätze teils sogar mehr Aufmerksamkeit bekommen, als es der eigentliche Kriminalfall tut. Daher eignet sich dieser Band nicht für Quereinsteiger oder jemanden, der einen geradlinigen Krimi sucht.
Wer jedoch in das Leben eines Ermittlers voll eintauchen will und wenn es sein muss, auch mal geduldig auf den Folgeband wartet, ist hier richtig.
> Fazit
Nichts für Quereinsteiger oder Fans von geradlinigen Kriminalfällen, aber klare Leseempfehlung für alle, die Krimis mögen, die nicht vorhersehbar sind. Dann aber unbedingt mit dem ersten Band beginnen, weil sonst viele Spannungselemente verschenkt wären.
> Eckdaten
Titel: 10 Stunden tot (Fabian Risk, Bd. 4)
Autor: Stefan Ahnhem
Verlag: ullstein
ISBN: 9783550200052
Seiten: 496
Preis: 14,99 €
Rezensionen von Lesestern:
Alte Memoiren neu entdeckt oder wie Geschichte lebendig wird
Zehn Stunden tot von Ahnhem
"Als der Wagen nicht kam" von Manfred Lütz enthält die Tagebuch-Aufzeichnungen seines Großonkels Paulus van Husen in der Zeit von 1960 bis 1971 und ist im Audio Buch Verlag als MP3 und bei Herder als Buch erschienen.
Aufgrund seiner Komplexität und der Faszination "gelebter Geschichte" , die das hier Erzählte bei mir ausgelöst hat, habe ich zur
sinnvollen Ergänzung der mir vorliegenden Audio-CD noch das gleichnamige Buch gelesen, um das Gehörte nochmal lesend zu reflektieren und wichtige Details nicht zu verpassen.
Wir lernen hier mit der Person des Paulus van Husen einen integren Charakter kennen, der seine Werte und Glaubensüberzeugungen mutig und authentisch vertreten hat, egal welcher politischen Situation und Druck er ausgesetzt war.
Seine Texte schildern sehr ausführlich und mit großer Eindringlichkeit das Ende des 1.Weltkriegs über die Weimarer Zeit bis hin zum Nazi-Regime und der anschließenden Gründung der Bundesrepublik Deutschland.
Sehr ehrlich und persönlich schildert er seine berufliche Laufbahn sowohl als Jurist wie Soldat , einbezogen aller entsprechenden Ortswechsel vom Gerichtsreferendar bis zum Präsident des Oberverwaltungsgerichts.
Bei allen Stationen seines Lebens, insbesondere auch die Zeit als Mitglied des Kreisauer Verbandes und damit Mitwisser des Attentats vom 20. Juli 1944 und der darauf folgenden Gefängniszeit wird deutlich, dass sich Paulus van Husen in erster Linie seinem Glauben verpflichtet und aus ihm Stärke und Hoffnung bezogen hat.
Persönliches Fazit:
Hier wird Geschichte lebendig erzählt und dem Leser vor Augen geführt,wie man, in nach außen hin hoffnungslosen Zeiten, unerwartete Mitmenschlichkeit, Solidarität und Wunder erleben kann, wenn man sich treu bleibt und seine Hoffnung auf höhere Werte setzt.
Frank Arnold hat dieses Hörbuch mit seiner sehr angenehmen Sprechweise eindrucksvoll interpretiert und hat Paulus van Husens positive Lebenseinstellung mit seinem ihn immer begleitenden Humor wunderbar zum Ausdruck gebracht.
Ein hochaktuelles Buch, das nicht nur das Geschehen um den 20.Juli 1944, neu aufleben und in Erinnerung ruft, sondern uns wach macht, in einer Zeit, in der wieder menschenverachtende Parolen in die Welt dringen.
Rezensionen von rainbowly:
Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen
Das Herz aus Eis und Liebe von Ahdieh Renée
Inhalt
Nachdem Okami entdeckt wurde, wird er nach Inako ins Gefängnis gebracht. Mariko schafft es ein Lügengeflecht zu erschaffen das es ihr ermöglicht als zukünftige Braut von Raiden ebenfalls nach Inako zu kommen. Dort setzt sie alles daran Okami zu befreien.
Gestaltung
Das Cover ist wie der erste Band wunderschön.
Leider passen beide im Nachhinein nicht besonders gut zur Geschichte.
Sprache
Es war für mich nicht so leicht gleich in die Geschichte hineinzufinden. Mit den vielen Personen mit ungewöhnlichen Namen, die teilweise auch noch ähnlich sind, da musste ich mich erstmal wieder zurechtfinden.
Die Geschichte beginnt sehr gemächlich. Es entsteht aber eine sehr spannende Atmosphäre. Mariko versucht sich am Hof zurecht zu finden, herauszufinden wer Freund und wer Feind ist. Man kann richtig mitfiebern und ich wollte unbedingt wissen wie die Geschichte weiter geht.
Der Mittelteil zieht sich dann leider etwas. Es kommen verschiedene Nebenhandlungen ins Spiel, die mir viel zu wenig erläutert und in den Verlauf der Geschichte eingefügt wurden. Viele Intrigen und geheimen Pläne liefen mir zu sehr im Unklaren ab. Klar soll es überraschende Wendungen geben, aber sie müssen für den Leser trotzdem nachvollziehbar und logisch sein. Auch der schwarze Clan kam mir in diesem Band viel zu kurz. Es werden aber auch einige Dinge, die im ersten Band noch im Dunkeln blieben aufgeklärt - zum Beispiel wird die Magie viel genauer beschrieben und erklärt.
Das Ende überschlägt sich dann geradezu. Dadurch bleiben mir zu viele lose Fäden übrig. Obwohl die Geschichte an sich zu Ende gebracht ist, bleiben viele Nebenhandlungen und -personen am Ende unerwähnt und es bleibt das Gefühl zurück etwas überlesen zu haben.
Fazit
Eine sehr atmosphärische Story, die meine hohen Erwartungen nach dem ersten Band nicht ganz erfüllen konnte.
Rezensionen von C. P.:
Superkräfte für den Alltag
Die Abenteuer von Autistic Hero-Girl von Daniela Schreiter
"Fuchskind" Daniela Schreiter beschreibt hervorragend unterhaltsam, wie es für einen Asperger-Autisten ist, für viele Alltagssituationen Superheldenkräfte zu benötigen, welche für andere Menschen meist harmlos scheinen, wie z. B. Telefonate, Einkäufe oder Small-Talks. In ihrem Comic wird sie zu "Autistic Hero Girl", die mit ihrem Sidekick "Superfox" die Hürden des Alltags versucht zu bewältigen.
Als Comic- und Gamer-Nerd fallen die über ein bis zwei Seiten gehenden Comics entspechend auch mal mit diversen Anspielung in diese Richtung aus.
Sehr interessant sowohl für Menschen, die sich in ihren Beispielen wiederfinden als auch für Neugierige, die wissen wollen, wie eine Asperger-Autistin (wohlgemerkt nur beispielhaft) ihren Alltag erlebt. Der Stil ist klar und abwechslungsreich, die Abenteuer unterhaltsam und das Buch durchgehend coloriert.
Rezensionen von C. P.:
Schöner Einteiler, stellenweise recht unrealistisch
Ermafrodito - Harlows Begehren von Esa Parr
Venedig, 1549: Giorgio beobachtet mit Neid, wie andere ihre anatomischen Erkenntnisse veröffentlichen, während er auf der Stelle tritt. Selbst seine Forschungen am Lebendobjekt, seinem Günstling und Lustknaben Belfore, erbrachten nicht die gewünschten Resultate. Da kommt ihm Harlow gerade recht, ein Hermaphrodit, der sich seinen Unterhalt mit Liebesdiensten finanziert.
Der Manga ist eine Komposition aus Renaissance, anatomischen Studien und Boys Love. Von den Bildern her schön anzusehen, auch wenn ich zu Beginn mehrfach Probleme hatte, Giorgio und Belfore zu unterscheiden, da sie teilweise recht ähnlich ausfielen. Was u.a. auch daran lag, dass Giorgio zu jung aussah. Die anatomischen Studien am offenen Körper waren mir etwas zu unrealistisch, insbesondere, da die Betroffenen anschließend relativ fit wirkten. Muss jeder für sich entscheiden, mir war das zu fiktiv, auch wenn es dramaturgisch passte. Zudem hätt ich mir mehr zwischenmenschliche Konflikte gewünscht, bevor es zum Ende des verhängnisvollen Beziehungsdreiecks kam. Das ging mir am Schluss einfach zu schnell.
Der Zeichenstil ist überwiegend klar und fällt mal mehr, mal weniger detailliert aus. Inhaltlich ein vielleicht stellenweise etwas fiktiver Einteiler, unterhaltsam erzählt und mit einem zu abrupten Ende.









