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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Jules118:

Sehr, sehr spannend

Mörderisches Lavandou 02.05.2019. Paperback / softback. von Eyssen Remy

Hier handelt es sich um den 5. Teil der Serie um Leon Ritter. Bisher habe ich noch kein Buch der Reihe gelesen. Das war aber überhaupt kein Problem. Ein „Vorwissen“ ist nicht unbedingt notwendig. Die Story hat mich von Anfang an gefesselt und ich konnte das Buch nur sehr schwer zur Seite legen. Kurz etwas zur Handlung.

Leon Ritter würde gerne die ruhigere Zeit nach der Touristenzeit erholen. Anstatt das zu tun, finden sich allerdings in Le Lavandou abgeschnittene Füße und Leichen.
Man findet sich sehr schnell in die Geschichte rein. Der Schreibstil ist sehr angenehm. Wie der Autor die Landschaft und die Schauplätze beschreibt finde ich sehr gelungen. Die Story ist sehr plausibel und gut geschrieben. Das Buch kann ich jedem empfehlen und werde mir jetzt auch sicher noch die anderen Bücher der Serie kaufen.

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Rezensionen von Jules118:

Etwas langatmig

Mörderisches Lavandou 02.05.2019. Paperback / softback. von Eyssen Remy

Sprachlich ist der Krimi leider keine Offenbarung
Schilderungen der Stadtszenen und der Landschaft sind top und sehr genau.
Inhalt ist von der Grundidee sehr spannend, jedoch wird dann leider die Story sehr unglaubwürdig und die Personen handeln eher wie eine Parodie ihrer selbst, als der Erwartung die der Leser an sie hat.

Hier ist der Protagonist zu nennen, der vom Grunde her sehr erfahren wirken soll, jedoch eher naiv und tollpatschig ist.
Nach den ersten Seiten dachte ich, es wäre eher ein Spionage-Thriller, jedoch wird, nach kurzer Zeit, das Thema geändert und es ist ein normaler Krimi, der an einigen Stellen zu langatmig wirkt und sich zu sehr auf die Beschreibung der Umgebung konzentriert, statt auf den flüssigen Verlauf der Handlung.
Man hätte aus den Themen mehr machen können, aber trotzdem ein solider Krimi.

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Rezensionen von Jules118:

Viele Wendungen

Schneewittchensarg von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson

Vor über 40 Jahren ist die junge Braut Berit an Ihrem Hochzeitstag während einer alten Tradition verschwunden. Mit ihr auch ihr bester Freund. Trotz einer groß angelegten Suchaktion des Dorfes wurde die Tochter eines Glasbläsers nicht mehr gefunden.
Während einer Ausstellung zur Geschichte der Firma ihres damaligen Ehemanns taucht ein Glassarg auf und in diesem Sarg ist das Skelett einer jungen Frau mit Berits Brautkleid.

Die Kommissarinnen Nyström und Forss beginnen zu ermitteln und stoßen auf einen Sumpf von Intrigen und Lügen.
Hierbei handelt es sich um den siebten Teil der Reihe um die Ermittler. Es gibt Reihen da stört das nicht, aber in diesem Fall wäre Vorwissen durchaus wichtig gewesen um die Spannungen zwischen den Ermittlern zu verstehen.
Die Idee der Geschichte ist gut und auch etwas ungewöhnliches. Allerdings finde ich die Umsetzung etwas fade. Es gibt viele Dialoge, die sich teilweise sehr ziehen und nicht immer weiterhelfen bei der Lösung des Falls.
Die Figuren sind interessant beschrieben und man weiß wirklich bis zum Schluss nicht wer der Täter ist. Die Verdächtigen sind vielseitig und die meisten haben ein Geheimnis, dass sie zu wahren versuchen. Und unschuldig ist in diesem Buch niemand wirklich.
An sich ein gutes Buch, aber es empfiehlt sich zuerst die anderen Teile zu lesen

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Rezensionen von Jules118:

Wie weit würde man auch Liebe gehen?

Harz von Ane Riel

Wie weit kann man gehen, um das zu schützen, was einem das liebsten im Leben ist? Das ist die zentrale Frage in diesem Buch. Wie lange kann man es schaffen ein Lügengerüst aufrecht zu erhalten.
Jens Haarder ist mit Maria verheiratet und hat mit ihr die Zwillinge Carl und Liv bekommen. Nach dem frühen Tod von Carl und dem Druck von außen durch seine Mutter, beschließt Jens seine Tochter für tot zu erklären, damit ihnen diese nicht weggenommen werden kann.

Unter dem Buch habe ich mir etwas anderes vorgestellt, allerdings war ich angenehm überrascht.
Der Erzählstil ist gut zu verstehen und das Buch flüssig zu lesen. Die Erzählung wechselt immer wieder zwischen den Hauptpersonen des Buches hin und her. Anfangs fand ich es etwas verwirrend, aber man gewöhnt sich dran.
Zu Beginn springt die Geschichte etwas oft zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her, was sich im Laufe aber ändert. Jedes Kapitel hat eine eigene Überschrift, wodurch man immer genau weiß wo in der Geschichte man sich gerade befindet.
Schockierend ist aber wozu ein Mensch fähig ist, wenn er Angst um sein Kind und seine Familie hat.
Alles in allem ein guter Thriller, bei dem allerdings noch mehr machbar gewesen wäre.

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Rezensionen von heinoko:

Brotbacken - eine sinnliche Freude

Brot backen mit Christina von Christina Bauer


Vorweg: Man schlägt den Buchdeckel auf, sieht einen kross gebackenen halben Brotlaib und meint, das frische Brot zu riechen… herrlich! So liebevoll und anregend ist das vorliegende Buch gestaltet. Allein schon das Durchblättern macht Hunger und Lust aufs Backen.
Was mir auch sehr gut gefällt, ist, dass wissenswerte Informationen zu den Grundzutaten zu Beginn des Buches kurz und knackig abgehandelt werden, ohne großes Brimborium.

Nur schade, dass sich eine Werbung für eine bestimmte Küchenmaschine eingeschlichen hat. Es folgen die Zubereitungsangaben für die Grundteige wie Sauerteig, Hefeteig oder Teig mit Über-Nacht-Gare und hilfreiche Tipps bei möglicherweise auftretenden Problemen. Alles ausreichend informativ und übersichtlich kurz dargestellt. Anschließend können wir schwelgen in 50 verschiedenen Brotback-Rezepten, allesamt auch diese klar strukturiert mit allen Zutaten, mit Gesamtzubereitungs- und reiner Arbeitszeit, mit Backzeit und ausführlichen, gut nachzuarbeitenden Angaben zur Zubereitung versehen. Dazu jeweils beigefügt die verlockend appetitanregenden Fotos. Besser geht es nicht!
Fazit: Ein rundum gut gelungenes Brotbackbuch für sinnliche, entspannende Backstunden und anschließendes genussvolles Verzehren. Geeignet für Knetwütige genauso wie für eilige Ruck-Zuck-Bäcker, für Anfänger ebenso wie für Erfahrene.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Welchen Fisch magst Du?

Ein Fisch für Hamish von A. H. Benjamin

„Hamish reimt sich auf Fisch“ denkt sich Frau Dorsch und gibt ihrem Kater diesen ausgefallenen Namen. Und da Frau Dorsch Fisch über alles liebt, bekommt auch Hamish ab sofort jeden Tag Fisch vorgesetzt. Wobei sich bei ihm immer neue Nebeneffekte einstellen...

Mein kleiner vierjähriger Nachbar und ich haben das Buch gemeinsam gelesen und angeschaut und hatten viel Spaß dabei.

Besonders die mit vielen kleinen Details ausgestatteten farbigen Illustrationen haben dem Kleinen sehr gut gefallen. Immer wieder hat er Neues entdeckt und die verschiedenen Gesichtszüge von Hamish, den er schon sehr bemitleidet hat, kommentiert.

Die Geschichte dazu ist witzig, absolut kindgerecht geschrieben und passt sehr gut zu den Zeichnungen. Die große Schrift finde ich sehr gut auch zum Selberlesen für kleine ABC-Schützen geeignet.

Ich denke, dass es nicht das letzte Mal war, das wir diese Geschichte gemeinsam lesen und uns darüber unterhalten werden. Sie hat genau den Geschmack des kleinen Buben getroffen.

Mir persönlich gefällt es auch sehr gut, dass der Verlag diese Bücher nach den höchsten Umweltstandarts herstellt – für eine gesunde Zukunft für unsere Kinder.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

EIn gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe

Die Kuh kennt keinen Feiertag von Bernd Gunthers

Dieser Krimi ist der Auftakt einer neuen Krimi-Serie aus Schwäbisch-Hall.

Just an Milka Mayrs 35. Geburtstag stürzt Nachbar Max Holl mit seinem Flugdreiradler (= ULF = UltraLeichtFlugzeug) in unmittelbarer Nähe der Mayr‘schen Landwirtschaft ab. Obwohl die Polizei und die Flugunfallkommission von einem Pilotenfehler ausgehen und den Absturz als tragischen Unfall zu den Akten legen wollen, ist Milka davon überzeugt, dass der Absturz eine andere Ursache haben muss.

So beginnt sie, sehr zum Missfallen ihres Freundes, des KHK Paul Eichert, auf eigene Faust zu recherchieren. Dabei strapaziert sie Pauls Geduld bis auf das Äußerste, denn immer wieder mischt sie sich in die Ermittlungen ein, als feststeht, dass zum Absturz des Fluggerätes doch nachgeholfen worden ist. Nur, wer hat ein Interesse, Max um die Ecke zu bringen? Die eigene Familie, die eigentlich die Landwirtschaft verkaufen möchte, das aber nicht kann, weil Max sich querlegt? Ein eindeutiges Motiv, oder?
Vielleicht hat es auch mit Maxens Gutachtertätigkeit zu tun? Immerhin geht es hier um Kunstwerke und einen Haufen Geld. Also, cui bono?

Und so beherzigt Milka die üblichen Sprüche der Ermittler:
„Folge der Spur des Geldes“ und „Gehe jeder Spur nach, und schaue unter jeden Stein.“,

Meine Meinung:

Schon der eigenwillige Titel und das Cover machen Lust, diesen Krimi zu lesen.

Lange tappen Leser und Ermittler im Dunklen, bis die unorthodoxen Recherchen von Milka den entscheidenden Hinweis bringen. Eigentlich ist es ewig schade, dass sich Milka nicht überreden lässt, in den Polizeidienst einzutreten. Ihre oft verquere Art Dinge zu sehen, sorgt immer wieder für Überraschungen.

So verbringt Milka ihre Tage auf dem elterlichen Bauernhof zwischen Bruder und missgünstiger Schwägerin, muss ihnen die ungeliebte Buchhaltung und den sonstigen Papierkram, die die EU so fordert, erledigen. Tagaus, tagein, morgens wie abends darf sie dann auch noch die 65 Kühe melken, weil ja „Kühe keinen Feiertag kennen“. Hier bewahrheitet sich der alte Spruch: „Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe“.

Ihr einziges Hobby (neben dem Kriminalisieren) ist das Herumschrauben auf einem alten VW-Käfer. Dafür wird sie noch von Schwägerin Bettina scheel angesehen. Das wird sich hoffentlich in der angekündigten Fortsetzung ändern.

Der Schreibstil ist köstlich erfrischend! Manche althergebrachte Formulierung wie etwa „weiland“ oder die wunderbaren langen Schachtelsätze, werden vielleicht nicht von allen Lesern goutiert werden. Mir haben sie besonders gut gefallen.
Ganz wie es sich für einen Regional-Krimi gehört, erfahren wir einiges über Land und Leute. Einen großen Raum nimmt die örtliche Kulinarik ein. Seien es „Maultaschen“ oder „Kässpätzle“ - da läuft einem schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen. Keine Lektüre für Leser, die abnehmen wollen oder hungrig sind. Auch der mehrfache Genuss eines Glases „Trollingers“ veranlasst mich, morgen in der Vinothek vorbeizuschauen, ob dort ein solcher vorhanden ist. Für Leser, die mit den regionalen Bezeichnungen und Dialektpassagen nicht so vertraut sind, wäre ein Glossar (am besten zu Beginn des Krimis) angebracht. Ich bin damit gut zurecht gekommen, aber es gibt ja noch andere Leser.

Die Charaktere sind gut ausgefeilt. Lieb gewonnen habe ich, neben Milka und Paul, auch Professor Ebert, der an Milkas Recherchen gerne teilnimmt, wertvolle Beiträge zum Thema Kunsthandel liefert und so richtig aufblüht. Nicht richtig warm geworden bin ich mit Milkas bzw. Max Holls Familie.

Fazit:

Ein gelungener Auftakt zu einer Krimi-Reihe aus Schwäbisch-Hall, auf deren Fortsetzung ich mich schon jetzt freue. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von nil_liest:

Weibliche afrikanische Sicht auf die europäische Kolonialzeit

Die Frauen von Salaga von Harruna Attah Ayesha

Ich war zunächst verwirrt, vor lauter ungewohnten Namen und unbekannten Speisen und Orten schwirrte mir der Kopf. Aber als die ersten Seiten „überwunden“ waren, bin ich abgetaucht in eine andere Welt. Nicht nur geografisch, auch die Historie der lokalen Geschehnissen inkl. Bräuche in Westafrika waren mir bisher nicht bekannt.

Es spielt im späten 19. Jahrhundert im heutigen Ghana. Ein Roman der mich sehr bereichert hat, denn nicht nur habe ich eine spannende Geschichte gelesen, ich bin vor allem, neben der Lektüre, durch das Internet gesurft und von Begriff zu Begriff gesprungen. Am Ende habe ich doch mein Wissen erheblich ausgebaut. Oder wisst ihr auf Anhieb welche Europäer sich in Westafrika welche Landesteile gesichert haben? Wer welche Allianzen schloss? Und wie war das mit dem Sklavenhandel? Nach meiner Minirecherche haben sich die beschriebenen Orte und Geschehnisse als historisch wahr bestätigt.
Aber keine Sorge hier wird nicht ein Schlacht nach der anderen skizziert sondern es wird auf einer sehr persönlichen weiblichen Ebene erzählt, aus der Sicht zweier lokaler Frauen. Wurche, eine Königstochter, die gedanklich ihrer Zeit weit voraus ist und mehr Mitspracherecht einfordert in der Politik ihres Vaters. Und die andere, Aminah, die als Sklavin verschleppt wird und ihre Familie verloren hat. Beide erzählen ihre Geschichte im Wechsel. Mich hat vor allem die Ohnmacht und das Ausgeliefertsein der beiden Frauen sehr erschüttert und der Menschenhandel als übergeordnetes Thema.
Ayesha Harruna Attah schreibt packend und reißt einen mit. Brutal, aber realistisch ist das beschriebene. Die Geschichte ist lose eine Verarbeitung ihrer Familiengeschichte. Ihre eigene Ururgroßmutter wurde nur „die Sklavin“ genannt und mit diesem Roman gibt sie ihr eine Stimme.

Fazit: Lest mehr afrikanische Autor*innen um gute Bücher zu entdecken! Im wahrsten Sinne des Wortes tut sich da ein ganzer Kontinent auf.
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Rezensionen von Mara123:

Bitte lesen .....

Die Frauen von Salaga von Harruna Attah Ayesha

Dieses Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. außergewöhnlich geschrieben, leicht zu lesen. Ich fühlte mich sofort in die Personen ein und bangte mit ...Danke für das Miterleben dieses Erfahrung. Das Buch erhält von mir 5 Sterne.

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Rezensionen von Petra Gruber:

Krimi in einem Syrien, das es so nicht mehr gibt!

Die geheime Mission des Kardinals von Rafik Schami

Rafik Schami zählt zu meinen Lieblingsautoren, auf seine Bücher warte ich auch immer mit Ungeduld und habe so ziemlich alles aus seiner Feder gelesen. Groß also die Freude, als „Die geheime Mission des Kardinals“ endlich erschien.

Rafik Schamis Roman ist eigentlich ein klassischer Krimi, nicht so ganz mein Genre, aber wenn der Autor Schami ist, muss ich ihn dennoch lesen.

Kommissar Barudi (der 2004 in „Die dunkle Seite der Liebe“ schon einmal ermittelt hatte, ich konnte mich allerdings nicht mehr daran erinnern) steht kurz vor seiner Pension. Er ist nach dem Tod seiner Frau sehr einsam, zählt schon die Tage bis zur Pension. Da bekommt er es mit einem mysteriösen Fall zu sein. Die italienische Botschaft in Damaskus bekommt ein Fass Olivenöl geliefert, darin die Leiche eines Kardinals, der in Syrien zu Besuch war. Kommissar Barudi packt der Ehrgeiz, diesen Fall will er noch vor seiner Pension aufklären. Unterstützung bekommt er dabei vom italienischen Ermittler Mancini, mit dem er sich auf Anhieb versteht.
Damit beginnt eine abenteuerliche, gefährliche Reise in die Abgründe der syrischen Gesellschaft und Politik. Das Herrscherhaus sitzt fest im Sattel, unterstützt vom ganzen Clan, von 15 Geheimdiensten und auch vom Aberglauben der Bevölkerung, unterdrücken sie jegliche Kritik. Es wird schwierig, innerhalb dieses Sumpfes ein Verbrechen aufzuklären. Da stellt sich sogar die Frage, ob es rechtens ist, in einem Unrechtsstaat die Hilfe von Verbrechern anzunehmen, um ein anderes Verbrechen aufzuklären.

Schami gelingt es hier wieder hervorragend, mit einfachen Worten (der Stil erinnert an Märchen), eine unglaublich spannende Geschichte zu erzählen, ganz viel Faktenwissen einzubauen, gegen Aberglauben und Korruption einzutreten und gleichzeitig verständlich zu machen, warum Menschen z.B. zur IS gehen wollen, warum Aberglaube in allen Religionen so stark verankert ist. Auch Machenschaften des Vatikans und der Mafia fließen ein. Dennoch liest sich das alles flüssig, man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Einzig die Charaktere sind ein wenig klischeehaft und flach geworden, aber das passt irgendwie trotzdem dazu, zum Stil, der nach Sagen und Märchen klingt und auch zum Krimi.

Ein Roman, der für viele Leser*innen geeignet ist, ein Krimi nicht nur für Krimileser, ein hochpolitisches Buch für alle, die Faktenwissen gerne spannend verpackt haben, für Leser*innen, die die arabische Welt mögen und einfach für alle, die sich gerne von spannender Lektüre mit viel Hintergrund unterhalten lassen. Toller Roman!

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