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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Cyrana:

Mariko

Das Herz aus Eis und Liebe von Ahdieh Renée

Das Buch beginnt nur kurze Zeit später dort, wo der erste Band endete. Meiner Meinung nach waren die kleinen Erinnerungshilfen wohl dosiert und so war ich schnell wieder in der Geschichte, die dieses Mal vorrangig am Kaiserhof spielt. Die beiden Söhne des verstorbenen Kaisers, Roku und Raiden, lernt man hier besser kennen.

Roku ist ein grausamer Herrscher und quält den gefangen genommenen Okami, wo er kann. Raiden ist der Verlobte von Mariko, die alles unternimmt, um Okami zu retten.
Einblicke in die Intrigen des Kaiserhofs stehen im Vordergrund, aber auch der Schwarze Clan mit Tsuneoki und auch Yumi sind immer wieder im Mittelpunkt. Leider kam gerade Yumi leider viel zu kurz und auch andere Aspekte wurden angerissen und dann nicht weiter verfolgt. So ist das Ende des Buches zwar eines, das viel beantwortet, allerdings hätte ich bei einigen der Charaktere gerne gewusst, wie es ihnen weiter ergangen ist.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Für unsere Kleinsten

Wenn der Bauernhof erwacht von Grimm Sandra

Nachdem ich dieses kleine Buch über einen Bauernhof gesehen habe, musste ich es unbedingt haben. Und wie ich es mir gedacht habe, ist mein kleiner Enkel absolut begeistert. Einmal lesen und anschauen reicht da nicht. Immer wieder kommt er mit dem Buch an und wir schauen uns an, wen uns der Hahn auf dem Bauernhof alles vorstellt.

Egal ob Enten oder Pferde, Schafe oder Kühe, Hühner oder Schafe – alle werden gerade wach. Alles wird in kurzen Sätzen ruhig, liebevoll und in knappen Sätzen beschrieben. Bei jedem Mal entdecken wir neue liebevolle Kleinigkeiten.

Ein wunderbar gelungenes Pappbilderbuch mit starken Pappseiten, die nicht so leicht kaputt gehen und abgerundeten Ecken für unsere kleinsten Leseratten. Ich denke, auch ganz Kleine ab 1 Jahr werden hier schon ihren Spaß haben. Vor allem, als wir die Tierlaute nachgemacht haben, gab es großen Spaß.

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Rezensionen von C. P.:

Ehepaar Beresford liebt die Gefahr

N oder M? von Agatha Christie

Mit "N oder M" habe ich ein mir bisher unbekanntes Ermittlerduo aus Agatha Christies Feder kennenlernen dürfen. Das britische Ehepaar Tuppence und Tommy Beresford hat bereits während des Ersten Weltkriegs Spionagearbeiten für ihr Land erledigt. Nun ist der Zweite Weltkrieg ausgebrochen, die Kinder sind bereits aus dem Haus, aber niemand hat Verwendung für die beiden.

Da bekommt Tommy offiziell einen harmlosen Bürojob angeboten, der sich als heimlicher Geheimdienst-Einsatz entpuppt. Als Privatperson ist er als unbekanntes Gesicht ideal, um einen Maulwurf zu enttarnen. Die pfiffige Tuppence bekommt natürlich Wind davon und reist ebenfalls getarnt an, um in dem gemütlichen Seebad nach dem Landesverräter Ausschau zu halten. Doch es stellt sich die Frage, ob Mann oder Frau, N oder M?
Das Ehepaar Beresford sieht einfach nicht ein, als altes Eisen abgestempelt zu werden, statt im Krieg dem Vaterland zu dienen. Da sie keine echten Spione sind, gehen sie teilweise recht unkonventionell an die Sache heran. Dabei war es amüsant zu lesen, wie sich nach und nach alle möglichen Leute unter Verdacht hatten und sich ihre Begründungen immer entsprechend zurecht bogen, ohne jedoch passende Beweise zu haben.
Wie von der Autorin gewohnt, werden immer mal wieder Hinweise eingestreut, welche auf den oder die Verräter/in hinweisen, man als Leser aber vielleicht nicht immer als solche erkennt. Ebenso haben sowohl der Verräter als auch das Ehepaar ein paar Spionagetricks auf Lager, die selbst nach rund 80 Jahren noch für die ein oder andere Überraschung sorgen. Und am Ende gerät das Paar sogar in Lebensgefahr.
Ein in sich stimmiger und unterhaltsamer Spionage-Krimi mit einem vom Geheimdienst beauftragten Ehepaar.

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Rezensionen von C. P.:

Ofelias Flucht vor dem Horror des spanischen Militärs

Das Labyrinth des Fauns von Cornelia Funke; Guillermo Del Toro

"Das Labyrinth des Fauns" ist das Buch zum Film "Pans Labyrinth" (El Laberinto del Fauno) von Guillermo del Toro aus dem Jahr 2006, welches Cornelia Funke auf dessen Bitte hin verfasste. Entsprechend nah hält sich dieses Buch an das Original. Neu sind die von der Autorin erdachten Kapitel einer Legende, auf der Ofelias Geschichte basiert und die geschickt mit der Realität kombiniert werden.

Ofelia ist eine 13-jährige Schneiderstochter, deren verwitwete Mutter neu geheiratet hat und nun hochschwanger mit ihrer Tochter zu ihrem Gatten Capitan Vidal zu dessen aktuellen Einsatzort im Wald fährt. Dort hat es sich der Militäroffizier im franco-faschistischen Spanien des Jahres 1944 zum Ziel gemacht, die Gegner des Regimes auszurotten. Schnell erkennt Ofelia die Brutalität, welche ihrem neuen Stiefvater innewohnt. Vor dem Schrecken flüchtet Ofelia in eine Fantasiewelt, welche ihr völlig real scheint: Sie begegnet einem Faun, welcher ihr eröffnet, die lang verschollene Prinzessin der Unterwelt zu sein.

"Doch bevor Euch erlaubt wird, in sein Königreich zurückzukehren, müssen wir sicherstellen, dass Euer Wesen unverändert ist und Ihr nicht zu einer Sterblichen geworden seid." (Zitat S. 62/63)

Wie bereits erwähnt, hält sich das Buch sehr ans Original. Der Film ist ab 16, düster und brutal. Das Buch ist ab 14 und macht die Schrecken der Erwachsenen deutlich, ohne allzu übermäßig ins Detail zu gehen. Der meiste Horror geschieht im Kopf, vieles wird eher angedeutet, wobei das bekannte augenlose Monster im Buch sogar relativ harmlos wirkte.
Geschrieben ist das Buch aus der Sicht eines allwissenden Erzählers. Dadurch erhält man z. B. beim Lesen ein wenig Einblick in Vidals Charakter. Sehr schön ist auch die Legende des dortigen Ortes rund um das Labyrinth, welche auf mehrere Kaiptel verteilt im Buch vorkommt und durch einige Details die Erzählung wunderbar ergänzt.

"Wir alle erschaffen uns unsere eigenen Märchen." (Zitat S. 73)

Ofelias Abenteuer sind so geschickt in die Realität eingebettet, dass man nicht immer eindeutig sicher sein kann, wann sie vor dem Horror der Realität in ihre Fantasiewelt flüchtet und welche ihrer Erlebnisse real sind. Mehrere Male verschwimmen die Grenzen, um anschließend mit der gnadenlosen Brutalität der Wirklichkeit über einen hereinzufallen. Sehr schön haben mir auch die Erlebnisse der Erwachsenen gefallen, allen voran die der Widerstandkämpfer, welche in den Wäldern ums Überleben kämpfen und unter Vidals Augen verborgen heimlich Hilfe erhalten.

"Doch die Menschen hören nicht, was die Bäume sagen. Sie haben vergessen, wie man den Dingen der Wildnis lauscht" (Zitat S. 118)

Ihren Schreibstil hat die Autorin wunderbar der Erzählung angepasst. Mal ein wenig märchenhaft, mal auf eventuell drohende Ereignisse anspielend. Hin und wieder Andeutungen, dass Gegenstände magische Eigenschaften aus der Legende besitzen könnten. Die Wortwahl ist angemessen gewählt, auf lange Beschreibungen hat sie verzichtet, um nicht allzu lange auf der Stelle zu treten. Auf diese Weise geht es im Roman zügig voran. Und das Ende ist entsprechend gestaltet, dass jeder Leser für sich entscheiden kann, wo für ihn die Wahrheit von Ofelias Erlebnissen liegt.

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Rezensionen von Harakiri:

genial

Opfer von Bo Svernström

Eine brutale Mordserie hält Stockholm in Atem. Die Opfer scheinen willkürlich gewählt und so hat die Polizei keinerlei Anhaltspunkte. Erst als sich die Morde immer mehr häufen, geraten erste Zusammenhänge in den Fokus der Ermittler.
Wow, ich bin immer noch atemlos. Was für ein Buch! Ich habe alles um mich herum vergessen und das Buch in einem Rutsch durchgelesen.

Die Kapitel rasen nur so, das Buch liest sich quasi von alleine, die Spannung ist von der ersten Seite an hoch und hält sich bis zum Ende. Und der Plot ist dann auch noch überraschend.
Das Buch ist in 3 Teile gegliedert, im zweiten Teil kommt der Täter zu Wort und man liest von Motiv und Motivation. Hier fand ich den Spannungsbogen ein wenig gebremst, wenngleich auch dieser Teil sehr interessant zu lesen war. Zuerst fand ich es schade, (und war total überrascht) dass man schon erfährt, wer die Taten begangen hat, aber diese Herangehensweise hat durchaus auch ihren Reiz.
Die Morde sind überaus brutal und nichts für schwache Gemüter, aber ich mag es, wenn die Täter so grausam sind und die Autoren das auch anschaulich schildern. Und der Mörder in „Opfer“
Fazit: Svernström schreibt, als hätte er nie etwas anderes getan, man merkt nicht, dass es ein Debüt ist. Absolute Lessempfehlung!

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

Die Kraft des Vertrauens

Wind in deinen Segeln von Jessica Winter

Ich lese fast nie Liebesromane, aber diese Jessica-Winter-typische Kombi mit etwas Spannung, gesellschaftskritischen Themen und eher selbstbewussten Protagonistinnen mit etwas Frechheit ohne dieses reine Geschmachte mag ich. Hier bekommt die Geschichte an sich wieder 5 Sterne, wird jedoch abgewertet auf 4 wegen eines fiesen Cliffhangers, der das Buch eindeutig als nicht einzeln lesbar einordnet.

Ich hätte lieber Band 1 und Band 2 gleich hintereinander gelesen, statt jetzt bis zum Herbst zu warten – auch wenn ich fairerweise zugebe, genau die aufgerufenen 99 Cent als Wunschpreis für ebooks zu haben – da wären mir 1,98 dann doch lieber gewesen mit den „fehlenden“ Seiten. Kaufe werde ich Band zwei natürlich auf jeden Fall, aber nun zum Buch selbst.

„Em“, Emerald hat sich in New York mit ihrem klapprigen Auto auf den Weg gemacht zu ihren jüngeren Geschwistern, um zu ihrem achtzehnten Geburtstag ein Versprechen einzulösen. Doch nach einem Sekundenschlaf-Unfall (Leute, fahrt NIE übermüdet) muss sie in Ceaser City, Iowa, ihr Auto in eine Werkstatt geben. Dummerweise überzieht sie der Mechaniker „Gabe“, Gabriel, mit einem Wechelbad aus Ritterlichkeit und grober Unhöflichkeit. Wie soll sie so ihr Versprechen einlösen, von diversen Folgeschritten nach diesem geplanten ersten Schritt abgesehen?

Die Kapitel sind wechselweise aus der Sicht von Em und Gabe beschrieben und es wird schnell klar, dass beide eine Vergangenheit haben, die sie vor anderen eher verbergen wollen, was aber im Jetzt reichlich Probleme verursacht. Während Gabe eher dazu neigt, völlig ohne Vertrauen in die Welt zu blicken („Das Licht am Ende des Tunnels ist lediglich ein entgegenkommender Zug“), ist Em zupackend, positiv, ein Wirbelwind: „Und ich würde dir gern eines Tages helfen, eine neue Zukunft für dich zu finden, die dich genauso glücklich machen kann, wie der ursprüngliche Plan. Ich würde gern der Wind in deinen Segeln sein, verstehst du?“. Doch sobald der Leser glaubt, aus den ersten Andeutungen heraus die Wahrheit zu erahnen, kommt es noch viel dicker.

Wie gesagt, wunderschön, in einem Rutsch über Nacht inhaliert. Aber was für ein Mensch lässt Leser bis zum Herbst warten???

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Rezensionen von C. P.:

Gnadenlos spannend

Das Erbe der Macht - Schattenloge 2: In Asche und Blut..16-18 von Andreas Suchanek

Die Tage der alten Ordnung sind gezählt, der neue Feind der Magier startet zum Angriff. In diesem Band, welcher die Einzelfolgen 16-18 der Urban Fantasy Serie beinhaltet, schickt der mächtige Bran seine Gehilfin Chloe auf eine Mission, um ihm ein letztes fehlendes Artefakt zu besorgen: Das Seelenmosaik.

Eine gefährliche Mission - zwar nicht für Chloe, jedoch für ihre Begleiter. In der Zwischenzeit versucht Moriarty mit seinen Leuten, mehr über den magischen Pakt herauszufinden, in welchen auch Jen und Alex involviert zu sein scheinen. Und Johannas Freundin, nach langer Zeit von ihren Reisen durch die Splitterreiche zurück, zieht Erkundigungen über Bran ein, welche Böses erahnen lassen. Nebenbei taucht man in die Geheimnisse von Spiegelsaal und Opernhaus ein, erlebt mit Wechselbalg Kyra und Alex spannende Abenteuer, erlebt ein Wiedersehen mit Käptain Nemo, reist mit Alfie und Madison in ein fremdes Land... Und am Schluss, wenn die magische Welt in Trümmern liegt und Bran eine blutige Schneise seiner Macht zieht, erfährt man sein wahres Geheimnis um seine Person!
Selten hat mich ein Buch so sehr bewegt wie dieses! Klar, zur Zyklus-Halbzeit des zweiten Serienzyklus hatte ich mich bereits auf einiges gefasst gemacht - aber mit dem, was dann im Buch geschah, hatte ich nicht gerechnet. Zwar werden in diesem Band sehr viele Fragen beantwortet und die Abenteuer geben sich hier regelrecht die Hand, aber mit welcher Gnadenlosigkeit Bran letztlich zu Werke geht, hat mich doch sehr schockiert. Ebenso war ich überrascht, wer hinter Bran steckt und warum sein Hass auf die Magier so immens wurde. Das gefiel mir sehr gut. Zwischen all den lustigen, spannenden sowie schockierenden Momenten gab es aber auch wieder jede Menge kleiner Details zu endecken, von denen hoffentlich einige im Kampf gegen Bran hilfreich sein werden. Denn - ganz ehrlich - wie der Autor unsere Leute gegen DEN Feind bestehen lassen will, darauf bin ich mehr als nur gespannt!
Spannung, Action, bewegende Momente, Humor und viele neue Details machen diesen Band zum bisher besten der Serie!

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

Spannend, mitreißend, aber mir bleiben zu viele Fragen offen

Die stille Tochter von Gard Sveen

1973 flieht die 17jährige DDR-Bürgerin Christel Heinze, die als Schwimmerin an einem Wettkampf in Norwegen teilnimmt, in die bundesdeutsche Botschaft. Doch Christel bleibt eine, die nie ankommt in dieser Zeit des Kalten Krieges: in der Bundesrepublik verdächtigt man sie, von der Stasi ins Land geschleust worden zu sein - Guillaume lässt grüßen.

Wieder in Norwegen, wird sie im sozialdemokratischen Land von den meist linksgerichteten Studenten als Verräterin an der Sache beschimpft. Bald verliebt sie sich, wohl in den falschen Mann, wird erpresst mit ihrer Vergangenheit und verschwindet schließlich bekleidet mit einem Schafsfellmantel.
2016 wird eine Frauenleiche in einem See gefunden. Die Tote trägt die Reste eines Mantels aus Schafsfell. Tommy Bergmann beginnt zu ermitteln und wird verwickelt in ein Verwirrspiel mit Kalten Kriegern und Geheimdiensten, als auch noch ein Norweger getötet wird, der früher für die Sowjetunion spioniert hatte.

Die Stimmung ist meist düster und voller Vorahnung auf ein schlimmes Ende, die häufigen Sprünge ließen mich immer weiter lesen. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, tiefe Einblicke erhalten zu haben. Seit der langen Zeit, in der die Sozialdemokraten an der Regierung waren, hat sich Norwegen verändert: "Tommy sah sich diskret um und hatte plötzlich das Gefühl, dass die norwegische Sozialdemokratie nur eine Illusion war. Früher hatte die Arbeiterpartei die Gesetze gemacht, während die Reichen das Geld verdient hatten, soweit die Regeln es zuließen. Heute saßen Menschen wie Christian Wessel auf beiden Seiten des Tisches." Die Vertreter der Macht, mit denen Tommy sich einlässt, offenbaren ihren Zynismus: "Die meisten Menschen hätten es in einem aufgeklärten Absolutismus leichter oder in Platons idealem Staat. Sie wissen es nur nicht besser. In dem Chaos, das die sogenannte Demokratie mit sich bringt, sind es Menschen wie ich, wie meine Familie, die sich Macht und Geld sichern, während der einfache Mann auf der Straße brav seine Steuern zahlt und schon zufrieden ist, wenn er einen schönen Film im Fernsehen findet oder von den sozialen Medien gefesselt wird, mit denen die Amerikaner die Welt betäuben. Sie halten das, was sie um sich herum sehen, für die Wirklichkeit." Ähnlich zynisch ging man Jahre zuvor auch mit Christel um.

Ich hatte dieses Buch bereits auf dem Reader, als mir auffiel, dass es sich um Band 4 einer Serie handelt. Also habe ich zumindest den ersten Band vorgezogen, als Audio, denke aber, dass man Band 4 auch allein lesen könnte (es scheinen die Bände 2 und 3 jedoch in genau dieser Reihenfolge eng zusammenzuhängen und es gibt in diesem Band 4 einige Spoiler auf letztere zur Gesundheit von Tommy Bergmann und seiner Lebensgefährtin Susanne; nicht jedoch auf Band 1, obwohl Tommy einem Polizisten aus Band 1 wiederbegegnet - auf den damaligen Fall wird absolut nicht Bezug genommen). Wie auch Band 1 besticht dieser Spannungsroman, den ich eher als Polit-Krimi (einen Whodunnit) einordnen würde denn als Thriller, durch den starken Bezug auf einen historischen Fall. In Band 1 war das der Zweite Weltkrieg mit der deutschen Besatzung Norwegens und dem Widerstand, hier ist es der Kalte Krieg, dessen Akteure im Damals und Heute einige Geheimnisse zu hüten trachten. Der Ansatz gefällt mir sehr gut, vor allem, wie von Beginn an die Handlungsstränge im Heute (mit Tommy als Hauptperson) und Damals (aus der Sicht Christels) aufeinander zu getrieben werden. Ich fand die Anzahl der Stränge und Handelnden als durchaus komplex und habe mir irgendwann eine Liste gemacht; als Hörbuch beim Band 1 fiel mir der Durchblick deutlich schwerer.

Gefallen hat mir das während der Lektüre, weniger jedoch vom Ende her. Es bleiben einige Fragen offen, so kann ich zum Beispiel nur aus einem Nebensatz entnehmen, wer der Mann mit den teuren Lederschuhen war. Ich verstehe nicht die Motivation von mehreren Taten, wie den Zeitpunkt für den Mord an Storholt (nach dem Leichenfund, ja, aber dennoch, warum erst jetzt), das Motiv auf Täterseite damals, warum einige jetzt plötzlich reden wollen, Sascha, Kleive, in Berlin. Was wurde aus der Schwangerschaft? Und dann diese Unterhaltung am Ende - das ist irgendwie unrund (ich kann das alles nur kryptisch schreiben, um nichts zu verraten). Dazu hatte ich lange Zeit die Sorge, dass der Plot eine Wiederholung von Band 1 werden könne - es gibt einige Gemeinsamkeiten, eine unschuldig zwischen die Mühlen geratene naive Idealistin, der sich genötigt sieht, mit ihren Informanten zu schlafen. Der Name Gretchen wird wieder verwendet, es gibt wieder einen Handlungsstrang mit Deutschland (um den Markt hier mit ins Visier zu nehmen?), ältere Akteure sehen sich wieder durch Krebs zu bestimmten Aktionen genötigt (es gibt doch noch andere Krankheiten), ein Unsympath erinnert wieder an einen Vogel (Ornithologie dürfte nicht das Hobby von Autor Gaard Sveen sein). Ich habe mir gerade Band 2 geholt, denn im Gegensatz zu Band 1 (5 Sterne) war ich von dem aktuellen Band 4 nicht überzeugt. 5 Sterne zwar für Spannung, Aufbau und Setting, aber nur maximal 3 für die Handlung. Insgesamt 3,5 Sterne. Ich runde ab und lasse Luft für eine Einordnung von Band 2 und 3.

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Rezensionen von EdVanSchleck:

Fesselnde Fortsetzung

R.I.P. von Gard Sveen

Eine junge Frau wird brutal ermordet. Zuvor verteilt der Täter Bilder und Videos der letzten Augenblicke seines Opfers über ihre Sozial-Media-Kanäle an ihre Freunde. Kommissar Huldar und sein Team arbeiten an der Aufklärung des Falls und auch die Kinderpsychologin Freya wird wieder mit in den Fall eingebunden.

Doch im Laufe der Ermittlungen wird klar, dass es sich hierbei nicht um das erste und wohl auch nicht um das letzte Opfer handeln würde.

R.I.P. ist der inzwischen dritte Teil einer fesselnden Thriller Reihe rund um die Ermittlungen von Kommissar Huldar und der Kinderpsychologin Freyja. Ich kenne die Vorgängerbände (DNA und SOG) zwar, aber es werden zu Beginn ausreichend Informationen erneut aufgegriffen, sodass sich auch Quereinsteiger gut zurecht finden sollten. Durch den lebendigen und spannenden Schreibstil wird der Leser, entsprechend der vorangehenden Bände, sehr schnell in das Geschehen gezogen. Schon zu Beginn wird der Spannungsbogen aufgebaut und durch immer neue Ermittlungsergebnisse und Ereignisse wird er auch bis zum Ende hin aufrecht erhalten.

R.I.P. ist wie seine Vorgänger auch ein sehr fesselndes Buch, mit einer realitätsnahen Handlung. Das aufgegriffene Thema (Mobbing) stellt definitiv ein Problem in der heutigen Gesellschaft dar, das weit verbreitet und allgegenwärtig ist. Genau deshalb wirkt das Geschehen auch so real und auch am Ende bleibt ein etwas beklemmendes Gefühl, dass es ähnlich wie beschrieben überall in der Welt ablaufen könnte. Wer gerne etwas härtere Thriller mit Bezug zur Realität mag, dem kann ich R.I.P. nur wärmsten empfehlen.
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Rezensionen von heinoko:

Weniger machen, mehr sein

Achtsam in drei Atemzügen von Doris Iding


Schön ausgestattet ist das Büchlein. Auf dem Cover und auf dem Buchrücken leuchtet der Buchtitel in goldglänzenden Buchstaben. Im Buchinneren wiederholt sich das sanfte Mint des Bucheinbandes in den Überschriften. Überhaupt bleibt das Auge aufgrund der übersichtlichen Textgestaltung sofort an den wesentlichen Inhalten des Buches hängen.

Kleine Zwischenüberschriften geben weitere Orientierung. Dazu immer wieder Platz, sich den gestellten Fragen zu widmen. Ein Büchlein also, das man gerne verschenken möchte – an Menschen, deren unruhiges Wollen nur noch wenig Platz für Stille lässt zum Beispiel.
Dem Buchaufbau lässt es sich gut und unangestrengt folgen. Es gibt keine langwierigen theoretischen Abhandlungen. Man fühlt sich als Leser nicht gedrängt, nicht bevormundet, höchstens sanft ermutigt: Einatmen – ausatmen. Wobei mich zugegebenermaßen persönlich sehr stört, von der Autorin geduzt zu werden. Meine natürliche Distanzgrenze gegenüber Unbekannten wird hier ohne meine explizite Erlaubnis überschritten. Und das mag ich nicht, auch wenn dies oftmals „üblich“ ist. Doch meine persönliche Abneigung gegenüber duzfreudigen Autoren ändert nichts am Inhalt des Buches. Die unspektakulären, schönen, wohltuend einfachen Mini-Übungen lassen sich unkompliziert im Alltag integrieren, ohne die Unruhigen durch langwieriges Stillsitzen in noch mehr Unruhe zu treiben. Dass mehr Achtsamkeit der Schlüssel ist für bessere Selbstfürsorge, das lehren uns die kleinen feinen Übungen. Und auch, dass mehr Bewusstsein den Blick für das Wesentliche schult. Und welch ein Gewinn Ruhe und Gelassenheit für das eigene Leben darstellen.
Fazit: Ein schönes Büchlein, undogmatisch, mit sanften Anregungen zu mehr achtsamer Gelassenheit.

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