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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von C. P.:

Ein Buch über Glühwürmchen, Elfen und Magie

Faye - Herz aus Licht und Lava von Katharina Herzog

In diesem wunderschönen Jugendbuch geht es nach Island, das Land der nordischen Mythen und Sagen, in dem viele Bewohner noch an Elfen und andere magische Gestalten glauben. Die 17-jährige Faye wird von ihrer Mutter dazu verdonnert, in den Ferien mit nach Island zu kommen, um dort für die Schule zu pauken.

Natürlich ist alles andere interessanter als das im Koffer liegende Mathebuch. Vor allem die Bedeutung eines uralten Holunders, der als Tor in die Elfenwelt gilt und nun einem Wellnesshotel weichen soll. Denn angeblich wurde das Herz des Baumes gestohlen und der Baum liegt nun im Sterben, was fatale Folgen nicht nur für die Elfenwelt hätte. Doch ist das nicht das einzig Magische, was Faye auf Island erlebt…
Ich gestehe, als ich das Buch las, wäre ich am liebsten auch auf Island gewesen und hätte mir so gern die Orte angesehen, welche Faye dort erlebt. Die Beschreibungen sind einfach zu schön. Faye habe ich auch gleich von der ersten Seite an in mein Herz geschlossen. Sie ist eine herzliche Person, die manchmal vielleicht noch etwas naiv auf andere hereinfällt, aber das Herz am rechten Fleck hat und mit einer magischen Seite Islands konfrontiert wird, die bezaubernd, spannend und teilweise sogar gefährlich ist. Besonders hat mir gefallen, dass sie als Tier- und Pflanzenliebhaberin sich spontan mit für den Erhalt des Baumes einsetzen will. Dabei gerät sie an verschiedene Personen, bei denen nicht unbedingt von vornherein klar ist, ob sie ihnen trauen kann oder nicht. Allen voran Aron, der Neffe des Auftraggebers ihrer Mutter, der mit seinem wechselnden Verhalten nicht nur Faye, sondern selbst mich mehrfach verwirrte. Und auch andere Personen tragen Geheimnisse mit sich herum, selbst ihre Mutter.
Das Buch lebt von der Atmosphäre und Fayes Erlebnissen und Entdeckungen. Als Leser ist man ihr einen Schritt voraus, weiß mehr als die Protagonistin und kann sich das ein oder andere zusammen reimen. Da aber nicht jeder Charakter durchschaubar ist, allen voran Aron, ist das Buch dennoch auf seine ganz eigene, magische Art spannend und unterhaltsam.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Eine ruhige aber dennoch spannende Story mit einer ganz besonderen Protagonistin

Sally Jones - Mord ohne Leiche von Jakob Wegelius

Lissabon um 1900: Bei einem Handgemenge im Hafen von Lissabon stürzt ein Mann ins Wasser. Seine Leiche wird nie gefunden. Doch der finnische Seemann Henry Koskela wird des Mordes angeklagt und zu fünfundzwanzig Jahren Haft verurteilt. Um die Unschuld ihres Freundes zu beweisen, begibt Sally Jones sich auf eine abenteuerliche Reise um die halbe Welt - aus den engen Gassen Lissabons über Alexandria und Bombay bis in den sagenhaften Palast des Maharadschas von Bhapur.

.. (Klappentext)

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"Ich habe gelernt, wie ihr Menschen denkt, und ich verstehe, was ihr sagt. Ich habe Lesen und Schreiben gelernt. Ich habe gelernt wie man stiehlt und betrügt. Ich habe gelernt, was Gier ist. Und was Grausamkeit ist. Ich hatte viele Besitzer und die meisten würde ich lieber vergessen. Ich weiß nicht, wer mir meinen Namen gegeben hat. Oder warum. Aber jedenfalls heiße ich Sally Jones."
(S. 38)

Dieses Buch besticht durch eine ganz besondere Protagonistin und das nicht nur weil sie intelligent, mutig und pfiffig ist. Sally Jones ist ein Gorillamädchen. Ja, richtig gelesen - Sally ist ein Affe, ein Menschenaffe.
Sie ist als kleines Affenbaby zu den Menschen gekommen, wie weiß sie selbst nicht, da sie noch zu klein war, doch sie hat im Laufe ihres Lebens viel von den Menschen gelernt.
Sie wurde einst vom Chief Henry Koskela gerettet und seither sind sie Freunde. Sally hat mit ihm schon einige Abenteuer erlebt, nochmehr von ihm gelernt und gemeinsam leben sie nun auf einem kleinen Frachter namens "Hudson Queen".
Es war ein bescheidenes aber glückliches Leben ... bis sie vor 4 Jahren im Hafen Lissabons auf Alphonso Morro trafen und dieser hatte einen Auftrag für sie. Er tat sehr geheimnisvoll und bot viel Geld, obwohl sie doch nur ein paar Kisten Fliesen transportieren sollten. Damit begann das Unglück, welches dazu führte, dass der Chief wegen Mordes verhaftet und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt wurde ... unschuldig und die Leiche wurde nie gefunden. Sally war auf sich alleine gestellt, doch sie raffte all ihren Mut zusammen, denn sie musste die Unschuld des Chiefs beweisen. Doch wie ohne Leiche und als "Affe des Mörders" gejagt?
Für die Gorilladame begann ein wahres Abenteuer, welches sie um die halbe Welt führte und ihre Fähigkeiten als Ermittlerin zu Tage förderte, um den einzigen Mann zu suchen, der die Unschuld des Chiefs beweisen kann - den angeblich getöteten Alphonso Morro.

Bevor man sich auf Reisen begibt muss man sich jedoch etwas gedulden und es gehen einige Buchseiten ins Land. Dies gestaltet sich jedoch keineswegs langweilig.
Sally Jones gewinnt Freunde, lernt die Liebe zur Musik kennen und das diese so manches leichter und erträglicher macht. Anfangs taucht man also in die wunderbare Welt der portugisischen Fadosänger ein. Man genießt mit Sally Jones diese musikalisch geprägte Atmosphäre, bis sich schließlich die Ereignisse überschlagen und sie wieder gejagt wird. Da ist es für die Gorilladame dann an der Zeit die Segel zu hissen und sich auf die Suche nach dem Mann zu mache, der die Unschuld von ihrem Freund beweisen kann. Die Reise um die Welt beginnt und Sally Jones stolpert von einer Gefahr in die nächste.

"Hinter mir funkelten Millionen Lichter Lissabons in der Nacht. Vor mir lag der Antlantik. Und der weite Weg nach Indien."
(S. 237)

Die Geschichte ist in der Ich-Form aus Sallys Perspektive geschrieben und es wird rückblickend erzählt. Dies erfolgt in einem einfachen Schreibstil und in eher ruhigen Tönen. Für mich manchmal sogar etwas zu ruhig. Man darf sich also nicht allzu viel KAWUMM-Action erwarten.
Von der Dicke des Buches sollte sich kein Kind einschüchtern lassen, denn es erwartet einen dafür ein Haufen Abenteuer, skurrile Personen, Bösewichte und neu gewonnene Freunde. Man huscht durch die Seiten und am Ende wünscht man sich das Buch wäre noch dicker, um weitere Abenteuer mit Sally erleben zu dürfen.

Zudem ist dieses Buch wirklich ein wahres Schmuckstück unter den Kinderbüchern. Schon das Cover alleine versprüht etwas Abenteuerliches und Geheimnisvolles und diese Liebe zum Detail geht im Inneren weiter.
Sobald man dieses Buch aufschlägt, umhüllt einen ein klassischer Touch, der einen auf die vor einem liegenden Abenteuer einstimmt. Gleich anfangs werden einem die Protagonisten mittels Porträt-Illustrationen vorgestellt und Illustrationen leiten danach auch jedes Kapitel ein. Man hat hier also nicht nur eine tolle Abenteuergeschichte, sondern auch etwas zu gucken.

"Die Hoffnungslosigkeit, die mir in der Brust wehtat, hielt mich wach. Außerdem schnarchte Mister Wilkins ärger als ein Nilpferd. Ich habe im Dschungel schnarchende Nilpferde gehört, also weiß ich, wovon ich rede."
(S. 310)

Zusätzlich hat dieses Buch auch einen kleinen Lerneffekt bezüglich Geographie und Kultur anderer Länder.

Fazit:
Obwohl diese Geschichte von ruhigen und manchmal melancholischen Klängen geprägt ist, ist es spannend und fesselnd der Geschichte zu folgen. Vor allem da diese so viel mehr enthält. Es ist eine Geschichte über tiefe Freundschaft, Mut, Vertrauen und auch Verrat. Dies alles in einer tollen Atmosphäre, welche einem die Lissaboner Klänge hören lässt und man die Hitze der Sahara auf der Haut spürt.
Es war also eine schöne und spannende Reise auf der mich die Gorilladame Sally Jones mitgenommen hat. Ich werde mir auch bald den 1. Band dieser Reihe holen und hoffen, dass der Autor noch viele weitere schreibt.

© Pink Anemone (mit Bildern ins Innere des Buches, Leseprobe, Lese-Soundtrack und Autoren-Info)

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Rezensionen von Bibliomarie:

Fußball und Zen

Inspektor Takeda und das doppelte Spiel von Henrik Siebold

Das Warten hat sich gelohnt, der vierte Band von Henrik Siebolds Kriminalromanen um das ungleiche Ermittlerpaar Ken Takeda und Claudia Harms ist erschienen.
Vorweg möchte ich erwähnen, dass die Bände sehr gut einzeln zu lesen sind, auch ich bin erst später in die Reihe eingestiegen, aber ich bin sicher, wer ein Buch gelesen hat, will sich auch die anderen nicht entgehen lassen.

Inspektor Takeda, für ein Jahr mit einem Austauschprogramm nach Hamburg gekommen, hat sich gut eingelebt. Die Zusammenarbeit mit der recht eigenwilligen Claudia Harms ist gut und beginnt beiden immer mehr Spaß zu machen. Ein gewisses Kribbeln zwischen den beiden so unterschiedlichen Charakteren ist immer deutlicher zu spüren.

Der neueste Mordfall führt Ken Takeda in ein dunkles Gewerbegebiet. Dort findet er einen toten Landsmann, eine Stichwunde im Bauch und eine tödlicher Kopfschuss wirken wie eine Hinrichtung. Entsetzt erkennt Takeda, dass der Tote der beliebte Spieler Ryūtarō Matsumoto des HSV ist. Die Spuren der Tat führen ihn und seine Partner zu einer buddhistischen Sekte und zu einem honorigen Hamburger Geschäftsmann und weisen da nicht einige Ungereimtheiten auf die japanische Yakuza hin?
Weil sich die Ermittlungen in Hamburg immer mehr in einer – auch politisch gewollten – Sackgasse befinden, beschließen Harms und Takeda auf eigene Faust in Japan zu ermitteln. Eine Reise, die beide verändern wird.

Siebolds Kriminalromane bestechen nicht nur den sehr gut aufgebauten Plot, sondern auch durch den Synergieeffekt der beiden Kulturen bei den Ermittlungen. Sehr kenntnisreich berichtet er über japanische und deutsche Eigenheiten, die manchmal recht konträr zueinander stehen. Die Zusammenarbeit von Ken und Claudia wird dadurch bereichert.

Zum ersten Mal verlässt der Krimi Hamburg und ein Teil der Handlung ist in Tokyo angesiedelt, ein farbiger und faszinierender Part, der mir sehr gut gefallen hat. Hier ist Takeda nun auf heimischen Boden und Claudia die exotische Außenseiterin. Die Umkehr der Verhältnisse bringt auch einige sehr witzige Szenen in die ansonsten sehr temporeiche und spannende Handlung. So gibt es sogar einige Actionszenen, die ich eher in einem Hollywoodstreifen erwartet hätte.

Ich mag die farbige Sprache des Autors, der so viel an Wissen und Erklärungen einfließen lässt, ohne dass es aufgesetzt oder als Fremdkörper im Krimi wirkt. Weil die Handlung in diesem Buch auch in die jüngere Vergangenheit zurück reicht, vervollständigt und erklärt ein ausführliches Nachwort den historischen Kontext.

Siebolds kleine Serie um Inspektor Takeda gehört inzwischen zu meinen Lieblingskrimis, auch wenn ich sagen muss, dass mir dieser Band einen Hauch weniger gefiel als die Vorgänger.

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Rezensionen von Ines Schwaninger:

Ein herzerfrischender Liebesroman

Schokolade aufs Brot von Simona Pindeus

Sie ist manchmal etwas chaotisch, aber gerade das macht die Hauptfigur in diesem kurzweiligen Roman so liebenswürdig und echt. Kinderärztin Flora Sandig ist frisch getrennt und wohnt mit ihren beiden Kindern wieder bei ihren Eltern. Nicht nur das sorgt in diesem Buch für viel Situationskomik, die man als Frau und Mama aus dem eigenen Alltag kennt.

Wie die nette Kinerärztin ihr Leben auf neue Beine stellt und auch in der Liebe einen Neuanfang wagt, bleibt bis zur letzten Seite spannend. Bei manchen Büchern ist es richtig schade, wenn man auf der letzten Seite angelangt ist. Dieser Roman von Simona Pindeus ist so ein Buch! Eines meiner Lieblingsbücher in diesem Sommer!

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Rezensionen von heinoko:

Zusammen sind wir am besten

Hektor spielt (nicht) mit Mädchen! von Ameling Anne


Hektor, der Wolfsjunge, freut sich auf einen wolfsmäßig schönen Tag, sammelt fröhlich Blumen fürs Schmetterlinghaus und begeistert sich zusammen mit Mücke und Klara über die ersten Schmetterlinge, die gleich einziehen wollen. Aber Rocky Igel, der Hartgesottene, findet das mädchenkramig albern und will „was Richtiges“ spielen, Ball zum Beispiel, jungenmäßig halt.

Und er zeigt seine Dribbelkunst. Als Mücke und Klara mitspielen wollen, lacht Rocky sie aus, denn seiner Meinung nach stolpern Mädchen nur über ihre eigenen Füße. Das lassen Mücke und Klara natürlich nicht auf sich sitzen und zeigen Rocky und Hektor, dass Mädchen sehr geschickt sind und überhaupt, wie viel Spaß das gemeinsame Spiel macht.
Ob Rollenverhalten bereits im Kindergartenalter wichtig ist? Vielleicht ja, wenn die Eltern darauf drängen. Und genau diese Eltern werden wohl das vorliegende Bilderbuch ihren Kindern nicht in die Hand geben, fürchte ich. Ganz grundsätzlich ist die Botschaft jedoch wirklich wichtig: Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam haben wir Spaß, und gerade, weil wir unterschiedliche Fähigkeiten haben, sind wir zusammen am besten. Die Illustrationen von Günther Jakobs gefallen mir sehr. Sie drücken ganz unmittelbar die Bandbreite der Gefühle aus von entspannter stiller Freude bis zu stocksauerer Ablehnung, von angespanntem Leistungswillen, über Nachdenklichkeit hin zu freudigen Spielprojekten – all dies lässt sich an den Zeichnungen auf direkte Weise ablesen. Dazu kommt noch die dynamische Lebendigkeit der Bilder, so stark, als wären sie bewegte Bilder, besonders beim Baumballspielen. Besser geht es nicht. Und Papa Wolf bringt es beim mittäglichen Braten von Wolfsburgern beim Thema, dass Schmetterlinge Mädchenkram seien, auf den Punkt: „Schmetterlinge sind Schmetterlinge“! Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Rezensionen von Vicky:

Was wird das für ein Mensch?

Im Leben bleiben von Paul van Dyk

‚Im Leben bleiben‘ ist eine Biografie von Paul van Dyk, einem der berühmtesten DJs der Welt. Ich muss gestehen das ich ihn bis zu diesem Buch nicht kannte aber ich fand die Inhaltsangabe zu seinen Erlebnissen faszinierend.

Das Cover ist passend für eine Biografie gewählt und entsprechend gestaltet, ich finde es gut.

Die Geschichte ist in 6 größere Bereich gegliedert. Diese Unterteilung fand ich sinnvoll gewählt und man wurde gut durch die Geschehnisse zum Unfall, der Zeit danach aber auch durch seine Kindheit und Jugend geführt und erfuhr dadurch wie Paul zur Musik fand.

Der Einstieg hatte es in sich. Ich habe mit Margarita mitgefiebert und war selbst kurz davor durchzudrehen. Ich finde die Unruhe bezüglich der Ungewissheit wurde hier sehr gut vermittelt und lies mich als Leser alles Hautnahe miterleben. Allerdings muss ich anmerken dass ich es weder erwartet hatte aus Margaritas Sicht einzusteigen noch soviel von und über sie zu lesen. Dafür muss ich leider einen Stern abziehen denn das entsprach in keinster Weise meinen Erwartungen. Nicht falsch verstehen, ich fand ihre Sicht gut und der Wechsel zwischen ihr und Paul war wirklich gelungen aber ich hatte mir ein Buch rein aus Sicht von Paul erwartet.

Den Abschluss fand ich toll und stimmig. Das Danke rundet die Geschichte ab. Allerdings hätte ich mir mehr zur Regeneration und Wiederherstellung gewünscht – aber dann wäre das Buch wohl mit ‚Ins Leben zurück finden‘ statt ‚Im Leben bleiben‘ betitelt gewesen ;-) Kurz hatte ich sogar überlegt deswegen noch einen Stern abzuziehen aber das wäre gemein gegenüber dem tollen Buch!

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Rezensionen von rainbowly:

Nichts Neues

Eve of Man - Die letzte Frau von Tom Fletcher; Giovanna Fletcher

Inhalt
Eve ist seit 50 Jahren das erste Mädchen das geboren wird. Deshalb wächst sie als Retterin der Welt behütet vor der Männerwelt in der Kuppel eines Turmes auf. Doch dann erhascht Eve zufällig einen Blick auf die Wahrheit hinter dem ganzen Trugbild in dem sie lebt und da packt sie der Freiheitsdrang.

Gestaltung
Eigentlich gefällt mir das Cover nicht besonders. Trotzdem hat mich der Titel sofort gepackt und die Leseprobe war klasse, deshalb wollte ich die Geschichte unbedingt lesen.

Sprache
Der Prolog gefiel mir sehr gut! Man erhält einen Rückblick wie das Rosa von der Babystation verschwand und erst Eve die Hoffnung wieder zurück brachte. Auch der Sprung in die aktuelle Zeit ist sehr gelungen. In Eves Welt einzutauchen war super interessant und man konnte sich ihren Alltag wirklich gut vorstellen - die Kuppel, ihre „Mütter“ die für sie sorgen, Holly ihre beste Holo-Freundin und ihr Auftrag die Welt zu retten. Da flogen die Seiten nur so dahin. Dann wurde es aber leider sehr vorhersehbar - sie verliebt sich in einen Jungen der natürlich Tabu für sie ist, Rebellen kommen ins Spiel und die perfekte Welt um Eve herum bröckelt. Das hat mich etwas enttäuscht. Ich hätte gern mehr von der Welt da draussen erfahren.

Charaktere
Eve ist zu Anfang sehr naiv, gutgläubig und unselbstständig. Doch im Laufe der Geschichte wird sie mutiger, selbstbewusster und rebellischer. Diese Wandlung hat mir gut gefallen. Nur leider stellt sie viel zu wenige und oft die falschen Fragen. Sie braucht trotz ihrer rebellischeren Haltung noch sehr lang um hinter die Fassade zu schauen, um die Wahrheit zu erkennen. Das fand ich etwas schade und führt dazu, dass sie eine sehr passive Rolle in der Geschichte einnimmt.

Bram ist der Mann hinter Holly, Eves bester Hologram-Freundin. Er kennt Eve schon seit die beiden Kinder sind und weiß wie sie denkt und kann sich gut in sie hineinversetzen. Als er erfährt, dass nicht nur Eve in einer Scheinwelt lebt, sondern auch er und seine Kollegen belogen werden, will er die Wahrheit herausfinden, etwas ändern und Eve retten.

Fazit
Es ist eine gute Dystopie, allerdings fehlen mir ein paar neue und innovative Ideen, die die Geschichte zu etwas ganz Besonderem machen würden.

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Rezensionen von Vicky:

Man kann nicht alles im Leben kontrollieren

ON:OFF von Ann-Kristin Gelder

'ON:OFF' ist ein Jugendbuch der Autorin Ann-Kristin Gelder. Der Roman ist allerdings spannend wie ein Thriller!

Das Cover ist interessant gestaltet und lässt einen, in Kombination mit der Beschreibung, bereits erste Vermutungen anstellen.
Unter 'Das Buch' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um Nora, Alex und den Konzern NGS holen.

Der Roman umfasst einen Prolog, dreißig Kapitel sowie einen Epilog. Am Ende gibt es noch ein Glossar - dies wäre in meinen Augen allerdings am Anfang besser positioniert gewesen. Andererseits hätte es am Anfang vielleicht zu viel verraten...
Jedes Kapitel beinhaltet einen Titel, dadurch wird bei mir bereits vor dem Lesen mein Kopfkino angeregt und ich muss immer überlegen was im jeweiligen Kapitel denn passieren könnte!

Ich finde der Schreibstil ist angenehm und man kommt gut voran. Auch die Geschichte ist flüssig zu lesen – beides ist sehr wichtig für ein Jugendbuch! Die Themen die in 'ON:OFF' aufgegriffen werden sind wichtig und man könnte sich vorstellen dass es irgendwann wirklich möglich ist.

Die moralische Flexibilität des Konzerns ist unglaublich aber dennoch glaubwürdig. Ich finde das Buch ist auch für Erwachsene bestimmt sehr interessant – ich zumindest habe es sehr genossen :-) Allerdings war mir das Ende für ein Jugendbuch dann doch etwas zu gewalttätig, das wäre bestimmt etwas sanfter möglich gewesen.

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Rezensionen von KimVi:

Spannender Pageturner!

Die letzte Witwe von Karin Slaughter

Sara Linton und ihr Freund Will Trent wollen eigentlich gemütlich mit Saras Familie essen, als zwei Explosionen die sommerliche Ruhe erschüttern. Sara und Will rennen sofort los, um nachzusehen was passiert ist und bei Bedarf ihre Hilfe anzubieten. Doch bevor sie am Explosionsort ankommen, wird Saras Hilfe bei einem Autounfall benötigt.

Viel zu spät erkennt Sara, dass sie in eine Falle geraten sind. Obwohl Will alles daran setzt, Sara aus der brenzligen Situation zu befreien, muss er schließlich zusehen, wie sie entführt wird. Eine fieberhafte Suche nach Sara beginnt, bei der Will sich auf einen gefährlichen Undercover-Einsatz einlässt...

"Die letzte Witwe" ist bereits der 7. Band der Georgia-Serie um Will Trent und Sara Linton. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ereignissen auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil der Serie gelesen hat. Um die privaten und beruflichen Nebenhandlungen und die Weiterentwicklung der Charaktere zu verfolgen, empfiehlt sich aber, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.

Ohne langatmiges Vorgeplänkel, befindet man sich beinahe von Anfang an im spannenden Geschehen. Denn die Autorin baut die Spannung bereits sehr früh auf und sorgt dafür, dass sie durchgehend gehalten wird und sich im späteren Verlauf so steigert, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Am Anfang wird dabei sogar die gleiche Situation mehrfach, aber immer aus der Sicht von verschiedenen Protagonisten, geschildert. Dadurch bekommt man zwar einen ziemlich genauen Eindruck von der Lage und kann nachvollziehen, wie die gleiche Situation auf die unterschiedlichen Charaktere wirkt, doch die Wiederholungen gehen leider etwas zu Lasten der Spannung. Sobald sich die mehrfache Beschreibung der gleichen Szenen legt, steigt die Spannung allerdings sofort wieder an.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und mitreißend. Handlungsorte und Protagonisten werden so lebendig beschrieben, dass man sie mühelos vor Augen hat und sich deshalb ganz auf die spannenden Szenen einlassen kann. Gerade Sara und Will, also die beiden Hauptcharaktere, wirken in diesem Band besonders authentisch, da sie ihre Ängste und Gefühle, um und für den Partner, glaubhaft zum Ausdruck bringen. Dadurch kann man sich mit ihnen identifizieren und mit ihnen mitfiebern.

Das Motiv, das die Gruppierung, die Sara in ein Camp entführt, antreibt und die Taten, die sie begehen, regen zum Nachdenken an. In den Szenen, in denen man Sara in dem Camp beobachtet, spürt man eine geradezu bedrohliche Atmosphäre, die für ein äußerst ungutes Gefühl sorgt. Man hofft und bangt, dass diese Gruppierung früh genug gestoppt werden kann und gerät deshalb förmlich in den Sog der Handlung.

Mir hat dieser Band der Georgia-Serie ausgesprochen gut gefallen. Ich konnte mich ganz auf die Handlung einlassen und habe mit Sara und Will mitgefiebert. Am Anfang hätte ich allerdings gut darauf verzichten können, dass die gleiche Situation, mehrfach, nur aus unterschiedlichen Blickwinkeln, beschrieben wurde, denn das ging für mich zu Lasten der Spannung und ließ die Handlung zunächst etwas zäh auf mich wirken. Als das aber überwunden war, hat sich dieser Band der Reihe für mich zu einem echten Pageturner entwickelt, den ich nicht mehr aus der Hand legen mochte.

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Rezensionen von ikatzhorse2005:

Einfach göttlich!

Eine himmlische Katastrophe von Thomas Montasser

Eine himmlische Katastrophe eine Roman von Thomas Montasser erschienen im Insel TB Verlag
Man nehme ein abseits gelegenes Kloster in schönen Burgund im Frankreich, drei betagte Nonnen, eine bunte, junge Frau, ruhige und schillernde Nebenfiguren, eine Portion Musik, ein wenig Neugier sowie einen gut gereiften Käse und verpackt das Ganze in eine charmante Geschichte mit dem nötigen Esprit und Wortwitz,.

.. et voila heraus kommt eine herzberührende Geschichte, die das Leben schreibt. Thomas Montasser packt so manche weltliche, philosophische und göttliche Lebensweisheiten sowie Ratschläge zwischen die Zeilen, dass man verzückt ein nachdenkliches Stirnrunzeln, ein verschmitztes Lächeln oder einen lauten Lacher beim Lesen preisgibt. Keinesfalls angestaubt kommt die Literatur daher, sondern hier hält man eine bereichernde Mischung mit beeindruckenden Charakteren in den Händen. Alle Mitwirkenden spielen ihre Rolle perfekt und tragen ihren Teil zu dieser feingeistigen Geschichte bei. Hier werden keine Klischees bedient, sondern lebensnahe, glaugwürdige Figuren agieren auf der Bühne, die das Leben schreibt. Es macht einfach Spaß, Lou und die Nonnen und ihre Lieben auf einer außergewöhnlichen Reise durch Frankreich zu begleiten und dabei auch die Franzosen ein Stück weit näher kennenzulernen. Hierbei liest sich der Text anspruchsvoll und dennoch flüssig, eine Sprachexplosion, die der Geist gern folgt.
Auf 178 Seiten gibt es leise und laute Töne, schicksalhafte Wendungen und Freundschaften, wo man sie nie vermutet hätte. Eine himmlische Katastrophe plädiert für mehr Achtsamkeit und Toleranz, innere Einkehr und bewußtes Hinschauen und macht Appetit auf ein Gläschen Wein und ein Stück gut duftenden Käse.
Fazit: Dies war mein erstes Buch von Thomas Montasser und ich habe mich köstlich unterhalten gefühlt. Die kleinen versteckten Hinweise für eine Portion Glück und Zufriedenheit, haben mich berührt und nachdenklich gemacht. Eine Chanche, als absolutes Lieblingsbuch durchzugehen!

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