Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lilli33:
Ein echter Pageturner, trivial, aber hoch spannend
Jagd auf die Bestie von Chris Carter
Inhalt:
Lucien Folter, die Inkarnation des Bösen schlechthin und Robert Hunters ehemaliger Freund, konnte aus dem Hochsicherheitsgefängnis fliehen. Er will Rache dafür, dass Hunter ihn vor dreieinhalb Jahren ins Gefängnis gebracht hat. Dafür hat er sich ein perfides Spiel ausgedacht. Wer wird gewinnen, die Bestie oder der Jäger?
Meine Meinung:
„Jagd auf die Bestie“ ist die Fortsetzung von „Die stille Bestie“ (Band 6 der Reihe).
Sicher ist es schöner, wenn man entsprechende Vorkenntnisse hat, das Wichtigste wird aber auch hier noch einmal gesagt, sodass man die Handlung und die Beweggründe der beiden Gegner auch so verstehen kann.
Chris Carter ist bekannt für seine brutalen, grausamen Thriller, bei denen man sich immer wieder fragt, wie er auf solch abartige Ideen für Tötungsarten kommt. Auch im 10. Band der Reihe um den hoch intelligenten Detective Robert Hunter und seinen Kollegen Carlos Garcia lässt der Autor sich einiges einfallen. Dabei wird das „Unappetitliche“ in allen Details beschrieben. Wer einen empfindlichen Magen hat oder sich leicht gruselt, sollte besser zu harmloseren Krimis greifen.
Alle anderen werden mit einem hoch spannenden Pageturner belohnt, den man kaum aus der Hand legen kann. Immer wieder müssen die Polizisten gegen die Zeit anrennen, und mehr als einmal erscheint alles aussichtslos. Die rasante Handlung treibt auf jeden Fall den Adrenalinspiegel der Lesenden in die Höhe.
Auch die genauen Erläuterungen, wie etwas funktioniert, sei es auf Seiten des Verbrechers oder auf Seiten der Ermittler, fand ich sehr interessant und nachvollziehbar.
Fazit:
Auch der 10. Band der Reihe ist sehr zu empfehlen, hoch spannend von Anfang bis Ende und meines Erachtens ohne Vorkenntnisse lesbar. Für Fans der Reihe unbedingt ein Muss.
Die Reihe:
1. Der Kruzifix-Killer
2. Der Vollstrecker
3. Der Knochenbrecher
4. Totenkünstler
5. Der Totschläger
6. Die stille Bestie
7. I am Death. Der Totmacher
8. Death Call. Er bringt den Tod
9. Blutrausch. Er muss töten
10. Jagd auf die Bestie
Rezensionen von yellowdog:
Die Entstehung des blauen Engel
Im Licht der Zeit von Edgar Rai
Edgar Rai schreibt in seinem Buch mit dem leicht rätselhaften Titel Im Licht der Zeit über einen Abschnitt im Leben von Marlene Dietrich, die Schauspielerin, die ab den dreißiger und vierziger Jahren große Erfolge hatte. Der blaue Engel, Die Zeugin der Anklage und Marokko. Das sind Filme, die kannte zu meiner Zeit fast jeder.
Heutzutage sind alte Filme nicht mehr so gefragt, aber ich denke, Marlene Dietrich ist auch heute noch vielen ein Begriff
.
Über Marlene Dietrich ist schon viel geschrieben worden. Auch gegensätzliches oder vages, denn die Frau war auch gerne rätselhaft. Ihre schauspielerische Ausstrahlung, ihre Stimme und ihre Rolle bei der Truppenbetreuung im Krieg halte ich für außerordentlich. Manche sehen das auch anders.
Daher war ich gespannt, wie Edgar Rai die Figur entwirft. Auch bei ihr wird sie eine Kunstfigur bleiben. Unterhaltungsromane können die Komplexität eines Menschen nicht komplett abbilden.
Doch unterhaltsam ist das Buch, ohne Frage und Edgar Rai schreibt in einem leicht zugänglichen Stil. Rai schildert Marlene schon als junge Frau als selbstbewusst und ehrgeizig. Zentral sind die Dreharbeiten zu Der blaue Engel.
Aber es ist nicht nur ein Buch über Marlene Dietrich. Rai überzeugt auch durch das Zeitbild, das er relativ glaubhaft zeichnet. Dazu gehört auch der beginnende schlimme politische Wandel in Deutschland.
Von den prominenten Nebenfiguren gefällt mir das Portrait von Emil Jannings, der eine kontroverse Figur in der Zeit war, und auch der Schriftsteller Heinrich Mann, der die Vorlage für Der blaue Engel geschrieben hatte.
Ich mag das Buch!
Rezensionen von liesmal:
Dunkle Geheimnisse
Im Licht der Zeit von Edgar Rai
Schottland im Jahr 1837. Fiona ist unterwegs nach Inverness, als ihre Kutsche in einen Hinterhalt gerät. Sie kann ihr Leben retten, weil es ihr noch rechtzeitig gelingt, die Kutsche unbemerkt zu verlassen. Zitternd vor Angst und Kälte flüchtet sie und gelangt schließlich in der unbekannten verlassenen Gegend an ein altes Herrenhaus.
Nicht gerade freundlich wird sie empfangen, aber dennoch bietet man ihr ein Zimmer zum Übernachten an. Kalt, düster und unheimlich ist es in dem alten Gemäuer. Es gibt nur wenig Bedienstete und der Hausherr macht einen ebenso düsteren Eindruck wie das Haus. In der Nacht wird Fiona wachgehalten von schrecklichen Geräuschen, einer seltsamen Melodie und einer unheimlichen schwarzen Gestalt, die herumschleicht. Dann hört sie Schritte und obwohl ihre Tür abgeschlossen ist, glaubt sie, dass jemand in ihrem Zimmer war. Sind das alles nur Alpträume? Sieht sie Gespenster? Oder lastet ein Fluch auf dem Haus?
Zunächst der Überfall auf die Kutsche, dann der Empfang in dem düsteren Herrenhaus – das Buch nimmt mich sofort gefangen und verbreitet Gruselgefühle und knisternde Spannung von Anfang an. Aidan, der Besitzer des Herrenhauses, ist sehr undurchsichtig, wirkt unnahbar und wenig gastfreundlich.
Die Menschen aus dem Dorf sind überzeugt davon, dass das Anwesen, Thirstane Manor, verflucht ist, seit die gälischen Pächter vor Jahren von ihrem Land vertrieben worden sind. Geister, Gespenster und Dämonen scheinen hier nachts ihr Unwesen zu treiben. Fiona reißt all ihren Mut zusammen und versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen. Sie begibt sich dabei in große Gefahr und macht grausame Entdeckungen.
Der Autorin Maria W. Peter ist mit dem Roman ein historisches Meisterwerk gelungen, mit Herz und Verstand geschrieben . Der Spannungsbogen ist ununterbrochen straff gespannt. An keiner Stelle kommt Langeweile auf – nur Gänsehaut pur. Der Schreibstil ist so anregend, bildhaft und immer wieder mit Überraschungen gespickt, dass man das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen möchte. Zudem tauchen Fragezeichen über Fragezeichen auf, die natürlich mit Antworten gestillt werden wollen.
Schon während des Lesens konnte ich spüren, da schreibt eine Autorin, die nicht nur die Highlands gut kennt, sondern die auch intensive Recherchen angestellt hat. Dies wird besonders deutlich im Nachwort, das viele spezielle Antworten auf historische Fragen bereithält.
Ein Glossar mit einfachen Erklärungen vieler unbekannter Begriffe, ein Abschnitt über schottisch-gälische Ausdrücke, Redewendungen und Sätze sowie eine Übersicht über historische Persönlichkeiten machen das Buch zu einem kompletten Ganzen.
Sehr empfehlenswert!
Rezensionen von carin_mbm@yahoo.com:
Traumabewältigung
Die Gärten von Monte Spina von Scriverius Henrike
Tonis Mann Leon ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Um sich abzulenken, hat Toni der deutschen Heimat Lebewohl gesagt und erst in England einen Job als Gärtnerin angenommen, dann wird sie von dort weg auf die geheimnisvolle Insel Monte Spina engagiert, auf der allerdings noch keiner der Gärtner länger als ein halbes Jahr ausgehalten hat.
Trotzdem empfindet sie Monte Spina mit den 4 Angestellten des geheimnisvollen Chefs Max Bror als Refugium, sie geht in ihrer Arbeit auf, und jeder lässt sie in Ruhe werkeln. In gedanklichen Zwiesprachen mit ihrem Mann kommt sie sogar der Traumabewältigung ein Stück näher. Bis Max Bror auftaucht. Geheimnisvoll, unnahbar – und leider sehr sexy.
Leider beginnt ab der Begegnung mit Max Bror das Buch, sehr klischeehaft zu werden. Wetten unter reichen Freunden, bei denen Frauen als Ware behandelt werden, ein Tyrann, der einem trockenen Alkoholiker Whisky vorsetzt, körperliche Gewalt, Respektlosigkeit. Und doch – spätestens zum Ende wird der Leser, auch durch die meines Erachtens mitreißende und berührende Sprache, wieder versöhnt.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein gelungenes Krimi-Debüt
Der Tote vom Elbhang von Anke Küpper
KHK Svea Kopetzki, ist wegen der Liebe vom Ruhrpott nach Hamburg gezogen. Die Liebe zu Jo hat sich erübrigt, die zur Hansestadt ist geblieben.
In einem ihrer ersten Fälle muss sie sich mit einem seltsamen Knochenfund beschäftigen: Menschliche Knochen, fein gesäubert, ja fast abgeschabt in Felle gewickelt in Garten eines Abbruchhauses in Blankenese verbuddelt.
Es gibt einige Ungereimtheiten, die den Eigentümer des Hauses unter Verdacht geraten lassen. Er ist mehr als pleite und das Haus wird zu einem aberwitzigen Preis zwangsversteigert. Ausgerechnet an einen Immobilienhai, der wegen seiner Machenschaften, Mieter aus Häusern hinaus zu ekeln, bekannt ist, erhält den Zuschlag. Hat er das Haus wegen der Knochen zu diesem weit überhöhten Preis gekauft? Oder steckt da noch etwas anderes dahinter?
Meine Meinung:
Das Thema Grundstücksspekulation ist in Hamburg, wie in beinahe jeder Großstadt, bestens bekannt. Daher lassen sich darum recht fesselnde Krimi weben. Die Leser bekommen ein Bild Hamburgs abseits von Hafen-City und Schicki Micki. Selbst in der besseren Gegend zwischen Rissen von Blankenese ist nicht alles so vornehm wie man glauben könnte. Da wohnt so mancher auf Grund fehlender günstiger Wohnung auf dem Campingplatz.
KHK Svea Kopetzki ist so etwas wie die Wanderin zwischen den Wleten: Sie stammt aus einfachen Verhältnissen in Dortmund und hat in die Hamburger High Society eingeheiratet, was allen Anschein nach nicht gut harmoniert hat. Blöderweise ist sie noch auf die Wohnung ihrer Ex-Schwiegermutter angewiesen und kennt die Probleme am Wohnungsmarkt nur allzu genau. Svea wirkt kompetent, hemdsärmelig und sympathisch. Ein wenig anders als Kollege Tamme, der ein Familienmensch ist und vor den Trümmern seiner Ehe steht. Er benimmt sich unbeholfen und nimmt, obwohl mit drei Töchtern überfordert, keine fremde Hilfe an.
Das dritte Mitglied der Ermittlertruppe ist die junge Franziska, „Franzi“ genannt, die einen Hang zu Psychologie hat und damit so manchem Kollegen mit ihren Ratschlägen auf die Nerven fällt.
Die Charaktere sind recht lebensnah beschrieben. So passt das hochtrabende Gehabe, das der Immobilienhai an den Tag legt, perfekt zu seinen unsauberen Geschäften.
Der Schreibstil gefällt mir und es ist klar, dass die Autorin schon einiges veröffentlicht hat, auch wenn dies hier ihr erster Krimi ist. Die Geschichte und die Aufklärung sind in sich schlüssig. Gut gelungen ist, dass die unterschiedlichen Abteilung bei der Polizei ohne die häufig beschriebenen Machtspielchen auskommen. So werden Akten und Ergebnisse zwischen „Mord“ und „Wirtschaftsverbrechen“ ausgetauscht.
Stichwort Austausch von Informationen: Hier habe ich eine kleine Kritik: Das eine oder andere Mal findet Tamme etwas heraus und wenig später weiß es Svea, ohne dass offensichtlich kommuniziert wurde. Möglicherweise tippen die Ermittler alles in ein spezielles Aktentagebuch ein, das von überall online abrufbar ist. Wenn dem so ist, wäre das eine Erwähnung wert. Schließlich arbeitet auch die Polizei mit modernen Kommunikationsmitteln.
Fazit:
Ein gut gelungenes Krimi-Debüt mit sympathischen Ermittlern, von dem ich hoffe, einen weiteren Fall lesen zu dürfen. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich sogar nicht überzeugt
Comisario Benitez und der Mord am Strand von Inez Velazquez
Dieser Krimi ist der zweite Fall für Comisario Pablo Benitez. Ort der Handlung ist der spanische Urlaubsort Marbella im August. Glühende Hitze lähmt das Leben. Doch leider hat das Verbrechen kein Einsehen mit den hitzegeplagten Spaniern. Die erste Leiche ist die Deutsche Bigi, die am Strand eine der begehrten Bars betreibt.
Doch sie wird nicht die einzige Tote bleiben. Auch ihr eifersüchtiger Freund, der immer wieder gerne seine Nase in weißes Pulver steckt, findet einen gewaltsamen Tod. Immer wieder im Fokus der Ermittler steht Jaime, der Neffe von Comisario Benitez, denn Bigi ist (oder vielmehr war) seine Chefin.
Meine Meinung:
Hm, dieser Krimi lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück. Eigentlich müsste der Comisario sofort von diesem Fall abgezogen werden, da seine Familie betroffen ist. Ach ja, die liebe Familie! Die geht mir gehörig auf die Nerven: Die kreischende Schwestern des Comisario, die natürlich an die Unschuld des „armen, aber verdächtigen Burlis“ glauben und den Comisario zu Gesetzesbrüchen anstiften wollen oder auch der Schwager, der dasselbe vorhat. Oder die ständig greinenden alten Eltern. Nein, mit so einer Familie ist der Ermittler echt gestraft. Da könnte man fast Mitleid bekommen. Aber nur fast! Denn wirklich sympathisch ist er mir nicht. Er meckert mehrfach an seiner neuen Kollegin Paula herum, die sich zweckmäßig mit Cargohosen und Sneakern kleidet. Die eine oder andere Bemerkung ist ziemlich machohaft.
Auch die, La Chefa genannte, Vorgesetzte entkommt den Sprüchen nicht. Man spricht recht respektlos von und über sie. Ein unmögliches Verhalten.
Comisario Benitez ist selbst ein nicht ganz einfacher Charakter. Er steht ziemlich unter der Fuchtel seiner schrecklichen Familie, ist daher Single (was mich nicht wirklich wundert). Er jammerst ständig, dass sein Gehalt nicht reicht, geht aber ständig in Gasthäuser essen, obwohl selber kochen billiger wäre. Aber, das ist wahrscheinlich unter der Würde eines spanischen Machos.
Es mag schon sein, dass die Arbeitsplatzsituation in Spanien so prekär ist, wie geschildert. Vom Jammern allein hat sich noch nichts verbessert.
Ganz gut hingegen sind die vielen Versuchungen, das Gesetz, gegen eine entsprechende „Spende“, zu beugen geschildert. Das scheint realistisch zu sein, da der Staat seine Beamten besonders schlecht bezahlt. Dazu passt, dass ausländische Investoren ihr (Schwarz)Geld in spanische Immobilien stecken und den Einheimischen buchstäblich das Wasser abgraben. Hier hätte ich mir noch ein wenig mehr Informationen erhofft. Was mir auch ein bisschen gefehlt hat, ist so das typische Lokalkolorit mit der Beschreibung der Umgebung sowie etwas über die schier unglaubliche ANzahl von Touristen, die Marbella jedes Jahr regelrecht belagert. Da hätte ich gerne mehr erfahren, als dass der Bagger die Orangenbäume ausreißt.
Auffallend sind auch zahlreiche Grammatik- und Satzzeichenfehler. Die trüben den Lesegenuss ebenso wie im Raum stehende unfertige Satzgebilde.
Fazit:
Dieser Krimi hat mich nicht wirklich überzeugt, daher gibt es nur 2 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Wen die Vergangenheit einholt ....
Whisky für den Mörder von Melinda Mullet
„Whisky für den Mörder ist der zweite Band rund um die interationale Fotojournalistin Abigail Logan.
Abi kehrt nach einem anstrengenden Auftrag wieder in die Highlands zurück, um sich ein wenig zu entspannen und in der geerbten Whiskybrennerei nach dem Rechten zu sehen. Nicht, dass das wirklich von Nöten wäre, denn Geschäftspartner Grant führt die Brennerei perfekt.
Mit der Ruhe ist es bald vorbei! Einerseits findet Abis Hund Liam auf einer Baustelle im Dorf mehrere menschliche Knochen und andererseits muss sie Grant davon überzeugen, dass er einer Gruppe Japaner die Destille zeigen soll, um den Absatz ein wenig anzukurbeln. Zusätzlich Unruhe bringt Rory, der Frontsänger der „Rebels“, jener Rockband für die Abigal in ihrer Jugend geschwärmt hat.
Es scheint, als hätte es jemand auf die Bandmitglieder abgesehen, denn einer ist tot, einer liegt im Koma und Rory hat Angst der nächste zu sein.
Immerhin, mit dem Knochenfund auf der Baustelle muss sich Abi nicht weiter beschäftigen. Hier sind die Archäologen gefordert - das Skelett ist rund 200 Jahre alt.
Die Recherchen für Rory halten sie ohnehin auf Trab. Ach ja, und neue Haustiere hat sie sich auch noch zugelegt: Schafe, die sie vor dem Abdecker gerettet hat und denen sie klingende Namen verpasst hat.
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist wieder flüssig und leicht. Der Krimi lässt sich ohne Kenntnis des ersten Bandes lesen. Trotzdem rate ich „Whisky mit Mord“ zu lesen, da die eine oder andere Anspielung dorthin verweist.
Die Charaktere sind recht gut beschrieben.
Gut gefallen hat mir der Sidestep in die Geschichte und die Informationen zu einem Schmugglerring aus dem 19 Jahrhundert. Das gibt der Story ein wenig Pep und passt gut zu dem Knochenfund am Anfang des Buches. Außerdem binden diese Informationen die Dorfbewohner gut in die Geschichte ein.
Abi benützt wieder ihre Informationsquellen wie Patrick oder Hunter. Der redselige (und daher ungewöhnliche) Schotte versorgt Abi wieder mit allerlei Klatsch und Tratsch.
Das Verhältnis zur Polizei im Allgemeinen und zu Ermittler Michaelson im Besonderen, entspannt sich ein wenig.
Abis Gabe, Personen, die sie zum ersten Mal sieht, mit drei Eigenschaftswörtern, die ihr spontan in den Sinn kommen, zu charakterisieren, gerät diesmal beinahe ins Hintertreffen. Das ist schade!
Diesmal kommt der Whisky ein wenig zu kurz, dreht sich doch vieles eher um die Rockband und ihre alternden Mitglieder. Allerdings erhalten wir ein wenig Einblick in die wilden Zeiten von „Sex, Drugs and Rock’n‘Roll“.
Es gibt mehrere Verdächtige, zu denen auch Rory zählt. Einige anfangs viel sprechende Spuren führen in eine Sackgasse. Nach mehreren Wendungen wird der Täter in einem dramatische Showdown überführt und die Verbrechen schlüssig aufgeklärt.
Fazit:
Ein leicht zu lesender Krimi, der mit einem Glas Single Malt in Reichweite auch verregnete Urlaubstage schnell vorübergehen lässt. Diesmal kann ich nur 4 Sterne vergeben.
Rezensionen von begine:
Eine gute Familiengeschichte
Whisky für den Mörder von Melinda Mullet
Mit der Schriftstellerin Christine Kabus geht es wieder, wie so oft, teilweise nach Norwegen.
Der Roman „Das Geheimnis der Fjordinsel“ besteht aus zwei Zeitebenen. Er spielt teils in Schleswig Holstein und dann in Norwegen.
Der Großvater der jungen Rike stirbt 1980. Er war Kapitän. Rikes Mutter hatte ihr Kind bei ihm gelassen und sie hat auch keine Muttergefühle für Rike.
Gleichzeitig wirft sie ihrer Mutter vor, das sie sie und den Vater verlassen hat als sie 16 Jahre alt.
Rike erfährt erst jetzt von ihrer Großmutter Johanne. Da macht sie sich auf den Weg nach Norwegen.
Gleichzeitig erfährt man von Johanne deren Vater 1929 plötzlich erschossen aufgefunden wurde. Sein Weinhandel ist bankrott und Johanne kämpft ums weiterleben der Firma.
Christine Kabus versteht es sehr gut beide Ebenen mit einer zu verweben. Die Personen bekamen alle besondere Schicksale. Ich hatte schon ein paar Romane von der Autorin gelesen und freute mich über diesen neuen. Er hat mich gefesselt und gut unterhalten.
Rezensionen von nil_liest:
Auf die Barrikaden!
Deutschland verdummt von Winterhoff Michael
Wie kann es sein, dass in einem so reichen und demokratischen Land wie es Deutschland der Bildungszustand unserer Kinder und Jugendlichen stätig schlechter wird?
Das Sachbuch „Deutschland verdummt“ von Michael Winterhoff stellt auf knappen 200 Seiten in einfacher Sprache die momentane Situation dar und welche Fehlentwicklungen in den letzten 20 Jahren stattgefunden haben.
Da Michael Winterhoff Kinder- und Jugendpsychater ist, hat er durch seine tägliche Arbeit einen etwas anderen Blickwinkel auf die Schüler und stellt die unentwickelte Psyche vieler Kinder in den Fokus und die dadurch entstehende Unfähigkeit sich zu einem selbstbestimmten Erwachsenen zu entwickeln. Daraus entwickelte sich eine Abwärtsspirale. Denn anstatt die Kinder in ihrer psychischen Entwicklung durch echte Lehrer- bzw. Erzieherbindungen noch zu entwickeln werden sie durch offene Konzepte eher alleine gelassen. Schüler vermissen die Beziehung, Aussagen haben keinen Affekt und die Kinder sind letztendlich orientierungslos.
Michael Winterhoff gibt uns einen Einblick in die Bildungspolitik und dem täglichen Arbeiten in den Schulen. Zeigt zugleich aber auch Lösungsansätze auf wie man der Entwicklung entgegenwirken könnte. Gut strukturierte Kapitel beleuchten einzelne Aspekte aufgelockerte mit ehrlichen Interviews.
Mich hat besonders die aktuelle Bildungspolitik sprachlos gemacht. Er deckt widersprüchliche Anforderungen und Vorgaben auf. Er prangert an, dass die Bildung in Deutschland ideologischen Ideen folgt und nicht wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Zielgruppe? Alle! Eltern, Lehrer, Erzieher, Politiker. Alle, die auch weiterhin an einer funktionierenden Gesellschaft in Deutschland interessiert sind.
Fazit: Mein elterliches Bauchgefühl wurde mit diesem Buch bestätigt. Ich werde mich wo es mir möglich ist einbringen und mich nicht abspeisen lassen. Es geht um die Zukunft aller Kinder in diesem Land, die uns ALLEN eine Weiterentwicklung ermöglicht. Leistung muss wieder ein positiver Begriff werden und keine Last.
Rezensionen von simone.h1:
Modern und fesselnd
Gespräche mit Freunden von Sally Rooney
Francis und Bobbi sind zwei junge Studentinnen Anfang 20. Die beiden waren in der Vergangenheit ein Paar, mittlerweile sind sie jedoch lediglich beste Freundinnen. Bei einer Veranstaltung lernen sie das weitaus ältere Ehepaar Nick und Melissa kennen. Sie ist Schriftstellerin und zieht Bobbi sofort in ihren Bann.
Auch zwischen Nick, dem gutaussehnden Schauspieler und Francis entwickelt sich eine besondere Verbundenheit...
Das Buch ist extrem modern und spielt sehr realistisch in der Jetzt-Zeit. Die Sprache ist dem angepasst und für mich perfekt, da sie sehr locker daherkommt, die Geschichte so dahinplätschert und einen trotzdem sehr fesselt. Auch wird viel per Nachrichten, E-Mails oder soziale Netzwerke kommuniziert, was meiner Meinung nach wunderbar die Entwicklung von zwischenmenschlichen Beziehungen wiederspiegelt. Auch ist die Geschichte streckenweise wirklich pikant und sexy, was mir auch sehr gut gefallen hat.
Ich habe dieses doch umfangreiche Buch wirklich sehr gerne gelesen. Mein einziger Kritikpunkt besteht darin, dass mir Frances als Protagonistin im Laufe der Geschichte leider unsympathischer und immer weniger greifbar geworden ist. Auch wenn dies prinzipiell zum Erzählten passt, lässt es einen doch ein wenig demotiviert zurück.
Es gibt von mir aber eine ganz klare Leseempfehlungen für alle, die an offeneren Lebensentwürfen interessiert sind und gerne gute, moderne, aber anspruchsvolle Bücher lesen.









