Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Wie das Leben spielt
Es wird Zeit von Ildikó von Kürthy
Ildiko von Kürthy schreibt mit Schwung ihren Roman „Es wird Zeit“
Im Anfang konnte ich Judiths Augenproblem mitleiden, das habe ich auch. Dann jammert sie noch so, das ich dachte sie sei mindestens 70, dann erfahre ich, das sie erst 50 wird. Tja das Älterwerden belastet jede Frau.
In dem Buch kann ich so richtig mitschwelgen, die Söhne werden flügge und man fühlt sich allein.
Wenn Judith über die Sorgen ihrer Freundinnen redet und auch die Ihren, bin ich ganz bei ihr. Der Verlauf der Beerdigung ihrer Mutter ist ja seltsam, aber es passt gut in diese Geschichte. Tragisch ist das Schicksal ihrer Freundin Anne.
Der Humor der Autorin zieht durch die ganze Geschichte, aber sie hat auch eine gewisse Ernsthaftigkeit und es gibt auch traurige Stellen.
Die Aneinanderreihung Judiths Probleme ist ein interessanter Schreibstil.
Die Autorin hat sich für diesen Roman eine besonders gute Geschichte einfallen lassen, es ist ziemlich, wie das Leben spielt.
Ich war begeistert. Ich mag diese Art Lektüre.
Rezensionen von yesterday:
Sommerlich-flockiges Cosy-Crime-Lesevergnügen
Seefimmel von Christiane Kördel
Die Konstanzer Hobbyermittlerin Ines Fox ist wieder auf großer Fahrt, diesmal gleich mit verschiedenen Verkehrsmitteln. Dabei steht auch das Wasser - See, Meer - hoch im Kurs, allen voran der Bodensee. Hier, wo für Ines eigentlich immer alles seinen Ausgang nimmt, gibts einen Unfall und auch eine Leiche.
Damit nicht genug, verschwinden diverse Personen aus Ines’ Leben spurlos und obwohl sie nicht alle gerne wiederhaben will, macht sie sich gemeinsam mit Freund und Rechtsmediziner Marc Frieder auf die Suche. Weil doch heutzutage “jeder eine Pistole hat” (Zitat Ines) wird das aber nicht nur lustig, sondern mitunter auch gefährlich und höchstgradig kriminell.
Wer mehr Details zu den diversen Charakteren haben möchte, sollte hier auf jeden Fall “Seekoller” vorher lesen, den dritten Band der Reihe um die unerschütterliche wie herzensgute Ines Fox, im Nebenberuf Inhaberin einer Internetagentur.
Wenn nicht, kann man sich auch mit den Erklärungen in “Seefimmel” zufriedengeben, für ein sommerlich-flockiges Cosy-Crime-Lesevergnügen allemal ausreichend.
Christiane Kördel hat sich über die bisher vier Bücher in ihren vier Jahren vollends auf Ines “eingegroovt”, parallel zur Beziehung zwischen Doktor Frieder und Frau Fox.
Beide Verbindungen haben sich, soweit sich das gewissermaßen aus der Ferne beurteilen lässt, positiv entwickelt. Somit stehen uns hoffentlich noch einige “Ines-Jahre” bevor - denn man mal sich mal mit der Dame und ihren Eigenheiten angefreundet hat, möchte man sie nicht mehr missen.
Rezensionen von begine:
Sal und Peppas Erleben
Sal von Mick Kitson
Der britische Schriftsteller Mick Kitson hat mit „Sal“ seinen ersten Roman geschrieben. Der Roman ist ihm gut gelungen, er beschreibt Missbrauch, Vergewaltigung und Alkoholismus.
Die junge Sal musste schon einiges ertragen, ihr Stiefvater missbraucht sie seit sie 10 Jahre alt ist und ihre Mutter ist Alkoholikerin.
Jetzt wird ihre Schwester Peppa bald 10, da muss sie reagieren, sie will nicht das es der genauso ergeht.
Sie verschwindet mit Peppa im Wald. Sal hat sich durchs Internet vieles beigebracht. Sie baut einen Unterschlupf, sie jagt Hasen um zu überleben.
Sal erzählt aus ihrer Sicht diese Geschichte.
Es ist immer wieder erschütternd was solche Kinder mitmachen müssen. Der Stiefvater warnt sie, wenn sie was sagt, werden die Schwestern getrennt. Da gerät sie in eine Notlage. Sie muss Peppa retten.
Das Leben im Wald hat der Autor wunderbar beschrieben.
Mick Kitson lässt die Stimmung realistisch werden. Man kann sich in die Kinder hinein denken und hofft auf Hilfe.
Er hat die Liebe und die Verantwortung gegenseitig gut dargestellt.
Der Roman ist eine gute empfehlenswerte Lektüre.
Rezensionen von Ecinev:
Marschmädchen
Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens
Kya ist gerade 6 Jahre als ihre Mutter sie ohne ein Wort des Abschieds verläßt. Mit einem Koffer in der Hand in ihren besten Schuhen verläßt sie die Hütte in der Marsch Landschaft vor der Küste North Carolinas. Nach und nach verschwinden auch die älteren Geschwister, als letzter ihr Bruder Jodie.
Kya bleibt alleine mit dem trinkenden und prügelnden Vater in der armseligen Hütte zurück bis dieser sie nach einer kurzen Phase der Annäherung ebenso verläßt.
Alleine in der Marsch schafft sie es zu überleben und sogar etwas Geld zu verdienen. Freunde findet sie in dem Tankstellenbesitzer Jumpin und seiner Frau Mabel die sie etwas unterstützen. Sie vertraut keinem anderen mehr und es dauert lange bis sie sich mit dem Jungen Tate anfreundet der ihr von Kind an vertraut ist. Sie hat in ihrem ganzen Leben nur einen Tag die Schule besucht doch Tate schafft es ihr Lesen und schreiben beizubringen. Ihr Lehrmeister ist die Natur, die Federn der Seevögel, die Muscheln am Strand und die vielen Lebewesen in der Marsch.
So verbringt sie ihr Leben in Ruhe und Abgeschiedenheit wenn da nicht ein anderer junger Mann ist der die Schöne aus der Marsch verführen möchte. Er verbringt einige Tage in der Stadt mit ihr und redet von Hochzeit bis sie aus der Zeitung von der Verlobung mit einer anderen Frau aus dem Dorf liest. Einest Tages wird Chase tot aufgefunden und Kya gerät in Verdacht ihn ermordet zu haben.
Ein wunderschöner Roman in dem man die Natur spüren kann und das einem gefangen nimmt. Der Schreibstil ist einfühlsam und unaufgeregt.
Rezensionen von Ecinev:
Mittsommernächte
Dunkelsommer von Jackson Stina
Seit drei Jahren fährt Lelle in den hellen Mittsommernächten durch die Wälder in Nordschweden. Dort verschwand vor drei Jahren seine Tochter Lina spurlos. Im Gegensatz zu seiner Frau gibt er die Hoffnung nicht auf sie eines Tages wieder zu finden.
Zur gleichen Zeit reist die 17-jährige Meja mit ihrer Mutter Silje nach Norrland zu der neuen Internetbekanntschaft der Mutter.
An einem See lernt sie Carl-Johann und seine Brüder kennen und zieht zu deren Familie die auf einem Selbstversorgerhof leben.
Als am Ende des Sommers ein weiteres Mädchen verschwindet scheint nur Lelle die Ähnlichkeit mit dem Verschwinden seiner Tochter zu bemerken. Die Suchen bleiben erfolglos wie bei Lina.
Im zweiten Teil des Buches kommt zu den Erzählungen von Lelle und Meja noch ein Teil hinzu aus der Gefangenschaft des verschundenen Mädchens. Am Ende führen alle Fäden zusammen.
Die subtile Spannung und der lebendige Erzählstil lassen das Buch zu einem echten Pageturner werden. Ich hoffe weitere Bücher von Stina Jackson lesen zu können.
Rezensionen von Ecinev:
Widerstand gegen die Staatsgewalt
Wo die Freiheit wächst von Frank Maria Reifenberg
Frank Maria Reifenberg ist mit seinem Buch ein bewegender Roman gelungen. In Briefform überwiegend aus Sicht der 16 jährigen Lene Meister die in Köln die Schrecken der Bombennächte des 3. Reiches erlebt. Dabei ist sie ein ganz normales Mädchen und möchte unbeschwert und frei von den Zwängen des BDM singen und mit Gleichgesinnten fröhlich sein.
So kommt sie zu der Bewegung der Edelweißpiraten die sich gegen den Drill der Staatsgewalt auflehnt und singend in bunter Kleidung durch die Wälder wandert. Lene hat nur nicht bedacht das ihre freien Äußerungen mitgelesen werden und so bringt sie auch ihre Freundin die es ins ferne Schlesien vertrieben hat in Gefahr. Ihr älterer Bruder ist an der Ostfront und erzählt aus der Sicht der Russlandfeldzüge. Der jüngere Bruder ist ein glühender Verfechter der HJ und ganz vorne mit dabei. In ihren Briefen erzählt Lene vom harten Alltag im ausgebombten Köln, von knappen Lebensmitteln und schlaflosen Nächten. Als ihre Mutter bei einem Bombenangriff verletzt wird sieht sie sich gezwungen ihre beiden jüngeren Schwestern zu Verwandten aufs Land zu schicken wo die Versorgungslage noch besser ist. Der Schreibstil in Briefform ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Es fehlen die Dialoge die normalerweise ein Buch ausmachen. Aber man gewöhnt sich schnell an diese Form der Briefe und fiebert geradezu mit wie es weitergeht. Ein beeindruckendes Buch für Jung und Alt die hoffentlich nie eine solche Jugend erleben müssen.
Rezensionen von rewareni:
Eine Reise in die Vergangenheit
Und sie sollen von seinem Blut nehmen von Magnus Mahlmann
Schneller als gedacht gibt es im Veedel wieder einmal einen ,, Fall ´´ zu lösen, wo die Geschwister Laurenz und Linda aus unterschiedlichen Beweggründen Nachforschungen anstellen müssen. So wird Pfarrer Laurenz von der alten Käthe Fischenich angefleht den Geist der ermordeten Rosalinde aus der Nachbarwohnung zu vertreiben und seine Schwester Linda soll im Auftrag der Investorin Frau Rössner, die endlich die leerstehenden Wohnungen sanieren möchte, herausfinden, warum in dieser besagten Wohnung immer wieder Blut von den Wänden herabrinnt.
Ein scheinbar unlösbares Rätsel für Laurenz und Linda, wo jeder auf seine eigene Art und Weise versucht hinter die Lösung zu kommen. Während Linda in der Gegenwart bleibt und sich unter anderem mit dem Neffen von Frau Fischenich, Dietmar Pütz, beschäftigt, begibt sich Laurenz in die Vergangenheit, wo er einige interssante und auch beunruhigende Dinge aus dem Leben von Rosalinde erfährt. Als wären die ,,Ermittlungen´´ der beiden nicht schon schwierig genug, so machen sie sich auch immer mehr Sorgen um ihren Opa Eberhard, der seine unbekannte Verfolgerin wie es scheint nicht abschütteln kann. Dass er aber auch noch möglicherweise in die damaligen Geschehnisse rund um die Ermordung von Rosalinde, beteiligt sein könnte, macht es für die Geschwister auch nicht leichter. Bis sich alles aufklärt, wird noch so manches Blut von den Wänden rinnen.
,, Und sie sollen von seinem Blut nehmen´´ ist der zweite Fall mit den sympathischen Protagonisten Laurenz und Linda Broich. Der Autor Magnus Mahlmann lässt die beiden wieder in gewohnter zielstrebiger und humorvoller Art und Weise ,,ermitteln´´. Man steigt ohne Probleme , wenn man den ersten Band nicht kennt, in das unheimliche Geschehen ein. Der Leser wird ebenso wie die beiden mit dem mysteriösen Blut, das von der Wand rinnt konfrontiert und man erlebt dabei am Ende eine überraschende Auflösung. Es macht Freude, den bereits bekannten Protagonisten über die Schulter schauen zu können und sie zu begleiten. Der Autor hat gekonnt einen spannenden Roman geschrieben, wo im Grunde ein Ereignis aus der Vergangenheit, der Auslöser für die unheimliche ,,Bluterscheinung´´ ist. Es war wieder schön zu beobachten, wie Laurenz und Linda an den Fall herangegangen sind. Dass dabei sogar tatsächliche Ereignisse aus der Nazi Zeit miteingeflossen sind, macht den Roman noch interessanter. Es wird nicht immer nur eine heile Welt dem Leser präsentiert, sondern durchaus auch menschliche Schicksale, wo es auch tiefgründige Gespräche dazu gibt. Der Schreibstil ist locker und gut zu lesen. Dass auch die anderen Personen, wie Olek oder Opa Eberhard, wieder dabei sind und die beiden ebenfalls eine eigene kleine Geschichte haben, gefällt mir und so ist es nicht verwunderlich, dass es Geheimnisse gibt, die wahrscheinlich erst wieder im nächsten Band gelöst werden.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich nicht vollends überzeugt
Spreemörder von Sandra Hausser
Die beiden Ermittler Thilo Franz und Dirk Meister müssen sich mit der Aufklärung zweier Morde herumschlagen, die ein ähnliches Tatmuster zeigen: zwei zerstückelte Frauenleichen, die in der Spree versenkt und zur Unzeit wieder aufgetaucht sind. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die chirurgische Präzision, mit der die Frauen zerteilt worden sind.
Gleichzeitig wird die Privatermittlerin Karin, eine ehemalige Mitarbeiterin des BKA, von Alois Werner, einem neuen Kunden damit beauftragt, seinen Bruder Matthias zu beschatten.
Dann verschwindet ein Obdachloser und die Sprechstundenhilfe on Dr. Janson, eines Psychotherapeuten wird augenscheinlich entführt. Alles nur Zufälle? Immerhin, dem Entführungsfall wird gleich nachgegangen, dem Verschwinden des Obdachslosen wird nur widerwillig nachgegangen.
Meine Meinung:
Die Grundidee des Krimi finde ich ausgezeichnet. Ich mag Krimis, die in die Vergangenheit reichen. Und medizinische Forschung ergibt ein breites Feld an kriminellen Möglichkeiten.
Allein die Umsetzung ist meiner Ansicht nach nicht ganz gelungen. Ich bin zwar ein Fan von verstrickten Handlungen und mehreren Handlungssträngen, aber diesmal sind es einmal zu viele.
Zwar dienen einige nur dazu, die Leser und Ermittler in die Irre zu führen, aber trotzdem. Ein paar Mal regiert doch auch der Zufall. So ist ausgerechnet jener Patient zur richtigen Zeit in der Praxis, der den Entführer der Sprechstundenhilfe identifizieren kann, und gleichzeitig hat er für diesen eine Software entwickelt und rein zufällig, darf er noch den Polizeicomputer benutzen, um die in Sütterlin-Schrift verfassten Brief zu entschlüsseln? Nein, das ist unglaubwürdig!
Auch die in der Vergangenheit liegenden Handlungen sind mir einen Hauch zu konstruiert miteinander verstrickt.
Einige Tipp-Fehler und verdrehte Sätze kommen auch vor. Und auf Seite 301 mutiert der Nachname von Thilo Franz zu „Werner“, der aber der Nachname einer ganzen Familie ist. Vornamen als Nachnamen halte ich für problematisch, weil es da leicht zu Verwechslungen kommt. Gibt es in Berlin keine einschlägigen, aussagekräftigen Nachnamen?
Fazit:
Ganz hat mich der Krimi nicht überzeugt, doch für 3 Sterne reicht es knapp.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
August 1939 - der letzte Sommer vor dem Krieg
Funkenflug von Hauke Friederichs
In diesem höchst aufschlussreichen Sachbuch über die letzten Wochen vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, erfahren wir jede Menge noch unbekannter Details. So wusste ich zum Beispiel nicht, dass der Überfall auf Polen erst im zweiten Anlauf wirklich erfolgt ist. Hitler hat den unmittelbar bevorstehenden Einmarsch noch einmal kurz gestoppt.
Jedes Kapitel beginnt mit Ausschnitten aus Tageszeitungen. Einerseits deutschen, aber auch Medien aus anderen Ländern. Widersprüchlich, aufpeitschend, Tatsachen verfälschend die einen, beschwichtigend und ebenso die Wahrheit verdrehend die anderen.
Wir begegnen nicht nur Hitler und seiner Entourage wie Himmler, Göring, Heydrich sondern auch den späteren Widerständlern wie Hans und Sophie Scholl sowie Fritz Hartnagel. Auch zahlreiche Militärs, die den Krieg nicht befürworten, kommen zu Wort. Einige von ihnen sind wie u.a. Admiral Wilhelm Canaris schon zu dieser Zeit, nicht mit allem was Hitler befohlen hat, einverstanden. Auch Georg Elser kreuzt kurz den Weg der Leser.
Interessant sind auch die mehrmaligen Schwenks zur Familie Mann, die es gerade noch rechtzeitig geschafft hat, Deutschland zu verlassen. Albert Einstein, der aus Deutschland vertrieben worden ist, kommt ebenso zu Wort wie John F. Kennedy.
Sehr interessant sind die Blicke nach England, Frankreich und die Sowjetunion. Wir erfahren, dass England und Frankreich zwar mit Stalin über eine Kooperation gegen Hitler verhandeln, aber keine hochrangigen Diplomaten schicken, sondern nur Mittelklassige und das nur auf dem langsamen Seeweg. Stalin fühlt sich von den Westmächten desavouiert und schließt mit Hitler den „Nichtangriffspakt“. Dass der das Papier auf dem er geschrieben wurde, nicht wert ist, weiß zu diesem Zeitpunkt nur Hitler. An diesem Beispiel zeigt sich wieder, dass England und Frankreich auf Grund ihrer eigenen Paranoia vor dem Kommunismus, die drohende Gefahr des Faschismus nicht erkannt haben (oder erkennen wollten). Auch Hitlers seltsames Verhältnis zu Mussolini kommt zur Sprache.
Aufschlussreich und vermutlich nicht allgemein bekannt ist, die hektische diplomatische Betriebsamkeit von Birger Dahlerus, im Auftrag Hermann Görings, eine Einigung mit England und Polen in der Danzig-Frage herbeizuführen und dadurch den Ausbruch des Krieges in letzte Minute doch noch zu verhindern.
Der Autor gewährt uns auch seltene Einblick in Hitlers Privatleben. So erfahren wir einiges über seine Vorliebe für schöne Frauen und dem despotischen Umgang mit seiner heimlichen Geliebten Eva Braun, die, wenn hochrangiger Besuch kommt, sich verstecken muss.
Das Buch endet mit dem Überfall auf Polen, der den Zweiten Weltkrieg nun endgültig entfesselt.
Meine Meinung:
Obwohl es zum Zweiten Weltkrieg Bücher in Hülle und Fülle gibt, bietet dieses Buch dennoch einiges Unbekanntes. Auch die unterschiedlichen Blickwinkel ein und desselben Ereignisses, ergeben wertvolle Einblicke in die Wochen vor dem Ausbruch des Krieges.
Der Schreibstil des Autors ist dem gewaltigen Thema angepasst. Natürlich müssen Jahreszahlen sowie sonstige Zahlen, Daten und Fakten präsentiert werden. Trotzdem wirkt das Buch nie wie ein trockenes Lehrbuch. Im Gegenteil, das Einflechten von persönlichen Schicksalen, wie dem Tod von Heinrich von Weizäcker (Bruder des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizäcker) rundet das Buch genauso ab, wie die Erwähnung des weiteren Schicksals von den Geschwistern Scholl, der Familie Mann und Wilhelm Canaris.
Interessant finde ich das Cover, das ein unbeschwertes Sommervergnügen am Strand zeigt, kurz bevor sich die Welt im Krieg befindet.
Fazit:
Das Buch ist eine wertvolle Ergänzung zu „Geschichte des Zweiten Weltkriegs“ von Basil H. Lidell Hart, das ich parallel bzw. danach gelesen habe. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein zauberhaftes Kinderbuch
Spukalarm in der Schokofabrik von Matysiak Mascha
Als Klara mit ihrer Familie in eine neue Wohnung umsiedeln muss, ist sie alles andere als erfreut. Alles ist unbekannt und noch hat sie keine Freunde. Allerdings, so stellt sie verwundert fest, haben alle Straßennamen irgendwie mit Schokolade zu tun. So wohnt sie nun in der Konfektallee Nr. 2. Es gibt einen Karamell- und einen Trüffelweg.
Sogar der Siedlungskater hört (manchmal) auf den Namen „Herr Nougat“. Recht bald findet sie in Matti und Theo zwei neue Freunde, auch wenn der Start ein wenig holprig war.
Als sie eines Nachts Licht in der längst stillgelegten Schokoladenfabrik sieht, hält die drei Freunde nichts mehr. Sie steigen heimlich in das verlassene Gebäude ein, das zu ihrer Überraschung gar nicht so verlassen ist ...
Meine Meinung:
Dieses Kinderbuch gefällt mir sehr gut. Es ist die Geschichte von Freundschaft und Zusammenhalten und ein bisschen von Ängsten vor Neuem.
Die Autorin erzählt launig erzählt und lässt den jungen Lesern viel Platz für die eigene Fantasie. Hier kommen die Kinder ohne Computer aus und das Mobiltelefon wird nur fallweise zum Telefonieren verwendet. Kein hektisches Computerspielen, sondern Bewegung im Freien, Radfahren, Schwimmen im Teich. Auch verschiedene Tiere spielen eine Rolle. Neben dem bereits erwähnten Kater, gibt es noch die beiden Meerschweinchen Ali und Baba, die gerne ausbüxen, sowie eine Mopsfledermaus, mit der eine ganz besondere Bewandtnis hat.
Hervorheben möchte ich die wunderschönen Illustrationen von Monika Parciak. Die tolle graphische Aufbereitung muss extra erwähnt werden. Denn dieser Aufwand wird häufig zu wenig gewürdigt.
Fazit:
Ein gelungenes Kinderbuch für Jungs und Mädchen ab 8 Jahren, das durch eine nette Geschichte und liebevolle Illustrationen besticht. Gerne gebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung.











