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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von aldo:

Südstaatenthriller

Marshall McEwan hat seine Heimatstadt Bienville am Mississippi vor langer Zeit verlassen. Inzwischen ist er ein erfolgreicher Journalist, als der Tod seines an Parkinson schwer erkrankten Vaters abzusehen ist, kehrt er zurück um die Leitung der Zeitung zu übernehmen und seiner Mutter beizustehen. Doch schon nach wenigen Wochen wird die Leiche seines Ziehvaters Buck Ferris aus dem Mississippi gefischt.

Buck war Archäologe und einer großen Sache auf der Spur, für Marshall steht fest dass Buck umgebracht wurde. Er will den Mord, der offiziell als Unfalltod gilt aufklären und kommt dabei dem mächtigen Poker Club in die Quere.

Von Greg Iles habe ich die Natchez Reihe gelesen, ich schätze seine Art Geschichten zu erzählen. Man fühlt sich als Leser direkt angesprochen, so auch hier, da die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Marshall aufgerollt wird. Er bringt die Gedanken, Gefühle von Marshall hautnah rüber, durch Marshalls Erinnerungen die sowohl in seine frühe Kindheit zurückführen als auch seine Ehe betreffen, bekommt man ein detailliertes Bild von seinem Charakter und lernt ihn einzuschätzen. Auf über 800 Seiten bekommt man ein Feeling für die einzelnen Personen, von denen die wichtigsten ebenso detailliert beschrieben sind, so dass ich bald das Gefühl hatte, mittendrin zu sein und selbst Teil von Bienville zu sein. Greg Iles schreibt meisterhaft, aber man muss diesen ausführlich und detaillierten Schreibstil zu schätzen wissen. Was für mich bei vielen Krimis oft ein Schwachpunkt ist, das sind flache Charaktere. Ganz anders bei Iles, der die Personen zum Leben erweckt. Aber nicht nur die Figuren, auch die Umgebung am Mississippi wird ausdrucksvoll beschrieben, das Feeling kommt perfekt rüber. Die Story an sich behandelt Themen wie Einflussnahme und Korruption, wie wenige Strippenzieher die Geschicke einer Stadt und ihrer Einwohner beeinflussen. Dabei ihre Machtposition gnadenlos ausnutzen und über Leichen gehen. Man fragt sich unwillkürlich, ob hier mehr als ein Körnchen Wahrheit dahinter steckt und wie viele Poker Clubs es im wirklichen Leben gibt.

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Rezensionen von yellowdog:

Klassiker der amerikanischen Literatur

Ein anderer Takt von William Melvin Kelley

Hier hat der Verlag eine gute Arbeit abgeliefert, denn die Buchausgabe ist hervorragend aufgemacht, mit eindrucksvollem Cover, kenntnisreichen Vorwort über das Werk des fast vergessenen Autors sowie ein Nachwort von der Tochter des Autors. Das ist eindrucksvoll, dafür hat mich der eigentliche Text lange Zeit zunächst nicht sehr überzeugt.

Aufgrund des Autorenportraits und des Entstehungszeitraums (1962) lag die Vermutung nahe, dass der Roman in die Nähe von James Baldwin reicht. Dem ist aber nicht so, die Stile beider Autoren sind sehr unterschiedlich und bei James Baldwin brannte der Funke deutlich mehr.
Dennoch hat Ein anderer Takt (Originaltitel: A different drummer) einiges zu bieten. Das Buch hat eine außergewöhnliche Idee und ein paar stilistische Feinheiten. Am besten gefielen mir die Tagebucheintragungen im letzten Drittel des Romans, die den Zeitraum 1931 bis 1938 und sogar noch darüber hinaus abdecken und ein klares Bild der rassistischen Stimmung der Zeit zeigen. Auch die pessimistischen Schlußpassagen sind eindrucksvoll.

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Rezensionen von begine:

Eine hinreißende Geschichte

Washington Black von Edugyan Esi


Die Autorin Esi Edugyan schreibt ihren Roman „Washingtom Black“ ergreifend und aufregend.
Es ist 1830 auf Barbados. Da lernen wir den Sklavenjungen Washington Black kennen.
Die Geschichte wird von ihm erzählt. Er musste schon als kleines Kind auf einer Zuckerrohrfarm arbeiten. Die Grausamkeit seines Lebens hat ihn gezeichnet.

Christoph der Bruder seines Besitzers nahm ihn als Hilfe in Betracht. Der lehrte ihn das Lesen und Washington Black konnte sehr gut zeichnen. Dann war er dabei, als sich der Cousin der Brüder selbst erschoss. Das ist für einen Sklaven schon ein Todesurteil. Christoph floh mit ihm. So beginnt eine große Reise.

Die Autorin hat die Figur sehr gut und detailliert gezeichnet. Sein Schicksal hat sie aufregend werden lassen. Ihre Sprache ist mitreißend.
Der Roman hat mich gut unterhalten.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Der heilige Eid macht alles kompliziert

Wer Lügen sät von Peter Tremayne

Bei mittlerweile 30 Bänden dieser historischen Krimireihe aus Irland ist es fast jedesmal wie ein Besuch bei Bekannten, wenn man einen neuen Band von Schwester Fidelma aufschlägt.

Doch in diesem Band ist Fidelma äusserst wortkarg und erzählt ihrem Mann Eadulf nicht, wieso sie so dringend Abt Nessan aufsuchen muss.

Eadulf besteht darauf mitzukommen, was Fidelma nicht so recht passt. Später hingegen wird sie froh sein, dass Eadulf und Enda aus der königlichen Leibwache sie begleitet haben.

Eadulf hat schlechte Laune. Er versteht nicht, wieso Fidelma ihm nicht wie sonst üblich erzählt, um was es bei dieser Reise geht. Als er wütend an ihrer Ehe zweifelt, sagt Fidelma ihm, dass sie einen "geis", einen heiligen Eid, geschworen hat und niemanden ihren Auftrag erläutern darf. Nicht, dass dies Eadulf irgendwie besänftigt, denn er kann ihr nicht helfen solange er nicht weiss, um was es geht. Auch Enda ist enttäuscht über Fidelmas Verhalten.

Durch diverse Situationen wie das Auffinden eines ermordeten Abtes, Überfälle, Gefangenennahme und vieles mehr geraten die drei immer wieder in Lebensgefahr. Sogar Fidelma weiss nicht mehr, wem sie trauen kann und wem nicht. Von wem die Gefahr ausgeht, ist allen schleierhaft. Doch die drei aus Cashel schaffen es schlussendlich, die Verstrickungen zu lösen.

Leider trug sich die schlechte Laune der Protagonisten auch auf mich über. Ich begriff nicht, wieso Fidelma ihren Begleitern nicht schon von Anfang an sagte, wieso sie nicht über die Sache reden darf. Das hätte die Reise für alle angenehmer gemacht.

Nach dem genialen Band 26 "Der Lohn der Sünde" und allen anderen guten Bänden war ich von "Wer Lügen sät" ein wenig enttäuscht. Fidelmas Geheimniskrämerei ging mir auf den Keks und die Verschwörungen waren zu wirr. Ausserdem war der geheime Auftraggeber nie physisch anwesend, was mir die Geschichte sympathischer gemacht hätte.

Fazit: Am Ende doch ziemlich schlüssig, aber dennoch eins der schwächsten Bücher der sonst ganz tollen und lesenswerten Reihe.
Knappe 4 Punkte.

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Rezensionen von ikatzhorse2005:

Tierisch süßes Abenteuer

CanGu und das Vogeldesaster von Audrey Harings

CanGu und das Vogeldesaster von Audrey Harings mit Illustrationen von Stefanie Ziermann
Inspiriert von ihren eigenen tierischen Freunden und Mitbewohnern schickt die Autorin ihre tierischen kleinen und großen Helden in ein spannendes Abenteuer. Ganz ohne menschliche Protagonisten meistern die pelzigen und gefiederten, schlauen Hauptfiguren ihre Herausforderungen und finden ganz diplomatische Lösungen für ihre Aufgaben.

In kurzen, knackigen Kapiteln mit passenden Überschriften finden sich die Leser und Vorleser sehr gut zurecht. Die drolligen Illustrationen finden sich in schwarz-weiß durchgängig im ganzen Buch und laden zum Verweilen ein. Das bunte, lebendige Cover ist beschreibend für den Inhalt mit einem nachhaltigen Lerneffekt. In einer überschaubaren Länge und durch einen fesselnden, modernen Text in kindgerechter Sprache wird auch diese CanGu-Geschichte zu einem kurzweiligen Lesevergnügen für die ganze Familie. Auf Du und Du, auf gleicher Augenhöhe begegnen sich die Tiere mit Respekt. Gleiches gilt für den Leser und Zuhörer, der sich äußerst gut in die verschiedenen Charaktere einfühlen kann. Neben dem Erzählten spielen emotionale und lustige sowie herzliche Momente eine tragende Rolle. Küken, Kater, Eichhörnchen und Ratten hauchen dieser neuen CanGu-Mission Leben ein.
Fazit: Uns hat das mittlerweile 4. Abenteuer rund um das Canelo-,Gucci-Team wieder sehr gut unterhalten. Audrey Harings ist uns eine liebgewordene Autorin, welche schon eine Vielzahl an lesenswerten, liebevollen Kinderbüchern geschrieben hat. Immer wieder verblüfft sie durch Ideenreichtum und Geschichten, die zum Nachdenken anregen. Jedes lohnt sich, begeistert Groß und Klein und zaubert ein Lächeln ins Gesicht. Danke Audrey, dass du uns teilhaben lässt an deiner Fantasie!

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Rezensionen von Lilli33:

Romantisches Parallelwelt-Abenteuer

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau) von Jennifer Benkau


Inhalt:
Die siebzehnjährige Mailin lebt mit ihrer Mutter in Irland. Ihre zwei Jahre ältere Schwester Vicky liegt seit sieben Jahren im Wachkoma. Mailin fühlt sich ihr sehr verbunden. Als Mailin nach dem Karatetraining in der Umkleide einfach umkippt, findet sie sich plötzlich in einer anderen Welt wieder.

Lyaskye ist voll von gefährlichen Tieren und Pflanzen und … Menschen. Eher widerwillig rettet ein junger Mann Mailin und hilft ihr weiter zu kommen. Bald muss Mailin erkennen, dass sie nicht zufällig in Lyaskye gelandet ist und dass ihr ein mieses Schicksal bevorsteht. Doch Mailin ist eine Kämpferin …

Meine Meinung:
Jennifer Benkau konnte mich mit dieser Geschichte von der ersten Seite an packen. Durch den geschmeidigen und dynamischen Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin. Und Mailin ist eine toughe Protagonistin, an deren Seite ich gerne durch dieses Abenteuer gewandelt bin. Man muss sie einfach mögen, obwohl sie natürlich auch ihre Ecken und Kanten hat und Fehler macht. Aber niemand ist perfekt, oder?

Die Handlung ist sehr abwechslungsreich. Mal lernt Mailin (und die Leser*innen mit ihr) etwas über Lyaskye, mal wird gekämpft, dann wiederum wird es auch mal magisch oder hoch romantisch. Eine tolle Mischung! Und immer wieder wird man durch Wendungen überrascht, die man nicht vorhersehen konnte.

Dabei machten die Charaktere auf mich einen recht authentischen Eindruck. Man kann ihre Handlungsweisen gut nachvollziehen. Sie machen im Verlauf der Handlung eine schöne Entwicklung durch und wachsen teilweise über sich selbst hinaus.

Der 2. Band „Aus Schatten geschmiedet“ ist für Frühjahr 2020 geplant. Ich freue mich schon jetzt darauf, mit Mailin wieder in Lyaskye gegen das Böse zu kämpfen.

Fazit:
Ein toller All Age Fantasy-Roman um Familie, Freundschaft, Liebe, Intrigen, Vertrauen und Mut.

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Rezensionen von yellowdog:

Mit hoher Intensität erzählt

Tage in Weiß von Rainer Jund

Tage in weiß ist kein Roman, wie man denken könnte. Es sind Schilderungen der Erfahrungen aus Fällen, die der Icherzähler als Hals-Nasen-Ohren-Arzt gemacht hat. Es sind größtenteils äußerst schwere Erkrankungen und auch wenn der Arzt empathisch mitfühlt, ist das in der Dichte und Masse schwer zu ertragen.

Man benötigt als Leser Nerven. Man kann sich aber den Schicksalen der Patienten nicht entziehen.
Vielleicht wäre das anders, wenn es mehr romanhaft verarbeitet worden wäre, aber das hätte dem Buch sicher auch die Intensität genommen.

Rainer Jund blendet auch nicht das Versagen von Ärzten aus. Das entzaubert die Götter in weiß.
Glaubhaft auch die Momente, in denen der Erzähler darunter leidet, den Leidenden nicht helfen zu können. Doch damit muss ein Arzt irgendwie umgehen.
Überraschenderweise lässt Rainer Jund sein Buch am Ende doch versöhnlich ausklingen.

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Rezensionen von LEXI:

Der Fall Jameson. Angst und Flucht sind keine Option!

Im Schatten der Vergangenheit von Elisabeth Büchle

Der Fall Jameson. Angst und Flucht sind keine Option!

„Dem Hass seiner Mitmenschen kann man nur zwei Dinge entgegensetzen: Vergebung und Liebe. Du kannst nur dann glücklich im Leben werden, wenn du deinen Gegnern mit Barmherzigkeit und Gnade, Liebe und Vergebung begegnest.“

Die Amerikanerin Hanna Jameson fliegt nach Deutschland, um in der Nähe von Stuttgart ihre Familie zu treffen.

Doch bei ihrer Ankunft weiß niemand etwas über den Verbleib von Henry und Stephanie Jameson und ihren beiden Kindern Claudia und Carl, sie sind wie vom Erdboden verschluckt. Hannas Aussagen scheint niemand Glauben zu schenken. Sogar Kevin Pancol, IT-Spezialist in Henry Jamesons Firma und Hannas ehemaliger Verehrer, zweifelt. Doch als er merkt, dass seine Nachforschungen über seinen Vorgesetzten und Mentor Henry Jameson furchtbare Auswirkungen haben, ist es beinahe zu spät. Unbekannte Verfolger und finstere Gestalten gehen mit großer Brutalität vor und scheinen von jedem Schritt Hannas zu wissen. Doch der durchtrainierten ehemaligen Leistungssportlerin gelingt es, ihren Häschern zu entgehen. Bei ihrer waghalsigen Flucht um ihr Leben sind Konzentration, Mut und Kampfgeist gefragt. Als plötzlich ein gutaussehender Mann mit einem sportlich gestählten Körper auftaucht und seine Hilfe anbietet, befindet sich Hanna in einem Zwiespalt. Kann sie dem charmanten Fremden trauen, oder gehört er auch er zu jenen Menschen, die ihr Leben bedrohen und ihrer habhaft werden möchten?

Die Autorin erzählt im vorliegenden Buch die Geschichte einer von ihrer Karriere besessenen Frau, deren Leben völlig unvermutet auf den Kopf gestellt wird. Die attraktive Protagonistin Hanna muss um die Sicherheit ihrer Familie fürchten, weiß weder, wer hinter ihnen her ist, noch kennt sie den Grund für diese rücksichtslose Verfolgungsjagd. Elisabeth Büchles einnehmender Schreibstil wird in diesem Roman durch einen Spannungsbogen bereichert, der das gesamte Buch hindurch konstant hochgehalten wird. Der Leser wird durch die nervenaufreibende Flucht und das Untertauchen ihrer handelnden Figuren, einer äußerst radikalen Vorgehensweise von deren Verfolger, aber auch von der tödlichen Hatz auf die Jamesons und die Ungewissheit über ihren Verbleib regelrecht ans Buch gefesselt. Obgleich die Autorin mit diesem Roman ihr bislang spannendstes Werk präsentiert, bleibt sie ihrem gewohnten Schreibstil dennoch treu. Der Glaube ist auch in diesem Buch ein wichtiger Faktor, tiefgründige Gespräche wie beispielsweise die eindrucksvolle Begegnung mit einer weisen alten Jüdin namens Chaja bereichern die Handlung ungemein. Die Protagonistin setzt im Verlauf des Buches die Prioritäten ihres Lebens neu und erkennt, wie wichtig ihr die Familie ist.

In diesem Roman agieren hervorragend ausgearbeitete, vielschichtige und einnehmende Figuren. Die Autorin geht nicht nur auf deren äußerliche Erscheinungsmerkmale, sondern sehr detailliert auch auf deren Charaktereigenschaften. Großen Lesegenuss bereiteten mir ich bei den unzähligen Wortduellen zwischen Hanna und Chris, eine beeindruckende Schlüsselfigur mit großem Entwicklungspotenzial betritt mit dem intelligenten und ehrgeizigen, jedoch nicht sehr alltagstauglichen Nerd Kevin Pancol, die Bühne. Neben zahlreichen anderen Nebenfiguren wuchsen mir besonders die aus Kaschmir stammende Inderin Ina Hofer mit ihrem süßen kleinen Sohn Ben ans Herz. Der Leser darf auch einen Blick hinter die professionelle und disziplinierte Fassade der exzellent ausgebildeten Agenten des FBI, des Marshals Service und deren Kollegen in Deutschland werfen, die gemeinsam für den Schutz der Jamesons sorgen und Licht in diesen Albtraum bringen wollen.

Der Roman wird in dreißig Kapiteln erzählt, historische Fakten werden gekonnt mit der Handlung verwoben. Die schwarze Bürgerrechtsbewegung sowie der Hass auf die afroamerikanische Bevölkerung und seine furchtbaren Auswirkungen finden im Attentat auf die „Mother Emanuel“, die erste freie schwarze Kirche der African Methodist Episcopal Church in den Südstaaten, ihren tragischen Höhepunkt in diesem Buch. Die große Macht der Vergebung zieht sich wie ein roter Faden durch diesen faszinierenden Roman.

„Manches in unserem Leben ist fremdbestimmt. Wir können es uns nicht aussuchen. Aber wir treffen die Entscheidung darüber, wie wir damit umgehen. Ob wir hassen oder vielmehr lieben und vergeben wollen. Ob wir die Fähigkeit, barmherzig zu sein und Gnade walten zu lassen, in der Dunkelheit vergraben, wie diese Grabsteine unter all dem Efeu begraben sind, oder ob wir sie sich frei entfalten lassen und dadurch Seelen befreien. Die anderer Menschen und unsere eigene.“

Fazit: „Im Schatten der Vergangenheit“ ist ein Roman mit einer ausgeklügelten und komplexen Handlung, vielschichtig und zum Teil auch sehr tiefgründig. Die Autorin wartet mit einem ungewöhnlich hohen Spannungsbogen auf, der es mir beinahe unmöglich machte, das Buch aus der Hand zu legen. Abenteuerliche Szenen, große Emotionen und überzeugende Figuren laden dazu ein, sich mit allen Sinnen auf dieses Abenteuer einzulassen. Dieses Buch stellte für mich ein großartiges Leseerlebnis dar – mir hat diese Mischung aus „Elisabeth Büchle plus Hochspannung“ ausgezeichnet gefallen!

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Rezensionen von Tara:

Zurück ins Leben

Laufen von Isabel Bogdan

„Laufen“ ist nach „Der Pfau“ das zweite Buch, das ich von Isabel Bogdan gelesen habe. Das Kontrastprogramm hätte kaum größer sein können. Während mich die Autorin mit ihrem ersten Buch durch feine Ironie und ihre wundervollen Charaktere begeistert hat, war dieses Buch intensiv, tiefsinnig, einfühlsam und ging mir unter die Haut.

Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive der Protagonistin. Sie ist um die 40 Jahre und beginnt nach Jahren wieder mit dem Laufen. Sie läuft nicht, weil sie abnehmen und fitter werden möchte, sondern weil sie ihren Gedanken und dem Leben davonlaufen will.

„ Laufen ist super, so schön stumpf, man muss gar nicht denken, ich kann sowieso nur über das Laufen nachdenken und über meinen Körper und gar nicht über den ganzen anderen Mist, weil das alles viel zu anstrengend ist, ich laufe mir die Grübelei weg, andere Leute laufen angeblich, weil sie dabei gut nachdenken können, ich kann an gar nichts anderes denken als an meinen Körper, ob er funktioniert, wie er funktioniert, wie das Laufen sich anfühlt, ob ich noch kann, und wenn ja, wie weit, und ob mir gerade etwas wehtut, oder was am meisten wehtut, ……“

Sie versucht den Gedanken über den Verlust ihres Partners zu entkommen, leidet unter den Erinnerungen und kämpft sich langsam zurück ins Leben.

Immer wieder nimmt die Protagonistin den Leser beim Laufen mit und lässt diesen an ihren Gedanken teilhaben. Dabei erhält man Einblicke in das, was sie sieht, was sich um sie herum ereignet und auch in ihr Leben. Ihre Gedanken verlieren sich immer wieder in Erinnerungen. Nebenbei erfährt man noch einiges aus ihrem Umfeld, da ist ihre Freundin Rike, ihre Psychologin und ihre Familie, die sie unterstützen.

Die Autorin passt ihren Schreibstil gekonnt an die jeweilige Situation an, mal sind es kurze gehetzte Sätze beim Laufen und dann wieder lange intensive und eindringliche Satzkonstruktionen, die man auf sich wirken lassen muss. Das ist nicht immer einfach zu lesen und erfordert ein wenig Konzentration, aber ich denke, dass genau das beabsichtigt ist. Die Gedanken und Gefühle der Protagonistin sind nachvollziehbar und ihr Verlust und der Schmerz gehen unter die Haut.

Ich habe diesen Roman als sehr intensiv und emotional empfunden. Es wird eine Frau beschrieben, die leidet und sich zurück ins Leben kämpft. Insgesamt ist es ein ungewöhnlicher aber sehr lesenswerter Roman, der mir gut gefallen hat und mich nachdenklich zurücklässt.

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Rezensionen von yellowdog:

Witz und Selbstironie

Es wird Zeit von Ildikó von Kürthy

Ildiko von Kürthy ist eine bekannte Autorin von Frauenromanen. Ihr neuer Roman Es wird Zeit hat aber auch ein ernstes Thema: die schwere Krebserkrankung einer Freundin.
Das wurde in der Leseprobe stark rausgestellt. Es gibt aber noch mehr Themen im Roman, z.B. der Tod der Mutter von Judith.Das wirft bei ihr eine Sinnfrage auf, aber auch der Zustand ihres Lebens mit ihrem Mann.

Ansonsten bleibt der bewährte (Chick-Lit)-Stil mit Witz und Selbstironie über eigene Unzulänglichkeiten und Unsicherheiten zu schreiben. Das empfand ich am Anfang als ziemlich amüsant, auf Dauer wirkt es aber auch ermüdend und das Buch ist vielleicht etwas zu lang. Die andauernde Selbstbetrachtung mündet irgendwie doch in ein Jammern einer Frau in einer Midlife-Krise. Zudem wird noch leicht konstruiert ein Vorfall aus der Vergangenheit aufgebauscht.
Es bleiben aber natürlich noch genügend gute Passagen. Insbesondere überzeugt es, wie die Protagonistin und ein weiterer Freund die an Krebs erkrankte Anne durch ihre Freundschaft unterstützen.
Der Roman ist insgesamt in Ordnung! Es bleibt aber ein Frauenroman, der aber für Fans dieses Genres ein Highlight sein dürfte.

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