Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
1794
Wortgewaltig
1793 war ein Roman, der mit trotz einiger Schockeffekte sehr beeindruckte. Niklas Natt och Dag ist ein Autor, der schreiben kann.
Die Fortsetzung 1794, die ich als Hörbuch (gelesen von Philipp Schepmann und Louis Friedemann Thiele) gehört habe, ist ebenfalls lesens- bzw. hörenswert.
Der Roman ist in mehrere Handlungsabschnitte aufgeteilt, das ist geschickt gemacht. Der erste Abschnitt, der praktisch die Vorgeschichte behandelt, wird aus Sicht des jungen Erik erzählt. Diese naive Figur hat mir weniger gefallen, da die Figuren des Vorgängerromans einfach mehr Eindruck auf mich gemacht hatten.
Der erste Sprecher hat eine junge Stimme, das passt zwar zur Erzählerfigur, aber für den Stoff an sich, mag ich eine rauere Stimme.
Hinzu kommt, dass diese Vorgeschichte zu lang gezogen ist. Der zweite Abschnitt hat dann einen anderen Sprecher.
Ab jetzt wird der Roman deutlich besser, mit mehr Stockholmer Atmosphäre und besseren Beschreibungen.
Jean Michael Cardell kommt endlich vor und wird einen Kriminalfall untersuchen. Er ist immer noch eine gute Figur, der den Roman tragen kann.
Die Idee, den im ersten Band verstorbenen Cecil Winge, durch dessen jüngeren Bruder Emil zu ersetzen, empfand ich zunächst als konstruiert, aber das entwickelt sich. Das Emil nicht das Format seines Bruders hat, wird dann auch thematisiert. Emil muss sich beweisen. Diese veränderte Konstellation zwischen den Hautfiguren hat durchaus seinen Reiz.
Im Abschnitt 3 treffen wir Anna Stina Knapp wieder, die schon im ersten Teil sehr überzeugte und sie ist immer noch eine starke, spannende Figur.
Obwohl es viele harte Szenen in dem Buch gibt, sind letztlich doch immer die Emotionen der Figuren das wesentliche.
Mal sehen, ob es weitere Teile der Reihe geben wird.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Ein ungewöhnliches Internat
Die Schule am Meer von Sandra Lüpkes
Bereits am Cover, auf dem eine verblasste Photographie abgebildet ist, lässt sich das Genre erahnen; zudem stimmen die (Original-)Bilder im Innenumschlag dieses hochwertigen Hardcover-Exemplars die Leserschaft im Vorfeld auf den Romaninhalt ein. Auch eine Skizze des Handlungsortes ist enthalten.
Das Ehepaar Anni und Paul Reiner hatte eine Vision – auf der Nordseeinsel Juist wollten sie eine Schule gründen, in der jedes Kind willkommen sein sollte; eine Lehranstalt, die sich mit innovativen Lehrmethoden auszeichnen, in der jedem Kind die nötige Aufmerksamkeit und individuelle Förderung zukommen sollte.
Voller Tatendrang gehen sie ans Werk. Musik nimmt einen hohen Stellenwert ein, ebenso die Verbundenheit zur Natur. Die Lehrer/innen sind jemand, zu dem man aufblickt, von dem man inspiriert wird – keine Schreckenspersonen mit Rohrstock. In diesem reformpädagogischen Inselinternat, das es einst tatsächlich so auf Juist gegeben hat, steht die Gemeinschaft im Vordergrund. Dieser Zusammenhalt ist auch bitter nötig, denn vielen Bewohnern der Insel ist die Tatsache ein Dorn im Auge, dass die Schule als Hort für Juden und Kommunisten gilt.
Zu Beginn habe ich ein klein wenig mit der Vielzahl der Figuren gehadert, es waren tatsächlich einige Namen. Für spätere Ausgaben des Werkes wäre ein Personenregister eine sinnvolle Ergänzung. Erzählt wird abwechselnd aus mehreren Perspektiven – Schulpersonal, Schüler/innen, Insulaner/innen…auch in die Gedanken des Antagonisten taucht man regelmäßig ein. Hierdurch lernt man viele Charaktere gleichermaßen intensiv kennen, sympathisiert mit dem einen oder anderen, während man gewissen Protagonisten am liebsten gehörig die Meinung geigen würde. Insgesamt blieben mir dennoch die meisten von ihnen eher fremd; ihr Schicksal berührte mich zwar, doch wirklich mitgelitten, mitgefiebert habe ich nicht. Meine Favoritin war Anni Reiner, vor dieser Frau muss man einfach Respekt haben. Mit Moskito hingegen wurde ich partout nicht warm. Den größten Teil der Handlung nimmt das Internatsleben selbst ein: die alltäglichen Erlebnisse des Lehrpersonals (wobei der Unterricht selbst eher oberflächlich skizziert worden ist), vor allem aber Freizeiterlebnisse der Schüler/innen stehen im Vordergrund – Mutproben, Freundschaft, erste Liebe…
Geschichtliche Ereignisse fließen eher am Rande in die Rahmenhandlung ein. Es ist kein rasanter Roman mit unheimlich nervenaufreibenden Passagen – vielmehr erschien es mir, als würde man hier an einem Stück Vergangenheit teilhaben dürfen. Es erinnert mich entfernt an eine Art Familien-Saga. In aller Ruhe beschreibt die Autorin die Inselschönheit, die lokalen Begebenheiten der Schule und des Ortes, lässt uns am Entwicklungsprozess der Charaktere teilhaben. Man muss sich Zeit nehmen für dieses Werk, damit sich dessen volle Wirkung entfalten kann und das ist auch gut so. Der Schreibstil ist gut verständlich, ebenso angenehm wie anspruchsvoll und voller detaillierter Beschreibungen. Es wird deutlich, welch intensive Recherche Autorin Sandra Lüpke betrieben hat; mühelos verknüpft sie wahre historische Hintergründe, Personen, Begebenheiten mit Fiktion. Alles in diesem Roman, von den Dialogen bis hin zur Szenerie, der Inselatmosphäre und den Charakteren wirkt ungemein glaubwürdig und authentisch. Manche Passage des beinahe 600 Seiten umfassenden, in ungewöhnlich lange Kapitel eingeteilten Romans hätten etwas kompakter ausfallen können – oder wären idealerweise zu einer ausführlicheren Schilderung des eigentlichen Schulkonzepts genutzt worden; auch mehr Details zu geschichtlichen Begebenheiten wären möglich und durchaus interessant gewesen, so hätte ich z.B. gerne mehr über den Eiswinter gelesen. Hinsichtlich Waldi ahnte ich von Anfang an, welche Entwicklung folgen würde und fand diese absolut unnötig – musste das wirklich noch sein? Alles in allem überwiegt ein eher schwermütiger Ton, der hier und da durch die wundervolle Sprachkunst der Autorin abgemildert und durch humorvolle Anekdoten etwas aufgelockert wird. Nun ja, immerhin war die Realität damals tatsächlich kein Zuckerschlecken, es waren harte Jahre.
Fazit: Ein auf wahren Tatsachen basierender Internatsroman, der vor einem interessanten geschichtlichen Hintergrund angesiedelt ist. Der Fokus liegt ganz klar auf der persönlichen Entwicklung der Figuren sowie auf dem allgemeinen Internatsalltag - weniger auf dem historischen Aspekt. Ein Aufbau mit ein, zwei Perspektiven weniger hätte wahrscheinlich mehr Nähe zu den verbleibenden Figuren bewirkt. Tolle Grundidee, hervorragende sprachliche Umsetzung, Handlungsinhalt nicht mitreißend, aber unterhaltsam.
Rezensionen von Claudia R:
kurzweiliger Krimi für Zwischendurch
Wilde Hilde von Greta Lentz
Klappentext:
Bücher und Wasser? Passt ab sofort perfekt zusammen - mit dem wasserfesten Wannenbuch für Erwachsene
Ein Leben im Seniorenheim: unvorstellbar für Hilde, Albert und Herrmann. Das rüstige Trio träumt vom eigenen Häuschen. Doch wer soll das bezahlen?
Alles nur Fassade im Krimi von Greta Lentz, die die Polizei auf eine falsche Fährte schickt.
Der Krimi für die Badewanne: wasserfest und hochspannend
Das Badewannenbuch nur für Erwachsene lässt sich bequem in 15 Minuten in der Badewanne oder Dusche lesen. Absolut wasserfest und unterhaltsam - so wie alle Badebücher der Edition Wannenbuch.
Baden + Lesen = Wannenbuch!
Das wasserfeste Buch: die originelle Geschenkidee. Was viele nur als Babybadebücher kennen, gibt es endlich auch für große Leser. Die wasserfesten Bücher sind ein witziges Geschenk für alle, die gern baden und lesen - für Freundin, Freund, Schwester, Bruder, Mutter, Vater und die ganze Familie. In einem Satz: Ein ganz besonderes Geschenkbuch für alle Menschen mit Humor.
Ausgezeichnet mit dem Nonbook-Publikumspreis der Frankfurter Buchmesse
Technische Details:
Badebuch, 8 Seiten, vierfarbiger Offset-Druck auf EVA-Folie (0,18 mm dick), 4 mm Schaumstoff zwischen den einzelnen hitzeverschweißten Seiten.
Cover:
Das Cover ist in einem beige-braun Ton gehalten und relativ einfach gestaltet. Man erkennt eine Waffe, ein Blaulicht und ein Haus mit Geldscheinen davor. Dies alles weist auf einen Krimi hin. Sehr hervorstechend ist der Titel.
Meinung:
Der Schreibstil ist locker und angenehm. Es lässt sich leicht für zwischendurch lesen. Ein kurzer, knapper Krimi zum Schmunzeln mit einem sehr sympathischen älterem Trio, dass so seine Zipperlein hat und dennoch sehr aufgeweckt und schlitzohrig ist.
Vom Inhalt möchte ch eigentlich nicht zu viel verraten, da es ja nur wenige Seiten sind und ich ansonsten zu viel vorweg nehmen würde.
Die Geschichte ist sehr sympathisch gestaltet und auch die Charaktere sind für die Kürze des Buches, sehr gut ausgearbeitet. Mich hat dieser Krimi sehr überzeugt und ich hatte meinen Spaß damit.
Hilde, Hermann und Albert sind über 80 Jahre alt und noch ziemlich rüstig für ihr Alter und kommen auf eine schlitzohrige Idee um ihre Rente aufzubessern. Ein kurzweiliger Krimi, der für gute Unterhaltung sorgt und dem man am besten bei einem guten Bad oder einfach Zwischendurch genießen kann.
Das tolle an diesen Wannenkrimis, sie sind wasserfest und es macht ihnen nichts aus, wenn sie mal ins Wasser fallen sollten.
Fazit:
Ein kurzweiliger Krimi, der für gute Unterhaltung sorgt und dem man am besten bei einem guten Bad oder einfach Zwischendurch genießen kann.
Rezensionen von KimVi:
Gelungener Abschluss der spannenden Trilogie
Die Herren der Zeit von Eva Garcia Saenz; Eva Garcia Saenz
Inspector Unai López de Ayala, genannt Kraken, besucht mit seiner Familie eine Veranstaltung, bei der der geheimnisvolle Autor des historischen Romans "Die Herren der Zeit", seine Identität lüften will. Der Roman schlägt große Wellen und deshalb sind alle sehr gespannt, auf die Person, die sich hinter dem Pseudonym verbirgt.
Doch die Veranstaltung endet abrupt, als die Leiche eines Unternehmers entdeckt wird. Unai beginnt mit seinem Team zu ermitteln. Schon bald stellt sich heraus, dass der Geschäftsmann auf die gleiche Art zu Tode kam, wie sie in dem historischen Roman beschrieben wird. Es bleibt auch nicht bei dem einen Toten. Ein Serienmörder scheint sein Unwesen zu treiben und sich dabei an den im Roman beschriebenen Todesarten zu orientieren. Unai setzt alles daran, diesen Fall aufzuklären. Dabei ahnt er nicht, dass auch er selbst und seine Familie in Gefahr geraten.
"Die Herren der Zeit" ist nach "Die Stille des Todes" und "Das Ritual des Wassers" der finale Teil der Trilogie um Inspector Unai López de Ayala. Man kann den aktuellen Ermittlungen sicher auch dann folgen, wenn man noch keinen Band der Trilogie gelesen hat, da wichtige Hintergrundinformationen in die Handlung einfließen. Wenn man allerdings an den beruflichen und privaten Weiterentwicklungen der unterschiedlichen Hauptcharaktere interessiert ist, dann sollte man die Reihenfolge einhalten. Da es außerdem entscheidende Rückblicke in die vergangenen Teile gibt, könnte es sonst außerdem passieren, dass man sich die Spannung verdirbt.
Die Handlung trägt sich dieses Mal in zwei Zeitebenen zu. Im aktuellen Erzählstrang beobachtet man die Ermittlungen der rätselhaften Morde, bei denen Unai einen Bezug zum historischen Roman "Die Herren der Zeit" erkennt. Auszüge aus diesem Werk, das ins 12. Jahrhundert zurückführt, wechseln sich mit den aktuellen Ereignissen ab. Das bedeutet, dass man es mit einer Vielzahl an Charakteren und unterschiedlichen Begebenheiten zu tun bekommt. Deshalb sollte man gerade am Anfang konzentriert lesen, um nicht den roten Faden zu verlieren. Die Autorin versteht es allerdings wieder hervorragend, sowohl die Gegenwart, als auch die Gegebenheiten im fiktiven historischen Roman, so farbenprächtig und lebendig zu beschreiben, dass man alles mühelos vor Augen hat. Die besondere Atmosphäre des Baskenlandes schwebt außerdem zwischen den Zeilen. Dadurch ist man sich der Hintergrundkulisse stets bewusst.
Der aktuelle Fall gibt einige Rätsel auf. Gemeinsam mit Unai folgt man den Spuren und zieht eigene Schlüsse. Doch es ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint und deshalb tappt man fast bis zum Schluss im Dunkeln. Dadurch wird die Spannung bei den Ermittlungen durchgehend gehalten. Die Auszüge des mittelalterlichen Romans sind intensiv geschildert. Man merkt, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat, um die Vergangenheit so lebendig und eindrucksvoll zu beschreiben. Dennoch wirken diese Passagen manchmal etwas ausufernd und bremsen die Spannung des aktuellen Handlungsstrangs leider etwas aus.
Nichtsdestotrotz ein farbenprächtiger und meisterhaft erzählter Abschluss dieser spannenden Trilogie.
Rezensionen von PeLi:
Mädchen mit ungewöhnlicher Fähigkeit
Carla Chamäleon: Oh Schreck, ich bin weg!; . von Franziska Gehm
Für die elfjährige Carla Niemann fängt das neue Schuljahr nicht gerade gut an. Ihre beste und eigentlich auch einzige Freundin Herta ist ans andere Ende der Welt gezogen und für Carla ist die Aussicht, das Schuljahr ohne Herta verbringen zu müssen, ziemlich beängstigend. Und dann kommt auch noch ein neuer Mitschüler in die Klasse.
Jole heißt er, hält sich für den besten Witzeerzähler ( was er allerdings definitiv nicht ist) und dann setzt er sich auch noch ausgerechnet neben Carla, was ihr überhaupt nicht gefällt.
Und als ob das alles noch nicht reicht, passiert Carla dann auch noch was völlig Verrücktes. Als sie gerade in einer peinlichen Situation ist, verschmilzt sie mit dem Hintergrund und wird total unsichtbar. Carla erschrickt natürlich und das Allerschlimmste, Jole hat das auch bemerkt.
Der findet das spannend, im Gegensatz zu Carla, die einfach nur wieder ein ganz normales Mädchen sein möchte.
Doch es kommt noch schlimmer, ein Geheimbund erfährt von der ungewöhnlichen Fähigkeit des Mädchens und ist plötzlich sehr an ihr interessiert. Was wollen diese Menschen von ihr? Und wie wird sie bloß diese blöde Fähigkeit los, die ausgerechnet immer im unpassendsten Moment auftritt?
Ich fand die Idee eigentlich gut, deshalb war ich auch sehr gespannt auf dieses Buch , nachdem ich den Klappentext und die Leseprobe gelesen hatte. Leider hat mich einiges dann aber nicht so vom Hocker gerissen. Die verrückte Fähigkeit, in unangenehmen Situationen unsichtbar zu werden, hätte ja schon gereicht. Auch Carlas Vater, der sie immer mal in peinliche Situationen brachte, fand ich noch okay und für die Geschichte ja auch passend, denn ohne Peinlichkeiten wäre Carla ja nicht unsichtbar geworden. Aber musste wirklich ihre gesamte Familie so seltsam sein? Die Mutter bringt Tiere vom Zoo, in dem sie arbeitet, zur Pflege mit nach Hause. Und was für Tiere! Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, aber mir war das alles dann , selbst für ein Kinderbuch , etwas zu viel.
Ich habe das Buch zusammen mit meinem Patenkind gelesen und sie fand es gut, aber nicht überragend. Vor allem, da es, als es dann endlich mal spannender wurde, leider auch schon zu Ende war.
"Carla Chamäleon - Oh Schreck, ich bin weg!" Ist der 1. Band einer Reihe, im Buch ist auch eine kurze Leseprobe des 2. Teils und vielleicht wird es darin ja dann auch spannender und die Geschichte kommt richtig in Fahrt. Aber der 1. Teil hat sich dann leider doch noch etwas gezogen.
Rezensionen von Claudia R:
die Idee dahinter ist sehr schön, jedoch nicht ganz überzeugend
Was du nicht alles kannst! von Davina Bell
Klappentext:
Fledermäuse basteln, die Uhr lesen, Schiffchen bauen, malen, auf Drachen reiten, andere trösten, auf der Ukulele schrammeln, Schätze suchen, auf andere zugehen, Fragen stellen, tanzen, tagträumen – es gibt viel wichtigere Sachen im Leben eines Kindes als ›besser – schneller – weiter‹, als Schularbeiten und Tests, nämlich Fantasie und Herzensbildung und jede Menge Lebensfreude.
Dieses lebendige, farbenfrohe Buch feiert die unzähligen Dinge, die Kinder zu etwas Besonderem machen.
Cover:
Das Cover ist sehr farbenfroh und bunt. Es zeigt sehr viele unterschiedliche Kinder, die alle sehr fröhlich, bunt und besonders sind. Jedes Einzelne scheint Spaß an dem zu haben, was es tut und alle wirken bunt, fröhlich und einzigartig. Der Titel ist in weiß geschrieben und geht ein wenig unter. Zudem stolpert man im Titel auch über das Wörtchen "Nicht". Als Erwachsener weiß man zwar, wie es gemeint ist, aber als Kind kann man es erst einmal missverstehen.
Meinung:
Das Buch ist in Reimform geschrieben und es wird auf wundervolle Art und Weise erklärt, was die Kinder hier alles so können und was sie ausmacht. Es sind meist recht kurze Reime und auch der Text auf den Seiten hält sich eher in Grenzen. Das Augenmerk liegt eindeutig auf den wundervollen und teils auch sehr grellen Bildern. Durch die Neonfarben finde ich diese jedoch an einigen Stellen etwas übertrieben und nicht authentisch, sondern in erster Linie grell und nur auf Erhaschen des Blickfanges aus, was ich etwas schade fand. Denn Bilder mit authentischen Farben, anstelle von neonorange einfach normales orange, hätte den Blick einfach mehr auf den Kernpunkt und die Kernaussagen der Geschichte gesetzt, so wurde der Blickfang doch eher woanders gesetzt und vor allem das neonorange stach heraus. Ansonsten sind die Illustrationen jedoch sehr schön und kreativ. Sie passen sehr gut zum Text uns zeigen das, was in den Reimen angesprochen wurde. So sieht man viele unterschiedliche Kinder und das was sie alles können. Dabei wird die Botschaft vermittelt, dass jedes Kind einzigartig und besonders ist. Dies ist eine sehr schöne Botschaft und hat mir auch recht gut gefallen. Die Idee und die Botschaft dahinter fand ich sehr ansprechend.
An einigen Stelle finde ich die Reimform jedoch etwas holprig und nicht ganz flüssig. So wirken einige Reime doch eher gezwungen, als ganz rund.
Ein sehr kreatives Buch, was einen sehr schönen Ansatz hat, jedoch in der Umsetzung mich leider nicht zu 100% überzeugen konnte, aber auch dies ist sicherlich Geschmacksache. Ich denke, dass dies einige anders sehen werden, aber bei mir ist hier leider nicht ganz der Funke übergesprungen.
Fazit:
Tolle Idee, zauberhafte Illustrationen, wobei die Farbwahl für mich nicht ganz stimmte, und eine wundervolle Botschaftsübermittlung in Reimform, die leider manchmal hakte.
Rezensionen von Petra Sch.:
Spannender Roman auf zwei Zeit- und Handlungsebenen
Echo des Schweigens von Markus Thiele
4,5 Sterne
Zum Inhalt:
Dieser Fall könnte Strafverteidiger Hannes Jansen einen Karriereschub bringen: er vertritt den zum zweiten Mal angeklagten Polizisten Maik Winkler, der wegen Mordes an einem Asylanten angeklagt ist, und soll dessen Unschuld beweisen.
Erst später bemerkt er, dass genau jene Rechtsmedizinerin, die das Gutachten verfasst hat, die die Schuld von Maik Winkler beweisen soll, seine neue Liebe Sophie Tauber ist.
Kann ihre Liebe diese unterschiedlichen Meinungen über den Justizskandal überstehen?
Erst recht, als Sophie Dinge über ihre Vergangenheit erfährt, an die auch Hannes' Schicksal geknüpft ist...
Meine Meinung:
"Echo des Schweigens" ist ganz korrekt als Roman deklariert, auch wenn man laut Klappentext eher einen Thriller erwartet bzw. einen Roman über die Wiederaufrollung eines Justizskandals.
Es geht natürlich auch um die Aufdeckung der Wahrheit des Justizirrtums - ist Maik Winkler der Mörder von Abba Okeke?
Doch hauptsächlich handelt das Buch um die Verstrickungen zwischen den beiden Protagonisten - dem Rechtsanwalt Hannes Jansen sowie der Rechtsmedizinerin Sophie Tauber.
Es gibt immer wieder Rückblicke in die Nazi-Zeit, wo man als Leser anfangs verwirrt ist und sich fragt, was das mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Erst nach und nach merkt man, wie dies zur Handlung beiträgt und wie Hannes und Sophie durch die Vergangenheit miteinander verbunden sind.
Sophie kennt ihren Vater nicht, und als ihre Mutter starb, hinterließ sie ihr einen Brief, der von Richard Tiller geschrieben wurde. Weiters fand sie eine Postkarte von Daphne. Sie macht sich auf die Suche und geht allen Hinweisen nach, bis sie tatsächlich ihren Vater findet. Und dieser verrät ihr die Wahrheit über ihre Familie, und was ihre Mutter getan hat...
Es ist somit eher ein Familien-Drama als ein Thriller, der mich aber trotzdem von der ersten Seite an überzeugt hat, auch wenn es trotz eines runden Abschlusses zwei mehr oder weniger offene Enden gibt.
Im Nachwort stellt der Autor fest, dass er diesen Roman an Tatsachen angelehnt hat - im Jahr 2005 kam ein inhaftierter Sierra-Leoner bei einem Brand in Polizeigewahrsam ums Leben, dessen genaue Hintergründe bis heute ungeklärt sind.
Zu erwähnen ist auch das schlichte Cover in schwarz/weiß … Und was erst auf den zweiten Blick auffällt, ist - wenn man den Schutzumschlag entfernt - der reliefartig bedruckte Buchdeckel im negativ zum Schutzumschlag. Einfach nur toll!
Fazit:
Familiendrama, Liebesgeschichte und Aufarbeitung eines Justizskandals in einem Buch - hat ich von der ersten Seite an überzeugt und ich vergebe 4,5 Sterne.
Rezensionen von Claudia R:
herzerwärmend und spannend
Echo des Schweigens von Markus Thiele
Klappentext:
Die Geschichte von Kindern für Kinder. Hast du dich nicht auch schon immer gefragt, wo die schönste Katze der Welt geboren wurde? In unserer neuen Geschichte "Wie alles begann" erfährst du endlich, wo unser mutiger Abenteurer Vladimir Petrokov herkommt. Eine Geschichte über Freundschaft.
Denn weißt du, zusammen ist man weniger allein.
Cover:
Das Cover ist sehr niedlich und zeigt den orangenen Kater Vladimir Petrokov auf einen Holzkiste mit russischer Schrift: der Hintergrund ist sehr winterlich mit Schneeflocken und weißlich-blauen Tönen gestaltet. Ein sehr niedliches Cover, aber ich finde, leider, dass es ein wenig untergeht. Sehr süß, aber das gewisse i-Tüpfelchen fehlt. Die kleine Glaskugel mit den Mitwirkenden auf der Rückseite hingegen gefällt mir richtig gut und gibt einen lebendigen und tollen Eindruck über die Autorinnen und Verfasserinnen.
Meinung:
Das Buch macht einen sehr schönen und robusten Eindruck. Auch das Format ist sehr gut gewählt, da es sich so sehr gut zum Vorlesen und anschauen der Bilder eignet.
Auch die Schriftgröße und die Länge des Textes ist sehr gut und altersentsprechend gewählt. Die Sätze sind nicht zu komplex, sondern sehr angenehm zu lesen und man kann so sehr gut die Geschichte verfolgen. Auch der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut.
Es geht um die Geschichte, wie alles begann ud beginnt somit mit der Vorstellung der Charaktere. Man lernt Vladimir Petrokov und seinen Cousin Dimitri kennen und erfährt mehr über ihre Geburt und über die Familie bei der sie leben und was die kleine Katzenkinder alles so verbindet. Beide sind sehr unterschiedlich und dennoch verbindet sie eine sehr tiefe Freundschaft. Während Vladimir eher aufgeweckter, frecher und neugieriger war, war Dimitri eher zurückhaltend und ängstlich. Auch über ihre Besitzer und dessen Verhältnis kann man so einiges lesen und dann taucht eine Kiste auf, die vor Aufsehen sorgt und sowohl ihr Besitzer, ein kleiner Junge, ist aufgrund der Kiste sehr neugierig und diese Neugier überträgt sich auch auf Vladimir und so sorgt dieses Ereignis für Spannung, da man gern mehr darüber erfahren möchte. darauf baut das Buch auf und auf den Beginn der beiden Kater in ihrem zu Hause. Eine wirklich sehr niedliche Geschichte und ein tolles kleines Abenteuer. Dies lässt sich sehr leicht und schnell lesen. Ein gelungener Auftakt, jedoch hat mir noch ein bisschen mehr Spannung und Informationen gefehlt.
Die Geschichte ist sehr niedlich und liebevoll aufgebaut. Die Charaktere sind einfach wundervoll und man merkt, dass sehr viel Herzblut in ihnen steckt.
Auch die Illustrationen sind einfach zauberhaft und sehr gut gelungen. Diese sind sehr detailliert und passen sehr gut zum Gelesenen. Sie geben die Situationen sehr gut wieder. Die Bilder und auch die detaillierten Zeichnungen sind einfach wunderschön und man schaut sich diese sehr gern an.
Toll fand ich auch die Botschaften dahinter. So erfährt man wie wichtig und essentiell doch Freundschaften und Zusammenhalt ist. Eine wirklich tolle Botschaft, die hier vermittelt wird.
Alles in allem eine sehr liebevolle Geschichte, mit wunderschönen Illustrationen und gut ausgearbeitet Charakteren, die mit sehr viel Herzblut gestaltet wurden und eine wunderschöne Geschichte und Botschaft übermitteln.
Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte, mit tollen Charakteren und einer herzerwärmenden Botschaft, die durch zauberhafte Illustrationen sehr gut abgerundet wird.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Lektüre macht Spass und Lust auf Tomatensauce
Liebe ist tomatenrot von Ursi Breidenbach
Der Anfang des Romans fand ich ein wenig langweilig, da er mich recht klischeehaft dünkte - ganz nach dem Motto verfasst: "Die Welt geht unter wenn man 40 wird".
Doch dann steigert sich die Geschichte enorm. Sie wird an dem Zeitpunkt "interessant", als Nelly und Luca in Italien ankommen.
Nelly bereut, dass sie nicht besser hin gehört hat, als Luca ihr davon erzählte. Statt Urlaub zu zweit, gibt es Familienurlaub par Excellence, denn Lucas gesamte Verwandtschaft ist vor Ort.
Nelly hat Gewissensbisse, als sie mit ihrer Affäre, dem 16 Jahre jüngeren Luca vor seiner sympathischen Sippe auftaucht. Probleme hat aber eigentlich nur Nelly damit. Erst recht als sie dem attraktiven Mittvierziger Roberto begegnet. Noch mehr, als sie erfährt, wer er ist.
Ursi Breidenbach hat mit "Liebe ist tomatenrot" eine unterhaltende Geschichte geschrieben, die mit einem Thema aufwartet, über das man in Romanen nicht sehr oft liest: ältere Frau mit jüngerem Lover. Die Autorin hat die Generationenkonflikte gut aufgezeigt - und ebenso gut gelöst. Auch Nellys Gedanken über ihre Situation, das Pro und Contra, ja halt die ganze Auseinandersetzung mit so einer Beziehung, und schlussendlich das sich-selbst-finden haben mir gut gefallen.
Das Setting, ein kleines italienisches Dorf, Tomatenfelder und ein kleines verfallenes Häuschen, bezaubern. Mit einem liebevollen Blick für Details werden Kleinigkeiten wie zum Beispiel die Möbel und die Pflanzen vor der Cassata beschrieben.
Glaubhafte Missverständnisse sorgen für nötige Spannung und Überraschungen. Gekrönt wird die Geschichte mit einem angenehmen, humorvollen Schreibstil. Begleitet wird sie mit einem grossen Hunger auf Spaghetti mit ganz viel Tomatensauce.
Fazit: Ab der Reise nach Italien macht es Spass, den Roman zu lesen. So dass am Ende wohl alle LeserInnen dasselbe wollen: Urlaub in der Cassata in Tabbio verbringen.
4 Punkte.
Rezensionen von Lesemama:
Schlägt hier der Fluch des zweite Teils zu?
Crushing on the Cop von Piper Rayne
Bewertet mit 3.5 Sternen
Zum Buch:
Cristian, der mittlere der drei Bianco-Brüder, nennt sich selbst den Vernünftigsten. Trotzdem, oder gerade deshalb, steht er total auf Vanessa, die Tochter seiner Chefs, dem Commander der Cicago Police Station.
Und für Vanessa ist er genau deshalb tabu, sie datet keinen Cop.
Aber sie, bzw. ihre Feundin Lauren, hat nunmal ein Date mit ihm ersteigert ...
Meine Meinung:
Bei Crushing the Cop handelt es sich um da zweite Buch rund um die Brüder der Familie Bianco. Im ersten ging es um den Feuerwehrmann Mauro, um letzten wird es dann um Luca, den Rettungssanitäter gehen.
Nachdem der erste ja mit einem recht fiesen Cliffhänger endet, muss man im zweiten Teil schon bis zur Hälfte lesen um zu erfahren, was weiterhin passierte.
Wie es bei einer Fortsetzung so üblich ist, gibt es jede Menge Wiederholungen und auch von der Spannung kam es nicht an den ersten ran.
Allerdings mag ich die Bücher des Autorenduos Piper Rayne (mich würde immer noch brennend interessieren, wer dahintersteckt) sehr gerne, i
Ich mag den Schreibstil, ich mag das romantisch prickelnde und ich mag auch die Protagonisten ihrer Bücher. Sie sind anders, zwar meistens irgendwelche Helden, aber dennoch sehr menschlich.
Nun möchte ich natürlich auch wissen wie es mit Luca und Lauren weitergeht und freue mich schon auf da neue Buch.









