Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rewareni:
Zwischen Wahrheit und Lüge
Die Wahrheit der anderen von Daniel Zipfel
Pakistanische Flüchtlinge besetzen den Minoritenplatz, auf Transparenten steht der Name eines toten Pakistaners. Während die Polizei versucht deeskalierend zu handeln, macht der Journalist Uwe Tinnermans zufällig ein Foto von einer jungen Frau und einem Polizisten, nichts ahnend,dass aus einer harmlosen Situation noch eine reißerische Geschichte wird.
Auf einmal wittert Uwe die Story seines Lebens. Da im Grunde die Geschichte nicht wirklich aufregend ist, beginnt er seine eigene Sicht der Dinge darzustellen und setzt die junge Pakistanerin Veena Shahida als Symbolfigur des Protests in Szene. Obwohl sie mitten in einem Asylverfahren steckt, wo ihre Anwältin Birgit Toth mit allen Mitteln versucht diesen durchzubringen, lässt sich Veena immer mehr von Uwe beeinflussen und die Flüchtlinge lassen sich dazu überreden, die Kirche zu besetzen. Veenas Asylantrag hat dadurch auch kaum noch Chancen auf Erfolg, da sie bei ihrer Anhörung vor dem Richter sich in Widersprüchen verwickelt und so ihre Glaubwürdigkeit immer weniger wird. Uwe ist in seinem Element und macht Fotos von armen und hungernden Flüchtlingen um die Auflagen der Zeitung zu steigern. Obwohl sein alter Chef Konrad Brandt, der es selbst nie so genau mit der Wahrheit genommen hat, zu Beginn noch Feuer und Flamme für die Geschichte war, merkt dieser nun, dass Uwe die ganze Situation nur mehr nach seinen Vorstellungen manipuliert und kaum mehr etwas der Wahrheit entspricht. Plötzlich sind die Asylanten keine Helden mehr, aber wer weiß, vielleicht sind die paar Flüchtlinge in der Kirche noch brauchbar für die Wahlen?
,,Die Wahrheit der anderen“ ist ein gesellschaftskritischer Roman des Autors Daniel Zipfel. Die Geschichte spielt in Wien, könnte aber überall auf der Welt ebenso passieren. Da es vor Jahren einen ähnlichen Fall in Wien gegeben hat, ist anzunehmen, dass einige Handlungen sich vielleicht tatsächlich so abgespielt haben. Das Thema der Asylpolitik wird vom Autor jetzt nicht direkt behandelt, sondern er lässt den Leser daran teilhaben, wie vor allem der Journalismus es schafft, Menschen zu manipulieren. Wie soll man dabei herausfinden, was wahr und was gelogen ist. Der Autor erwähnt hierbei auch den Begriff ,,kalt schreiben“, also etwas zu verfassen, ohne dabei gewesen zu sein. Dabei merkt man als Leser, wie leicht es sein kann, dass man manipuliert wird. Sein Protagonist Uwe durchläuft in dem Roman eine negative Wandlung. Von unscheinbar bis knallharter Journalist, der selbst auf Kosten der jungen Veena, die Menschen belügt und dazu bringt Dinge zu tun, die sie eigentlich gar nicht wollen. Der Roman ist nicht leicht zu lesen, da es erstens sehr viele unsympathische Protagonisten gibt und man zweitens selbst nicht mehr unterscheiden kann, wo die Grenze zwischen Wahrheit und Lüge liegt. Der Autor schafft es dabei immer wieder eine Wendung herbei zu führen, wo man sich selbst verunsichern lässt und man ständig schwankt, ob man Veena ihre tragische Geschichte abnimmt oder nicht. In dem Roman wird vieles inszeniert, manipuliert und die Wahrheit ständig an einer Lüge angepasst. Es gibt nur knallharte Fakten, wo Menschenschicksale im Grunde nebensächlich sind. Den Roman zu beurteilen fällt nicht leicht. Auf der einen Seite ist er spannend und tragisch und auf der anderen verwirrend. Wenn es dann auch noch so viele Protagonisten gibt, zu denen man nicht wirklich eine ,,Beziehung“ aufbauen kann, fällt das Lesen nicht immer leicht. Aber ich denke, dass es dem Autor nicht wichtig war, eine heile Welt darzustellen, sondern aufzuzeigen , wie die Wirklichkeit ist und das ist ihm dann doch gelungen.
Rezensionen von Petra Gruber:
Eine Geschichte aus der guten alten Zeit
Die Bagage von Monika Helfer
Monika Helfer erzählt in ihrem Roman die Geschichte ihrer Großeltern und deren Kinder. Ich bin immer sehr skeptisch bei autobiografischen Romanen, das geht öfter schief als dass es gelingt, zu groß ist die Nähe, zu schnell geht die erzählerische Distanz verloren, zu rasch wird es auch selbstverliebt oder selbstmitleidig.
All dies ist Helfer nicht passiert, ihr ist aus dem Stoff ihrer Familiengeschichte ein wunderbarer Roman gelungen.
Josef und Maria Moosbrugger leben am Rande eines Tales in der Nähe von Bregenz. Doch nicht nur räumlich wahren sie die Distanz, sie sind anders. Josef ist sehr reinlich, ordentlich gekleidet, verschwiegen, und er trinkt nicht, ernst ist er. Dass seine außergewöhnlich schöne Frau Maria ihn liebt, das kann keiner glauben, oder will er nicht, denn so bleibt ein Funke Hoffnung, dass sie ihn doch noch irgendwann für einen anderen verlässt. Es wird geredet über das Paar und die Familie, die in armen Verhältnissen lebt.
Dann zieht der 1. Weltkrieg ins Land, Josef wird eingezogen, Maria ist schutzlos den Avancen des Bürgermeisters ausgeliefert. Und sie verliebt sich, in einen Deutschen. Josef hat Glück, er überlebt, darf dazwischen sogar zwei Mal auf Heimaturlaub, kurz nur, aber immerhin. Dass die in dieser Zeit geborene Tochter Grete, die Mutter der Autorin, sein Kind ist, glaubt er bis zu seinem Tod nicht. Die Menschen im Dorf auch nicht.
Monika Helfer schreibt hier keinen Sozialroman, sie prangert die Missstände, den Neid und die Bosheit der Dörfler nicht an, sie erzählt einfach. Von den Eltern Moosbrugger und ihren Söhnen und Töchtern, die Meinung dazu, kann man sich als Leser*in selber bilden. Ihre Sprache ist schlicht, sehr direkt, gleichzeitig hochliterarisch, sehr schön zu lesen.
Ohne sie direkt anzuführen kommen in Monika Helfers viele Themen zur Sprache, die Dynamik in einem Dorf, die Situation der Frauen am Land zu Beginn des 20. Jahrhunderts, was ein Krieg mit einer Familie macht, die Frage, was Liebe ist und was Familie bedeutet. Eine Frage, die sich mir während der ganzen Lektüre gestellt hat, war: Was wäre mit diesen außergewöhnlichen, teils sehr begabten Menschen passiert, wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt in einer liberaleren Gesellschaft mit Bildung gelebt hätten?
Ein interessanter, spannend zu lesender Roman, der, obwohl er nicht direkt kritisiert, sehr wohl eine kritische Sichtweise auf „die gute alte Zeit“ darstellt. Mir hat er sehr gefallen!
Rezensionen von Claudia R:
Gottfried, Enno und Kira halten zusammen ...
Gottfried, der Turborabe – Enno und Kira zeigen es allen von Christoph Fromm
Klappentext:
Ich bin Anno, neun Jahre alt und komme aus Afrika. Ich lebe mit meinem Papa und meiner kleinen Schwester Kira erst seit kurzer Zeit in Deutschland. In der Schule sitze ich neben Hendrik. Der mag mich überhaupt nicht, nur weil ich anders aussehe. Aber meine Schwester Kira und ich lassen uns nichts gefallen! Und unser bester Freund Gottfried, der Turborabe, hat wieder tolle Streiche auf Lager und hält ganz fest zu uns.
Cover:
Das Cover wirkt sehr bunt und fröhlich. Es ist actionreich und sieht nach sehr viel Spaß aus. Man sieht zwei Kinder und einen Raben im Wasser, die sehr fröhlich wirken und sehr viel Freude zu haben scheinen. Am Rand des Wassers, auf dem Strand steht ein Junge, der eher verärgert aussieht. Das Cover macht auf jeden Fall neugierig.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr locker und flüssig, wodurch sich das Buch auch sehr gut und angenehm lesen lässt. Durch die große Schrift, lässt es sich sehr gut vorlesen, aber es ist auch gut für Leseanfänger und junge Leser geeignet. Die Sätze sind nicht zu schwierig und nicht zu lang, so dass auch junge Leser damit ihre Freude haben.
Die Charaktere sind sehr lebendig und liebevoll gestaltet. Vor allem Enno, aber auch Kira und Gottfried, der Turborabe, werden sehr gut beschrieben, so dass man diese sehr gut verstehen kann und auch mit ihnen fühlt und ihre Handlungen, Geschehnisse und Ereignisse sehr gut nachvollziehen und nachempfinden kann.
Die Charaktere finde ich sehr gut ausgearbeitet. So hat man sehr viel Spaß mit Enno und Kira. Vor allem Gottfried bringt sehr viel Power und Humor mit hinein und es werden wichtige Themen, auf kindgerechte Weise angesprochen. So geht es hier nicht einfach nur um Spaß und Streiche, sondern auch Rassismus, Integration und Zusammenhalt, sowie Freundschaft und Gemeinschaft spielen hier eine wichtige Rolle.
Der Autor schafft es, wichtige Themen in ein spannendes und fesselndes Kinderbuch zu packen und daraus ein wunderschönes, berührendes Abenteuer zu gestalten, welches auch Erwachsene nachdenklich macht.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, da es neben Spannung, auch wichtige Werte vermittelt und dadurch den Leser berührt und sehr gut beim Leser ankommt.
Toll sind auch die wunderschönen farbigen Illustrationen, welche sehr detailliert und fröhlich gestaltet sind. Mir haben diese Illustrationen sehr gut gefallen. Sie runden das Buch sehr gut ab und machen es zu einem richtigen Highlight.
Inhaltlich möchte ich nichts verraten, da man die Abenteuer von Gottfried dem Turboraben, Enno und Kira selbst erleben sollte und ich nichts vorweg nehmen möchte.
Von mir eine klare Leseempfehlung.
Fazit:
Ein tolles Buch, mit sehr wichtigen Botschaften, lebendigen Charakteren und farbenfrohen, detailreichen Illustrationen.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Schwarzhumoriger Cosy-Thriller
Schottensterben von Gordon Tyrie
Darf ich vorstellen? Das Hochlandrind, das uns vom Cover entgegen blickt, heisst Thin Lizzy und ist verliebt in Nicol. Der jedoch merkt plötzlich seine Zuneigung zu Val. Die ist die Zwillingsschwester von Phyllis und hat seit dem Tod ihrer Eltern 1987 öfters Flashbacks. Die beiden Schwestern haben das absolute Gedächtnis, Phyllis ist die Hübschere und Zartere, Val die Starke und Gröbere.
Auf Gigha wissen die Bewohner mittlerweile, wie mit Phyllis Flashbacks umgehen.
Auch Postbote Craig, der nicht nur Briefe verteilt, sondern auch gerne welche schreibt. Keine Briefe, aber Haikus schreiben und Vögel beobachten tut Hinch, ein Profikiller im Ruhestand. An Tag X beobachtet er keine Vögel, aber sieht zu, wie Nicol eine Leiche verbuddelt. Hinch beobachtet auch, dass Nicol noch von anderen Bewohnern beobachtet wird.
Fortan geht es vor allem darum, die Leiche von Jim McKechnie verschwinden zu lassen. Niemand will die Polizei auf der Insel haben. Allerdings will auch niemand die beiden Touristen Pat und Bob hier, die immer zur falschen Zeit am falschen Ort auftauchen. Pat, immerzu nörgelnd, verscherzt es sich mit sämtlichen Bewohnern, vor allem aber mit Thin Lizzy. Da kann auch Bob nicht mehr schlichten. Pat will nicht hören, muss aber schmerzlich fühlen.
Schmerzen haben im Laufe der Geschichte auch Jessie und Stuart, das Kelp-Sammler-Paar, die sich "nebenberuflich" als Wrackjäger betätigen. Sie sind quasi das Gegenpart zu den Leichenverbuddlern - sie wollen das Boot des Toten auf dem Meer verschwinden lassen. Erde zu Erde, Wasser zu Wasser, oder so. Alle ein bisschen plemplem auf Gigha!
Gordon Tyrie, ein Pseudonym für den deutschen Autor Thomas Kastura, hat mit diesem Hebridenkrimi eine schwarzhumorige Geschichte mit skurrilen Figuren abgeliefert, die bestens unterhält. Man muss sich aber darauf einlassen und sämtliche Erwartungen, die man normalerweise an einen Krimi hat, beiseite schieben.
Dann bekommt man ein Krimivergügen der anderen Art - wenn man das weiss, hat "Schottensterben" Potential für 5 Punkte. Aber wenn man, wie ich, darauf wartet, dass mehr passiert als das, zugegeben sehr vergnügliche, Leichenverscharren und erst nach zwei Dritteln merkt, dass bis zum Finale, bei dem Hinch alle Ehre zuteil wird, nicht im üblichen Sinne ermittelt wird, bleibt es bei 4 Punkten.
Fazit: Die Leiche muss weg - ein amüsanter Cosy-Thriller mit speziellen Charakteren. Witzig!
4 Punkte.
Rezensionen von Claudia R:
vielfältiges Spektrum
zwischenzeilig von Ernst Merz
Klappentext:
Durch wechselnde Thematik sorgt Ernst Merz
für ein buntes Spektrum an Lyrik.
Von tiefschürfend, Liebe,
Natur und Humoreske,
bis hin zu zwischenmenschlichen
Beziehungen und Politik.
Zwischen Lyrik und Drabbles eingebettet,
finden sich Fotografien von Fred Kövari,
die dem Buch eine gewisse Symbiose
verleihen.
Cover:
Das Cover ist relativ einfach gehalten auf den ersten Blick, und dennoch bzw. gerade dadurch auch sehr passend. Es wird mit den Farben schwarz und weiß und geometrischen Formen gespielt, wobei im weißen Dreieck Zeilen erkennbar sind, die sehr gut zum Titel zwischenzeilig passen. Das Cover finde ich gut gewählt und passend.
Meinung:
Dieses Buch enthält sehr viele wunderschöne Gedichte und poetische Werke, die einen berühren und zum Nachdenken bringen.
Jedes einzelne ist anders und beschäftigt sich mit einem anderen Thema. Von Liebe, über Politik und viele verschiedenen Ereignisse und Themen werden hier behandelt und angesprochen. Dies hier ist ein sehr literarisches, lyrisches und poetisches Werk, mit vielen tollen Gedichten und Geschichten.
Natürlich sind einige darunter, die mich mehr angesprochen haben, und wenige, die mich nicht ganz erreichen konnten. Aber dies ist Ansichts- und Geschmacksache. Denn jeden berühren andere Dinge.
Hier ist eine große Vielfalt von unterschiedlichen poetischen Werken und Themen vorhanden und sicherlich für jeden was dabei.
Ein tolles kleines Büchlein zum dahin träumen und abschalten, sowie einfach mal für Zwischendurch. Auch als Geschenkidee sehr gut geeignet oder für die kleinen Pausen oder Arbeitswege geeignet.
Mir hat dieses Büchlein sehr gut gefallen. Es hat mich sehr berührt und unterschiedliche Emotionen in mir ausgelöst. Auch zum Nachdenken und hinterfragen hat es angeregt, da durch die unterschiedlichen Themen auch sehr unterschiedliche Sachen angesprochen wurden, die einen mal mehr oder weniger auch mitgenommen haben.
Ein tolles Werk, mit einer großen Bandbreite.
Sehr gut haben mir auch die kleinen Illustrationen gefallen, die das ganze zusätzlich unterstrichen haben und sehr gut abgerundet haben.
Fazit.
Ein tolles poetisches und lyrisches Büchlein, mit einer großen Vielfalt an Gedichten und Geschichten, die sehr unterschiedliche Themen ansprechen und so zum Nachdenken anregen und auch den Leser bewegen und berühren können.
Rezensionen von *RC*:
Lebensweisheit der älteren Generation
Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich von Tessa Randau
„Dieses Buch hat die Kraft, Ihr Leben zu verändern“, steht groß und glänzend hinten auf dem Bucheinband.. Dieser kleine Satz hat meine Neugier geweckt, das Buch zu lesen. Und ich bin in keinster Weise enttäuscht worden. Das kleine Taschen-Buch, das gerade mal 128 Seiten umfasst, steckt voller Lebensweisheit und Alltags-Bewältigungshilfe, dass ich es wärmstens empfehlen kann.
Das Besondere an diesem Büchlein ist, dass die Ratschläge im Rahmen einer kleinen, warmherzigen Geschichte dem Leser nahe gebracht werden. Man liest kein „Du sollst, du musst“ und hat nicht das Gefühl, dass einer belehrend vor einem steht.
In dem Buch geht es um eine junge Frau, die voll im Leben eingebunden / eingespannt ist. Doch es ist anstrengend, den Spagat zwischen Beruf, Familie und eigenen Wünschen zu meistern.
Völlig ausgelaugt zieht sich diese junge Frau eines Tages in den Wald zurück, an einen Ort, an dem sie als Kind immer Ruhe und Frieden gefunden hat. Hier will sie alle zu sich kommen. Doch es gesellt sich ein alte Frau – die wie aus dem Nichts erscheint - zu ihr mit der sie erst zögerlich, dann aber bereitwillig ins Gespräch kommt. Wow, eine alte Frau! Und schon kam ich mir fast vor wie in einem Märchen / in einer Sage, wo alte Leute mit ihrer Weisheit Ratsuchende auf 'rätselhafte' Art und Weise eine große Hilfe bei der Sinnsuche im Leben sind.
Ich konnte mich sehr gut in die junge Frau hinein versetzen, da sie genau die „Probleme“ hat, die viele andere. Wie komme ich in einem „vollgepumpten“ Alltag zurecht, in dem man ständig nur gefordert ist? Was brauche ich wirklich? Wie wichtig sind „Kopf“ und „Bauch“?
Das Buch kann man sicherlich in einem Rutsch lesen. Ich habe mir aber Zeit gelassen, um mich selber auch auf diese „Vier Fragen“, die die alte Dame mit der Protagonistin Schritt für Schritt bei verschiedenen Treffen im Wald erarbeitet. Nachvollziehbar werden die Antworten, die die junge Frau erhält in der Beschreibung der verschiedensten Alltagssituationen, die sehr authentisch und liebenswert erzählt werden.
Dem Buch wird außerdem aufgrund der kleinen, in sanften Farben eingefügten Illustrationen eine feine Leichtigkeit gegeben. Der Schreibstil ist locker und flüssig, man fasst sofort Fuß und wird von der wunderbaren Sprache auf fabelhafte Art mitgenommen.
Das Buch wird sicherlich nicht im Regal verstauben, da ich es bestimmt öfters lesen werden.
Die Geschichte, die auf den Erfahrungen der Autorin basiert, ist motivierend, seinen Weg zu gehen und hilft bestimmt auch, neue Wege einzuschlagen / auszuprobieren.
Und ganz wichtig ist auch: Es hilft, in sich selber reinzuhören und nicht immer zu schauen, was andere denken!
Rezensionen von Streiflicht:
Macht Lust auf mehr
VANITAS - Grau wie Asche von Poznanski Ursula
Ich glaube, an dieser Autorin scheiden sich einfach die Geister. Entweder mag man ihre Schreib- und Denkweise oder eben nicht. Ich mag sie und war schon von Teil eins sehr begeistert. Es geht nicht immer ganz logisch zu und man darf nicht zuviel nachdenken, aber dann ist es spannend, unterhaltsam und manchmal auch lustig.
Meiner Meinung nach sollte man das erste Buch aus dieser Reihe gelesen haben, um zu verstehen, warum Carolin tut, was sie tut und warum sie nicht immer rational handelt und manchmal wie eine Psychopatin wirkt. In meinen Augen ist sie tief traumatisiert und hier erfährt man nun endlich genau, warum das so ist. Dann lässt sich auch vieles nachvollziehen und verstehen. Und man wird unglaublich neugierig auf den dritten Teil, der noch mehr Verwirrung, Gewalt und Angst verspricht. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
Dieses Buch ist ein eher ruhiger Zwischenteil, der zeigt, wie Carolin ist, was war und warum sie wurde, wie sie ist, und vielleicht auch schon, was kommen mag. Mir hat es gefallen, für mich eine gelungene Fortsetzung, die Lust auf mehr macht.
Rezensionen von Streiflicht:
Aufgeräumt und befreit
Räuchern, Raunacht, Rituale von Sigrid Csurda-Steinwender
Aufgeräumt und befreit durch das Jahr, so lautete der Untertitel dieses Buches und das hat mich neugierig gemacht. Wer möchte das nicht? Ich bin eher der chaotische Typ und versuche, dem Chaos und der Unordnung Herr zu werden. Das gelingt auch immer besser, dennoch lese ich gerne mal was darüber, um mich weiter zu motivieren.
Dieses Buch bietet einen ganz anderen Ansatz und das fand ich interessant.
Hier geht es um uralte Rituale, um die Raunächte und das Räuchern. Damit, so beschreibt die Autorin verständlich und gut nachvollziehbar, kann man aufgeräumt und befreit in das neue Jahr starten. Ich bin nicht so der esoterische Typ, fand diese Ideen aber durchaus interessant.
Alles wird so beschrieben, dass man es gut nachmachen kann und auch verstehen kann, wenn man sich bisher noch nicht mit dieser Thematik beschäftigt hat. Das hat mir gut gefallen. Auch die Gliederung des Buches ist gut und hilfreich. So geht es anfangs erst um Allgemeines, später dann um das Räuchern und die Rituale.
Wer Einblick in diese Ideen und Ansätze haben möchte, ist hier genau richtig! Perfekt für Anfänger und Interessierte!
Rezensionen von heinoko:
Der Wald als magischer Ort
Ein Mädchen namens Willow 1: Ein Mädchen namens Willow von Sabine Bohlmann
Welch ein zauber-haftes Kinderbuch, und das im wahrsten Sinn des Wortes. Liebenswert, verträumt, märchenhaft, mit einer klaren Botschaft, die man jedem Kind mitgeben möchte: Höre auf die Sprache der Natur und achte sie!
Willow ist ein elfjähriges Mädchen mit unbezähmbaren roten Locken. Schon oft hatte Willow nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater umziehen müssen.
Doch nun scheinen die Beiden ein endgültiges Zuhause gefunden zu haben, denn Tante Alwina hat ihnen ein altes Haus vererbt. Und nicht nur das, Alwina hat Willow einen kleinen angrenzenden Wald vermacht, was Willow gar nicht begeistert. Was soll sie bloß mit einem Wald, und warum in diesem alten Haus mit dem undichten Dach leben, schmollt sie. Auf einer ersten Erkundungstour durch das Wäldchen hat sie allerdings eine aufregende Begegnung mit einem zahmen Fuchs. Sie erfährt, dass Alwina ihr nicht nur den Wald, sondern auch ihre Hexenkraft hinterlassen hat, die sie sich allerdings erst erarbeiten muss. „Begabung und Fleiß. Das eine hat ohne das andere keinen Wert.“ Und sie braucht Mitstreiterinnen, die zu finden ihr als Einzelgängerin sehr schwer fällt. Mehr wird nicht verraten, denn es geht noch sehr aufregend weiter!
Das Buch ist mit einer großen Portion Humor und viel, viel Fantasie und Ideenreichtum geschrieben. Wo findet man sonst wohl Morgentau, abends geerntet? Oder Wegheckenschneckenschleim? Und es enthält, überraschend für ein Kinderbuch, sehr weise Sätze als Kapitelbeginn wie zum Beispiel „Wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken / dahin fließt unsere Energie. / Wenn wir also kein Ziel vor Augen haben, / dann wird auch nichts geschehen.“ Der Hauptperson Willow schenken wir sofort unsere volle Sympathie, denn das Leben hat ihr schon übel mitgespielt, dennoch ist sie neugierig, wissbegierig und mutig. Und sie ist unglaublich fleißig und engagiert, die Pflanzen und Tiere in ihrem Wald kennen zu lernen und zu verstehen, aber sie lernt auch, sich auf ihre neuen Freundinnen einzulassen, auch wenn diese ganz anders sind als sie selbst. Toleranz und Freundschaft sind die Grundpfeiler, auf denen die Hexenkraft schier Unmögliches zu leisten vermag, als der Wald in Gefahr gerät. Ich bin sicher, sowohl kleine als auch große Leser werden von diesem Kinderbuch verzaubert sein, wozu die feinen Illustrationen von Simona Ceccarelli einen nicht unwesentlichen Beitrag leisten.
Doch eine Anmerkung habe ich, liebe Sabine Bohlmann: Das Reh ist nicht die Frau vom Hirsch, das wäre der Rehbock. Bitte diesen Fehler unbedingt bei einer neuen Auflage ausmerzen!
Rezensionen von Lesemama:
Sophias Start in ein neues Leben
Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung von Corina Bomann
Bewertet mit 5 Sternen
Zum Buch:
Sophia hat ein behütetes Leben in Berlin. Als einziges Kind eines Drogeriebesitzers darf sie sogar studieren. Als sie ungeplant schwanger wird, wird sie allerdings auch von ihren Eltern verstoßen. Unterschlupf findet sie bei ihrer Freundin Henny, einer Tänzerin, die sie mit nach Paris nimmt.
Dort angekommen kämpft sich Sophia durch und findet in der Kosmetikherstellung eine neue Aufgabe und in Helena Rubinstein findet sie eine Arbeitgeberin, die gropße Hoffnung in Sophia hegt.
Meine Meinung:
Ich liebe die Bücher von Corinna Bomann, ihr gelingt es Frauen in ein neues Licht zu stellen. Sie schreibt so wunderschöne, berührende und aufmunternde historische Romane, da geht mir immer mein Leseherz auf.
Auch mit Sophias Hoffnung ist ihr ein bemerkenswerter Ausflug in die Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts gelungen. Die Beschreibung, wie Frauen in der Zeit lebten, ist wie immer sehr gut recherchiert und sehr berührend. Sophias Geschichte hat mich sehr bewegt und ich konnte so manches mal nicht fassen, was man sich als Frau alles gefallen lassen musste. Nehmen wir nur mal Joelle, der in ihr einen Parasit von Henny sah, oder Georg. Ganz schlimm fand ich tatsächlich Darren, von dem sich Sophia so viel erhofft hatte.
Die Charaktere sind gut dargestellt, die ganze Geschichte ist unglaublich spannend ud unterhaltsam und ich bin am Ende total gespannt auf den nächsten Teil, der ja zurück bald erscheint. So ein fieser Cliffhänger ...
Sophias Hoffnung ist ein sehr lesenswerter historischer Roman und hat mit ganz wunderbar unterhalten. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.











